Sonnenforscher zeigen sich besorgt: Eine gewaltige aktive Sonnenfleckenregion ist derzeit direkt auf die Erde gerichtet und zeigt ein Magnetfeld mit Eigenschaften, die auf einen möglicherweise bevorstehende schwere Sonneneruptionen hindeuten. Würde sich ein solcher Ausbruch der Kategorie "X" noch heute ereignen, wäre der damit einhergehende Teilchenstrom direkt Richtung Erde gerichtet.
Sonnenfleckregion Januar 2012
© NASA
Die aktive Sonnenfleckenregion (AR) 1654 am 16. Januar 2012.
Washington (USA) - Das Magnetfeld der Sonnenfleckenregion AR 1654 (s. Abb.), in die die Erde mehr als 20 mal hineinpassen würde, beherbergt "Beta-Gamma-Delta"-Felder, die Energien für Ausbrüche (sog. Flares) der stärksten Kategorie "X" beinhalten, berichtet "Spaceweather.com". Jede Explosion aus dieser Region heraus würde derzeit die Erde direkt treffen.

Schon mittelschwere bis starke Sonnenausbrüche der Kategorien M bis X stellen eine Bedrohung für eine Vielzahl Grundbausteinen unserer technologisierten Gesellschaft dar, wenn Astronauten, Raumschiffe und Satelliten im All (Kommunikation und Navigation) bis hin zu Kommunikations- und Energienetzwerke auf der Erdoberfläche gestört und geschädigt werden können. Im schlimmsten Fall könnte dies zu langfristigen Ausfällen der besagten Systeme führen, vor deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen nicht nur die NASA schon seit spätestens 2009 in einer eigenen Studie warnte (...wir berichteten). Vor diesem Hintergrund wäre ein in Richtung Erde gerichteter Superflare der Sonne zu einem buchstäbliche Horrorszenario werden.

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Sonnensturm: NASA-Studie über soziale und ökonomische Auswirkungen einer Super-Sonneneruption23. Januar 2009


Quelle: spaceweather.com