Wissenschaft und Technologie
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Saturn

Erster lebensfreundlicher Erdzwilling entdeckt

Kepler-186f Exoplanet
© NASA Ames/ SETI Institute/ JPL-CalTech
Kepler-186f: ein Erdzwilling in der habitablen Zone (Künstlerische Abbildung)
Zum ersten Mal haben Astronomen einen echten Erdzwilling in der habitablen Zone eines fremden Sterns entdeckt. Der rund 500 Lichtjahre entfernte Exoplanet Kepler-186f hat fast die Größe der Erde und umkreist einen Roten Zwergstern. Er ist dabei genau so weit von seinem Stern entfernt, dass auf ihm flüssiges Wasser und Leben möglich wäre, wie die Forscher im Fachmagazin Science berichten.

Von den fast 1.800 bisher entdeckten Planeten um fremde Sterne, kreisen rund 20 Prozent in der habitablen Zone - dem Bereich um einen Stern, in dem Temperatur und andere Parameter die Existenz von flüssigem Wasser auf der Planetenoberfläche zulassen. Allerdings sind alle Exoplaneten in dieser "Zone des Lebens" deutlich größer als die Erde. Ein echter Erdzwilling in der habitablen Zone fehlte daher bislang. Ein solcher gilt aber als bester Kandidat für die Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems.
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Open Source Saatware: Initiative gegen Patente der Landwirtschaftsindustrie

Saatgut, Labor, Gentechnik
© motorolka / Shutterstock
Freier Austausch um die genetische Vielfalt von Gemüsesorten zu bewahren - Akademiker stellen ihre Entwicklungen für die Allgemeinheit zur Verfügung.

Am Gründonnerstag, dem 17. April 2014, startete eine Gruppe von Wissenschaftlern und Lebensmittelaktivisten in Wisconsin im U.S.-Bundesstaat Madison eine schon lange überfällige Kampagne zum Schutz des freien Austausches von Saatgut.

Mit dieser Aktion sollen zukünftige Ansprüche der Patentinhaber der konventionellen und gentechnisch veränderten Lebensmittelindustrie auf noch bisher unpatentiertes oder neue Züchtungen von Saatgut verhindert werden.
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Der Wärmeinseleffekt als maßgeblicher Treiber der gemessenen Temperaturen - Update 2012

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Bereits vor 2 Jahren konnten die Autoren belegen, dass der Hauptanteil (+1,1°C von +1,9°C) der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für Deutschland ausgewiesenen Erwärmung auf den Wärmeinseleffekt (WI) zurückzuführen ist (hier). Die Zahn der Zeit verändert bekanntlich den Raum und mit ihm die Eigenschaften, die diesen Raum bestimmen, so auch seine Temperatur. Insofern muss er bei jeder Temperaturvergleichsbetrachtung mit berücksichtigt werden. Wogegen beim „klassischen“ WI vorrangig die Stadtgebiete untersucht werden, betrachteten die Autoren darüber hinaus die Veränderung in der Fläche, also auch die ländlichen Gebiete. Insgesamt betrachteten wir 140 DWD-Messstationen auf ihre Eignung für Temperaturvergleichsbetrachtungen.

Bezugnehmend auf unseren Artikel, sah sich der DWD gezwungen, EIKE eine Gegendarstellung zukommen zu lassen, die wir beantworteten und darin belegen konnten, dass unsere Artikel nichts an Richtigkeit und damit Brisanz verloren hatten. Einer wissenschaftlichen Diskussion stellte sich der DWD indes nicht. In der jüngst erschienenen Arbeiten von Anthony Watts über die Wirkung dieses Effektes in der er belegen konnte, dass auch in den USA die ausgewiesene Erwärmung doppelt so hoch angegeben wird, als wie in der Realität gemessen und damit nicht nur - wie wir damals zeigten- in Deutschland. Dieser Beitrag wird nun zeigen, dass der der Studie von Watts et al vorschnell entgegen gehaltene Argument, sie hätte den sog. TOBs (Time of Observation Errors) nicht berücksichtig, abwegig ist und am Ergebnis nichts ändern würde, wenn es so wäre.
Treasure Chest

