Wissenschaft und Technologie
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Comet 2

Neue und unbekannte Kometenart im Sonnensystem entdeckt - Bewegt sich auf uns etwas zu?

Das Sonnenobservatorium SOHO liefert nicht nur wichtige Informationen über unser Zentralgestirn, sondern hat inzwischen mehr Kometen entdeckt, als die besten menschlichen Kometenjäger. Die meisten Kometen, die auf den SOHO-Bildern aufgespürt werden, überleben die Sonnenpassage nicht und gehören zudem alle einer Familie an. Komet Nummer 2.875 jedoch war anders.
Das Solar & Heliospheric Observatory (SOHO) ist ein Weltraum-Sonnenobservatorium, das von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA und der europäischen Weltraumagentur ESA gemeinsam betrieben wird. Es wurde im Dezember 1995 gestartet und hat seitdem nicht nur wertvolle Daten über unser Zentralgestirn zur Erde geschickt, sondern auf seinen Bildern wurden auch unzählige Kometen entdeckt.

Das Aufspüren eines Kometen, der in das Sichtfeld von SOHO wandert, ist also im Grunde genommen nichts wirklich Aufregendes mehr. Allerdings gibt es immer wieder Kometen, die irgendwie anders sind, als die normalerweise aufgespürten Brocken. Dies gilt insbesondere für den 2.875. von SOHO entdeckten Kometen, den das Teleskop vom 18. bis 21. Februar beobachtete.

Kommentar: Könnte es eine Auswirkung unseres Zwillingsstern sein, der durch die Interaktion mit unserem Sonnensystem neue Objekte in das Sonnensystem fördert, oder sich die Erde in andere Bereiche bewegt, wo mehr und andere Kometen vorhanden sind?




Butterfly

Schöner Schnappschuss: Komet Lovejoy von Dark Energy Camera aufgenommen

Dark Energy Camera gelingt eindrucksvoller Schnappschuss des grünen Kometen
© Fermilab’s Marty Murphy, Nikolay Kuropatkin, Huan Lin and Brian Yanny.
Komet 2014 Q2 (Lovejoy), am 27. Dezember 2014.
Wenn die leistungsstärkste digitale Kamera der Welt ihren Blick auf den leuchtend grünen Kometen Lovejoy richtet, dann muss ein eindrucksvolles Bild dabei herauskommen - und das ist es auch. Unglaublich klar sind die Details des Kometenschweifs zu erkennen, obwohl der Komet zum Zeitpunkt der Aufnahme gut 80 Millionen Kilometer von der Erde entfernt war.

Eigentlich fahndet sie nach Hinweisen auf die Dunkle Energie und die Expansion des Universums: Die Dark Energy Camera sitzt am Victor M. Blanco Teleskop in Chile und nimmt mit ihrem Ensemble aus 62 CCDs jedes Detail in einem 5.000 Grad im Quadrat messenden Ausschnitt des Südhimmels auf. Sie ist besonders sensibel im Nahinfrarot, um auch das stark rotverschobene Licht ferner Objekte aufzeichnen zu können.

Am 27. Dezember 2014 allerdings war nicht der fernen Kosmos im Visier der Kamera, sondern ein verhältnismäßig nahes Objekt: der Komet Lovejoy. Als grüner Lichtpunkt war er in dieser Zeit sogar mit bloßem Auge am Himmel sichtbar.

Kommentar: Die Schneeball-Theorie eines Kometen ist veraltet. Laut der "Elektrisches Universum"-Bewegung sind Kometen reguläre Felsbrocken, die durch elektrische Entladungen einen Schweif entwickeln. Hierbei bildet der Komet einen 'Kurzschluss' zwischen der Sonne (positiv geladen) und dem äußeren Sonnensystem (negativ geladen), wobei der Schweif lediglich der sichtbare Teil des Ionen-Stroms ist. Das nachgewiesene Wasser rund um Kometen entsteht durch Sputtering von negativ geladenen Sauerstoff-Ionen aus dem Silikat-haltigen Mineralien, die sich mit dem Wasserstoff des Ionen-Stroms bzw. Sonnenwind verbinden. Im Koma eines Kometen können daher einige Tonnen Wasser pro Tag gebildet werden.


