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Do, 11 Feb 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Jupiter

Astronomen präsentieren handfeste Beweise für unbekannten Riesenplaneten - Planet X

Pasadena (USA) - Zwei US-Astronomen präsentieren handfeste Beweise für die Existenz eines bislang unbekannten Riesenplaneten im Sonnensystem, der unsere Sonne auf einer exzentrischen Umlaufbahn umkreist. Direkt beobachtet wurde der Planet bislang jedoch noch nicht.
© Caltech/R. Hurt (IPAC)
Künstlerische Interpretation des mutmaßlich neuen, neunten Planeten. Die Forscher vermuten, dass es sich um einen Planeten handelt, der Uranus und Neptun gleichen könnte (Illu.)
Wie der Assistenzprofessor Konstantin Batygin und Professor Mike Brown vom California Institute of Technology (Caltech) aktuell im Fachjournal Astronomical Journal berichten, lassen sich laut ihren mathematischen Berechnungen und umfangreichen Computersimulationen die ungewöhnlichen aber gemeinsamen Umlaufbahnmerkmale der sechs bislang bekannten äußersten Objekte im Sonnensystem (Sedna, „2012GB174“, „2004VN112“, „2013RF98“, „2007TG422“ und „2012VP113“) am wahrscheinlichsten mit der Anwesenheit eines weiteren großen Planeten im äußeren Sonnensystem erklären.

Auf den Spitznamen „Planet Nine“ (Planet Neun) getauft, soll dieser Planet das etwa Zehnfache der Masse unserer Erde aufweisen, die Sonne jedoch 20 mal weiter entfernt umkreisen als der äußerste Planet Neptun. Auf diese Weise würde der neue „Neunte Planet“ 10.000 bis 20.000 Jahre für eine Umrundung der Sonne benötigen.

Kommentar:


Rocket

Nur fast geschafft: Erneute SpaceX Recycling-Rakete ging zu Bruch

Erst ein Blackout in der Übertragung, dann die schlechte Botschaft: SpaceX ist es wieder nicht gelungen, seine Rakete auf dem Meer zu landen. Ein Klapper-Teil hat die Ingenieure blamiert.
© Terence Horan/Marketwatch, SpaceX, justatinker.com
Vor knapp vier Wochen konnte SpaceX noch jubeln, jetzt wieder ein Rückschlag. Dem relativ jungen US-Raumfahrtfirma SpaceX ist es erneut nicht gelungen, die erste Stufe seiner Recycling-Rakete Falcon sanft und senkrecht auf eine schwimmende Meeresplattform zurück zu holen. Ende Dezember verlief eine ähnliche Landemission auf festem Boden in Florida noch erfolgreich.


Zunächst klappte der Start der Falcon-Rakete am Sonntagvormittag Ortszeit noch nach Plan. Die gut 60 Meter hohe Falcon 9 mit dem Wissenschaftssatelliten Jason 3 zur Erforschung der Ozeane hob in dichtem Nebel auf die Sekunde genau ab. SpaceX nutzte diesmal als Startplatz den US-Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien.

Ursprünglich sollte die komplette Landung der ersten Stufe auf der Meeresplattform live übertragen werden. Doch kurz vor dem Aufsetzen stockte das Video-Bild von der unbemannten Plattform in der Größe eines Fußballfeldes. Es gab etwa eine Viertelstunde ein Nachrichten- und Bild-Blackout von der Wackelinsel. Dann erklärte ein SpaceX-Sprecher, dass die Rakete härter als erwartet auf der Plattform aufgesetzt hat. Dabei sei ein Landebein abgebrochen.

