Wissenschaft und Technologie
Karte


Fish

Fischer fängt "Monster-Garnele": Wissenschaftler ratlos, warum das Tier so groß ist

Einem amerikanischen Angler ist Mitte vergangener Woche ein ungewöhnlicher Fang an die Angel geraten: Mit einer Länge von annähernd einem halben Meter stellt die im wahrsten Sinne des Worten Riesen-Garnele örtliche Biologen vor ein Rätsel. Um welche Art es sich genau handelt ist ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, warum das Tier so groß ist.
© Steve Bargeron / facebook.com/MyFWC
Riesiges Krustentier am Angelhaken vor Fort Pierce.
Fort Pierce (USA) - Wie die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) auf ihrer Facebook-Seite berichtet, gelang der unerwartete Fang einem Angler an den Hafendockanlagen von Fort Pierce.
© Steve Bargeron / facebook.com/MyFW
Weitere Fotos des Riesenfangs.
Glücklicherweise wurde der ungewöhnliche Vorfall von einem weiteren anwesenden Angler, Steve Bargeron, fotografiert, bevor der Riesenschrimp wieder ins Wasser geworfen wurde.
Smoking

Gesundheitsexperten: WHO-finanzierter Report zu E-Zigaretten irreführend

E-Zigarette
© Gisela Peter / pixelio.de
E-Zigarette
Letzte Woche warnte die WHO vor E-Zigaretten und empfahl deren strenge Regulierung, offenbar gestützt auf ein von ihr selbst beauftragtes Hintergrundpapier. Dessen Aussagen verzerrten die Fakten und seien irreführend, kritisieren nun Schweizer und europäische Gesundheitsexperten im Fachjournal «Addiction».

In ihrem Report von letzter Woche bezeichnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Nutzen der Verdampfer beim Rauchstopp als fraglich, empfahl ein Verbot für Minderjährige und bis auf weiteres auch für den Gebrauch in öffentlichen Räumlichkeiten, da unklar sei, welche Giftstoffe die Verdampfer abgeben.

Ganz anders schätzen die Autoren des Fachartikels, darunter Jean-François Etter vom Institut für globale Gesundheit der Universität Genf, die Faktenlage ein. Junge Nichtraucher würden die Verdampfer äusserst selten verwenden und die Rate junger Raucher sinke.
Attention

Derzeitiger Ebola Virus verändert sich schnell: über 50 Mutationen!

Der derzeitige Ebola-Ausbruch ist bei weitem grösser als alle früheren. Nun haben Forscher Veränderungen des Virenerbguts nachgewiesen. Dabei entzifferten sie das Erbgut von 99 Ebola-Viren der derzeitigen Epidemie. Fazit: Der Krankheitserreger verändert sich schnell.

ebola
© niaid
Wandelbar und hoch ansteckend: der Ebola-Erreger mit einem Elektronen-Mikroskop aufgenommen.
Die in Westafrika grassierende Variante des Ebola-Virus' unterscheide sich an mehr als 300 Stellen von den Erregern früherer Ausbrüche, berichten die Forscher im Fachjournal Science. Zudem fanden sie über 50 Mutationen, die während der aktuellen Epidemie auftraten.

Kommentar: Ist Ebola vielleicht ein Warnzeichen von Mutter Natur, die unsere Aufmerksamkeit erlangen will, dass es mit unserer Zivilisation nicht so weitergehen kann? Kriege, Gerüchte von Kriegen, etc.? Ebola als hämorrhagisches Fieber passt ziemlich genau zum "Schwarzen Tod" im Mittelalter und anderen Seuchen und Plagen in der Menschheitsgeschichte. Während dieser Perioden kam ein Großteil der Menschen wegen diesen Krankheiten um. "Wenn man aus der Geschichte nicht lernt, muss man sie wiederholen."

