Feuer am Himmel
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Meteor

Komet und Engel - Weihnachtsgrüße aus dem All

Nachdem das Hubble Space Telescope im letzten Jahr eine "Christbaumkugel" im All aufgespürt hatte, ist es in diesem Jahr das Abbild eines Engels. Außerdem macht ein Komet derzeit auf der Südhalbkugel der Erde und im All Furore.
stern, engel, sharpless 2-106
© NASA/ESA and the Hubble Heritage Team
Sternentstehungsregion Sharpless 2-106

Bereits im Februar wurde das Bild von Sharpless 2-106 gemacht, das vor einigen Tagen von NASA und ESA veröffentlicht wurde. Es zeigt ein kleines Sternentstehungsgebiet im Sternbild Schwan, das etwa 2.000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Im Zentrum befindet sich ein junger Stern mit etwa 15 Sonnenmassen, der Unmengen an Staub und Gas durch seinen Strahlungsdruck in der Umgebung verteilt. Zwei von uns aus gesehen flügelförmige Wasserstoffwolken links und rechts, die von kälteren Gas- und Staubansammlungen umgeben sind, werden dadurch stark aufgeheizt und zum Leuchten angeregt.

Das Bild wurde mit der Wide Field Camera 3 mit verschiedenen Weit- und Schmalbandfiltern aufgenommen und anschließend in Falschfarben coloriert. Die beiden Breitbandfilter lassen Licht im für uns nicht wahrnehmbaren UV-Bereich passieren, der Schmalbandfilter die Alpha-Linie leuchtenden Wasserstoffs (657 nm = rot). Im Bild werden die H-alpha-aktiven Zonen allerdings blau dargestellt. Die Wolke hat eine Ausdehnung von lediglich knapp 2 Lichtjahren. Am Himmel nimmt sie eine Breite von 2,9 Bogenminuten ein.
Meteor

Komet "überlebt" Flug durch die Korona der Sonne und leuchtet weiter

Mithilfe von Teleskopen sind Astronomen jetzt Zeugen eines höchst seltenen Schauspiels im All geworden: Sie konnten beobachten, wie ein erst kürzlich entdeckter Komet die über eine Million Grad heiße Korona der Sonne durchflog und den knappen Vorbeiflug sogar "überlebte". Beim Vorbeiflug in einer Entfernung von rund 120.000 Kilometer verlor der nach seinem Entdecker "Lovejoy" getaufte Komet allerdings den Großteil seiner Masse und seinen Schweif.


Über eine Stunde durchflog der aus Eis, Staub und gefrorenen Gasen bestehende Himmelskörper die Sonnenkorona, bevor er wieder auftauchte, wie Aufnahmen (siehe Video) des Solar Dynamics Observatory (SDO) sowie des Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) der NASA zeigen. Sehr zur Überraschung der Astronomen, die nicht damit gerechnet hatten, dass der Komet den Flug durch die Atmosphäre der Sonne überleben wird. Denn laut ihren Berechnungen hätte "Lovejoy" bei seinem heißen Rendezvous mit unserem Zentralgestirn völlig verdampfen müssen.

"Es ist absolut erstaunlich", sagt Karl Battams vom Naval Research Lab in Washington. "Ich hätte nicht gedacht, dass der eisige Kern des Kometen groß genug ist, um eine Stunde in der mehrere Millionen Grad heißen Sonnenkorona zu überstehen, aber den Kometen 'Lovejoy' gibt es noch." Laut Angaben der Forscher wird er nun 800 bis 900 Jahre die Sonne umrunden, bis er ihr wieder derart gefährlich nahe kommt.
Meteor

Komet "Lovejoy" überlebt Sonnen-Streifschuss

NASA-Satellit sieht Kometen "Lovejoy" an Sonne vorbeiflitzen, ohne vollständig verdampft zu werden.
lovejoy, sonne
© Nasa
Lovejoy samt langem Staub- und Ionen-Schweif, einige Stunden vor der vermeintlich verheerenden Begegnung mit der Sonne.

