Wissenschaft und Technologie
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Music

Maulwürfe riechen in Stereo um ihr Futter zu finden

Die Tiere brauchen beide Nasenlöcher, um Gerüche optimal zu orten und den Weg zu ihrer Beute zu finden

Nashville - Maulwürfe brauchen beide Nasenlöcher, um Gerüche optimal zu orten. Sie besitzen damit gleichsam die Fähigkeit zum Stereo-Riechen, wie Kenneth Catania von der Vanderbilt Universität in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee) herausfand. Dies deute darauf hin, dass "andere Säugetiere wie Hunde oder Schweine, die sich erheblich auf ihren Geruchssinn verlassen, diese Fähigkeit ebenfalls besitzen könnten", sagt der Neurowissenschafter.
© apa
Kenneth Catania hat beim Ostamerikanischen Maulwurfs (Scalopus aquaticus) die Fähigkeit zum Stereo-Riechen festgestellt. Der Biologe geht davon aus, dass dies auch auf andere Maulwurfarten (im Bild ein Europäischer Maulwurf, Talpa europaea), sowie womöglich auch anderen Säugetierarten zutrifft.

Galaxy

Die ignorierte Plasma-Kosmologie: Pseudowissenschaft/-ler und ihre Glaubensdoktrin des "Urknalls" und des "sich ausdehnenden Universums"


Die von Hubble entdeckte Rotverschiebung der Galaxien gilt als Hauptbeweis für die Urknalltheorie. In dieser Videoserie wird neben Hubbles Ablehnung des Urknalls, die oft verschwiegen wird, auch eine rationale, aus irdischen Laborexperimenten bekannte Erklärung für die Rotverschiebung präsentiert, die nichts mit einer absurden Ausdehnung von Raum zu tun hat.

Blue Planet

Lebensformen unter dem Antarktis-Eis entdeckt

Es ist extrem kalt und dunkel - und dennoch scheint es Lebensformen zu geben, die in den Tiefen des Antarktis-Eises existieren können. In Bodenproben konnten Forscher nun Enzyme nachweisen, die nur einen Rückschluss zulassen: In dieser unwirtlichen Umgebung leben Bakterien.
© Reuters/NASA
Die Antarktis aus dem All gesehen: Unter dem dicken Eispanzer existiert Leben.
Ein ganzes Netz von Seen erstreckt sich über den kilometerdicken Permafrostböden der Antarktis. Wissenschaftler spekulierten schon länger, dass es in den Gewässern und vor allem in der darunterliegenden Sole Leben gibt. Wie die New York Times nun berichtet, haben US-Forscher in den Tiefen nun nachweisen können, dass es unterhalb des Lake Whillans lebende Bakterien geben muss.

Question

Weiteres "metallenes" Objekt auf dem Mars entdeckt

Erneut sorgen Aufnahmen des Mars-Rovers der NASA "Curiosity" für Interesse sowohl bei Wissenschaftlern als auch bei Laien, zeigt ein neues Foto der Mast-Kamera doch ein metallisch wirkendes Objekt, das aus einem Stein herausragt.
© NASA
Metallenes Objekt auf dem Mars?
Pasadena (USA) - Aufgenommen wurde das Bild von der rechten "MastCam" des Rovers am 30. Januar 2013. Das gerade einmal etwa 0,5 Zentimeter große Objekt hat eine deutlich höhere Reflektivität als das umgebende Gestein und ragt aber - das verdeutlicht der Schattenwurf - aus diesem heraus.

Fireball 5

Meteorit "aus Marskruste" hat große Mengen an Wasser in sich

Untersuchungen des kleinen Meteoriten "Black Beauty" (NWA 7034), der 2011 in der Sahara gefunden wurde, haben nun nicht nur gezeigt, dass es sich um den bislang einzigen bekannten Meteoriten handelt, der aus der Kruste, also der Oberfläche des Mars stammt, sondern dass er auch die 10-fache Menge an Wasser beinhaltet als alle anderen bislang von unbekannten Orten auf dem Roten Planeten stammende Meteoriten.
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© NASA
Der 2011 in der Sahara gefundene Meteorit "Black Beauty" (NWA 7034).
Washington (USA) - Das Exemplar dieser neuen Klasse von Meteoriten wiegt gerade einmal 320 Gramm und entstand vor rund 2,1 Milliarden Jahren und damit in der jüngsten geologischen Epoche des Mars, die als die Amazonische Epoche bezeichnet wird.

Satellite

Schwarzes Material auf Protoplaneten Vesta ist wahrscheinlich Kohlenstoff von Asteroiden Einschlägen

Katlenburg-Lindau (Deutschland) - Gewaltige Einschläge von Asteroiden könnten kohlenstoffreiches Material auf den Protoplaneten Vesta getragen haben. Diese Schlussfolgerung legt eine aktuelle Untersuchung des dunklen Oberflächenmaterials durch deutsch-amerikanische Wissenschaftler nahe. Ähnliche Ereignisse könnten in der Frühzeit des Sonnensystems auch die inneren Planeten wie die Erde mit Kohlenstoff und damit einem Grundbaustein organischer Verbindungen versorgt haben.
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© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Auch auf dieser 3D-Darstellung des Cornelia-Kraters auf Vesta ist das dunkle Material zu erkennen...
Im vergangenen Jahr offenbarte die deutsche "Framing Camera" an Bord der NASA-Raumsonde Dawn, zwei gewaltige Krater auf der Südseite des Himmelskörpers (...wir berichteten). Doch die gigantischen Einschläge haben nicht nur die Form des zweitgrößten bekannten Asteroiden bzw. Protoplaneten, sondern auch seine mineralogische Zusammensetzung dauerhaft verändert.

