Wissenschaft und Technologie
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Radar

Neuer Zug-Weltrekord: Japanischer Magnetzug fährt mit über 600 km/h

So schnell war noch kein anderer Zug: Auf einer Teststrecke hat der Konkurrent des deutschen Transrapid einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.

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Japans Schnellzug Maglev: Die Magnetschwebebahn stellt einen neuen Rekord auf.
Die japanische Magnetschwebebahn hat einen neuen Weltrekord aufgestellt: Auf einer Teststrecke erreichte der Schnellzug Maglev eine Geschwindigkeit von 603 Kilometern pro Stunde, wie die Bahngesellschaft Central Japan Railway am Dienstag bekanntgab. Der Magnetzug brach damit seinen eigenen, kurz zuvor aufgestellten Rekord von 590 Kilometern pro Stunde.

Die Magnetschwebebahn, die Konkurrenz zum deutschen Transrapid, soll 2027 Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden. Es wird erwartet, dass der Zug im Normalbetrieb mit einer Höchstgeschwindigkeit von 500 Stundenkilometer fahren wird. Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen Tokio und Nagoya auf nur 40 Minuten. Der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen benötigt derzeit gut das Doppelte der Zeit.

Comet

Asteroid TC4 könnte sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden - Wirklich?

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© Alex Alishevskikh/Flikr/CC BY-SA 2.0
Am 15. Februar 2013 schlug ein Asteroid in der Region Tscheljabinsk östlich des Urals ein. 1700 Menschen wurden dabei verletzt. Auch 2017 könnte wieder ein Asteroid auf der Erde einschlagen.

Der Asteroid TC4, der schon 2012 knapp an der Erde vorgeflogen ist, kehrt zurück. 2017 erwarten Astronomen den Himmelskörper wieder in Erdnähe und können zur Zeit nicht ausschließen, dass er auf Kollisionskurs mit der Erde einschwenkt.



Am 15. Februar 2013 schlug ein Asteroid in der Region Tscheljabinsk östlich des Urals ein. 1700 Menschen wurden dabei verletzt. Auch 2017 könnte wieder ein Asteroid auf der Erde einschlagen.

Am 12. Oktober 2017 könnte es irgendwo auf der Erde einschlagen. Der Asteroid TC4, der am 12. Oktober 2012 in einer Entfernung von lediglich 94.800 Kilometern an der Erde vorbei flog - eine Winzigkeit angesichts der Dimensionen des Weltalls - kehrt zurück. Pessimistische Astronomen halten eine Kollision mit der Erde für nicht ausgeschlossen.

Kommentar: Victor Clube und Bill Napier beschreiben in ihrem Buch The cosmic winter, dass viele Himmelskörper nicht registriert werden können, da es sich, nicht wie üblich angenommen, um "dreckige Schneebälle" handelt, sondern oftmals um schwarze Klumpen, die kein Licht mehr reflektieren. Weiter beschreiben sie, dass die Erde sehr oft von Schwärmen und in regelmäßigen Abständen (ca. alle 4000 Jahre) getroffen wurde, das heißt, eine große Masse von relativ kleinen Körpern die Erde bombardierten, wie es das untere Beispiel der Carolina Bay zeigt:

© Unknown
Und um einen größeren Zusammenhang zu bekommen, können Sie auch die folgenden Artikel lesen:


Nebula

Zwergplanet Ceres: Neues Rätsel um mysteriöse helle Flecken

Während sich die NASA-Sonde "Dawn" ihrem Ziel, dem Zwergplaneten Ceres nun täglich mehr und mehr annähert und schon bald neue hochauflösende Aufnahmen zu erwarten sind (...wir berichteten), offenbaren die mysteriösen hellen Flecken auf der Planetenoberfläche, die sich stark von der sonstigen Umgebung abheben, seit ihrer Entdeckung zusehends die Wissenschaftler (sic) verblüffen sorgen und für zahlreiche Spekulationen sorgen, ein neues Rätsel. Infrarotaufnahmen des Planeten zeigen, dass nicht alle dieser hellen Flecken gleich sind - sich sogar deutlich voneinander unterscheiden.
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© EGU
Ceres im sichtbaren (l.) und im infraroten Wärmebild des VIR-Instruments (r.).
Wien (Österreich) - Wie Federico Tosi vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) aktuell auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Jahrestreffens der European Geosciences Union (EGU) in Wien berichtete, hat er und sein Team Infrarotaufnahmen durch das VIR-Instrument die Sonde ausgewertet, um damit die thermalen Eigenschaften der hellen Flecken zu analysieren.

