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Mo, 08 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte


Chalkboard

Formgedächtnis-Legierungen für den Kühlschrank der Zukunft

© M. Schmidt, U. Saarland
Prinzipskizze des Kühlkreislauf-Prototyps.
Gekühlt wird auf der ganzen Welt: Kühlschränke laufen rund um die Uhr, Klima­anlagen kühlen Büros, Kühl­systeme halten Computer und Motoren in Gang. Und der Bedarf an Kühlung steigt mit dem Klima­wandel und der wachsender Welt­be­völkerung. Das wird nicht nur teuer, sondern belastet die Atmo­sphäre mit Treib­haus­gasen und durch den hohen Strom­ver­brauch mit Unmengen an Kohlen­dioxid - was wieder die Erder­wärmung befeuert. Eine umwelt­freund­lichere Kühl­methode entwickeln Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Uni des Saar­lands gemeinsam mit Gunther Eggeler und Jan Frenzel von der Uni Bochum. Ihr Verfahren kommt ohne klima­schädigende Kühl- oder Kälte­mittel aus und soll auch weniger Energie verbrauchen als bislang übliche Kühl-Techniken.

„Wir setzen Systeme mit Formgedächtnis-Legierungen ein, um Wärme abzu­trans­portieren“, erklärt Seelecke. „Form­ge­dächtnis bedeutet, dass Drähte oder Bleche aus der Legierung Nickel-Titan gewisser­maßen ein Erinnerungs­ver­mögen haben: Werden sie verformt, nehmen sie anschließend die alte Form wieder an. Hier­durch können sie wie Muskeln an- und ent­spannen. Den Effekt, dass sie dabei Wärme auf­nehmen und wieder abgeben, nutzen wir zum Kühlen.“

Blue Planet

Spektakuläre Polarlichter aus Sicht der ISS

© ESA/ NASA
Polarlichter über Kanada: Elektrisches Plasma der Sonne
Am Boden glimmen die Lichter der Zivilisation, darüber breiten sich Neonfarben aus. Die Ursache liegt 150 Millionen Kilometer entfernt.

Ein grün leuchtender Nebel aus dem All zieht über nächtlich illuminierten Großstädten dahin. Ganz schön gruselig, oder? "Ghostbusters"-Geisterjäger Dr. Egon Spengler hätte das Phänomen wahrscheinlich als außerordentlich große extraterrestrische Formation von Ektroplasma erklärt. Doch dabei handelt es sich nicht um weitere Screenshots der im Juli erwarteten zweiten Fortsetzung von "Ghostbusters".

Wobei Plasma schon das richtige Stichwort ist: Tatsächlich löst von der Sonne ausgesandtes elektrisches Plasma dieses Naturschauspiel aus. Mit einer Geschwindigkeit von 500 bis 800 Kilometern pro Sekunde treibt es durchs All, bis es nach zwei bis vier Tagen die 150 Millionen Kilometer entfernte Erde erreicht.

Dort wird zwar der größte Teil durch das Magnetfeld der Erde umgelenkt und strömt an unserem Planeten vorbei. In der Nähe der Pole durchdringen allerdings die Linien des terrestrischen Magnetfelds die Atmosphäre. Dort können die Plasmateilchen leicht auf Sauerstoff- und Stickstoffatome treffen und sie ionisieren. Bei einem weiteren Prozess verströmen die Atome dann das sogenannte Polarlicht, auch Aurora genannt.

Info

Strategisches Verstecken von Futter: Raben beziehen auch unsichtbare Nahrungskonkurrenten in ihr Handeln ein

Können Raben sich in Artgenossen hineinversetzen? Grundsätzlich ja, sagen Forscher aus Wien, denn sie beziehen auch unsichtbare Nahrungskonkurrenten in ihr Handeln ein.
© Christine Walter
Wenn es um ihr Lieblingsessen geht, sind Raben zu einer bislang nicht vermuteten abstrakten Denkleistung fähig: Sie berücksichtigen mögliche Nahrungskonkurrenten, selbst wenn sie diese nicht direkt sehen können, wie Thomas Bugnyar von der Universität Wien und Kollegen berichten.