Kommentar:
  • Amerikas Absturz: SpaceX-Rakete bei erneuter Landung gescheitert



Nebula

Angelehnt an die Inka-Knoten zum Speichern von Informationen: Wissenschaftlern gelingt die Verknotung von Quantenfeldern

Erstmals gelingt die Verknotung von Quantenfeldern. Noch ist der Zustand nicht allzu langlebig. Er könnte aber die Entwicklung von Quantencomputern voranbringen.
Bereits die alten Inka nutzten Knoten zum Speichern von Informationen. Dank einer über Jahrtausende bewährten Knotenschrift namens Quipu konnten sie komplexe Information festhalten und über große Strecken transportieren. Auch in der Quantenwelt sollten verknotete Zustände existieren, die sich besonders für die Anwendung in empfindlichen Quantencomputern eignen könnten. Denn ihre topologischen Eigenschaften machen sie besonders stabil. Allerdings wurde ihre Existenz zwar schon seit Jahrzehnten von Theoretikern vorausgesagt - doch bislang widersetzten sich die komplizierten Quantenknoten einer experimentellen Realisierung.

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Sun

Silizium bekommt Gesellschaft

© Fotolia/ svitekd
Trotz vieler Alternativen bestehen die meisten Solarmodule noch immer aus Silizium. Jetzt aber haben Forscher eine effektive Methode gefunden, für höhere Wirkungsgrade ein weiteres Material hinzuzunehmen.

Mit der Ablösung von Silizium als wichtigstem Material für Photovoltaik ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen. Allerdings könnte es bald einen Partner aus einer viel versprechenden Materialklasse namens Perowskite bekommen.

Eine Gruppe um Henry Snaith, Physiker an der University of Oxford und einer der führenden Perowskit-Forscher, hat jetzt einen bedeutenden Fortschritt auf diesem Weg gemacht: Sie demonstrierte ein nach ihren Angaben realistisches Konzept für ein Solarmodul, in dem konventionelles Silizium und Perowskit, das den Wirkungsgrad um mehrere Prozentpunkte erhöht, zusammenkommen.

Gem

Größter Saphir der Welt in Sri Lanka gefunden - Besitzer tauft ihn "Stern von Adam"

In Sri Lanka wurde vor kürzlich der bisher größte und schwerste Saphir der Welt gefunden. Der anonyme Besitzer des blauen Minerals hat ihn den Spitznamen “Stern von Adam” gegeben.

© Saphir / gicolombo
Ratnapura (Sri Lanka). Bergleute haben in der Nähe von Ratnapura, einer Region die seit gut 2.000 Jahren für ihre Edelsteinfunde bekannt ist, den bisher schwersten und größten Saphir der Welt entdeckt. Der Saphir wiegt 1404 Karat und ist schätzungsweise 90 Millionen Euro wert. Der bisherige Rekordhalter brachte mit 1395 Karat nur 9 Karat weniger auf die Waage.

Stern von Adam

Der anonyme Besitzer des größten Saphirs der Welt hat das blaue Mineral auf “Stern von Adam” getauft. Laut muslimischer Überlieferung soll Adam nach seiner Verteibung aus dem garten Eden nach Sri Lanka gelangt sein und sich an den Hängen des heutigen Bergs Adam’s Peak niedergelassen haben. Der Stern im Namen bezieht sich auf einen optischen Effekt des Saphirs: Im Saphir sind Rutilnadeln - Titandioxide - eingelagert, so dass diese mehr oder weniger gut das Licht sechsstrahlig sternförmig reflektieren


Ice Cube

Bärtierchen überleben extremste Zustände: 30 Jahre lang eingefroren und wieder putzmunter

Bärtierchen (Tardigrada) sind höchstens einen Millimeter groß, besitzen acht Beine, leben vorwiegend im Moos, Teichen sowie Dachrinnen und haben eine Besonderheit: Sie überleben auch die extremsten Umweltbedingungen ohne jeglichen Schaden.
© Oliver Meckes & Nicole Ottawa/ eyeofscience.com
Ein Bärtierchen
Über 1.000 Arten dieser Überlebenskünstler sind unseren Wissenschaftlern bekannt und man entdeckt immer neue hinzu. Obwohl man sie bereits seit rund 200 Jahren kennt, bleiben sie unseren Forscher weitgehendst ein Rätsel. Wieso hat dieser Tierstamm derart extreme Überlebensstrategien entwickelt, die er eigentlich gar nicht benötigte? Gemäß der Evolutionstheorie bilden sich doch angeblich nur Fähigkeiten und Merkmale heraus, die auch zum Überleben benötigt werden. Das Bärtierchen hingegen hat auf unserer Erde keines der Umweltbedingungen erlebt, für die es ausgerüstet ist.

