Wissenschaft und Technologie
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Satellite

Rosetta: Europas heikler Landeversuch auf einem Kometen

Die europäische "Rosetta"-Mission ist der Höhepunkt des Jahres: Erstmals soll eine Raumsonde auf einem Kometen landen. Doch zuvor muss das Landegerät "Philae" eine weitere Bewährungsprobe bestehen.

Kometen haben die Menschen schon immer fasziniert. Die Griechen und Römer sahen in ihnen Zeichen der Götter, bis ins 17. Jahrhundert galten sie als Schicksalsboten. Immer wieder wurden die Schweifsterne von Künstlern dargestellt - als Stern von Bethlehem etwa. Nun stehen europäische Wissenschaftler kurz davor, an den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko anzudocken und ihn erstmals aus der Nähe zu beobachten.


Kommentar: Wahrscheinlich wird überhaupt kein "Eis" und "Neuschnee" vorgefunden werden, da Kometen keine "dreckigen Schneebälle sind". Laut der "Elektrisches Universum"-Bewegung sind Kometen reguläre Felsbrocken, die durch elektrische Entladungen einen Schweif entwickeln. Hierbei bildet der Komet einen 'Kurzschluss' zwischen der Sonne (positiv geladen) und dem äußeren Sonnensystem (negativ geladen), wobei der Schweif lediglich der sichtbare Teil des Ionen-Stroms ist. Das nachgewiesene Wasser rund um Kometen entsteht durch Sputtering von negativ geladenen Sauerstoff-Ionen aus dem Silikat-haltigen Mineralien, die sich mit dem Wasserstoff des Ionen-Stroms bzw. Sonnenwind verbinden. Im Koma eines Kometen können daher einige Tonnen Wasser pro Tag gebildet werden. Wir dürfen gespannt sein, ob Rosetta die Forschungsergebnisse der "Elektrisches Universum"-Forscher bestätigt und damit die Theorie vom "dreckigen Schneeball" endgültig verschwindet.

Nebula

Neu entdeckter Zwergplanet stellt bisherige Vorstellungen unseres Sonnensystems in Frage: Existenz eines noch deutlichen größeren Planeten möglich

Existenz weiterer Felsplaneten großer Objekte und eines riesigen Felsplaneten möglich

US-Astronomen haben einen neuen Zwergplaneten entdeckt, der unsere Sonne umkreist. Allerdings tut er dies nicht innerhalb sondern unmittelbar außerhalb der bislang bekannten Grenzen unseres Sonnensystems. Es handelt sich zudem wahrscheinlich um nur eines von annähernd tausend weiteren Objekten, die die sogenannte Oortsche Wolke und damit die bislang lediglich postulierte Heimstätte einiger Kometen bilden. Einige dieser Objekte könnten so groß wie unsere erde sein. Darüber hinaus sprechen die Beobachtungsdaten des neuentdeckten Zwergplaneten auch für die Existenz eines noch unbekannten gewaltigen Planeten von der bis zu 10-fachen Größe der Erde, der die Umlaufbahn der Objekte innerhalb der Oortschen Wolke beeinflusst.

© NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC-Caltech)
Illustration des Zwergplaneten Sedna.
Washington (USA) - Das uns bekannte Sonnensystem ist in drei Haupteile gegliedert: Das innere Sonnensystem mit den kleinen Felsplaneten, die Region der großen Gasplaneten und jene der eisigen Objekte des sogenannten Kuipergürtels, der das Sonnensystem jenseits der Umlaufbahn des Neptuns umgibt. Noch außerhalb dieser Region wurden bislang zwar zahlreiche Objekte vermutet, bislang war jedoch nur ein einziges bekannt: Der Zwergplanet Sedna.
Sherlock

Schatztaucher veröffentlichen neue Videoaufnahmen der Ostsee-Anomalie

Nachdem die winterliche Ostsee Tauchgänge und Sonarfahrten zur sogenannten Ostsee-Anomalie in den vergangenen Monaten unmöglich gemacht hatte, präsentieren ihre Entdecker nun neue Aufnahmen der rätselhaften, 60 Meter durchmessenden Struktur in rund 80 Metern Tiefe. Zum ersten Mal darauf Aufmerksam wurden die Schatztaucher auf das Objekt im Herbst 2011 auf Sonaraufnahmen, die seither weltweit für Rätselraten und Spekulationen über die Natur dieser Struktur sorgen.

© oceanexplorer.se
Neue Mehrstrahl-Sonar-Aufnahme der sogenannten Ostsee-Anomalie.
Norrtälje (Schweden) - In einem neuen Video erläutern die Schatztaucher um Dennis Asberg und Peter Linberg von "OceanExplorer.se", dass es sich um im März dieses Jahren mit einem Mehrstrahl-Sonar erstellte Aufnahmen der Struktur am Ostseeboden handelt.