Kommentar:


Book 2

Was bedeutet "Dschihad" wirklich? Diskreditierung des Islam bereits im 19. Jahrhundert durch (bewusst) falsche Übersetzung

In westlichen Massenmedien taucht häufig der Begriff “Dschihad” auf, meist im Zusammenhang mit bekannten Gruppen wie den Taliban oder ISIS, und wird mit “heiliger Krieg” übersetzt. Dies ist aber völlig falsch.
© Dersaadet – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
„Sultan Ahmed Mosque Istanbul Turkey retouched“
“Dschihad” ist ein islamischer Begriff, der heute stark missverstanden wird. In westlichen Massenmedien steht dieses Wort, insbesondere seit den Ereignissen des 11. September 2001, beispielsweise häufig für den “heiligen Krieg” von Muslimen gegen Ungläubige, oder auch den Zwang, Ungläubige dazu zu bringen, zum Islam zu konvertieren.

Heute findet der Begriff im Zusammenhang mit der ISIS-Gruppe erneut Verwendung. Aus diesem Grund verstehen es viele Menschen heute als Synonym für Terrorismus und sehen den Islam als eine militante Religion an. Islamische Gelehrte sagten jedoch bereits mehrfach, dass die Kämpfe in Syrien und im Irak überhaupt nichts mit dem Dschihad zu tun haben.

Kommentar:


Airplane

Flugzeuge fernsteuern? Kinderleicht!

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Hacker könnten das Netzwerk in Flugzeugen als Einfallstor nutzen und die Kontrolle über die gesamte elektronische Steuerung erlangen. Dabei sei auch ein Übergriff vom Boden aus vorstellbar.


Die Sicherheitssysteme von Flugzeugen seien nicht genügend gegenüber Cyber-Angriffen gewappnet und im schlimmsten Fall könnten Hacker die Kontrolle über ein Flugzeug erlangen. Die US-Bundesluftfahrtbehörde sehe die Bedrohung aber nur im Ansatz und wisse nicht so recht, wo vor sie sich eigentlich schützen soll. Ein Report des US Government Accountability Office (GAO) analysiert den Status Quo der Sicherheit des Luftverkehrs vor Cyber-Attacken und zeigt verschiedene Angriffszenarien auf.

Dabei skizziert das GAO einen Fall, bei dem die Netzwerksysteme in Flugzeugen in einen Cockpit- und Passagierbereich aufgeteilt sind. Beide Bereiche müssen dabei aber vom gleichen Router bereitgestellt werden. Überwinden Hacker die zur Abschirmung genutzte Firewall, hätten sie Zugriff auf die elektronische Steuerung des Flugzeuges.

Der Übergriff könnte zum einen von einem Passagier erfolgen, die Verfasser des Reports sehen aber auch den Einsatz von Smartphones und Tablets im Cockpit als kritisch an. Denn die mobilen Geräte könnten von Angreifern präpariert Einfluss auf die Steuerelektronik nehmen.

Kommentar: Wenn schon simple Hackerangriffe per WiFi so leicht sind, um wie vieles leichter ist dann die Kontrolle eines Flugzeuges, wenn man per Geheimdienst alle Passwörter und Zugänge direkt vom Hersteller besorgt hat?


Moon

Putin: Russland will bis 2023 eigene erdnahe Raumstation errichten

Nach jahrelanger internationaler Zusammenarbeit auf der Raumstation ISS plant Russland seinen eigenen Außenposten im All. Wie früher auf der Station Mir will die stolze Raumfahrtnation wieder allein über Zweck und Nutzen des Labors entscheiden.

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Die Mir war die bislang letzte russische Raumstation
Kremlchef Wladimir Putin hat den Bau einer russischen Raumstation in der Erdumlaufbahn bis 2023 angekündigt. Von der derzeit im Weltall kreisenden Internationalen Raumstation ISS seien nur fünf Prozent des russischen Staatsgebiets einzusehen. "Wir brauchen aber eine Station, von der wir die ganze Fläche unseres riesigen Landes kontrollieren", meinte der Präsident.

Satellite

Eine weitere Lehrmeinung gerät ins Schwanken - Kometengeburt ohne Magnetismus?

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© DPA/ ESA/ Rosetta/ NAVCAM/ CC BY-SA IGO 3.0
"Tschuri" von allen Seiten: An vier verschiedenen Stellen gemessen
Wie ist Komet "Tschuri" entstanden? Daten der Raumsonde "Rosetta" und des Mini-Labors "Philae" verraten, dass Magnetismus dabei keine Rolle gespielt hat. "Philaes" Hüpfer nach der Landung erwiesen sich bei den Messungen als Glücksfall.

Das Geheimnis seiner genauen Entstehung gibt der Komet "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" noch nicht preis. Wissenschaftler konnten aber zumindest ausschließen, dass Magnetismus eine große Rolle bei der Bildung des Himmelskörpers gespielt hat, berichten sie im Fachmagazin Science.

Bislang galt es als denkbar, dass in einer bestimmten Entstehungsphase des Kometen magnetische Kräfte beteiligt waren. Laut Hans-Ulrich Auster von der Technischen Universität Braunschweig, der an der aktuellen Studie beteiligt war, gibt es viele weitere Theorien, die es noch zu prüfen gilt.

