Das Kind der Gesellschaft
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Brasilien entlässt Schwarm von genmanipulierten Moskitos

Mücke Gelse
© James Gathany / Wikipedia
Die Ausbreitung der tropischen Tigermücke lässt sich mit konventionellen Mitteln kaum in den Griff bekommen.
Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft testet Brasilien eine neue Strategie im Kampf gegen Dengue-Fieber. Vor wenigen Tagen entließ das Land den größten Schwarm von genmanipulierten Mücken in die Freiheit.

Die Mücken aus dem Forschungslabor tragen ein tödliches Gen in sich, das an die nächste Generation weitergegeben wird und so die Population in Zaum halten soll.

Schon seit Jahren versucht Brasilien das tropische Dengue-Fieber, gegen das es keine Impfung gibt, in den Griff zu bekommen - bisher jedoch ohne greifbaren Erfolg. Im vergangenen Jahr wurden 1,4 Millionen Fälle gemeldet. Die Erkrankten werden von Übelkeit und hohem Fieber heimgesucht und können in schweren Fällen ins Koma fallen und sterben.
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Immer mehr Franzosen sind auf Sozialhilfe und Spenden angewiesen

suppenküche armut obdachloser
© dpa
Armut breitet sich in Frankreich aus. Suppenküchen werden stärker frequentiert und die Schlangen vor den Ausgabestellen sozialer Hilfswerke länger.
Seit er seinen Job verloren hat, lebt Alexy Lambert auf der Straße. Das Schicksal des 28-Jährigen teilen immer mehr Franzosen. Seit 2011 stieg die Zahl der Menschen ohne Wohnsitz um 50 Prozent.

Der 28-jährige Alexy Lambert bettelt vor dem Monoprix-Supermarkt im Zentrum der südfranzösischen Stadt Béziers. "Danke und einen schönen Tag noch", sagt er jedes Mal, wenn ein Passant ihm etwas Geld zusteckt. Höflichkeit ist ihm wichtig. Seit er vor zwei Jahren seinen Führerschein und seine Stelle als Automechaniker verloren hat, lebt der gepflegte Mann in einem Zelt am Kanalufer. Wie Lambert leiden in Zeiten von Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit immer mehr Franzosen unter Wohnungsnot und Armut.
People

Gerichtsbeschluss in Indien: Es gibt jetzt drei Geschlechter

© Reuters
Historischer Erfolg für Transsexuelle: Im konservativen Indien werden sie fortan als dritte Geschlechtsgruppe anerkannt und erhalten wichtige Minderheitenrechte. Die Transgender-Gemeinde jubelt.

Sie werden verspottet, missachtet und missbraucht: Indiens "Hijra", die Männer in Frauenkleidern, die weiblichen Seelen im männlichen Körper. Ihr Brot verdienen die meisten von ihnen ohne Würde: mit Singen und Tanzen, mit Betteln oder dem Verkaufen ihres Körpers. Nun gaben die Richter den Transsexuellen Status und Selbstachtung zurück: sie schenkten ihnen eine eigene Identität.

Indien hat - nach Australien, Neuseeland und Nepal - nun offiziell drei Geschlechter. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat am Dienstag in der Hauptstadt Neu-Delhi ein historisches Urteil gefällt: Gleiches Recht für alle: für Frauen, für Männer und für das sogenannte dritte Geschlecht.
Dollars

Kapitalismus: SPD-Holding kauft Nachhaltigkeits-Portal Utopia.de

utopia.de
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utopia.de
Heute nicht auf Kosten von morgen. Hier nicht auf Kosten von anderswo«, beschreibt das Nachhaltigkeitsportal Utopia.de seine Philosophie. Die 2007 an den Start gegangene Webseite hat klare Ziele: Konsumkritik ohne Verzichtsaufruf fördern, den Menschen erklären, das nicht jeder Ramsch nötig ist, da die weltweiten Ressourcen endlich sind und der Klimawandel als Antwort in Form ganz neue Form des Wirtschaftens erfordert. Ein Projekt, ganz im Sinne der ökologisch orientierten bürgerlichen Mittelschicht, die den ethisch korrekten Kauf von Bananen und Schokolade nicht selten als Ablasshandel missversteht.