Weitere Informationen:

Wie herabstürzende Himmelskörper, Kriege, die Pest und Hexerei miteinander zusammenhängen
Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung
Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die kosmische Verbindung
Kometen, Seuchen, Tabak und der Ursprung des Lebens

Laptop

Der Computer, der Ihre Gefühle liest

Software erkennt Emotionen von Nutzern durch Tastenanschläge und Texterkennung
Tastatur, keyboard, Computer, online
© freeimages
Erfreut oder verärgert? Die Tastenanschläge können dem Computer verraten, wie sich der Benutzer fühlt.
Einfühlsame Rechenmaschine: Computer könnten künftig unsere Gefühle erkennen - nicht nur daran, was wir schreiben, sondern auch wie wir dies tun. Denn auch die Tastaturanschläge verraten einiges über unseren Gefühlszustand. Dass dies funktioniert, zeigt ein Experiment von Forschern aus Bangladesch. Ihr Programm kombiniert Text- und Tastaturauswertung, um daran die Emotionen der Probanden abzulesen.

Ob man entspannt einen erfreuten Facebook-Kommentar verfasst oder rasend vor Wut über die langsame Internetverbindung die Tastatur malträtiert - den meisten Computern ist bislang egal, in welcher Stimmung sich sein Benutzer befindet. Zwar gibt es Ansätze, anhand der Anschlagsdynamik auf der Tastatur oder über die Wortwahl beim Schreiben auf die Emotionen des Nutzers zu schließen. Solche Techniken stecken aber bislang noch in den Kinderschuhen.

Kombinierte Ansätze erhöhen Genauigkeit

Durch die Arbeit von Nazmul Haque Nahin und seinen Kollegen von der Islamischen Universität für Technik in Bangladesch könnte sich das ändern: Die Wissenschaftler haben erstmals beide bisherigen Ansätze, Anschlagsdynamik und Textanalyse, miteinander kombiniert. Dazu sammelten sie zunächst Daten, indem sie Versuchspersonen ihren Gefühlszustand notieren ließen, während die Probanden entweder einen vorgegebenen Text abtippten oder frei am Computer schrieben. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf Freude, Furcht, Ärger, Traurigkeit, Abscheu, Scham und Schuld.
Ice Cube

Kanada: Arktis-Forscher werden zensiert und Messdaten unterdrückt

Eisscholle
© AKU RIIHELÄ, FMI
Eisscholle in der Arktis
In der Umweltszene schlagen die Wellen hoch: Nach der Veröffentlichung eines internen Berichts sieht sich Kanadas Regierung Manipulationsvorwürfen ausgesetzt. Werden Informationsinitiativen des nationalen Eisdienstes blockiert?

Die kanadische Regierung muss sich gegen massive Manipulationsvorwürfe von Klimaschützern wehren. Im Netz kurisert ein 449 Seiten starker Bericht, der die seit Jahren anschwellende Kritik über eine wissenschafts- und umweltfeindliche Haltung der konservativen Regierung von Premierminister Stephen Harper mit brisantem Material füttert. Es geht um einen der wichtigen Umweltdienste der kanadischen Regierung, dem Canadian Ice Sercive (CIS). Er überwacht die Arktis und hat in seinen Reihen eine Reihe von Wissenschaftlern, die rund um die Uhr Satellitendaten und Messungen aus dem Polarmeer auswerten.

Als sich im Sommer 2012 ein neues Rekordtief der Meereisbedeckung im Arktischen Ozean ankündigte, waren die CIS mit an der wissenschaftlichen Front und wollten die Mittelung veröffentlichen. Leah Braithwaite, die Chefin des Dienstes, spricht dazu mit einem der Kommunikationsfachleute im kanadischen Umweltministerium. „Weniger Eis bedeutet nicht weniger Gefahren. Im Gegenteil, und deshalb brauchen die Menschen mehr Informationen über die Entwicklung der Eisbedeckung“, so steht es in einer Notiz, die in dem Bericht zitiert wird. Das CIS wollte im August angeblich ein technisches, “streng faktisches“ Briefing für die Presse anbieten. Die Anfrage lief ins Leere. Wie jetzt in dem Bericht zu lesen ist, war die Informationsveranstaltung auf der sechsten von neun Genehmigungsebenen - der „ministeriellen Ebene“, ohne Angabe von Gründen abgelehnt worden.


