Wissenschaft und Technologie
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Wassermenge der Erde ist erstaunlich klein

Ges.Wassermenge des Planeten
© Jack Cook, Woods Hole Oceanographic Institution / USGS)
Grafische Darstellung der gesamten Wassermenge der Erde im Vergleich zum trockengelegten Globus (Illu.).
Washington/ USA - Die Oberfläche unseres Planeten ist zu 70 Prozent von Wasser bedeckt. Insgesamt beträgt der Gesamtwassergehalt der Erde rund 1.386 Milliarden Kubikkilometer. Während beide Werte zunächst beeindruckend hoch erscheinen, offenbart sich diese Wassermenge als erstaunlich klein, wenn sie räumlich als Kugel und im Vergleich zum Planeten Erde dargestellt wird.

Wie Jack Cook von der Woods Hole Oceanographic Institution und der USGeological Survey (USGS) erläutert, beträgt der Durchmesser einer solchen Kugel gerade einmal 1.386 Kilometer (s. Abb.), was in etwa der Entfernung zwischen Paris und Warschau entspricht und weniger ist als die Hälfte des Durchmessers des Mondes.
Question

Sonderbares Tiefseewesen gefilmt

Tiefseewesen/Walplazenta
© youtube.com
Standbild aus dem Video.
Saarbrücken/ Deutschland - Aufnahmen einer Inspektionskamera (der genaue Ort an dem die Aufnahmen entstanden ist bislang noch unbekannt) zeigen auf rund 1,5 Kilometern Tiefe ein sonderbares gallertartiges Wesen. Lange war unklar, um was es sich handelt. Jetzt haben Meeresbiologen das seltene Tier identifiziert. Die Aufnahmen bleiben faszinierend.

Wie ein Alien aus einem Science-Fiction-Film gleitet das schier unförmige Wesen langsam am 24. April 2012 um das Licht der Kamera und ermöglicht den Forschern detaillierte Ansichten seines Körperbaus.
Beaker

Krebserkrankungen durch Infektionen?

Lyon - Helicobacter pylori, die Hepatitis B- und C-Viren, humane Papillomaviren und andere Keime sind weltweit für ein Sechstel aller Krebserkrankungen verantwortlich. Nach Berechnungen in Lancet Oncology (2012; doi: 10.1016/S1470-2045(12)70137-7) entfällt die Mehrzahl der Erkrankungen auf Entwicklungsländer.
zellen, viren,
© picture-alliance
Das Team um Catherine de Martel und Martyn Plummer von der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon hat für acht Regionen die populationsattributablen Risiken (PAR) für einzelne Krebserkrankungen ermittelt. Die PAR ist der Prozentsatz, um den die Zahl der Neuerkrankungen sinken würde, wenn ein auslösender Risikofaktor vermieden würde.

Bei einigen global gesehenen häufigen Krebserkrankungen ist der PAR von Krankheitserregern sehr hoch. Magenkrebs wird überwiegend durch H. pylori (PAR 75 Prozent) ausgelöst. Hepatitisviren (PAR 77 Prozent) sind die wichtigste Ursache für Leberkrebs. Das Zervixkarzinom der Frau gilt sogar als alleinige Folge einer Infektion mit humanen Papillomaviren (PAR 100 Prozent).
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Menschliche Gehirnentwicklung älter als gedacht und die Signifikanz des frühreifen Gehirns bei der Geburt

Schädel-Vergleich
© M. Ponce de León und Christoph Zollikofer, Universität Zürich
Schädel eines Schimpansen (links), des Taung-Kindes (Australopithecus africanus, Mitte) und eines modernen Menschen (rechts), alle ca. 4 Jahre alt.
Zürich/ Schweiz - Es sind typische Merkmale der menschlichen Hirnentwicklung: Ein grosses Neugeborenengehirn, rasches Hirnwachstum und große Stirnlappen. Tatsächlich haben sich diese Merkmale im Hominiden-Stammbaum viel früher ausgebildet, als bislang gedacht.

