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Bullseye

Hackergruppe Anonymous hat Israel im Visier

Israel im Visier von Hackern: Die Aktivistengruppe Anonymous hat zahlreiche Internetseiten angegriffen und Daten gestohlen. Vor einem Jahr wurden Börse und Fluggesellschaft El Al hart getroffen.
Guy Fawkes
© AFP
Guy Fawkes, Symbolfigur von Anonymous
Hacker der Aktivistengruppe Anonymous haben ihre Ankündigung wahr gemacht und in den vergangenen Tagen im breiten Stil israelische Websites angegriffen. Die Cyberattacken wurden am Sonntag von einem führenden Abwehrspezialisten Israels bestätigt.

Er betonte zugleich, die angerichteten Schäden seien gering, weil Regierung und Firmen diesmal besser vorbereitet gewesen seien. Laut Medienberichten drangen die Hacker in die Webauftritte des Amts des Ministerpräsidenten, des Verteidigungsministeriums, des Bildungsministeriums und das Zentralen Statistikamts ein.
Laptop

Aktivisten die gegen Urheberrechtsverletzungen kämpfen, werden wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt

Im Rahmen ihrer jüngsten Kampagne hat das »Zentrum für Urheberrechtsinformationen und Anti-Piracy« (CIAPC), eine Gruppe finnischer Aktivisten, die gegen Urheberrechtsverstöße und andere Verletzungen geistiger Eigentumsrechte streitet, das Webdesign der berüchtigten Internetseite The Pirate Bay (TPB) zunächst kopiert und dann verfremdet.
© Unbekannt
"The Pirate Bay" will nun "CIAPC" wegen Urheberrechtsverletzungen verklagen. Bis Anfang 2012 war "The Pirate Bay" selbst als so genannter »Torrent Tracker« aktiv, d.h. es stellte Nutzern Serverkapazitäten zur Verfügung, über die mithilfe des so genannten »Bit Torrent Protocols« die Weitergabe von Daten in »Kopierbörsen« ermöglicht wurde. Dabei stellt der Torrent Tracker selbst kein urheberrechtlich geschütztes Material zur Verfügung, bewegt sich aber in einer rechtlichen Grauzone. Im Mai 2006 wurden die Server von TPB von der Polizei wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzungen durchsucht. Im April 2009 wurden dann die vier Eigentümer von TPB zu jeweils einem Jahr Gefängnis und einer Gesamtstrafe von 30 Millionen schwedischen Kronen, die an die Rechteinhaber zu zahlen war, verurteilt. Die Angeklagten legten Berufung ein, und die Strafen wurden bis zum Urteil der Berufungsinstanz ausgesetzt.
Cell Phone

Geiseldrama in Kindertagesstätte in Köln beendet - Keine Kinder verletzt

Ein Geiselnehmer verschanzt sich in einer Kindertagesstätte in Köln-Chorweiler. Die Kinder fliehen mit ihren Betreuerinnen aus dem Gebäude, aber der Leiter bleibt in der Gewalt des Täters. Nach mehr als zehn Stunden beendet die Polizei das Geiseldrama.
© dpa/Becker
Die Polizei stürmt eine Kita in Köln-Chorweiler. Dort hatte ein Geiselnehmer mehr als zehn Stunden lang den Leiter der Kindertagesstätte in seiner Gewalt.
Köln - Mehr als zehn Stunden dauerte es, bis eine Geiselnahme in Köln am Freitagabend ihr Ende fand. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei stürmte kurz vor 19 Uhr die Kindertagesstätte an der Osloer Straße im Stadtteil Chorweiler, in der ein Mann seit dem Morgen den Leiter der Kita, Ulrik W., als Geisel genommen hatte. Der mit einem Messer bewaffnete Geiselnehmer sei bei der Erstürmung am Abend verletzt worden, teilte die Polizei mit. Den Täter habe ein Schuss in die Schulter getroffen, er sei in eine Klinik gebracht worden. Nach ersten Ermittlungen handele es sich bei ihm um einen 47 Jahre alten, in Köln lebenden Türken, ergänzte die Polizei in einer Stellungnahme.

