© dpa / Edwin Bercian / Guatemala's Presidency
Guatemalas Präsident Otto Perez Molina inspiziert Hilfspaket für die Opfer des Erdbebens.
Nur wenige Tage nach einem schweren Erdbeben hat ein kräftiges Nachbeben die Menschen in Guatemala erneut aufgeschreckt.

Das Beben am Sonntagnachmittag (Ortszeit), dessen Epizentrum sich vor der Pazifikküste des Departements Retalhuleu befand, hatte nach Angaben des seismologischen Dienstes des Landes (Insuvimeh) eine Stärke von 6,2. Berichte über Schäden oder mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.

Mitte der vergangenen Woche hatte ein Beben der Stärke 7,2 an gleicher Stelle nach neuesten Angaben über 2000 Häuser zerstört und 44 Menschen getötet. Zuvor hatten die Regierung und Rettungskräfte von 52 Toten gesprochen. Mehr als 18 000 Menschen in acht Departements wurden aus gefährdeten Wohnlagen in Sicherheit gebracht. Insgesamt sind rund 1,3 Millionen Menschen betroffen.

Während des neuen Erdstoßes musste Präsident Otto Pérez eine Pressekonferenz unterbrechen, bei der er über die Hilfe für die Erdbebenopfer der vergangenen Woche informierte, wie lokale Medien berichteten.

Auch am Sonntag rannten die Menschen in San Marcos in Panik auf die Straßen. Die Stadt war in der vergangenen Woche am stärksten betroffen gewesen. Die Erdstöße waren nach Medienberichten im ganzen Land zu spüren. Es war das 117. Nachbeben. In den Bergen der Region soll es zu Erdrutschen gekommen sein. Eddy Sánchez, der Chef des Insuvimeh, sagte im Radio, er erwarte, dass die seismische Aktivität in dem mittelamerikanischen Land noch wochenlang anhalten könne.

dpa