Unerwartet hat der Komet "Lovejoy" einen knappen Vorbeiflug an der Sonne "überlebt". Das Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA schoß in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Video, dass zeigt, wie der Komet an der Sonne vorbeifliegt. Ursprünglich gingen Forscher davon aus, dass der großteils aus Eis bestehende Komet durch die Hitze der Sonne verdampfen würde. Loveyjoy gehört zu der so genannten Kreutz-Gruppe (engl.: Kreutz Sungrazers). Diese Kometen-Gruppe entstand wahrscheinlich durch die Aufspaltung eines größeren Kometen. Ihre Umlaufbahnen führen die Himmelskörper regelmäßig knapp an der Sonne vorbei.

Lovejoy erreichte eine Nähe von 150.000 Kilometer zur Sonnen-Korona. Die äußere Schicht des glühenden Gasballs erreicht Temperaturen um 1,1 Millionen Grad Celsius. Laut Erwartungen der Wissenschaftler sollte Lovejoy an dem Punkt seiner kürzesten Sonnendistanz in einer großen Wolke verpuffen. Die daraus entstehende Reflektion des Sonnenlichts sollte man sogar bei Tageslicht von der Erde aus erkennen.
Meteor

Wenn ein Komet die Sonne trifft

Am Freitag wird "Lovejoy" auf die Sonne treffen - der "Aufprall" könnte sogar bei Tageslicht sichtbar sein.
lovejoy, komet
© Nasa/Soho
Der Komet auf seinem Weg zur Sonne.

Astronomen blicken gebannt in Richtung Sonne. Am Freitag soll dort der Komet "Lovejoy" einschlagen. An sich kein Seltenheit, was jedoch verblüfft ist die Größe des Schweifsterns. Wissenschaftler bemühen sogar Superlative. Vor allem in den USA besteht die geringe Chance, dass man den Komet beobachten kann.

"Dies ist ohne Zweifel der hellste Komet, den SOHO je gesehen hat", zeigte sich Kometen-Forscher Karl Battams vom Naval Research Lab in Washington DC beeindruckt. "Wenn Komet Lovejoy so hell wird wie wir glauben, dann gibt es die Möglichkeit, dass er trotz Tageslichts gesehen werden könnte."
Sun

Asteroid schubste Merkur in heutigen Tag-Nacht-Rhythmus

Einschlag könnte Rotation des Planeten entscheidend verändert haben

Der Einschlag eines gewaltigen Asteroiden könnte dem Merkur seinen ungewöhnlichen Tag-Nacht-Rhythmus verliehen haben. Der innerste Planet des Sonnensystems dreht sich heute so langsam, dass ein Jahr auf ihm nur eineinhalb Mal länger ist als ein Tag. Französische Forscher haben nun herausgefunden, wie es dazu gekommen sein könnte.

merkur
© NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington
In dieser Aufnahme des Merkur, erstellt von der US-Raumsonde Messenger, ist das Caloris-Becken, ein riesiger, 3,9 Milliarden Jahre alter Einschlagskrater, oben rechts als rundliche, helle Fläche zu erkennen.

Ihren Berechnungen nach drehte sich der Merkur in seiner Frühzeit sogar noch langsamer als heute, ein Merkurtag dauerte damals ein Jahr. Dann, vor mehr als 3,75 Milliarden Jahren traf ihn ein über 100 Kilometer großer, schräg auftreffender Asteroid. Die Energie dieses Einschlags riss den Planeten aus seiner stabilen Rotation und ließ ihn sogar schneller drehen als heute. Erst die gewaltige Schwerkraft der Sonne habe den Merkur dann im Laufe der Jahrmillionen wieder abgebremst und ihn in seine heutige Rotation gezwungen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature Geoscience.

