Wissenschaft und Technologie
Karte


Rocket

„Wellenreiter“ - Waffensystem mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit

Es hört sich an wie Science Fiction: Ein Jet fliegt mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit. Die US-Luftwaffe arbeitet derzeit an einem solchen Waffensystem. Sogar Testflüge hat es schon gegeben.
waverider, wellenreiter
© US Air Force/DPA
Diese Computergrafik zeigt, wie sich die Techniker den Testflug vorstellen: Für die Erprobung wird eines der acht Triebwerke der B-52 demontiert und dort der X-51A Waverider mit dem Auslösemechanismus montiert.
US-Militärs testen ein Fluggerät mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit. Der Hyperschalljet X-51A Waverider, der gemeinsam mit dem Flugzeughersteller Boeing entwickelt wurde, soll zumindest wenige Minuten lang eine Geschwindigkeit von rund 7000 Kilometer pro Stunde erreichen - damit wäre die Strecke London-New York in rund einer Stunde zurückzulegen.

Wie die Washington Post unter Berufung auf einen Militärsprecher berichtete, begann der Test am Dienstag (Ortszeit) auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards Air Force in Kalifornien. Demnach stieg ein B-52 Bomber mit dem Hyperschall-Vehikel unter den Tragflächen auf.
Better Earth

Neuentdeckte Substanz kühlt Atmosphäre über Wäldern

forest lake in summer
© Axel-D
Neuentdeckter Atmosphärenbestandteil könnte Abkühlungseffekt über Wäldern erklären

Atmosphärenchemie. - Die Erdatmosphäre verfügt über eine Reihe von Reinigungsmitteln, mit denen sie Schadstoffe wie zum Beispiel Schwefeldioxid neutralisiert. Bisher dachte man, drei gasförmige Oxidationsmittel erledigen diesen Job, doch jetzt stellt sich heraus: Die atmosphärische Putzkolonne ist kein Trio, sondern offenbar ein Quartett. Atmosphärenforscher berichten in der heutigen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature" von der Entdeckung eines vierten Waschmittels.

Einfach nur X - so heißt die neuentdeckte Substanz vorläufig. Weil im Moment noch niemand weiß, um welche chemische Verbindung es sich genau handelt. Klar scheint aber: Ein neues Waschmittel der Atmosphäre ist gefunden! Eines, das in der Lage ist, die Luft von Schwefeldioxid zu säubern - einem prominenten Schadstoff, den zum Beispiel Kohlekraftwerke freisetzen, wenn sie über keine Entschwefelung verfügen. X entsteht aus flüchtigen organischen Verbindungen, die die Vegetation ausdünstet. Der US-Atmosphärenchemiker Lee Mouldin:
Pumpkin

Klimawandel-Skeptiker müssen bekämpft werden

Der Ex-RWE-Manager Fritz Vahrenholt verbreitet seit Monaten zusammen mit Sebastian Lüning krude Klimawandel-Thesen. Die Forscher, die sie zitieren, wehren sich energisch.

Ein halbes Jahr ist in der Welt der Medien eine ziemlich lange Zeit - in der Wissenschaft ist es nicht mehr als ein Wimpernschlag. Sechs Monate ist es her, dass zwei Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE, Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, ihr Buch Die kalte Sonne veröffentlichten. Sie wollten damit einen Großteil der Erkenntnisse der Klimaforschung über den Haufen werfen. Die Ansicht der Autoren: Der Einfluss der Sonne und anderer natürlicher Faktoren auf das Klima sei viel größer, als der Weltklimarat IPCC anerkenne, schrieben der Chemiker und der Geologe; mehr noch, der IPCC manipuliere die Wissenschaft.


Kommentar:
Kommentar: Was auch getan wird und bei diesem Unterfangen, vor wirklichen Gefahren abzulenken (Kometen etc.), sehr wahrscheinlich ist.

Forscher als Betrüger: Helmut Schmidt fordert IPCC Untersuchung
Rücktritt wegen angeblich falscher Klimastudie


Aus den Medien sind Vahrenholt und Lüning inzwischen weitgehend verschwunden. Ihre provokanten Thesen bringen sie nun vor allem durch Lesungen und Vorträge unters Volk. Doch in der Wissenschaft reißen die Reaktionen nicht ab. Und sie sind durchgängig negativ.

