Wissenschaft und Technologie
Karte


Evil Rays

Freier Wille? Wissenschaftler belegen, dass sie das Gehirn umprogrammieren und Verhalten und Vorlieben verändern können!

Wenn Ihnen bei dem Gedanken, jemand könnte per Knopfdruck Ihre Vorlieben und Entscheidungen im Leben verändern, unbehaglich zumute wird, ist jetzt die Zeit, sich Sorgen zu machen.

© Quelle: Kopp Online
Forscher des Massachusetts General Hospital und der Universität Löwen in Belgien haben entdeckt, dass sich durch die Stimulation der Gehirnregion, die als wichtig für Motivation, Belohnung und Lernen gilt, bei Primaten Vorlieben verändern und das Verhalten vorhersagen und kontrollieren lässt. Die Studie wurde am 16. Juni in der Onlineausgabe der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht.

Erstmals konnte dabei bestätigt werden, dass eine Stimulation des im Mittelhirn gelegenen ventralen tegmentalen Areals (VTA) Vorlieben und Verhalten verändern kann. In früheren Studien brachten Forscher eine gesteigerte Aktivität im VTA mit positiven Erlebnissen eines Tiers in Verbindung, konnten aber nicht beweisen, dass die Aktivität des VTA Verhaltensveränderungen auslöste.

Kommentar: Eine Idee, wo dieses Experiment hinführen könnte, vermittelt der folgende Artikel:

Forschungsgelder für bessere Manipulation der Massen? Obama und EU investieren 80 Millionen Dollar für "Brain Activity Map"

Gem

Künstlicher Super-Diamant: Härter und hitzebeständiger als das natürliche Vorbild

Künstlich hergestellter Diamant ist härter und hitzebeständiger als natürliches Vorbild

Forscher haben erstmals künstliche Diamanten hergestellt, die ihre natürlichen Vorbilder in Härte und Hitzebeständigkeit deutlich übertreffen. Das Geheimnis dieser Super-Diamanten: Ihre Kristallstruktur weist kleine Einheiten auf, die an ihren Grenzflächen wie Bild und Spiegelbild gegeneinander stehen. Die Erzeugung solcher "Nanotwin"-Materialien ermöglicht die Produktion neuer ultraharter Materialien und Werkzeuge, so die Forscher im Fachmagazin "Nature".
© Rob Lavinsky (iRocks.com) / CC-by-sa 3.0
Diamant: Hart, aber nicht sehr hitzestabil
Werkzeuge mit Diamantspitzen sind unverzichtbar. Mit ihnen werden Glas, keramische Materialien und Steine gebohrt, geschnitten und geritzt, sie werden in so unterschiedlichen Branchen wie der Automobilindustrie und der Dentaltechnik oder Uhrenherstellung eingesetzt. Dabei gibt es jedoch bisher einen gravierenden Nachteil: Wird das Material zu heiß, zersetzt sich auch die Diamantspitze.
Blue Planet

Größtes Wasser-Reservoir der Erde im Mantelgestein unter der Erdoberfläche gefunden

Seismische Messungen bestätigen Existenz großer Mengen Wasser im Mantelgestein
Erde, blaue Kugel, Heimatplanet
© Reuters
Es ist flüssiges Wasser auf der Oberfläche unseres 'blauen Planeten', der ihn bewohnbar macht und schon lange haben Wissenschaftler versucht herauszufinden wie viel Wasser durch Plattentektonik zwischen der Erdoberfläche und inneren Reservoirs zirkuliert. Nun gauben sie, dass Wasserreservoirs 400 Meilen unter der Erdoberfläche den Schlüssel bergen.
Unterirdisches Reservoir: Im Erdmantel gibt es tatsächlich ein gewaltiges Wasservorkommen. Dies bestätigen nun Laborversuche und erstmals auch seismische Messungen. An einigen Stellen unter Nordamerika haben US-Forscher ein verräterisches Schmelzen des Mantelgesteins nachgewiesen - ein Hinweis auf Wasser im Gestein. Der irdische Wasserkreislauf reicht demnach bis tief in den Erdmantel hinein, so die Forscher im Fachmagazin Science.
Info

