Wissenschaft und Technologie
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Moon

Mond ist ein Teilstück des Planeten Erde

Wie genau der Mond entstand, war Astronomen bislang ein Rätsel. Zwei neue Studien zeigen: Der Mond ist das Ergebnis eines gigantischen Planeten-Crashs.

Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren herrschte ein großes Chaos in unserem Sonnensystem. Abermillionen Felsbrocken kreisten um die Sonne, kollidierten miteinander und formten so die ersten Planeten. Auch Erde und Mond entstanden bei einem dieser gigantischen Crashs. Wie genau sich dieser Zusammenprall abgespielt hat, ist Astronomen bis heute ein Rätsel. Einer beliebten Theorie zufolge stieß der Vorläuferplanet der Erde mit einem kleineren Planet namens Theia zusammen. Die Erde schluckte Theia dabei fast komplett. Nur Trümmer blieben von dem Zusammenprall übrig - sie verklumpten und formten schließlich den Mond.

Der Haken an diesem Szenario: Wäre der Mond so entstanden, müsste er Theia wesentlich ähnlicher sein als der Erde. Das legen zumindest alle bisherigen Computersimulationen nahe. Mond und Erde unterscheiden sich geologisch allerdings kaum. Das Mondgestein, das Neil Armstrong von der ersten Apollo-Mission mitbrachte, hatte verblüffende Ähnlichkeit mit dem Material, aus dem unsere Erde besteht.
Fireball

Kosmische Katastrophen und wie man sie verniedlicht

Am 21. Dezember 2012 wird die Welt untergehen. So stehe es im historischen Kalender der Maya, behaupten Apokalyptiker. Astronomen winken ab: Weltuntergang werde es keinen geben - mittelfristig könnten allenfalls Sonnenstürme und Asteroiden gefährlich werden. Eine Übersicht zu kosmischen Katastrophen.
asteroid, komet
© SXC.hu
Die Explosion war tausendmal stärker als die Atombombe auf Hiroshima. Millionen Bäume knickten wie Streichhölzer um. Die Schockwellen liefen dreimal um den Globus. Am 30. Juni 1908 nahe dem sibirischen Fluss Tunguska trat ein Asteroid mit einem Durchmesser von 80 Metern in die Erdatmosphäre ein und brach wenige Kilometer vor dem Aufprall auseinander. Bis nach London waren die gewaltigen Erschütterungen zu spüren. Diese Explosion, auch als Tunguska-Ereignis bekannt, zeigt, wie sich kosmische Katastrophen auf die Erde auswirken können.

Kommentar: Der Artikel verfolgt nur einen Zweck: es gibt keine Gefahr für das menschliche Leben. Und die Inszenierung der "Apokalypse 2012", hilft diese Einstellung bewusst zu verfestigen.

Lesen Sie die "Comets & Catastrophes" Serie von Laura Knight-Jadczyk auf der linken Seite, die mit harten Fakten ein anderes Bild aufzeigt. Oder einen anderen aktuelleren Sott-Fokus Artikel unserer Autoren:

Herrschaft des Feuers: Meteoriten, Waldbrände, planetarisches Chaos und das sechste Aussterben

Jupiter

Alpha Centauri: Planet mit Erdmasse im sonnennächsten Sternsystem entdeckt

Europäische Astronomen haben einen Planeten entdeckt, dessen Masse in etwa jener der Erde entspricht und mit einem Stern des Alpha Centauri-Systems einen der nächsten Nachbarsterne der Sonne umkreist. Zugleich handelt es sich um den leichtesten jemals um einen sonnenähnlichen Stern nachgewiesenen Exoplaneten.
Planet
© ESO/L. Calçada
Künstlerischer Darstellung des etwa erdschweren Planeten im sonnennahen System um die Sterne Alpha Centauri A (s. links) und Alpha Centauri B (Mitte).
Genf (Schweiz) - Wie das Team um Xavier Dumusque vom Observatoire de Genève und dem Centro de Astrofisica da Universidade do Porto in Portugal im Fachjournal Nature berichtet, wurde der Planet mit dem HARPS-Spektrografen am 3,6-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile gefunden.
Magnify

