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Sa, 06 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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Nuke

Die Gier nach Rohstoffen und die Suche nach Atommüllendlagern gefährden den weltweiten Frieden und die Sicherheit

Spätestens seit dem Ukraine-Konflikt, ist er wieder in aller Munde: ein neuer Kalter Krieg zwischen Russland und dem Westen - und dies nicht erst seit dem Ukraine-Konflikt, sondern auch in Bezug auf den Kampf um die Rohstoffe, so z.B. in der Arktis.

Dass nun ausgerechnet, das durch die Erderwärmung ausgelöste Abschmelzen des Polareises einen Kalten Krieg um Rohstoffe am Nordpol auslösen soll, entbehrt nicht einer gewissen Ironie - und Scheinheiligkeit, denn während westliche Staatschefs bei Klimakonferenzen lauthals den Klimawandel beklagen (Klimavertrag von Paris: Erfolg und Misserfolg führen zu einer Weltregierung), kommt ihnen dieser möglicherweise gar nicht so ungelegen, wenn es stimmt, dass das Abschmelzen des Eises in den Polarregionen (Treib)hausgemacht ist und zufällig den Weg zur Förderung kostbarer Bodenschätze frei macht (Die Klimaente zum Jahreswechsel: Der Nordpol taut mitten im Winter (Video)).

Anrainerstaaten erheben Anspruch auf Territorium am Nordpol

So erhob Russland bereits 2007 Anspruch auf einen Teil der Arktis, indem es am geografischen Nordpol mit Hilfe eines U-Boots in 4261 Meter Tiefe eine russische Flagge in den Meeresboden rammte und es hat 2015 erneut seine Präsenz in der Region demonstriert, indem es Kriegsschiffe aus dem Heimathafen Seweromorsk in die Barentssee entsendet hat.

Nebula

Todesstern in Zeitlupe: Super-massives schwarzes Loch schießt Jet 300.000 Lichtjahre weit

© nasa.gov
Eine Szene die an Star Wars erinnert. Die NASA veröffentlichte ein Bild, auf dem zu sehen ist was passiert, wenn der Energieausbruch eines super-massiven schwarzen Lochs sich quer durch eine Galaxie bewegt.

Eine Zusammenstellung von Bildern, die über die Zeit von 15 Jahren vom Chandra X-ray Observatory aufgenommen wurden sieht wie der Superlaser des Todessterns aus.

Aber keine Angst: Das Phänomen ist fast 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und ist ein ganz normaler Vorgang in der Natur des Universums.

Es zeigt "eine gewaltige Gravitationsenergie" durch den intergalaktischen Raum wirbeln.

Lesen sie hier weiter auf Englisch: Slow-motion Death Star: Super-massive black hole blast travels 300,000 light years (PHOTO)
Übersetzt aus dem Original von Sott.net.

Beaker

Forscher bauen das kleinstes Fachwerk der Welt - Fast so stabil wie Diamant

Fast so fest wie Diamant: Forscher haben die kleinste Strebenkonstruktion der Welt erzeugt: Ein Metamaterial, dem nur 200 Nanometer dicke Streben aus glasartigem Kohlenstoff die Festigkeit verleihen. Dieses Nano-Fachwerk ist nicht nur fünffach kleiner als alle bisher bekannten Mikrogerüste, es ist außerdem noch sehr leicht und besonders fest: Im Verhältnis Dichte zu Stabilität wird es nur vom Diamant übertroffen, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Materials" berichten.

© J. Bauer/ KIT
Das weltweit kleinste Fachwerk im Elektronenmikroskop
Metamaterialien sind im Nanomaßstab so maßgeschneidert, dass sie ungewöhnliche und besonders günstige Eigenschaften besitzen. Sie sind beispielsweise besonders stabil, brechen das Licht auf spezielle Weise und aus ihnen lassen sich sogar Tarnkappen und Tarnmäntel konstruieren. Jens Bauer vom Karlsruher Institut für Technologie haben nun ein Metamaterial konstruiert, das besonders leicht, aber trotzdem stabil ist.

Fachwerk-Streben im Nanometer-Maßstab

Vorbild für das neuen Material waren dabei verstrebte Strukturen der Natur: "Leichtbau-Werkstoffe wie Knochen und Holz findet man überall in der Natur", erklärt Bauer. "Sie vereinen hohe Tragkraft und kleines Gewicht und sind so ein Vorbild für mechanische Metamaterialien für technische Anwendungen."

