Wissenschaft und Technologie
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Snakes in Suits

Der Mythos des noblen Wissenschaftlers: Betrug beim Peer-Review-Prozess aufgedeckt

Trick ermöglichte Autoren, unerkannt selbst Gutachten für ihre Fachartikel zu schreiben
© Wattsupwiththat.com
"Die meisten Wissenschaftler betrachteten den neuen, schnittigen Peer Review Prozess als "eine ziemliche Verbesserung".
Groß angelegter Betrug: Gleich 64 Artikel aus zehn Fachjournalen mussten jetzt wegen Betrugs zurückgezogen werden. Der Grund: Die Autoren hatten ihre Reviews schlicht selbst verfasst - und dies durch einen raffinierten Trick kaschiert. In den letzten zwei Jahren hat es bereits mehr als 170 solcher Fälle gegeben.

Die Peer-Review ist die Basis des Systems wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Denn jeder Artikel, der in einem renommierten Fachjournal erscheinen soll, wird zuerst an einen Gutachter weitergeleitet. Dieser ist in der Regel ein Forscher aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren und prüft das Manuskript auf Relevanz, Richtigkeit und Plausibilität. Erst wenn dieser Reviewer sein OK gibt, wird der Artikel publiziert.

Kommentar: Der Peer Review Prozess ist generell und schon sehr viel länger korrumpiert. Ursprünglich war er dazu gedacht, Betrug zu vermeiden, doch wie in der Ponerisation üblich, wurde diese Absicht in ihr Gegenteil verkehrt und stattdessen zur Verhinderung von echter Wissenschaft instrumentalisiert:


Better Earth

Stille Erdbeben: Die Erde bebt und keiner merkt es - in Deutschland gibt es auch welche

Ein Erdbeben mit einer Stärke von 5,7 kann furchtbare Konsequenzen haben. Aber manchmal passiert es, dass keiner ein solches Beben bemerkt. Das Phänomen der „stillen Erdbeben“ ist noch weitgehend unerforscht. Die Wissenschaftler beginnen gerade, es zu verstehen.
  • „Stille Erdbeben“ treten immer wieder und überall auf - auch in Deutschland.
  • Im Gegensatz zu anderen Erdbeben entlädt sich im Falle eines stillen Bebens die Spannung langsam und die Verschiebung der Platte dauert Tage bis Monate.
  • An der Bruchkante kann es zu einer erhöhten Spannung kommen, die sich in einer verheerenden Katastrophe entlädt.
Anfang November 2000 bebte der Untergrund der Insel Hawaii. Seismologen stellten ein Beben der Stärke 5,7 fest, einzig die Bewohner hatten keine Ahnung. Weder Boden, Wände noch Tassen gerieten in Schwingung. Dabei bewegte sich unter der Erde eine tektonische Platte etwa in der Größe Berlins.

Das Beben auf Hawaii konnten Seismologen nur dank hochempfindlicher Instrumente feststellen. Was die Geräte zeigten, schien unglaublich: Die Südflanke des Vulkans hatte sich entlang einer Verwerfung um ganze zehn Zentimeter verschoben. Gleichzeitig hatte diese Bewegung gut eineinhalb Tage gedauert - eigentlich zu lang für ein Erdbeben, das die geladene Spannung innerhalb von Sekunden abgibt und so den Boden zum Beben bringt.

Kommentar: Es geschieht viel Merkwürdiges unter unserem Himmel. Ob es sich bei stillen Beben um bislang wenig Bekanntes handelt, oder sich vielleicht ein für die modere Welt neues Phänomen?


Better Earth

Angola: Lebensgefährliches "fliegendes" Spaghetti-Monster entdeckt

Vor der Küste Angolas haben BP-Taucher einen Tiefseebewohner aufgenommen, der sofort den Namen „Fliegendes Spaghetti-Monster“ bekommen hat.
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Screenshot: Video unten...
Seewissenschaftler bezeichnen es als Rhizophysid Siphonophore und ordnen es den Tieren bei, die für Menschen lebensgefährlich sein könnten.


