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Überflutete Straße in Sao Vicente: "Der Regen will nicht aufhören"
Mindestens fünf Menschen sind bei einem Unwetter auf Madeira verletzt worden. Heftige Regenfälle lösten Erdrutsche und Überflutungen auf der "Blumeninsel" aus. Häuser wurden zerstört, Autos weggeschwemmt.

Lissabon/Funchal - Ein Unwetter hat auf der zu Portugal gehörenden Urlaubsinsel Madeira im Atlantik gewütet. Mindestens fünf Menschen seien bei Erdrutschen und Überflutungen verletzt worden, berichteten portugiesische Medien unter Berufung auf lokale Behörden. Eines der Opfer sei in einem kritischen Zustand. Den amtlichen Angaben zufolge wurden mindestens vier Häuser zerstört. Ein Haus sei ebenso wie zahlreiche Fahrzeuge von den Wassermassen weggeschwemmt worden.

Die starken Regenfälle zogen in der Nacht und am Morgen vor allem die Region um Santana in Mitleidenschaft. Der bei Touristen sehr beliebte 7700-Einwohner-Ort an der Nordküste ist ein Uno-Biosphärenreservat und für seine traditionellen strohbedeckten Bauernhäuser berühmt.

Die wichtigste Straße der Region sei aufgrund mehrerer Schlammlawinen nicht mehr zu befahren, berichtete der Zivilschutz. "Es gibt überall Erdrutsche, Häuser voller Schlamm, und der Regen will heute nicht aufhören", sagte Santanas Bürgermeister Rui Moises der Nachrichtenagentur Lusa. Der Sachschaden sei groß.

Madeira ist mit etwa 265.000 Einwohnern die größte Insel des gleichnamigen Archipels. Zu diesem gehören noch die kleine Insel Porto Santo sowie zwei unbewohnte Inselgruppen.

hut/dpa