Die Welle 3
Das Kind der Gesellschaft
Hacker der Aktivistengruppe Anonymous haben ihre Ankündigung wahr gemacht und in den vergangenen Tagen im breiten Stil israelische Websites angegriffen. Die Cyberattacken wurden am Sonntag von einem führenden Abwehrspezialisten Israels bestätigt.
Er betonte zugleich, die angerichteten Schäden seien gering, weil Regierung und Firmen diesmal besser vorbereitet gewesen seien. Laut Medienberichten drangen die Hacker in die Webauftritte des Amts des Ministerpräsidenten, des Verteidigungsministeriums, des Bildungsministeriums und das Zentralen Statistikamts ein.
"The Pirate Bay" will nun "CIAPC" wegen Urheberrechtsverletzungen verklagen. Bis Anfang 2012 war "The Pirate Bay" selbst als so genannter »Torrent Tracker« aktiv, d.h. es stellte Nutzern Serverkapazitäten zur Verfügung, über die mithilfe des so genannten »Bit Torrent Protocols« die Weitergabe von Daten in »Kopierbörsen« ermöglicht wurde. Dabei stellt der Torrent Tracker selbst kein urheberrechtlich geschütztes Material zur Verfügung, bewegt sich aber in einer rechtlichen Grauzone. Im Mai 2006 wurden die Server von TPB von der Polizei wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzungen durchsucht. Im April 2009 wurden dann die vier Eigentümer von TPB zu jeweils einem Jahr Gefängnis und einer Gesamtstrafe von 30 Millionen schwedischen Kronen, die an die Rechteinhaber zu zahlen war, verurteilt. Die Angeklagten legten Berufung ein, und die Strafen wurden bis zum Urteil der Berufungsinstanz ausgesetzt.

Die Polizei stürmt eine Kita in Köln-Chorweiler. Dort hatte ein Geiselnehmer mehr als zehn Stunden lang den Leiter der Kindertagesstätte in seiner Gewalt.
Der 51-jährige Kita-Leiter Ulrik W. musste laut Polizei wegen Verletzungen, die ihm der Täter im Zuge der Geiselnahme beigebracht habe, medizinisch versorgt werden. Nach ersten Informationen handelte es sich um eine Stichverletzung, die aber nicht lebensbedrohlich gewesen sei. Alle 17 Kinder der Kita waren bereits zuvor mit den Erzieherinnen ins Freie geflüchtet.