Neu entdeckt: Wie fließendes Wasser die elektrische Ladung der Umgebung verändert

Fließt Wasser über Glas oder Gestein, so passiert chemisch betrachtet mehr als bislang angenommen: Die elektrische Ladung mineralischer Oberflächen verändert sich unter einer Wasserströmung entscheidend, weil sich dabei manche Ionen bevorzugt aus dem Material lösen.
Mainz (Deutschland) - Wie Forscher um Mischa Bonn vom Max-Planck-Instituts für Polymerforschung und der belgischen Universität Namur im Fachjournal Science (DOI: 10.1126/science.1253793) berichten, entdeckten sie das die energetisierende Eigenschaft von fließendem Wasser Mit Hilfe eines ausgeklügelten spektroskopischen Verfahrens.

Ob und wie stark sich die Oberfläche dabei auf- oder entlädt, hängt demnach davon ab, um welches Mineral es sich handelt und wie sauer oder basisch das strömende Wasser ist." Die Ladungsänderung kann aber so stark sein, dass sie einer Erhöhung der Säurekonzentration um etwa das Hundertfache entspricht", erläutert die Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft. "Mit der Änderung der Oberflächenladung verrichtet man unausweichlich elektrische Arbeit und ändert somit die Energie der Oberfläche und ihre Reaktivität." Daher könnte die aktuelle Erkenntnis Konsequenzen für das Verständnis zahlreicher chemischer Prozesse in Natur und in Industrie haben.
Radar

Google übernimmt Satelliten-Hersteller Skybox

Google kauft das Satelliten-Startup Skybox für 500 Millionen Dollar in bar. Zwei Dutzend Satelliten sollen in den kommenden Jahren ins Weltall geschossen werden. Die Bilder sollen in Google Earth integriert werden.

© dpa
Google will künftig zahlreiche Satelliten ins Weltall schicken.
Der US-Internetkonzern Google stärkt sich mit einem weiteren Zukauf. Der Suchmaschinenbetreiber übernimmt das amerikanische Satellitenunternehmen Skybox Imaging für 500 Millionen Dollar in bar, wie Google am Dienstag mitteilte.

Kommentar: WiFi-Strahlen bald an jedem Punkt der Erde: Google will WiFi für den ganzen Planeten mit 180 Satelliten realisieren

Clipboard

Totale Gedankenkontrolle: Wissenschaftlern gelingt es, Erinnerungen in Ratten zu erzeugen, zu löschen und wiederherzustellen. Wann sind wir an der Reihe?

Im Laborumfeld haben Wissenschaftler gelernt, wie sie Erinnerungen erzeugen, löschen und wiederherstellen können. Zurzeit experimentieren sie mit Ratten. Die Forscher betrachten die folgenden Ergebnisse als großen Durchbruch.

© Quelle: Kopp Online
Bei einer kürzlich durchgeführten Studie von Forschern der Medizinischen Fakultät der University of California, San Diego gelang es, bei Mäusen Erinnerungen zu löschen. Anschließend konnten die Forscher dieselben Erinnerungen reaktivieren und dabei die Reaktion der Tiere auf frühere Ereignisse verändern. Die Studie wurde in der Online-Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift Nature veröffentlicht. Erstmals wurde dabei bestätigt, dass Erinnerungen selektiv gelöscht und dann auf vorhersagbare Weise reaktiviert werden können.

Kommentar: Diese Technologie ist vielleicht gar nicht so neu wie im obigen Beitrag dargestellt und bereits wesentlich weiter fortgeschritten. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier: In unserer Gesellschaft, die von Psychopathen regiert und kontrolliert wird, zeigt es sich immer wieder, dass solche Erkenntnisse, die zum Teil für gute Zwecke verwendet werden könnten, meistens für das genaue Gegenteil missbraucht werden (siehe Links oben). Und dies wird auch weiterhin so gehandhabt werden, außer wir wachen auf und sehen dieser psychopathischen Infektion unserer Gesellschaft ins Auge .

