Wissenschaft und Technologie
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Better Earth

Mysteriöser Erdfall in Sibirien bleibt rätselhaft

Seit zwei Wochen sorgt ein gewaltiger Krater auf der nordsibirischen Jamal-Halbinseln für Rätselraten. Während die meisten Wissenschaftler einen natürlichen Ursprung vermuten, konnte eine Expedition bislang noch keine neuen Erkenntnisse über den Ursprung des ungewöhnlichen Lochs gewinnen.
© Marya Zulinova, Press Service of the Governor YaNAO
Der erste Krater auf der Halbinsel Jamal.
Jamal (Russland) - Wie die "Siberian Times" berichtet, konnten allerdings einige erste Vermutungen widerlegt und neue Erkenntnisse gewonnen werden: So ist der Durchmesser des gewaltigen Lochs mit etwa 30-60 Metern deutlich kleiner als erste Schätzungen, die von bis zu 100 Metern ausgingen.

Kommentar: Gigantischer Erdfall in Russland entdeckt: Zwei Helikopter können locker gleichzeitig hineinfliegen. Ein Meteoreinschlag?

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Völlig neue Daseinsform entdeckt: Energiefressende Bakterien ernähren sich ausschliesslich von Elektronen

Kalifornische Mikrobiologen erklären, hoch ungewöhnliche Bakterien entdeckt zu haben, die sich von puren Elektronen ernähren. Sie sehen in diesem Fund völlig neue Perspektiven der Biologie, vielleicht auch für außerirdisches Leben.



Biologen der privaten Universität von Südkalifornien (USC) berichten von außergewöhnlichen Bakterien, die direkt von Elektronen leben - jenen elektrisch negativ geladenen Elementarteilchen, wie sie die Atomhüllen bilden. Kenneth Nealson, einer der Entdecker der Mikroorganismen, vergleicht deren Verhalten mit einem Menschen, der seinen Finger in die Steckdose steckt, um auf diesem Wege Nahrung aufzunehmen.

Der ziemlich drastische Vergleich soll das Ungewöhnliche verdeutlichen, dem Nealson und seine Kollegen begegnet sind. Sie sind überzeugt, eine völlig neue Daseinsform gefunden zu haben, die auch wesentliche Fragen zu bislang unbeachteten, potenziellen Formen außerirdischer Intelligenzen aufwirft. Die kalifornischen Biologen sprechen von »elektrischen« oder »elektrochemisch aktiven Bakterien«.
Ice Cube

Hat sich die IPCC verrechnet? Daten über die Eisbedeckung auf der Erde sind anscheinend falsch

Das Update eines Algorithmus hat die Datenreihen zur Eisbedeckung verändert - aber welche sind nun korrekt?

Wirrwarr ums antarktische Meereis: Das Update eines Algorithmus könnte die Klimaforscher des IPCC genarrt haben: Er gaukelte einen falschen Trend bei der Meereis-Entwicklung in der Antarktis vor, wie US-Forscher jetzt belegen. Das Problem dabei: Klar ist zwar, dass das Update die Zeitreihe veränderte, nicht aber, welche Variante die richtige ist. Und damit auch nicht, ob das antarktische Meereis nun zunimmt oder gleichbleibt. Diese Frage müssen Klimaforscher nun eilends zu beantworten versuchen.
© Eva Nowatzki/ imaggeo.egu.eu
Eisberg inmitten von antarktischem Meereis - ob es wächst oder gleichbleibt ist nun wieder völlig offen.
Während das Meereis in der Arktis im Rekordtempo schwindet, bleibt es in der Antarktis halbwegs stabil - so jedenfalls war es noch im IPCC-Weltklimabericht von 2007 zu lesen. Die Veränderungen seien nicht signifikant, hieß es. Für den aktuellen Weltklimabericht von 2013 kamen die Klimaforscher jedoch zu einem anderen Schluss: Demnach nimmt das antarktische Meereis nun sogar um rund 16.500 Quadratkilometer pro Jahr zu - das ist immerhin ein Drittel der Eisfläche, die jedes Jahr in der Arktis verloren geht.

Kommentar:

Solar Flares

Ist die Sonne wirklich gasförmig? Hinweise auf eine flüssige Sonne aus metallischem Wasserstoff

 Pierre-Marie Robitaille

Prof. Dr. Pierre-Marie Robitaille liefert überzeugende Hinweise, die die Fundamente der modernen Physik erschüttern
Warum ein Radiologieprofessor aus Ohio eine Revolution der Astrophysik auslösen könnte

In den zahlreichen Youtube-Kommentaren zu den Vorträgen von Pierre-Marie Robitaille, Professor an der Ohio State University, findet sich eine etwas aus der Reihe fallende Bemerkung: Die Tochter einer Patientin bedankt sich überschwänglich, dass dank einer von Robitaille entwickelten Technik der Tumor ihrer Mutter so frühzeitig entdeckt worden sei, dass sie geheilt werden konnte. In der Tat hielt Robitaille zeitweise sogar den "Weltrekord" in hochauflösender Kernspintomographie.