Späte Grüße aus Russland: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat das Leben rund um den Berliner Hauptbahnhof lahmgelegt.
Berlin - Sprengmeister haben am Mittwoch eine Weltkriegsbombe nahe dem Berliner Hauptbahnhof entschärft. Die Experten konnten den Zünder der russischen 100-Kilogramm-Bombe mechanisch entfernen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fund des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg und die nötigen Sperrungen sorgten für erhebliche Verkehrsprobleme in der Hauptstadt.
Nach Angaben der Deutschen Bahn waren Tausende Bahnreisende von Umleitungen und Verspätungen betroffen. Mehrere Regionalexpresslinien fielen ganz aus. Denn die Polizei sperrte die Umgebung der Bombenfundstelle weiträumig ab. Die Beamten steckten eine Sicherheitszone im Umkreis von bis zu 400 Metern ab. Sie brachten rund 840 Menschen in Sicherheit. "Es wird an jede Tür geklopft oder geklingelt", sagte ein Polizeisprecher. Auch der Verkehr auf den umliegenden Straßen und den Wasserwegen wurde gestoppt, am Flughafen Tegel durften zwischenzeitlich keine Flugzeuge landen.
New York/Irving - Im US-Staat Arkansas sind aus einer Pipeline des Öl-Konzerns Exxon mehrere tausend Barrel Rohöl ausgelaufen. Das Leck sei am Freitagnachmittag in der Nähe von Mayflower entdeckt worden, teilte der Konzern am Samstag mit. Die Öllieferung über die Pegasus-Pipeline, die Rohöl von Pakota in Illinois an den Golf von Mexiko bringt, sei unterbrochen worden.
Die reichhaltigen Böden in Nicaragua bieten optimale Bedingungen für den Tabakanbau, so dass das Land dem traditionellen Markführer Kuba durchaus Konkurrenz machen kann. Viele Tabakbauern sind während der Revolution aus Kuba geflohen und haben ihr Know-how und wertvolle Tabaksaaten nach Mittelamerika mitgebracht, wo die Wirtschaft nun davon profitiert. Zigarren aus Nicaragua werden heute vor allem in den USA und in Europa sehr erfolgreich vermarktet. Vor allem für die Vereinigten Staaten sind die nicaraguanischen Zigarren aufgrund des Handelsembargos mit Kuba interessant.
Die letzten Meter zum Grab sind jedes Mal die schlimmsten. Die letzten Schritte über den akkurat geschnittenen Rasen. Vorbei an den symmetrisch angelegten Grabplatten der anderen Soldaten. Bis ganz nach hinten zu Grab JJ 452 des Militärfriedhofs von Portland.
Die kleine, schlichte Grabplatte ist immer noch da. Sie ist jedes Mal da. Die Erinnerung, dass alles wahr ist. Dass ihr Sohn nicht wiederkehrt aus seinem Krieg. In schwarzen Buchstaben steht dort: „Nils Aron Andersson. Sergeant US Army. Iraq. Bronze Star Medal. APR 25 1981 - MAR 6 2007. You will not be forgotten“.
Mehr nicht. Nur der Bronze Star. Der Tapferkeitsorden. Nichts zu seinem Krieg im Kopf. Nichts zu seiner posttraumatischen Verletzung PTSD. Nichts zum Versagen der US Army. Also muss die Geschichte ein anderer erzählen, findet sie.
Charlotte Porter kann froh sein, dass ihr Sohn ein Militärbegräbnis bekam. Früher wurden Selbstmörder hier nicht beerdigt. Früher galt Selbstmord als Verrat am Vaterland. Heute ist eine solche Interpretation schon schwieriger. Heute bringen sich mehr US-Soldaten um, als im Gefecht sterben. Charlotte Porter holt eine Statistik hervor, die sie dabei trägt. "349", sagt sie. 349 Soldaten brachten sich im vergangenen Jahr um. Mehr als je zuvor. Die meisten sind Männer zwischen 20 und 24. Viele bereits registriert als seelisch Verwundete. "Es ist eine Epidemie", sagt sie.

Die indischen Behörden hatten bereits 2006 die Patentierung von Glivec auf dem Subkontinent verweigert.
Wien - Sieben Jahre hat Novartis gekämpft. Der Schweizer Pharmakonzern wollte in Indien sein Krebsmedikament Glivec patentieren lassen. Dagegen haben die Inder mobilisiert. Der Grund: Das Novartis-Medikament, das gegen Leukämie und andere Krebsarten eingesetzt werden kann, kostet in Indien pro Monat umgerechnet rund 2000 Euro. Das dort am Markt befindliche Nachahmermittel (Generikum) ist für etwa 140 Euro zu bekommen.
Beim Einsturz eines im Bau befindlichen Hochhauses in Tansania sind nach jüngsten Angaben mindestens 17 Menschen, darunter zwei Kinder, ums Leben gekommen. Rettungskräfte hätten bislang 18 Überlebende geborgen, teilten die Behörden mit. Etwa 20 Menschen wurden demnach noch vermisst.
Das Unglück hatte sich am Freitagmorgen in der Wirtschaftsmetropole Daressalam ereignet. Bei den Verschütteten handelte es sich nach Behördenangaben vor allem um Bauarbeiter. Zum Unglückszeitpunkt spielten demnach aber auch Kinder auf der Baustelle für das 15-geschossige Gebäude.
AFP
Ein Skandal um einen Todesengel in einem evangelischen Krankenhaus erschüttert Brasilien. Im Fokus steht die Leiterin einer Intensivstation, die gemeinsam mit ihrem Team für den Tod von mindestens sieben Patienten verantwortlich sein soll und deshalb vor Gericht steht.
Brasilianische Medien sprechen schon von einer "Todesschwadron", die auf der Station geherrscht habe. Denn so unfassbar die Euthanasie-Vorwürfe schon jetzt klingen, sie könnten noch ganz andere Dimensionen annehmen. Das Gesundheitsministerium befürchtet nämlich, dass es noch weitere Opfer gibt - und zwar bis zu 300. Damit könnte es sich bei dem Fall aus der Klinik südlich der Großstadt Curitiba weltweit um den größten Serienmord dieser Art handeln.













