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Mo, 08 Feb 2016
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Wissenschaft und Technologie
Karte

Mars

Übereinstimmungen mit irdischen Ablagerungen: Mikroben auf dem Mars

Tempe (USA) - Auf Aufnahmen des NASA-Mars-Rovers „Spirit“ glauben US-Astrogeologen Strukturen entdeckt zu haben, bei denen es sich um Hinterlassenschaften von Mikroben handeln könnte. Tatsächlich gehen die Übereinstimmungen mit irdischen Silikatablagerungen, die das Resultat von biologischer Aktivität sind, in diesem Fall über die reine Ähnlichkeit zwischen Mars und Erde hinaus.
© NASA/JPL-Caltech
Im Mars-Krater Gusev hat der NASA-Rover „Spirit“ Silikatformationen entdeckt, die das Ergebnis mikrobischer Aktivität sein könnten.
Schon 2008 vermeldete „Spirit“ die Entdeckung von Ablagerungen des Minerals Opal im Marskrater Gusev. Doch das Mineral alleine ist nichts wirklich Ungewöhnliches: „Es ist seine Form: Seine äußeren Schichten sind mit kleinsten Knötchen bedeckt, die wie Blumenkohl ausschauen, der aus der roten Marserde treibt“, erläutern Steven Ruff und Jack Farmer von der Arizona State University und vergleichen die Strukturen mit von Mikroben erzeugten biogenen irdischen Stromatholiten.

Wie die beiden Wissenschaftler bereits Ende vergangenen Dezembers auf dem Jahrestreffen der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco darlegten, seien es kürzliche Entdeckungen in der chilenischen Atacama-Wüste, die darauf hindeuten, dass die Opal-Silikate von Mikroben in die ungewöhnliche Form gebracht wurde.

Kommentar:


Sun

Das Elektrische Universum - Teil 17: Die Erdung der Sonne

© Sott.net

Teil 2: Der Begleiter der Sonne und der dazugehörige Kometenschwarm


Kapitel 17: Die Erdung der Sonne

Okay, lasst uns an dieser Stelle ein wenig rekapitulieren. Die Theorie des elektrischen Universums postuliert, dass Kometen, Planeten und Sterne gigantische Kondensatoren sind, welche konstant elektrische Ladungen untereinander austauschen und sich hin und wieder kräftig entladen. Im Fall der Sonne treten Entladungen zwischen ihrer Oberfläche und ihrer Doppelschicht, auch bekannt als Langmuir-Mantel, auf, welche sich hinter dem Pluto-Orbit befindet. Diese Entladungen nehmen die Form gewaltiger solarer Explosionen an, die einen kraftvollen Sonnenwind aus ionisierten Partikeln erzeugen, welche in Richtung der Grenzen des Sonnensystems strömen. Die Nettoladung dieses Sonnenwindes ist leicht positiv. Begleitet wird der Sonnenwind durch einen Elektronendrift in die entgegengesetzte Richtung, von der Heliosphährengrenze zur Sonne (siehe Abbildung 48).

© Sott.net
Abbildung 48: Die Sonne erzeugt einen permanenten Fluss aus Ionen und Strahlung. Wo kommt diese Energie her?

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Family

Pottwale haben komplexe Sozialstruktur mit Netzwerken aus Klans und Bildung von Sprachfamilien

Für Pottwale sind Familienbande nicht alles: Sie schließen sich nach Vorlieben bei der Kommunikation zusammen - ein Mechanismus, der gewöhnlich nur Menschen zugeschrieben wird.
© ShaneGross - Bigstock
Pottwal
Pottwale durchstreifen bekanntermaßen in Familienverbänden die Weiten der Ozeane. Doch außerhalb der Verwandtschaft bilden die Großwale ein übergeordnetes Netzwerk aus Klans, für dessen Zusammenhalt einzig ihre kommunikativen Vorlieben ausschlaggebend sind. Zu diesem Ergebnis kommen Verhaltensforscher um Mauricio Cantor von der Dalhousie University in Halifax.

Sie haben mehr als 18 Jahre lang Daten zu Sozialverhalten und Kommunikation von Pottwalen im östlichen Pazifik zusammengetragen. Dabei stießen sie auf eine bemerkenswert komplexe Sozialstruktur, deren Entstehung mit den bisher gängigen Annahmen nicht zu erklären sei.

Kommentar:


Megaphone

Studie offenbart die extreme Lärmbelastung der Meeresbewohner im Mittelmeer

Fische, Wale und Delfine im Mittelmeer schwimmen mancherorts im Höllenlärm. Zu diesem Schluss kommen Wissenschafter aus Frankreich, Italien, der Schweiz und den USA, die erstmals nun eine Karte der Lärm-Hotspots im Mittelmeer erstellt haben.

Vor allem die in den vergangenen Jahren intensivierte Suche nach Öl- und Gasvorkommen mittels Schallkanonen sei ein großes Problem, sagte die Co-Autorin der Studie, Silvia Frey. „Das ist viel, viel lauter als ein startender Düsenjet.“

Dazu kämen als permanente Geräuschquelle die durchschnittlich etwa 1.500 Handelsschiffe, die zu jedem Zeitpunkt im Mittelmeer unterwegs seien (Studie: Explosion der Deepwater Horizon Ursache für Delfinsterben).

