Das Kind der Gesellschaft
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Skandal bei Organspenden in Göttingen

© dpa
Spenderorgane werden in Kühlboxen transportiert. Bei der Zuteilung der Organe soll ein Göttinger Arzt manipuliert haben.
Der Präsident von Eurotransplant geht davon aus, dass der beschuldigte Göttinger Arzt die Manipulationen bei Organtransplantationen nicht ganz allein durchgeführt haben kann. Er fordert künftig Kontrollen.

Nach dem Transplantationsskandal an der Uniklinik Göttingen hat der Präsident der Vermittlungsstelle für Organspenden Eurotransplant, Bruno Meiser, in einem Interview mit der Welt am Sonntag gesagt, der verantwortliche Chirurg könne nicht allein gehandelt haben. „Aus meiner Sicht kann ein Mensch allein nicht so professionell betrügen. Irgendeinem Kollegen muss zumindest aufgefallen seien, dass Laborwerte unrealistische Schwankungen aufwiesen oder Werte nicht zueinanderpassten“, sagte er.

Ein Sprecher der Klinik sagte dem FOCUS: „Der Oberarzt hatte einen Zielvereinbarungsvertrag mit Leistungsbezug.“ Davon geht auch Meiser aus. „Wenn er mehr Leber-Transplantationen durchgeführt hat, konnte er seinen Verdienst erhöhen“, sagte Meiser. Ob der Arzt noch zusätzlich private Zahlungen von Patienten erhalten habe, müsse die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Bell

„Beschneidung ist das am besten akzeptierte Verbrechen in der Geschichte der Welt“

© AP/Binsar Bakkara
Die Beschneidung sei das "am besten akzeptierte Verbrechen in der Weltgeschichte", sagt der israelische Antibeschneidungsaktivist Enosch.

Die Presse: Was halten Sie von der in Europa aufgekommenen Beschneidungsdebatte?

Jonathan Enosch: Wir waren sehr froh, dass ein deutsches Gericht den unmoralischen Vorgang der Beschneidung verurteilt, ausgerechnet ein deutsches Gericht. Das Absurde ist, dass Juden und Muslime plötzlich zu besten Freunden werden, um Hand in Hand dagegen zu kämpfen. Schade, dass sie offenbar Erfolg damit hatten.

Die Presse: Warum kämpfen Sie so vehement gegen die Beschneidung?

Weil sie ein Akt der Vergewaltigung ist. Sie wird einem wehrlosen Kind aufgezwungen, ohne dass es dabei ein Wort mitzureden hätte. Würde man die Buben hingegen erst mit 13 Jahren beschneiden, dann würden sich sicher viele dagegen wehren.

Arrow Down

Penissuppe und rohes Gehirn - Sekte in Papa-Neuguinea vor Gericht

© AFP/Archiv
Angeklagte sollen Hexerjäger-Kult angehört haben

Nach dem Tod von mindestens sieben Menschen müssen sich mehrere mutmaßliche Mitglieder eines bizarren Kannibalismus-Kults in Papua-Neuguinea seit dieser Woche vor Gericht verantworten. Den 29 Angeklagten werde vorgeworfen, Jagd auf Hexer gemacht, sie getötet und die Hirne und andere Körperteile ihrer Opfer verspeist zu haben, berichtete die Zeitung The National. Der Kult soll demnach über tausend Anhänger haben. Diese hätten wandernden Wunderheilern den Kampf angesagt, weil sie sich ihre Dienste teuer bezahlen ließen - unter anderem auch mit Sex.

Laut dem Blatt verlangt ein Hexer gewöhnlich 1000 Kina (387 Euro), ein Schwein sowie einen Sack Reis, um böse Geister zu vertreiben oder Todesursachen auf den Grund zu gehen. Einige der "Sanguma" hätten vor einiger Zeit aber auch damit begonnen, Sex als Bezahlung zu verlangen.

Heart - Black

„Batman“-Premiere in Denver fordert 14 Tote - Amoklauf

Blutbad bei der "Batman"-Premiere: In einem Vorort von Denver hat ein Mann in einem Kino das Feuer auf Besucher eröffnet. Nach Angaben des örtlichen Polizeichefs wurden mindestens 14 Menschen getötet. Dutzende weitere seien verletzt worden. Ein 24-Jähriger wurde festgenommen.
© AP
Tote und Verletzte bei "Batman"-Premiere
Die Bluttat ereignete sich während der Premiere des neuen Batman-Films: Bei einer Schießerei in einem Kino sind in einem Vorort von Denver (US-Bundesstaat Colorado) mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Nach jüngsten Angaben des örtlichen Polizeichefs kamen mindestens 14 Menschen ums Leben. Zehn Personen starben demnach noch am Tatort, vier weitere im Krankenhaus.

Mindestens 50 Besucher wurden verletzt. Die Verwundeten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Einer Klinik-Mitarbeiterin zufolge ist der Zustand mehrerer Verletzter kritisch.

