Vor der Küste Südkoreas ist es erstmals gelungen, eine ganze Gruppe von Delfinen dabei zu beobachten und zu filmen, wie diese gemeinsam darum bemüht waren, einen sterbenden Artgenossen vor dem Ertrinken zu bewahren. Bislang war vergleichbares Verhalten bei Delfinen nur von Einzeltieren bekannt.
Delfine, Rettung
© CRI
Standbild aus dem Video
Ulsan (Südkorea) - Wie die Forscher um Kyum J Park vom umstrittenen Walforschungsinstitut "Cetacean Research Institute" (CRI) aktuell im Fachmagazin Marine Mamal Science berichten, gelang die Beobachtung vor der Küste von Ulsan im japanischen Meer.

Während bisherige Beobachtungen sich auf Einzel- oder Elterntiere beschränkten, die verwundete oder schon leblose Neugeborene oder Kleintiere zum Atmen an die Wasseroberfläche hieften (...wir berichteten), beobachteten die Forscher nun eine Gruppe aus fünf Tieren - umgeben von weiteren Tieren, die mit ihren Körpern eine Art Stützfloß bildeten, um ein offenbar bereits teilweise paralysiertes, sterbendes Alttier, das immer wieder auch auf dem Rücken trieb, vor dem Absinken und damit vor dem Ertrinken zu bewahren.

Nach wenigen Minuten, so berichten die Forscher, begann der so umsorgte Delfin offenbar zu sterben, da sein Körper nahezu vertikal im Wasser trieb. Noch eine Weile begleiteten die anderen Delfine ihren Artgenossen, bis dieser erste Anzeichen von Leichenstarre aufzeigte.


Erst wenige Tage zuvor berichtete die Taucherin Martina Wing von "Ocean Wings Hawaii, Inc.", gegenüber der BBC von einer nicht weniger erstaunlichen Begegnung von Tauchern mit einem Delfin vor Hawaii: Das Tier hatte sich in einer Angelschnur verfangen und versuchte offenbar mit einem der Taucher derart zu kommunizieren, um diesen gezielt um Hilfe aus dieser misslichen Lage zu bitten - mit Erfolg.



Quelle: BBC, http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/%28ISSN%291748-7692