Modern, aber noch nicht etabliert: digitale Kryptowährungen

bitcoin
Kryptowährungen sind jung, teils verspielt, zugleich milliardenschwer und kaum noch zu bremsen. Urgestein und Platzhirsch ist der Bitcoin. Die digitale Währung gab den Startschuss für eine neue Ära des Zahlungsverkehrs und hat sich in Windeseile rund um den Globus ausgebreitet. Idee: keine Banken, keine staatliche Einmischung. Das kommt bei vielen Nutzern an, weckt Begierden, macht neugierig und ruft selbstredend auch Kritiker auf den Plan. Während auf der einen Seite die Vorzüge gepredigt werden und nach und nach ein kompletter Wirtschaftszweig entsteht, sehen Zweifler die Grundfeste des Finanzsystems gefährdet. Obwohl noch keine fünf Jahre auf dem Buckel, sorgen Kryptowährungen also für reichlich Gesprächsstoff. Und da es ums liebe Geld geht, wird die Debatte noch lange anhalten.
Network

Wie man das Internet erdbebensicher machen kann

internet netzwerk topographie
Dezentrale Netze gelten als robust, halten echte Katastrophen aber auch nicht aus. Abhilfe schafft eine neue Netzwerkgeometrie, die japanische Forscher jetzt entwickelt haben.

Ein bekannter Mythos aus frühen Internet-Tagen ist die Behauptung, das Netzwerk sei einst entwickelt worden, um einem atomaren Angriff zu widerstehen. IT-Historiker wissen allerdings, dass das zumindest am Anfang kein Designziel war. Erst später stellte sich heraus, dass sein dezentraler Aufbau das Internet durchaus robuster machte als zentralisierte Netzwerke.
Fireball 2

Russische Anlage wird gefährliche Gäste aus dem All erkennen

meteorit
© Vesti.Ru
Symbolbild
Eine Anlage, die gefährliche Himmelskörper im Weltraum orten soll, geht im Nordkaukasus ab Juni in Betrieb. Sie macht mehr Aufnahmen des Himmels pro Sekunde im Vergleich zu ausländischen Pendants und kann deswegen schnelle Meteore erkennen.
Moon

Totale Mondfinsternis: Wenn der Mond sich blutrot verfärbt - und verschwindet

Das Spektakel gibt es höchstens dreimal im Jahr zu sehen: unter anderem in den USA freuten sich Himmelsgucker am Dienstag über eine totale Mondfinsternis - vorher färbte sich der Mond blutrot.

Sicht auf eine totale Mondfinsternis, das war der Lohn für all diejenigen, die sich in der Nacht zu Dienstag in Nordamerika auf den Beinen hielten bzw. extrem früh aus den Federn kamen. Der Himmelskörper bewegte sich langsam in den Schatten der Erde, mehr als drei Stunden dauerte das Spektakel. Und warum es dabei sogar Farben zu sehen gab, erklärte Shawn Domogal-Goldman, Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde NASA. O-TON WISSENSCHAFTLER: "Von der Erde aus sieht man unseren Schatten gewissermaßen über die Mondoberfläche kriechen, bis er ihn komplett verdeckt. Dann erscheint der Mond rot. Dafür ist das kleine bisschen Sonnenlicht verantwortlich, das durchkommt. Das entspricht dem, was wir bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang sehen. Es ist rot. Es ist so, als sehe man, wie alle Sonnenauf- und alle Sonnenuntergänge auf der ganzen Welt gleichzeitig auf den Mond treffen und dann zurück zu uns auf die Erde springen, so dass wir während der Finsternis einen wirklich schönen Anblick des Mondes erhalten." Farbtöne und -intensität hingen von den lokalen Wetterbedingungen ab. Derartige Phänomene gibt es zwei bis drei Mal im Jahr zu sehen, wenn Sonne, Erde und Vollmond in einer bestimmten Konstellation zueinander stehen.

