Wissenschaft und Technologie
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Elefantenbulle Koshik spricht koreanische Wörter

Koshik kann fünf Wörter verständlich mit Maul und Rüssel imitieren
Elefant Koshik
© Department für Kognitionsbiologie, Universität Wien
Der Elefantenbulle Koshik, während er die menschliche Sprache imitiert.
Ein Elefantenbulle im Everland Zoo in Südkorea kann koreanische Wörter sprechen: Steckt er sich den Rüssel ins Maul, bringt er Laute hervor, die denen der menschlichen Sprache so gut entsprechen, dass sie ohne Probleme verstanden werden. Damit nutze der Koshik getaufte Elefantenbulle eine sowohl für Elefanten als auch allgemein für Tiere völlig neue Technik der Tonerzeugung, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Current Biology". Das Vokabular des Rüsseltieres besteht bisher aus fünf Worten: den koreanischen Begriffen für Hallo, Sitz, Nein, Leg dich hin und Gut. Soweit die Wissenschaftler feststellen konnten, versteht Koshik dabei allerdings nicht, was er sagt.
Galaxy

Supermassereiches Schwarzes Loch erzeugt riesige Blase

Ganz wie in einer Symbiose, stehen das Leben einer Galaxie und die Entwicklung ihres supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum in enger Beziehung. Die Details geben den Astronomen aber immer noch viele Rätsel auf. Einige Schwarze Löcher verschlucken aktiv Materie. Überraschenderweise verschwindet nicht die gesamte Materie, die ein Schwarzes Loch schluckt, auf Nimmerwiedersehen; ein Bruchteil der Teilchen entkommt diesem Schicksal. Die ausgestoßene Materie bildet einen heißen Plasmastrahl und verlässt die Heimatgalaxie des Schwarzen Lochs mit nahezu Lichtgeschwindigkeit. Das Plasma wird allmählich abgebremst und erzeugt dabei eine große und extrem dünne Blase, die neben der gesamten Galaxie auch ihre Umgebung umfasst. Für optische Teleskope ist diese Plasmablase unsichtbar, bei niedrigen Radiofrequenzen ist sie allerdings sehr markant, wie jüngste Beobachtungen mit dem LOFAR-Radioteleskop gezeigt haben.
© Francesco de Gasperin, on behalf of the LOFAR collaboration
Diese Falschfarbenaufnahme zeigt die Galaxie M87. Optisches Licht ist in weiß/blau dargestellt (SDSS), die Radiostrahlung in gelb/orange (LOFAR). Im Zentrum weißt die Radiostrahlung eine hohe Oberflächenhelligkeit auf und zeigt somit, wo sich der Plasmastrahl befindet, der vom supermassereichen Schwarzen Loch angetrieben wird.
Mars

Erste Bodenproben: Marsboden gleicht verwitterten Böden vulkanischer Herkunft auf Hawaii

Die mobile Laboreinheit "Curiosity" der aktuellen NASA-Marsmission "Mars Science Laboratory" (MSL) hat ihre ersten Analysen von Proben des Marsbodens abgeschlossen. Deren Ergebnisse zeigen, das die Mineralogie des Marsbodens der verwitterter Böden vulkanischen Ursprungs auf Hawaii gleicht. Damit bestätigt sich schon jetzt die frühere Vermutung von einem ehemals wärmeren und feuchteren frühen Mars.
Mars, Curiosity
© NASA/JPL-Caltech/MSSS
Bilder der Curiosity-Mastkamera zeigen das "Gesteinsnest" (Rocknest), so der NASA-Spitzname des Ortes, an dem die ersten Bodenproben entnommen wurden. Links im Bild ist die Szene in den Originalfarben zu sehen, wie sie sich aufgrund der rotstaubigen Atmosphäre einem Betrachter auf dem Mars zeigen würde. Die rechte Bildseite zeigt eine Version der gleichen Szene so, wie sie auf der Erde erscheinen würde.
Pasadena (USA) - Mit dem "Chemistry and Mineralogy instrument" (CheMin) an Bord von "Curiosity" konnten die NASA-Wissenschaftler nun Lücken in früheren Vermutungen über die mineralogische Zusammensetzung von Staub und feinem Boden des Mars schließen, wie sie sich über den gesamten Planeten verteilt finden.
Bulb

