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Mi, 10 Feb 2016
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Cheeseburger

Neues Musikvideo von Pussy Riot: Ästhetisch unterstes Niveau, doch bestens geeignet als Instrument der Anti-Russland-Propaganda in unseren "Qualitätsmedien"

© PussyRiotVideo, Youtube
Nadeschda Tolokonnikowa in ihrem neuen Musikvideo.
Die Aktivistin der russischen Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot, Nadeschda Tolokonnikowa, macht nun Pop und hat ein neues Musikvideo veröffentlicht, das im deutschen Mainstream für Entzückung sorgt. Unser Gastautor Gert Ewen-Ungar, selbst ein leidenschaftlicher Fan russischen Popkultur, hat sich das Werk angeschaut und findet Anlass zur Kritik.

Es scheint mir, als käme ich nicht umhin, das neue Video von Pussy Riot zu besprechen, denn einerseits liegt mir die russische Popkultur am Herzen und andererseits fand das Video Eingang in die deutschen, sich selbst so nennenden “Qualitätsmedien”, und, wie die so sind, kommt es sofort zu massenhafter Verbreitung, weil alle voneinander abschreiben. Copy/Paste ist nämlich die neue deutsche Idee von journalistischer Qualität. Also muss man sich mit massenhaft Verbreitetem ganz unabhängig von der tatsächlichen Güte auseinandersetzen. Ich tue es ungern, denn ich halte Pussy Riot aus gutem Grund für eine marginale Randerscheinung in der russischen Popkultur.


Kommentar: Mehr Hintergründe zu "Pussy Riot":
  • Pussy Riot: Eine bewusst gelenkte Kampagne, um das Feindbild vom "bösen Putin" zu verstärken
Mehr zur anti-russischen Propaganda im westlichen Journalismus:


Pumpkin 2

Parken auf dünnem Eis birgt Risiken - 20 Autofahrer taten es dennoch und sie gingen unter

In Lake Geneva im US-Bundesstaat Wisconsin sind gut 20 Autos, im Eis des örtlichen See eingebrochen. Die Fahrzeuge waren von Besuchern des alljährlichen “Winterfest” auf dem gefrorenen Gewässer geparkt worden.


Die Temperaturen lagen am Samstag über dem Gefrierpunkt. Obwohl das Parken auf dem See erlaubt ist, “ermutige man die Besucher des Festes nicht, dort zu parken”, erklärte einer der Organisatoren der Veranstaltung.

Bad Guys

Hysterisierung erfolgreich: Mehr Polizeieinsätze und Anzeigen über Karneval

© dpa
Die Zahl der Anzeigen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung im Karneval am Rhein hat deutlich zugenommen. Insgesamt ist die Polizei in Köln aber zufrieden mit ihrer neuen Strategie - es waren so viele Beamte wie nie im Einsatz.


Kommentar: Die Strategie lautet: Mehr Überwachung und Kontrolle.


Die Zahl der Polizei-Einsätze ist in Köln an den Karnevalstagen stark gestiegen. So habe es von Weiberfastnacht bis einschließlich Rosenmontag etwa 800 Platzverweise mehr gegeben als 2015, sagte Polizeidirektor Michael Temme am Dienstag. Die Ingewahrsamnahmen verdoppelten sich, bei den Festnahmen gab es sogar eine Verdreifachung. Insgesamt fuhr die Polizei 1100 Einsätze, 200 mehr als vergangenes Jahr.

Dennoch ist der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies vollauf zufrieden. „Die Polizei hat schon ganz toll gearbeitet“, sagte er am Dienstag im WDR. Die vielen Einsätze hätten eben auch damit zu tun, dass die Polizei diesmal sehr konsequent eingeschritten sei. „Dieses Konzept, das hat eindeutig gegriffen.“


Kommentar: Und es gab dadurch auch gleich mehr Festnahmen, die hoffentlich auch berechtigt waren.


Unter dem Eindruck der sexuellen Übergriffen der Silvesternacht hatte die Kölner Polizei ihre Präsenz an Karneval massiv verstärkt. So waren zeitweise doppelt so viele Beamte wie im vergangenen Jahr im Einsatz. Insgesamt wurden an den Karnevalstagen 45 Sexualdelikte angezeigt, von Beleidigung bis hin zur Vergewaltigung.


Kommentar: Und wie waren die Zahlen in den letzten Jahren?


