Wissenschaft und Technologie
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Galaxie schleudert rasenden Kugelsternhaufen ins All

© David A. Aguilar (CfA), Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics
David A. Aguilar (CfA), Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics
Einzelne Sonnen, die als Ausreißer durchs Weltall trudeln, kennen Astronomen bereits. Nun haben Forscher jedoch einen ganzen Kugelsternhaufen entdeckt, der von seiner Galaxie quasi „ausgespuckt“ wurde. Möglicherweise kam er Schwarzen Löchern zu nahe.

Eine Riesengalaxie aus unserer kosmischen Nachbarschaft hat einen ganzen Kugelsternhaufen mit großer Wucht ins All geschleudert. Der Kugelhaufen rast mit mehr als drei Millionen Kilometern pro Stunde aus der Galaxie hinaus, wie Forscher vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) im Fachblatt The Astrophysical Journal Letters berichten.

Der ausgestoßene Kugelsternhaufen werde für immer durch das leere Weltall zwischen den Galaxien driften, berichtet das Zentrum in einer Mitteilung. „Astronomen sind früher bereits auf ausgerissene Sterne gestoßen, aber dies ist das erste Mal, dass wir einen ausreißenden Sternhaufen entdeckt haben”, erläutert Hauptautor Nelson Caldwell.
Comet

Schadensbegrenzung? Der Meteorit, der jetzt nur noch ein Stein sein soll

Ein norwegischer Skydiver filmt mit seiner Helmkamera etwas, das an ihm vorbeifliegt. Das Video verbreitet sich viral, von einem Meteoriten ist die Rede. Nun zieht das norwegische Meteoritennetzwerk die Vermutung, es könnte ein Meteorit gewesen sein, zurück.

Knapp eine Woche lang rätselten Internetnutzer in aller Welt, was es wohl gewesen sein könnte, das ein norwegischer Skydiver bei seinem Sprung vor knapp zwei Jahren mit der Helmkamera gefilmt hatte. Ein Meteorit muss es gewesen sein, da waren sich einige ganz sicher. Der Skydiver Anders Helstrup habe großes Glück gehabt, dass er nicht von dem schnellen Steinbrocken getroffen wurde, hieß es, von einem Schutzengel war die Rede.

Doch die Zweifel waren von Anfang an da: Wenn es sich um einen Meteoriten handelte, warum wurden in der Region keine Sichtungen eines Feuerballs gemeldet? Warum war kein Überschallknall zu hören? Warum konnte der Stein - trotz hunderter Stunden, die am Boden nach ihm gesucht wurde - nicht gefunden werden? Die Theorie, der Meteorit sei in Wahrheit ein Stein gewesen, der sich aus dem Fallschirm des Skydivers gelöst hatte, stand im Raum. Doch der Stein bewegte sich im Video nicht so, wie man es erwarten würde, wenn er aus dem Fallschirm gefallen wäre. Was steckte dahinter?

Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, wurde das Video des Skydivers schließlich im norwegischen Fernsehen gezeigt. Das norwegische Meteoritennetzwerk, das an der Untersuchung des Videos und der Suche nach dem vermeintlichen Meteoriten beteiligt war, erhoffte sich neue Hinweise von der Veröffentlichung. "Vielleicht haben wir wichtige Hinweise übersehen", schreibt die Organisation am Tag der Veröffentlichung in ihrem Blog. "Wir hoffen sehr, dass die Geschichte viral verbreitet wird."


Kommentar: Das Thema Feuerbälle und Himmelskörper ist unerwünscht in den Medien, da es auf eigentlich Gefahren hinweist. Ob es in diesem Fall um bewusste Schadenskontrolle handelt oder ob es von Anfang an so geplant war, kann nur vermutet werden.

Fallschirmspringer fast von Meteoriten getroffen

Cell Phone

Schlafforschung: Träume können mit Strom beeinflusst werden

Dreams
© Dreamstime

Bleiben uns nächtliche Panikattacken oder Verwirrungen im
Schlaf künftig erspart? Bestimmte Träume lassen sich offenbar durch Strom-Stimulation beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Frankfurter Schlafforscherin Ursula Voss, die in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" vorgestellt wird.

Sie bezieht sich auf sogenannte luzide oder Klarträume, bei denen sich der Träumende darüber bewusst ist, gerade zu träumen. Bis zu einem gewissen Grad kann er aus Sicht der Forscher sogar bestimmen, wie der Traum weitergehen soll. Dieses offenbar nur beim Menschen vorkommende Phänomen könnte zur Methode werden.

