Wissenschaft und Technologie
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Mars

Reisen zum Mars bergen erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen

Dass Langzeitaufenthalte im freien Weltraum, etwa während einer Reise zum Mars und zurück, eine ganze Reihe von Gesundheitsrisiken und -problemen beinhaltet, ist bereits hinlänglich bekannt. Während bislang jedoch nur bekannt war, dass kosmische Strahlung Krebs begünstigt zeigt nun eine Untersuchung erstmals, dass der ungenügend geschützte Langzeitaufenthalt auf dem Weg zum Roten Planeten durch die kosmische Strahlung auch ein beschleunigtes Risiko mit sich bringt, etwa an Alzheimer zu erkranken.
© NASA/Pat Rawlings, SAIC
Künstlerische Darstellung einer bemannten Erkundung des Mars (Illu.).
Rochester (USA) - "Galaktische kosmische Strahlung stellt eine beträchtliche Bedrohung für zukünftige Astronauten dar", fasst Dr. M. Kerry O'Banion vom University of Rochester Medical Center (URMC) Department of Neurobiology and Anatomy das Ergebnis seiner aktuellen und von der NASA unterstützten Studie zusammen. "Das Ausgesetztsein gegenüber Strahlungsdosen, wie sie auf einer Mission zum Mars einwirken, könnte kognitive Probleme herbeiführen und Veränderungen im Hirn beschleunigen, wie sie mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung stehen."

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Physiker beschreibt neuen Mechanismus für die Magnetisierung des Universums noch vor dem Entstehen der ersten Sterne

Magnete sind praktische Alltagsgegenstände geworden. Das Universum bestand früher jedoch nur aus nicht magnetischen Elementen und Teilchen. Wie die magnetischen Kräfte entstanden, hat Prof. Dr. Reinhard Schlickeiser vom Institut für Theoretische Physik der Ruhr-Universität Bochum erforscht. In der Fachzeitschrift "Physical Review Letters" beschreibt er einen neuen Mechanismus für die Magnetisierung des Universums noch vor dem Entstehen der ersten Sterne.
© Sebastian Voltmer, astrophoto.de
Archivbild: der Orion-Nebel.
- Bei der folgenden Meldung handelt es sich um eine Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum, ruhr-uni-bochum.de


Bochum (Deutschland) -Vor der Bildung der ersten Sterne bestand die leuchtende Materie nur aus einem vollständig ionisierten Gas aus Protonen, Elektronen, Helium-Kernen und Lithium-Kernen, die während des Urknalls entstanden. "Alle höheren Metalle, zum Beispiel das magnetische Eisen, konnten nach heutiger Vorstellung nur im Inneren der Sterne ausgebrütet werden", erklärt Reinhard Schlickeiser. "Zu frühen Zeiten gab es also keine Dauermagnete im Universum." Die Parameter, die den Zustand eines Gases beschreiben, sind jedoch nicht konstant. Dichte und Druck sowie elektrische und magnetische Felder schwanken um bestimmte Mittelwerte. Durch diese Fluktuation entstanden an bestimmten Stellen im Plasma schwache Magnetfelder, sogenannte Zufallsfelder. Wie stark diese Felder in einem vollständig ionisierten Plasma aus Protonen und Elektronen sind, hat Prof. Schlickeiser nun berechnet, und zwar für die Gasdichten und -temperaturen, die in den Plasmen des frühen Universums vorkamen.

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Alge des Jahres 2013: Erleuchtet das Meer mit blauen Lichtblitzen

Lingulodinium polyedrum heißt die Alge, die blaue Lichtblitze erzeugt, wenn Boote oder Wellen sie in Unruhe versetzen. Dieses Phänomen ist für Forscher Grund genug, den Organismus zur Alge des Jahres 2013 zu wählen. Warum die Algenart so wunderbar glimmt, ist ungeklärt.
© picture alliance/dpa
Vor der Küste Kaliforniens nahe San Diego leuchten die Wellen.
Die Alge des Jahres 2013 ist ein winziger Einzeller, der zuweilen blau strahlt. Ein Team von Algenforschern der Deutschen Botanischen Gesellschaft habe die Art Lingulodinium polyedrum unter anderem wegen seiner faszinierenden Leuchtfähigkeit gewählt, erläutert Mona Hoppenrath vom Forschungsinstitut Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven. Der Dinoflagellat hat einen Panzer und zwei Geißeln, mit deren Hilfe er sich durch das Meer bewegt.

Galaxy

Wissenschaftler: Astronauten erkranken wegen kosmischer Strahlung häufig an Alzheimer

»Houston, wir haben ein Problem« - dieser Ausspruch von Astronauten ist legendär. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, warum Raumfahrer sehr schnell häufig an Alzheimer leiden. Es liegt an der kosmischen Strahlung.

Fireball

Komet "Ison" soll mit bloßem Auge erkennbar sein

2013 soll der Komet "Ison" der Erde sehr nahe kommen. Der Komet wurde erst kürzlich von zwei russischen Astronomen entdeckt und erhielt seinen Namen von den beiden. Sternenbeobachter können sich auf ein seltenes Himmelsspektakel 2013 freuen.

Er soll noch heller sein, als der Mond. Das Spektakel wird sich voraussichtlich von Anfang November 2013 bis Anfang 2014 erstrecken. Der Komet soll in der Oortschen Wolke, einem umfassenden Region von eisigen, im Außensonnensystem gelegenen Felsen, entstanden sein.