Die Forscher hatten mit speziellen Messgeräten, die in Braunschweig entwickelt und auf der Raumsonde "Rosetta" und dem Landeroboter "Philae" installiert sind, den Magnetismus des Kometenkerns vermessen. "Die Frage war völlig offen. Man war noch nie auf einem Kometen", so Auster. Dann das Ergebnis: Nichts. "Tschuris" Kern hat kein Magnetfeld.

Kommentar: Es gibt auch andere Erklärungsmodelle: Pierre Lescaudron beschreibt unter anderem auch diese Körper ausführlich in seinem neuen Buch:




Blue Planet

Wassergeburten schon vor 65 Millionen Jahren ein Hit

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© Julius T. Csotonyi
Künstlerische Darstellung der Geburt von Mosasauriern.
Er gilt als der „T. rex der Meere": Vor bis zu 65 Millionen Jahren jagte der monströse Mosasaurus durch die Ozeane der Kreidezeit. Die Merkmale dieser Echsen sind durch Fossilienfunde gut belegt, doch bisher blieb unklar, wie sie ihren Nachwuchs hervorbrachten. Nun legen neu entdeckte Babys-Fossilien der Seemonster nahe, dass die Mosasaurier nicht etwa Eier am Strand legten, sondern ihre Kleinen auf hoher See lebend zur Welt brachten.

Die Ära der Mosasaurier umfasste die Zeit von vor 98 Millionen Jahren bis zum großen Massensterben vor etwa 65 Millionen Jahren. Ähnlich wie die heutigen Meeressäuger waren sie ursprünglich aus Landtieren hervorgegangen. Die Extremitäten der vermutlich waranartigen Vorfahren der Mosasaurier hatten sich im Zuge der Anpassung an die aquatische Lebensweise zu Flossen umgewandelt. Es entstanden einige unterschiedliche Arten, von denen die größten Längen von bis zu 17 Metern erreichten. Ihr langgestreckter Schädel war mit einem sehr kräftigen Kiefer ausgestattet, in dem scharfe Zähne saßen. Damit machten sie Jagd auf die Meerestiere der kreidezeitlichen Ozeane.

Bug

Neue Entwicklung: Roboter-Ameisen die zusammenarbeiten

Koordinierter Lastentransport bei bionischen Insekten mit kooperativem Verhalten

Elektronische Krabbeltiere: Ingenieure und Biologen haben gemeinsam Roboter-Ameisen gebaut, die dem natürlichen Vorbild nicht nur optisch ähneln: Sie schleppen gemeinsam schwere Lasten und stimmen sich dabei aufeinander ab, wie es auch echte Ameisen tun. Diese bionischen Insekten sind aber kein bloßes Spielzeug - sie verdeutlichen die für die Industrie wichtige Kooperation zwischen automatisierten Robotern.
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Die BionicANTs ähneln dem natürlichen Vorbild.


In der Wohnung werden sie mit allen Mitteln bekämpft, doch in freier Natur finden wir sie faszinierend: Ameisenstraßen aus oft mehreren hundert Tieren, die ihre Nahrung zum Bau schleppen. Besonders interessant ist für Forscher dabei, wie sich der Schwarm organisiert und wie die einzelnen Tiere untereinander abstimmen. Wissenschaftler versuchen deshalb schon seit einiger Zeit, derartiges Schwarmverhalten mit künstlicher Intelligenz nachzubauen.

Chalkboard

Verblüffend simple Tarnkappe: Neuer Weg entdeckt, Objekte unsichtbar zu machen

Sich auslöschende Streuung macht Objekt im Mikrowellenbereich unsichtbar
© ITMO University
In dieser Versuchskammer wurde das Experiment durchgeführt. Die Verkleidungen sollen unkontrollierte Reflektionen der Strahlung verhindern.
Verblüffend simple Tarnkappe: Forscher haben einen neuen Weg entdeckt, um Objekte unsichtbar zu machen. Sie nutzen dafür einen Resonanzeffekt aus, der bei der Streuung von Strahlung an zylindrischen Objekten auftritt - eine Beschichtung mit exotischen Metamaterialien ist nicht nötig. Ein simpler Wasserzylinder und Strahlung einer bestimmten Wellenlänge reichen aus. Aber auch im sichtbaren Licht lässt sich das Prinzip umsetzen, wie die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports berichten.

Tarnkappen sind heute keine Fantasie mehr, es gibt sie bereits. Meist beruhen sie auf Metamaterialien, Substanzen, die das Licht auf exotische Weise brechen und um ein darin eingehülltes Objekt herumleiten - das Objekt wird unsichtbar. Solche Tarnkappen existieren für sichtbares Licht, aber auch für Magnetfelder und sogar Schall. Der Nachteil an diesen Ansätzen: Sie benötigen Metamaterialien und sind damit sehr aufwändig und teuer herzustellen.

Kommentar: