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Fr, 12 Feb 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Mars

Mars-Stein: NASA veröffentlicht Mikroskopaufnahmen von "Pinnacle Island"

Die NASA hat erste Mikroskopaufnahmen jenes Steins veröffentlicht, der am 3540. Missionstag plötzlich vor einer der Kameras des NASA-Mars-Rovers "Opportunity" aufgetaucht war und der seither für Kontroversen nicht nur um seine Herkunft sondern auch darüber gesorgt hatte, ob es sich dabei gar nicht - wie die NASA behauptet - um einen Stein, sondern vielleicht sogar um einen an Ort und Stelle gewachsenen Organismus handeln könnte.

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© NASA
Farbversion einer Mikroskopaufnahme des auf den Namen "Pinnacle Island" getauften Steins.
Washington (USA) - Nur wenige Tage zuvor hatte der Neuropsychologe Dr. Rhawn Joseph nicht nur im Journal of Cosmology Vergleiche zwischen dem "Stein" und irdischen Apothecien und damit mit den offenen, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörpern einiger Schlauchpilze (Ascomyceten) oder Flechten aufgestellt, sondern sogar vor einem kalifornischen Gericht eine Klageschrift gegen die NASA wegen unterlassener Erforschung eines außerirdischen Organismus eingereicht. In dieser hatte er zugleich die Erstellung und Veröffentlichung von weiteren 100 Aufnahmen des Objekts aus verschiedensten Blickwinkeln und 24 Mikroskopaufnahmen gefordert.

Kommentar:


Satellite

Wir brauchen eine Weltraum-Müllabfuhr

Es wird eng im All, jedenfalls um die Erde herum. Der Grund: Die Raumfahrt hinterlässt tonnenweise Müll. Der bedroht nicht nur die ISS-Besatzung, er könnte auch der Wirtschaft enorm schaden. Doch die Entwicklung einer Weltraum-Müllabfuhr kämpft mit Hindernissen.

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© dpa
Die Computersimulation der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigt auffindbare Objekte in der Erdumlaufbahn. Rund 6000 Tonnen Weltraummüll kreisen schon heute auf erdnahen Bahnen um unseren Planeten - und jedes Jahr kommen einige Dutzend Tonnen dazu.
Am 10. Februar 2009 krachte es knapp 800 Kilometer über Sibirien. Zwei Satelliten waren kollidiert: der amerikanische „Iridium 33“ und der ausgediente russische „Kosmos 2251“. Beide zersplitterten in Tausende Schrottteile, rund 2200 größere sind katalogisiert. Der Unfall hat Folgen bis heute: Mehrfach musste die Internationale Raumstation ISS Ausweichmanöver fliegen, weil die Trümmer ihr gefährlich nahe kamen.

Mars

Kontroverse um Mars "Stein" geht weiter: Ist der plötzlich aufgetauchte Mars-Stein, in Wirklichkeit ein Pilz?

Mittels einer Klage vor einem kalifornischen Gericht will ein US-Forscher die NASA dazu zwingen, einen Stein, der auf Aufnahmen des Mars-Rovers Opportunity plötzlich "wie aus dem Nichts" aufgetauchte, genauer zu untersuchen und die Rohdaten unzensiert zu veröffentlichen. Dr. Rhawn Joseph vermutet, dass es sich bei dem als "Pinnacle Island" bezeichneten Objekt gar nicht um einen Stein, sondern um einen an Ort und Stelle gewachsenen Organismus handelt. Belege hierfür will er auf den bisher veröffentlichten NASA-Aufnahmen gefunden haben. Jetzt hat Joseph seine Vermutungen präzisiert.

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© NASA/JPL
Stein des Anstoßes: Auf den Opportunity-Aufnahmen vom 3528. Missionstag ist der Stein noch nicht zu sehen (l.). 12 Tage später (3540, r.) an gleicher Stelle, stellt er NASA-Forscher wie Laien vor ein Rätsel.
Cambridge (USA) - Wie der Neuropsychologe aktuell in einem Artikel im ebenfalls umstrittenen Journal of Cosmology darlegt, sieht er in dem "Stein" auffallende Ähnlichkeiten mit einem sogenannten Apothecium und damit mit dem offenen, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörper einiger Schlauchpilze (Ascomyceten) oder Flechten.

