Wissenschaft und Technologie
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Fireball

Die Nasa will einen Asteroiden einfangen und zwischen Mond und Erde parken

Raumsonde
© Nasa
So ungefähr könnte die Aktion aussehen.
Die Nasa will einen Asteroiden einfangen. Schon sehr bald soll sich ein Roboter mit Tüte auf den Weg machen. Den passenden Himmelskörper haben die Wissenschaftler noch nicht gefunden - einen kosmischen Parkplatz halten sie ihm aber schon frei.

Es klingt wie Science-Fiction, doch schon bald könnte es Realität werden: Die Nasa will einen Asteroiden einfangen. Konkrete Pläne dazu gibt es schon: "Asteroid Initiative" heißt die gewagte Weltraum-Mission. US-Präsident Barack Obama hat der Weltraumagentur schon 2010 zum Ziel gesetzt: Bis spätestens 2025 sollen Menschen einen erdnahen Asteroiden besuchen. Der Plan der Nasa ist sogar, bereits bis 2021 Astronauten zu einem solchen Himmelskörper zu schicken.
Sherlock

Wissenschaftler sind sehr zuversichtlich schon bald ein Wollhaarmammut klonen zu können

Nachdem vor einem Jahr Wissenschaftler ein teilweise in einem Eisblock eingefrorenen Mammut-Kadaver frisches Fleisch und sogar flüssiges Blut sicherstellen konnten (...wir berichteten), sind die Untersuchungen an dem unerwartet gut erhaltenen Mammutfund schon weit fortgeschritten. Schon jetzt zeigen sich die beteiligten Forscher davon überzeugt, dass es mit Hilfe der vorliegenden Gewebe-, Zell- und DNA-Proben möglich sein wird, schon in absehbarer Zeit ein lebendes Mammut durch Klonen wieder zum Leben zu erwecken.
© Michil Yakovlev, North-Eastern Federal Universtity
Wissenschaftler untersuchen das erstaunlich gut erhaltene Wollhaarmammut in einem Labor an der North-Eastern Federal Universtity.
Jakutsk (Jaktutien) - In Jakutsk hat ein internationales Wissenschaftlerteam den Kadaver obduziert und eingehend untersucht. Wie die Siberian Times berichtet, ist der Kadaver der Mammutkuh rund 43.000 Jahre alt, offenbart jedoch Körperteile und weiches Gewebe, die teilweise besser erhalten sind, wie bei einem erst vor sechs Monaten beerdigten Menschen.
Sherlock

Forscher entdecken "Huhn aus der Hölle"

Knapp dreieinhalb Meter lang, aufgerichtet drei Meter hoch und obendrauf ein Hühnerkopf - so hat ein bislang unbekannter Dinosaurier ausgesehen.
© Bob Walters
« Auf seinen Hinterbeinen stehend war das Tier rund drei Meter hoch - eine Begegnung mit ihm wäre furchterregend gewesen », sagen die Forscher.
Einen bis zu 300 Kilogramm schweren und teils gefiederten Dino haben US-Forscher entdeckt. Dieser durchstreifte vor 66 Millionen Jahren zusammen mit seinem furchterregenden Artgenossen Tyrannosaurus Rex das Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten North Dakota und South Dakota, wie die Wissenschaftler am Mittwoch in der Online-Zeitschrift PLOS One berichteten.
© Carnegie Museum of Natural History
Der zahnlose Schnabel und der grosse Kamm auf dem Schädel verhalfen Anzu wyliei zu seinem ungewöhnlichen Zweitnamen.
Das Team aus Spezialisten des Carnegie- und des Smithsonian-Museums sowie der Universität Utah gab der neu entdeckten Spezies den wissenschaftlichen Namen Anzu wyliei - nach dem alten mesopotamischen Vogel-Dämon Anzu und einem dinosaurierbegeisterten Jungen namens Wylie, dessen Grossvater Kurator des Carnegie-Museums in Pittsburgh ist.
Solar Flares

Doppelte Sonneneruption schaukelte sich zum extremsten Sonensutrm des Weltraumzeitalters hoch

Sonneneruption
© Ying Liu
Zwei Sonneneruptionen hintereinander verursachten den Super- Sonnensturm
Noch einmal davon gekommen: Forscher haben den extremsten Sonnensturm des Weltraumzeitalters registriert - glücklicherweise aber traf er unseren Planeten nicht. Dafür aber hat dieser solare Supersturm ihnen verraten, wie solche Extremereignisse zustande kommen. Ein todsicheres Rezept dafür: Zuwei Sonneneruptionen direkt hintereinander, die sich treffen und aufschaukeln. Träfe ein solcher Sturm die Erde, wären die Folgen verheerend, so die Forscher im Fachmagazin Nature Communications.

