Wissenschaft und Technologie
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Blue Planet

Wissenschaftler entdecken 4 bisher unbekannte Tiefseevulkane vor Sydney

50 Millionen Jahre alte Krater entstanden, als Australien und Neuseeland auseinanderbrachen

© mnf
Die Vulkankette ist rund 20 Kilometer lang, 6 Kilometer breit und bis zu 700 Meter hoch.
Canberra - Eigentlich waren die australischen Wissenschafter auf dem neuen Expeditionsschiff "Investigator" losgefahren, um die Kinderstube jener Hummer ausfindig zu machen, die an den Küsten Australiens beheimatet sind. Und die Biologen um Iain Suthers von der University of New South Wales waren auch erfolgreich: Rund 150 Kilometer vom Festland entfernt fanden sie die Hummerlarven in einem großen Wasserwirbel.

Spektakulärer allerdings erwies sich die Entdeckung, die Richard Arculus von der Australian National University machte, ein Geophysiker, der sich ebenfalls mit an Bord befand: Etwa 250 Kilometer vor Sydney erspähten die Forscher auf Sonaraufnahmen aus einer Tiefe von 4.900 Metern eine 20 Kilometer lange und 6 Kilometer breite Kette von vier bislang unbekannten Tiefseevulkanen.

Light Sabers

Kein Science Fiction, sondern um gleich um die Ecke: Auch Bundeswehr forscht an Laserwaffen - ohne Zustimmung des Bundestags

Schießen mit Licht, besser bekannt unter Laserwaffen, ist schon längst nicht mehr nur ein Relikt aus guten alten Science Fiction Streifen. Während die US-Marine bereits Laserwaffen auf Kampfschiffen testet, forscht auch die Bundeswehr an den Waffen mit Zukunftspotential. Medienberichten zufolge habe die Bundesregierung bereits 80 Millionen Euro in die Forschungen investiert. Dabei soll das Ganze mehr oder weniger ohne Zustimmung des Bundestags erfolgt sein.

Neuer Laser soll Drohnen aufhalten
Laser brauchen keine Munition

Auf dem Übungsgelände von Rheinmetall Defence steht auf einem Pickup eine Puppe mit Maschinengewehr. Die Szenerie erinnert an Bilder aus dem Irak oder Syrien. Plötzlich explodiert eine der Patronen am Gurt des Maschinengewehrs. Ein unsichtbarer, lautloser Laserstrahl hat sich durch das Metall der Patrone gebohrt und diese zerstört.

Solar Flares

Kleine Eiszeit für 2030 angekündigt - Wenn nicht sogar eher

Dass die Sonnenaktivität variiert, stellen Wissenschaftler bereits im 19. Jahrhundert fest. Wie sich die Aktivität der Sonne genau verändert, soll mit einem neuen Modell nun vorhersagbar sein. Demnach droht schon bald eine Kältephase.
Ab 2030 könnte sich die Sonne einfach mal schlafen legen und der Erde eine Mini-Eiszeit bescheren. Davon ist zumindest die Forscherin Valentina Zharkova von Northumbria Universität in Newcastle überzeugt. Die Erkenntnisse basieren auf einem neuen Modell des Sonnenzyklus. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Unterschiede der Sonnenaktivität, die gern auch als Herzschlag der Sonne bezeichnet werden, aus dem tiefen Inneren der Sonne kommen.

Im neuen Modell werde, so erklärte Zharkova bei einem Vortrag auf dem diesjährigen Nationalen Astronomie Treffen in Llandudno (Wales), zusätzlich ein Zyklus nahe der Oberfläche der Sonne betrachtet. Dort gebe es einen zweiten Zyklus sich verändernder Sonnenaktivität. Beide Zyklen durchlaufen einen Zeitraum von rund elf Jahren. Treten die Höhepunkte beider Zyklen zur selben Zeit auf, dann stören sie sich gegenseitig oder heben sich sogar gegenseitig auf, ist sich Zharkova sicher. In diesem Falle sinke die Sonnenaktivität ab 2030 um bis zu 60 Prozent.