Kommentar:


Book 2

Studie zeigt: "Wir haben vier Gliedmaßen, weil wir einen Bauch haben"

© Brian Metscher
Neuaugen- und Stör-Schlüpflinge sowie ein Mausembryo, aufgenommen mit Röntgenmikrotomographie.
Alle Wirbeltiere, die über einen Kiefer verfügen, haben auch vier Flossen oder Gliedmaßen - ein Paar vorne und eines hinten. Das war nicht immer so: Im Laufe der Evolution hat sich die Anordnung von Flossen, Flügeln, Armen und Beinen verändert. Trotzdem gaben sich bereits unsere frühesten Vorfahren mit der gleichbleibenden Anordnung von zwei Paar Gliedmaßen zufrieden: Warum? Weil wir einen Bauch haben.

Wie das Forschungsteam um Laura Nuño de la Rosa vom Konrad-Lorenz-Institut und Brian Metscher von der Universität Wien aktuell in der Fachzeitschrift Evolution & Development (DOI: 10.1111/ede.12061) berichten, entstanden - wie bei vielen ungeklärten Fragen in der Evolutionsbiologie - im Laufe der Zeit mehrere hypothetische Modelle, um den Ursprung der paarigen Gliedmaßen bei den Kiefermäulern - im Fachjargon Gnathostomata - zu erklären.

Saturn

Alpha Centauri B: Sonnennächster Stern könnte bewohnbaren Planeten beherbergen

© ESO/L. Calçada
Künstlerische Darstellung eines erdähnlichen Planeten im sonnennahen System um die Sterne Alpha Centauri A (s. links) und Alpha Centauri B (Mitte)
Hamilton (Kanada) - Der unserem Sonnensystem nächstgelegene Stern, Alpha Centauri B, könnte einen erdartigen Planten beherbergen, der noch deutlich länger lebensfreundlicher als unsere Erde sein könnte. Während diese nach bislang rund 3,5 Milliarden Jahren des Lebens wahrscheinlich schon in ein bis zwei Milliarden Jahren nicht mehr lebensfreundlich sein wird, könnte Leben auf der fernen "Erde" um Alpha Centauri B insgesamt 10 Milliarden Jahre lang gedeihen und dem unsrigen schon einige Milliarden Jahren voraus sein.

Wie de Forscher um René Heller von der kanadischen McMaster University aktuell im Fachjournal Astrobiology (DOI: 10.1089/ast.2013.1088) berichten, basieren bisherige Modelle zur Einschätzung der Lebensfreundlichkeit eines Planeten, der sogenannten Habitabilität, bislang nur auf einigen wenigen Faktoren und Kriterien, wie etwa der Planetengröße oder seiner in etwa erdähnlichen Entfernung zum Muttergestirn.

Sherlock

DNA unserer "steinzeitlichen" Vorfahren beweist, dass wir auch schon damals keine Kohlenhydrate vertragen haben

Fossile DNA gibt einzigartige Einblicke in Aussehen und Lebensweise europäischer Steinzeitjäger

Er hatte dunkle Haut, schwarze Haare, aber blaue Augen. Die Genanalyse eines vor 7.000 Jahren in Spanien lebenden Steinzeitjägers hat neue Aufschlüsse über Aussehen und Lebensweise unserer europäischen Vorfahren geliefert. Sie zeigt unter anderem, dass die Jäger und Sammler jener Zeit noch nicht an Milch und stärkehaltige Nahrung gewöhnt waren - das kam erst, als sich die Landwirtschaft etabliert hatte, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten.


Kommentar: Und dann ging es offensichtlich steil bergab mit unserer körperlichen und mentalen Gesundheit.


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© CSIC
Blaue Augen, aber dunkle Haut: So sah der europäische Steinzeitjäger aus.
Forscher haben in den letzten Jahren so manchem uralten Skelett ins Erbgut geschaut. Das Genom des Ötzi wurde durchleuchtet, ja sogar das eines Neandertalers. Doch über die genetischen Eigenheiten der europäischen Jäger und Sammler der Mittelsteinzeit wussten Anthropologen bisher noch sehr wenig. Leider, denn sie könnten Aufschluss darüber liefern, welche der heute verbreiteten Erbanlagen wir bereits seit vielen Jahrtausenden in uns tragen - und welche Veränderungen erst auftauchten, als die Bewohner Europas in der Jungsteinzeit begannen, Land zu bestellen und Tiere zu züchten.


Kommentar: Genauso wie damals profitiert unser Immunsystem auch heute immens durch eine kohlenhydratarme Ernährung.


Book 2

Studie entzaubert Hartz-Mythos

© Reuters
Autoverladung in Bremerhaven: Deutschland ist wirtschaftlich eine Supermacht
Das deutsche Jobwunder machte die Hartz-Reformen zum Vorbild für die Krisenländer Europas. Eine neue Studie räumt mit diesem Mythos auf: Nicht die Agenda 2010 habe Deutschland zum ökonomischen Superstar gemacht, sondern die Unabhängigkeit der Betriebe und der Gewerkschaften vom Staat.

