Die Welle 3
Das Kind der Gesellschaft
Kiel - Die staatliche Infrastruktur in Deutschland wird in den kommenden Jahren rapide an Wert verlieren. Zu dieser Einschätzung kommt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner neuesten Mittelfristprognose. Waren Deutschlands Straßen, Schienen und Amtsgebäude vor zehn Jahren noch mehr als 960 Milliarden Euro werten, so werden es 2017 nur noch rund 925 Milliarden sein.
An erster Stelle unter den Ländern, deren Einwohner Ersparnisse haben, rangiert Luxemburg mit 89 Prozent - an letzter Stelle Rumänien mit 48 Prozent.
Der Mitteldeutsche Rundfunk warnt vor gefälschten Zahlungsaufforderungen zum neuen Rundfunkbeitrag. Sie seien im Sendegebiet des MDR verteilt worden. „Layout, Farbe und Machart sind von den Original-Anschreiben nur schwer zu unterscheiden“, teilte der Sender am Dienstag in Leipzig mit.
In den vergangenen drei Jahren ist der Anteil der Befürworter homosexueller Ehen von 14 auf fünf Prozent geschrumpft, teilte das Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum, das im Februar 1600 Russen befragt hatte, mit. Der größte Teil der Bevölkerung (85 Prozent) unterstützt das Verbot der Homo-Ehen; 87 Prozent lehnen Schwulen-Paraden strikt ab.
Guantanamo - Die Zahl der Hungerstreikenden im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba ist nach Angaben der Justizverwaltung auf 100 gestiegen. Wie die Haftanstalt am Samstag mitteilte, schlossen sich drei weitere der 166 Insassen dem Hungerstreik an. Mittlerweile würden 20 Häftlinge zwangsernährt, sagte US-Militärsprecher Samuel House. Von diesen 20 künstlich Ernährten befänden sich fünf im Krankenhaus, in Lebensgefahr sei aber niemand.
Die Anwälte der Guantanamo-Insassen sprechen bereits seit Beginn des Protestes Anfang Februar von rund 130 Hungerstreikenden. Der Protest in dem umstrittenen Lager richtet sich den Angaben der Verteidiger zufolge im Kern gegen die unbegrenzte Inhaftierung ohne Anklage oder Prozess. Die "illegale Haft" dauere seit mehr als einem Jahrzehnt an, ohne dass ein Ende in Sicht sei, erklärte Laura Pitter von der Organisation Human Rights Watch. Die Regierung von Präsident Barack Obama müsse dem ein Ende setzen.
EPIC hatte die Beschwerde am Montag letzter Woche vor dem Bundesbezirksgericht für den District of Columbia, also der Hauptstadt Washington, eingereicht. In ihr wirft sie der Bundespolizei vor, auf die bereits vor sechs Monaten eingereichten Anfragen nach dem FOIA bisher nicht geantwortet zu haben.
Im September letzten Jahres hatte EPIC das FBI aufgefordert, zu seinem biometrischen »Erkennungssystem der nächsten Generation« (»Next Generation Identification«-Programm, NGI-Programm) ausführlich Stellung zu nehmen. Dieses Programm arbeitet auf der Grundlage einer Sammlung biometrischer Daten wie DNS-Profilen, Fahndungsfotos oder Iris-Erkennung, um so die Strafverfolgungsbehörden in die Lage zu versetzen, Verdächtige aufzuspüren, ohne sich auf traditionellere, möglicherweise veraltete Methoden verlassen zu müssen. 2012 hatte das FBI erklärt, das NGI sei bereits zu 60 Prozent abgeschlossen, und Tom Bush, stellvertretender Leiter der Abteilung Informationsdienst Strafjustiz (Criminal Justice Information Services Division) meinte, das neue System werde »schneller, umfassender und besser« als das gegenwärtig genutzte »Integrierte automatisierte Erkennungssystem für Fingerabdrücke« (Integrated Automated Fingerprint Identification System, IAFIS) sein.

Weltweit wachsen die Proteste gegen Monsanto. Hier das Poster einer Bürgerinitiative aus Argentinien.
Verbraucher müssen ab Mai mehr für Milch und Milchprodukte wie Quark und Butter zahlen: Bei den Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel hätten die Molkereien Preiserhöhungen durchgesetzt, berichtete die Lebensmittelzeitung.
Plastikmüll ist nicht mehr länger nur ein Problem in den Ozeanen - auch die Großen Seen Nordamerikas sind inzwischen stark mit mikroskopisch kleinen Kunststoffpartikeln belastet. US-Forscher haben dort sogar knapp ein Viertel höhere Konzentrationen dieser schädlichen Reste gefunden als im Südatlantik. Für Fische und viele kleinere Wassertiere könnte dieser Plastikmüll eine tödliche Gefahr bedeuten, warnen die Forscher auf dem Jahrestreffen der American Chemical Society (ACS) in New Orleans.
Nazca (Peru) - Wie die peruanische Zeitung El Comercio berichtet, waren die Bauarbeiter damit beschäftigt, aus der Region Erdboden und Kalkstein abzutragen und abzutransportieren.
