Krater auf der Merkuroberfläche liefern Indizien für Szenario

Gleich mehrere Indizien für ein solches Szenario liefert nach Angaben der Forscher die Oberfläche des Merkur: So gebe es dort einige Krater, die durch einen Einschlag vor mehr als 3,75 Milliarden Jahren entstanden sein könnten. Eines davon ist das 1.550 Kilometer große Caloris-Becken auf der Nordhalbkugel des Planeten. Die bei seiner Entstehung freigesetzte Energie wäre groß genug gewesen, um die Rotation des Planeten deutlich zu verändern.
Meteor

Astronomen warten auf superhellen Kometen Lovejoy

Moskau. Ein hellleuchtender Komet, C/2011 W3 (Lovejoy), wird in dieser Woche am Himmel auftauchen, falls er nicht bei der Annäherung an die Sonne explodieren sollte. Das teilte Stanislaw Korotki, Mitarbeiter des Observatoriums Ka-Dar, RIA Novosti am Montag mit.
komet, lovejoy
© Photo Jan Ebr
Astronomen warten auf superhellen Kometen Lovejoy

Berechnungen zufolge soll der Himmelskörper in der Nacht zum 16. Dezember knapp an der Sonne - in einer Entfernung von nur 186 000 Kilometern von der Oberfläche des Gestirns - vorbeifliegen. Das entspricht etwa der Hälfte des Abstandes zwischen Mond und Erde.

C/2011 W3 war am 27. November vom australischen Amateurastronomen Terry Lovejoy entdeckt und am 2. Dezember vom Zentrum für Kleinplaneten des Internationalen Astronomenverbandes offiziell registriert worden. Der Komet zählt zu der Kreutz-Familie, einer Gruppe von sonnenstreifenden Kometen, die der deutsche Astronom Heinrich Kreutz Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben hatte.
Ornament - Red

Der Aufgang des finsteren Monds

Am Samstag lohnt ein Blick in den Himmel: Dann ist - wenn das Wetter mitspielt - eine totale Mondfinsternis in vielen Ländern zu beobachten. Die nächste Chance in Deutschland kommt erst 2015.
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© dpa

Am Samstag ist Vollmond - doch wer nach dem Aufgang des Erdtrabanten am Nachmittag die altvertraute kreisrunde Scheibe am Himmel sucht, wird eine Überraschung erleben: Statt der strahlend hellen Vollmondscheibe wird ein teilweise verfinsterter Mond über dem Nordost-Horizont aufsteigen. Anfangs erstrahlt nur ein kleiner Teil der Mondscheibe in hellem Licht - doch nach und nach weicht der Schatten von den verdunkelten Mondregionen, und schon am Spätnachmittag steht der Vollmond dann wie gewohnt in seiner ganzen Pracht am Himmel.

Was Himmelsgucker bei wolkenfreiem Himmel an diesem Samstag im Advent erleben können, ist die Endphase einer totalen Mondfinsternis. Denn die Phase der kompletten Verfinsterung des Erdtrabanten wird bereits beendet sein, kurz bevor der Mond in unseren Breiten aufgeht. Von Australien und Asien aus ist sie ganz zu sehen. Je nach Beobachtungsort wird der Mond zwischen etwa 16.00 und 16.30 Uhr über den Horizont klettern - je weiter östlich der Beobachtungsort liegt, desto größer wird der verfinsterte Teil der Mondscheibe beim Aufgang des Erdbegleiters in der fortgeschrittenen Dämmerung sein. Um 17.18 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird dann aber auch die Phase der partiellen, also teilweisen Verfinsterung vorbei sein.
Meteor

Ufo oder Flugzeug? Nichts von beidem!