Moon

Weiße Flecken bzw. Lichter auf Zwergplaneten Ceres: Spektakuläre Detailaufnahmen bleiben rätselhaft

Neuste Aufnahmen der Bordkameras der NASA-Sonde "Dawn" liefern spektakuläre Aufnahmen der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres aus nun nur noch rund 46.000 Kilometern Entfernung. Schon am 6. März soll die Sonde den größten Körper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter erreichen und somit die erste Raumsonde sein, die einen Zwergplaneten aus der Nähe untersucht. Die weißen Flecken auf der Planetenoberfläche bleiben jedoch immer noch rätselhaft. Der größte weiße Fleck auf Ceres sorgt derweil für eine erste Überraschung.

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© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Der hellste weiße Fleck auf Ceres hat einen kleinen Begleiter – bleibt aber weiterhin rätselhaft.
Göttingen (Deutschland) - Besonders beeindruckt zeigen sich die Wissenschaftler von den unterschiedlichen Kraterformen: "Neben zahlreichen eher kleineren, flachen Kratern zeigen die Bilder auch solche Einschlagsbecken, in deren Mittelpunkt sich ein Berg aufgetürmt hat", erläutert die Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig für das Kamerasystem an Bord der NASA-Sonde verantwortlich ist. Einige der Krater auf der Ceres-Oberfläche könnten Durchmesser von ungefähr 300 Kilometern haben.

Kommentar: Es ist mittlerweile unbestreitbar, dass das Standardmodell unseres Universums und damit auch unseres Sonnensystems so nicht stimmen kann. Das elektrische Modell kann einige der Phänomene, die wir beobachten können, dazu zählen auch Kometen und Asteroiden und Zwergplaneten, besser erklären. Einige Artikel von elektrisches-universum.de und thunderbolts.info können Ihnen einen guten ersten Einblick in diese Materie geben.

Pierre Lescaudron erklärt in seinem neuen Buch ausführlich warum die Mainstream Annahmen über die Beschaffenheit von Kometen, Asteroiden und Planeten und wie sie agieren und reagieren, fast alle falsch sind. Das Universum wird im hohen Maße durch Elektrizität geprägt. Auf Via Veto können Sie mehr darüber erfahren.

Diese Lichter und "komisch" geformten Krater auf Ceres könnten durchaus auf elektrische Prozesse zurückzuführen sein.


Mars

Curiosity-Rover auf dem Mars zerstört organische Verbindungen, statt sie zu finden

Da es auf der Erde nur unter Mitwirkung von Wasser gebildet werden kann, gilt das erstmals 2004 auch auf dem Mars nachgewiesene Mineral Jarosit als Indiz dafür, dass auf dem Roten Planeten einst flüssiges Wasser - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens - existierte. Jetzt haben britische Wissenschaftler jedoch festgestellt, dass es eben dieses Jarosit ist, dass gerade in Verbindung mit der vom Mars-Rover Curiosity zur Suche von organischen Verbindungen eingesetzten Technologie dazu führt, dass eben diese Verbindungen unwiederbringlich zerstört werden.
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© Christian Rewitzer, CC BY-SA 3.0 (Wikipedia Commons)
Archivbild: Kristalline Form von Jarosit.
London (England) - Wie die Forscher um Professor Mark Sephton vom Imperial College London und Kollegen vom Natural History Museum aktuell im Fachjournal Astrobiology berichten werden, haben sie die Technologie jenes Bordinstruments der mobilen Laboreinheit "Curiosity" der aktuellen NASA-Marsmission "Mars Science Laboratory" (MSL) detailgetreu nachgebaut, mit dem der Rover im Marsboden nach organischen Verbindungen sucht.

Vader

Vorsicht Missbrauchspotential: Falsche Erinnerungen erzeugt, um jemandem ein Verbrechen anzuhängen

Ist es möglich, dass man Sie eines Tages dazu bringt, ein Verbrechen zu gestehen, das Sie nie begangen haben - weil Sie sich nicht daran erinnern, dass sie es nicht begangen haben? Wie kann es sein, dass Sie nicht wissen, dass Sie ein Verbrechen nicht begangen haben? Vielleicht, weil Ihr Gehirn manipuliert wurde, sodass Sie sich nicht mehr erinnern können, dass Sie unschuldig sind. Es klingt verwirrend oder bizarr, aber neue Untersuchungen lassen darauf schließen, dass so etwas tatsächlich bereits vorgekommen ist, die Folgen sind ungeheuerlich.

© agsandrew/Shutterstock
Laut einer Pressemitteilung der amerikanischen Psychologenorganisation Association of Psychological Science ergab eine wissenschaftliche Studie, die in der Verbandszeitschrift Psychological Science veröffentlicht wurde, Hinweise aus tatsächlich vorgekommener fälschlicher Verurteilung, dass Verdächtigte von den Behörden auf eine Weise befragt werden, die sie zu der fälschlichen Annahme veranlassen könnte, Verbrechen begangen zu haben, die sie nicht begangen haben, und diese zu gestehen.

