Wissenschaft und Technologie
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Hiliter

Ablenkung? Spuren der "Sojus"-Kapsel am Himmel

Ein "Sojus"-Transporter mit drei Raumfahrern hat an der Internationalen Raumstation angedockt. Auch an Bord: Weihnachtsgeschenke und ein Mini-Klavier. Die Crew der ISS hat den Besuch schon früh erspäht - ein Foto zeigt die Spuren der Rakete in der Erdatmosphäre.
nasa, sojus kapsel, spur
© NASA
Besuch im Anflug: Spuren des Flugs der "Sojus"-Kapsel, von der ISS aus fotografiert
Am 26. Oktober konnte man etwas wehmütig darüber sinnieren, dass sich weder unter der Crew der Internationalen Raumstation ISS noch unter den drei Neuankömmlingen im "Sojus"-Transporter ein deutscher Astronaut befand. Wäre dies der Fall gewesen, hätte vielleicht der freudige Ausruf "Ein Klavier, ein Klavier!" hoch oben im Erdorbit erklungen, in Erinnerung an den 2011 verstorbenen Loriot und die 2007 verstorbene Evelyn Hamann.

Denn die russische Sojus brachte diesmal nicht nur drei Raumfahrer und Vorräte zur ISS. Die Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin und der US-amerikanische Astronaut Kevin Ford haben ihre Weihnachtsgeschenke gleich mitgebracht - und ein elektronisches Mini-Klavier. Für die drei Crew-Mitglieder, die schon an Bord der ISS waren, gibt es allerdings keine Lieferung weihnachtlicher Präsente. Der Japaner Akihiko Hoshide, die US- Amerikanerin Sunita Williams und der Russe Juri Malentschenko verlassen die Raumstation im November wieder Richtung Erde.

Kommentar: Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung diese Bildes ist interessant in Anbetracht einiger Sott.net Artikel:

Eintreffend! Meteor oder Kometenfragment explodiert über Südwesten der USA - Anlass für "Raketen"- Cover Up der US-Armee

Santa

Propaganda: Wer mit dem Rauchen aufhört lebt länger

Cigarettes
© unknown
Wer früher mit dem Rauchen aufhört, ist später tot: Frauen, die bis zum 40. Lebensjahr das Rauchen aufgeben, leben länger. Das hat eine Studie ergeben.

Rauchen: Wer früher aufhört, ist später tot - Frauen, die früh das Zigarettenrauchen aufgeben, erhöhen ihre Lebenserwartung deutlich. Eine Studie der Universität Oxford, die auf Daten von über einer Million Britinnen basiert, kommt zu dem Ergebnis, dass Raucherinnen, die vor ihrem 40. Geburtstag dem Tabak abschwören, neun Lebensjahre gewinnen gegenüber jenen, die weiterrauchen.

Kommentar: Lesen Sie die folgenden Artikel über das Rauchen:

Jenseits der Propaganda: Nikotin und Rauchen - Ein erster Blick hinter den Schleier
Rauchen schützt vor Lungenkrebs
Handys sind "gefährlicher als das Rauchen"

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Verbindung zwischen Erd-Magnetfeld und Gravitation entdeckt

Prozesse im äußeren Erdkern spiegeln sich offenbar in Schweredaten wider

Ein deutsch-französisches Forscherteam konnte erstmals einen Zusammenhang zwischen Änderungen des Erdmagnetfeldes mit Variationen der Erdschwere feststellen. Die Wissenschafter schließen daraus, dass sich Prozesse im äußeren Erdkern in Schweredaten widerspiegeln.

Das Hauptfeld der Erdmagnetfelds wird durch Strömungen von elektrisch geladenem, flüssigen Eisen im äußeren Erdkern erzeugt. Dieses Erdmagnetfeld schützt uns vor der kosmischen Partikelstrahlung. Daher ist es zum Verständnis des irdischen Schutzschildes wichtig, die Vorgänge im äußeren Erdkern zu kennen. Ein Schlüssel dazu sind Messungen des Erdmagnetfeldes selbst. Einen zweiten, unabhängigen Zugang könnte die Messung winziger Änderungen in der Erdanziehungskraft darstellen, die dadurch entstehen, dass mit dem Strömungsfluss im Erdkern Massenverlagerungen einhergehen. Der Nachweis eines solchen Zusammenhanges von Fluktuationen der Erdanziehung und Magnetfeld ist der Wissenschaftergruppe nun erstmals gelungen.
R2-D2

Erstaunliche Fortschritte bei menschlichen Robotern des US-Verteidigungsministerium: Autonomes Gehen