Books

Alte und junge Menschen lesen anders

Junge Leute achten mehr auf Details, ältere mehr auf den Kontext

Nicht nur ihre schlechteren Augen bereiten älteren Menschen Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schrift. Sie nutzen auch eine andere Lesestrategie, die es ihnen erschwert, feine Details zu erkennen, haben britische Psychologen jetzt entdeckt: Beim Blick auf einen Text erfassen sie einen relativ großen Bereich, in dem sie sich dann vor allem auf die Form und die Länge der Wörter konzentrieren. Jüngere fokussieren dagegen einen kleineren Ausschnitt, in dem sie besonders die feinen Details der Buchstaben auswerten. Dahinter steckt vermutlich ein Nachlassen der Empfindlichkeit des Sehsystems, das mit zunehmendem Alter einsetzt - auch dann, wenn die Sehfähigkeit selbst kaum oder gar nicht eingeschränkt ist. Über ihre Entdeckung berichten Kevin Paterson von der "University of Leicester" und seine Kollegen im Fachblatt "Psychology and Aging".

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© SXC
Im Laufe des Lebens verändert sich die Art zu Lesen. Jüngere achten dabei mehr auf Details, während für ältere Leser der Zusammenhang und die Form wichtiger sind.
An der Studie der Wissenschaftler nahmen 64 Freiwillige teil, die Hälfte von ihnen im Alter zwischen 18 und 35, die andere Hälfte älter als 65 Jahre. Einziges Aufnahmekriterium war, dass die Probanden gut sehen konnten - entweder dank guter Augen oder mit Hilfe von Brille oder Kontaktlinsen. Denn laut den Forschern gehen die meisten Leseprobleme im Alter auf eine nicht oder nur schlecht korrigierte Fehlsichtigkeit zurück, ein Faktor, den sie in ihrer Untersuchung ausschließen wollten.

Mars

Jahreszeitliche Phänomene auf dem Mars

Bild
© ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Bild 1: Senkrechte Farb-Draufsicht auf den Südosten der Charitum Montes. (HIER finden Sie eine vergrößerte Darstellung 86,28 MB).
Link

Die Beobachtung jahreszeitlicher Phänomene hat auch auf dem Mars ihren besonderen Reiz. Da die Rotationsachse des Planeten etwa die gleiche Neigung aufweist wie die Drehachse der Erde, kommt es auch auf unserem Nachbarplaneten zu ausgeprägten Jahreszeiten - nur sind sie wegen der etwa zweijährigen Umlaufzeit des Mars um die Sonne doppelt so lange.

Berlin (Deutschland) - Frostablagerungen sind dann im Winter auch in gemäßigten Breitengraden keine Seltenheit, wie diese Bilder der Charitum-Berge (lat. mons, Berg) zeigen. Sie wurden mit der vom DLR betriebenen hochauflösenden Stereokamera HRSC auf der ESA-Sonde Mars Express am 18. Juni 2012 aufgenommen.

Telescope

Mikroben überleben - und gedeihen wahrscheinlich - in der oberen Atmosphäre

© Natasha DeLeon-Rodriguez et al., gatech.edu
Probenentnahme in der Troposphäre.
In der mittleren und oberen Troposphäre, also in etwa 6 bis 10 Kilometern oberhalb der Erdoberfläche, haben US-Wissenschaftler bedeutende Mikrobenpopulationen entdeckt, die hier sogar das Klima beeinflussen könnten.

Atlanta (USA) - Während die Studie selbst laut den Forschern die erste ihrer Art sei, ist bislang noch nicht bekannt, ob die Mikroben die besagte Atmosphärenschicht tatsächlich von Natur aus bewohnen und sich hier von vorhandenen Kohlenstoffverbindungen ernähren, oder ob sie von der Erdoberfläche lediglich passiv hierher transportiert wurden und werden.

Info

Erstmals Plasmaschweif der Venus beobachtet als der Sonnenwind nahezu zum Erliegen kam

Die Ionosphäre, also jene Hülle aus Elektronen und Ionen, die die Venus in 150 bis 300 Kilometern Höhe umgibt, dehnt sich in Ausnahmefällen an ihrer der Sonne abgewandten Seite schweifartig ins Weltall aus. Zu dieser seltenen Verformung kommt es, wenn der Sonnenwind, der Strom geladener Teilchen von der Sonne, nahezu abbricht. Genau dieses Ereignis konnten Astroomen mit Hilfe der Instrumente an Bord der ESA-Raumsonde "Venus Express" nun erstmals genau beobachten, untersuchen und auswerten. Die Ergebnisse könnten helfen zu verstehen, ob im Sonnensystem Teilchen von einem Planeten zu einem anderen "wandern" können - etwa von der Venus zur benachbarten Erde.
© ESA/Wei et al.
Unter normalen Bedingungen umgibt die Ionosphäre die Venus in 150 bis 300 Kilometern Höhe (l.). Die induzierten Magnetfelder (angedeutet durch die gelben Linien) halten sie dort fest. Bei sehr schwachem Sonnenwind kann sich die Ionosphäre ausdehnen (r.). An der Nachtseite entsteht dadurch eine Art Plasmaschweif. (Illu.).
Katlenburg-Lindau (Deutschland) - Am 3. und 4. August 2010 kam nach mehreren heftigen Teilchenausbrüchen mit dem Sonnenwind der kontinuierliche Strom aus Elektronen und Protonen von der Sonne, etwa 18 Stunden lang nahezu zum Erliegen. In dieser Phase erreichten nur 0,2 Teilchen pro Kubikzentimeter die Venus - während es an normalen Tagen 25 bis 50 Mal so viele sind. Derartige Phasen mit solch schwachem Sonnenwind gibt es nur vergleichsweise selten.