Wie die Organisation mitteilt, liefert die neue Untersuchung »Labor-basierte Beweise für dieses Phänomen, wonach unschuldige erwachsene Teilnehmer innerhalb weniger Stunden davon überzeugt werden können, im Teenager-Alter schwere Verbrechen, wie etwa einen bewaffneten Überfall, begangen zu haben«.

Nach Angaben der Forscher zeigen die Daten, dass Teilnehmer in solchen Fällen Geschichten, die man ihnen erzählte, allmählich internalisiert hatten und dann anschauliche Einzelheiten darüber lieferten, obwohl sie erfunden waren.

Info

Phänomen des dritten Mannes geklärt? Neurologen erzeugen Geister-Illusion

Für Naturwissenschaftler existieren Geister lediglich in unserer Fantasie. Aus diesem Grund, so der Hintergrund einer aktuellen Studie von Schweizer Neurowissenschaftlern, müssen also auch jene Geister, von denen sich einsame Bergsteiger und verschollene Überlebende, aber auch zahlreiche Patienten mit neurologischen oder psychiatrischen Krankheiten wie Epilepsie und Schizophrenie begleitet und beobachtet fühlen, auch "nur" in unserem Inneren existieren. Im Labor ist es ihnen nun gelungen, zumindest eine solche Geister-Illusion gezielt hervorzurufen.

© The Third Man Factor, by John Geiger
Künstlerische Darstellung des "Phänomens des dritten Mannes". Schon viele Bergsteiger und Überlebende berichteten von der Anwesenheit geisterhafter Begleiter in Extremsituationen
Lausanne (Schweiz) - Wie die Forscher um Giulio Rognini und Olaf Blanke von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) aktuell im Fachjournal "Current Biology" (DOI:10.1016/j.cub.2014.09.049) berichten, zählt auch der Bergsteiger Reinhold Messner zu den berühmtesten Zeugen eines solchen sogenannten "Phänomens des dritten Manns": Am 29. Juni 1970 war er gemeinsam mit seinem Bruder beim auszehrenden Abstieg vom Nanga Parbat. Frierend, erschöpft und von Sauerstoffarmut mitgenommen, berichtete Messner später von einer höchst eigenartigen Erfahrung in der kargen Landschaft, die er mit vielen Bergsteigern und Extremüberlebenden teilt: "Plötzlich war da ein dritter Mann, der mir den Weg gewiesen hat. Dieser dritte Mann ging sogar voraus, ich habe ihn sogar gesehen".

Auch Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Störungen berichten von ähnlichen Wahrnehmungen unsichtbarer Begleiter, Schutzengel oder auch Dämonen.

Dem Team um Rognini und Blanke ist es nun gelungen, eine solche "Illusion", also die Vorstellung von der Anwesenheit eines unsichtbaren Begleiters, im Labor gezielt zu erzeugen.

Kommentar:
Die Welt ist nicht nur seltsamer, als wir sie uns vorstellen, sondern auch seltsamer, als wir uns vorstellen können.
~ J.B.S. Haldane



Galaxy

Überraschung: Fremder Zwergstern durchquerte vor 70.000 Jahren unser Sonnensystem

Es ist gerade einmal 70.000 Jahre her, dass ein fremder Zwergstern die äußeren Regionen unseres Sonnensystems durchquerte. Zu dieser erstaunlichen Schlussfolgerung kommt ein internationales Astronomenteam. Damit wäre der Zwergstern unserer Sonne fünf mal näher gekommen als unser heutiger nächster Nachbarstern Proxima Centauri.
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© Michael Osadciw/University of Rochester
Künstlerische Darstellung des roten Scholz' Sterns in Begleitung eines Braunen Zwergsterns (Vordergrund) bei ihrer Annäherung an die Sonne (l.).
Rochester (USA) -Wie die Forscher um Eric Mamajek von der University of Rochester und Kollegen aktuell im Fachjournal The Astronomical Journal Letters berichten, haben sie die Bewegungen des roten Zwergsterns (WISE J072003.20-084651.2), der nach seinem Entdecker auch als "Scholz' Stern" bezeichnet wird, untersucht und rückberechnet.