Der 51-jährige Kita-Leiter Ulrik W. musste laut Polizei wegen Verletzungen, die ihm der Täter im Zuge der Geiselnahme beigebracht habe, medizinisch versorgt werden. Nach ersten Informationen handelte es sich um eine Stichverletzung, die aber nicht lebensbedrohlich gewesen sei. Alle 17 Kinder der Kita waren bereits zuvor mit den Erzieherinnen ins Freie geflüchtet.
Bomb

Fliegerbombe am Berliner Hauptbahnhof entschärft

© dapd
Späte Grüße aus Russland: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat das Leben rund um den Berliner Hauptbahnhof lahmgelegt.
100-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwoch entschärft worden.

Berlin - Sprengmeister haben am Mittwoch eine Weltkriegsbombe nahe dem Berliner Hauptbahnhof entschärft. Die Experten konnten den Zünder der russischen 100-Kilogramm-Bombe mechanisch entfernen, sagte ein Polizeisprecher. Der Fund des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg und die nötigen Sperrungen sorgten für erhebliche Verkehrsprobleme in der Hauptstadt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn waren Tausende Bahnreisende von Umleitungen und Verspätungen betroffen. Mehrere Regionalexpresslinien fielen ganz aus. Denn die Polizei sperrte die Umgebung der Bombenfundstelle weiträumig ab. Die Beamten steckten eine Sicherheitszone im Umkreis von bis zu 400 Metern ab. Sie brachten rund 840 Menschen in Sicherheit. "Es wird an jede Tür geklopft oder geklingelt", sagte ein Polizeisprecher. Auch der Verkehr auf den umliegenden Straßen und den Wasserwegen wurde gestoppt, am Flughafen Tegel durften zwischenzeitlich keine Flugzeuge landen.
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Exxons Früchte: Tausende Barrel Öl aus Pipeline-Leck in Arkansas ausgelaufen, mehrere Evakuierungen

Mehrere Häuser evakuiert

New York/Irving - Im US-Staat Arkansas sind aus einer Pipeline des Öl-Konzerns Exxon mehrere tausend Barrel Rohöl ausgelaufen. Das Leck sei am Freitagnachmittag in der Nähe von Mayflower entdeckt worden, teilte der Konzern am Samstag mit. Die Öllieferung über die Pegasus-Pipeline, die Rohöl von Pakota in Illinois an den Golf von Mexiko bringt, sei unterbrochen worden.
Info

Anbau von Bio-Tabak und Herstellung hochwertiger Zigarren in Nicaragua

Zigarren und Kuba gehören zusammen wie Kolumbien und Kaffee. Es gibt aber noch andere Länder auf der Welt, in denen die hochwertigen Rauchwaren produziert werden. Eines davon ist Nicaragua. Südwestlich von Kuba gelegen, etabliert sich das mittelamerikanische Land immer mehr als Spitzenproduzent für Tabakprodukte.
Tabakfabrik, Zigarren
© esteban felix/ap/dapd
In Estelí können Tabakfabriken besucht werden. Hier kann man den Arbeitern beim Rollen der Zigarren zusehen.
Die reichhaltigen Böden in Nicaragua bieten optimale Bedingungen für den Tabakanbau, so dass das Land dem traditionellen Markführer Kuba durchaus Konkurrenz machen kann. Viele Tabakbauern sind während der Revolution aus Kuba geflohen und haben ihr Know-how und wertvolle Tabaksaaten nach Mittelamerika mitgebracht, wo die Wirtschaft nun davon profitiert. Zigarren aus Nicaragua werden heute vor allem in den USA und in Europa sehr erfolgreich vermarktet. Vor allem für die Vereinigten Staaten sind die nicaraguanischen Zigarren aufgrund des Handelsembargos mit Kuba interessant.
Roses

Suizid in US-Armee: "Es ist eine Epidemie" und steigt unaufhörlich

Die USA verlieren mehr Soldaten durch Selbstmord als im Gefecht. Charlotte Porter verlor nicht nur ihren Sohn, sondern auch ihre Schwiegertochter. Wie lebt eine Mutter mit diesem Schicksal?

Suicides
© PolicyMic
Die letzten Meter zum Grab sind jedes Mal die schlimmsten. Die letzten Schritte über den akkurat geschnittenen Rasen. Vorbei an den symmetrisch angelegten Grabplatten der anderen Soldaten. Bis ganz nach hinten zu Grab JJ 452 des Militärfriedhofs von Portland.

Die kleine, schlichte Grabplatte ist immer noch da. Sie ist jedes Mal da. Die Erinnerung, dass alles wahr ist. Dass ihr Sohn nicht wiederkehrt aus seinem Krieg. In schwarzen Buchstaben steht dort: „Nils Aron Andersson. Sergeant US Army. Iraq. Bronze Star Medal. APR 25 1981 - MAR 6 2007. You will not be forgotten“.