Man möchte meinen, dass ein Forscher an der Spitze der wissenschaftlichen Hierarchie nicht freiwillig in einem anderen Gebiet ganz unten anfängt. Dennoch widmet sich Robitaille seit mehr als zehn Jahren der der Grundlagenphysik, und seine Ergebnisse könnten dazu führen, dass Teile der Astrophysik neu geschrieben werden müssen. Aber der Reihe nach.

Kommentar:

Dr. Pierre-Marie Robitaille: "Sun on Trial" https://www.youtube.com/watch?v=9TOKo7Ik9f8
Dr. Pierre-Marie Robitaille: "On the Validity of Kirchhoff's Law" https://www.youtube.com/watch?v=3Hstum3U2zw
Dr. Pierre-Marie Robitaille: "The Cosmic Microwave Background" https://www.youtube.com/watch?v=i8ijbu3bSqI

Pi

Quanten-Computer extrem anfällig für Störungen: eine Sonneneruption ist genug

© D-Wave Systems, Inc.
Ein angeblicher Quanten-Computer-Chip von D-Wave Systems Inc.
Quantencomputer gelten als großer Hoffnungsträger für Beschützer wie Enthüller von Geheimnissen, sollen sie doch - wenn in Zukunft wirklich verfügbar - die ultimativen Code-Knacker wie auch Verschlüssler sein. Denn durch die für unsere Alltagserfahrung absurd anmutenden Effekte der Quantenwelt können sie sehr viele Kombinationen auf einmal "ausprobieren", könnten damit auch zu den ultimativen Code-Knackern werden. Das "kleine" Problem: Bisher funktionieren sie nur unter Laborbedingungen, denn bisherige Konstruktionsansätze sind extrem anfällig gegen kleinste Störungen. Selbst eine winzige Magnet-Anomalie, eine Sonneneruption oder "falsche" Temperaturen lassen die Quantenrechner zusammenbrechen.
Bulb

"Nichts ging mehr": Stromausfall in Bonn zeigt, wie zerbrechlich unsere Zivilisation ist

umspannwerk stromnetz kraftwerk elektrizität
© wdr/Dietrich Sondermann
Rettungsarbeiten am Umspannwerk im Bonner Norden
Es war ein Kurzschluss mit weit reichenden Folgen: Im gesamten Bonner Norden und Nordwesten brach das Stromnetz zusammen. Betroffen waren rund 45.000 Bonner, aber auch viele Firmen, die die Arbeit einstellen oder mit Notbetrieb aufrechterhalten mussten.

Bei dem Kurzschluss im Umspannwerk in Buschdorf wurde ein Stadtwerke-Mitarbeiter schwer verletzt. Der Kurzschluss hatte einen Brand ausgelöst, wobei der Mann schwere Verbrennungen erlitt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln geflogen.

Kommentar: Das war nur ein relativ kleines Ereignis. Es ist kaum auszudenken was passiert, wenn die Stromversorgung in größerem Maßstab ausfällt.

Meteor

Marsrover Curiosity findet großen Eisenmeteoriten

Der Marsrover Curiosity fand auf dem Mars einen rund zwei Meter großen Eisenmeteoriten: der größte, der bislang auf dem Roten Planeten entdeckt wurde. Seine Existenz gibt den Forschern jedoch Rätsel auf.

asteorid eisen nickel mars
© © NASA, JPL / Caltech / LANL / CNES / IRAP / LPG Nantes / CNRS / IAS / MSSS
Rund zwei Meter lang ist dieser Eisenmeteorit, den der US-Marsrover Curiosity im Krater Gale auf dem Mars fand. Das Bild ist ein Komposit aus Aufnahmen der Mastkamera und dem Analyseinstrument ChemCam, die hier als rundliche Insets mit höherer Auflösung einkopiert sind. Die Analysen mit ChemCam belegen, dass dieser Meteorit aus einer Legierung aus metallischem Eisen und Nickel besteht.