Cassiopaea

Zufallsfund: Das zweite schwarze Loch in unserer Galaxie entdeckt

Es erreicht nicht ganz die Größe von Sagittarius A* im Zentrum der Galaxie, dafür kommt es unvermutet: Das zweite Schwarze Loch der Milchstraße ist ein Zufallsfund.
© Tomoharu Oka / Keiko University
Mit einer Masse, die dem Hunderttausendfachen unserer Sonne entspricht, ist dieses Schwarze Loch nicht ganz so gewaltig wie sein bekannter Nachbar Sagittarius A* - das zentrale Gravitationsmonster unserer Milchstraße. Dafür kommt es umso überraschender. Denn Tomoharu Oka von der Keio Universität in Japan und seine Kollegen wollten mit Hilfe des Nobeyama-Radioteleskops in Japan und des ASTE-Radioteleskops in Chile eigentlich eine außergewöhnliche Gaswolke beobachten, die sich nur etwa 200 Lichtjahre vom Zentrum unserer Galaxie entfernt befindet. Die als CO-0.40-0.22 bezeichnete Wolke bewegt sich jedoch mit extrem heterogenen Geschwindigkeiten: Ihre schnellsten und langsamsten Moleküle rasen mit einer Differenz von bis zu 100 Kilometern pro Sekunde durchs All, was die Astronomen mit unterschiedlichen Modellberechnungen erklären wollten.

Kommentar:


Sun

Die Endlosschleife: Sehen Sie, wie die Sonne in einem Jahr das Symbol der Unendlichkeit in den Himmel zeichnet

Diese faszinierende Figur der Unendlichkeit, die die Sonne in den Himmel zeichnet ist ein phantastischer Anblick, benötigt aber ein ganzes Jahr hingebungsvoller Arbeit eines Photographen.

Ein Veteran der Astrophotographie Giuseppe Petricca machte die Bilder von Sulmona, Abruzzo, Italien aus mit einer Nikon Coolpix P90 Bridge. Die Punkte erzeugen eine geschwungene acht-förmige Kurve an den Stellen, wo die Sonne jeden Tag zur gleichen Zeit im Himmel steht. Eine Komposition der Bilder ergibt ein Muster, genannt solares Analemma.

© Giuseppe Petricca

Bulb

Kernkraft neu aufgelegt - Forschung am Flüssigsalzreaktor erhält Finanzierung

© CC BY-SA 3.0 / Wikipedia
Start-ups, die an der Entwicklung von Atomkraftwerken der nächsten Generation arbeiten, tun sich nicht leicht, das nötige Geld zusammenzubekommen. Zwei von ihnen haben jetzt jedoch neues Kapital erhalten.

Einer der viel versprechendsten Entwickler von neuartigen Kernkraftwerken, das kanadische Start-up Terrestrial Energy, hat sich 7 Millionen Dollar neues Kapital gesichert. Die Summe ist zwar relativ niedrig. Dennoch ist sie aber ein wichtiges Signal, dass der Privatsektor bereit sein könnte, innovative Kernreaktoren zu finanzieren, weil die Suche nach Möglichkeiten zur Stromerzeugung ohne oder mit geringen CO2-Emissionen intensiver wird.

