Das Kind der Gesellschaft
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Dollar

Das große Geschäft mit den alten Kleidern

Altkleiderspenden aus Deutschland werden in Afrika gut vermarktet

Afrikanische Märkte werden von Textilien aus Europa überschwemmt. Auf den Märkten in Kamerun beispielsweise finden sich jede Menge solcher Kleidungsstücke. Es sind meist recht billige Klamotten, die wohl auch in Deutschland in die Spendencontainer gewerblicher und auch gemeinnütziger Kleidersammler geworfen wurden. Und oft fragt sich der europäische Besucher in Kamerun, wie jene Kleidungsstücke eigentlich auf diese Märkte kommen.

Die Spender meinen oft, etwas Gutes zu tun, denn sie glauben, dass ihre Kleidung direkt zu den Armen nach Afrika kommt und dort unentgeltlich verteilt wird. Man muss sich eines Besseren belehren lassen. In einer Reportage des NDR-Fernsehens vom 4. November 2011 mit dem Titel „Die Altkleider-Lüge“ wurde am Beispiel Tansanias die gesamtafrikanische Situation deutlich vor Augen geführt.
Heart - Black

Unmenschlichkeit: US-Soldaten urinieren auf Leichen

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© REUTERS/ YouTube
Standbild aus Afghanistan-Video
Das Skandalvideo aus Afghanistan bringt die US-Armee in Not. Das Pentagon hält den Film, in dem Marines offenbar auf tote Taliban urinieren, für authentisch. Verteidigungsminister Panetta verspricht nun, den Vorfall zu untersuchen - und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Washington - US-Verteidigungsminister Leon Panetta übt sich in Demut. "Ich habe mir die Aufnahme angeschaut und finde das Verhalten, was dort zu sehen ist, äußerst abstoßend", sagte er. Gemeint ist das Skandalvideo, auf dem offenbar US-Soldaten zu sehen sind, die auf getötete Taliban urinieren und dabei Witze reißen. Das Pentagon geht davon aus, dass es sich bei dem Clip nicht um eine Fälschung handelt. "Diejenigen, die sich daran beteiligt haben, werden sich dafür in vollem Ausmaß verantworten müssen."

Das Pentagon hat die Ermittlungen übernommen. Aus dem US-Verteidigungsministerium hieß es, der Fall werde der Strafverfolgungsbehörde der Navy und der US-Marines (NCIS) übergeben, die auch für die betroffene Infanterieeinheit zuständig ist.

Die Nato-Schutztruppe Isaf, die den Einsatz in Afghanistan leitet, teilte mit, die Personen auf dem Video hätten das Land bereits verlassen. "Die Taten scheinen von einer kleinen Gruppe US-Individuen verübt worden zu sein. Diese befinden sich offenbar nicht mehr in Afghanistan."

Kommentar: Das ist nicht das erste Mal, dass solche unmenschlichen Taten der US-Armee an die Öffentlichkeit gelangen:

© Unknown

© Unknown

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Ein Resultat, dass Psychopathen an der Macht sind und Kriege fördern? Höchstwahrscheinlich.

Megaphone

Verzweiflungstaten und Burnout: Wie überfordert ist Deutschland?

Keine Woche vergeht ohne Berichte über Verweiflungstaten und Burnout. Sozialpsychologen wissen, was die Menschen in Deutschland so überfordert - Druck in der Arbeit, Existenzangst und das Gefühl der Ausweglosigkeit.
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© Colourbox/AltoPress/Maxppp

Es ist erst einen Tag her, dass im oberbayerischen Ort Schliersee ein Haus in die Luft gesprengt wurde - offenbar hatte eine Frau aus Verzweiflung gehandelt. Ein Durchdrehen, eine Panikreaktion, ein Ventil, durch das der Überdruck gewaltsam entweicht? Denn eines ist sicher: Der Druck auf die Menschen in Deutschland wächst. Krankenkassen melden einen enormen Anstieg von Arbeitnehmern, die wegen seelischer Krankheiten für Monate aus der Bahn geworfen werden. Ist unser Leben unerträglich geworden, ist Deutschland überfordert?

