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© DPADie Raumsonde Hayabusa mopste dem Asteroiden Itokawa ein paar Gesteinsbrocken und brachte sie zur Erde
Auf Staub eines Asteroiden haben Forscher Einschlagskrater gefunden. Die zeugen vermutlich von einem Bombardement mit Mikrometeoriten.

Japanische Forscher haben auf den Staubkrümeln eines Asteroiden winzige Einschlagkrater entdeckt. Die Nano-Krater sind nur etwa einen zehntausendstel Millimeter groß und wahrscheinlich durch ein konstantes Bombardement mit kosmischen Mikrometeoriten entstanden, schreiben die Wissenschaftler um Eizo Nakamura von der Okayama-Universität in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Sie hatten Bodenproben untersucht, mit denen die japanische Raumsonde Hayabusa (deutsch: Falke) 2010 vom Asteroiden Itokawa zur Erde zurückgekehrt war.

Die fünf untersuchten Asteroiden-Staubkörner sind selbst jeweils nur etwa 0,05 Millimeter groß. Auf ihnen entdeckten die Forscher unter dem Elektronenmikroskop noch winzigere Einschlagkrater mit einem Durchmesser von typischerweise 100 bis 200 Nanometern.

Ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter. Zudem stießen sie auf den Staubkörnern auch auf zahlreiche anhaftende Nanopartikel, manche davon aus Glas.

Die Analyse der Krater sowie der Größe und der chemischen Zusammensetzung von 914 anhaftenden Partikeln lege nahe, dass die Krater von einem kosmischen Hagel nano- bis mikrometergroßer Partikel geschlagen worden seien, schreiben die Wissenschaftler.

Auf dem Asteroiden seien Einschlagspuren in einem weiten Größenbereich zu beobachten, betonen die Forscher. Das zeige die zentrale Bedeutung von Einschlagprozessen für die Entwicklung kleinerer Himmleskörper in unserem Sonnensystem. Angesichts der geringen Schwerkraft und der damit ebenfalls geringen Fluchtgeschwindigkeit auf dem Asteroiden seien derartige Objekte durch die zahlreichen Einschläge vermutlich auch selbst eine wichtige Quelle des interplanetaren Staubs.

dpa/cl