Wissenschaft und Technologie
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Airplane Paper

Reise per Anhalter: Urzeit-Insekt nutzte Fliege als Taxi

Bernstein konservierte einen Springschwanz auf dem Rücken einer Fliege
Bernstein, Urzeit-Insekt
© Dr Dave Penney, The University of Manchester
Springschwanz auf Eintagsfliege - vor 16 Millionen Jahren in Bernstein konserviert.
Vor etwa 16 Millionen Jahren nutzte ein Springschwanz eine Eintagsfliege als Taxi - kurz bevor beide von klebrigem Baumharz eingeschlossen und so als Bernstein konserviert wurden. Das hat ein britisches Forscherteam entdeckt, als es ein Stück Bernstein aus der Dominikanischen Republik in einem Computertomographen untersuchte. Der Springschwanz, ein kleines, flohähnliches Tier, klammert sich an den Rücken der Fliege, wie die Aufnahmen zeigten. Das sei das erste Mal, dass Springschwänze dabei ertappt wurden, wie sie auf geflügelten Insekten reiten, sagen die Forscher. Es sei aber durchaus möglich, dass es derartige Transporte auch heute noch gibt - sie sind nur noch nie beobachtet worden. Über ihre Arbeit berichten David Penney von der University of Manchester und seine Kollegen im Fachmagazin "PloS one".
Blue Planet

Neue Theorie einer schnellrotierenden jungen Erde soll Rätsel um Mondentstehung auflösen

Während die Theorie, nach der unser Mond durch einen Zusammenstoß eines etwa marsgroßen Himmelskörpers, der als "Theia" bezeichnet wird, mit der noch jungen Erde entstand, als die am meisten anerkannte gilt, konnte sie bislang nicht erklären, warum der Mond nahezu ausschließlich aus erdähnlichem Material und nicht aus einer Vermischung von Einschlagstrümmern aus Erde und Theia oder sogar gänzlich aus Theias Überresten besteht. Neue Computerberechnungen in der die junge Erde deutlich schneller rotiert als bislang gedacht, können das bisherige Dilemma nun lösen. Zugleich wollen Forscher eindeutige Beweise für die Einschlagstheorie im Allgemeinen gefunden haben.
Planten, Kollision
© NASA/JPL-Caltech
Kollision zweier protoplanetarer Körper im noch jungen Sonnensystem (Illu.).
Washington (USA) - Untersuchungen von Mondgestein belegen, dass das Verhältnis der Sauerstoff-Isotope von Erde und Mond nahezu identisch sind, während sie sich von jenen in Meteoriten vom Mars oder Asteroiden deutlich unterscheiden. Vor diesem Hintergrund ist auch davon auszugehen, dass sich eigentlich auch Theias Sauerstoff-Isotopenverhältnis von dem der Erde unterscheiden sollte. Spuren davon sind jedoch in Proben vom Mond nicht zu finden. Doch wie erhält man nun einen Mond, dessen Sauerstoff-Isotopen-Zusammensetzung mit jener der Erde übereinstimmt?
Comet

Erde wird angeblich von zwei Asteroiden bedroht

erde, asteroid, sonne
© Screenshot: www.nasaimages.org
Neben dem berühmten Apophis ist die Erde von zwei weiteren großen Asteroiden bedroht. Ihre Umlaufbahn muss wahrscheinlich verändert werden, um eine Kollision zu verhindern. Dies erklärte der Präsident des russischen Raumfahrtkonzerns „Energija“ Witalij Lopota.

Um die Bedrohung zu beseitigen, ist eine Trägerrakete mit einer Tragkraft von 70 Tonnen erforderlich. Sie soll einen Raumflugapparat, der ihre Umlaufbahn verändern kann, auf die Verfolgungskurve bringen, sagte Lopota.

Seinen Worten nach können Raumschlepper mit einer Kern- bzw. Solarenergieanlage eingesetzt werden, um eine thermonukleare Ladung zum Asteroid zu befördern.
Moon

Mond ist ein Teilstück des Planeten Erde

Wie genau der Mond entstand, war Astronomen bislang ein Rätsel. Zwei neue Studien zeigen: Der Mond ist das Ergebnis eines gigantischen Planeten-Crashs.

Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren herrschte ein großes Chaos in unserem Sonnensystem. Abermillionen Felsbrocken kreisten um die Sonne, kollidierten miteinander und formten so die ersten Planeten. Auch Erde und Mond entstanden bei einem dieser gigantischen Crashs. Wie genau sich dieser Zusammenprall abgespielt hat, ist Astronomen bis heute ein Rätsel. Einer beliebten Theorie zufolge stieß der Vorläuferplanet der Erde mit einem kleineren Planet namens Theia zusammen. Die Erde schluckte Theia dabei fast komplett. Nur Trümmer blieben von dem Zusammenprall übrig - sie verklumpten und formten schließlich den Mond.

Der Haken an diesem Szenario: Wäre der Mond so entstanden, müsste er Theia wesentlich ähnlicher sein als der Erde. Das legen zumindest alle bisherigen Computersimulationen nahe. Mond und Erde unterscheiden sich geologisch allerdings kaum. Das Mondgestein, das Neil Armstrong von der ersten Apollo-Mission mitbrachte, hatte verblüffende Ähnlichkeit mit dem Material, aus dem unsere Erde besteht.
Fireball

Kosmische Katastrophen und wie man sie verniedlicht

Am 21. Dezember 2012 wird die Welt untergehen. So stehe es im historischen Kalender der Maya, behaupten Apokalyptiker. Astronomen winken ab: Weltuntergang werde es keinen geben - mittelfristig könnten allenfalls Sonnenstürme und Asteroiden gefährlich werden. Eine Übersicht zu kosmischen Katastrophen.
asteroid, komet
© SXC.hu
Die Explosion war tausendmal stärker als die Atombombe auf Hiroshima. Millionen Bäume knickten wie Streichhölzer um. Die Schockwellen liefen dreimal um den Globus. Am 30. Juni 1908 nahe dem sibirischen Fluss Tunguska trat ein Asteroid mit einem Durchmesser von 80 Metern in die Erdatmosphäre ein und brach wenige Kilometer vor dem Aufprall auseinander. Bis nach London waren die gewaltigen Erschütterungen zu spüren. Diese Explosion, auch als Tunguska-Ereignis bekannt, zeigt, wie sich kosmische Katastrophen auf die Erde auswirken können.

Kommentar: Der Artikel verfolgt nur einen Zweck: es gibt keine Gefahr für das menschliche Leben. Und die Inszenierung der "Apokalypse 2012", hilft diese Einstellung bewusst zu verfestigen.

Lesen Sie die "Comets & Catastrophes" Serie von Laura Knight-Jadczyk auf der linken Seite, die mit harten Fakten ein anderes Bild aufzeigt. Oder einen anderen aktuelleren Sott-Fokus Artikel unserer Autoren:

Herrschaft des Feuers: Meteoriten, Waldbrände, planetarisches Chaos und das sechste Aussterben

Jupiter

Alpha Centauri: Planet mit Erdmasse im sonnennächsten Sternsystem entdeckt

Europäische Astronomen haben einen Planeten entdeckt, dessen Masse in etwa jener der Erde entspricht und mit einem Stern des Alpha Centauri-Systems einen der nächsten Nachbarsterne der Sonne umkreist. Zugleich handelt es sich um den leichtesten jemals um einen sonnenähnlichen Stern nachgewiesenen Exoplaneten.
Planet
© ESO/L. Calçada
Künstlerischer Darstellung des etwa erdschweren Planeten im sonnennahen System um die Sterne Alpha Centauri A (s. links) und Alpha Centauri B (Mitte).
Genf (Schweiz) - Wie das Team um Xavier Dumusque vom Observatoire de Genève und dem Centro de Astrofisica da Universidade do Porto in Portugal im Fachjournal Nature berichtet, wurde der Planet mit dem HARPS-Spektrografen am 3,6-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile gefunden.
Magnify