Kommentar: Schatztaucher fanden zweite mysteriöse Kreisstruktur in der Ostsee

Meteor

Keine bemannten Mond-Missionen wegen Meteorit-Gefahr?

vollmond
© epa
Künftige Mond-Expeditionen können sich mit vielen Gefahren konfrontiert sehen, darunter mit der Meteoriten-Gefahr. Der Satellit unserer Erde besitzt praktisch keine Atmosphäre, deshalb wird selbst ein kleiner Meteorit nicht abgebremst und kann Bauten auf dem Mond ernsthaften Schaden zufügen. Die Experten meinen allerdings, man könne dieses Risiko auf ein Minimum einschränken.

Seit acht Jahren wird die Mondoberfläche stetig beobachtet. Die irdischen Teleskope schauen auf die Mondscheibe und fixieren das Aufblitzen beim Einschlagen von Meteoriten. In diesem Zeitraum wurden mehr als 300 solche Ereignisse beobachtet. Das wohl stärkste Ereignis dieser Art ereignete sich im vergangenen September. Die Details wurden erst vor kurzem veröffentlicht. Die Energie des Aufschlagens des etwa 400 Kilogramm schweren Steins bei einer Geschwindigkeit von 17 Kilometern pro Sekunde verglichen die Experten mit der Detonation von 15 Tonnen Trotyl (TNT). Am Ort des Aufschlagens entstand ein 40 Meter tiefer Krater. Für den Beobachter auf der Erde war die Helligkeit des Aufblitzens mit der Leuchtkraft des Polarsterns zu vergleichen. Von einem Wohnmodul auf dem Mond wäre da gewiss nichts übrig geblieben. Aber dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Meteorit einen Astronauten oder eine Mondstation trifft, gering: das kann einmal in mehreren tausend Jahren passieren. Das Problem bestehe in etwas anderem, sagt Oleg Malkow, Abteilungsleiter am Institut für Astronomie der Russischen Akademie der Wissenschaften.
Better Earth

Klima: Wegen Vulkanausbrüchen verregnete Sommer in Europa

vulkanausbruch monsun diagramm weltkugel
© Stefan Brönnimann, Uni Bern
Starke tropische Vulkanausbrüche führen zu einer Abschwächung der Monsune und können in Teilen Europas zu verregneten Sommern führen
Wieso folgen auf starke Vulkanausbrüche in den Tropen kalte, verregnete Sommer in Europa? Ein Forscherteam unter Berner Leitung hat Vulkanausbrüche der letzten 400 Jahre analysiert und eine mögliche Antwort gefunden: Der vulkanische Auswurf schwächt den Sommermonsun in Afrika und Asien ab.

Historische Aufzeichnungen belegen, dass auf starke tropische Vulkanausbrüche oft zu «Jahren ohne Sommer» in Mitteleuropa führten, wie die Universität Bern in einer Mitteilung schreibt. Letztmals war dies 1816 nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien der Fall, als auch in der Schweiz viele Menschen den Hungertod starben.
Book 2

Die Gesetzmäßigkeiten des Wiedersehens

romanze meer paar
© Keystone
Ob diese beiden sich bald wiedersehen, hängt davon ab, wie intensiv sie bisher miteinander in Kontakt standen.
Morgens ein Meeting, mittags Lunch mit den Kollegen, am Abend auf eine Stange mit Freunden. Wann wir wen wiedersehen, hängt von bestimmten Gesetzmässigkeiten ab.

Der Mensch verfügt über ein komplexes soziales Netzwerk. Dazu zählen unter anderem Freunde, Partner, Familie, Nachbarn und Kollegen. Dass der Kontakt mit all diesen Personen nicht zufällig passiert, sondern bestimmten Regelmässigkeiten unterliegt, haben nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität von Nebraska herausgefunden. Aufgrund von früheren Begegnungen lässt sich demnach vorhersagen, wie wahrscheinlich ein erneuter Kontakt ist.

Kommentar: Offenbar ist das eine extrem vereinfachte "Gesetzmäßigkeit". Aber nicht alles im Universum läuft mechanisch ab.

Solar Flares

Sonnenstürme können sich zu Super-Ausbrüchen aufschaukeln

sonneneruption
© nasa/stereo
Die Aufnahmen zeigen einen extremen Sonnensturm, der mit Raumsonden der "Stereo"-Mission aus zwei unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen wurde. Forschern ist es erstmals gelungen, die Entstehung eines extremen Sturms als Resultat von Wechselwirkungen zwischen mehreren Stürmen im Detail zu verstehen.
Forscher beobachten erstmals Entstehung eines extremen koronalen Masseauswurfs im Jahr 2012 im Detail

Graz/Berkeley - Unsere Sonne ist nicht nur verlässliche Lieferantin von Licht und Wärme, sie kann mit allfälligen Sonnenstürmen auch eine Bedrohung für das Leben auf der Erde darstellen. In unregelmäßigen Abständen schleudert unser Zentralgestirn hochenergetische Teilchen und Magnetfelder ins All. Treffen diese Ausbrüche auf unseren Heimatplaneten, können sie große Schäden hervorrufen: Die Stromversorgung oder Satelliten versagen, Handy- und Funkverkehr können gestört werden.