Mars

Simulation der Mars-Umgebung: Antarktische Schleimpilze überleben 18 Monate außerhalb der ISS

Viterbo (Italien) - 18 Monate lang haben Schleimpilze aus der Antarktis in einem Experimentalkontainer außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS) überlebt, während derer sie Bedingungen ausgesetzt waren, wie sie heute noch auf dem Mars vorherrschen. Einige der Proben überstanden zudem auch extremste Weltraumbedingungen.
© S. Onofri et al.
Kryptoendolithische Mikroorganismen u.a. Kryomyzeen (s. Mirkokopaufnahme r.) bevölkern kleinste Risse in Quarzkristallen.
Wie die Forscher um Professor Silvano Onofri von der Università degli Studi della Tuscia und Rosa de la Torre Noetzel vom spanischen Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA) aktuell im Fachjournal Astrobiology berichten, waren nach 18 Monaten noch 60 Prozent der Zellen der sogenannten Kryptoendolithen, Cryomyces antarcticus und Cryomyces minteri (s.Abb.) noch intakt und wiesen eine weiterhin stabile DNA auf. Gemeinsam mit einigen Kleinstflechten, gehören die mikroskopischen Schleimpilze zu den wenigen Lebewesen, die unter den extrem lebensfeindlichen Bedingungen in den McMurdo-Trockentälern der antarktischen Region Viktorialand - und damit in einer der trockensten und windigsten Gegenden der Erde - überleben können. Die hier vorherrschenden Umstände vergleichen Wissenschaftler mit den Bedingungen auf der heutigen Marsoberfläche.

Mars

Übereinstimmungen mit irdischen Ablagerungen: Mikroben auf dem Mars

Tempe (USA) - Auf Aufnahmen des NASA-Mars-Rovers „Spirit“ glauben US-Astrogeologen Strukturen entdeckt zu haben, bei denen es sich um Hinterlassenschaften von Mikroben handeln könnte. Tatsächlich gehen die Übereinstimmungen mit irdischen Silikatablagerungen, die das Resultat von biologischer Aktivität sind, in diesem Fall über die reine Ähnlichkeit zwischen Mars und Erde hinaus.
© NASA/JPL-Caltech
Im Mars-Krater Gusev hat der NASA-Rover „Spirit“ Silikatformationen entdeckt, die das Ergebnis mikrobischer Aktivität sein könnten.
Schon 2008 vermeldete „Spirit“ die Entdeckung von Ablagerungen des Minerals Opal im Marskrater Gusev. Doch das Mineral alleine ist nichts wirklich Ungewöhnliches: „Es ist seine Form: Seine äußeren Schichten sind mit kleinsten Knötchen bedeckt, die wie Blumenkohl ausschauen, der aus der roten Marserde treibt“, erläutern Steven Ruff und Jack Farmer von der Arizona State University und vergleichen die Strukturen mit von Mikroben erzeugten biogenen irdischen Stromatholiten.

Wie die beiden Wissenschaftler bereits Ende vergangenen Dezembers auf dem Jahrestreffen der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco darlegten, seien es kürzliche Entdeckungen in der chilenischen Atacama-Wüste, die darauf hindeuten, dass die Opal-Silikate von Mikroben in die ungewöhnliche Form gebracht wurde.

Kommentar:


Sun

Das Elektrische Universum - Teil 17: Die Erdung der Sonne

© Sott.net

Teil 2: Der Begleiter der Sonne und der dazugehörige Kometenschwarm


Kapitel 17: Die Erdung der Sonne

Okay, lasst uns an dieser Stelle ein wenig rekapitulieren. Die Theorie des elektrischen Universums postuliert, dass Kometen, Planeten und Sterne gigantische Kondensatoren sind, welche konstant elektrische Ladungen untereinander austauschen und sich hin und wieder kräftig entladen. Im Fall der Sonne treten Entladungen zwischen ihrer Oberfläche und ihrer Doppelschicht, auch bekannt als Langmuir-Mantel, auf, welche sich hinter dem Pluto-Orbit befindet. Diese Entladungen nehmen die Form gewaltiger solarer Explosionen an, die einen kraftvollen Sonnenwind aus ionisierten Partikeln erzeugen, welche in Richtung der Grenzen des Sonnensystems strömen. Die Nettoladung dieses Sonnenwindes ist leicht positiv. Begleitet wird der Sonnenwind durch einen Elektronendrift in die entgegengesetzte Richtung, von der Heliosphährengrenze zur Sonne (siehe Abbildung 48).

© Sott.net
Abbildung 48: Die Sonne erzeugt einen permanenten Fluss aus Ionen und Strahlung. Wo kommt diese Energie her?

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Family

Pottwale haben komplexe Sozialstruktur mit Netzwerken aus Klans und Bildung von Sprachfamilien

Für Pottwale sind Familienbande nicht alles: Sie schließen sich nach Vorlieben bei der Kommunikation zusammen - ein Mechanismus, der gewöhnlich nur Menschen zugeschrieben wird.
© ShaneGross - Bigstock
Pottwal
Pottwale durchstreifen bekanntermaßen in Familienverbänden die Weiten der Ozeane. Doch außerhalb der Verwandtschaft bilden die Großwale ein übergeordnetes Netzwerk aus Klans, für dessen Zusammenhalt einzig ihre kommunikativen Vorlieben ausschlaggebend sind. Zu diesem Ergebnis kommen Verhaltensforscher um Mauricio Cantor von der Dalhousie University in Halifax.