Mehr nicht. Nur der Bronze Star. Der Tapferkeitsorden. Nichts zu seinem Krieg im Kopf. Nichts zu seiner posttraumatischen Verletzung PTSD. Nichts zum Versagen der US Army. Also muss die Geschichte ein anderer erzählen, findet sie.

Charlotte Porter kann froh sein, dass ihr Sohn ein Militärbegräbnis bekam. Früher wurden Selbstmörder hier nicht beerdigt. Früher galt Selbstmord als Verrat am Vaterland. Heute ist eine solche Interpretation schon schwieriger. Heute bringen sich mehr US-Soldaten um, als im Gefecht sterben. Charlotte Porter holt eine Statistik hervor, die sie dabei trägt. "349", sagt sie. 349 Soldaten brachten sich im vergangenen Jahr um. Mehr als je zuvor. Die meisten sind Männer zwischen 20 und 24. Viele bereits registriert als seelisch Verwundete. "Es ist eine Epidemie", sagt sie.
Light Sabers

Pharmakonzern Novartis verliert Patentklage in Indien

novartis
© reuters/christian hartmann
Die indischen Behörden hatten bereits 2006 die Patentierung von Glivec auf dem Subkontinent verweigert.
Indiens Pharmamarkt ist umkämpft. Westliche Konzerne wollen ihre teuren Produkte absetzen, Generikahersteller halten dagegen


Wien - Sieben Jahre hat Novartis gekämpft. Der Schweizer Pharmakonzern wollte in Indien sein Krebsmedikament Glivec patentieren lassen. Dagegen haben die Inder mobilisiert. Der Grund: Das Novartis-Medikament, das gegen Leukämie und andere Krebsarten eingesetzt werden kann, kostet in Indien pro Monat umgerechnet rund 2000 Euro. Das dort am Markt befindliche Nachahmermittel (Generikum) ist für etwa 140 Euro zu bekommen.
Question

Hochhaus stürzte in Tansania ein

Beim Einsturz eines im Bau befindlichen Hochhauses in Tansania sind nach jüngsten Angaben mindestens 17 Menschen, darunter zwei Kinder, ums Leben gekommen.

Beim Einsturz eines im Bau befindlichen Hochhauses in Tansania sind nach jüngsten Angaben mindestens 17 Menschen, darunter zwei Kinder, ums Leben gekommen. Rettungskräfte hätten bislang 18 Überlebende geborgen, teilten die Behörden mit. Etwa 20 Menschen wurden demnach noch vermisst.

Das Unglück hatte sich am Freitagmorgen in der Wirtschaftsmetropole Daressalam ereignet. Bei den Verschütteten handelte es sich nach Behördenangaben vor allem um Bauarbeiter. Zum Unglückszeitpunkt spielten demnach aber auch Kinder auf der Baustelle für das 15-geschossige Gebäude.

AFP
Vader

Psychopathische Ärztin in Brasilien hat mindestens 300 Menschen in größtem Serienmord dieser Art umgebracht: sie wollte die Intensivstation "aufräumen"

In Brasilien soll eine Ärztin für den Tod von 300 Menschen verantwortlich sein. In sieben Fällen ist sie bereits wegen Mordes angeklagt. Sie wollte auf der Intensivstation angeblich "aufräumen".
Dr. Virginia Soares de Souza, Brasilien, psychopathische Ärztin
© Reuters
In Brasilien steht Dr. Virginia Soares de Souza (M.) vor Gericht.
Ein Skandal um einen Todesengel in einem evangelischen Krankenhaus erschüttert Brasilien. Im Fokus steht die Leiterin einer Intensivstation, die gemeinsam mit ihrem Team für den Tod von mindestens sieben Patienten verantwortlich sein soll und deshalb vor Gericht steht.

Brasilianische Medien sprechen schon von einer "Todesschwadron", die auf der Station geherrscht habe. Denn so unfassbar die Euthanasie-Vorwürfe schon jetzt klingen, sie könnten noch ganz andere Dimensionen annehmen. Das Gesundheitsministerium befürchtet nämlich, dass es noch weitere Opfer gibt - und zwar bis zu 300. Damit könnte es sich bei dem Fall aus der Klinik südlich der Großstadt Curitiba weltweit um den größten Serienmord dieser Art handeln.