So einig wie bei der Agenda 2010 hat man Europa selten erlebt. Die vor gut einem Jahrzehnt gestartete Reform - besser bekannt unter dem Namen Hartz - habe Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist: eine wirtschaftliche Supermacht mit niedrigen Arbeitslosenzahlen und einem starken Selbstbewusstsein.

Doch so einmütig Kanzlerin Angela Merkel, ihr Vorgänger Gerhard Schröder oder etwa der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy auch sind - sie alle haben unrecht. Das zumindest behaupten die vier Autoren einer neuen Untersuchung, die in der kommenden Woche im renommierten Journal of Economic Perspectives erscheint und Spiegel Online vorliegt.

Saturn

Planeten tauschten Plätze

© unbekannt
Bislang sind mehr als 620.000 Asteroiden im Sonnensystem bekannt. Sie konzentrieren sich zwischen Mars und Jupiter
Fast kein Planet unseres Sonnensystems ist entstanden, wo er heute seine Bahnen zieht. Bei der Wanderung durchs All schleuderten die Planeten alles durcheinander - so entstand der Asteroiden-Gürtel.

Zwischen den Planeten Mars und Jupiter, da liegt so eine Art Rumpelkammer unseres Sonnensystems. Genau an der Stelle, an der sich mittels der sogenannten Titius-Boden-Reihe mathematisch die Existenz eines Planeten vorhersagen lässt, gibt es eben keinen Planeten - sondern nur Stückware. Etwa eine halbe Million Gesteinsbrocken ziehen dort ihre Bahnen um die Sonne.

Fish

Springende und Fliegende Schlangen - Schmuckbaumnattern fliegen bis zu 30 Meter

Bei ihrem bis zu 30 Meter weiten Gleitflug von Baum zu Baum kringeln sich manche fliegenden Schlangen zu einer Art UFO zusammen. Mit dieser Körperhaltung glitten sie optimal und könnten sogar steuern.
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© dpa/John Jake Socha
Schlangen sind meist erdverbunden. Eine radikale Ausnahme sind Schmuckbaumnattern. Sie leben auf Bäumen - und fliegen auch noch von einem zum anderen. Einige ihrer Tricks dabei haben Forscher nun im Wasserbad ergründet.
Das berichtet das Journal of Experimental Biology über die Ergebnisse von US-Forschern. Um den Ufo-förmigen Querschnitt - ein breites Dreieck mit leicht eingedellter Unterseite - zu erreichen, spreizten die Schlangen nach dem Absprung ihre Rippen und flachten den Körper ab. Mit Veränderungen des Winkels werde der Flug feinabgestimmt und an die Umgebung angepasst.

Die Wissenschaftler um Jake Socha von der Virginia Tech Universität in Blacksburg ergründeten nun, warum die ungewöhnliche Form ein so gekonntes Gleiten erlaubt. Sie analysierten den Flug der Paradies-Schmuckbaumnatter (Chrysopelea paradisi), die wie alle fliegenden Schlangen in Südostasien zu Hause ist und als beste Fliegerin unter diesen gilt. Dazu bildeten sie die Körperform der Schlange in einem 3D-Drucker nach und untersuchten ihr Verhalten im Wasserkanal.

Rocket

Mysteriöser Stein auf dem Mars: Kalifornier überrascht NASA mit Klage

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© NASA/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.
NASA-Bilder vom Mars: einmal ohne Stein (l.), einmal mit Stein. - See more at: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wissenschaft/d/4205470/kalifornier-ueberrascht-nasa-mit-klage.html#sthash.QKwLpqxJ.dpuf
Das Rätsel um einen mysteriösen Stein auf dem Mars ist noch immer ungelöst. Die NASA hat eine plausible Vermutung präsentiert. Einem Kalifornier reicht das jedoch nicht. Er hat Klage eingereicht.

Die Überraschung war Steve Squyres gelungen. Mitte Januar zeigte der Leiter der Mars Exploration Rover Mission (MER) die Höhepunkte der mittlerweile zehn Jahre andauernden Missionen der Rover "Spirit" und "Opportunity". Am 4. Januar landete zunächst "Spirit" auf dem Roten Planeten, am 25. Januar folgte "Opportunity". Nie hätten die Ingenieure der NASA damals gedacht, dass die beiden Rover so lange durchhalten würden. Doch sie taten es - und überraschen ihre Erbauer noch immer.