Das Kind der Gesellschaft
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Sunnitische Extremisten befehlen Genitalverstümmelung von Frauen im Irak

Die sunnitischen Extremisten im Irak haben nach Angaben der Uno in den von ihnen kontrollierten Gebieten die Genitalverstümmelung aller Frauen befohlen. Wie die stellvertretende UN-Gesandte im Irak, Jacqueline Badcock, in einer in Genf ausgestrahlten Videokonferenz mitteilte, verhängten die Extremisten der Organisation Islamischer Staat (IS) eine entsprechende Fatwa, die alle Frauen im Alter zwischen elf und 46 Jahren betreffe. Die IS-Kämpfer hatten in den vergangenen Wochen weite Gebiete des Irak unter ihre Kontrolle gebracht und dort ein "Kalifat" errichtet.

© picture alliance / dpa
Er bestimmt, was die IS im Irak anrichtet: Abu Bakr al-Baghdadi.
Badcock sagte weiter, sie wisse nicht genau, wie viele Frauen nun von der Anordnung bedroht seien. Unter Berufung auf UN-Zahlen schätzte sie jedoch, dass vier Millionen Mädchen und Frauen betroffen sein könnten. Bisher sei die Praxis der Genitalverstümmelung im Irak nicht weit verbreitet und nur "in einigen isolierten Regionen" üblich gewesen.

Nach Angaben Badcocks leben etwa im von den Extremisten eroberten Mossul nur noch rund 20 christliche Familien. Einige Christen-Familien seien zum Islam konvertiert, andere hätten es vorgezogen, eine von der IS verhängte Strafe zu zahlen.

Quelle: n-tv.de , jve/AFP
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Gentechnik bereits auf 76 bis 96 Prozent Anbaufläche in den USA

gentechnik
© HF
Viele Gentechnik-Pflanzen sind resistent gegen hochgiftige Herbizide oder produzieren Insektizide - oder beides

In den USA nimmt der Anteil derjenigen Gentechnik-Pflanzen, die sowohl gegen mindestens ein Herbizid resistent sind als auch mindestens ein Insektengift absondern, weiter zu.

Das geht aus Zahlen des Landwirtschaftsministeriums in Washington hervor [1]. Hintergrund: Unkräuter und Insekten sind wegen der massiven Giftbelastung auf Gentechnik-Feldern ebenfalls resistent geworden. Mit weiteren Pestiziden sollen sie in Schach gehalten werden.
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Sierra Leone: Chefvirologe und Krankenschwestern mit Ebola infiziert

Die Ebola-Epidemie in Westafrika birgt auch für die Hilfskräfte vor Ort erhebliche Risiken. Dies hat der Chefvirologe in Sierra Leone nun am eigenen Leib erfahren. Der 39-jährige Sheik Umar Khan hat sich beim Kontakt mit den Betroffenen offenbar selbst mit dem tödlichen Virus infiziert. Der Mediziner sei nach einem positiven Erregernachweis in die Klinik von Kailahun eingeliefert worden, berichtete der Nachrichtensender „BBC“ unter Berufung auf die Gesundheitsministerin von Sierra Leone Miatta Kargbo.

Das Schicksal des Ebola-Chefvirologen hat die Ministerin laut Mitteilung der Nachrichtenagentur „Reuters“ stark berührt. Der Mediziner habe mehr als 100 Ebola-Infizierte behandelt und sei ein „Nationalheld“, betonte Miatta Kargbo. Sie werde alles tun, was in ihrer Macht steht, um sicherzustellen, dass er überlebt, erklärte die Gesundheitsministerin. Das Infektionsrisiko bei der Behandlung der Ebola-Patienten ist generell eine erhebliche Herausforderung für die Hilfskräfte, die bei den unzureichenden hygienischen Bedingungen vor Ort jedoch vielfach kaum bewältigt werden kann.
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Indien wirbt um Nachwuchs-Henker mittels dramatischer Gehaltserhöhung

Indien Vergewaltigung Protest
© dpa
Hängt den Vergewaltiger fordern die Frauen – aber in Indien gibt es immer weniger, die ein solche Strafe vollstrecken wollen
Unzählige junge Inder suchen einen Job, aber zu allem sind sie nicht bereit: Die Henkerbranche im Land leidet unter akutem Nachwuchsmangel. Um das zu ändern, ergreift ein südlicher Bundesstaat ungewöhnliche Maßnahmen.