Sie haben mehr als 18 Jahre lang Daten zu Sozialverhalten und Kommunikation von Pottwalen im östlichen Pazifik zusammengetragen. Dabei stießen sie auf eine bemerkenswert komplexe Sozialstruktur, deren Entstehung mit den bisher gängigen Annahmen nicht zu erklären sei.

Kommentar:


Megaphone

Studie offenbart die extreme Lärmbelastung der Meeresbewohner im Mittelmeer

Fische, Wale und Delfine im Mittelmeer schwimmen mancherorts im Höllenlärm. Zu diesem Schluss kommen Wissenschafter aus Frankreich, Italien, der Schweiz und den USA, die erstmals nun eine Karte der Lärm-Hotspots im Mittelmeer erstellt haben.

Vor allem die in den vergangenen Jahren intensivierte Suche nach Öl- und Gasvorkommen mittels Schallkanonen sei ein großes Problem, sagte die Co-Autorin der Studie, Silvia Frey. „Das ist viel, viel lauter als ein startender Düsenjet.“

Dazu kämen als permanente Geräuschquelle die durchschnittlich etwa 1.500 Handelsschiffe, die zu jedem Zeitpunkt im Mittelmeer unterwegs seien (Studie: Explosion der Deepwater Horizon Ursache für Delfinsterben).

Steigender Stressfaktor

Die Studie im Auftrag des Abkommens zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer (ACCOBAMS) hat die Lärmquellen im Zeitraum von 2005 bis 2015 erfasst. Dafür wurden Daten von 1446 Häfen, 228 Ölplattformen, 830 seismischen Explorationsgebieten, sieben Millionen Schiffspositionen, frei zugänglichen Angaben zu militärische Aktivitäten und 52 Windfarmprojekten erfasst.

Kommentar: Das Sonar von Schiffen und U-Booten, der Lärm von Öl-Bohrplattformen, Schiffsverkehr tragen mit Sicherheit ebenfalls zu den immer häufiger werdenden Walstrandungen bei.


X

Wissenschaftler melden falsche Ergebnisse wegen Softwarefehler: Es gab keine Rückwanderung vor 3000 Jahren nach Afrika

Im Oktober 2015 gab eine Forschergruppe von der University of Cambridge bekannt, dass ihre genetischen Vergleiche mit modernen afrikanischen Populationen ergaben, dass die prähistorischen Eurasier vor etwa 3.000 Jahren zurück nach Afrika wanderten (wir berichteten). Nun rudern sie zurück und berichten, dass ihre Ergebnisse auf einen Softwarefehler beruhten.
© Kathryn and John Arthur
Die britischen Wissenschaftler hatten das erste vollständige Genom eines 4.500 Jahre alten Afrikaners rekonstruiert, dessen Überreste im Jahre 2012 in der Mota-Höhle des südlichen äthiopischen Hochlandes aufgefunden wurde. Die Analyse seines DNA-Materials zeigte damals, dass seinem Erbgut signifikante genetische Eigenschaften fehlen, die jedoch im Genom heutiger Afrikaner zahlreich vorzufinden sind. Das sehen die Forscher als Bestätigung vorangegangener Studien an, dass vor etwa 3.000 Jahren eine große Menschenmasse innerhalb eines kurzen Zeitfensters vom heutigen Anatolien bzw. den Nahen Osten zum Horn von Afrika geflüchtet zu sein scheint.

Comet

Mega Gaswolke rast mit mehr als einer Millionen km/h auf Milchstraße zu

© Saxton/Lockman/NRAO/AUI/NSF/Mellinger
Die auf die Milchstraße zurasende Smith-Wolke in Falschfarben
Eine gewaltige unsichtbare Wolke aus Wasserstoffgas rast mit einer Geschwindigkeit von rund 1,126.500 Kilometern pro Stunde auf die Milchstraße zu. Die sogenannte Smith-Wolke wurde bereits 1963 entdeckt, doch erst jetzt fandenUS-Astronomen mithilfe des Weltraumteleskops "Hubble" heraus, dass sie vor 70 Millionen Jahren in den äußeren Regionen der Galaxis entstanden sein dürfte.

Jetzt, so zeigen Messungen, ist die interstellare Highspeed-Wolke, die 11.000 Lichtjahre lang, 2500 Lichtjahre breit und circa 8000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, quasi wie ein Boomerang wieder auf dem Weg zurück Richtung unserer Heimatgalaxie. Mit rund 310 Kilometern pro Sekunde bewegt sich die Wasserstoffwolke, die vermutlich von Dunkler Materie umhüllt ist, auf die Milchstraße zu und wird diese Berechnungen zufolge in etwa 30 Millionen Jahren erreichen.

© NASA/ESA/A. Feild (STScI)
Künstlerische Illustration: Die Position der Smith-Wolke heute..