Wissenschaft und Technologie
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Star Treks Enterprise: Wissenschaftler halten Warp-Antrieb doch für möglich und forschen an Umsetzung

Ein sogenanter Warp-Antrieb, mit dem Raumschiffe etwa in der Science-Fiction-Serie "Star Trek" (Raumschiff Enterprise) mit Überlichtgeschwindigkeit das All bereisen, ist doch nicht so unrealistisch wie bislang von den meisten Wissenschaftlern angenommen. Zu dieser Erkenntnis sind nun selbst NASA-Wissenschaftler gelangt und arbeiten jetzt schon an den ersten Schritten, die eine solche Technologie zukünftig möglich machen soll.
© Harold White
Konzept eines Warp-Raumschiffs nach Miguel Alcubierre, das die Raum-Zeit um sich herum krümmt und damit zwar vielfache Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte, zugleich jedoch das kosmische Tempolimit genau dieser Lichtgeschwindigkeit nicht verletzten würde (Illu.).
Houston (USA) - In der Theorie würde ein mit einem solchen Antrieb ausgestattetes Raumschiff die Raum-Zeit, also die Vereinigung von Raum und Zeit in einer einheitlichen vierdimensionalen Struktur, um sich herum manipulieren und dadurch eine Hintertür in jenem physikalischen Gesetz nutzen, das eigentlich verhindert, dass sich etwas schneller als das Licht bewegt.

Schon 1994 hatte der mexikanische Phyisker Miguel Alcubierre ein Konzept für einen solchen echten Warp-Antrieb vorgeschlagen, der von den meisten Wissenschaftlern jedoch nicht möglich abgetan wurde, da seine Umsetzung unvorstellbar große Mengen an Energie benötigen würde. Wie "Space.com" nun berichtet, deuten neue Berechnungen durch NASA-Wissenschaftler nun jedoch daraufhin, dass ein derartiger Antrieb auch mit deutlich weniger Energie betrieben werden könnte.

Snowflake

Kosmischer Klimawandel: Es schneit auf dem Mars!

Untersuchungen mit dem Mars Climate Sounder an Bord der Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" haben den bislang eindeutigsten Hinweis dafür erbracht, dass es auf dem Mars Schneefall aus gefrorenem Kohlendioxid, also Trockeneis, gibt. Damit wäre der rote Planet der einzige bislang bekannte Ort im Sonnensystem, wo sich dieses Wetterphänomen beobachten lässt.
© NASA/JPL-Caltech
Karte der Schneeablagerungen aus Trockeneis im Winter am Mars-Südpol. Die Farben stehen für unterschiedliche Größen der Partikel, wobei blau für große Partikel steht und rötlich-weiß für kleine. Und es schneit nicht durch Menschenhand!
Damit Kohlendioxid gefriert und "Trockeneis" entsteht, muss es deutlich kälter sein als für das Gefrieren von Wasser. Dass es auf dem Mars offenbar Schneefall aus Trockeneis gibt, macht einmal wieder deutlich wie sehr sich der rote Planet doch von unserer Erde unterscheidet und was für unwirtliche Bedingungen hier herrschen.

"Wir haben hier den ersten definitiven Nachweis von Kohlendioxid-Schneewolken", erläutert Paul Hayne vom Jet Propulsion Laboratory der NASA, der auch Erstautor einer Fachartikels über die Untersuchungen ist, der in der Zeitschrift Journal of Geophysical Research erscheint. "Wir konnten sicher feststellen, dass die Wolken aus Kohlendioxid bestehen und dass sie dick genug sind, um für Schnellfall zu sorgen, der sich auf der Oberfläche ansammelt."

Telescope

Forscher vermuten schwarzes Loch im Orionnebel

Unsichtbares Massezentrum könnte ungewöhnlich schnelle Sternenbewegung erklären

Astronomen haben herausgefunden, warum die Sterne im Orionnebel besonders schnell umeinander kreisen: Ihre Berechnungen zeigen, dass ein schweres Schwarzes Loch im zentralen Sternhaufen in diesem Nebel der Grund sein könnte. Seine Schwerkraft bringt die Sterne dazu, sich in seiner Umgebung schneller zu bewegen als allein aufgrund der sichtbaren Masse in dieser Region erklärbar wäre. Das berichtet das Forscherteam im Fachmagazin "The Astrophysical Journal".