Einem internationalen Forschungsteam mit Beteiligung der Karl-Franzens-Universität Graz ist es nun erstmals gelungen, die Entstehung eines extremen Sonnensturms in bis dato nicht gekanntem Detail zu beobachten. Die gewonnenen Erkenntnisse relativieren zum Teil bisherige Modelle. Die Beobachtungen belegen, dass aufeinanderfolgende Massenauswürfe sich enorm aufschaukeln können, wie die Forscher im Fachjournal Nature Communications schreiben.
Satellite

Unrealistisch, teuer und gefährlich: Amerikaner wollen Rohstoffe auf Asteroiden abbauen

asteorid
© planetaryresources.com
Bevor der Abbau von Rohstoffen auf Asteroiden losgehen kann, sollen die Brocken zunächst mithilfe eines Teleskops genau untersucht werden.
Seltene Metalle, Erze, Platin oder Gold sind teilweise in großen Mengen in Asteroiden enthalten. Konzerne wollen sie mit ausgeklügelten Systemen abbauen. Ein kompliziertes Vorhaben.

Im Auftrag eines Großkonzerns rauschte die "Nostromo" durch das All. Sie war ein besonderes Raumschiff: Sie brachte Rohstoffe von fremden Himmelskörpern zur Erde. Bis ein außerirdisches Wesen fast die gesamte Besatzung tötet. Am Ende zerstörte sich Nostromo schließlich selbst.

So war das im Film "Alien". Was Regisseur Ridley Scott 1979 in Szene setzte, soll bald Wirklichkeit werden. Natürlich viel weniger dramatisch. Eher nüchtern stellen sich die Leiter des Unternehmens Planetary Resources den Abbau von Rohstoffen vor. Sie wollen nicht die Erde, sondern den Rest des Universums nach Rohstoffen durchsuchen. Ihr Ziel ist der Bergbau im All. Im Sommer dieses Jahres stellen sie dafür ein Raumvehikel vor, das durch das All fliegende Brocken suchen und erkunden soll. In etwa drei Jahren wollen sie mit dem Abbau von Rohstoffen auf den fliegenden Brocken beginnen.
Fireball

Die Nasa will einen Asteroiden einfangen und zwischen Mond und Erde parken

Raumsonde
© Nasa
So ungefähr könnte die Aktion aussehen.
Die Nasa will einen Asteroiden einfangen. Schon sehr bald soll sich ein Roboter mit Tüte auf den Weg machen. Den passenden Himmelskörper haben die Wissenschaftler noch nicht gefunden - einen kosmischen Parkplatz halten sie ihm aber schon frei.

Es klingt wie Science-Fiction, doch schon bald könnte es Realität werden: Die Nasa will einen Asteroiden einfangen. Konkrete Pläne dazu gibt es schon: "Asteroid Initiative" heißt die gewagte Weltraum-Mission. US-Präsident Barack Obama hat der Weltraumagentur schon 2010 zum Ziel gesetzt: Bis spätestens 2025 sollen Menschen einen erdnahen Asteroiden besuchen. Der Plan der Nasa ist sogar, bereits bis 2021 Astronauten zu einem solchen Himmelskörper zu schicken.
Sherlock

Wissenschaftler sind sehr zuversichtlich schon bald ein Wollhaarmammut klonen zu können

Nachdem vor einem Jahr Wissenschaftler ein teilweise in einem Eisblock eingefrorenen Mammut-Kadaver frisches Fleisch und sogar flüssiges Blut sicherstellen konnten (...wir berichteten), sind die Untersuchungen an dem unerwartet gut erhaltenen Mammutfund schon weit fortgeschritten. Schon jetzt zeigen sich die beteiligten Forscher davon überzeugt, dass es mit Hilfe der vorliegenden Gewebe-, Zell- und DNA-Proben möglich sein wird, schon in absehbarer Zeit ein lebendes Mammut durch Klonen wieder zum Leben zu erwecken.
© Michil Yakovlev, North-Eastern Federal Universtity
Wissenschaftler untersuchen das erstaunlich gut erhaltene Wollhaarmammut in einem Labor an der North-Eastern Federal Universtity.
Jakutsk (Jaktutien) - In Jakutsk hat ein internationales Wissenschaftlerteam den Kadaver obduziert und eingehend untersucht. Wie die Siberian Times berichtet, ist der Kadaver der Mammutkuh rund 43.000 Jahre alt, offenbart jedoch Körperteile und weiches Gewebe, die teilweise besser erhalten sind, wie bei einem erst vor sechs Monaten beerdigten Menschen.
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