Attention

Wissenschaftlicher Artikel: Es ist in Ordnung über das Klima zu lügen und zu übertreiben

Sie haben, lieber Leser, in den letzten Jahren auch das Gefühl gehabt, Umweltorganisationen und Medien übertreiben gehörig das Problem mit dem Klimawandel? Jetzt haben wir es schwarz auf weiß und sogar wissenschaftlich überprüft: Die Scharfmacher können sich auf eine Empfehlung aus dem Bereich der Forschung selbst berufen. Zwei Professoren haben in einem Planspiel herausgefunden: “Unseren Erkenntnissen zufolge hat die Manipulation von Informationen einen instrumentellen Wert, weil es im Nachhinein mehr Länder zur Teilnahme an einem Internationalen Umweltprogramm veranlasst hat, woraus sich schließlich ein globaler Wohlfahrtsgewinn ergibt.” Der Satz stammt aus der Zusammenfassung der Studie “Information Manipulation and Climate Agreements” von Fuhai Hong und Xiaojian Zhao, veröffentlicht im American Journal of Agricultural Economics, das immerhin zum Imperium der Oxford University Press gehört, dem größten wissenschaftlichen Verlagskonzern der Welt - und eigentlich doch auch einem der angesehensten. Ob das so bleibt?

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Die beiden Forscher bekennen ganz offenherzig: “Dieser Artikel liefert eine Begründung” für das Überbetonen und Übertreiben. Immerhin schreiben sie auch: “Aus der Sicht “ex ante” ist die Auswirkung der Manipulation von Informationen allerdings nicht eindeutig”. Das kann man wohl sagen: Vorerst haben die notorischen Übertreibungen, die künstliche Schaffung einer Weltuntergangsstimmung nämlich, eher kontraproduktiv gewirkt. Die Menschen können und wollen unsinnige Apokalypsen nicht mehr hören, allzu hektisch eingesetzte “große Transformationen” beziehungsweise Energiewenden lassen der Politik gar keine andere Wahl, als nach und nach zurückzurudern und das Unternehmen auf vernünftige Bahnen zu lenken. Ob man damit in der Öffentlichkeit für einen sinnvollen Umbau der Energieversorgung auf mehr Erneuerbare werben kann, darf man getrost bezweifeln, “nicht eindeutig” ist da noch vornehm ausgedrückt. Und ob das dann “ex post” alles so funktioniert haben wird, muss sich außerhalb der wissenschaftlichen Planspiele (“Modelle”, um im Jargon zu bleiben) auch erst noch erweisen.
Cloud Grey

Seit 60 Jahren beobachten Forscher eine Zunahme an nachtleuchtenden Wolken: Ist Feuerball-Staub in der Erdatmosphäre dafür verantwortlich?

Zum ersten Mal wurde das Phänomen 1885 beobachtet: bläulich leuchtende Wolken, die in den Polregionen am Nachthimmel schimmern. Seit den 19040-50er Jahren werden die "noctilucent clouds" zunehmend auch in den tieferen Breitengraden beobachtet. Diese Erkenntnis haben Forscher nun aus Daten verschiedener Missionen zusammengetragen und hoffen sich davon ein besseres Verständnis des Klimas.
© Courtesy of Adrian Maricic

Kommentar: Einiges deutet darauf hin, dass vermehrter Staub von Feuerbällen in der Erdatmosphäre, dafür verantwortlich sein könnte:

Quelle: NASA
Control Panel

Der Wärmeinseleffekt (WI) als maßgeblicher Treiber der Temperaturen

Wärmeinseleffekt Infrarot Stadt
Was ist der Wärmeinseleffekt eigentlich und warum wird er überhaupt benötigt, wo doch Temperaturreihen stets die gemessenen, also die realen Ortstemperaturen wiedergeben? Der WI wird immer dann benötigt, wenn Temperaturvergleiche mit früher angestellt werden. Je größer der Zeitraum zwischen den Vergleichen ist, umso notwendiger ist der WI, da er sozusagen den Ausgleichsfaktor darstellt, damit überhaupt richtig verglichen werden kann und nicht die bekannten Äpfel mit Birnen verglichen werden. So ist es in der Wissenschaft stets üblich, für einen Vergleich, auch die gleichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies ist jedoch bei Temperaturmessungen ohne den Korrekturfaktor WI nicht möglich, weil keine heutige Rahmenbedingung einer Messung, mit der von z.B. vor 100 Jahren identisch ist. Die Zeit verändert bekanntlich den Raum und so ist das Messraumgebiet von heute ein anderes als vor 100 Jahren. Für einen Vergleich müssen jedoch beide „Räume“ gleich sein und dies geht nur über den Korrekturfaktor WI. Ohne diesen Faktor zu kennen und ihn dann auch zu berücksichtigen, sind sämtliche Temperaturvergleiche wertlos.
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