Zahlen helfen bei der Betrachtung des Themas bedingt weiter. Ob Verzweiflungstaten zugenommen haben, kann niemand sagen. Ob etwa ein Haus aus dem Gefühl der Ausweglosigkeit heraus gesprengt wird oder aus anderen Motiven, ist in der deutschen Kriminalstatistik nicht erfasst. Die Zahl der Suizide, der „Tode durch vorsätzliche Selbstbeschädigung“, wie es beim Statistischen Bundesamt heißt, ist seit zehn Jahren in etwa konstant. Den wohl griffigsten Hinweis auf Überforderung liefern die Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK: Demnach stiegen die Fehlzeiten von Arbeitnehmern mit psychischen Erkrankungen seit 1994 um 88 Prozent.

Kommentar:
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© eiriu-eolas.org
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Bandaid

Überlastung: Wenn im Hörsaal der Universität die Angst regiert

Immer mehr Studenten brauchen psychologische Beratung und Antidepressiva. Auch die Fälle von Burnout werden zahlreicher.
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© PICTURE-ALLIANCE / IMAGE SOURCE/WWW.IMAGESOURCE.COM
Müde und ausgebrannt - immer mehr Studenten leiden unter psychischen Problemen.

Eine kleine grüne Schatztruhe voller Taschentücher steht auf dem Couchtisch. Sie ist immer in greifbarer Nähe. Wenn das erste Schluchzen der Studenten kommt, greift Uni-Psychologe Ronald Hoffmann hinein, zückt ein Taschentuch und trocknet die Tränen. „Es ist gut, auf alle Fälle vorbereitet zu sein“, meint der Psychologe. In Gesprächssitzungen schütten ihm viele Hamburger Studenten ihr Herz aus. Sie erzählen von ihren Sorgen und Problemen, und viele fangen dabei auch mal an zu weinen. Es sind Tränen der Verzweifelung, der Überforderung und der Perspektivlosigkeit. Die Studenten weinen, weil sie Angst haben bei Prüfungen zu versagen, sich selbst zu sehr unter Druck setzen und weil sie von Zukunftsängsten geplagt sind. Die Zahl der Ratsuchenden in der Hansestadt ist angestiegen: 2011 verzeichnete die psychologische Beratungsstelle der Uni Hamburg 570 Neuanmeldungen, 2010 waren es noch rund 200 weniger.

Die Leiden der jungen Akademiker

Nicht nur in Hamburg, sondern auch bundesweit hat die Zahl der Studenten mit psychischen Problemen zugenommen. Laut den Ergebnissen des Gesundheitsreports 2011, der von der Techniker Krankenkasse (TK) herausgegeben wurde, haben immer mehr angehende Akademiker Nervenleiden und nehmen deshalb Antidepressiva. So erhielt ein Student 2010 im Schnitt für 13,5 Tage pro Jahr Nervenmedikamente, was im Vergleich zu 2006 einem Anstieg von fast fünf Tagesdosen entspricht.

Panikattacken, Schweißausbrüche und Sachlafstörungen

Die meisten Studenten, die in die Gesprächssitzungen der psychologischen Beratungsstelle der Uni Hamburg kommen, haben extreme Prüfungsangst und Konzentrationsschwierigkeiten. „Viele haben das Gefühl nichts mehr lernen zu können“, erzählt Hoffmann. Vermehrt leiden die Ratsuchenden unter einem starken Leistungsdruck: „Die Studenten fühlen sich häufig niedergeschlagen und haben Angst den Anforderungen nicht gerecht zu werden“, so der Psychologe. Oft sind private Probleme, wie Schwierigkeiten in der Familie und eine Trennungssituation, zusätzlich belastend für die Psyche der Betroffenen. Die Art und Weise, wie sich diese psychischen Leiden äußern, ist unterschiedlich: Manche berichten von Panikattacken und Schweißausbrüchen, andere leiden unter Schlafstörungen oder entwickeln psychosomatische Begleiterscheinungen wie Kopf- und Bauchschmerzen sowie Hauterkrankungen.

Kommentar:
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Beaker

Genetische Experimente: Äffchen mit vielen Eltern

Affen gezüchtet im Labor
© dpa/OHSU
Die Rhesusaffen Roku und Hex sind mit dem Erbgut von sechs Elternteilen gezüchtet worden.
Erstmals gibt es Primaten, die das Erbgut mehrerer Tiere in sich tragen. Das birgt auch ethische Probleme.