© NASA/ESA/Hubble Space Telescope
Gesamtbild des Orion Nebels mit dem Sternhaufen im Zentrum: Das mutmaßliche Schwarze Loch wäre genau zwischen den vier hellen Sternen, welche das Zentrum des Sternhaufens markieren. Dies sind die Trapezsterne des Orionnebelhaufens.
Der Orion ist eines der hellsten Sternbilder am Nachthimmel, in seinem "Schwert" liegt der Orionnebel, ein Ort aktiver Sternentstehung. Der zentrale Sternhaufen dieses Nebels ist etwa 1.300 Lichtjahre von uns entfernt und hat einen Durchmesser von einigen Lichtjahren. Er enthält etwa 5.000 junge Sterne. Beobachtungen zeigen, dass sich dieser Haufen erst vor etwa ein oder zwei Millionen Jahren gebildet hat. „Die Sterne nahe des Zentrums im sogenannten Trapez des Haufens tanzen schneller umeinander, als man aufgrund der sichtbaren Materie erwarten würde“, stellt Pavel Kroupa vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn fest. „Das zentrale Trapez müsste sich deshalb eigentlich auflösen.“

Newspaper

Forscher wollen Mammut klonen

Klon-Forscher haben möglicherweise lebende Zellkerne eines Mammuts entdeckt. Bestätigt sich der Fund, dann könnte daraus ein Urzeit-Gigant geklont werden. Nun warten die russisch-südkoreanischen Forscher auf die Bestätigung.
© ExhibitEase LLC/Steven W. Marcus
Eine russisch-südkoreanische Forschergruppe bestätigte am Mittwoch, im Osten Sibiriens aus Überresten der ausgestorbenen Elefantenart Gewebe entnommen zu haben. Ein Labor in Südkorea müsse noch analysieren, ob die Anfang August aus dem Permafrostboden entnommenen Proben tatsächlich auch lebende Zellen enthalten.

Meteor

Jupiter wurde erneut getroffen!

Am vergangenen Montag beobachteten US-Astronomen einen hellen Lichtblitz in der Atmosphäre des Gasplaneten Jupiter. Seit dem spektakulären Einschlag des Kometen "Shoemaker-Levy 9" im Juli 1994 ist dies schon der vierte derartige Erscheinung auf Jupiter, bei der es sich sowohl um einen vergleichsweise kleinen Meteor aber auch um einen gewaltigen Asteroiden- oder Kometeneinschlag gehandelt haben könnte.
© georgeastro.weebly.com
Heller Lichtblitz auf Jupiter am 10. September 2012.
Dallas (USA) - Der aktuelle Lichtblitz wurde um 6.35 Uhr Ortszeit unter anderem von den US-Amateurastronomen George Hall aus Dallas im US-Bundesstaat Texas auf Video dokumentiert (s. Abb.). Ein Ähnlicher Blitz wurde bereits im August 2010 beobachtet (...wir berichteten, s. Links). Damals konnten Folgebeobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble allerdings keine charakteristische Einschlagsnarbe in der dichten Atmosphäre des Planeten entdeckt werden - weswegen Astronomen davon ausgehen, dass es sich lediglich um den Eintritt eines vergleichsweise kleinen Meteors und nicht um den eines Asteroiden oder Kometen gehandelt hatte.

Better Earth

Auch Vögel trauern um verstorbene Artgenossen

© docentjoyce, cc-by-sa 2.0
Neuweltäher
Davis (USA) - Nachdem Biologen und Verhaltensforscher bereits bei Menschenaffen, Elefanten, Delfinen und kürzlich auch bei Giraffen Verhaltensweisen beobachtet haben, die darauf hindeuten, dass auch einige Tierarten eine mentale Vorstellung vom Tod haben und ihre Verstorbenen regelrecht betrauern (...wir berichteten, s. Links), präsentieren US-Wissenschaftler nun Beobachtungen von Neuweltähern, die nahe legen, dass auch Vögel den Tod von Artgenossen zumindest bewusst wahrnehmen.

Wie die Verhaltensforscher um Teresa Iglesias von der University of California aktuell im Fachmagazin "Animal Behaviour" berichten, beobachteten sie immer wieder, dass wenn die Rabenvögel einen toten Artgenossen entdeckten oder begegneten, sie andere herbeiriefen, sich gemeinsam um den Kadaver versammeln und für eine merkliche Zeit die sonstige Futtersuche einstellen.

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Geschlechtsspezifische Wahrnehmung: Männer und Frauen sehen anders

Geschlechtshormon Testosteron sorgt möglicherweise für geschlechtsspezifische Wahrnehmung
© MMCD
Auch beim Sehen gibt es den kleinen Unterschied: Männer können schwache Kontraste und schnelle Bewegungen besser erkennen als Frauen. Außerdem nehmen sie dieselben Farbtöne etwas bläulicher wahr als ihre weiblichen Gegenparts. Das haben US-amerikanische Forscher in Experimenten herausgefunden. Die Ergebnisse zeigten erstmals, dass es auch beim Sehsinn deutliche Geschlechtsunterschiede gebe - wie man es auch schon von anderen Sinneswahrnehmungen kenne, berichten die Forscher im Fachmagazin "Biology of Sex Differences".