Heart - Black

Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen hat sich um fast 70 Millionen Fälle erhöht - 200 Millionen Opfer insgesamt

UNICEF plant komplette Beendung von FGM bis zum Jahr 2030
© Rob/fotolia.com
In Ägypten, Äthiopien und Indonesien leben viele Frauen, die eine Genitalverstümmelung erlebt haben. Auch mit den psychischen Folgen haben viele ihr Leben lang zu kämpfen.
Weltweit haben mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen in 30 Ländern irgendeine Form von Genitalverstümmelung (FGM) erlebt und UNICEF befürchtet, dass diese Zahl von Jahr zu Jahr wieder ansteigen wird. Etwa die Hälfte aller beschnittenen Frauen weltweit stammen derzeit aus drei Ländern. Trotz Aufklärung und Protesten sei die Beschneidung von jungen Mädchen nicht nur in diesen Ländern noch sehr verbreitet. UNICEF setzt sich dafür ein, dass solche grausamen Eingriffe hoffentlich irgendwann der Vergangenheit angehören.

Immer noch werden täglich kleine Mädchen irgendeiner Form von Genitalverstümmelung (FGM) unterzogen. Weibliche Genitalverstümmelung bezieht sich auf eine Reihe von Verfahren, aber ganz gleich welche dieser Methoden genutzt wird, die Art der Beschneidung verletzt die Rechte der Kinder und gefährdet deren Gesundheit. Im Vorfeld der internationalen Tage gegen die weibliche Genitalverstümmelung veröffentlichten die Vereinten Nationen einen neuen statistischen Bericht und eine aktuelle Pressemitteilung, um zu einer vollständigen Ächtung des Verfahrens aufzurufen.

Kommentar:


Heart - Black

Tragisch: Nahverkehrszüge crashen ineinander - Mehrere Tote

Man müsse davon ausgehen, dass die Züge ungebremst aufeinander prallten, sagt der Verkehrsminister. Das Sicherheitssystem auf der Strecke wurde erst kürzlich überprüft.
© Peter Kneffel/dpa
Stunden nach dem Zugunglück in Bad Aibling ist weiter unklar, warum die beiden Nahverkehrszüge aufeinanderprallten. Jeder Zug habe drei Blackboxes, zwei seien bereits gefunden worden, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf einer Pressekonferenz. Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamts seien vor Ort, um die Blackboxes zu untersuchen.

An Spekulationen über die Ursachen wollte sich Dobrindt nicht beteiligen. Man müsse klären, wo technisch oder menschlich die Ursache liege, sagte Dobrindt. Es handele sich um eine schreckliche Katastrophe. Ein Zug habe sich in den anderen hineingebohrt und ihn auseinandergerissen. "Das sind Bilder, die einen natürlich auch sehr stark emotional belasten."

Dobrindt war am Nachmittag an die Unglücksstelle gereist. Er zeigte sich tief erschüttert über die Szenen. Man müsse davon ausgehen, dass die Züge "weitestgehend ungebremst aufeinandergeprallt" seien, sagte er. Die Unfallstelle liegt auf einer eingleisigen Strecke zwischen Kolbermoor und Bad Aibling. Das Unglück ereignete sich in einer Kurve, die Lokführer konnten vor dem Aufprall daher keinen Sichtkontakt gehabt haben.

Kommentar: Das ein französisches Zugunternehmen in Deutschland einen Unfall hat, ist schon etwas merkwürdig:


Bulb

Sei wachsam: Fall nicht auf sie rein! Nutze deine Freiheit und bewahr dir deinen Mut


Screenshot: Video unten...
Reinhard Mey warnte uns schon vor Jahrzehnten:


Sei wachsam

Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen,
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,
Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
Die Dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen.
Und ich denk’ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück.
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm, - ich halt’ sie arm!

Sei wachsam,
Präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein! Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

Kommentar: Reinhard Mey wusste es schon immer: Griechenland, die EU und das Narrenschiff


Bizarro Earth

Selbstsucht und ihr Preis: 52 Menschen wegen Selfies umgekommen

Seit Januar 2014 sind auf der Jagd nach immer spektakuläreren Selfies 52 Menschen gestorben. Mindestens. Die meisten waren erst Anfang 20.
München - Er steht immer direkt am Abgrund: am Rand eines Hochhaus-Daches, auf den Betonträgern einer Brücke, auf einem Baugerüst weit über dem Boden. Jedes Bild, das Andrey Retrovsky auf seiner Instagram-Seite veröffentlicht hat, zeigt den jungen Russen in einer anderen lebensgefährlichen Situation.

Tausende haben die Schnappschüsse mit „Gefällt mir“ markiert, „Noch höher wäre noch mehr sexy“ oder „Versuch’s als Nächstes mal mit einem Wolkenkratzer“ dazu geschrieben. Auf dem letzten Foto hängt Andrey Retrovsky an einem Arm vom Flachdach eines Wohnblocks und lächelt. „R.I.P“ steht daneben, Englisch für „Ruhe in Frieden“. Denn der 17-Jährige ist tot: abgestürzt bei dem Versuch, auf einem neunstöckigen Gebäude in Wologda ein weiteres, noch spektakuläreres Bild zu schießen.

