Es ist eines der schwersten Erdbeben, die je in Afghanistan auftraten. Am Westrand des Himalaya sind aufgrund einer ehemaligen Subduktionszone noch Reste ozeanischer Erdkruste im Erdmantel vorhanden. An diesen kommt es immer wieder zu teils sehr schweren tiefen Erdbeben.
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Um 10.09 Uhr ereignete sich ein schweres Erdbeben in Afghanistan. Es erreichte Stärke 7,5. Aufgrund der großen Tiefe von 190 Kilometern war das Erdbeben in weiten Gebieten stark spürbar, unter anderem in Kundus und Kabul. Auch in Pakistan und Tadschikistan erreichte das Erdbeben hohe zerstörerische Intensitäten. Nach ersten Meldungen hat es verbreitet Erdrutsche gegeben. Spürbar war das Erdbeben auch in Indien, Nepal, Bhutan, Kirgisistan, Turkmenistan sowie den Staaten am Persischen Golf (unter anderem in Dubai, VAE). Schwere Schäden sind in Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan zu erwarten.

Update 10.49 Uhr

Über Twitter wird die Meldung verbreitet das in Peshawar, Pakistan, ein Gebäude eingestürzt ist. In weiten Teilen Afghanistans und Pakistans ist infolge des Erdbebens die Stromversorgung und das Mobilfunknetz ausgefallen. In Delhi (Indien) rannten Menschen panisch aus Gebäuden.

Update 11.00 Uhr

Im Nordwesten von Pakistan aus Peschawar hat es mindestens 4 Tote gegeben. Zwei weitere Personen wurden dort verletzt. Dutzende Gebäude stürzten ein.

In Sargodha (Punjab, Pakistan) ist infolge des Erdbebens eine Schule eingestürzt. Mindestens 10 Personen wurden beim Einsturz einer Wand verletzt. Im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh wurden viele Gebäude beschädigt. Auch im Süden des pakistanischen Bundesstaat Punjab seien viele Gebäude beschädigt worden.

Update 11.24 Uhr

Mindestens 20 Tote werden aktuell aus Teilen Pakistans gemeldet. Mehr als 200 Menschen sollen in verschiedenen Teilen des Landes verletzt worden sein. Die Opferzahlen sind vorläufig. Infolge des Erdbebens kann im schlimmsten Fall mit tausenden Opfern gerechnet werden.

20 Verletzte habe es in Peschawar gegeben, 100 in Abbott, so die aktuellen Meldungen von Krankenhäusern dort. Da in beiden Orten viele Häuser zerstört wurden kann mit einem starken Anstieg der Opferzahl gerechnet werden.

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Update 11.40 Uhr

194 Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus von Swat (Pakistan) eingeliefert. Von dort liegen zur Zeit keine bestätigten Meldungen über Opfer.

Update 11.44 Uhr

Laut einem Journalisten aus Pakistan sind zur Zeit 27 Opfer Landesweit bestätigt. Detaillierte Infos liegen noch nicht vor.
19 Tote soll es allein in Sargodha gegeben haben.

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Update 11.51 Uhr

Erste Meldung aus Afghanistan: 5 Tote 55 Verletzte habe es in der Stadt Nangahar gegeben, meldet Reuters

Update 11.56 Uhr

Erste Schäden werden nun auch aus Tadschikistan gemeldet. Dort dauerte das Erdbeben bis zu 5 Minuten.
Pakistanische Behörden melden allein aus dem Bundesstaat Khyber Pakhtunkwar über 400 Verletzte.

Update 12.01 Uhr

In der afghanischen Region Takhar starben 12 Menschen, als das Erdbeben eine Massenpanik in einer Schule verursachte.
Insgesamt werden als Pakistan und Afghanistan nun 69 Tote und fast 500 Verletzte gemeldet.
Offiziell gemeldet sind aus Pakistan 39 Tote und 900 Verletzte.

Update 12.09 Uhr

Zwei Personen wurden im indischen Bundesstaat Kashmir verletzt. Details sind unklar. Aus der Regionalhauptstadt Srinigar wurden starke Störungen des Strom- und Telekommunikationsnetzes gemeldet.

Update 12.22 Uhr

Nach unbestätigten Meldungen starben 40 Menschen in Afghanistan, 200 wurden verletzt. Insgesamt damit 102 Opfer

Update 12.29 Uhr

Nach unbestätigten Meldungen sollen in der Stadt Kohat (PAK) etwa 100 Menschen getötet worden sein. 200 Häuser sind dort eingestürzt.

