Wissenschaft und Technologie
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Meteor

"The Beast": Riesenasteroid zehnmal so groß wie Tscheljabinsk-Meteorit wurde beinahe übersehen und wie gewöhnlich zu spät entdeckt

Zehnmal so groß wie der Tscheljabinsk-Meteorit: Der Asteroid HQ124 „The Beast“ rast am Sonntag an der Erde vorbei. Für unseren Planeten besteht keine Gefahr. Dennoch schlagen Experten Alarm, weil der Riesenasteroid erst im letzten Moment entdeckt worden ist.

© NASA/JPL-Caltech
Riesenasteroid beinahe übersehen: „The Beast“ nähert sich der Erde
Zehnmal so groß wie der Tscheljabinsk-Meteorit: Der Asteroid HQ124 „The Beast“ rast am Sonntag an der Erde vorbei. Für unseren Planeten besteht keine Gefahr. Dennoch schlagen Experten Alarm, weil der Riesenasteroid erst im letzten Moment entdeckt worden ist.
Cloud Lightning

Kugelblitz: Erklärung rückt angeblich näher

Nachdem chinesische Forscher zufällig einen Kugelblitz gefilmt und vermessen haben, wird eine alte Theorie plausibler.
© Wikimedia, gemeinfrei
Kugelblitz: Erklärung rückt angeblich näher
Schon 2012 haben chinesische Wissenschaftler, die mit Kameras und Spektrometern unterwegs waren, zufällig einen Kugelblitz vor ihre Instrumente bekommen. Die Ergebnisse, die jetzt veröffentlicht werden, lassen vermuten, dass eine alte Theorie über die Entstehung der Kugelblitze zutreffend sein könnte, wie cnet berichtet.
Jupiter

Neue Exoplaneten-Kamera "SPHERE" liefert erste Bilder

Das Instrument SPHERE (kurz für "Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet Research", wörtlich etwa "spektropolarimetrische Erforschung von Exoplaneten im Hochkontrastbereich"), das am "Very Large Telescope" (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) am Paranal-Observatorium in Chile angebracht wurde, führt derzeit seine ersten Beobachtungen durch. Schon die ersten Aufnahmen begeistern Astronomen und geben ein Vorgeschmack auf zukünftig spannende Entdeckungen.
© ESO/J.-L. Beuzit et al./SPHERE Consortium
Während der Beobachtungen zum ersten Licht wurde die bisher beste Aufnahme des Staubrings um den nahen Stern "HR 4796A" angefertigt. Diese zeigt nicht nur den Ring in außergewöhnlicher Klarheit, sondern illustriert auch wie gut SPHERE das Leuchten des hellen Sterns in der Mitte des Bilds unterdrücken kann.
Grenoble (Frankreich) - "Das leistungsstarke neue Instrument zur Suche nach und der Erforschung von Exoplaneten nutzt eine Kombination aus mehreren fortschrittlichen Techniken", erläutert die ESO-Pressemitteilung. "Es bietet eine vielfach bessere Leistung als bereits existierende Instrumente und hat bereits während der allerersten Beobachtungstage eindrucksvolle Aufnahmen von Staubscheiben um nahe Sterne und anderer Zielobjekte geliefert."
Comet 2

Komet 209P/Linear: Erste Radarbilder eines Kometen

Radar Komet 209P Linear
© © Arecibo Observatory / NASA / Ellen Howell, Patrick Taylor
Radarbild des Kerns des Kometen 209P/Linea. Auf diesem Radarbild sind Gebirgsrücken oder Klippen auf der Oberfläche des Kerns des Kometen 209P/Linear zu erkennen. Die Auflösung beträgt in der Vertikalen 7,5 Meter pro Bildpunkt. Der Kern ist rund drei Kilometer lang und bis zu 2,4 Kilometer breit. Die Aufnahme wurde mit dem "Planetary Radar" des 305-Meter-Radioteleskops von Arecibo auf Puerto Rico gewonnen.
Zum ersten Mal konnte der Kern eines Kometen mit Radarwellen von der Erde aus im Detail erkundet werden. Mittels des "Planetary Radar" des 305-Meter-Radioteleskops von Arecibo in Puerto Rico ließ sich der Kern des Schweifsterns 209P/Linear als ein unregelmäßiger, kartoffelförmiger Körper erkennen. Er ist rund drei Kilometer lang und bis zu 2,4 Kilometer breit. Seine Oberfläche erscheint sehr zerklüftet und ist offenbar von Klippen und Geländerücken überzogen.