Utopia.de erklärt seinen Besuchern, warum Selbermachen modern, Kleidung großer Modekonzerne verwerflich und der Wechsel zu einem grünen Stromanbieter richtig ist. Bei den Konsumenten kommt gutes Gewissen an: Nach eigenen Angaben verzeichnet Utopia.de vier Millionen Besucher im Jahr, was nicht zuletzt auch an der zweiten wichtigen Funktion der Plattform liegt. Utopia gibt nicht nur Tipps, es lässt die Nutzer - vom Unternehmen Utopisten genannt - Fragen, Meinungen und Erfahrungen zu allen erdenklichen Themen mit Bezug zur Nachhaltigkeit austauschen.
Blackbox

Marc Faber prophezeit Börsencrash

 Marc Faber
© DPA
Kommt der große Crash? Marc Faber glaubt daran
Marc Faber macht seinem Ruf als Untergangsprophet an der Börse alle Ehre. Den Kursen stünde ein schlimmerer Crash bevor als 1987, sagte "Dr. Doom" jetzt in einem Interview. Der Absturz von Tech- und Biotechtiteln sei erst der Anfang.

Hamburg - Marc Faber bleibt dabei: An der Börse stehe ein massiver Kursturz bevor, sagt er. Der Crash werde heftiger als 1987.

Im Oktober 1987 erlebte die Börse einen ihrer schwarzen Momente. Beim ersten Börsenkrach seit dem zweiten Weltkrieg verlor beispielsweise der US-Leitindex Dow Jones innerhalb eines Tages mehr als 20 Prozent an Wert.

Steht das also nun wieder bevor? Börsenguru Faber hat aufgrund seiner pessimistischen Grundstimmung den Spitznamen "Dr. Doom". Allerdings hat er bereits verschiedene Einbrüche am Aktienmarkt richtig vorhergesagt.
Pistol

Frau erschlug Lebensgefährten mit Stöckelschuh in Houston: Lebenslange Haft

Das Opfer ist grausam zugerichtet, 25 Einschläge im Gesicht und auf dem Kopf zählt die Polizei. Sie glaubt zunächst an Schusswunden. Aber die Waffe ist ein Stöckelschuh.

Eine Amerikanerin, die ihren Partner mit einem Stöckelschuh getötet hat, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Opfer, ein Universitätsprofessor, war 25 Mal mit dem 12 Zentimeter hohen Stahlabsatz im Gesicht und auf dem Kopf getroffen worden. Die Frau hatte im Prozess in Houston (Texas) geltend gemacht, sie habe aus Notwehr gehandelt. Die Geschworenenjury nahm ihr das aber nicht ab. Das Urteil fiel am Freitag (Ortszeit).

Die Texanerin war nach Angaben des Houston Chronicle im vergangenen Juni mit ihrem Freund durch mehrere Kneipen und danach zu ihm nach Hause gegangen. Im Prozess beteuerte sie, der Mann habe sie bei einem Streit zu Boden gerungen und sich so auf sie gelegt, dass sie kaum noch Luft bekommen habe. Ihr sei keine andere Wahl geblieben, als sich mit dem Stöckelschuh zu wehren. Sie habe aber nie beabsichtigt, den Mann zu töten.
Airplane

Cessna über Brocken abgestürzt: Dichter Nebel als Ursache vermutet

Magdeburg - Ausgebrannte Trümmerteile liegen auf dem Brocken: Wo sich bei gutem Wetter Tausende Touristen tummeln, ist ein Kleinflugzeug verunglückt - zwei Menschen starben.
cessna absturz brocken
© dpa
Bei dichtem Nebel waren die beiden Männer mit ihrer einmotorigen Cessna am Freitagmorgen auf dem höchsten Harzgipfel abgestürzt. Zuvor hatte die Maschine den 27 Meter hohen Mast der Brocken-Wetterstation gerammt. In der Wetterwarte wurde niemand verletzt.

Das Flugzeug war auf dem Weg von der Insel Rügen nach Reichelsheim bei Frankfurt am Main. Der 38 Jahre alte Pilot und ein zweiter Insasse verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Laut dem Flugplatz Güttin auf Rügen waren die Männer um 7.00 Uhr gestartet. Um 8.35 stürzten sie auf dem 1141 Meter hohen Brocken ab.
Bell

Ukrainische Spezialeinheiten laufen zu friedlichen Demonstranten in Ost-Ukraine über

Ein Teil der Sonderpolizei in der ostukrainischen Stadt Donezk hat einen Einsatz in benachbarten Slawjansk verweigert, wo Anhänger der Föderalisierung der Ukraine die örtliche Polizeizentrale und den Stadtrat besetzt halten. Das meldete ein RIA-Novosti-Korrespondent am Samstag vor Ort.