Noch ist nicht geklärt, was diese Unterschiede verursacht. Die Wissenschaftler vermuten aber, dass das Geschlechtshormon Testosteron dafür verantwortlich sein könnte. Dieses kommt bei Männern in höherer Konzentration vor. Von diesem Hormon sei bekannt, dass es beim Ungeborenen die Bildung von Gehirnzellen im Sehzentrum und von Nervenverbindungen fördere, sagen die Forscher. Dies könnte den Männern ihr besseres Kontrast- und Bewegungssehen verleihen.

Better Earth

Tiere und ihre Beziehung zum Tod: Trauernde Giraffen

© Daryona, cc-by-sa 3.0
Archiv: Uganda-Giraffen im Murchison-Falls-Nationalpark.
Kyoto (Japan) - Im South Luangwa National Park in Sambia haben Zoologen eine merkwürdige Beobachtung gemacht: Eine Giraffenmutter weigerte sich, den toten Körper ihres Kalbes zu verlassen. Während eine derartige Beobachtung als Einzelfall für die Forscher wohl nur wenig relevant gewesen wäre, handelt es sich aktuell schon um den dritten derartigen Fall. Erneut wirft der Vorgang die Frage auf, ob auch Giraffen ihre Toten betrauern.

Zahlreiche Beobachtungen angesichts anderer sozialer Tiere, wie etwa Elefanten und Schimpansen, haben bereits eindrucksvoll gezeigt, dass diese besonders verstorbene Mitglieder ihrer Familie, Gruppe oder Herde zu begutachten, zu bewachen und geradezu um sie zu trauern scheinen und stellen Forscher damit immer wieder vor die Frage, ob auch Tiere eine mentale Vorstellung vom Tod haben können (...wir berichteten, s. Links).

Wie die Forscher um den Zoologieprofessor Fred Bercovitch von der Kyoto University aktuell im Fachmagazin African Journal of Ecology berichten, beobachteten sie, wie eine Uganda-Giraffenmutter sich zu ihrem totgeborenen Kalb niederbeugte und mehrere Minuten damit verbrachte, das tote Tier sauber zu lecken, bevor sie selbst wieder aufstand, um diese Prozedur danach weitere Male zu wiederholen. Insgesamt verbrachte das Muttertier auf diese Weise mehr als zwei Stunden damit, ihr totes Kind zu untersuchen.

Bulb

Raumstation ISS wurde mit Hilfe einer Zahnbürste repariert

Nach einer Woche im Sparbetrieb wird die Internationale Raumstation (ISS) wieder voll mit Energie versorgt.
© AP
- Der US-Astronautin Sunita Williams und ihrem japanischen Kollegen Akihiko Hoshide gelang es im zweiten Anlauf, eine Stromverteilerbox an der ISS zu reparieren. Dazu schraubten sie die Box zunächst ab, um sie dann fester und sicherer wieder zu befestigen. Ein Bolzen und ein Gewindeloch wurden mit improvisierten Werkzeugen wieder gangbar gemacht: Die Astronauten nutzten zur Beseitigung von Metallspänen eine Zahnbürste. Für ihre Reparatur waren die Astronauten zu knapp sechseinhalbstündiger Arbeit in den freien Raum ausgestiegen. Zudem installierten die Raumfahrer in rund 400 Kilometern Höhe eine Kamera an einem Roboterarm.

R2-D2

Krieg der Sterne Fluggerät wird Wirklichkeit

Ein amerikanisches Unternehmen hat jetzt ein »schwebendes Motorrad«, das große Ähnlichkeiten mit Fluggeräten in dem Kinoklassiker Die Rückkehr der Jedi-Ritter aufweist, entwickelt und damit ein Stück Science-Fiction Wirklichkeit werden lassen.

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© Unbekannt
Die in Kalifornien ansässige Firma Aerofex konstruierte und baute ein flugfähiges Luftfahrzeug mit zwei waagerechten so genannten Impellern (das heißt von einem ringförmigen Gehäuse umschlossenen Propellern) anstelle der Räder. Dabei bediente man sich eines Entwurfs, der in den 1960er Jahren aufgrund von Stabilitäts- und Überschlagsproblemen verworfen wurde.

Dem Unternehmen gelang es, das Stabilitätsproblem zu lösen, indem man ein mechanisches System entwickelte, das von zwei Steuerleisten in Kniehöhe betätigt wird und es dem Fluggerät ermöglicht, auf die Gewichtsverlagerung und den natürlichen Gleichgewichtssinn des menschlichen Fahrers zu reagieren, berichtet das Internetportal Innovation News Daily. »Man könnte [mit diesem Gerät] Fliegen sozusagen in der Sphäre geländegängiger Fahrzeuge ermöglichen«, erklärte der Luftfahrtingenieur und Gründer von Aerofex, Mark De Roche.