Nachdem die Forschungs- und Entwicklungslabors von "Boston Dynamics" im Auftrag der US-Verteidigungsbehörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) bereits ein sich autonom bewegendes Lastentier mit erstaunlichem Gleichgewichtssinn und Bewegungseigenschaften entwickelt hatte (s. Videos unten), arbeiten die Wissenschaftler im Auftrag der DARPA auch an der Entwicklung eines menschenähnlichen Gehroboters und haben hierbei schon ebenso erstaunliche wie beängstigende Fortschritte gemacht, die sie aktuell in Demo-Videos vorstellen.
Roboter
© darpa.mil
"Ich komme wieder..." - Ein Prototyp dem "PETMAN" im Einsatz.
Boston (USA) - "Boston Dynamics" selbst hat sich der Erforschung und Entwicklung der Bewegungsabläufe von Lebewesen und der technischen Übertragung dieser auf den Bewegungsapparat von Roboteranwendungen verschrieben.
Palette

Propaganda-Alarm: Asteroiden mit Paintball-Kugeln vom Kurs bringen

Nehmen wir mal an, da draußen im All sause gerade ein Asteroid durch die Gegend, von dem wir wüssten, dass er in 20 Jahren mit der Erde kollidiert und uns alle ausradiert. Was tun? Mit Raketen abschießen? Per Raumsonde einen Sprengkörper platzieren? Chuck Norris um Hilfe bitten? Nein, wir übergeben diese Aufgabe den Wissenschaftlern vom MIT (Massachusetts Institute of Technology). Die beschießen den Asteroiden mit einer Paintball-Kanone und lenken ihn so von seiner Bahn ab.

Kommentar: Diese Idee ist mehr als idiotisch, wo nicht einmal Himmelskörper vorhergesagt werden können und immer wieder überraschend auftauchen. Wahrscheinlich soll es die Illusion wecken, dass die Forschung und Regierung etwas gegen Bedrohungen aus dem All tun können. Was sie nicht können!

Sherlock

Oxytocin: Die "Wunderdroge"?

Ein paar Atemzüge Hormonkonzentrat und schon wird aus einer zufälligen Begegnung eine Liebesaffäre voller Sympathie. Die Marketingparolen für Oxytocin-Wässerchen sind nicht nur falsch - Oxytocin wirkt wohl auch nur in bestimmten Fällen.

Wenn das Wort „Liebes-Hormon“ fällt, wissen viele, was damit gemeint ist. Oxytocin ist viel effektiver als große Alkoholmengen, sein Gegenüber im besten Licht erscheinen zu lassen. Ein bisschen von der fabelhaften Substanz in die Nase und schon haben wir mehr Vertrauen selbst zu Unbekannten. Doccheck berichtete 2010 von einer Studie, in der das Aerosol Männern ein Einfühlungsvermögen verlieh, wie man es sonst nur bei Frauen kennt. Wer das Netz durchstöbert, findet schnell dubiose Quellen, die den wundersamen Stoff nicht gerade billig versenden. „Liquid Trust“ - Flüssiges Vertrauen für Frauen und Männer, so steht es in der Werbung.

Kommentar: Die Kritik ist berechtigt, dass eine von Aussen eingeführte Substanz, in diesem Fall Oxytocin, wenig bringen könnte. Dennoch sollten weitere Studienergebnisse abgewartet werden, bevor ein Urteil gebildet wird. Für mehr Theorie hinter Oxytocin und dem Vagus-System, empfehlen wir Stephen Porges Polyvagal-Theorie.

Unsere Erfahrungen mit dem Éiriú-Eolas Atemprogramm sind sehr gut, wo durch eine bestimmte Atemtechnik der Vagusnerv stimuliert und unter anderem Oxytocin auf natürliche Weise ausgeschüttet wird.

eiriu eolas
© eiriu-eolas.org
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Bulb

Stromausfall in Brasilien - 53 Millionen Brasilianer ohne Energie

Brasilia (Reuters) - Der schwerste Stromausfall seit über zehn Jahren hat am Donnerstag und Freitag große Teile des Brasiliens lahmgelegt.