Voss, die an der Uni Frankfurt lehrt, zeigte sich optimistisch, dass mit dem Verfahren der Strom-Stimulation eines Tages Opfern häufiger quälender Albträume oder auch Schizophrenie-Patienten geholfen werden kann. Sie könnten Auswege aus unangenehmen Traumsequenzen quasi eintrainieren.
Better Earth

Neue Ordnung von Meereslebewesen entdeckt: Vermeintliche Riesen-Seeanmone ist in Wirklichkeit etwas anderes

Sie galt bislang als eine der größten Vertreter von Seeanemonen in den Weltmeeren. Eine neue Studie zeigt nun jedoch, dass Relicanthus daphneae jedoch die erste Vertreterin einer bislang gänzlich unbekannten Ordnung von Nesseltieren ist.
© AMNH/ NERC CHESSO project
Neue Ordnung von Nesseltieren: die mehr als zwei Meter lange Relicanthus daphneae.
New York (USA) - Wie die Forscher um Estefanía Rodríguez vom American Museum of Natural History aktuell im Fachjournal PLoS One berichten, galt das erst 2006 in der Tiefsee des Ostpazifik entdeckte, auffallend gefärbte Nesseltier mit seinen bis zu zwei Meter langen Fangarmen bislang aufgrund seiner äußeren Erscheinung bislang als Anemone.
Bell

Angesehener Klimatologe wechselt die Seiten

Lennart Bengtsson

Lennart Bengtsson
Eine heikle Personalie erschüttert die Umweltforschung: Einer der angesehensten Klimatologen, der emeritierte Max-Planck-Direktor Lennart Bengtsson, wechselt ins Lager der Skeptiker. Im Interview erläutert er seinen überraschenden Schritt.

Hamburg - Einer der renommiertesten Klimaforscher wechselt die Seiten. Lennart Bengtsson, ehemaliger Direktor am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie, einem weltweit führenden Klimaforschungszentrum, tritt dem Akademischen Beirat der Global Warming Policy Foundation (GWPF) bei.

Die GWPF, also die "Klimawandel-Politik-Stiftung", ist eine gemeinnützige Organisation aus Großbritannien, die sich als "Denkfabrik" bezeichnet. Sie wurde 2009 von dem konservativen Politiker Nigel Lawson gegründet, um angebliche Überreaktionen gegen die globale Erwärmung zu verhindern. Ihr Ziel verfolgt sie mit kämpferischen Informationskampagnen. Der Tenor: Der Klimawandel werde als Problem überschätzt.
Network

Selbst extrem geringe Mengen an Elektrosmog stören die Orientierung von Zugvögeln massiv

Elektrosmog hat unterhalb bestimmter Grenzwerte keine Auswirkungen auf biologische Prozesse oder gar auf die menschliche Gesundheit - das galt zumindest bisher als Stand der Wissenschaft. Nun zeigt eine Studie Oldenburger Biologen aber erstmals das Gegenteil: Der Magnetkompass von Rotkehlchen versagt komplett, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken. Der störende Effekt sei selbst dann messbar, wenn die Signale nur ein Tausendstel des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich eingestuften Grenzwerts betragen.
© Marek Szczepanek, naturephotos.com.pl
Rotkehlchen.
Oldenburg (Deutschland) - Wie das Team um dem Biologen Prof. Dr. Henrik Mouritsen von der Universität Oldenburg und Prof. Dr. Peter J. Hore von der University of Oxford aktuell im Fachjournal Nature berichtet, konnte man in den Versuchen "einen eindeutigen und reproduzierbaren Effekt menschlich verursachter elektromagnetischer Felder auf ein Wirbeltier dokumentieren".

Diese Störungen, so erläutern die Wissenschaftler weiter, stammen jedoch nicht von Stromleitungen oder Mobilfunknetzen". Das elektromagnetische Rauschen im Frequenzbereich zwei Kilohertz bis fünf Megahertz stamme im Wesentlichen von Elektrogeräten. "Die Auswirkungen der schwachen elektromagnetischen Felder sind bemerkenswert: Sie stören die Funktion eines gesamten sensorischen Systems bei einem gesunden höheren Wirbeltier."
Nebula

Superschweres Element 117 nachgewiesen

Neue Erkenntnisse sind wichtiger Schritt auf dem Weg zur Beobachtung besonders langlebiger superschwerer Elemente
Ein internationales Forscherteam hat an der Beschleunigeranlage der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt mehrere Atome des superschweren Elements mit der Ordnungszahl 117 erzeugt und nachgewiesen. Die gemessenen Eigenschaften von Element 117 stehen im Einklang mit früheren Befunden aus dem Forschungszentrum in Dubna in Russland und unterstützen damit die offizielle Anerkennung des neuen Elements 117. Bei dem Experiment entstanden außerdem Atome der Elemente Dubnium und Lawrencium mit außergewöhnlich langen Lebensdauern. Deren Nachweis war nur durch eine extrem verfeinerte Messmethode möglich und stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur sogenannten "Insel der Stabilität" dar.
Calculator

Zweiklassengesellschaft im Internet: Internet-Maut kommt in den USA - Wer mehr zahlt ist schneller

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© dpa / Boris Roessler/Archiv
In den USA gibt es bald eine Überholspur im Internet. Die US-Behörde FCC erlaubt es Unternehmen künftig, gegen Bezahlung auf schnellere Internet-Leitungen zuzugreifen. Damit kommen Inhalte von Streaming-Diensten wie Netflix noch schneller beim Kunden an - Netzaktivisten sind entrüstet.