Mit großen Augen blicken die Rhesusäffchen Roko, Hex und Chimero in die Welt - nicht wissend, dass ihre Existenz für viele Menschen hier eine kleine Sensation darstellt. Denn erstmals ist es Forschern gelungen, im Labor Primaten zu schaffen, die das Erbgut mehrerer Individuen in sich vereinen. Shoukhrat Mitalipov vom Oregon National Primate Research Center in Portland und seine Kollegen stellen ihre Experimente in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Cell vor.

Von außen sieht man den Äffchen ihre Besonderheit nicht an. Sie seien gesund und entwickelten sich normal, berichtet das Team. Und dennoch werden die drei Tiere vermutlich nicht nur die biomedizinische Forschung beeinflussen, sondern auch neue ethische Debatten entfachen.
Bomb

Die Stadt war leer, als die Bombe entschärft wurde

Kleve. Bei Bauarbeiten an der Weberstraße in Kleve wurde gestern eine Zehn-Zentner-Bombe freigelegt. 1000 Menschen wurden evakuiert. Auch die Fußgängerzone war menschenleer. Um 17.10 Uhr Aufatmen: Die Bombe war entschärft.
bombe
© Evers, Gottfried

Ein dumpfes Geräusch macht Peter Killewald stutzig, als die Schaufel in der Mittagszeit in die Erde dringt. "Ich merkte im Führerstand deutlich den Widerstand, auf den die Schaufel stieß", erinnert sich der Baggerführer später. Sofort lässt er den Greifarm hochfahren, steigt aus und nimmt in Augenschein, was sich da in der Erde abzeichnet. Ein gelber Ring auf einem olivfarbenen, metallischen Untergrund ist das erste, das er sieht. Da weiß Killewald Bescheid. "Gelb steht für hochexplosiv. Es ist nicht die erste Bombe, auf die ich gestoßen bin", sagt der Baggerfahrer. Der Schreck ist ihm trotzdem in die Glieder gefahren.

Eine Stunde später fahren Feuerwehrwagen durch die umliegenden Straßen. Einsatzkräfte informieren die Bevölkerung über die anstehende Entschärfung der Bombe. Im Umkreis von 500 Metern rund um die Baustelle an der Weberstraße darf sich niemand im Freien aufhalten. 1000 Menschen müssen nach Schätzungen des Ordnungsamts ihre Häuser verlassen.

Ab 16 Uhr herrscht auch in der sonst quirligen Fußgängerzone absolute Stille. Mit Blaulicht patroullieren Feuerwehr- und Polizeiwagen. "Achtung, Achtung! Sie werden gebeten, sich nicht im Freien aufzuhalten", schallt es aus den Lautsprechern. Ein Polizeihubschrauber überwacht das Geschehen aus der Luft. Schließlich beenden auch die Letzten ihre Shopping-Tour. Die Stadt ist menschenleer. Rund um die City staut sich der Verkehr. 100 Polizisten sorgen dafür, dass niemand mehr in die Innenstadt kommt. Eine Schlechtwetterfront hüllt Kleve in Dunkelheit. Es ist gespenstisch.
Attention

USA: Kampagne gegen Mager-Trends

Für das Plus Model Magazine ließ sich das Model nackt ablichten und wehrt sich gegen gefährliche Modetrends.
model
© www.plusmodelmag.com

Die Mode-Industrie hat mit schweren Vorwürfen zu kämpfen: Models und viel zu klein geschnittene Kleidung sollen schuld an den neuen Body Mass Index-Kriterien sein und Essstörungen wie Magersucht bei vielen jungen Frauen auslösen. Ein Plus Size -Model, Katya Zharkova (28), trotzt nun dem gefährlichen 'Modetrend' in einer Fotostrecke für das Plus Model Magazine.

Statistiken

Nackt posiert sie mit einem auffällig dünnen „Straight Size Model“ um den Unterschied zwischen den beiden Körpern zu demonstrieren. Daneben sind interessante Statistiken zu lesen. Auf einem anderen Bild hält sie ein Maßband um ihren Po, daneben der Satz: „Vor zwanzig Jahren wog ein durchschnittliches Model 8% weniger als die Durchschnittsfrau. Heute wiegen sie 28% weniger.