© REUTERS/ Gleb Garanich
Sonderpolizei in Donezk geht auf Seite friedlicher Demonstranten über
Sie unterstützten die Forderungen der Demonstranten und würden Befehle ihres Kommandos ignorieren, sagte ein Angehöriger der Sondereinheit. Mittlerweile trafen die Polizisten zu Verhandlungen vor dem Gebäude der Donezker Abteilung des Innenministeriums zu Verhandlungen ein. „Wir werden friedliche Bürger nicht auseinandertreiben. Wir wollen nicht, dass wir wie auf dem Maidan behandelt werden“, sagte ein Polizist. „Wir werden nicht auf Kiew hören, weil wir nicht wissen, wer von den Machthabern legitim ist“, hieß es.


Kommentar: Die Botschaft des Westens wird somit klar: Sie unterstützten Nazis und Brutalos auf dem Maidan, sprechen sich aber gegen friedliche Demonstranten aus und begrüßen ein gewaltsames Vorgehen.

Es geht um die Sicherheitskräfte aus der ehemaligen Spezialeinheit „Berkut“ (Steinadler), die nach dem Umsturz in Kiew aufgelöst wurde. Den „Berkut“-Leuten wird unter anderem zur Last gelegt, auf Demonstranten auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz (Maidan) geschossen zu haben. Während der blutigen Ausschreitungen in der ukrainischen Hauptstadt waren im vergangenen Februar rund 100 Menschen ums Leben gekommen.

Kommentar: Auch nach den neuesten Meldungen, dass es Tote gab, kann nur vermutet werden, dass dies eine Inszenierung der CIA ist, um Russland die Schuld zuzuweisen.

Attention

46-Jährige schlägt Mädchen wegen Kleinigkeit bewusstlos

© Florian Quandt
Die Täterin: Maike B. (46) schlug Jugendliche krankenhausreif, weil das Bad nicht gewischt war.
Unfassbar: Weil Gianna B. den Boden im Bad nicht gewischt hatte, rastete Maike B. (46) aus. Sie prügelte die 15-Jährige ins Krankenhaus. Gestern stand die Täterin in Wandsbek vor Gericht. Reue? Keine Spur.

Die Frau mit den kurzen Haaren und der Brille schüttelt immer wieder trotzig den Kopf. Körperverletzung und Freiheitsberaubung werden Maike B. vorgeworfen. Sie soll am 15. Juni 2013 Gianna B. und ihre Freundin (14) in ihrem Reihenhaus in Rahlstedt eingesperrt haben, weil sie nicht das Bad putzen wollten. Zudem wird der Frau vorgeworfen, mit der Faust auf die 15-Jährige eingeschlagen und sie gebissen zu haben. Das Mädchen ist die Tochter eines Kneipen-Bekannten und hat bei Maike B. gewohnt, wenn es zu Hause Ärger gab.

Maike B. behauptete vor Gericht, dass nicht sie Gianna B. angegriffen habe, sondern umgekehrt. „Auf einmal ist sie auf mich gesprungen.“ Es gab eine Rangelei. Da habe sie zugebissen. „Danach bin ich eine rauchen gegangen.“ Im Flur habe die 15-Jährige dann versucht, sie zu schlagen, erklärte die Angeklagte. „Ich habe mit der flachen Hand zugeschlagen. Ein Reflex“, so die Täterin.
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Rätsel um angeschwemmte Klumpen am Ostsee-Strand

strand verunreinigung
© Bonsen1
Stinkt nach Teer oder Brandrückständen: die fettige Masse, die den Strand auf einer Länge von 21,5 Kilometern verunreinigt.
Die chemische Analyse der an der Ostseeküste im Bereich Geltinger Birk, Kronsgaard und der Flensburger Förde angespülten Verunreinigungen lässt weiterhin viele Fragen offen. Eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt besteht aber offenbar nicht.

Die Verunsicherung an der Ostseeküste ist groß: Worum handelt es sich bei den braunen klebrigen Klumpen, die seit zwei Wochen den Strand verschmutzen? Und woher kommen sie? Inzwischen liegen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vor, die vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH) in Auftrag gegeben wurden. Doch besonders aufschlussreich sind die Ergebnisse nicht. Nach wie vor ist nicht nur die Herkunft der Verschmutzung, sondern auch die genaue Zusammensetzung der Klumpen ungeklärt. Aus der Lagebeurteilung des Landesbetriebes Küstenschutz, des Kreises Schleswig-Flensburg und des Amtes Geltinger Bucht geht in erster Linie hervor, was der Stoff nicht ist - und zumindest die große Wahrscheinlichkeit, dass eine Gefährdung für Mensch, Tier und Umwelt nicht besteht.
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