Dabei haben die Wissenschaftler festgestellt, dass der heute rund 20 Lichtjahre von der Sonne entfernte Stern vor rund 70.000 Jahren die äußeren Regionen der Oortschen Wolke und damit den äußersten Rand unseres Sonnensystems in gerade einmal 0,8 Lichtjahren bzw. 52.000 astronomische Einheiten (AE) Entfernung zur Sonne durchquert haben muss. Obwohl diese Entfernung also dem 52.000-fachen des Abstands zwischen Sonne und Erde entspricht, ist es - astronomisch betrachtet - nur ein Katzensprung. Der unserer Sonne heute nächstgelegene Stern, bzw. das System Proxima Centauri, ist immerhin 4,2 Lichtjahre von uns entfernt.

Mars

Ungeklärt: Riesenwolke auf dem Mars gibt Rätsel auf

Seltsame Ausbeulungen in der Atmosphäre entziehen sich jeder gängigen Erklärung

Unerklärliches Mars-Phänomen: Eine riesenhafte Wolke in der Marsatmosphäre gibt Planetenforschern Rätsel auf. Denn das bisher erst zwei Mal beobachtete Gebilde passt zu keinem der gängigen Wetterphänomene des Roten Planeten - weder zu Eiswolken noch zu Staubstürmen oder Polarlichtern. Was dieses Phänomen auslöst und warum es seit 2012 nie mehr gesehen wurde, bleibt vorerst unerklärlich, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience" konstatieren.
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© Grupo Ciencias Planetarias (GCP) - UPV/EHU
Die Marswolke war so groß, dass sie sogar in dieser Komplettansicht auffiel
Die Atmosphäre des Mars ist zwar sehr dünn, dennoch gibt es in ihr gewaltige Staubstürme, in denen es sogar blitzen kann, sowie Wolken aus Wassereis oder gefrorenem Kohlendioxid. Allen diesen Wetterphänomen ist aber gemeinsam, dass sie nie über etwa 100 Kilometer Höhe hinausreichen. Selbst die marsianischen Nordlichter leuchten meist nur rund 130 Kilometer von der Oberfläche des Roten Planeten entfernt.

Wolf

Hunde können menschliche Emotionen in Gesichtern unterscheiden

Österreichischen Kognitionsforschern ist erstmals der Nachweis dafür gelungen, dass Hunde zwischen fröhlichen und zornigen Menschengesichtern unterscheiden können - selbst dann, wenn sie die Mimik nur auf Fotos und Bildern sehen. Was Hundefreunde aus der täglichen Erfahrung im Umgang mit ihren vierbeinigen Freunden schon lange "wissen", könnte das Resultat der engen Mensch-Tier-Beziehung sein, in der Hunde gelernt haben, Aspekte der nonverbalen Kommunikation der Menschen zu verstehen.

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© Clever Dog Lab / Vetmeduni Vienna
Hund im Emotionserkennungstest.
Wien (Österreich) - Wie die Forscher um Corsin Müller und Ludwig Huber vom Messerli Forschungsinstitut an der Veterinärmedizinische Universität Wien aktuell im Fachjournal Current Biology berichten, überprüften sie in Ihrer Studie, ob Hunde auch Emotionen in Gesichtern von Artfremden wahrnehmen können. Zuvor hatten die Wissenschaftler bereits nachgewiesen, dass Hunde die Gesichter von Menschen auf Bildern voneinander unterscheiden können.

Network

Soziales Netzwerk im Gehirn: Nervenzellen kommunizieren ähnlich wie Freunde in Netzwerken

Einander ähnliche Nervenzellen kommunizieren besonders stark miteinander

Soziales Netzwerk im Gehirn: Nervenzellen kommunizieren ähnlich wie Freunde in Netzwerken wie Facebook, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Die Neuronen sind besonders stark mit solchen Zellen verbunden, die ihnen am meisten ähneln - genauso wie wir den größten Wert auf die Meinung unserer engsten Freunde legen. Dies sei eine wichtige Regel für den noch weitgehend unbekannten Schaltplan des Gehirns, schreiben die Forscher im Magazin Nature.
© Universität Basel
Ein neuronales Netzwerk funktioniert wie ein soziales Netzwerk: Die stärksten Bindungen sind zwischen gleichgesinnten Partnern.
In unserem Gehirn sind Milliarden von Nervenzellen in einem komplexen Geflecht miteinander verbunden, jedes einzelne dieser Neuronen kann über mehrere tausend Synapsen mit anderen Zellen kommunizieren. Weltweit erforschen Wissenschaftler schon seit längerem den Schaltplan, der diesem hochkomplexen Organ zugrunde liegt. Bekannt ist mittlerweile, dass nicht alle der synaptischen Verbindungen gleich sind: Die meisten sind eher schwach, nur sehr wenige sind stark ausgeprägt.