Während in den USA der wissenschaftlich überprüfbare und wiederholbare Nachweis paranormaler Fähigkeiten dem Probanden eine Millionen Dollar bescheren könnte, gibt es für diese Leistung - demonstriert vor einem Gremium der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP) - gerade einmal 10.000 bislang nicht ausgezahlte Euro. Die belgischen Skeptiker-Kollegen hingegen haben diesen Betrag nun ebenfalls auf eine Million aufgestockt.
Geld
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Symbolbild: Geld
Brüssel (Belgien) - Nach dem Vorbild der US-amerikanischen Skeptiker-Gurus James Randi, der für den kontrollierten Nachweis des Paranormalen angeblich eine Million Dollar bereit hält, testen die deutschen Skeptiker seit 2005 jedes Jahr die Fähigkeiten von Bewerbern, die größtenteils von ihren Fähigkeiten im Umgang mit Pendel und Wünschelrute überzeugt sind. Bis heute verblieb der Betrag aufgrund der bislang und auch in diesem Jahr immer deutlich unterhalb der zu erwarteten Zufallsquote gebliebenen Ergebnisse in der Vereinskasse. Ähnliche Tests werden auch von Skeptikern in anderen Ländern durchgeführt.

Der skeptische Verein "SKEPP" aus Belgien hat nun nach eigenen Aussagen für ein Jahr ein Preisgeld von 1.000.000 Euro bei einem belgischen Notar hinterlegt und damit den "Sisyphus Prijs" ausgestattet. In diesem Zeitraum haben nun alle Personen, die von ihren paranormalen Fähigkeiten überzeugt sind, die Chance sich testen zu lassen.

In ihrer Ausschreibung betonen die belgischen Skeptiker zugleich, dass sie entsprechenden Behauptungen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber stehen, sondern dass es um eine wissenschaftliche Überprüfung der Behauptungen gehe.

Ausgeschlossen von dem Test sind allerdings Behauptungen religiöser Natur, etwa die Existenz von Gott, Teufel oder Engeln und Exorzismus. Auch nicht direkt überprüfbare Behauptungen sind nicht erlaubt, etwa die angebliche Fähigkeit die Gestirne bewegen, das Wetter oder das Klima beeinflussen zu können. Ebenfalls nicht zugelassen sind "Aktionen, die gesundheitsgefährdend sein können und etwa Vergiftungen, Atemnot, Hunger, Ertrinken, Drogen, Waffen, gefährliche Geräte beinhalten. Auch Handlungen, die gegen geltendes Recht verstoßen, sind ebenso wenig erlaubt wie Zaubertricks und jede Form von Tierquälerei.

Ebenfalls unter die Ausschlusskriterien fallen aber auch Behauptungen über die Fähigkeit zur Heilung von Krankheit oder Gebrechen, sowie Aussagen, die nicht innerhalb der Zeit eines Tages festgestellt werden können.

- Weitere Informationen, u.a. auch das Anmeldeformular, zum Eine-Million-Euro-Test der belgischen SKEPPtiker finden Sie hier.

Quelle: skepp.be