Vor wenigen Stunden hat Dennis Asberg vom "Ocean-X-Team" die Heimkehr des Forschungsschiffes Ancylus bekannt gegeben. Die mittlerweile dritte Expedition, auf der eine im Juni 2011 mittels Radar am Grunde der Ostsee entdeckte kreisförmige Struktur erneut untersucht werden sollte, musste wegen stürmischem Seegang abgebrochen werden, ohne das Tauchgänge zu dem mittlerweile als "Ostsee-Anomalie" bezeichneten Objekt möglich waren.
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Archiv: Erste Sonaraufnahme (Juni 2011) der mysteriösen Struktur am Grunde der Ostsee.
Norrtälje (Schweden) - Der Wellengang sei zu stark gewesen, als das man über der Struktur in rund 80 Metern Tiefe vor Anker hätte gehen können, erklärte Asberg auf der Seite der Facebook-Gruppe zum immer noch rätselhaften und viel diskutierten Fund der Schatztaucher. Vor diesem Hintergrund seien auch keinerlei Unterwasseraktivitäten möglich gewesen.

"Der Wind war zu stark", bestätigte denn auch der Kapitän der Anculys, Cai Magnusson. "Die Wellen waren zu hoch. Der Versuch, das schiff bei 1.5 bis 2,5 Knoten auf Kurs zu halten, um Scans des Meeresbodens durchzuführen, war sehr schwierig und sehr ineffektiv. Ankern, Tauchgänge und der Einsatz von Tauchbooten und Sonden waren nahezu unmöglich und riskant. Sie können mir glauben, dass wir alles versucht haben, um zumindest einige Ergebnisse zu bekommen. (...) Derartige Aktivitäten waren aber unmöglich, ohne dabei ein Risiko für Ausrüstung und Mannschaft einzugehen."

Zwar werde man die Struktur zukünftig erneut untersuchen, so Asberg weiter, doch seien zumindest für dieses Jahr (2012) keine weiteren Expeditionen mehr geplant.

Das "Rätsel in der Tiefe" wird also auch auf weiteres ein Rätsel bleiben...

Asbergs Video der wogenden Ostsee über der "Anomalie"


Quelle: oceanexplorer.se, facebook.com/groups/178384865554985