Laut Third Way, einer Denkfabrik aus Washington, wurden bislang mehr als 1,3 Milliarden Dollar an privatem Kapital in nordamerikanische Unternehmen investiert, die an neuen Technologien für Kernreaktoren arbeiten. Ein großer Teil dieses Geldes ist allerdings in Unternehmen geflossen, die sich mit Kernfusion beschäftigen. Diese Technologie befindet sich in einem weitaus früheren Stadium als solche, die mit Spaltung als der konventionellen Form von Kernkraft arbeiten.

Kommentar: Trotz aller Phantasien über grüne Energien, sind Atomkraftwerke auch Heute noch die einzige Technologie, die unabhängig und kompakt große Mengen Strom nach Bedarf liefern kann.

Konventionelle Kraftwerke verbrauchen große Mengen Rohstoffe wie Kohle, Öl oder Gas, während Heute schon Atomreaktoren technologisch möglich sind, die ihren Brennstoff sogar selbst erzeugen. Die Gefahren ergeben sich aus dem Design des Kraftwerks an sich, nicht der Idee der Kernspaltung selbst. Mit genügend Forschungsgeldern wäre es ein gangbarer Weg, nukleare Technologien zu entwickeln, die nicht die ständige Gefahr einer Kernschmelze mit sich bringen und so zumindest eine zuverlässige, stabile und preiswerte Grundversorgung garantieren, etwas, von dem wir derzeit, dank der wankelmütigen Ökostrom-Welle, nur träumen können.

Es ist indes keine Frage, dass die Energiegewinnung aus Kernspaltung keine dauerhafte Lösung des Energieproblems darstellen kann, schon aufgrund der Abfallprodukte. Jedoch dank des allgegenwärtigen Streben nach Profit, werden bessere Technologien kaum oder überhaupt nicht gefördert und unkonventionelle Ansätze gar schlicht ignoriert.

Zu glauben, man könne den wachsenden Energiehunger durch Sonne und Wind effektiv und dauerhaft decken, ist genauso illusorisch wie die Annahme, dass alte und anfällige Technologien dazu in der Lage wären. Allein schon deshalb ist jeder neue Ansatz für Technologie, die unabhängige Energie im Gigawatt-Bereich verspricht, ein Schritt in die richtige Richtung.


Family

Jeder von uns trägt fremde menschliche DNA im Körper: Woher kommt sie, welche Auswirkungen könnte sie haben?


Kommentar: Hier handelt es sich um Forschungsergebnisse, die in ihren Implikationen und möglichen Auswirkungen sehr interessant sind. So wie z.B. dieser Artikel zeigt: Seid vorsichtig, mit wem ihr schlaft: Studie zeigt, dass Frauen die DNA ihrer Sexualpartner in sich tragen


Wir alle beherbergen ein Leben lang Zellen unserer Mutter in uns - und diese ein paar Zellen von uns. Aus medizinischer Sicht hat dieser Mix verblüffende Auswirkungen.
Von Ihrer Mutter mögen Sie die Augenfarbe geerbt haben, vielleicht Ihren Sinn für Humor und natürlich die Hälfte Ihrer DNA. Doch eine spezielle Erbschaft ist zu Unrecht kaum bekannt: Unter den 100 Billionen Zellen Ihres Körpers finden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch solche, die direkt von Ihrer Mutter stammen. Und auch das Gegenteil ist der Fall: Vermutlich hat jeder von uns seiner Mutter noch im Mutterleib ein paar eigene Zellen vermacht, die dort seit Jahrzehnten ein Eigenleben führen.

Als Wissenschaftler im Jahr 1979 auf dieses Phänomen aufmerksam wurden, glaubten sie noch an eine seltene Laune der Natur. Dass in Gewebeproben einer Frau männliche Zellen auftauchten, war reichlich unerklärlich: Woher sollten solche Eindringlinge stammen? Mit einem Fachaufsatz machten sie die Sache bekannt. Doch kaum jemand ging auf ihre Frage ein.