Die Welle 3
Wissenschaft und Technologie
In der berühmten Fundstätte von Burgess Shale in Kanada haben Paläontologen einen besonderen Fund gemacht: In dem feinkörnigen Gestein stießen sie auf 505 Millionen Jahre alte Fossilien seltsamer, penisförmiger Würmer. Wie ihre heutigen Verwandten, die Eichelwürmer, glichen diese Weichtiere verblüffend dem Geschlechtsteil eines Menschen. Noch wichtiger aber: Der Fund repräsentiert die ältesten Vertreter der Tiere, aus denen später die Wirbeltiere und damit der Mensch hervorgingen. Der Urzeit-Wurm ist damit ein wichtiges Bindeglied der Evolution, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten.
Im Zeitalter des Kambrium, vor mehr als 500 Millionen Jahren, bevölkerten bizarre Kreaturen die Meere unseres Planeten. Räuberische Krabbler mit zahlreichen Beinen dafür ohne Augen, festsitzende Armfüßer und zahlreiche wurm- und schwammähnliche Geschöpfe. Viele dieser urtümlichen Lebewesen sind bis heute unbekannt, denn vor allem von denen, die keine Panzer oder Knochen besaßen, blieben nur selten Fossilien erhalten. Für die Evolution und daher auch für die Paläontologie ist das Kambrium aber ein entscheidender Punkt in der Entwicklungsgeschichte des Lebens, denn in dieser Zeit entstanden die Vorfahren nahezu aller heute lebenden Tiergruppen.
Wenn Roboter Bob nicht mehr weiter weiß, schaut er einfach im Internet nach - auf "RoboEarth". Denn diese neu entwickelte Cloud-Plattform speziell für Roboter, ermöglicht es diesen, gelerntes Wissen auszutauschen und Berechnungen online durchzuführen. Die Roboter können so neue Fertigkeiten lernen und komplett neue Aufgaben übernehmen - und das ohne dass sie selbst schwere Computergehirne und Speicher mit sich herumtragen müssen. Erste Modellprojekte mit der Plattform laufen bereits.
Navigationsroboter tauschen über das Internet Karten aus, Hilfsroboter im Krankenhaus oder Pflegeheim laden sich selbst Beschreibungen von Getränkeflaschen herunter, um diese im Kühlschrank zu finden und den Patienten bringen zu können und der Haushaltsroboter informiert sich über das neugekaufte Objekt seiner Besitzer, das plötzlich mitten im Wohnzimmer steht. Das alles klingt futuristisch, ist aber bereits Realität. Möglich wird dieser Austausch durch eine Cloud-Plattform speziell für Roboter, die jetzt von Wissenschaftlern von fünf europäischen Universitäten entwickelt worden ist.
Görlitz (Deutschland) - Die Hinweise auf die genaue Zusammenstellung der Speisekarte des Wolfes liefert das Senckenberg-Forschungsinstitut in Görlitz, dessen Forscher zehn Jahre lang insgesamt 2.000 Kotproben von Wölfen aus der sächsisch-brandenburgischen Lausitz analysiert haben.
Baltimore (USA) - Während "Moore's Law" ursprünglich nur auf besagte Weiterentwicklung der Mikrochiptechnologie Anwendung fand, stellte sich nach und nach heraus, dass das Prinzip auch auf anderen Feldern gefunden werden kann. So lässt sich durch Übertragung des Gesetzes beispielsweise auch das erstmalige Erscheinen wissenschaftlicher Publikationen (deren Anzahl sich im Zeitraum von 1960 und 1990 rund alle 15 Jahre in etwa verdoppelte) zu Beginn des 18. Jahrhunderts korrekt ermitteln.
Berkeley (USA) - Während Wissenschaftler schon zuvor grundlegende organische Moleküle wie Aminosäuren etwa im Innern von Meteoriten entdeckt hatten, war es bislang nicht möglich, darin auch komplexe molekulare Strukturen nachzuweisen, wie sie als Voraussetzung für die irdische Biologie gelten. Auf diesem Umstand basierend, schlussfolgerten die meisten Wissenschaftler bislang, dass die wirkliche komplexe 'Chemie des Lebens' auf der Erde selbst - etwa in den Ozeanen - entstanden sein müsse.
Noch sind die Daten zu ungenau. Niemand weiß, was im Oktober 2014 wirklich geschehen wird. Tatsache aber ist, dass ein sehr großer Komet dann im Extremfall sogar mit unserem äußeren Nachbarplaneten Mars kollidieren könnte. Das Objekt geriet am 3. Januar erstmals ins Visier eines automatisierten Suchsystems am australischen "Siding-Spring-Observatorium".
Köln (Deutschland) - Aus wissenschaftlicher Sicht war und ist die Mission "Herschel", mit der zum Beispiel die Geburt von neuen Sternen zu beobachtet werden konnte, ein voller Erfolg.
"Wir waren mit Herschel quasi im Kreißsaal bei der Geburt von Sternen dabei", betont Christian Gritzner vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit den Instrumenten PACS, HIFI und SPIRE sah das Teleskop mit seinem 3,50-Meter-Spiegel in verschiedenen Wellenlängen durch Staub- und Gaswolken. "Die Wissenschaftler konnten so durch diesen scheinbar undurchdringlichen Nebel blicken und komplizierte Strukturen erkennen, die optische Teleskope nicht sehen." Das bisher größte Teleskop, das jemals im Weltraum geflogen ist, spürt dafür die Wärme von Sternen, Galaxien und Nebeln auf und kann dabei selbst noch extrem schwache Wärmestrahlung erkennen. Aber auch Planeten, Asteroiden und Kometen in unserem Sonnensystem wurden durch Herschel beobachtet.
Grenoble (Schweiz) - Wie die Forscher in einer Pressemitteilung berichten, kann die kleine einzellige Alge - Coccomyxa actinabiotis - eine Strahlendosis von 20.000 Gy problemlos überstehen. Dieser Wert das entspricht der 2.000-fachen Menge der für den Menschen letalen Dosis. Damit ist die Alge der erste bekannte eukaryotische Organismus (im Gegensatz zu prokaryotischen Zellen besitzen eukaryotische Zellen einen Zellkern, der von einer Membran umgeben ist. Der abgegrenzte Zellkern trägt die DNS in Form von Chromosomen in sich), der eine so hohe Strahlung absorbieren kann. Bisher waren nur Bakterien wie das Deinococcus radiodurans dazu fähig.



















Kommentar: Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die kosmische Verbindung
Wie herabstürzende Himmelskörper, Kriege, die Pest und Hexerei miteinander zusammenhängen