Ein Physiker auf der Spur der Unsichtbarkeit

Im Rahmen seiner Dissertation hat der Grazer Physiker Franz Schmidt eine neue Variante kollektiv schwingender Elektronenwolken an metallischen Oberflächen - sogenannter Plasmonen - entdeckt, die für Licht sozusagen "unsichtbar" ist und nur mittels eines Elektronenstrahls ausgelöst werden kann.
© NAWI Graz/Ditlbacher
Eine dunkle "atmende Mode" im Elektronenmikroskop.
Graz (Österreich) - Wie Schmidt von der Technischen Universität Graz aktuell im Fachjournal Nanoletters berichtet, hat die Plasmonik ein reiches Anwendungspotential: Abgesehen von der schnelleren Datenübertragung in der Chipindustrie gibt es auch in der Sensorik und der Medizintechnik spannende Möglichkeiten. In letzterer ist eine Krebsbekämpfung denkbar, indem Patienten metallumhüllte Nanopartikel injiziert werden, die sich an Krebszellen heften und diese zerstören.
Galaxy

Planeten mit vier Sonnen entdeckt - von Hobby-Planetenjägern

Teilnehmer am Online-Projekt "Planethunters.org", bei dem jedermann am eigenen Computer Daten des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" auswerten und an Astronomen der Yale University zurückschicken kann, haben erstmals einen Planeten entdeckt, der gleich zwei Sterne umkreist, die wiederum selbst von einem weiteren Doppelsternsystem umkreist werden.
Planet
© Haven Giguere/Yale
Künstlerische Darstellung des zirkumbinären Planeten "PH1" (kl. schw. Kreis u.r.) vor seinen beiden sich gegenseitig umkreisenden Zentralgestirnen und deren begleitendem Doppelsternsystem im Hintergrund (Illu.).
New Haven (USA) - Bislang waren nur sechs Planeten bekannt, die gleich zwei "Sonnen", also ein Sternenpaar (Binärsystem) umkreisen (s. Links), jedoch sind in keinem dieser Fälle die beiden sich umkreisenden Sterne selbst wieder Teil eines stellaren Quartetts.
Snow Globe

Ereignisse zur letzten Eiszeit: Polumkehrung, Klimaschwankungen und Vulkanausbruch

An Sedimentbohrkernen aus dem Schwarzen Meer konnte anhand magnetischer Untersuchungen belegt werden, dass in diesem Zeitraum, während der letzten Eiszeit, ein Kompass am Schwarzen Meer nach Süden statt nach Norden gezeigt hätte.

Vor 41000 Jahren kam es zu einer vollständigen und schnellen Umpolung des Erdmagnetfeldes. Magnetische Untersuchungen des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ an Sedimentbohrkernen aus dem Schwarzen Meer belegen, dass in diesem Zeitraum, während der letzten Eiszeit, ein Kompass am Schwarzen Meer nach Süden statt nach Norden gezeigt hätte. Zudem wies das Wissenschaftlerteam um GFZ-Forscher Dr. Norbert Nowaczyk und Prof. Helge Arz in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Earth and Planetary Science Letters mit weiteren Daten anderer Studien aus dem Nordatlantik, dem Südostpazifik sowie Hawaii nach, dass diese Umpolung ein globales Ereignis war.
Moon

Nicht Planeten sondern Monde könnten die ersten direkt sichtbaren lebensfreundlichen Welten sein

Die ersten Aufnahmen ferner und potentiell lebensfreundlicher Welten könnten nicht die eines Planeten sondern eines dortigen Mondes sein, der einen fernen Gasriesen umkreist und von dessen Gezeitenkräften erwärmt wird. Zu diesem Schluss kommen zwei Princeton-Astronomen in einer aktuellen Studie.
Exomond, Gasplanet
© Frizaven on English Wikipedia, GNU GPL
Künstlerische Darstellung eines lebensfreundlichen Exomondes um einen fernen Gasplaneten.
Princeton (USA) - "Wenn wir einen solchen Exomond direkt abbilden können, so könnten wir anhand dieser Beobachtungen durch eine Spektralanalyse auch auf die Moleküle in einer möglicherweise vorhandenen Atmosphäre und damit auf die potentielle Lebensfreundlichkeit dieses Mondes schließen", erläutert Mary Anne Peters von der Princeton University, die ihre Studie gemeinsam mit Edwin Turner vorab auf "arxiv.org" veröffentlicht hat.
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