Kommentar: Hier sehen wir, wie viele "Genehmigungs-Ebenen" überwunden werden müssen, bis die Menschen an Information kommen. Ist das wahre Wissenschaft? Warum die Heimlichtuerei "ohne Angabe von Gründen"? In Zeiten des Klimawandels sind Informationen über die Eisschmelze äußerst wichtig und sollten breit bekannt gemacht werden. Handelt es sich hier vielleicht um Informationen, die zu 'brisant' sind?

Robot

Galileo-Satelliten fliegen in falscher Umlaufbahn - Und Schuld war nicht die russische Sojus-Rakete

Galileo
© Desconocido
Hätte der Namensgeber der Satelliten die Berechnung durchgeführt, wären die Satelliten angekommen.
Paris/Kourou - Dem geplanten europäischen Satellitennavigationssystem Galileo droht ein schwerer Rückschlag: Die beiden am Freitag mit einer russischen Sojus-Rakete gestarteten Satelliten für die Konstellation müssen möglicherweise aufgegeben werden.

Nach Angaben der Europäischen Raumfahrtorganisation (Esa) kreisen sie nicht in der richtigen Umlaufbahn um die Erde.

Ob die Satelliten genügend Treibstoff an Bord haben, um aus eigener Kraft in den richtigen Orbit zu kommen, war zunächst unklar. "Das wird kompliziert sein", sagte der Chef der französischen Raumfahrtbehörde (CNES), Jean-Yves Le Gall, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind dabei zu schauen, ob wir die Situation in den nächsten Stunden retten können."

Die beiden Satelliten waren am Freitagnachmittag an Bord einer russischer Sojus-Rakete ins All gestartet. Zunächst hatte es von allen beteiligten Seiten geheißen, der Flug sei nach Plan verlaufen. Die Raketenbetreibergesellschaft Arianespace teilte allerdings in der Nacht mit, dass neue Beobachtungen eine Abweichung zwischen dem Zielorbit und der erreichten Bahn gezeigt hätten.

Kommentar: Es ist eigentlich ein Wunder, dass im Artikel nicht gegen die russische Sojus-Rakete gewettert wird, um schnell einen (Un)-Schuldigen zu finden. Wahrscheinlich deshalb, wenn Russland Weltraum-Sanktionen aussprechen würde, würde überhaupt niemand mehr ins All kommen.

Pumpkin

Diebische Elstern? Fakten sprechen die Vögel frei - Sie sind gar nicht diebisch

Das räuberische Verhalten von Elstern ist sprichwörtlich. Forscher sprechen die Tiere jetzt frei von der uralten Verdächtigung. Vorerst.
elster, magpie
© mbaker.co.uk
Goldringe, Löffel, Schlüssel oder andere glitzernde Gegenstände dürfen nicht am offenen Fenster herumliegen - sonst holen sie die „diebischen Elstern“. Das lernt wohl irgendwann jedes Kind. Schließlich ist der räuberische Ruf der schwarz-weißen Pica pica tief verwurzelter Bestandteil europäischer Kultur: Rossini hat das Verhalten in einer Oper „Die diebische Elster“ verarbeitet. Und in Großbritannien steht das Wort „Magpie“ nicht nur für Elster, sondern laut Collins Dictionary auch für „eine Person, die kleine Objekte hortet“.

Vor Gericht hätten die gefiederten Verdächtigen allerdings gute Karten, denn Beweise gibt es für ihr diebisches Verhalten kaum.
Magnify

Wie das Ebola-Virus funktioniert: Immunantwort wird unterdrückt

Raffinierte Blockade: US-Forscher haben entschlüsselt, wie das Ebolavirus die Immunantwort der Zellen hemmt. Demnach blockiert ein Virenprotein gezielt eine "Notfall-Route" in den Zellkern - und das verhindert die Abwehrreaktion. Die Identifizierung dieses Blockadeweges eröffnet nun neue Ansatzstellen für antivirale Medikamente gegen das tödliche Ebolafieber - für die Menschen in Westafrika kommt dies allerdings zu spät.