Gegen die meisten Sonnenstürme ist die Erde gut geschützt: Ihr Magnetfeld fängt die energiereichen Teilchenströme weit über der Oberfläche ab. Aber es gibt Ausnahmen. Eine davon ereignete sich im September 1859. Das nach seinem Entdecker, dem britischen Astronom Richard Carrington benannt "Carrington-Ereignis" war so stark, dass es Polarlichter bis in die Tropen und funkensprühende oder komplett ausfallende Telegrafenanlagen verursachte. Die Stärke dieses Sonnensturms beziffern Astronomen heute auf etwa D = -850 Nanotesla, er gilt als der stärkste bekannte Sonnensturm überhaupt.
X

Genmais: Schädlinge werden resistent, das Gift auf unserem Teller bleibt

Genmais
© dpad
Maisfeld: In den USA büßen Genmais-Gifte ihre Wirkung ein
Eigentlich sollen gentechnisch veränderte Maissorten Schädlinge fernhalten. In den USA aber wappnen sich Käfer zunehmend gegen Gifte im Genmais. Nun schlagen Forscher vor, die noch anfälligen Insekten zu schützen - und so die Resistenzen zu bekämpfen.

Der großflächig in den USA angebaute Genmais fördert Resistenzen von Schädlingen gegen Giftstoffe. Wie ein Team um den Insektenkundler Aaron Gassmann von der Iowa State University in Ames herausfand, breiten sich resistente Westliche Maiswurzelbohrer im Bundesstaat Iowa rasch aus. Die Larven des Käfers ernähren sich von Maiswurzeln und verursachen nach Angaben der Wissenschaftler jährlich einen Schaden von mehr als 1 Milliarde Dollar (720 Millionen Euro).

Kommentar: Mit der Resistenz von Schädligen gegen Genmais schwindet der einzige Vorteil von Genmais dahin. Der Nachteil bleibt jedoch: Käfer-Gift auf unserem Teller.

Comet 2

Kometen-Lander kurz vor Reaktivierung

Mini-Labor der "Rosetta"-Mission landet im Herbst auf Zielkomet.

Gut zwei Monate nach dem "Aufwachen" der europäischen Kometensonde "Rosetta" im All wollen deutsche Forscher am 28. März deren Landegerät "Philae" wieder in Betrieb nehmen. Der unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte Lande-Roboter soll im November in über 800 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde auf der Oberfläche von "Rosettas" Zielkomet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko aufsetzen, wie das DLR am Dienstag in Köln mitteilte. Gesteuert und betrieben wird der Lander vom Kontrollraum des Nutzerzentrums für Weltraumexperimente des DLR.

Die "Rosetta"-Raumsonde mit "Philae" an Bord war am 20. Januar planmäßig aus einem zweieinhalbjährigen Winterschlaf erwacht, in den sie aus Energiespargründen versetzt worden war. "Rosetta", eine der spektakulärsten Missionen in der Geschichte der europäischen Weltraumagentur ESA, soll im Sommer in eine Umlaufbahn um Tschurjumov-Gerasimenko einschwenken und dann im Herbst "Philae" auf dem Vier-Kilometer-Brocken aus Eis, gefrorenem Gas und Staub absetzen.

Gemeinsam mit seinen irdischen Begleitern wird sich der Komet dann in den folgenden Monaten stetig weiter der Sonne nähern, um im August 2015 seinen sonnennächsten Punkt zu erreichen. Dabei wird Tschurjumov-Gerasimenko durch die Sonnenwärme zunehmend aktiv. Was genau dabei auf dem Schweifstern passiert, sollen die Messgeräte von "Rosetta" und "Philae" aufzeichnen. Von der 2004 gestarteten ESA-Mission erwarten die Forscher Aufschlüsse über die Zusammensetzung von Kometen, die als Überbleibsel bei der Entstehung des Sonnensystems von 4,6 Milliarden Jahren gelten.
Pi

Gravitationswellen erreichen die Erde?

Illustration Gravitationswellen
© Nasa
Eine Illustration macht Gravitationswellen sichtbar, sie zeugen vom Ursprung des Universums
Astrophysiker wollen Gravitationswellen aus der ersten Sekunde nach dem Urknall nachgewiesen haben. Erfährt die Menschheit damit endlich, wie alles begann?