Damit weckt das russische Model das Bewusstsein für die gefährlichen und von der Realität abweichenden 'Ideale' und macht auch auf die Kleidergrößenstandards, die sich stark verändert haben, aufmerksam.
Sun

Leipzig feiert Vierlings-Wunder

pregnant mother
© n/a
Die Chance auf eine solche Geburt eineiiger Kinder steht eins zu 13 Millionen. Klinik spendiert den Eltern Windeln

Leipzig. Janett und Marcus Mehnert aus Leipzig haben bereits einen Sohn, 5, wünschten sich aber noch ein Kind. Jetzt bekommt Lucas gleich vier Schwestern, die sich auch noch gleichen wie ein Ei dem anderen: Am Freitagabend kamen die Vierlinge Laura, Sophie, Jasmin und Kim per Kaiserschnitt auf die Welt. Alle sind wohlauf und gesund. "Sie sind gut drauf und prima entwickelt", sagte Holger Stepan, der Leiter der Geburtsmedizin an der Universitätsklinik in Leipzig. "Die ersten Tage verliefen völlig unkompliziert."

Die Babys wurden natürlich gezeugt, was als Sensation gilt

Die mittelblonden Mädchen sähen tatsächlich absolut identisch aus, berichtete der Mediziner. Das Quartett ist dabei nicht nur eine Megaaufgabe für die neue Großfamilie, sondern auch in statistischer Hinsicht eine Sensation. Allein die Wahrscheinlichkeit, eineiige Vierlinge zu bekommen, beträgt eins zu 13 Millionen. Damit sind sie fast so selten wie sechs Richtige im Lotto. Dass die Babys aber auch noch auf natürlichem Wege gezeugt wurden und nicht per künstlicher Befruchtung entstanden sind, das ist extrem selten. "Das gibt es statistisch praktisch gar nicht", berichtete Stepan.
Pistol

Todesschütze von Dachau wegen Mordes in Haft

München/Dachau - Nach den tödlichen Schüssen im Dachauer Amtsgericht ist eine Debatte über die Sicherheit in deutschen Justizgebäuden entbrannt. Gegen den Attentäter wurde am Donnerstagnachmittag Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen.
© Andreas Gebert/DPA
Sanitäter betreten das Amtsgericht in Dachau. Ein Mann hatte hier während eines Prozesses einen Staatsanwalt erschossen.

Er hatte auf den Richter gezielt und den Staatsanwalt erschossen. Der 54-Jährige schweigt zu seiner Tat.

Nach Angaben von Oberstaatsanwältin Andrea Titz wird der Mann psychiatrisch begutachtet. «Wir haben aber bisher keine Hinweise auf psychiatrische Leiden», sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Sie rechnete nicht mit der Einweisung des Transportunternehmers in eine psychiatrische Klinik.

Der Mann war am Mittwoch - unter anderem wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge - zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er sei mit dem Richterspruch nicht einverstanden gewesen, sagte Oberstaatsanwältin Titz. «Nach unseren Erkenntnissen war es wohl so, dass er aufgebracht war, auch im Umgang mit seiner Verteidigerin.» Während der Urteilsbegründung soll der nach einem Schlaganfall körperlich angeschlagene Mann eine kleine Pistole gezogen und mehrere Schüsse - wahrscheinlich fünf - abgefeuert haben. Woher er die Waffe vom Kaliber 6,35 hatte - er besaß sie illegal - ist noch unklar.
Network

US-Hacker greifen Zehntausende Computer an

laptop
© picture alliance / dpa
BKA und BSI empfehlen Selbsttest

Das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor einer Sicherheitslücke, die offenbar allein in Deutschland Zehntausende Computer bedroht. Beide Behörden empfahlen in einem gemeinsamen Aufruf allen Internetnutzern, ihren Computer auf eine bestimmte Sicherheitslücke zu prüfen. Die beiden Behörden starteten dafür die Internetseite dns-ok.de.

Hintergrund sind offenbar Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI, die im vergangenen November in Zusammenarbeit mit den europäischen Behörden die Urheber der Manipulation festgenommen hatte. Die von den Hackern geschaffene Software führt offenbar dazu, dass Nutzer von infizierten Rechnern auf manipulierte Websites umgeleitet werden.

Dort fänden etwa die Verbreitung angeblicher Antivirensoftware und illegaler Verkauf von Medikamenten statt. Zudem sei es den Hackern gelungen, manipulierte Werbeeinblendungen an infizierte Rechner zu senden, Suchergebnisse zu manipulieren und weitere Schadsoftware nachzuladen. In Deutschland sind nach FBI-Angaben derzeit bis zu 33.000 Computer täglich betroffen.
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