Bis zu 53 Millionen der 194 Millionen Brasilianer saßen im Dunkeln oder konnten wegen fehlender Elektrizität nicht arbeiten. Ganze Industriezweige mussten eine Zwangspause von bis zu vier Stunden einlegen. Dieser und frühere Stromausfälle haben Zweifel an der Fähigkeit des Landes mit einer rasch wachsenden Wirtschaft geweckt, 2014 die Fußball-Weltmeisterschaft und zwei Jahre später die Olympischen Sommerspiele auszurichten.
Bacon n Eggs

Rohkost liefert zu wenig Energie: Erst das Kochen machte unsere Vorfahren klüger

Rohe Kost lieferte nicht genügend Energie für die Entwicklung eines größeren Gehirns
Lagerfeuer
© Tiger St.Georg/CC-by-sa-2.0-de
Lagerfeuer

Rohkost ist möglicherweise schuld daran, dass die großen Menschenaffen kein größeres Gehirn entwickelten. Denn ihre Nahrung - Blätter, Früchte, rohes Fleisch - liefert ihnen nicht genügend Energie, um zusätzliche Gehirnzellen versorgen zu können. Das haben brasilianische Forscherinnen errechnet. Ein Gorilla müsste demnach jeden Tag mehr als zwei Stunden länger fressen, um ein im Verhältnis genauso großes Gehirn wie wir Menschen zu ernähren. Da der Gorilla aber jetzt schon 80 Prozent seines Tages mit Fressen verbringe, sei das unmöglich, berichten die Forscherinnen im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences". Unsere Vorfahren dagegen hätten sich diesem Dilemma entzogen, indem sie begannen, ihre Nahrung zu kochen. "Wenn Nahrung gekocht wird, liefert sie mehr Kalorien, weil die Nährstoffe besser verdaut und vom Körper aufgenommen werden können", erklären Karina Fonseca-Azevedo von der Universidade Federal do Rio de Janeiro und ihre Kollegin.
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Erste gefiederte Saurier auf dem amerikanischen Kontinent entdeckt

Jungtiere besaßen Daunen, Erwachsenen zusätzlich feste Flügelfedern

Gefiederter Saurier
© Julius Csotonyi
Diese Illustration zeigt, wie die in Alberta entdeckten gefiederten Dinosaurier der Gattung Ornithomimus ausgesehen haben könnten.
Erstmals haben Paläontologen gefiederte Dinosaurier auch auf dem amerikanischen Kontinent entdeckt. Die fossilen Überreste von einem Jungtier und zwei Erwachsenen zeigen deutliche Spuren eines dünnen Federkleids. Gefunden wurden sie in einer 75 Millionen Jahre alten Sandsteinformation im kanadischen Alberta. Dies sei der erste Fund von gefiederten Dinosauriern in der Westlichen Hemisphäre, berichtet das internationale Forscherteam im Fachmagazin "Science". Bisher seien Überreste solcher Federn vorwiegend in China gefunden worden. Die drei Fossilfunde seien zudem die ersten bekannten Vertreter der Straußendinosaurier (Ornithomimidae) mit einem Federkleid. Diese Urzeitechsen liefen wie die heutigen Strauße auf zwei Beinen und ähnelten diesen auch in ihrem Körperbau. Jetzt zeigt sich, dass die Straußendinosaurier ihren Namensvettern auch in Bezug auf das Gefieder glichen.
Telescope

Hochauflösende Aufnahme: 9 Milliarden Bildpunkte und 87 Millionen Sterne

Eine Aufnahme mit 9 Milliarden Bildpunkten, die aus Einzelaufzeichnungen der VISTA-Infrarotkamera (VIRCam) am VISTA-Teleskop auf dem Cerro Paranal in Chile aufgenommen wurde, zeigt mindestens zehnmal mehr Sterne als bisherige Studien.
milchstraße, aufnahme
© eso.org
Das Bild wurde gestern in voller Auflösung durch die ESO veröffentlicht. Mittels spezieller Computerprogramme konnten auf den Aufnahmen etwa 84 Millionen Sterne eindeutig identifiziert werden. Hinzu kommen noch 89 Millionen anderer Objekte, die für eine eindeutige Identifizierung allerdings zu schwach sind oder sich zu nahe an vergleichsweise hellen Objekten befinden, so dass sie überstrahlt werden. Zu jedem Stern wurden die Helligkeiten in verschiedenen Spektralbereichen erfasst und in einem Sternenkatalog gespeichert.

VISTA (Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy) ist ein Teleskop der Europäischen Südsternwarte ESO. Sein Primärspiegel hat einen Durchmesser von 4,10 m, das Teleskop ist eine Ritchey-Cretien-Cassegrain-Konstruktion mit einem Öffnungsverhältnis von 1:3,25. Die Kamera enthält eine dreilinsige Korrekturoptik, 16 einzelne, auf etwa -200°C gekühlte Sensoren mit jeweils 2.048 mal 2.048 Pixeln, die auf einer quadratischen Platte angeordnet sind und ein Filterrad in dem fünf verschiedene Breit- und ein Schmalbandfilter untergebracht waren. Damit kann man das Licht in verschiedenen Spektralbereichen des nahen Infrarot erfassen und somit Aussagen über die Spektralklassen der Sterne sowie Gas und Staub in deren Umgebung machen.
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