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Do, 11 Feb 2016
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Wissenschaft und Technologie
Karte

Ice Cube

Unter dem Eis der Antarktis wurde scheinbar weltweit größter Canyon entdeckt

Das Eis der Antarktis verbirgt eine überraschend vielfältige Landschaft. Neben unbekannten Gebirgen existieren wohl auch gewaltige Schluchten.
© NASA, GSFC
Unter dem zwei bis drei Kilometer mächtigen Eispanzer des Prinzessin-Elisabeth-Landes in der östlichen Antarktis verbirgt sich womöglich ein Schluchtensystem, das alle anderen bekannten Einschnitte der Erde übertrifft - zumindest auf dem Festland. Auf Grund von Satellitendaten vermuten Stewart Jamieson von der Durham University und sein Team, dass sich hier ein rund 1000 Kilometer langer und an verschiedenen Stellen 1000 Meter tiefer Canyon befinden könnte - er wäre damit bedeutend größer als beispielsweise der Grand Canyon, der nicht einmal halb so lang ist. In seinen Dimensionen übertrifft er zudem einen auf Grönland vor wenigen Jahren nachgewiesenen Einschnitt. Stellenweise konnten die Forscher die Ausdehnung der Schlucht bereits sogar mit Radardaten bestätigen: Diese zieht sich demnach vom Inneren des Ostantarktischen Eisschildes bis zur Küste hin.

Kommentar:


Nebula

Quasare - Die größten und hellsten Objekte des Universums

Quasare sind weit entfernte Galaxien, die sehr aktive super­masse­reiche schwarze Löcher in ihrem Zentrum beher­bergen, die gewaltige Jets aus Teil­chen und Strahlung aus­stoßen. Die meisten Quasare leuchten sehr hell, aber ein kleiner Bruch­teil dieser Objekte zählt zu einer unge­wöhn­lichen Unter­art, die als Hot DOGs - Hot Dust-Obscured Galaxies - bezeichnet werden. So auch die Galaxie W2246-0526, die leucht­kräftigste uns bekannte Galaxie im Universum. Zum ersten Mal nutzte nun ein Forscher­team unter der Leitung von Tanio Díaz-Santos von der Univer­sidad Diego Portales in Santiago de Chile die einzig­artigen Fähig­keiten von ALMA, um in das Innere von W2246-0526 hinein­zu­spähen und die Bewegung ioni­sierter Kohlen­stoff­atome zwischen den Sternen der Galaxie zu messen.

© D. Berry, SkyWorks / ALMA
Künstlerische Darstellung von W2246-0526. Die Galaxie ist derart turbulent, dass sie vermutlich irgendwann ihren gesamten Vorrat an Gas ausgestoßen haben wird.
„Wir haben große Mengen interstellarer Materie in einem extrem stür­mi­schen und dyna­mischen Stadium vor­ge­funden. Sie rast mit etwa zwei Millionen Kilo­metern pro Stunde durch die Galaxie“, erläutert Díaz-Santos. Die Astro­nomen gehen davon aus, dass dieses stürmische Ver­halten mit der extremen Leucht­kraft der Galaxie in Zusammen­hang steht. W2246-0526 strahlt so viel Licht ab wie schätzungs­weise 350 Billionen Sonnen. Diese über­raschend große Hellig­keit wird durch eine Scheibe aus über­hitztem Gas ange­trieben, das spiral­förmig in das super­masse­reiche schwarze Loch im Zentrum der Galaxie fällt. Das Licht dieser Akkretions­scheibe kann nicht auf direktem Wege ent­kommen, es wird von einer um­ge­benden dichten Staub­decke absor­biert, die dann die Energie im Infra­rot-Bereich wieder emittiert.

Beaker

Der lange Weg zu der perfekten Optik - Selbstveränderliche Materialien eröffnen neue Möglichkeiten

Deutsch-amerikanischem Physikerteam gelingt es, den Phasenübergang von Vanadiumdioxid so zu regulieren, dass die Übergangstemperaturen präzise eingestellt werden können


Deutsch-amerikanischem Physikerteam gelingt es, den Phasenübergang von Vanadiumdioxid so zu regulieren, dass die Übergangstemperaturen präzise eingestellt werden können
Im einen Moment siehst du etwas, doch im nächsten ist es plötzlich verschwunden: In Büchern und Filmen gelingt es Zauberern mühelos, einen undurchsichtigen Körper in einen transparenten zu verwandeln. Doch auch in der Realität gibt es Materialien, die dieses Kunststück vollbringen können: Man nennt diese Eigenschaft Phasenübergang. Das bedeutet, dass das Material abhängig von seiner Temperatur oder einem äußeren elektrischen Feld von einem transparenten in einen trüben Zustand wechseln kann.