HAL9000

Meilenstein oder "Hinkelstein"? Supercomputer besteht erstmals Turing-Test und gaukelt Jury Menschsein vor

Erstmals hat ein Computer den Turing-Test bestanden, der seit 1950 die KI-Forscher herausfordert. In einem Chat hielten Menschen die Software für eine reale Person.
Hal9000
© RGA
Hal, der Supercomputer aus Stanley Cubricks: "2001"
Ein Programm auf einem sogenannten Supercomputer hat zahlreichen Testpersonen erfolgreich vorgegaukelt, ein Mensch zu sein. Es ist damit die erste Maschine, die den so genannten Turing-Test bestanden hat, teilte die britische University of Reading mit, die die Versuche organisiert hat.

Den Test hatte der britische Mathematiker Alan Turing im Jahr 1950 formuliert. Damit soll geprüft werden, ob eine Maschine tatsächlich denken kann. Nach Auffassung von Turing ist das dann der Fall, wenn der Computer sich mit einem Menschen unterhalten kann - und dieser es nicht bemerkt, dass er es mit einem künstlichen Wesen zu tun hat.
Meteor

"The Beast": Riesenasteroid zehnmal so groß wie Tscheljabinsk-Meteorit wurde beinahe übersehen und wie gewöhnlich zu spät entdeckt

Zehnmal so groß wie der Tscheljabinsk-Meteorit: Der Asteroid HQ124 „The Beast“ rast am Sonntag an der Erde vorbei. Für unseren Planeten besteht keine Gefahr. Dennoch schlagen Experten Alarm, weil der Riesenasteroid erst im letzten Moment entdeckt worden ist.

© NASA/JPL-Caltech
Riesenasteroid beinahe übersehen: „The Beast“ nähert sich der Erde
Zehnmal so groß wie der Tscheljabinsk-Meteorit: Der Asteroid HQ124 „The Beast“ rast am Sonntag an der Erde vorbei. Für unseren Planeten besteht keine Gefahr. Dennoch schlagen Experten Alarm, weil der Riesenasteroid erst im letzten Moment entdeckt worden ist.
Cloud Lightning

Kugelblitz: Erklärung rückt angeblich näher

Nachdem chinesische Forscher zufällig einen Kugelblitz gefilmt und vermessen haben, wird eine alte Theorie plausibler.
© Wikimedia, gemeinfrei
Kugelblitz: Erklärung rückt angeblich näher
Schon 2012 haben chinesische Wissenschaftler, die mit Kameras und Spektrometern unterwegs waren, zufällig einen Kugelblitz vor ihre Instrumente bekommen. Die Ergebnisse, die jetzt veröffentlicht werden, lassen vermuten, dass eine alte Theorie über die Entstehung der Kugelblitze zutreffend sein könnte, wie cnet berichtet.
Jupiter

Neue Exoplaneten-Kamera "SPHERE" liefert erste Bilder

Das Instrument SPHERE (kurz für "Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet Research", wörtlich etwa "spektropolarimetrische Erforschung von Exoplaneten im Hochkontrastbereich"), das am "Very Large Telescope" (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) am Paranal-Observatorium in Chile angebracht wurde, führt derzeit seine ersten Beobachtungen durch. Schon die ersten Aufnahmen begeistern Astronomen und geben ein Vorgeschmack auf zukünftig spannende Entdeckungen.
© ESO/J.-L. Beuzit et al./SPHERE Consortium
Während der Beobachtungen zum ersten Licht wurde die bisher beste Aufnahme des Staubrings um den nahen Stern "HR 4796A" angefertigt. Diese zeigt nicht nur den Ring in außergewöhnlicher Klarheit, sondern illustriert auch wie gut SPHERE das Leuchten des hellen Sterns in der Mitte des Bilds unterdrücken kann.
Grenoble (Frankreich) - "Das leistungsstarke neue Instrument zur Suche nach und der Erforschung von Exoplaneten nutzt eine Kombination aus mehreren fortschrittlichen Techniken", erläutert die ESO-Pressemitteilung. "Es bietet eine vielfach bessere Leistung als bereits existierende Instrumente und hat bereits während der allerersten Beobachtungstage eindrucksvolle Aufnahmen von Staubscheiben um nahe Sterne und anderer Zielobjekte geliefert."
Top