Die Aufnahmen gelangen, als sich der Komet 209P/Linear Ende Mai der Erde bis auf 8,3 Millionen Kilometer (22-fache Distanz zwischen Erde und Mond) genähert hatte. Dies ist die dichteste Annäherung eines Kometen an unseren Planeten seit dem Schweifstern IRAS-Araki-Alcock im Jahr 1983. Bislang konnten mit dem Radarsystem von Arecibo vier weitere Kometen erfasst werden, aber die Radarbilder von 209P/Linear sind die mit Abstand schärfsten und detailliertesten. Die Radardaten werden nun in den nächsten Monaten ausgwertet und zu einem dreidimensionalen Abbild des Kometenkerns verarbeitet. In seinen Dimensionen und im Erscheinungsbild erinnert 209P/Linear an den Kometen 103P/Hartley-2, den die US-Raumsonde Deep Impact im November 2010 beim Vorbeiflug aus der Nähe beobachtete. Allerdings zeigte dieser Komet eine wesentlich höhere Aktivität als 209P/Linear.
Solar Flares

Neuer IRIS Satellit liefert hochauflösende Videos von Sonneneruptionen

Das Nasa-Teleskop 'Iris' umkreist seit Juni 2013 die Sonne. Jetzt konnte das Teleskop erstmals eine Sonneneruption aufzeichnen. Am 9. Mai ist es 'Iris' erstmals gelungen spektakuläre Bilder einer koronalen Masseneruption einzufangen (CME). Das Video zeigt wie Sonnenpartikel mit einer Geschwindigkeit von 2,4 Millionen km/h aus der Sonnenatmosphäre geschleudert werden.


Diese Aufnahme entstand durch großes Glück, denn es braucht einen Tag Vorlauf, um 'Iris' (Interface Region Imaging Spectrograph) auf einen neuen Blickwinkel einzustellen. Außerdem ist der Aufnahmebereich begrenzt, denn das Teleskop kann nur etwa 1 Prozent der Sonnenoberfläche erfassen. "Wir beobachten aktive Regionen, und versuchen eine Eruption oder eine CME zusehen", sagte Bart De Pontieu, "und dann warten wir und hoffen, dass wir etwas einfangen. Dies ist die erste klare CME für 'Iris', so dass das Team sehr aufgeregt ist", so der Leiter der NASA-Forschungsgruppe 'Iris' weiter.

Im Video ist eine schwarze Linie zu erkennen, das ist der Eintrittsspalt für den Spektrografen des Teleskops. Damit kann das Forschungsteam Temperatur, Geschwindigkeit und Dichte der ausgestoßenen Materie ermitteln. Das Ausmaß der Eruption ist rund fünfmal so breit wie die Erde und siebeneinhalbmal so hoch.

Mit einem Gewicht von rund 200 kg und Ausmaßen von 2 bis 3 Meter zählt 'Iris' zur kleineren Klasse der Teleskope. Aufgabe des Weltraumteleskops ist die Untersuchung der bisher wenig erforschten Sonnenatmosphäre.
Galaxy

Astronomen entdecken eine eigentlich für unmöglich gehaltene neue Planetenklasse: Die Mega-Erde

Astronomen des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) haben die Entdeckung einer neuen Klasse von Planeten bekanntgegeben, die es nach bisherigen Vorstellungen über die Planetenentstehung eigentlich gar nicht geben sollte. Es handelt sich um einen Felsplaneten mit der 17fachen Masse der Erde. Bisherige Theorien gingen eigentlich davon aus, dass derartige Welten gar nicht entstehen können, da eine derart große Planetenmasse beim Anwachsen zugleich auch Wasserstoffgas anziehen und so zu einem jupiterartigen Gasriesen werden würde. Der nun entdeckte Planet ist jedoch fest und deutlich größer als die bislang entdeckten "Super-Erden" (Felsplaneten von der bis zu 10-15fachen Erdmasse). Es handelt sich demnach also um eine "Mega-Erde".
© David A. Aguilar (CfA)
Künstlerische Darstellung der sogenannten Mega-Erde "Kepler-10c".
Cambridge (USA) - "Wir waren selbst erstaunt als wir merkten, was wir das entdeckt haben" kommentiert Xavier Dumusque die Entdeckung. "Das ist der Godzilla aller erdartigen Planeten", fügt Dimitar Sasselov von der "Harvard Origins of Life Initiative" hinzu. "Doch im Gegensatz zum Filmmonster hat Kepler-10c positive Implikationen für das Leben."

Wie die Forscher auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society (AAS) berichten, umkreist die Mega-Erde den 560 Lichtjahre von der Erde entfernten, im Sternbild Draco (Drache) gelegenen sonnenähnlichen Stern "Kepler-10" einmal alle 45 Tage. In dem System um Kepler-10 finden sich noch drei weitere Planeten. Hierbei handelt es sich um sogenannte "Lava-Welten" mit dreifacher Erdmasse und einem unglaublich schnellen Umlauf alle 20 Stunden.
Map