Zu dieser Erkenntnis kommen Anthropologen um Marcia Ponce de León von der Universität Zürich gemeinsam mit Kollegen der Florida State University. Sie haben die fossilen Schädelnähte des sogenannten Taung-Kindes neu untersucht und mit anderen fossilen Schädeln verglichen.

1924 in Taung entdeckt, ist der Kinderschädel eines Australopithecus eine Ikone der menschlichen Evolutionsgeschichte: Vom Hirnschädel ist die versteinerte Sedimentfüllung erhalten. Die Abdrücke der ehemaligen Hirnwindungen auf diesem Steinkern haben die Paläoanthropologen seit Beginn fasziniert und zu heftigen Diskussionen über die Evolution des Australopithecus-Gehirnes geführt.

Kommentar: Wie Dr. Gabor Maté, Autor von In the Realm of Hungry Ghosts: Close Encounters with Addiction, in diesem Video erklärt, sind wir die einzige Spezies, die mit einem frühreifen Gehirn auf die Welt kommen. Da der Schädel zu groß für die Passage durch das Becken ist, muss er formbar sein. Die Gehirnentwicklung beim Neugeborenen braucht etwa zwei Jahre, und somit ist es ein immenser Einfluss, den unsere Umwelt auf unsere psychologische und biologische Prägung hat. Mangelnde emotionale Fürsorge und Traumata legen Gehirn-'Schaltkreise' über bspw. Verhaltensstrategien zum Umgang mit Schmerz/Frustration, die tief eingeprägt sind und sich in diversen Suchtverhalten manifestieren können, z.B. Sucht nach Drogen, Essen, Videospielen, Pornographie.

Auffällig ist also u.a., wie extrem formbar ein Neugeborenes ist und dass die Mechanismen dieser Welt darauf ausgelegt sind, durch z.B. mangelnde emotionale Fürsorge und traumatisierende Erfahrungen sowohl in der Familie als auch in der Bezugsgruppe, Gifte in Nahrung und Medikamenten, Impfungen, Gehirnwäsche durch Bildungseinrichtungen und Medien unter den psychopathischen Führungskräften, sicherzustellen, dass der heranwachsende Mensch durch all diese 'Noxen' nur ein Schattenbild seiner selbst ist.

Dollar

Antigeld und Geld, wie die Physik das Bankensystem ändern würde

Antimaterie ist für den Physiker ein vertrautes Metier: Zu jedem Teilchen gibt es ein Antiteilchen mit exakt denselben Eigenschaften, aber umgekehrten Vorzeichen. Physiker der Uni München haben nun vor, dieses Prinzip auf den Wirtschaftssektor zu übertragen - und schlagen ein komplett neues Finanzsystem vor.
"Liebe Kunden, heute im Angebot: Äpfel aus Neuseeland, saftig und knackig, das Stück für nur 60 Cent! Oder 70 Anti-Cent, wenn Sie lieber mit Antigeld zahlen wollen."
An solche eigenartigen Supermarkt-Durchsagen werden wir uns in Zukunft womöglich gewöhnen müssen. Vorausgesetzt, gewisse Physiker hätten das Sagen in der Finanzwelt - Physiker wie Andreas Schacker von der Uni München. Er würde das heutige Finanzgebäude, in dem Geld die tragende Säule ist, liebend gern renovieren, und zwar grundlegend. Geld allein macht ihn offenbar nicht glücklich, deshalb möchte Schacker ein zweites Zahlungsmittel einführen - das Antigeld. Und so soll's funktionieren:
Satellite

"Klimasatellit" Envisat außer Funktion, der Eisschmelze fotografierte

Die Raumfahrtorganisation Esa hat die Envisat-Mission offiziell beendet. Für die Wissenschaft ein schwerer Verlust - ihre Fotos belegten die Eisschmelze an den Polen.
envisat, satellit
© ESA/Handout/dpa
Envisat
Die Mission des größten europäischen Erdbeobachtungssatelliten Envisat ist zu Ende. Das erklärte die Europäische Raumfahrtorganisation Esa. Grund sind die gescheiterten Rettungsversuche.