Kommentar: Im Zusammenhang mit Vahrenholt empfehlen wir die folgenden Artikel:

Schadensbegrenzung: RWE muss Verschwörungstheoretiker Vahrenholt abberufen!
Störenfritz des Klimafriedens und wie Medien andere Ideen konform halten

Question

Ecstasy für Parkinson-Patienten?

ecstasy
© gemeinfrei, U.S. federal government
Ecstasy-Eigenschaften helfen bei der Parkinson-Therapie

Ecstasy ist vor allem als illegale Partydroge der Rave-Kultur bekannt. Das enthaltenen Methylendioxymethamphetamin (MDMA) kann jedoch auch die „unwillkürlichen Bewegungen“ bei einer Behandlung von Parkinson mit dem Medikament Levodopa lindern, so das Ergebnis der Studie eines australischen Forscherteams um Professor Matthew Piggott von der University of Western Australia (UWA).

Die Wissenschaftler berichten, dass die positiven Effekte von Ecstasy auf die Nebenwirkungen einer Levodopa-Therapie bei Parkinson-Patienten bereits seit längerem bekannt seien, dem MDMA jedoch „kein therapeutisches Potenzial“ zugesprochen werde, „weil es Anwender high macht.“ Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass Ecstasy eine neurotoxische Wirkung haben kann oder zumindest für „die langfristige, nachteilige Veränderungen in der Chemie des Gehirns“ verantwortlich ist, berichten Prof. Piggott und Kollegen. Seinem Team sei es jedoch gelungen, die negativen Eigenschaften des MDMA von den positiven zu trennen, so dass ein Einsatz im Rahmen der Parkinson-Therapie möglich wäre.

Kommentar: Ecstasy beschädigt Gehirn - Bereits bei geringem Konsum

Camera

Farb-Panorama der Sonde „Curiosity“ vom Mars

Nasa-Ingenieure sind verblüfft: Die bei der Landung aufgewirbelten Steine auf dem Mars sind größer als gedacht - und eventuell leichter. Für die Arbeit von "Curiosity” soll das kein Problem sein.
mars, curiosity
© dpa
Die auf dem Mars gelandete Nasa-Sonde Curiosity hat das erste farbige Panorama-Foto zur Erde geschickt. Die 360-Grad-Aufnahme des Gale-Kraters ist das bisher spektakulärste Bildmaterial vom Roten Planeten, das der sechsrädrige Roboter an die Bodenstation im kalifornischen Pasadena geliefert hat. Erste Fotos waren bereits kurz nach der Landung am Sonntag angekommen - allerdings nur in schwarz-weiß und nur in geringer Auflösung.

Wissenschaftler schwärmten beim Anblick der Aufnahme. "Es ist wunderschön, endlich die Farben in dem Gelände zu sehen", sagte Missionsmitglied Jim Bell von der Arizona State University.
Bell

Erdbeben von Japan wurde hörbar gemacht

Dem Seismologen Zhigang Peng vom Georgia Institute of Technology ist es gelungen, das Megabeben, das sich am 11. März 2011 vor der japanischen Pazifikküste ereignete, hörbar zu machen. Dazu nutzte der Forscher und sein Team eine neuartige Methode, bei der die seismischen Daten zunächst in Klänge verwandelt wurden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Anschließend wurden sie um ein Vielfaches schneller abgespielt, um auch vom menschlichen Hörorgan wahrgenommen zu werden.

Das Ergebnis verknappt ein Ereignis, das zwischen Minuten und Stunden gedauert hat, auf wenige Sekunden. Der Hauptausschlag mit einer Stärke von 9 auf der Richterskala ist nur ein Sechstel einer Minute lang, beschleunigt um das 30fache. "Die Klänge erlauben uns, den Vibrationen der Erde zuzuhören, die normalerweise unhörbar sind", erklärt Peng, der an der School of Earth and Atmospheric Sciences lehrt.
Binoculars

Sternschnuppen-Regen: Ab heute kommen die Perseiden

Ab Donnerstagabend können Sterngucker ein besonderes Spektakel beobachten: Die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle kreuzt in den kommenden Tagen die Erdbahn. Der Meteorstrom, bekannt als die Perseiden, wird Hunderte Leuchtspuren über das Firmament ziehen.