Durchbruch: Fliegen von Flugzeugen mittels Gedankenkraft ist möglich

Münchner Wissenschaftlern ist es gelungen zu zeigen, dass Piloten zukünftig alleine durch gedachte Kommandos ihr Flugzeug steuern können - und dies mit erstaunlicher Genauigkeit. Die Forscher betonen zugleich jedoch, dass mit der Methode keine Gedanken "gelesen" werden können.
Testpilot, Flugsimulation
© A. Heddergott/TU München
Mittels EEG-Haube versucht sich ein Testpilot am hirngesteuerten Fliegen im Flugsimulator.
München (Deutschland) - "Der Pilot trägt eine weiße Haube auf dem Kopf, die mit zahlreichen Kabeln verbunden ist. Er schaut konzentriert auf die Landebahn vor sich. Plötzlich bewegt sich der Steuerknüppel wie von Geisterhand. Das Flugzeug fliegt eine Kurve und dann gerade auf die Landebahn zu. Immer wieder wird die Position des Flugzeuges korrigiert, bis die Räder sanft auf den Boden aufkommen. Während des gesamten Landemanövers hat der Pilot weder Pedale noch Hebel bedient." So beschreibt die Pressemitteilung die erfolgreichen Versuche am Flugsimulator des Lehrstuhls für Flugsystemdynamik an der Technischen Universität München (TUM).
Galaxy

100 Millionen Planeten in unserer Milchstraße beherbergen komplexe Lebensformen

Ein Prozent aller Planeten in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, könnten komplexe Lebensformen hervorgebracht haben. Das sind immerhin 100 Millionen Welten. Zu dieser neuen Bewertung kommt eine neue Studie von Astronomen und Astrobiologen, die auf harten Daten statt wie bislang auch hypothetischen Vermutungen basiert.
Leben auf anderen Planeten, Alien, außerirdisch
© PHR@UPR Arecibo, NASA, Richard Wheeler@Zephyris
Symbolbild: Leben auf fernen Planeten (Illu.).
El Paso (USA) - Wie Louis Orwin von der University of Texas, Alberto Fairén von der Cornell University, Abel Méndez vom Planetary Habitability Laboratory an der University of Puerto Rico in Arecibo und Dirk Schulze-Makuch von der Washington State University aktuell im Fachjournal Challenges in Astrobiology (DOI: 10.3390/challe5010159) berichten, stellt ihre Studie die erste auf objektiven Daten basierende quantitative Einschätzung der Anzahl jener Planeten in unserer Galaxie dar, die Leben oberhalb des mikrobiellen Stadium hervorgebracht haben könnten.
Nebula

Erstmalig erfolgreiche Teleportation: Forschern gelingt das Beamen von Informationen

Teleportation
© grewi.de
Zwar liegt das "Beamen" von Gegenständen oder sogar Menschen noch in weiter Zukunft, doch der Transport von Daten von einem Ort an einen anderen ohne, dass diese den wirklichen Raum durchqueren müssen, ist nun niederländischen Wissenschaftlern gelungen. Entgegen der bisherigen Einschätzung vieler Wissenschaftler, dass das Beamen von Objekten den Gesetzen der Physik widerspreche, glauben die niederländischen Forscher zudem auch, dass in ferner Zukunft auch Menschen auf diese Weise von einem Ort zum anderen transportiert werden könnten.

Delft (Niederlande) - Wie das Team um Prof. Ronald Hanson von der Technischen Universiteit Delft aktuell im Fachjournal Science (DOI: 10.1126/science.1253512) berichtet, ist ihnen das tatsächliche Beamen von Information mit Hilfe der Quantenmechanik gelungen.

Konkret gelang es den Forschern, Informationen, die Informationen eines Quanten-Bit, dem Quanten-Gegenstück zu einem herkömmlichen Bit, über eine Entfernung von drei Metern punktgenau und mit einer Präzision von 100 Prozent zu teleportieren.
Airplane

Lufthansa: 29 bis 125 Mal gefährliche Turbinen-Dämpfe in der Kabine

Das Politmagazin „Monitor“ der ARD hat bereits öfter zweifelhafte Vorgänge öffentlich gemacht. So auch jetzt. Die Macher werfen der Lufthansa vor, nicht alle Fälle von ungewöhnlichen Dämpfen in den Kabinen der Airline, beim Luftfahrtbundesamt und der Bundesstelle für Flugsicherheit angegeben zu haben.

In den letzten zwei Jahren soll es laut „Monitor“ 125 mal vorgekommen sein, dass solche Luftverunreinigungen bemerkt wurden. Gemeldet wurden jedoch nur 29 dieser Vorkommnisse. Ob die Dämpfe gesundheitsschädlich waren, ist nicht klar.

Die Lufthansa streitet jede Nachlässigkeit ab. Man beachte beim Bericht an die Sicherheitsbehörden stets die rechtlichen Vorschriften. Die höhere Summe, die Monitor nennt, kommt laut Lufthansa durch Mehrfachnennungen zustande. Auch die Motivation der Mitarbeiter, solchen Dingen auf den Grund zu gehen, könne Ursache für die unterschiedlichen Zahlen sein.

Der Chef der Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) glaubt ebenfalls an mehr meldepflichtige Fälle bei der Lufthansa. Es hätte insgesamt 65 Ereignisse gegeben, bei denen körperliche Beschwerden beim Kabinenpersonal aufgetreten seien. Darauf hätte es bei den Anzeigen für die Behörden nicht immer Hinweise gegeben.

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