Update 12.37 Uhr

In Kaschmir (Indien) starb eine Frau an den Folgen eines Herzinfarktes.

Update 12.55 Uhr

Die Situation ist in beiden Ländern zur Zeit katastrophal. Nach offiziellen Angaben wurden 138 Menschen getötet und tausende verletzt. Es ist keine Prognose möglich, wie viele Menschen unter den Trümmern der Häuser noch begraben liegen.
Zur Zeit scheint es, dass der dicht besiedelte Norden von Pakistan am schwersten betroffen ist. Die Armee ist bereits mit Lebensmitteln, Medizin und Notfallgütern in die Zentren der Region aufgebrochen. Da der pakistanische Erdbebendienst das Beben mit Magnitude 8.1 angibt, gilt es als das schwerste in der Geschichte von Pakistan, selbst mit M 7.5 ist es das schwerste in der Geschichte von Afghanistan.

Update 14.35 Uhr

Inoffiziell sind knapp 280 Opfer angegeben. Hinzu kommen 33 bestätigte Opfer aus Afghanistan und ein Toter aus Indien.

Update 14.41 Uhr

Aus Tadschikistan werden 21 Verletzte gemeldet. 1 Schüler wurden in der Stadt Yovon verletzt, als eine Treppe einstürzte. 7 Personen mussten infolge von Panik in der Hauptstadt Duschanbe ins Krankenhaus eingeliefert werden. Etwa 60 weitere erlitten durch das Erdbeben kleinere Probleme, wie Schwindel oder Übelkeit.

Update 16.30 Uhr: In Pakistan ist die Zahl der Toten auf 205 gestiegen, somit liegt die Gesamtzahl bei 239 Toten.

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In Ländern wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbebenauseinanderzusetzen.

Update 18.59 Uhr

Pakistan: 263 Tote, 1100 VerletzteAfghanistan: 80 Tote, 400 Verletzte
Indien: 4 Tote, 10 Verletzte
Tadschikistan: 21 VerletzteBisher keine Opfer, Schäden aus China, Kirgisistan und Usbekistan gemeldet.

Zwei der Opfer in Indien starben infolge von Herzinfarkten. Zudem wurde ein 16jähriger von einem einstürzenden Haus erschlagen. In Uttar Pradesh starb ein 50 jähriger durch eine einstürzende Mauer. Im Kaschmir-Tal im Nordwesten von Indien sollen etwa 40 Häuser zerstört worden sein. Gebäudeschäden werden auch aus den Bundesstaaten Haryana, Chandigarh, Punjab, Uttarakhand und Delhi gemeldet.

Dennoch ist Indien vergleichsweise glimpflich davon gekommen. Über das Ausmaß der Schäden in Pakistan und Afghanistan ist nicht viel bekannt, jedoch dass tausende Häuser in beiden Ländern zerstört wurden. Die Hauptstädte Islamabad und Kabul sind weniger stark betroffen. In beiden gab es Schäden und Verletzte, aber keine Todesopfer. Viele Dörfer in den bergigen Regionen beider Länder sind noch von der Außenwelt abgeschnitten, teils durch Erdrutsche und unter den Trümmern eingestürzter Häuser werden noch viele Menschen vermisst. Armeen beider Länder sind im Einsatz, um die Opfer zu versorgen. Unter anderem Indien und andere Länder haben Hilfe zugesagt.

In Tadschikistan wurden mindestens 8 Häuser zerstört und weitere beschädigt. Bisher gibt es hauptsächlich Meldungen über Schäden aus der Hauptstadt Duschanbe und Yavan. Die Lage in einzelnen Dörfern ist noch unklar.

Keine Meldungen gibt es aus Kirgisistan, dort lag die Intensität des Erdbebens bei 4, normalerweise nicht im Bereich des Gefährlichen. Ähnlich in Usbekistan, wobei es aus der Grenzregion zu Afghanistan keine Informationen gibt.

China hat Rettungskräfte in den Westen der Provinz Xinjiang geschickt, um mögliche Schäden zu beurteilen. Ein Ergebnis steht noch aus. Anwohner von dort berichten von starken Erschütterungen.

Keine Schäden aufgrund zu geringer Intensitäten wurden aus Katar, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Iran, Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, Russland und Nepal gemeldet, wo bei Einzelfälle von oberflächlichen Schäden wegen der langen Dauer der Erschütterungen nicht ausgeschlossen werden können.

Hier alle Beben laut der europäischen Erdbebenwarte EMSC ab 4.0 in der Magnitude:
erdbeben ab 4.0 EMSC europäische erdbebenwarte