Jüngst ist es einem internationalen Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Forschungseinrichtungen - unter Beteiligung der Friedrich-Schiller-Universität Jena - gelungen, den Phasenübergang von Vanadiumdioxid so zu regulieren, dass sie die Übergangstemperaturen präzise selbst einstellen können. Die Forschungsarbeit, die heute in der Fachzeitschrift Nano Letters veröffentlicht wurde, könnte zu neuen Arten von veränderbaren Materialien für die Optik und die Wärmeregulierung führen.

Bulb

Noch nie zuvor entdeckt: Geheimnisvolles Objekt nach Vulkan-Ausbruch gefunden

Nach dem jüngsten Ausbruch eines der aktivsten Kilauea-Vulkane auf Hawaii ist ein mysteriöses, schwarzes Ei aus dem Inneren der Erde an die Oberfläche gekommen. Das hat selbst Wissenschaftler in Staunen versetzt, berichtet „Daily Mail“.


Screenshot: Video unten...
Der erstaunliche Fund wurde auf einer Höhe von rund 100 Meter über der Lavasee-Obefläche gefunden. Die Experten haben die Herkunft des Objektes bereits feststellen können: Es ist ein Lava-Fragment. Die Lava kühlt sich gewöhnlich an der Luft ab und erstarrt in Form einer Träne. Bemerkenswert ist aber, dass dieses Objektes völlig hohl ist.


Die Wissenschaftler des Vulkan-Observatoriums auf Hawaii haben dem schwarzen Lawa-Ei den Namen „Pele-Träne“ gegeben. Pele ist nach hawaiischem Glauben eine Feuer- und Vulkangöttin.

Kommentar: Es gibt unzählige andere Mysterien. Hier ein kleiner Auszug:


Cassiopaea

Kosmisches Mysterium - Hellste je entdeckte Lichtquelle gibt Rätsel auf

Nur 15 Kilometer groß, aber 20 Mal heller als die gesamte Milchstraße: Eine neuentdeckte kosmische Lichtquelle lässt Astronomen rätseln. Könnte es sich um eine außergewöhnlich helle Sternenexplosion handeln? Wenn ja, wäre dies die mit Abstand leuchtstärkste Supernova, die je beobachtet wurde, wie die Forscher im Fachmagazin "Science" berichten. Noch aber ist können sie über die wahre Natur dieses kosmischen Leuchtfeuers und seine Energiequelle nur spekulieren.

© Wayne Rosing
Handelt es sich bei der rätselhaften Lichtquelle um eine extreme Supernova?
Hat ein massereicher Stern seinen Fusionsbrennstoff aufgebracht, explodiert er in einer Supernova - er leuchtet am Himmel plötzlich besonders hell auf. Im Extremfall kann eine solche Sternenexplosion sogar extrem energiereiche Gammablitze erzeugen. Auch Weiße Zwerge, die von nahen Sternenpartnern zu viel Materie abgesaugt haben, können zur Supernova werden. So weit, so bekannt.

Doch was Subo Dong vom Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics in Peking und seine Kollegen am 14. Juni 2015 entdeckt haben, passt in keine der bekannten Supernova-Kategorien. Sie beobachteten im Rahmen des All Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN), einem Projekt, das mit einem weltweiten Netzwerk aus zusammengekoppelten automatischen Teleskopen nach Sternenexplosionen sucht, das Aufleuchten einer außergewöhnlich hellen Lichtquelle am Himmel.

Mars

Pluto hat Eisvulkane: Neue Farbaufnahmen weisen auf vulkanische Aktivität in jüngerer Vergangenheit hin

Die NASA hat eine neue Farbaufnahme einer Struktur auf dem Zwergplaneten Pluto veröffentlicht, bei der es sich möglicherweise um einen Eis- bzw. Kryovulkan handelt. Sollte dies stimmen, deutet alles daraufhin, dass Pluto noch in jüngerer Vergangenheit vulkanisch aktiv war und vielleicht sogar heute noch ist.
© NASA/JHUAPL/SwRI
Farbaufnahmen des vielleicht größten Vulkans im äußeren Sonnensystem, Wright Mons.
Washington (USA) - Die Aufnahme selbst stammt von 15 Juli 2015 als die NASA-Sonde „New Horizons“ am Pluto-System vorbeiflog. Sie zeigt einen von zwei von den Missionswissenschaftlern schon zuvor ausgemachten potentiellen Kryovulkanen auf der Plutooberfläche (...GreWi berichtete).

Die bislang noch von der NASA informell auf die Bezeichnung Wright Mons getaufte Struktur handelt es sich um einen 150 Kilometer durchmessende und 4 Kilometer hohen Berg, dessen Spitze offenbar ein Krater bildet. „Sollte es sich hierbei tatsächlich um einen Vulkan handeln, so wäre es die größte derartige Struktur im gesamten äußeren Sonnensystem“, erläutert die NASA.

Kommentar:


Magnify

Beginn neues Forschungsprojekt: Können Pflanzen lernen?