Millionen junger Inder drängen jährlich auf den Arbeitsmarkt. Sie wollen Programmierer werden, Banker, Gurus oder Bollywood-Schauspieler. Doch seit das Wirtschaftswachstum in Indien ins Stocken geraten ist, übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot an Arbeitsplätzen. Außer in einem ganz besonderen Berufszweig: Die Henkerbranche in Indien leidet unter akutem Nachwuchsmangel.

Um neue Henker anzuwerben, entschloss man sich nun im indischen Bundesstaat Kerala zu einer Gehaltserhöhung von mehr als 41.000 Prozent. Das Honorar für eine Hinrichtung soll von umgerechnet sechs Euro auf fast 2500 Euro erhöht werden, berichtet die „Hindustan Times“. Die exorbitante Honorarerhöhung hat in dem südindischen Bundesstaat zu einem regelrechten Ansturm auf den grausamen Job geführt. Allein im Zentralgefängnis von Kannur sind mehr als 70 Bewerbungen eingegangen. Ein Bewerber habe gar angeboten, alle Verurteilten an einem einzigen Tag zu hängen, damit er seine Schulden zurückzahlen könne.
Heart

Ägypten: Gericht verbietet entwürdigenden "Jungfrauentest"

frauen islam sieg
© dapd/DAPD
Die Aktivistin Samira Ibrahim feiert ihren Sieg. Sie hatte geklagt, weil ihre Jungfräulichkeit nach ihrer Festnahme getestet worden war
Laut ägyptischer Armee sollten die peinlichen Jungfrauentest in Militärgefängnissen die Frauen vor Belästigungsvorwürfen schützen. Jetzt wurden die Tests verboten.

Ein Verwaltungsgericht in Kairo hat die entwürdigenden "Jungfrauentests" in ägyptischen Militärgefängnissen verboten. Die Aktivistin Samira Ibrahim hatte geklagt, weil sie im März nach ihrer Festnahme auf dem Tahrir-Platz in Kairo gegen ihren Willen von einem Arzt untersucht worden war, wie ägyptische Medien am Dienstag berichteten.

Auch bei mindestens 16 anderen Frauen hatten Ärzte unter Androhung oder Anwendung von Gewalt festgestellt, ob sie noch Jungfrauen waren oder nicht. Dieses Vorgehen sorgte international für Empörung.
Stop

So giftig isst man in China

Milch Packung
© Bloomberg
Milch von Mengniu Dairy: 2008 in Skandal verwickelt
Gift im Milchpulver, Schwermetall im Reis - Lebensmittelskandale beunruhigen immer wieder die Menschen in China. Eine Übersicht:

Michpulver: Mehrere Hersteller verkaufen 2008 insgesamt 200 Tonnen Melamin-verseuchtes Milchpulver. Die giftige Chemikalie wird in der Industrie als Bindemittel verwendet. Laut Gesundheitsministerium sterben mindestens sechs Säuglinge, mehr als 300'000 Kinder erleiden Nierenschäden. Der Milchkonzern Sanlu steht im Zentrum des Skandals. Nach Behördenangaben hatte die Firma seit März von der verseuchten Milch gewusst, aber erst im September eine nationale Rückrufaktion gestartet. 2009 verurteilt ein Gericht in der Stadt Shijiazhuang in der Provinz Hebei drei Männer zum Tode und verhängt hohe Haftstrafen.
Airplane

Taiwan: 46 Menschen sterben bei Landung von Transasia Flug GE222

Flugzeug Absturz GE222
© Reuters
Flug GE222 fand ein tragisches Ende auf der Insel Penghu. Rettungskräfte sichern die Absturzstelle
Taipeh - In Taiwan ist eine Passagiermaschine mit 58 Menschen an Bord bei der Landung verunglückt. Bilder im Internet zeigen einen Feuerball in der Nähe des Flughafens von Magong.