Kommentar: Und an Sonnenflecken fehlt es der Sonne schon seit vielen Jahren, ein weiteres Zeichen, dass die Erde sich einer neuen Eiszeit anscheinend annähert:


Cell Phone

Der Alu-Akku kommt: Neue Technologie könnte das Smartphone revolutionieren

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Ein US-Forscherteam hat einen Akku entwickelt, der innerhalb von nur einer Minute vollständig geladen ist. Bislang gibt es allerdings nur einen Prototyp.
Der Lithium-Ionen-Akku ist derzeit das Non-Plus-Ultra auf dem Markt. Keine andere Batterietechnologie speichert so zuverlässig und günstig so viel Energie pro Gewicht. Doch während Forscher auch kleinste Verbesserungen nur noch mit großer Mühe aus der etablierten Technik herauskitzeln, holen andere Batterien mit großen Schritten auf - und könnten schon bald am Lithium-Thron sägen. Der derzeit heißeste Kandidat ist der Aluminium-Ionen-Akku.

Prinzipiell funktioniert dieser Akku gleich wie das Vorbild aus Lithium: Metall-Ionen lösen sich aus der Anode, wandern durch einen Elektrolyten und werden von der Kathode absorbiert. Die Elektronen können dem Ion wegen eines Separators nicht folgen und bleiben in der Anode zurück. Sie müssen sich einen anderen Weg suchen: durch Smartphone, Laptop oder welches Gerät auch immer der Akku betreibt.

Anders als das Lithium-Ion ist das Aluminium-Ion aber gleich dreifach geladen und schickt dementsprechend auch drei Elektronen statt nur einem auf Tour. Dadurch sind prinzipiell Akkus mit einer Energiedichte von über 1000 Wattstunden pro Kilogramm denkbar - die besten Lithium-Ionen-Batterien schaffen nicht mal die Hälfte. Die Akkus wären zugleich leicht und günstig herzustellen - Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste.

Galaxy

Riesiges schwarzes Loch stellt gängige Theorien in Frage

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© Caltech/Nasa/JPL
Künstlerische Darstellung eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxie.
Das Schwarze Loch CID-947 enthielt bereits 1,9 Milliarden Jahre nach dem Urknall die ungewöhnlich große Masse von sieben Milliarden Sonnenmassen. Das entspricht etwa zehn Prozent der Gesamtmasse seiner Wirtsgalaxie. Zudem besitzt die Galaxie trotz der starken Strahlung des supermassereichen Schwarzen Lochs weiter eine hohe Sternentstehungsrate. Das zeigen Beobachtungen eines internationalen Forscherteams mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii. Damit stehe das Objekt im Widerspruch zu den Modellen der gemeinsamen Entwicklung von Galaxien und ihren zentralen Schwarzen Löchern, so die Wissenschaftler im Fachblatt Science.

„Supermassereiche Schwarze Löcher und ihre Wirtsgalaxien entwickeln sich gemeinsam - so die allgemeine Annahme“, schreiben Benny Trakhtenbrot von der ETH Zürich und seine Kollegen. „Die Schwarzen Löcher enthalten am Ende dieser Entwicklung typischerweise 0,2 bis 0,5 Prozent der Masse ihrer Galaxie.“ Die von den wachsenden Schwarzen Löchern ausgehende Strahlung beeinflusst die Bildung neuer Sterne und bläst die zunächst rasante Sternenentstehung schließlich geradezu aus. Während zahlreiche Beobachtungen im älteren Kosmos dieses Modell stützten, sei die Relevanz des Szenarios im jungen Kosmos nicht etabliert, so die Forscher.

Kommentar: Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie erstaunt die Wissenschaftsgemeinde ist, wenn Dinge entdeckt werden, die dem gängigen Modell widersprechen. Vielleicht würde die Plasmakosmologie hier bessere Antworten liefern? Weitere Übersetzungen folgen.


Fireball 5

Kometen als Lebensbringer: Sind die ersten DNA-Bausteine und Mikroorganismen durch Meteoriteneinschläge auf die Erde gelangt?