Steigender Stressfaktor

Die Studie im Auftrag des Abkommens zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer (ACCOBAMS) hat die Lärmquellen im Zeitraum von 2005 bis 2015 erfasst. Dafür wurden Daten von 1446 Häfen, 228 Ölplattformen, 830 seismischen Explorationsgebieten, sieben Millionen Schiffspositionen, frei zugänglichen Angaben zu militärische Aktivitäten und 52 Windfarmprojekten erfasst.

Kommentar: Das Sonar von Schiffen und U-Booten, der Lärm von Öl-Bohrplattformen, Schiffsverkehr tragen mit Sicherheit ebenfalls zu den immer häufiger werdenden Walstrandungen bei.


X

Wissenschaftler melden falsche Ergebnisse wegen Softwarefehler: Es gab keine Rückwanderung vor 3000 Jahren nach Afrika

Im Oktober 2015 gab eine Forschergruppe von der University of Cambridge bekannt, dass ihre genetischen Vergleiche mit modernen afrikanischen Populationen ergaben, dass die prähistorischen Eurasier vor etwa 3.000 Jahren zurück nach Afrika wanderten (wir berichteten). Nun rudern sie zurück und berichten, dass ihre Ergebnisse auf einen Softwarefehler beruhten.
© Kathryn and John Arthur
Die britischen Wissenschaftler hatten das erste vollständige Genom eines 4.500 Jahre alten Afrikaners rekonstruiert, dessen Überreste im Jahre 2012 in der Mota-Höhle des südlichen äthiopischen Hochlandes aufgefunden wurde. Die Analyse seines DNA-Materials zeigte damals, dass seinem Erbgut signifikante genetische Eigenschaften fehlen, die jedoch im Genom heutiger Afrikaner zahlreich vorzufinden sind. Das sehen die Forscher als Bestätigung vorangegangener Studien an, dass vor etwa 3.000 Jahren eine große Menschenmasse innerhalb eines kurzen Zeitfensters vom heutigen Anatolien bzw. den Nahen Osten zum Horn von Afrika geflüchtet zu sein scheint.

Comet

Mega Gaswolke rast mit mehr als einer Millionen km/h auf Milchstraße zu

© Saxton/Lockman/NRAO/AUI/NSF/Mellinger
Die auf die Milchstraße zurasende Smith-Wolke in Falschfarben
Eine gewaltige unsichtbare Wolke aus Wasserstoffgas rast mit einer Geschwindigkeit von rund 1,126.500 Kilometern pro Stunde auf die Milchstraße zu. Die sogenannte Smith-Wolke wurde bereits 1963 entdeckt, doch erst jetzt fandenUS-Astronomen mithilfe des Weltraumteleskops "Hubble" heraus, dass sie vor 70 Millionen Jahren in den äußeren Regionen der Galaxis entstanden sein dürfte.

Jetzt, so zeigen Messungen, ist die interstellare Highspeed-Wolke, die 11.000 Lichtjahre lang, 2500 Lichtjahre breit und circa 8000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, quasi wie ein Boomerang wieder auf dem Weg zurück Richtung unserer Heimatgalaxie. Mit rund 310 Kilometern pro Sekunde bewegt sich die Wasserstoffwolke, die vermutlich von Dunkler Materie umhüllt ist, auf die Milchstraße zu und wird diese Berechnungen zufolge in etwa 30 Millionen Jahren erreichen.

© NASA/ESA/A. Feild (STScI)
Künstlerische Illustration: Die Position der Smith-Wolke heute..

Blue Planet

Ein Tag in zwölf Sekunden - Atemberaubender Zeitraffer unserer lebendigen Erde


Screenshot aus der digitalen Animation "Glittering Blue" von Charlie Loyd
Wolken rauschen über rötlich strahlende Kontinente, golden schimmern Ozeane im Licht der aufgehenden Sonne - was der Spezialist für digitale Bildtechnik Charlie Loyd an nur einem Wochenende geschaffen hat, klingt kitschig. Aber bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil! Glittering.Blue heißt sein digitales Werk, beruhend auf Aufnahmen des Satelliten Himawari-8: ein Tag auf unserem Planeten - im Zeitraffer und in HD-Qualität.

Seit Juli 2015 beobachtet Himawari-8 die Erde. In rund 35.000 Kilometern Entfernung sammelt der Satellit Daten über das Wetter. Da er sich damit in einer geosynchronen Umlaufbahn befindet, umkreist er unseren Planeten so schnell, wie jener sich dreht. Alle zehn Minuten fotografiert Himawari-8 die Erde als Ganzes in höchster Qualität. Der Blick der Kamera ruht dabei auf dem westlichen Pazifik, Australien, Teilen von Asien, der Antarktis und Alaska.