Vornamen kein Hinweis auf soziale Herkunft

Kevin, Mandy, Chantal, Justin - vermeintliche Unterschichten-Namen? Reine „Sozialschichten-Arroganz“, sagt eine Erziehungswissenschaftlerin und zeigt: Die Vornamen sind nur halb so schlimm und haben zu Unrecht ein schlechtes Ansehen.
© dpa
Vornamenlexikon. Die Vorurteile gegenüber den Kevins, Mandys &Co. sind unberechtigt, so das Ergebnis einer Studie
Vornamen wie Kevin und Mandy gelten womöglich zu Unrecht als Hinweis auf eine Herkunft aus einer unteren sozialen Schicht. „Unsere Statistiken beweisen, dass es viele Akademiker gibt, die solche stereotypen Vornamen tragen“, sagte die Leipziger Sprachwissenschaftlerin Gabriele Rodriguez der Wochenzeitung Die Zeit. Die Expertin wertete für eine neue Untersuchung Namenslisten ehemaliger Studenten der Universität Leipzig aus. Darunter seien allein 380 Peggys, 217 Ronnys und 379 Mandys gewesen.

Anlass für die Untersuchung waren dem Bericht zufolge Aufsehen erregende Studien aus den vergangenen Jahren. Demnach hatten etwa Grundschullehrer Schulkinder mit Namen wie Kevin, Mandy, Chantal oder Justin als weniger leistungsfähig eingestuft.
Bandaid

Ein Pflaster, das beim Abziehen nicht weh tut

pflaster
© Bryan Laulicht
Boston - US-Forscher haben ein Pflaster entwickelt, das gut auf der Haut klebt, sich aber dennoch leicht entfernen lässt. Das in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2012, doi:10.1073/pnas.1216071109) vorge­stellte Klebekonzept richtet sich vor allem an die Neonatologie, wo pflasterin­duzierte Hautschäden keine Seltenheit sind.

Bei Neugeborenen ist die Epidermis noch nicht vollständig entwickelt. Bei der Entfernung eines herkömmlichen Pflasters reißt deshalb die obere Hautschicht leicht ab. Eine Umfrage an US-Kliniken hatte 2006 ergeben, dass ein hautfreundliches Pflaster ganz oben auf der Wunschliste von Neonatologen und Pädiatern steht. Eine Stiftung erteilte daraufhin dem Massachusetts Institute of Technology in Boston einen Auftrag. Die dortigen Ingenieure haben lange an einem neuen Pflaster getüftelt, das sie jetzt der Öffentlichkeit vorstellen.
Hiliter

Ablenkung? Spuren der "Sojus"-Kapsel am Himmel

Ein "Sojus"-Transporter mit drei Raumfahrern hat an der Internationalen Raumstation angedockt. Auch an Bord: Weihnachtsgeschenke und ein Mini-Klavier. Die Crew der ISS hat den Besuch schon früh erspäht - ein Foto zeigt die Spuren der Rakete in der Erdatmosphäre.
nasa, sojus kapsel, spur
© NASA
Besuch im Anflug: Spuren des Flugs der "Sojus"-Kapsel, von der ISS aus fotografiert
Am 26. Oktober konnte man etwas wehmütig darüber sinnieren, dass sich weder unter der Crew der Internationalen Raumstation ISS noch unter den drei Neuankömmlingen im "Sojus"-Transporter ein deutscher Astronaut befand. Wäre dies der Fall gewesen, hätte vielleicht der freudige Ausruf "Ein Klavier, ein Klavier!" hoch oben im Erdorbit erklungen, in Erinnerung an den 2011 verstorbenen Loriot und die 2007 verstorbene Evelyn Hamann.

Denn die russische Sojus brachte diesmal nicht nur drei Raumfahrer und Vorräte zur ISS. Die Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin und der US-amerikanische Astronaut Kevin Ford haben ihre Weihnachtsgeschenke gleich mitgebracht - und ein elektronisches Mini-Klavier. Für die drei Crew-Mitglieder, die schon an Bord der ISS waren, gibt es allerdings keine Lieferung weihnachtlicher Präsente. Der Japaner Akihiko Hoshide, die US- Amerikanerin Sunita Williams und der Russe Juri Malentschenko verlassen die Raumstation im November wieder Richtung Erde.

Kommentar: Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung diese Bildes ist interessant in Anbetracht einiger Sott.net Artikel:

Eintreffend! Meteor oder Kometenfragment explodiert über Südwesten der USA - Anlass für "Raketen"- Cover Up der US-Armee

Santa

Propaganda: Wer mit dem Rauchen aufhört lebt länger

Cigarettes
© unknown
Wer früher mit dem Rauchen aufhört, ist später tot: Frauen, die bis zum 40. Lebensjahr das Rauchen aufgeben, leben länger. Das hat eine Studie ergeben.