Kometen als Lebensbringer? Mikroorganismen sollen zum Teil für die merkwürdigen Eigenschaften des Rosetta-Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko verantwortlich sein. Dieser gewagten Hypothese zweier Astrobiologen zufolge bietet der Komet während seines Vorbeiflugs an der Sonne lebensfreundliche Bedingungen für solche Organismen. Derart besiedelte Kometen könnten dann auch der Ursprung irdischen Lebens sein.
© ESA/OSIRIS-Team
Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko, aufgenommen mit Rosettas OSIRIS-Kamrea aus 285 Kilometern Entfernung, am 3.August 2014.
Bilder und Daten vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko zeigen eine fremdartige und überraschend vielseitige Welt: Die ESA-Raumsonde Rosetta fand auf dem Kometen Eisschichten unter einer kohlschwarzen Kruste aus Staub und schroffe Klippen im Wechsel mit staubigen Ebenen. Einige Regionen erinnern an gefrorene Seen. Kreisrunde Löcher deuten auf eingestürzte Hohlräume hin. Parallele Gräben zeugen von Rissen im Eis, vermutlich entstanden durch die Rotation des asymmetrischen, zweiteiligen Kometen.

Aktiver Komet - aktive Mikroorganismen?

Zwei Astrobiologen haben auf einer astronomischen Tagung in Wales nun eine revolutionäre Hypothese über den Kometen vorgestellt: Mikroorganismen könnten einen Anteil an den merkwürdigen Eigenschaften von 67P/Churyumov-Gerasimenko haben, glauben Max Wallis von der University of Cardiff und Chandra Wickramasinghe vom Buckingham Centre for Astrobiology. Die Veränderungen im Eis und im organischen Material des Kometen unter dem Einfluss der Sonne seien die Grundlage dafür - denn sie könnten auch Mikroorganismen das Überleben ermöglichen.


Kommentar: Lesen Sie zu diesem Thema am besten unsere Artikelserie aus dem Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:
© Sott.net
Buch - „Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung. Die geheime Geschichte dieser Welt Bd. 3“

Earth Changes And The Human-Cosmic Connection



R2-D2

Konkurrenz für das Google-Auto? Start-up rüstet normale Pkw mit Auto-Pilot auf

Ein US-Start-up wandelt gewöhnliche Pkw mit Kamera- und Sensortechnologie nachträglich zu selbstfahrenden Autos um. Die Fahrzeuge werden mit einem Auto-Pilot-System ausgestattet - dies kostet rund 10.000 Dollar.

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Modernes Tuning: Eine Kamera auf dem Dach, Sensoren und ein Computer im Kofferraum machen jedes Auto smart, so der Ansatz der Umrüster. (Screenshot)
Wer statt zu lenken lieber gerne vollautomatisch gefahren wird, braucht künftig nicht gleich ein neues Auto zu kaufen. Das Start-up Cruise Automation hat einen Umrüstsatz namens Cruise RP-1 entwickelt, sind mit dem normale Pkw auf dem Highway autonom fahren können. Bei den Autos handelt es sich um den Audi A4 und den S4, die erst nachträglich zu selbstfahrenden Modellen umgewandelt wurden. Dabei kommt das Cruise RP-1 zum Einsatz.

Apple Green

Deutschlands „grüne“ Revolution wird zum Milliardengrab

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Sigmar Gabriel am 2.7. nach der Konferenz im Kanzleramt:
Deutschland zeigt der Welt den Weg!
Nun ja, in gewisser Weise mag das stimmen. - Chris Frey, Übersetzer

Vor nicht allzu langer Zeit hat Präsident Obama Deutschland als ein Beispiel hervorgehoben, wie die USA grüne Energie entwickeln sollten, aber das war vor den Nachrichten, dass der größten Ökonomie Europas für seine grüne Energierevolution das Geld ausgehen könnte.

Deutschlands 412 Milliarden Dollar Plan, sich mit grüner Energie zu versorgen, könnte sich einem neuen Report von Finanzberatern zufolge als finanziell untragbar herausstellen angesichts in den Himmel schießender Energiepreise und der Forderung der traditionellen Kraftwerke nach weiteren Subventionen, um in Betrieb zu bleiben.

„Das notwendige Kapital zur Expansion der Netz-Infrastruktur und für Offshore-Wind kann möglicherweise nur mit Hilfe alternativer und internationaler Investoren aufgebracht werden“, warnt ein Report von Beratern bei Roland Berger und dem World Energy Council WEC.