Der rund zwei Meter lange Brocken aus metallischem Eisen und Nickel, den Curiosity am 25. Mai 2014 aus der Nähe untersuchte, ist nicht der erste Eisenmeteorit, der auf dem Mars gefunden wurde. Schon die beiden Vorgängersonden Opportunity und Spirit waren verschiedentlich auf kleinere Eisenmeteoriten gestoßen. In diesem Fall ist es aber die schiere Größe und damit Masse, welche die Forscher zum Staunen bringt. Es ist nämlich schwierig zu erklären, warum dieser Brocken mit der Bezeichnung "Lebanon" überhaupt existiert, denn er müsste eigentlich bei seinem Aufschlag explodiert und verdampft sein.
Satellite

ESA-Mission: Rosetta nimmt elektrischen Kometen ins Visier

Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko
© ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA
So hat die OSIRIS-Kamera den Kometen abgelichtet
Die ESA-Sonde Rosetta hat erstmals ein detaillierteres Foto des Kometen gemacht, auf dem sie bald das Landemodul Philae absetzen soll. Überraschung: Der Eisbrocken sieht gar nicht aus wie eine Kartoffel.

Die ESA-Sonde Rosetta konnte während ihrer Annäherung an den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko neue Aufnahmen von dem Himmelskörper machen. Auf den am 14. Juli gemachten Fotos erinnert der Komet an eine gigantische Gummiente und weniger an eine Kartoffel, wie der Eisbrocken auch schon bezeichnet wurde. Das sei keineswegs ungewöhnlich, schreibt die ESA und zählt mehrere Kometen auf, die ähnlich aufgebaut sind.

Es gebe bereits mehrere Theorien, wie so geformte Kometen entstehen. Vorstellbar wäre etwa, dass sich zwei Teile bei einer Kollision zusammengefunden haben. Es sei aber auch möglich, dass 67P/Tschurjumow-Gerassimenko durch die Anziehungskräfte großer Planeten wie Jupiter oder Saturn auseinander gezerrt wurde und sich irgendwann in zwei Teile spalten könnte. Auch andere Erklärungen werden diskutiert.


Kommentar: Diese Form könnte durch 'Sputtering' mittels Ionen in einen elektrisch geladenen Umfeld entstanden sein -- viel wahrscheinlicher als eine zufällige Kollision zweier Gesteinsbrocken im ungeheuerlich geräumigen Weltall. Wir empfehlen unseren Lesern, sich mit der alternativen "Electric Universe" Bewegung auseinanderzusetzen. Diese Kometen-Form scheint durchaus üblich zu sein, und konnte im Labor auf Mikro-Ebene durch elektrische Entladungen reproduziert werden:



hartley komet
© thunderbolts.info
Links: Ergebnis eines Laborexperiments von CJ Ransom. Rechts: Komet Hartley
Sherlock

Zweites Stonehenge aus Holz entdeckt: Das Alter des Stonehenge-Zwilling wird auf bis zu 5000 Jahre geschätzt

Österreichische Forscher haben einen Zwilling des Kreises gefunden. Der Holzkreis ist groß - er hat 25 Meter im Durchmesser, nur fünf Meter weniger als der aus Stein. Das Alter wird auf bis zu 5000 Jahre geschätzt.
Circular ditches
© Wikimedia Commons
Rekonstruierte Kreisgrabenanlage in Heldenberg, Österreich.
Jetzt müssen wir erst einmal schauen, wie wir die Kuhscheiße von unseren Geräten herunterbringen“, berichtet Wolfgang Neubauer, Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (Wien), von den Feldern rund um Stonehenge, wo er und sein Team seit drei Wochen mit einem Traktor durch die Gegend fahren bzw. etwas vor sich herschieben, was an einen Rasenmäher erinnert. Aber es ist keiner, und auch der Traktor zieht keine Egge. Es sind Instrumente, die in den Erdboden schauen können - Georadar, Geomagnetik - , rasch, großflächig und zerstörungsfrei, am Computer werden dreidimensionale Bilder daraus. Ausgegraben wird nichts, schmutzig werden die Geräte doch.
Airplane Paper

Größter Dinosaurier mit vier Flügeln entdeckt

Neues Fossil mit langen Schwanz- und Beinfedern könnte ein guter Gleiter gewesen sein

Ein Raubdino als Gleiter? In China haben Paläontologen das Fossil des bisher größten "vierflügeligen" Dinosauriers entdeckt. Der Changyuraptor trägt nicht nur die längsten Schwanzfedern aller bekannten Dinos, sondern auch ausgeprägte Federn an den Hinterbeinen. Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten, könnte ihn dies zu einem halbwegs guten Gleiter gemacht haben.
© S. Abramowicz / Dinosaur Institute, NHM
So könnte der Changyuraptor beim Gleiten ausgesehen haben.
In den letzten Jahren haben Paläontologen in China mehrere verblüffend vogelähnliche Dinosaurier entdeckt. Einer von ihnen ist der in der frühen Kreidezeit lebende Microraptor. Dieser flinke, kleine Raubdinosaurier trug bereits an allen vier Beinen und am Schwanz lange, dichte Federn. Viele Forscher vermuten deshalb, dass Microraptor nicht nur lief, sondern bereits als eine Art Vierflügel-Gleiter kleinere Strecken fliegen konnte.
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