Better Earth

Auch Menschenaffen können sprechen? Grundlagen der Sprache anscheinend vorhanden

Die Sprache galt bislang als rein menschliche Fähigkeit. Selbst für die uns Menschen am nächsten verwandten Menschenaffen sollten - laut bisheriger Lehrmeinung - die Kontrolle von Atmung und Lauten als Vorstufe des Sprechens eigentlich unmöglich sein. Eine neue Studie des Gorillaweibchens Koko zeigt nun jedoch genau das Gegenteil und belegt damit, dass für Menschenaffen die Fähigkeit zur Sprache gar nicht so weit entfernt ist, wie bislang gedacht.

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© UW-Madison
Die Gorilladame Koko beim selbst herbeigeführten husten
Madison (USA) - Wie Marcus Perlman von der University of Wisconsin-Madison und Nathaniel Clark von der University of California, Santa Cruz aktuell im Fachjournal Animal Cognition berichten, kommen sie anhand der Analyse von mehr als 71 Stunden Videomaterial zu Experimenten mit Koko - die seit mehr als 40 Jahren mittels komplexer Gebärdensprache mit ihren Betreuern auf erstaunlich hohem Niveau kommuniziert - zu der Erkenntnis, dass die Gorilladame zu auffallend deutlichen vokalen Verhaltensweisen in der Lage ist.


Zuvor waren zahlreiche Versuche, Menschenaffen wie Gorillas oder Schimpansen die menschliche Sprache beizubringen, immer wieder gescheitert und es hatte sich die Annahme verfestigt, dass die Tiere schlichtweg anatomisch nicht in der Lage seien, ihre Vokalisation bewusst zu kontrollieren.

Better Earth

Oktopus-Art: Unglaubliches und einzigartiges Verhalten, wie ein "Fabeltier aus der Kryptozoologie" - Biologen sind verblüfft

Namenloser Krake verhält sich völlig anders als andere Oktopusse

Skurril wie ein Fabeltier: Ein pazifischer Oktopus wirft fast alles über den Haufen, was bisher als typisch für achtarmige Kraken galt. Er nutzt einen raffinierten Schleichtrick, um seine Beute zu fangen, paart sich Schnabel an Schnabel und teilt sogar seine Nahrung mit der Partnerin - etwas völlig Ungewöhnliches bei Kraken. Das Skurrile an der Geschichte: Dieser Oktopus ist so rätselhaft, dass er noch nicht einmal einen offiziellen Namen bekam, wie die Forscher im Fachmagazin "PloS ONE" berichten.

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© Roy Caldwell/ UC Berkeley
Der Pazifische Gestreifte Oktopus besitzt noch nicht einmal einen offiziellen Artnamen.
Oktopusse sind schon per se seltsame Gesellen. Sie sind Meister der Tarnung, nutzen Werkzeuge, bebrüten ihre Eier monate- und sogar jahrelang und gelten generell als ziemlich intelligent. Doch der Große Pazifische Gestreifte Oktopus ist in mancher Hinsicht noch bizarrer.

Nebula

Das Universum wird schwächer, und auch die Menschheit - warum ist das so und hängt das zusammen?

Wussten Sie, dass Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung gekommen sind, dass »das Universum langsam stirbt?« Wie sie festgestellt haben, produziert das Universum nur noch halb so viel Energie wie früher, außerdem sinken die Energiewerte weiter ab. Und nicht nur das - auch unsere Sonne scheint zu sterben. Die Sonnenaktivität ist auf ein Niveau gefallen, wie man es seit rund 100 Jahren nicht mehr beobachtet hat, und so recht schlau werden die Forscher daraus nicht. Einig hingegen sind sich so ziemlich alle Wissenschaftler, dass die Sonne »eines Tages« sterben wird, aber ist dieser Tag möglicherweise viel näher, als sich alle das vorgestellt haben?
© Andrey VP / Shutterstock
In diesem Artikel werde ich auch darauf eingehen, wie die menschliche Rasse selbst verfällt. Es herrscht der weitverbreitete Irrglaube, dass sich die Menschheit beständig verbessere und immer besser werde. Nun haben Forscher entdeckt, dass das genaue Gegenteil zutrifft. Wieso passiert das? Wieso verfällt alles und verkommt in einem steten Abwärtstrend?