Kommentar: Wer hätte das gedacht?


Mr. Potato

Wenns ums Überleben geht, "segeln" manche Spinnen übers Wasser

Spinnen gehören oft zu den ersten Besiedlern von neuen Inseln. Doch wie kommen sie dort hin?
© Alex Hyde
Mit Ausnahme der spezialisierten Wasserspinne (Argyroneta aquatica) gelten Seen oder gar das Meer nicht als bevorzugter Aufenthaltsort von Spinnen. Und dennoch müssen die Achtbeiner damit rechnen, dort zu landen, wenn sie sich mit Hilfe ihrer Spinnenseide vom Wind verwehen lassen. Landen sie tatsächlich auf dem Wasser, machen zumindest Baldachinspinnen aus der Not eine Tugend, wie ein Team um Morito Hayashi von der University of Nottingham in BMC Evolutionary Biology beschreibt: Die Arachniden nutzen dann ihren Körper und ihre Seidenballons, um über das Gewässer zu segeln oder eine Art Wasserski zu fahren, beobachteten die Biologen. Alle Spinnen hatten wasserabweisende Strukturen an ihren Füßen, die es ihnen erleichterten, an der Oberfläche zu bleiben.

Wurden sie vom Wind auf einen See verblasen, richteten sie ihre Beine oder den Hinterleib auf, um Brisen einzufangen und sich von diesen vorwärts treiben zu lassen. Mitunter hefteten sie Spinnfäden an treibende Objekte, um sich von diesen über das Wasser ziehen zu lassen oder um sich daran zu den Schwimmhilfen zu hangeln. Manche der Tiere ließen sogar ihre Seide einfach so ins Wasser ab, damit diese wie eine Art Anker fungiert und die Reise entschleunigt. Dieses Verhalten könnte erklären, warum Spinnen meist zu den ersten Wirbellosen gehören, die selbst entfernte ozeanische Inseln besiedeln. Oft werden sie tatsächlich mit dem Wind dort hin verdriftet, doch selbst eine Wasserung muss nicht das Ende ihrer Reise bedeute. "Schon Darwin hatte fliegende Spinnen fernab vom Land registriert, die auf der Beagle landeten. Da Spinnen aber reine Landtiere sind, fragte er sich, warum sie sich immer noch mit ihren Fäden absichtlich vom Wind forttragen lassen? Schließlich handelt es sich dabei um ein höchst riskantes Verhalten: Sie können nicht steuern, wohin es sie treibt", so Hayashi.

Rocket

Russland eilt zur Rettung: Progress-Rakete erfolgreich gestartet und auf dem Weg zur ISS mit Nahrungsmitteln

Aufatmen in der Raumfahrt: Nach zwei Verlusten von Nachschub für die ISS-Besatzung sind nun Lebensmittel unterwegs. Mit dem erfolgreichen Start ist der heikelste Teil der Mission erledigt. Doch wird der unbemannte Raumfrachter auch problemlos andocken?
© NASA
Fast fünf Tage nach dem Absturz des US-Raumfrachters Dragon bringt Russland mit einem neuen Versorgungsflug dringend benötigten Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS). Der unbemannte Frachter Progress mit zweieinhalb Tonnen Fracht an Bord hob am Freitag um 6.55 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) ab. Die russische Raumfahrtbehörde sprach von einem "erfolgreichen Start".

Das Andocken ist für diesen Sonntag (5. Juli) um 9.13 Uhr MESZ geplant. An Bord der Progress sind auch frische Nahrungsmittel, Sauerstoff sowie Trinkwasser für die drei Raumfahrer.

Spannung vor dem Start

Der Start mit einer Sojus-Rakete war mit Spannung erwartet worden, nachdem bereits im April auch ein russischer Progress-Frachter abgestürzt war. Nach der Dragon-Panne am vergangenen Sonntag hatten sich erste Sorgen wegen möglicher Engpässe auf der ISS breitgemacht.


Acht Minuten nach dem Start befand sich das Raumschiff nun auf einer sicheren Umlaufbahn, wie Roskosmos weiter mitteilte. Die Raumfahrtexperten wählten diesmal einen traditionellen Zweitageflug zur ISS statt der möglichen Sechs-Stunden-Mission.