Aus den Aufnahmen vom 5. August 2015 hat Loyd ein Zeitraffer-Video erstellt. In zwölf Sekunden zeigt es, was die Erde an einem Tag erlebt. Die Wolken ziehen damit 7.200 Mal schneller als in Echtzeit vorbei. Und der Globus offenbart sich als riesiges organisches System, pulsierend, ständig in Bewegung.Wir empfehlen, mit folgendem Video einzusteigen:

Moon

Der Mond entstand durch einen heftigen Zusammenstoß, der das Gestein von Erde und Mond regelrecht durchmischte

Erde und Mond wurden bei der Entstehung des Erdtrabanten vermischt. Das zeigt eine neue Untersuchung des von den Astronauten der Apollo-Missionen zur Erde gebracht Mondgesteins: Ein Forscherteam findet keinen messbaren Unterschied im Verhältnis von Sauerstoff-Isotopen zwischen Mondgestein und irdischem Gestein. Das sei ungewöhnlich, da diese Isotopen-Verhältnisse im Sonnensystem ansonsten von der Größe eines Himmelskörpers abhängen, so die Wissenschaftler im Fachblatt Science.

„Unsere Ergebnisse favorisieren eine starke Durchmischung infolge der Kollision“, schreiben Edward Young von der University of California in Los Angeles und seine Kollegen. „Es muss sich daher um einen Einschlag mit hoher Energie gehandelt haben.“ Es gilt heute als gesichert, dass der Mond in der Frühgeschichte des Sonnensystems durch die Kollision der Ur-Erde mit einem Theia genannten marsgroßen Protoplaneten entstanden ist. Unklar ist bislang, wie dieser Zusammenprall genau ablief - und wie sehr sich dabei die Materie der beiden Körper durchmischt hat.

Hinweise über die Durchmischung erhalten die Forscher aus der chemischen Zusammensetzung des Gesteins. Besonders wertvoll dabei: das Verhältnis der Isotope Sauerstoff-16 und -17. Isotope sind chemisch identische Stoffe mit unterschiedlichem Atomgewicht - Sauerstoff-17 enthält im Atomkern ein Neutron mehr als Sauerstoff-16. Das Verhältnis dieser Isotope hängt im Sonnensystem von Größe eines Himmelskörpers ab, sollte also auch bei Theia und Ur-Erde unterschiedlich gewesen sein. Während erste Untersuchungen von Mondproben der Apollo-Missionen bei den Sauerstoff-Isotopen keine Unterschiede zu irdischem Gestein fanden, zeigte die bislang genaueste Messung 2014 signifikante Unterschiede im Bereich von 12 ppm.

Galaxy

Gehen unsere Uhren richtig? In einem Spiegeluniversum kann die Zeit rückwärts laufen

Zwei Forscherteams haben unabhängig voneinander den Lauf der Zeit im Universum untersucht. Nun kommen beide Teams zu demselben Ergebnis. Vor etwa 14 Milliarden Jahren schuf der angebliche Urknall womöglich ein Spiegeluniversum. Eines, in dem die Zeit in die gegengesetzte Richtung läuft - also rückwärts.

Von uns aus betrachtet, liefe die Zeit im Spiegeluniversum von der Zukunft in die Vergangenheit. Die Forscher nehmen an, dass es aus der Perspektive dieses Paralleluniversums hingegen so aussähe, als würde bei uns die Zeit rückwärts statt vorwärts verlaufen.

Alles hat zwei Seiten

“Die Richtung und der Verlauf von Zeit müssen wir von dem ableiten, was im Universum passiert“ sagte der Physiker Julian Barbour von der britischen Universität Oxford gegenüber “Quartz”. Es sei anzunehmen, dass Zeit an einem zentralen Punkt ihren Ursprung hat und in eine davon entgegengesetzte Richtung verläuft.”

Seit Jahrzehnten beschäftigten sich Physiker mit dem Problem, dass keines der grundlegenden physikalischen Gesetze in unserem Universum besagt, dass Zeit unbedingt vorwärts laufen muss.

Headphones

Amazon Rakete erfolgreich gestartet und wieder gelandet

lon Musk und Jeff Bezos liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um wiederverwertbare Weltraumraketen. Aktuell hat der Amazon-Chef die Nase vorn: Sein Träger absolvierte den zweiten erfolgreichen Flug - die Landung verlief spektakulär.
© AFP/Blue Origin
Starten, fliegen, abstürzen: So sieht das kurze Leben von Weltraumraketen normalerweise aus. Soll der Traum vom Weltraumtourismus wahr und vor allem finanziell erfolgreich werden, muss diese Materialschlacht unterbunden werden. Genau deswegen arbeiten Paypal-Erfinder Elon Musk mit seinem Projekt Space X und Amazon-Chef Jeff Bezos an solchen Technologien.

Musk musste jüngst einen Rückschlag hinnehmen: Seine Space-X-Rakete absolvierte zwar einen erfolgreichen Start, stürzte dann aber ab. Bezos gelang das besser: Am Freitag startete seine New-Shephard-Rakete, erklomm eine Höhe von 100 Kilometer, setzte die Kapsel ab - und landete sicher wieder auf der Erde.


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