Schon seit Tagen sorgte das Gerücht für Aufregung: Astrophysiker hätten erstmals Hinweise auf urzeitliche Gravitationswellen gefunden, gewissermaßen Signale von der Geburt des Universums selbst. Eine "bahnbrechende Entdeckung" hatte das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics angekündigt und dementsprechend groß war die Aufregung. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Tatsächlich lieferte das BICEP2-Teleskop am Südpol indirekte Belege für jene geheimnisvollen Gravitationswellen, die schon Albert Einstein vorhergesagt hatte. Solche Wellen sind Änderungen in der Struktur der Raumzeit, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten; sie entstehen immer dann, wenn Materie und Energie in Bewegung sind, also vorzugsweise im Kosmos. Und sie müssten der Theorie zufolge auch Zeugen aus der allerfrühesten Frühzeit unseres Universums sein. Denn viele Kosmologen glauben, dass die erste Sekunde nach dem Zeitpunkt Null durch eine unvorstellbar schnelle Aufblähung (englisch: inflation) des Weltalls charakterisiert war. Diese Inflation sollte, wenn es sie denn gab, auch bestimmte Gravitationswellen anstoßen - eben jene Art, die jetzt im BICEP2-Experiment nachgewiesen wurde. Kein Wunder, dass die Community der Physiker aus dem Häuschen ist.
Galaxy

Eine "bedeutende Entdeckung" soll heute, 17 Uhr, von US-Astrophysikern veröffentlicht werden

Für heute 17 Uhr (MEZ) hat das "Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" die Bekanntgabe einer "bedeutenden Entdeckung" ("major discovery") angekündigt. Um was es sich dabei genau handelt, ist immer noch ungewiss. Die Spekulationen und Gerüchte darüber reißen derweil nicht ab.
© Public Domain
Archiv: Das "South Pole Telescope" des CfA im nächtlichen Einsatz.
Cambridge (USA) - Während die einen vermuten, dass es sich um den Nachweis von Gravitationswellen handeln könnte, glauben andere, dass es sich um eine Entdeckung extrasolarer und vielleicht sogar lebensfreundlicher Planeten handelt. Auch die Möglichkeit, dass erstmals ein Mond um einen solchen fernen Planeten, außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurde, wird von einigen Beobachtern für möglich gehalten.

Ab 17 Uhr werden wir mehr wissen und dann natürlich umgehend auch hier auf GreWi darüber berichten...

Quelle: spaceref.com
Book 2

Homers Verse sind gut für Herzschlag und Atmung

"Sage mir, Muse, die Taten des viel gewanderten Mannes." So beginnt das wohl bedeutendste Heldenepos der abendländischen Kulturgeschichte, die "Odyssee" des griechischen Dichters Homer. Wer weiter liest, erfährt viel über die Irrfahrten des Odysseus und die Ursprünge westlicher Literatur. Wer die Verse zudem laut vorträgt, und es müssen dabei nicht unbedingt alle 12.000 sein, kann aber auch etwas für seine Gesundheit tun. Wie Forscher nun herausgefunden haben, wirkt sich der besondere Rhythmus der antiken Strophen positiv auf das Zusammenspiel von Herzschlag und Atmung aus.

Die Ergebnisse der Wissenschaftler, darunter Dirk Cysarz von der deutschen Universität Witten/Herdecke, sind in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift American Journal of Physiology erschienen.
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Mechanismen des Vergessens entdeckt

Um leistungsfähig zu bleiben muss das menschliche Gehirn vergessen können: Unwichtige Informationen werden so gelöscht und das Gehirn entlastet. Ist dieser Vorgang gestört, kann dies zu schweren psychischen Erkrankungen führen. Basler Wissenschaftler haben nun einen molekularen Mechanismus entdeckt, welcher den Prozess des Vergessens aktiv steuert. Die renommierte Fachzeitschrift Cell hat die Forschungsresultate veröffentlicht.

Das menschliche Gehirn ist so konstruiert, dass nur bedeutende Informationen dauerhaft gespeichert werden - alles andere wird vergessen. Bisher war allerdings unklar, ob es sich dabei um einen aktiven oder passiven Vorgang handelt. Wissenschaftler der transfakultären Forschungsplattform Molecular and Cognitive Neurosciences (MCN) der Universität Basel haben nun ein Molekül entdeckt, das den Vorgang des Vergessens aktiv fördert und steuert. Das sogenannte Musashi-Protein ist für die Struktur und Funktion von Synapsen im Gehirn zuständig, dem Ort, an dem Informationen von einer Nervenzelle zur Nächsten übertragen werden.
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