Tokio. Ein Erdbeben der Stärke fünf hat am Donnerstag den Meeresboden vor der nordostjapanischen Präfektur Fukushima, wo das Unglücks-Atomkraftwerk Fukushima-1 liegt, erschüttert. Das teilte die japanische Meteorologische Agentur auf ihrer Webseite mit.
Atomkraftwerk Fukushima-1
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Atomkraftwerk Fukushima-1 (Archiv)
Das Epizentrum des Erdbebens, das um 21:48 Uhr Ortszeit (13:48 Uhr MEZ) registriert wurde, lag östlich der Stadt Namie. Der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von 40 Kilometern unter dem Meer.

Eine Tsunami-Warnung wurde nicht gegeben. Der AKW-Betreiber Tepco hat keine Störungen beim Betrieb der Kernkraftwerke Fukushima-1 und Fukushima-2 gemeldet.

Im März 2011 hatte sich im Atomkraftwerk Fukushima-1 ein Reaktorunfall, der schwerste seit der Tschernobyl-Katastrophe vom April 1986, ereignet. Dem Erdbeben der Stärke neun vor der Nordostküste Japans folgte eine 14 Meter hohe Tsunami-Welle, die vier der sechs Meiler von Fukushima-1 überschwemmte und das Kühlsystem der Atomanlage beschädigte.

Der Unfall hatte eine Serie von Sauerstoffexplosionen und ein Schmelzen der Reaktor-Aktivzone zur Folge. Die Beseitigung der Havariefolgen, darunter die Reaktordemontage, soll rund 40 Jahre dauern.