Nach dem Totalausfall der Kommunikationssysteme vor rund einem Monat scheint der Satellit nur noch Weltraumschrott zu sein. "Ein Team von Ingenieuren hat während des vergangenen Monats versucht, die Kontrolle über Envisat zurückzuerlangen", teilte die Esa mit. Trotz kontinuierlicher Befehle eines weitverzweigten Netzes von Bodenstationen habe es aber keine Reaktion des Satelliten gegeben.
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Blonde Südseebewohner: Nicht Vermischung mit Europäern, sondern vertauschter Genbuchstabe die Ursache

Blonder Junge in Vanuatu, einem Inselstaat im Südpazifik.
© Graham Crumb/cc-by-sa-2.0
Blonder Junge in Vanuatu, einem Inselstaat im Südpazifik.
Forscher finden die Ursache für die hellen Haare vieler Melanesier

Forscher haben herausgefunden, warum einige Südseebewohner trotz dunkler Haut blondes Haar haben: Schuld an der ungewöhnlichen Haarfarbe der Melanesier ist nicht eine Vermischung mit Europäern, sondern eine Genmutation: Bei rund einem Viertel der Südseebewohner ist ein bestimmter Genbuchstabe auf dem neunten Chromosom verändert. Diese nur bei dieser Volksgruppe vorkommende Variation beeinträchtigt die Bildung von dunklen Pigmenten in den Haaren. Erbt ein Kind diese Mutation von beiden Elternteilen, wird es blond, wie das internationale Forscherteam im Fachmagazin "Science" berichtet.

Natürlich blondes Haar ist beim Menschen selten: Es kommt fast nur bei Nordeuropäern vor - und in einer kleinen Gruppe von Südseebewohnern. "Obwohl die Bewohner der Salomon-Inseln und des äquatorialen Ozeaniens die dunkelste Hautfarbe aller Menschen außerhalb Afrikas haben, sind fünf bis zehn Prozent von ihnen blond", schreiben Eimear Kenny von der Stanford University und seine Kollegen. Das sei der höchste Anteil von Blonden außerhalb Europas.

Warum viele Melanesier diese für Bewohner der Tropen so ungewöhnliche Haarfarbe besitzen, war unklar. Die Forscher, darunter auch Mark Stoneking vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, machten sich daher auf die Suche nach den genetischen Ursachen dieses Phänomens. Dafür analysierten und verglichen sie das Erbgut von 43 blonden und 42 dunkelhaarigen Bewohnern der Salomoneninseln.
Chalkboard

Big Brother profitiert: Informationssammlung auch über Nichtmitglieder sozialer Netzwerke erstaunlich genau

Soziale Netzwerke
© Agnes Horvát
Soziale Netzwerke teilen die Gesellschaft in Mitglieder und Nicht-Mitglieder auf. Beziehungen zwischen Nicht-Mitgliedern, deren E-Mail-Adressen dem Netzwerk von Mitgliedern mitgeteilt wurden (rote Verbindunglinien), können anhand der beidseitig bestätigten Freundschaftsbeziehungen zwischen Mitgliedern (schwarze Linien) und ihren Verbindungen zu Nicht-Mitgliedern (grüne Linien) mit großer Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden.
Heidelberg/ Deutchland - Was können soziale Netzwerke im Internet über Menschen wissen, die selbst kein Nutzerprofil besitzen, aber Freunde von Mitgliedern sind? Das haben Forscher des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen der Universität Heidelberg untersucht. Ihre Arbeiten zeigen, dass sich Informationen aus der Netzwerkstruktur von Mitgliedern auf Nicht-Mitglieder übertragen und mit Hilfe von netzwerkanalytischen Strukturmerkmalen auswerten lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, etwa 40 Prozent der existierenden Freundschaftsbeziehungen zwischen Nicht-Mitgliedern auf der Basis reiner Kontaktdaten korrekt vorherzusagen.