Richtig gute Antworten auf diese Fragen können unsere Wissenschaftler bislang nicht liefern. Was sie jedoch erkennen, ist, dass alles um uns herum sich verlangsamt. Erst diese Woche machte weltweit die Meldung Schlagzeilen, dass »das Universum stirbt«. Hier ein Beispiel für so eine Meldung:

Music

Sprechendes Gestein: Felsen haben individuelle Schwingungsarten, die über ihren Zustand informieren

Subtile Schwingungen verraten innere Stabilität der berühmten Arches
© National Park Service
Der Mesa Arch in Utah - belauscht man ihn per Seismometer, summt er vor sich hin.
Verborgene Botschaft: Die berühmten Felsbögen in amerikanischen Westen haben es in sich. Denn belauscht man sie mit einem Seismometer, geben sie ein subtiles Summen und Vibrieren von sich. Es entsteht, weil der Wind und Erschütterungen Resonanzschwingungen im Gestein auslösen. Der Clou dabei: Das individuelle Summen verrät, ob ein Felsbogen einsturzgefährdet ist oder nicht, wie US-Forscher im Fachmagazin Geophysical Research Letters berichten.

Die bizarren Sandsteinformationen in den Nationalparks von Utah und Arizona sind weltberühmt. Neben Felsnadeln und Säulen finden sich dort auch gewaltige steinerne Bögen, die Dutzende Meter überspannen. Wie diese ungewöhnlichen Felsbrücken entstehen, haben Forscher erst im letzten Jahr aufgeklärt.

Solar Flares

Das Elektrische Universum - Teil 6: Die Skalierbarkeit von Plasma

Teil 1: Elektrizität und Plasma

Kapitel 6: Die Skalierbarkeit von Plasma


Abbildung 8: Künstlerische Darstellung der Sonnensystem-Atom Analogie
Die Skalierbarkeit ist eine sehr interessante Eigenschaft von Plasma. Das bedeutet, dass Plasma, egal wie groß oder klein das Phänomen auftritt, sich ähnlich verhält: Es verhält sich im kleinen Laborexperiment also genauso (bzw. sehr ähnlich) wie im großen Maßstab im Kosmos.Tatsächlich tritt Plasma in einem sehr breiten Größenspektrum jenseits des atomaren Maßstabs auf (das heißt, ein Elektron, das von seinem Kern getrennt ist). Diese Spannweite reicht von 10-10 Metern im Durchmesser bis zum galaktischen Maßstab, was im Fall unserer Milchstraße etwa 1020 Meter im Durchmesser ist.

