Fleisch
© RIA Novosti/Avrora Jana Mackarowa, Petr Kasatkin
Russische Agraraufsicht verhängt Einfuhrverbot für Fleisch aus Betrieben von USA und Kanada
Moskau. Die russische Agraraufsicht hat einigen Betrieben in den USA und Kanada die Einfuhr von tiefgefrorenem Schweinefleisch nach Russland untersagt.

Das Fleisch enthalte das Wachstumshormon Ractopamin, begründete die Behörde ihre Entscheidung. Betroffen seien der US-Betrieb John Morrell sowie die kanadischen Fabriken Aliments Asta Inc. und Quality Meat Packers Ltd. Zudem würden Erzeugnisse von drei weiteren kanadischen Betrieben und von zwei Unternehmen in Brasilien verstärkt kontrolliert, weil zuvor im Fleisch ebenfalls Ractopamin nachgewiesen worden sei, hieß es.

Am 7. Dezember 2012 hatte die russische Agraraufsichtsbehörde die Veterinärdienste der USA, Kanadas, Brasiliens und Mexikos offiziell darüber benachrichtigt, dass das für den Export nach Russland bestimmte Fleisch Ractopamin-frei sein soll, was mit entsprechenden Dokumenten zu belegen ist. Die Regelung trat zum 7. Dezember in Kraft.

Die Codex-Alimentarius-Kommission der Vereinten Nationen hatte sich Mitte 2012 auf Grenzwerte für Ractopamin geeinigt. Der festgelegte Grenzwert liegt bei zehn Mikrogramm Ractopamin pro Kilogramm Muskelfleisch von Rindern oder Schweinen. Pro Kilogramm Leber dürfen 40 Mikrogramm enthalten sein und pro Kilogramm Nieren 90 Mikrogramm. Ractopamin macht die Tiere schlanker, da es das Muskelwachstum fördert.

Ractopamin ist insgesamt in etwa 160 Ländern nicht erlaubt, darunter in China, Thailand und Taiwan. Diese Länder sowie Russland und die EU hatten aufgrund von Gesundheitsbedenken zuvor bereits den Import von Fleisch von Schweinen verboten, die mithilfe des Mittels großgezogen wurden.