Von Donnerstagabend an gibt es erneut ein Spektakel im All. Und anders als die Landung der Nasa-Roboters Curiosity auf dem Mars lässt es sich diesmal ohne Zeitverzögerung und technische Hilfsmittel beobachten: Der schönste und reichste Meteorstrom in Erdnähe, die Perseiden, beschert Sternguckern in den kommenden Tagen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Der Höhepunkt des Himmelsphänomens liegt in diesem Jahr genau auf dem Wochenende.
Meteor aus den Perseiden
© Nasa
Ein Meteor aus dem Strom der Perseiden, fotografiert 2011 von der internationalen Raumstation ISS aus.
Meteor

Endzeit-Simulation von Wissenschaftlern weit gefehlt

Die Sonne bläht sich, und die Erde stirbt den Hitzetod - so wird nach Meinung von Wissenschaftlern unser Planet in ferner Zukunft zugrunde gehen. Eine Simulation zeigt nun, was geschehen könnte: Erst regnet es Kiesel, schließlich Eisentropfen.
sonne
© ESO/ L. Calcada
St. Louis/Hamburg - Die Arbeit erinnert an Science-Fiction: Forscher haben das Endstadium der Erde simuliert. Sie zeigen, was passiert, wenn die Erde verdampft.

In ferner Zukunft, glauben Astronomen, werde sich die Sonne aufblähen - und die Erde verglühen. "Wir Wissenschaftler sind aber nicht zufrieden damit, nur über das Verdampfen der Erde zu reden", sagt Bruce Fegley von der Washington-Universität in St. Louis in einer Mitteilung seiner Universität. "Wir wollen genau verstehen, wie es wäre, wenn es passieren würde."


Kommentar: Da nehmen sich die Wissenschaftler ein sehr unwahrscheinliches Thema heraus, wie die Erde enden könnte. Zum anderen ist es ein Thema, was in einer unbestimmten, eventuell Jahrmillionen entfernten, Zukunft stattfinden soll. Anstatt sich mit Ereignissen zu befassen, die tatsächlich überprüft werden können und fast tagtäglich zu beobachten sind:
Candy Cane

Sexuelle Orientierung: Augen geben Aufschluss darüber

Pupillenweite gibt Aufschluss über sexuelle Orientierung
Eyes
© GreenMedInfo
Unsere Augen verraten, wen wir sexuell attraktiv finden - Frauen, Männer oder beide Geschlechter. An der Weitung der Pupillen lässt sich also die sexuelle Orientierung eines Menschen ablesen. Das zeigt eine Studie US-amerikanischer Forscher. Sie hatten bei 325 Frauen und Männern die unwillkürliche Pupillenreaktion gemessen, während diese sich erotische Videos mit Frauen oder Männern anschauten.

Bei heterosexuellen Männern und Frauen weiteten sich die Pupillen beim Anblick des jeweils anderen Geschlechts. Homosexuelle Versuchspersonen zeigten eine deutliche Pupillenreaktion, wenn sie Angehörige des eigenen Geschlechts in erotischen Situationen sahen. Die Studie belege erstmals an einer größeren Zahl von Personen, dass die Pupillenreaktion eine messbare Auskunft über die sexuelle Orientierung geben könne, berichten die Forscher im Fachmagazin PloS ONE.
Satellite

Rover „Curiosity“ landete erfolgreich auf dem Mars

Nach sieben Minuten des Bangens hatte die US-amerikanische Raumfahrtbehörde heute Morgen Grund zum Feiern: Erfolgreich konnte die kleinbusgroße mobile Laboreinheit "Curiosity" auf der Marsoberfläche abgesetzt werden, die nun im Marskrater Gale nach Spuren von Wasser und Leben suchen soll. Auch erste Aufnahmen konnte der Rover bereits zur Erde funken.
mars, curiosity
© NASA/JPL-Caltech
Eine der ersten Testaufnahmen des Rovers "Curiosity" nach der Landung auf der Marsoberfläche (Originalgröße).
Washington (USA) - Die erste noch vergleichsweise sehr kleine Testaufnahmen wurde mit einer Weitwinkel-(Fisheye)-Kamera gemacht, die etwa auf Bodenniveau an Bord des Rovers angebracht ist und mit der Hindernisse in der Umgebung erkannt und so umfahren werden sollen. Noch seien diese Aufnahmen weniger hochauflösend als die späteren Aufnahmen, die dann - so versichert die NASA - auch in Farbe das Sichtfeld von Curiosity zeigen sollen. Mit den ersten dieser Aufnahmen rechnen die NASA-Wissenschaftler noch in dieser Woche. Dann soll auch der Kameramast des Rovers ausgefahren und so eine noch bessere Übersicht über das Terrain ermöglicht werden.
Top