Also überspannt Plasma in Bezug auf den Maßstab das Ausmaß von 30 Größenordnungen (1030, oder die Ziffer 10 gefolgt von 30 Nullen). Plasma weist auf dieser gesamten Bandbreite ähnliche Eigenschaften auf. Die Abbildung oben illustriert die Analogie zwischen mikroskopischem Plasma (atomarer Maßstab) und makroskopischem Plasma (Maßstab des Sonnensystems). Wegen dieses breiten Spektrums der Skalierbarkeit von Plasma sind Plasma-Kosmologen in der Lage, auf der Basis von reproduzierbaren/testbaren Experimenten im Labor (das heißt im kleinen Maßstab), fundierte Beobachtungen und Hypothesen aufzustellen und durch ‘Ähnlichkeitstransformationen’ diese Ergebnisse auf Plasmen im größeren Maßstab anzuwenden (zum Beispiel kosmische Phänomene). Aus dieser Perspektive sind Plasma Experimente im Labor, die auf kosmologische Ereignisse hochgerechnet werden können, ähnlich wie das anfängliche Testen von kleineren Flugzeugmodellen im Windtunnel, durch das Studium von natürlich verwirbelnden Strömungen der Luft, bevor die Resultate auf das echte (große) Flugzeug hochgerechnet und übertragen werden. Diese Testbarkeit von Plasma erlaubt es den Wissenschaftlern, fundierte Theorien und Vorhersagen anhand verschiedener konkreter Experimente aufzustellen, was eigentlich ein essentieller Aspekt der wissenschaftliche Methode sein sollte, wie es der Wissenschaftstheoretiker Karl Popper ausdrückte:
Das Kriterium um feststellen zu können, ob eine Theorie wissenschaftlich ist, ist es herauszufinden, ob die Theorie falsifizierbar, widerlegbar oder testbar ist.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Laptop

Windows 10: Überwachung bis zum letzten Klick

Das neue Windows 10 ist bei Voreinstellung der bisher größte Datenstaubsauger von Microsoft-außerdem hat Windows 10 Update-Probleme: Erstmals zeigen sich die Nachteile der zwangsweise automatisch durchgeführten System-Updates unter Microsofts neuem Betriebssystem Windows 10. Derzeit steht das Update mit der Bezeichnung KB3081424 zum Download bereit. Da bei einigen Anwendern jedoch scheinbar keine ordnungsgemäße Installation der Aktualisierung möglich ist, versetzt Windows 10 das System in eine endlose Reboot-Schleife.

Windows 10 - Überwachung bis zum letzten Klick

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät Nutzern des Computer-Betriebssystems Windows 10, vorsichtig zu sein. Wer die Datenschutzbestimmungen akzeptiere, werde von Microsoft umfassend ausgeforscht: Name, Adresse, Kontakte und besuchte Internetseiten.

Kommentar: So etwas wie Privatsphäre gibt es im Internet einfach nicht. Auch die anderen großen Firmen spionieren ihre Nutzer aus. Es macht also wenig Sinn, in Panik zu verfallen, da diese Vorgehensweise mittlerweile Standard ist. Das Einzige, was sich tun lässt, wenn man auf Internet & Co nicht verzichten will, ist, es so schlau wie möglich anzustellen: Schützen Sie Ihre Privatsphäre in Windows 10 (auf Englisch).


Info

Jäger oder Gejagter? Die Pupillenform von Tieren birgt die Antwort

Unterschiedliche Lebensweisen profitieren von charakteristischer Pupillenform
© FreeImages.com/Joanie Cahill
Mit Katzenaugen: Die geschlitzte Pupille hilft kleinen Raubtieren dabei, die Entfernung zur Beute einzuschätzen.
Räuberischer Jäger oder friedliches Weidetier? Die Lebensweise eines Tieres lässt sich oft an seiner Pupille erkennen: Senkrechte Schlitze erleichtern die Jagd, waagerecht geschlitzte Pupillen geben Pflanzenfressern den besseren Überblick, wie Wissenschaftler durch Beobachtungen und Computermodelle herausgefunden haben. Befindet sich der Kopf jedoch weit über dem Boden, liefert eine runde Pupille offenbar das beste Bild - deshalb haben wir Menschen keine Katzenaugen.

Ob mit Katzenaugen, Hundeblick oder schafsäugig - die Augen verschiedener Tiere sind sogar sprichwörtlich charakteristisch. Beim Menschen gelten die Augen als Fenster zur Seele, und manche Charaktereigenschaften wollen wir schon an den Augen ablesen. Viele Tiere haben besonders auffällige Augen, und besonders die geschlitzten Pupillen lassen sie für Menschen exotisch erscheinen. Doch warum unterscheiden sich die Pupillenformen so deutlich von Tier zu Tier?