Aktien, Schneeballsystem
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Über ein Schneeballsystem soll Ulrich E. Anleger abgezockt haben
Vor dem Mannheimer Landgericht wird ab Montag ein spektakulärer Fall verhandelt. Dem Angeklagten Ulrich E. wird Betrug in Höhe von 37 Millionen US-Dollar vorgeworfen. Der 51-Jährige soll mit einem Aktien-Schneeballsystem 1295 Anleger geprellt haben.

Prozessauftakt in Mannheim: Vor der Wirtschaftskammer des Landgerichts Mannheim wird ab Montag ein spektakulärer Fall verhandelt. Dem Angeklagten Ulrich E. wird mehrfacher Millionenbetrug vorgeworfen. Der 51 Jahre alte Deutsche soll zwischen Dezember 2004 und September 2007 unter Vorspiegelung höchst lukrativer Aktiengeschäfte um Anleger aus Deutschland, der Schweiz und Österreich geworben haben.

Sechs Prozent Rendite monatlich versprochen

Wie der Mannheimer Staatsanwalt Peter Lintz FOCUS Online sagte, hat der Angeklagte unter dem Slogan „Day-Trading - Aktienhandel mit System“ zur Anlage erheblicher Geldbeträge bei einem von ihm gegründeten Unternehmen in Florida geworben. Dabei sollen Zinsen in Höhe von bis zu sechs Prozent monatlich vertraglich garantiert worden sein. Tatsächlich soll der Angeschuldigte lediglich ein Schneeballsystem unterhalten und zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt haben, die vereinnahmten Gelder zur Durchführung von Day-Trading-Geschäften zu verwenden. 1295 Anleger fielen den Ermittlungen zufolge darauf herein.

Der in den USA ansässige Geschäftsmann wurde im vergangenen Jahr monatelang per internationalem Haftbefehl gesucht. Ende Juli konnte er schließlich von den US-Behörden in Las Vegas dingfest gemacht werden. Gemäß der Anklage soll Ulrich E. einen Gesamtschaden von insgesamt über 37 Millionen US-Dollar verursacht haben.

mr