Bereits seit einigen Jahren gehen Wissenschaftler der Frage nach, welche Schlussfolgerungen sich mit Hilfe des Computers aus direkt oder indirekt eingegebenen Daten durch entsprechende Lern- und Vorhersagealgorithmen ziehen lassen. In einem sozialen Netzwerk können auch Angaben wie sexuelle Orientierung oder politische Ausrichtung, die ein Mitglied nicht selbst angegeben hat, mit sehr hoher Präzision "berechnet" werden, wenn genug Freunde des betreffenden Nutzers die entsprechende Information über sich selbst freigegeben haben. "Sobald bestätigte Freundschaftsbeziehungen bekannt sind, ist die Vorhersage bestimmter unbekannter Eigenschaften keine allzu große Herausforderung mehr für die maschinelle Datenanalyse", sagt Prof. Dr. Fred Hamprecht, Mitbegründer des Heidelberg Collaboratory for Image Processing (HCI).
Sun

Riesiger Sonnenfleck schickt Plasmastürme Richtung Erde - und wächst weiter an

Sonnenfleckregion vom Mai 2012
© NASA/SDO/HMI
Aufnahmen der derzeit aktiven Sonnenfleckenregion Nummer 1476 vom 8. Mai 2012 mit dem NASA-Sonnenobservatorium SDO.
Washington/ USA - Seit dem vergangenen Wochenende schiebt sich eine der größten aktiven Sonnenfleckenregionen der vergangenen Jahre nach und nach über die Sonnenscheibe. Am gestrigen Montag brach aus dieser Region eine Eruption der mittleren Stärkekategorie "M1" aus und schickte dabei einen sogenannten koronalen Masseauswurf, also einen Sturm heißen Sonnenplasmas, in Richtung Erde. Sonnenforscher erwarten das Eintreffen dieser Flut hochenergetisch geladener Teilchen am morgigen Mittwoch sowie weitere Eruptionen in den kommenden Stunden und Tagen.

Wissenschaftler am Goddard Space Weather Laboratory der NASA erwarten, dass der Teilchenstrom zu geomagnetischen Stürmen und verstärkter Polarlichtaktivität führen wird.

Die weiterhin anwachsende aktive Sonnenfleckenregion mit der Kennnummer "AR (Active Region) 1476" hat eine Ausdehnung von mehr als 100.000 Kilometern und besteht derzeit mindestens vier dunklen Kernen, von denen jeder alleine so groß oder größer ist als die Erde.
Camera

Erstaunliche Aufnahme: ISS-Astronaut fotografiert "Mond-UFO"

Mond hinter verzerrter Erdatmosphäre
© André Kuipers, NASA/ESA
Der Mond verschwindet hinter der seine Form verzerrenden Erdatmosphäre.
Amsterdam/ Niederlande - Um den derzeitigen Arbeitsplatz des niederländischen Astronauten André Kuipers dürften ihn viele Menschen beneiden - gehört der ESA-Astronaut doch zur derzeitigen Besatzung der Internationalen Raumstation ISS und veröffentlicht regelmäßig auch erstaunliche Fotoaufnahmen aus dem All auf einem eigens dazu eingerichteten Internetseite. Während des "Supermond" am vergangenen Wochenende (...wir berichteten), gelangen Kuipers nun ganz besondere Aufnahmen.

Zu sehen ist der besonders helle und um 14 Prozent vergrößerte Vollmond nicht nur unmittelbar über der Erdatmosphäre (s. folgendes Foto) sondern auch, während dieser aus Sicht der ISS hinter der Atmosphäre verschwindet - sozusagen in diese eintaucht. Bei diesem Vorgang wirkt die Atmosphäre der Erde derart verzerrend, dass der Mond teilweise zu einer fast schon klassischen UFO-Scheibe zusammengestaucht wird (s. Abb. o.).
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