Kommentar: Wir leben wirklich in einer kranken Gesellschaft.
  • Das große globale Spiel des Wandels: Unsere Zivilisation steuert auf das Verhängnis der Bronzezeit zu - Untergang

Lesen Sie auch die folgenden Artikel zum Thema Selfie:


Extinguisher

Volksverhetzung: Der Karnevals-Panzer "Asylabwehr"

Schlechter Scherz oder offen gezeigte Fremdenfeindlichkeit? Ein Panzer-Motivwagen mit rassistischen Aufschriften hat beim Faschingsumzug in Steinkirchen für Empörung gesorgt. Die Behörden ermitteln.
© dpa
Steinkirchen - Jedes Jahr schlängelt sich der "Gaudiwurm" des OCV Steinkrichen vom beschaulichen Reichertshausen bei Pfaffenhofen (Oberbayern) ins gut vier Kilometer entfernte Steinkirchen - eine fröhliche Faschingsveranstaltung, die in der Gegend Kult-Status genießt. Auch dieses Jahr waren am Sonntag wieder rund 500 Narren unterwegs, geleitet von zahlreichen, in wochenlanger Heimarbeit gestalteten Faschingswägen. Einer dieser Wägen erregt nun Deutschlandweit die Gemüter.

Das Bild des als Panzer dekorierten Wagens mit den Aufschriften "Ilmtaler Asylabwehr" und "Asylpaket III" sowie einem schwarzen Kreuz, einem Hoheitszeichen deutscher Streitkräfte, machte in den sozialen Netzwerken die Runde und löste einen regelrechten Sturm der Empörung aus. Jetzt ist der Vorall sogar Sache der Staatsanwaltschaft. Es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Ingolstadt. Ein Polizeisprecher ergänzte, dass bereits Anzeigen vorlägen.


Kommentar: Das entschuldigt das Motiv dennoch nicht.

© Sott.net



Boat

Flüchtlinge ertrinken in der Ägäis: Zwei gekenterte Boote vor der türkischen Küste

In der Ägäis sind türkischen Angaben zufolge zwei Boote mit Flüchtlingen gekentert. Dabei kamen nach ersten Angaben über 30 Menschen ums Leben.
Bei zwei Bootsunglücken vor der türkischen Küste sind Medienberichten zufolge mehr als 30 Flüchtlinge ertrunken. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan starben 22 Menschen, als ihr Boot in der Ägäis sank. Bei einem weiteren Unglück seien elf Flüchtlinge ums Leben gekommen.

Das erste Boot sank auf dem Weg von der türkischen Küstenstadt Izmir zur griechischen Insel Lesbos, wie Dogan meldete. Dabei seien elf Menschen ertrunken, drei Insassen seien von der türkischen Küstenwache gerettet worden. Kurz darauf havarierte ein weiteres Flüchtlingsboot in den Gewässern vor der Küstenprovinz Balikesir, dabei starben 22 Menschen. Ziel der Passagiere war laut Dogan ebenfalls Lesbos. Woher die Opfer der beiden Unglücke stammten, blieb zunächst unklar.

Kommentar: Wann wacht Europa und Deutschland endlich auf?


Family

Medikamentenmissbrauch an Frühchen: Krankenhausmitarbeiteirn festgenommen

Das Uni-Krankenhaus in Marburg stellt verdächtige Werte bei einem Baby fest und alarmiert die Polizei. Wenig später ist für die Ermittler klar: Es geht um versuchten Totschlag.
© dpa/Christine Kokot
Eine Mitarbeiterin der Uni-Klinik in Marburg soll einem Frühchen unerlaubt Narkosemittel verabreicht haben und sitzt nun wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Das Krankenhaus habe bei dem 30 Tage alten Mädchen auf der Frühchenstation verdächtige Blutwerte festgestellt und am Freitag die Kriminalpolizei verständigt, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag. Es gehe um zwei Medikamente, die weder verordnet noch im Behandlungsplan vermerkt worden seien, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Zustand des Kindes sei derzeit stabil.

„Krisensituation“ bei dem Baby

Nach einer nicht zu erklärenden „Krisensituation“ bei dem Baby hatten demnach Untersuchungen den Verdacht des Medikamentenmissbrauchs ergeben. Die Mitarbeiterin war am Samstag festgenommen worden, ein Richter erließ am Sonntag Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts auf versuchten Totschlag. Die Frau habe sich zu den Vorwürfen geäußert, sei aber nicht geständig, sagte die Justizsprecherin. Weitere Details zu der Frau und den möglichen Hintergründen nannte sie nicht.