Rabenvögel lagern einen Teil ihrer Nahrung in Futterdepots, um zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückzugreifen. Dass sie dabei auf anwesende Artgenossen und potenzielle Nahrungskonkurrenten reagieren, ging bereits aus älteren Forschungsarbeiten hervor. Beispielsweise veranlassten die Blicke von Konkurrenten oder überlegenen Artgenossen den zu den Rabenvögeln zählenden Westlichen Buschhäher (Aphelocoma californica), seine Nahrung in einem unbeobachteten Moment in neue Verstecke zu schaffen. Hingegen störte es ihn nicht, wenn sein Brutpartner sah, wo er das Futter deponierte.

Kommentar:


Bulb

SOTT Exklusiv: China blamiert deutsche Ingenieure bis auf die Knochen - Fusionsreaktor läuft aus dem Stand 102 Sekunden lang

© Iain Thomson
Der Fusionsreaktor EAST in China
Es ist erst wenige Tage her, da hat Angela Merkel mit großem Getöse den experimentellen Fusionsreaktor nach dem Stellarator Design in Greifswald in Betrieb genommen, und schon zeigen die Chinesen den Europäern, wo der in Sachen Fusion der Hammer hängt.

Seit Jahrzehnten quälen sich vor allem die deutschen Ingenieure, das Fusionsplasma einigermaßen stabil zu halten und waren schon froh, wenn man es schaffte, einige Millisekunden einen stabilen Zustand zu erreichen. Es wurde nach Leibeskräften gebaut und geforscht, so wurde es uns zumindest nach Außen hin präsentiert und man klagte immerzu "oh weh, diese so unglaublich komplizierte Technik ist eben kaum zu beherrschen" und so schob man ein aufs andere Mal den erwarteten Erfolg in die ferne Zukunft.

Doch nun hat China sich wohl gedacht, diesem traurigen Schauspiel endlich ein Ende zu machen und zeigte den Schnecken aus Greifswald und Cadarache, was man so alles erreichen kann, wenn man es nur will. Ihr Reaktor, der Experimental Advanced Superconducting Tokamak (EAST) in Hefei, Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui, hat es geschafft, sein Wasserstoffplasma bei einer Temperatur von 50 Millionen Grad unglaubliche 102 Sekunden lang aufrecht zu erhalten. Ein echter Schlag ins Gesicht der deutschen Ingenieure und Wissenschaftler, und ein Berechtigter noch dazu.

Question

Zahlenspielereien oder wie wir mit Statistiken hinters Licht geführt werden

Ob Medizin, Politik oder Wirtschaft: Statistiken beherrschen die Argumentationsketten von Meinungsbildnern. Doch die präsentierten Fakten, halten einer genauen Prüfung selten stand.

© DPA
Aus Zahlen lässt sich viel herauslesen: Statistiken werden zur Bestärkung der eigenen Argumente oft selektiv eingesetzt.
"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." Dass diesem Spruch viel Wahrheit innewohnt, zeigen drei deutsche Forscher seit gut zwei Jahren mit ihrer " Unstatistik des Monats". "Vor allem wenn es um viel Geld geht, ist die Versuchung zu schummeln groß", sagt der Ökonom Thomas Bauer, Vizepräsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung ( RWI) in Essen.

Zusammen mit dem Berliner Psychologen Gerd Gigerenzer und dem Dortmunder Statistiker Walter Krämer veröffentlicht er die monatlichen Kommentare zu Statistiken, Umfragen oder Zahlenangaben, die der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Jüngst setzte sich das Trio mit einer Armutsstudie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes auseinander. Demnach liegt die Armutsquote bei 15,5 Prozent aller Bundesbürger - definiert als die Menschen, die pro Monat weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung haben.

"Unabhängig davon, ob diese Zahl nun korrekt ist, hat sie mit Armut nichts zu tun", heißt es im "Unstatistik"-Kommentar. "Denn dieser Prozentsatz bleibt der gleiche, auch wenn sich das reale Einkommen aller Bundesbürger verdoppelt." Wenn es allen schlechter gehe, nehme die so gemessene Armut unter Umständen sogar ab.