Etliche Landshuter hatten am Montag Seltsames am Landshuter Himmel beobachtet. Sie sahen einen schnell fliegendes und hell strahelndes Objekt. Jetzt ist klar, um was es sich gehandelt hat.
© pm

Wie der Sender Radio Trausnitz auf seiner Homepage berichtet, hätten sich am Montagabend besorgte Hörer in der Redaktion berichtet und unter anderem von einem brennenden Flugzeug berichtet, das sie gesehen hätten.

Tatsächlich dürfte es sich um eine Art Feuerball gehandelt haben. Wie die Volkssternwarte München dem Bayerischen Rundfunk erklärte, dürfte es sich bei dem Objekt um einen Meteor gehandelt haben, der zur fraglichen Zeit über Bayern unterwegs gewesen ist. Diese hell strahlenden Himmelserscheinungen würden auch Bolloid genannt.
Question

Forscher rätseln über den „Weihnachtsblitz“

Weihnachten 2010 entdeckten Astronomen einen ungewöhnlichen Gammastrahlenausbruch. Zwei Forschergruppen haben das energiereiche Phänomen untersucht - und kommen zu sehr verschiedenen Erklärungen.
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© A. Simonnet, NASA, E/PO, Sonoma State University
Kommt ein Komet oder Asteroid einem Neutronenstern zu nahe, können ihn die auftretenden Gezeitenkräften zerreißen, wie in dieser Illustration dargestellt.

Heidelberg. Weihnachten 2010 entdeckten Astronomen am Nachthimmel einen ungewöhnlichen Lichtblitz. Zwar erinnerte dieser an einen Gammastrahlenausbruch, wie sie im Schnitt einmal pro Tag auf der Erde registriert werden. Seine Eigenschaften passen allerdings zu keiner gängigen Theorie für solche Explosionen.

Der Gammastrahlenausbruch GRB 101225A dauerte mindestens eine halbe Stunde, während bei gewöhnlichen Exemplaren maximal wenige Minuten vergehen. Zudem verblasste das Nachglühen viel schneller als bei anderen Gammablitzen und wies überdies ein von der Norm abweichendes Energiespektrum auf.

Gleich zwei Forschergruppen versuchen sich nun darin, die Beobachtungen zu erklären - und kommen dabei zu sehr verschiedenen Ergebnissen. Sergio Campana und seine Kollegen vom Osservatorio Astronomico di Brera in Merate (Italien) wärmten ein bereits 1973 vorgeschlagenes Szenario auf.
Question

UFO oder Bolide? - Merkwürdiges Objekt über Nordchina gesichtet

Am Mittwochabend wurde ein helles fliegendes Objekt im nordwestlichen Himmel über mehreren Gebieten Nordchinas beobachtet. Zhu Jin, Direktor des Beijinger Observatoriums, schätzt, dass es sich dabei um einen Boliden handelt.
bolide, komet
© unbekannt
Bild eines Boliden – eines in die Erdatmosphäre eintretenden Meteoriden.

Ma Qiang, ein Hobby-Sternengucker aus der nordchinesischen Hafenstadt Stadt Tianjin, erklärte gegenüber Xinhua, dass er am Mittwochabend um 17.25 Uhr ein "riesiges fliegendes Objekt" gesehen habe. Es sei zunächst im nordwestlichen Himmel erschienen und rasant nach Westen geflogen. Nur etwa zwei Sekunden später verschwand das "UFO" im Himmel. "Das Ding hatte eine goldene Farbe und war noch heller als der Mond", ergänzte Ma, "ich schätze, dass seine scheinbare Helligkeit mindestens -10 mag entsprach". Die scheinbare Helligkeit solcher (und anderer) Himmelskörper wird in mag (Magnitude - scheinbare Helligkeit) angegeben.

Dieses merkwürdige Objekt wurde an jenem Abend auch von mehreren anderen Bürgern aus Tianjin, Beijing und in manchen Gebieten der Provinz Hebei beobachtet. Ihre Beschreibungen des Phänomens stimmen miteinander überein. Leider ist es keinem der Amateure gelungen, ein Foto davon zu machen.
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