ebola virus

Komplexe genetische Maschine: Ebola
Ice Cube

Eiszeitliche Klimaschwankungen: Kleine Änderungen mit großen Auswirkungen

Eiszeit Klima
© awi
Die heutigen Klimabedingungen auf der Nordhalbkugel:
In der Gegenwart ist die Ausdehnung des arktischen Meereises sehr viel geringer als in der letzten Eiszeit. Gleichzeitig verschwand der Laurentidische Eisschild als wichtigster Taktgeber für die eiszeitliche Ozeanzirkulation. Das heutige Klima verhält sich in Modellsimulationen deshalb sehr viel robuster gegen graduelle Veränderungen als in den Phasen mittlerer Vereisung und mittlerer Meersspiegelhöhen, in denen es während der letzten Eiszeit die rasanten Temperatursprünge auf der Nordhalbkugel gab.

Schon geringe Änderungen in der Größe des arktischen Eisschildes konnten zu abrupten Temperaturwechseln führen


Bremerhaven - Während der letzten Eiszeit bedeckte ein dicker Eispanzer weite Teile der Nordhalbkugel. Das über den Landmassen gespeicherte Wasser sorgte dafür, dass der Meeresspiegel zur Zeit der maximalen Vergletscherung um bis zu 120 Meter tiefer lag als heute. Insgesamt herrschte das Eis mehr als 100.000 Jahre, das allerdings mit Unterbrechungen: Rasante Klimaumbrüche, die innerhalb weniger Jahrzehnte zu drastischen Temperatursprüngen von bis zu zehn Grad Celsius führten, charakterisierten diese Kaltzeit.


Kommentar: Mit diesem Detail im Kopf könnte man sich wundern, ob auch eine drastische Abkühlung -- nicht nur Erwärmung -- innerhalb nur weniger Jahrzehnte stattfinden kann? Bisher haben wir in den Medien gehört, dass Eiszeiten nur sehr langsam auftreten, z.B. über einen Zeitraum von 10.000 Jahren. Wie dem auch sei, der Mensch scheint nur eine geringe Rolle im globalen Klima zu spielen. Auf lange Sicht herrschen hier Gesetze, die der Mensch nur schlecht versteht, und daher auch keinen Einfluss auf sie haben kann.


Die Ursachen für die als "Dansgaard-Oeschger-Ereignisse" bekannten schnellen Klimawechsel in einem Zeitraum von 110.000 bis 23.000 Jahren vor unserer Zeit waren lange Zeit unklar. Eine Forschergruppe des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven hat nun möglicherwiese das Rätsel gelöst: Vermutlich reichten nur geringe Änderungen im Klimasystem, um die Klimasprünge auszulösen.

"Abrupte Temperatursprünge fanden weder bei den extrem tiefen Meeresspiegeln maximaler Vergletscherung vor etwa 20.000 Jahren statt noch bei hohem Meeresspiegel wie heute. Sie waren auf Zeiten mittleren Eisvolumens und mittlerer Meeresspiegelhöhen begrenzt," berichtet der Leitautor der Studie, Xu Zhang.
Blue Planet

Panspermien? Spuren von Meeresplankton an ISS-Außenseite entdeckt

Russische Raumfahrer platzieren bei Weltraumspaziergang Nanosatelliten per Hand im Orbit

Moskau/Washington - Zwei Kosmonauten der Internationalen Raumstation ISS haben am Montag im Rahmen eines mehrstündigen Außeneinsatzes einen Minisatelliten ausgesetzt. Rund 400 Kilometer über der Erde schickten die Russen Oleg Artemjew und Alexander Skworzow den 1,5 Kilogramm leichten sogenannten Nanosatelliten Chasqui 1 auf seine Umlaufbahn um die Erde, wie russische Nachrichtenagenturen meldeten.

Der peruanische Satellit Chasqui 1 soll unter anderem mit zwei Kameras Bilder von der Erde aufnehmen und diese an eine Bodenstation schicken. Nach etwa fünf Stunden, mehr als eine Stunde früher als erwartet, kehrten die Kosmonauten nach getaner Arbeit zurück an Bord der ISS.
Top