Wenn US-Konzerne ihre Angebote schneller zu den Kunden bringen wollen, können sie hierfür künftig gegen einen Aufpreis schnellere Netze nutzen, wie die New York Times online berichtet. Die Telekommunikationsaufsicht FCC habe eine entsprechende Regeländerung angekündigt. Das sei besonders für Streaming-Dienste wie Netflix oder Googles Comcast interessant, würden sich Inhalte wie Serien oder Filme in noch höherer Geschwindigkeit zum User bringen lassen. Auf der letzten Meile zum Nutzer bekämen die Angebote durch die neue Regel einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub, wie die Seite weiter schreibt.

Ein FCC-Sprecher habe aber ausdrücklich betont, dass eine Blockade von Internetangeboten ausdrücklich verboten sei. Wenn etwa ein Provider einem Streaming-Dienst eine Überholspur anbietet, müsse er dies auch für andere Anbieter tun, zu "wirtschaftlich vernünftigen" Konditionen - eine sehr schwammige Formulierung. Die Änderung ist ein entscheidender Schritt, bisher gilt in den USA die Netzneutralität, alle Daten werden gleich behandelt. Durch das Einführen dieser Überholspur ändert sich dies nun. Am 15. Mai soll die Änderung von der FCC endgültig verabschiedet werden, bis dahin sind noch Änderungen an dem Vorhaben möglich.
Solar Flares

Die Sonne bringt Licht ins Dunkel - Was die Erdtemperaturen wirklich bestimmt, Teil 2

wärmekarte
Während sich die Naturforscher unter den Klimaforschern mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und den daraus ermittelten Daten befassen, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Wetter- und damit Klimazusammenhänge zu verstehen sind, begeben sich IPCC und deren Gefolgsschar in den Bereich von Mythen und leiten daraus Spekulationen über zukünftige Klimaentwicklungen ab. Diejenigen, denen diese Aussage zu hart erscheint, mögen sich bitte einmal vor Augen halten, dass es keine messbaren Erwärmungseffekte durch die Erhöhung der Konzentration von sog. Treibhausgasen gibt und kein Klimaforscher auch nur den Ansatz eines auf Temperaturmessungen basierenden Beweises für die Temperaturwirkung von CO2 vorlegen kann. Weder in der Experimentalphysik, noch in der theoretischen Physik, noch in der mathematischen Physik gibt es einen Treibhauseffekt. Da gibt es dbzgl. nichts! Mittels moderner Astrologie, im Fachchargon Computermodelle oder Klimamodelle genannt, wird aus dem Nichts eine Cyberwelt von Horrorszenarien sichtbar, die Hollywood nicht besser in Szene setzen könnte. Mit Sicherheit ein Grund, warum gerade die (deutsche) Presse so auf solche Berichte abfährt. Wer sieht nicht gern einen „Steven Spielberg“ oder einen „Roland Emmerich“. Auch wenn die in der Klimainszenierung andere Namen tragen...
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Unerwartete Polarisation in Gammablitz widerlegt gängige Theorien

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© NASA/GSFC, S. Wiessinger
Nach gängiger Theorie beeinflussen geordnete Magnetfelder das Nachglühen und dessen Polarisation - hier durch die Linien dargestellt.
Eine ungewöhnliche Polarisation des Nachglühens widerlegt nahezu alle gängigen Theorien

Ein Gammablitz sorgt für Aufregung. Denn das Licht des energiereichen Strahlungsausbruches verhält sich ganz anders, als es eigentlich sollte: Die Polarisierung stimmt nicht mit gängigen Theorien überein. Das aber bedeutet: Die Modelle dazu, wie das Nachglühen solcher Explosionen entsteht, sind wahrscheinlich falsch, wie Forscher jetzt im Fachmagazin Nature berichten.

Sie gehören zu den energiereichen Ereignissen des Universums: Gammastrahlenausbrüche entstehen nach gängiger Theorie bei der Explosion massereicher Sterne. Bei ihrem Kollaps wird kurzzeitig ein Jet extrem energiereicher Teilchen und Gammastrahlung erzeugt. "Ungefähr einmal am Tag wird ein solcher sehr heller Blitz von Gammastrahlen von den Satelliten detektiert", erklärt Klaas Wiersema von der University of Leicester.
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