Ein Physiker auf der Spur der Unsichtbarkeit

Im Rahmen seiner Dissertation hat der Grazer Physiker Franz Schmidt eine neue Variante kollektiv schwingender Elektronenwolken an metallischen Oberflächen - sogenannter Plasmonen - entdeckt, die für Licht sozusagen "unsichtbar" ist und nur mittels eines Elektronenstrahls ausgelöst werden kann.
© NAWI Graz/Ditlbacher
Eine dunkle "atmende Mode" im Elektronenmikroskop.
Graz (Österreich) - Wie Schmidt von der Technischen Universität Graz aktuell im Fachjournal Nanoletters berichtet, hat die Plasmonik ein reiches Anwendungspotential: Abgesehen von der schnelleren Datenübertragung in der Chipindustrie gibt es auch in der Sensorik und der Medizintechnik spannende Möglichkeiten. In letzterer ist eine Krebsbekämpfung denkbar, indem Patienten metallumhüllte Nanopartikel injiziert werden, die sich an Krebszellen heften und diese zerstören.
Galaxy

Planeten mit vier Sonnen entdeckt - von Hobby-Planetenjägern

Teilnehmer am Online-Projekt "Planethunters.org", bei dem jedermann am eigenen Computer Daten des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" auswerten und an Astronomen der Yale University zurückschicken kann, haben erstmals einen Planeten entdeckt, der gleich zwei Sterne umkreist, die wiederum selbst von einem weiteren Doppelsternsystem umkreist werden.
Planet
© Haven Giguere/Yale
Künstlerische Darstellung des zirkumbinären Planeten "PH1" (kl. schw. Kreis u.r.) vor seinen beiden sich gegenseitig umkreisenden Zentralgestirnen und deren begleitendem Doppelsternsystem im Hintergrund (Illu.).
New Haven (USA) - Bislang waren nur sechs Planeten bekannt, die gleich zwei "Sonnen", also ein Sternenpaar (Binärsystem) umkreisen (s. Links), jedoch sind in keinem dieser Fälle die beiden sich umkreisenden Sterne selbst wieder Teil eines stellaren Quartetts.
Snow Globe

Ereignisse zur letzten Eiszeit: Polumkehrung, Klimaschwankungen und Vulkanausbruch

An Sedimentbohrkernen aus dem Schwarzen Meer konnte anhand magnetischer Untersuchungen belegt werden, dass in diesem Zeitraum, während der letzten Eiszeit, ein Kompass am Schwarzen Meer nach Süden statt nach Norden gezeigt hätte.

Vor 41000 Jahren kam es zu einer vollständigen und schnellen Umpolung des Erdmagnetfeldes. Magnetische Untersuchungen des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ an Sedimentbohrkernen aus dem Schwarzen Meer belegen, dass in diesem Zeitraum, während der letzten Eiszeit, ein Kompass am Schwarzen Meer nach Süden statt nach Norden gezeigt hätte. Zudem wies das Wissenschaftlerteam um GFZ-Forscher Dr. Norbert Nowaczyk und Prof. Helge Arz in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Earth and Planetary Science Letters mit weiteren Daten anderer Studien aus dem Nordatlantik, dem Südostpazifik sowie Hawaii nach, dass diese Umpolung ein globales Ereignis war.
Moon

Nicht Planeten sondern Monde könnten die ersten direkt sichtbaren lebensfreundlichen Welten sein

Die ersten Aufnahmen ferner und potentiell lebensfreundlicher Welten könnten nicht die eines Planeten sondern eines dortigen Mondes sein, der einen fernen Gasriesen umkreist und von dessen Gezeitenkräften erwärmt wird. Zu diesem Schluss kommen zwei Princeton-Astronomen in einer aktuellen Studie.
Exomond, Gasplanet
© Frizaven on English Wikipedia, GNU GPL
Künstlerische Darstellung eines lebensfreundlichen Exomondes um einen fernen Gasplaneten.
Princeton (USA) - "Wenn wir einen solchen Exomond direkt abbilden können, so könnten wir anhand dieser Beobachtungen durch eine Spektralanalyse auch auf die Moleküle in einer möglicherweise vorhandenen Atmosphäre und damit auf die potentielle Lebensfreundlichkeit dieses Mondes schließen", erläutert Mary Anne Peters von der Princeton University, die ihre Studie gemeinsam mit Edwin Turner vorab auf "arxiv.org" veröffentlicht hat.
Nebula

Erstentdeckung gewaltiger Mengen an Wasserdampf die bald zu neuem sonnenähnlichen Stern kollabieren