Kommentar: Wir müssen uns heutzutage selber informieren, da es viele Interessen gibt uns aus dem einen oder anderen Grund auf eine bestimmte Fährte zu locken. Wir empfehlen beispielsweise das Rauchen und eine ketogene Ernährung. Nicht jeder wird uns hier folgen wollen, auch da die allgemein verbreiteten Empfehlungen anders lauten. Nur werden wir aus Sorge um unsere Gesundheit so informiert oder aus knallharten geschäftlichen Gründen? Es sollte sich jeder die Mühe machen sich zu informieren um herauszufinden was für einen selber wirklich gut ist und was sonst in der Welt vor sich geht. Dabei sollte wir berücksichtigen, dass um uns herum viele versuchen unsere Meinung mit den verschiedensten Methoden unsere Ansichten in eine ihnen genehme Richtung zu bewegen: Wie und warum man so leicht Täuschungen und Lügen aufsitzt und warum es den Drahtziehern so leicht fällt, mit ihren Täuschungen durchzukommen, erfahren sie in folgenden Büchern eindrucksvoll:

Schnelles Denken, langsames Denken von Daniel Kahneman
Psychologie der Massen von Gustave le Bon

In einer Welt, die die Schwächen der Menschen gnadenlos ausnutzt, ist es für jeden persönlich von größter Bedeutung, über seine eigenen psychologischen Mechanismen, die einen anfällig für Täuschung machen, Bescheid zu wissen.


Info

Monogamie bei Pinguinen: Extrembeziehung auf Distanz

Manche Pinguinarten sind ein Leben lang ihrem Partner treu. Doch von Zweisamkeit keine Spur, bemerken Biologen, nachdem sie die Tiere mit Sendern verfolgt haben.

Felsenpinguine
Felsenpinguine (Eudyptes chrysocome) pflanzen sich von Jahr zu Jahr mit dem gleichen Partner fort, doch außerhalb der Paarungssaison gehen sie getrennte Wege - und bringen dabei mitunter ganz erhebliche Distanzen zwischen sich und ihre bessere Hälfte: Bis zu 2500 Kilometer können dann zwischen ihren jeweiligen Aufenthaltsorten liegen, ergab jetzt eine Studie von Biologen um Jean-Baptiste Thiebot vom National Institute of Polar Research in Tokio.

Kommentar: Oxytocin: Monogam durch Bindungshormone?


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Nicht nur Droge, sondern vor allem Nutzpflanze: Welche Rohstoffe kann Hanf ersetzen?

Ob als Papier, moderner Werkstoff oder als Nahrungsmittel: Die Hanfpflanze ist auch unabhängig von ihrer berauschenden Wirkung vielseitig einsetzbar. Wir verraten, wo.
© Jag_cz / Fotolia
Die Hanfpflanze
Jahrzehnte lang hat der Hanf Cannabis sativa vor allem als Rauschmittel von sich reden gemacht. Dabei handelt es sich um eine uralte und sehr vielseitige Nutzpflanze, die sich zu den verschiedensten Zwecken einsetzen lässt. Baumaterialien und moderne Werkstoffe lassen sich daraus ebenso gewinnen wie Nahrungsmittel oder Textilien. Nach dem langen Dornröschen-Schlaf des Hanfs wächst das Interesse an solchen Anwendungen nun wieder. Und auch der medizinische Einsatz soll für Patienten künftig leichter möglich sein.

Kommentar:


Nebula

Entstehung junger Sterne scheint sehr chaotisch zu verlaufen

© H. B. Liu et al./AAAS
Vier Beispiele für beobachtete Verdichtungen in den Materiescheiben um entstehende Sterne. Die jungen Sterne selbst sind durch eine Blende verdeckt.
Das Wachstum junger Sterne ist möglicherweise ein chaotischer Prozess und verläuft keineswegs so gleichmäßig, wie bislang angenommen. Das zeigen Beobachtungen eines internationalen Forscherteams mit dem japanischen Subaru-Teleskop auf Hawaii. Demnach bilden sich in der von außen zuströmenden Materie Verdichtungen, die dann zu Episoden rapiden Wachstums führen. Diese könnten auch bislang rätselhafte extreme Helligkeitsausbrüche entstehender Sterne erklären, so die Forscher im Fachblatt Science Advances.

„Als Auslöser solcher Ereignisse kommt Fragmentation infrage, also durch die Schwerkraft ausgelöste Instabilitäten in den massereichen Gasscheiben um junge Sterne“, schreiben Hauyu Baobab Liu von der Academia Sinica in Taiwan und seine Kollegen. Sterne entstehen, wenn sich große, kühle Gaswolken im Weltall durch ihre Anziehungskraft zusammenziehen. Zunächst bildet sich ein Protostern, auf den von außen weiter Materie zuströmt. Diese Materie formt eine rotierende Scheibe um den entstehenden Stern, in der das Gas langsam nach innen wandert. Bislang dachten die Astronomen, dass dieser Vorgang gleichmäßig verläuft.