In einem von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungsprojekt wollen Biologen erforschen, ob sich auch Pflanzen - ähnlich wie Tiere - auf bestimmte Verhaltensweisen konditionieren lassen. Eigentlich sollte den Pflanzen dies nicht möglich sein, da sie kein Gehirn besitzen. Eigentlich. Sollte sich die Idee der Forscherinnen aber dennoch bestätigen, würde dies einmal mehr die Grenzen zwischen Tier- und Pflanzenreich verwischen.
© Alexandra Kehl / uni-tuebingen.de
Gelingt es auch bei der fleischfressenden Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) durch falsche Reize schnelle Blattbewegungen auszulösen?
Tübingen (Deutschland) - Dr. Michal Gruntman und Professorin Katja Tielbörger vom Institut für Evolution und Ökologie der Universität Tübingen gehen im Rahmen ihres Forschungsprojekts mit dem Titel „Pawlow’sche Pflanzen“ davon aus, dass Pflanzen sich in ihrem Verhalten gar nicht so grundlegend von Tieren unterscheiden, erläutert die Pressemitteilung der Universität.

Kommentar:


Chalkboard

Belgischer Physiker: Gravitation kann schon mit heutiger Technologie kontrolliert werden

Die gezielte Kontrolle der Gravitation galt und gilt vielen bislang als Phantasieprodukt von Science-Fiction und Paraphysik. Jetzt aber hat ein belgischer Physiker anhand mathematischer Berechnungen einen Weg aufgezeigt, wie genau das schon mit heute existierender Technologie möglich sein könnte. Sollte der Forscher Recht haben, so würde dies völlig neue Wege in deren experimenteller und praktischer Anwendung aufzeigen.
© unamur.be, Effel Photographie
Professor André Füzfa
Namur (Belgien) - Ziel der Berechnungen von Professor André Füzfa von der Université de Namur ist die gezielte Herstellung und Detektion von schwachen Gravitationsfeldern durch den Einsatz starker magnetischer Felder, deren Kontrolle zur wissenschaftlichen Untersuchung und zu Entwicklung gänzlich neuer Technologien.

Kommentar:


Satellite

China plant einen Blick auf die dunkle Seite des Mondes für 2018

© CASC/China Ministry of Defense
Im Jahr 2018 soll das Raumfahrzeug Chang’e-4 auf der erdabgewandten Seite des Mondes landen, berichtet die Agentur Xinhua unter Berufung auf eine Mitteilung der Chinesischen Staatsverwaltung für Verteidigungswissenschaft, Technik und Industrie.

„Die Mondrückseite ist wegen der Gezeiten und der Erd- und Mondrotation von der Erde aus nicht sichtbar, darum ist sie nie von Menschen erforscht worden. Die Mission Chang’e-4 wird die erste dieser Art in der Geschichte der Menschheit sein“, sagte der Direktor des Zentrums für Mondforschung, Liu Jizhong.

Er betonte auch, dass China das hohe Niveau seiner wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung, das für ein solches Projekt notwendig ist, „mit Stolz demonstriert“.

Kommentar: Hoffentlich klappt es besser als das letze mal:
  • Mondfahrzeug "Yutu" hat technische Probleme
Vielleicht mit Hilfe Russlands?
  • Luft- und Raumfahrtallianz: China und Russland wollen gemeinsame Landung auf dem Mond



Robot

Noch nicht ganz selbstständig: Fahrer mussten bei Google-Auto öfter eingreifen als gedacht

Googles Roboter-Autos sind nicht so selbstständig wie der Konzern behauptet: Google hat eingeräumt, dass in einigen Situationen nur das Eingreifen des Fahrers einen Zusammenstoß verhindern konnte. Insgesamt gab es Hunderte Fälle, in denen die Software das Steuer an den Menschen übergab - im Ernstfall traut Google seinen Maschinen offenbar noch lange nicht.

© dpa
Googles Testfahrer mussten in Hunderten von Fällen das Steuer für den Computer übernehmen.
Googles autonome Software offenbar längst nicht so weit und selbstständig wie bisher propagiert: In einem Blogbeitrag gibt Googles Projektleiter Chris Urmson nun zu, das es derzeit noch längst nicht ohne Fahrer geht: Derzeit greift der Mensch noch häufig ein, in einigen Fällen sogar um Unfälle in letzter Sekunde zu vermeiden.

In 272 Fällen habe die Software Probleme festgestellt und die Kontrolle an den Menschen am Steuer abgegeben. In weiteren 69 Situationen hätten die Google-Mitarbeiter dagegen von sich aus die Steuerung übernommen, hieß es in einem Bericht von Google an die kalifornische Straßenverkehrsbehörde. Nach Googles Berechnungen hätte es in 13 dieser Fälle wahrscheinlich Zusammenstöße gegeben, hätte der Fahrer nicht das Steuer übernommen und die Situation gerettet.