Bei einer Bruchlandung während eines Sturms sind auf der taiwanesischen Insel Penghu Dutzende Menschen ums Leben gekommen. 46 der 58 Insassen seien getötet worden, sagte Taiwans Transportminister Yeh Kuang-shih. Die übrigen zwölf Passagiere würden im Krankenhaus behandelt.
Arrow Down

Fast die Hälfte aller Kinder in Fukushima verstrahlt

Etwa 45 Prozent von 1’080 untersuchten Kindern unter 15 Jahren aus der japanischen Präfektur Fukushima wurden positiv auf eine radioaktive Bestrahlung der Schilddrüse getestet, wie ein Bericht der japanischen Kernsicherheitskommission offenlegt. Die Untersuchungen wurden zwischen dem 26. und 30. März in Folge der Kernschmelze in Fukushima durchgeführt und laut dem Nachrichtensender RT am vergangenen Dienstag veröffentlicht. Diejenigen Kinder, die positiv getestet wurden, waren der Strahlung mehrheitlich etwa 0,04 Mikrosievert pro Stunde oder weniger ausgesetzt. Am schwersten verstrahlt war ein Einjähriger, bei dem 0,1 Mikrosievert pro Stunde gemessen wurden. Der von der Regierung festgelegte Grenzwert liegt bei 0,2 Mikrosievert, sodass bei keinem der Kinder weitere Notuntersuchungen durchgeführt werden.
radioaktiv,atom,rauch
© unbekannt
Zuvor berichtete eine japanische Bürgerorganisation in Zusammenarbeit mit den französischen Nuklear-Experten von Acro, dass sie zehn Einwohner der Stadt Fukushima im Alter zwischen sechs und 16 Jahren überprüft hatten. Sie alle hatten Spuren von radioaktiven Substanzen in ihrem Urin. Viele Einwohner der Region um Fukushima befürchten nun, dass die Regierung die Strahlengefahr des zerstörten Kernkraftwerks unterschätzt und starteten eine Bürgerinitiative, um die Gegend zu dekontaminieren. Das Kernkraftwerk in Fukushima wurde durch das Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt. Die anschließende Kernschmelze und ausgetretenes radioaktives Material haben die Umwelt in hohem Maße zerstört. Ingenieure versuchen bis heute die Reaktorkerne abkühlen und bereiten die Aufstellung eines Sarkophags vor, dessen Bau sich in Planung befindet.
Nuke

"Tokio ist unbewohnbar" - Japanischer Arzt warnt vor den enormen Strahlungsmengen und zieht um

Ein japanischer Arzt hat seine Praxis in Tokio geschlossen und ist in den Westen Japans umgezogen. Grund: Die Strahlenbelastung steigt seit zwei Jahren an und hat bis heute bedenkliche Werte erreicht. Die Situation sei sogar so schlimm, dass Tokio heute nicht mehr bewohnt werden sollte.
Fukushima officials test soil for radioactivity
© Tsuyoshi Yoshioka/AP
Der japanische Arzt Shigeru Mita hat in einem Aufsatz erklärt, warum er selbst vor kurzem aus Japans Hauptstadt Tokio in den Westen Japans umgezogen ist. Als Grund dafür nannte er die mangelnde Sicherheit aufgrund radioaktiver Stahlung, verursacht durch die Kernschmelze im Atomkraftwerk in Fukushima im März 2011.

Der Aufsatz mit dem Titel “Warum habe ich Tokio verlassen?” wurde im Newsletter des Ärzte-Verbandes in Kodaira, Tokio veröffentlicht. ”Ich schloss die Klinik im März 2014, die der Gesellschaft Kodairas für über 50 Jahre gedient hatte seit der Generation meines Vaters und nun habe ich am 21. April eine neue Mita-Klinik in Okayama eröffnet”, schrieb er. Bereits Jahre vor der Kernschmelze in Fukushima hatte Mita seine Bedenken geäußert, dass ein Erdbeben eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Hamaoka auslösen könne. Alle seine Anträge wurden unter dem Vorwand abgelehnt, dass es keinen Grund für derartige Befürchtungen gebe.

Obwohl nun tatsächlich eine solche Katastrophe stattfand - wenn auch in einem anderen Werk als von Dr. Mita befürchtet - hat Tokio bis heute keine Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen. “Basierend auf Bodenuntersuchungen”, so Dr. Mita, “ist es offensichtlich, dass der Osten Japans einschließlich Tokio kontaminiert wurden.” Dr. Mita verglich die radioaktive Kontamination des Bodens (in Becquerel pro Kilogramm, Bq/kg) in verschiedenen Teilen Tokios mit verschiedenen Teilen Europas nach der Tschernobyl-Katastrophe.
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