
"Da es sich bei dem von uns untersuchten Gestein um mit das älteste Mondgestein überhaupt handelt, muss das Wasser darin auch aus jener Zeit stammen, als der Mond selbst entstanden ist", so Youxue Zhang von der Universitiy of Michigan Zhang. "Das aber ist mit der derzeit populärsten Theorie zur Mondentstehung nur schwer zu erklären, da anhand dieser Vorstellung der heiße Auswurf jegliches Wasser verdampft haben müsste."
Wie die Forscher um Hejiu Hui von der University of Notre Dame und Zhang aktuell in einem Artikel im Fachjournal Nature Geoscience berichten, entdeckten sie das Wasser in Körnern aus Kalk-Natrium-Feldspat aus Gestein aus den Mond-Hochländern. Darin eingebettet fanden die Forscher sechs Teile Wasser pro Million Teile Anorthosit.
"Allerdings liegt das gefundene Wasser nicht in flüssiger Form sondern in Hydroxyl-Gruppen vor, die innerhalb der Mineralkörner aus den Apollo-Proben verteilt sind", erläutert Hui. Der Nachweis dieser Hydroxyl-Gruppen belege jedoch, dass das Innere des Mondes während der frühen, noch größtenteils geschmolzenen Phase der Mondentstehung bedeutende Mengen Wasser enthielt, bevor sich die Kruste verfestigte.
"Die Anwesenheit von Wasser", so Hui, "könnte eine deutlich langfristigere Verfestigungsphase des lunaren Magmaozeans belegen, als dies das bislang populäre Modell der Mondentstehung vorsieht."
Quelle: umich.edu



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