Was diesen besonderen Kometen so speziell? Das ist die Tatsache, dass er der Erde nicht nur sehr Nahe kommen wird; man erwartet auch, dass er am Himmel so hell sein wird, dass man ihn mit dem bloßen Auge sehen kann. Außerdem soll er sehr nahe an der Sonne vorbeifliegen.

Quelle: news.discovery.com

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Fettspeicherung oder Fettverbrennung? Entdeckung des zellulären Schalters

Entdeckte Funktion des Proteins p62 könnte neue Wege im Kampf gegen metabolische Erkrankungen eröffnen

Neuherberg - Ein internationales Wissenschafter-Team hat einen entscheidende Schalter im Fettgewebe entdeckt, der steuert, ob Kalorien gleich verbrannt oder gespeichert werden. Die Erkenntnisse könnten neue Wege in der Bekämpfung von Adipositas und Diabetes eröffnen.

Bereits frühere Arbeiten des Instituts für Diabetes und Adipositas (IDO) am Helmholtz Zentrum München in Zusammenarbeit mit dem Sanford Burnham Institut San Diego deuteten darauf hin, dass das Protein p62 an der Regulierung des Körpergewichtes beteiligt ist. Nun konnte die Arbeitsgruppe um Timo Müller erstmalig eine Schalterfunktion für p62 im Energiestoffwechsel nachweisen. Die Ergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag zur Erforschung von Übergewicht und Typ 2 Diabetes und wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins The Journal of Clinical Investigation veröffentlicht.

Robot

Fortgeschrittener Android "Roboy" wird in 9 Monaten "geboren" - als Service-Roboter für den Menschen

© Artificial Intelligence Laboratory, Universät Zürich
Roboy
40 Wissenschaftler und Ingenieure haben an der Universität Zürich »Roboy«, den täuschend echten Roboter-Menschen, entwickelt. Er soll in 9 Monaten »geboren« werden und der erste echte Diener des Menschen werden, der sich von Menschen (fast) nicht mehr unterscheidet.

Nebula

Entdeckung der bisher größten Schwarzen Löcher des Universums mit einer Masse von 40 Milliarden Sonnen

Offenbar ist das bisher größte entdeckte Schwarze Loch noch größer als Wissenschaftler vermuteten. Neue Forschungen der NASA zeigen, dass sich dort draußen im All einige wirkliche Monster mit einer Masse von zehn bis 40 Milliarden Sonnen [eine Sonnenmasse entspricht (1,9882 ± 0,00025) x 1030 kg oder 332.946 Erdenmassen] herumtreiben.
© NASA
Dieses NASA-Bild zeigt ein neues Bild eines Rings, der nicht aus Juwelen, sondern aus Schwarzen Löchern besteht. Dieses aus mehreren Quellen zusammengesetzte Bild zeigt Arp 146, zwei mit einander in Wechselwirkung stehende Galaxien, die etwa 430 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Es wurde vom Space Telescope Science Institute (STSc) aus Daten des NASA-Röntgenteleskops Chandra und Bildern des Hubble-Weltraumteleskops zusammengesetzt.
Wissenschaftler bezeichnen diese Phänomene als »ultramassive Schwarze Löcher«, nicht zu verwechseln mit »supermassiven« Schwarzen Löchern, von denen es nur einige wenige bestätigte Exemplare gibt.

Stop

Bohrungen am Ellsworth-See in der Antarktis wegen "technischer Probleme" endgültig abgebrochen

Nach technischen Problemen hat das Team um Wissenschaftler der britischen Bristol University die Bemühungen, mit einem Schmelzbohrkopf in den seit mindestens einer halben Million Jahren von der Außenwelt isolierten Ellsworth-See anzubohren endgültig abgebrochen. Zuvor noch hatten die Wissenschaftler gehofft, in Proben aus dem See und dessen Sedimenten auf urzeitliche Lebensformen zu stoßen, die sich so seit der Abschottung des Süßwassersees durch den mittlerweile kilometerdicken antarktischen Eispanzer entweder gar nicht mehr oder völlig anders entwickelt haben könnten (...wir berichteten).
© ellsworthlive.org.uk
Blick auf die beeindruckenden Ellsworth-Berge.
Lake Ellsworth (Antarktis) - Trotz zahlreicher Versuche, sei es nach dem Ausfall zweier Brenner (...wir berichteten) nicht mehr gelungen, eine Verbindung zum Hauptbohrloch herzustellen, dass bereits in einer Tiefe von 300 Metern angekommen war, berichten die Forscher auf ihrer Webseite "ellsworth.org.uk". Schlussendlich sei das für weitere Bohrungen notwendige heiße Wasser so schnell im Eis versickert, dass es den Forschern nicht mehr gelungen sei, genügend schnell genügend Nachschub zu schmelzen. Als dann auch noch die Treibstoffvorräte zur Neige gingen, wurde das Vorhaben endgültig abgebrochen.

Bullseye

Asteroid AG5 stellt keine Gefahr für Erde dar

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Wissenschaftler haben kalkuliert, dass ein Asteroid, der 2040 die Erde treffen könnte, nun doch keine Gefahr für uns darstellt. Das Gemini-Teleskop auf Hawaii hat 2011 AG5 übrigens überraschend einfach im All entdecken können.

Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags wurde zuvor auf 1 zu 500 geschätzt. Neue Messungen haben jetzt ergeben, dass die Chance allerdings gleich null ist. Die Wissenschaftler sprechen von einem kollektiven Gefühl der Erleichterung.