Rauchen: Wer früher aufhört, ist später tot - Frauen, die früh das Zigarettenrauchen aufgeben, erhöhen ihre Lebenserwartung deutlich. Eine Studie der Universität Oxford, die auf Daten von über einer Million Britinnen basiert, kommt zu dem Ergebnis, dass Raucherinnen, die vor ihrem 40. Geburtstag dem Tabak abschwören, neun Lebensjahre gewinnen gegenüber jenen, die weiterrauchen.

Kommentar: Lesen Sie die folgenden Artikel über das Rauchen:

Jenseits der Propaganda: Nikotin und Rauchen - Ein erster Blick hinter den Schleier
Rauchen schützt vor Lungenkrebs
Handys sind "gefährlicher als das Rauchen"

Info

Verbindung zwischen Erd-Magnetfeld und Gravitation entdeckt

Prozesse im äußeren Erdkern spiegeln sich offenbar in Schweredaten wider

Ein deutsch-französisches Forscherteam konnte erstmals einen Zusammenhang zwischen Änderungen des Erdmagnetfeldes mit Variationen der Erdschwere feststellen. Die Wissenschafter schließen daraus, dass sich Prozesse im äußeren Erdkern in Schweredaten widerspiegeln.

Das Hauptfeld der Erdmagnetfelds wird durch Strömungen von elektrisch geladenem, flüssigen Eisen im äußeren Erdkern erzeugt. Dieses Erdmagnetfeld schützt uns vor der kosmischen Partikelstrahlung. Daher ist es zum Verständnis des irdischen Schutzschildes wichtig, die Vorgänge im äußeren Erdkern zu kennen. Ein Schlüssel dazu sind Messungen des Erdmagnetfeldes selbst. Einen zweiten, unabhängigen Zugang könnte die Messung winziger Änderungen in der Erdanziehungskraft darstellen, die dadurch entstehen, dass mit dem Strömungsfluss im Erdkern Massenverlagerungen einhergehen. Der Nachweis eines solchen Zusammenhanges von Fluktuationen der Erdanziehung und Magnetfeld ist der Wissenschaftergruppe nun erstmals gelungen.
R2-D2

Erstaunliche Fortschritte bei menschlichen Robotern des US-Verteidigungsministerium: Autonomes Gehen

Nachdem die Forschungs- und Entwicklungslabors von "Boston Dynamics" im Auftrag der US-Verteidigungsbehörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) bereits ein sich autonom bewegendes Lastentier mit erstaunlichem Gleichgewichtssinn und Bewegungseigenschaften entwickelt hatte (s. Videos unten), arbeiten die Wissenschaftler im Auftrag der DARPA auch an der Entwicklung eines menschenähnlichen Gehroboters und haben hierbei schon ebenso erstaunliche wie beängstigende Fortschritte gemacht, die sie aktuell in Demo-Videos vorstellen.
Roboter
© darpa.mil
"Ich komme wieder..." - Ein Prototyp dem "PETMAN" im Einsatz.
Boston (USA) - "Boston Dynamics" selbst hat sich der Erforschung und Entwicklung der Bewegungsabläufe von Lebewesen und der technischen Übertragung dieser auf den Bewegungsapparat von Roboteranwendungen verschrieben.
Palette

Propaganda-Alarm: Asteroiden mit Paintball-Kugeln vom Kurs bringen

Nehmen wir mal an, da draußen im All sause gerade ein Asteroid durch die Gegend, von dem wir wüssten, dass er in 20 Jahren mit der Erde kollidiert und uns alle ausradiert. Was tun? Mit Raketen abschießen? Per Raumsonde einen Sprengkörper platzieren? Chuck Norris um Hilfe bitten? Nein, wir übergeben diese Aufgabe den Wissenschaftlern vom MIT (Massachusetts Institute of Technology). Die beschießen den Asteroiden mit einer Paintball-Kanone und lenken ihn so von seiner Bahn ab.

Kommentar: Diese Idee ist mehr als idiotisch, wo nicht einmal Himmelskörper vorhergesagt werden können und immer wieder überraschend auftauchen. Wahrscheinlich soll es die Illusion wecken, dass die Forschung und Regierung etwas gegen Bedrohungen aus dem All tun können. Was sie nicht können!

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