Magnify

Das Rätsel um die Tiefseesocken wurde gelöst

Sie liegen auf dem Meeresgrund wie schlaffe Luftballons oder gebrauchte Kondome. Biologisch waren diese Tiere lange ein Rätsel - bis vier neue Arten gefunden wurden.
© Scripps Oceanography/Greg Rouse
Xenoturbella bocki, auch bekannt als Tiefseesocke
1915 holten Biologen aus der Ostsee vor der schwedischen Küste ein merkwürdiges Lebewesen, das sie nicht so recht einzuordnen wussten: Zuerst packten sie die letztlich sogar erst 1949 beschriebene Art Xenoturbella bocki zu den Plattwürmern, später galt sie als sehr einfaches Weichtier und schließlich als Stachelhäuter. Es sieht auch zu merkwürdig aus: Das Tier verfügt nur über eine Körperöffnung, hat weder Augen noch Kiemen, und innere Organe sind mehr oder weniger Fehlanzeige. Wovon es sich ernährt, ist ebenfalls unklar; vermutlich fressen die Meeresbodenbewohner Muscheln und Schnecken, doch das Wie ist unbekannt. Glücklicherweise entdeckten Biologen um Greg Rouse von der University of California in San Diego jedoch weitere Arten dieser Strudelwürmer in mexikanischen und kalifornischen Gewässern, welche die evolutionär wichtige Stammbaumfrage wohl klären.

Gift 3

E-Autos: Subventionien für einen Toten


E-Mobiler fahren in den Urlaub - in die Laube
Teure E-Autos sollen durch „Kaufanreize“ an den Mann gebracht werden. Kanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Gabriel und Verkehrsminister Dobrindt berieten am 2. Februar wie sie die Blamage (Merkel 2008: Bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen) doch noch abwenden können. Doch alle Massen-Propaganda und Steuervorteile, wie auch Prämien, die der Steuerzahler bezahlen muss, werden nichts nützen.

Die Welt schreibt:
Die Kaufprämie ist der verzweifelte Versuch von Bundesregierung und Autoindustrie, das gemeinsame Großprojekt "deutsche Volksbatterie-Auto" zu retten. Die Kanzlerin hat sich den Batteriefahrzeugen verschrieben, weil sie Teil ihrer Energiewende sind. Und weil sie sich 2008 zu dem Ziel hinreißen ließ, bis 2020 eine Million Stromer auf Deutschlands Straßen gebracht zu haben. Die Autobauer brauchen die E-Fahrzeuge, um die immer schärferen Grenzwerte der EU-Kommission für den CO2-Ausstoß erfüllen zu können.

(Anmerkung: Nur eine der beteiligten Parteien braucht die Elektroautos nicht: der Kunde.)

Das merkt man an den Zulassungszahlen. Derzeit sind hierzulande etwa 29.500 reine Elektroautos angemeldet. Dazu kommen 15.900 Plug-In-Hybride, also an Steckdosen ladbare Fahrzeuge mit E- und Verbrennungsmotor. Das ist verschwindend gering, egal welche Vergleichszahl man heranzieht. Der Pkw-Bestand in Deutschland liegt bei 45 Millionen, der Pkw-Markt betrug 2015 rund 3,2 Millionen.

Kommentar: Was hier auch gerne noch verschwiegen wird ist, woher der Strom zum Aufladen denn eigentlich kommen soll. Diesel und Benzin sind Primärenergiequellen, das heißt, sie beinhalten die Energie bereits in Chemisch gebundener Form. Batterien jedoch müssen erst aufgeladen werden. Aus welchen Quellen soll diese Energie gewonnen werden? Solar? Wind? Wasser? Oder doch Kohle und Atomkraft? Das wiederum wäre ein absurde Verschwendung von Rohstoffen.

Wie man es auch dreht und wendet, ein E-Auto mag zwar "sauber" fahren, seine Herstellung und vor allem die Bereitstellung des Ladestroms ist technologisch mit unseren derzeitigen Mitteln absolut sinnlos und funktioniert nur in den Köpfen grüner Ideologen.

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