Mit Hilfe des europäischen Weltraumteleskop "Herschel" haben Astronomen gewaltige Mengen Wasserdampf in einer Gas- und Staubwolke entdeckt, die kurz davor steht, zu einem neuen sonnenähnlichen Stern zu kollabieren. Die dortige Wassermenge könnte die irdischen Ozeane 2000 Mal befüllen und in ferner Zukunft auch die Grundlage für lebensfreundliche Wasserflächen auf Planeten um den entstehenden Stern bilden.
© ESA/Herschel/SPIRE/HIFI/Caselli et al.
Der prästellare Kern "Lynds 1544".
Leeds (England) - Sterne entstehen im Innern von kalten, dunklen Wolken aus Gas und Staub, sogenannten prästellaren Kernen, die aufgrund ihrer eigenen Schwerkraft kollabieren, wenn die Schwerkraft den Gasdruck dominiert. Auslöser hierfür können z. B. die Druckwelle einer nahen Supernova, Dichtewellen in der interstellaren Materie oder der Strahlungsdruck bereits entstandener Jungsterne sein.

Schon zuvor wurde Wasser - und damit die Grundlage des irdischen Lebens - auch außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Entweder als Gas, als Eisüberzug über kleinsten Staubkörners in der Nähe aktiver Sternentstehungen und innerhalb protoplanetarer Staub- und Gasscheiben, die junge Sterne umkreisen und die Grundlage der Planetenentstehung bilden.
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Die Tiefsee ist von lebenden Fossilien bevölkert

Ein großer Teil der heutigen Ökosysteme der Tiefsee ist deutlich älter als bislang vermutet. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam anhand eines Vergleichs heute noch lebender Tiefseeorganismen mit etwa 113 Millionen Jahre alten Fossilienfunden vor der Küste Floridas.
Tiefsee, Schlangenseestern
© uni-goettingen.de, B. Thuy
Ein heute noch in der Tiefsee lebender Schlangenseestern.
Göttingen (Deutschland) - Wie die Forscher um Ben Thuy vom Geowissenschaftlichen Zentrum an der Universität Göttingen zählen aktuell im Fachmagazin PLoS One berichten, hatte sich in den vergangenen Jahren hat sich die Ansicht durchgesetzt, die heutigen Tiefsee-Ökosysteme seien aus mehreren Umwälzungen im Zuge von Massenaussterben und globalen Veränderungen der Ozeane entstanden. Somit sollten sie - im erdgeschichtlichen Kontext - also auch vergleichsweise jung sein. Da Überreste von Organismen aus der Tiefsee jedoch nur extrem selten als Fossilien gefunden werden, war eine direkte Überprüfung dieser Annahme bisher nicht möglich.
Cassiopaea

Leben wir in einer Computersimulation? Forscher suchen nach den Grenzen der Matrix

Physiker der Universitäten Bonn und Washington glauben, einen Weg gefunden zu haben, wie die bislang eher philosophische Theorie überprüft werden kann, nach der wir lediglich in einer gigantischen Computersimulation leben.
Matrix
© Warner Bros. Entertainment Inc.
Szenenbild aus der Filmreihe "Matrix".
Bonn (Deutschland) - Wie Silas Beane, Martin J. Savage und Zohreh Davoudi vorab auf "arXiv.org" berichten, hätte - wie jede Simulation - auch eine aufwendige Simulation des Universums durch einen unvorstellbar leistungsfähigen Supercomputer ihre Grenzen. Genau diese Grenzen, so vorhanden, sollten denn auch anhand ihrer Auswirkungen und auftretender Unregelmäßigkeiten auf kontinuierlich ablaufende physikalische Prozesse erkennbar sein.

Einen Weg, diese Grenzen zu identifizieren, führte die Forscher zunächst über eine eigene Simulation des Universums selbst - allerdings nur in Form eines extrem kleinen Teils des Universums auf der Femto-(also der Billiardstel)-Ebene. Aufgrund des extrem hohen Komplexitätsgrades des Universums, ist bislang also nur eine Simulation eines 0,00000000001 Millimeter durchmessenden Teils des Universums möglich. Allerdings ist schon dieser Kleinstteil von seinem Vorbild kaum zu unterscheiden. Rein theoretisch wäre es also möglich, dass auch unser Universum eine nur eine gewaltige Simulation ist.

Kommentar: Wir leben in der Matrix: Die erschreckende Bewusstseinskontrolle der Pathokratie

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