Che Guevara

Zorn des Volkes: Griechen machen Jagd auf korrupte Politiker - bereits 1000 Anzeigen

Immer mehr Griechen zeigen Mitbürger an, deren Wohlstand ihnen verdächtig erscheint. Inzwischen wird gegen über 1000 "Persönlichkeiten" ermittelt. Auch fünf ehemalige Minister sind darunter.
© DPA
Wütende Pensionäre protestieren in Athen gegen die Kürzung ihrer Renten. Während sie bluten müssen, geht es vielen wohlhabenden Griechen sehr gut.
Seit es das moderne Griechenland gibt, schien dessen unverrückbarste Wahrheit zu sein, dass Politiker korrupt sind und nie dafür bestraft werden.

Dann kam die Krise, und sie veränderte alles. Mit der Halbierung vieler Gehälter und Renten entbrannte der Volkszorn gegen die "Diebe", die das Land jahrzehntelang ausplünderten und dies "Regieren" nannten.

Der Zorn der Griechen entlädt sich nun schon seit geraumer Zeit in einer Welle von Denunziationen und Anzeigen gegen verdächtig reiche Politiker und einstige Amtsträger. Dass Politiker überhaupt belangt werden, hatten die Bürger wohl erst erstaunt und entzückt zur Kenntnis genommen, als der frühere Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos im April verhaftet wurde.

V

Spaniens Volk vereint sich zu Massenprotestwelle in 80 Städten

© Unbekannt
In Madrid (Foto oben) sind es gestern mehr als 100.000 gewesen, ebenso in Barcelona. In mehr als 80 spanischen Städten brannte die Luft gleich doppelt: Auch 40 Grad Hitze konnte nicht mehr verhindern, dass die Menschen ihren Zorn auf die Strasse trugen. Der Protest lässt sich nicht mehr auf bestimmte Berufsgruppen oder soziale Schichten reduzieren - jetzt reicht es allen. Spanien ist ein ganz besonderes Land. Die Menschen halten lange still, bringen Opfer. Doch wenn sie einen gewissen Punkt überschritten sehen, gibt es kein Zurück mehr. Dieser Punkt ist jetzt! Regierungschef Mariano Rajoy hat das unterschätzt, offensichtlich kennt er sein eigenes Land zu wenig.

Jeder ist jetzt betroffen, und jeder will seinen Protest öffentlich und sehr deutlich machen. Ob die drastische Mehrwertsteuer-Erhöhung, die Arbeitsmarktreform, die Streichung des Weihnachtsgelds bei den Beamten oder die Kürzungen beim Arbeitslosengelds - in ganz Spanien machten die Menschen gestern deutlich, dass jetzt Solidarität gefragt ist. “Das ist erst der Anfang”, hörte man oft auf den Strassen in Bilbao, Valencia, Palma de Mallorca, Las Palmas de Gran Canaria und praktisch überall im Land. T-Shirts mit Parolen wie “El pueblo unido jamás será vencido” (ein geeintes Volk ist unbesiegbar) oder “Que se jodan”, dem längst berühmten Ausspruch einer PP-Politikerin im Parlament, waren überall zu sehen.

Stormtrooper

Polizei geht mit Gewalt gegen spanische Protestanten vor

Hunderttausende Spanier protestieren gegen die drastische Sparpolitik der Regierung. Die Sicherheitsbehörden gingen gewaltsam gegen Demonstranten in Madrid vor. Die Gewerkschaften drohen mit einer weiteren Eskalation: einem Generalstreik.

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© Reuters
Hundertausende gegen den Sparkurs
"Nein zu den Kürzungen", steht auf einem der Plakate. "Ihr habt uns ruiniert", auf einem anderen. In mehr als 80 spanischen Städten haben Demonstranten gegen die jüngsten Sparmaßnahmen der Regierung protestiert. Allein in der Hauptstadt Madrid versammelten sich hunderttausende Spanier, um ihre Wut zu demonstrieren.

Die Polizei setzte Gummigeschosse gegen die Teilnehmer des Protests ein. Mit Schlagstöcken trieb sie zudem Demonstranten auseinander, die sich am zentral gelegenen Platz Puerta del Sol zu Gruppen zusammengefunden hatten. Nach Polizeiangaben wurden sieben Protestierende festgenommen und sechs Menschen verletzt.

Arrow Up

Wunschdenken der Gesellschaft und die Verneinung der Realität

Wir leben in einer Gesellschaft, die nur noch aus Selbsttäuschung und Illusionen besteht. Es herrscht das allgemeine Wunschdenken, wenn wir nur mehr Wachstum, mehr technologischen Fortschritt, mehr zentrale Steuerung, mehr Gesetze, mehr Effizienz ... einfach mehr von dem machen was wir bisher gemacht haben ... dann werden wir alle Probleme meistern können, ohne unser Verhalten und unsere Ansprüche ändern zu müssen. Dieser Irrglauben ist gefährlich, denn er zögert die Konsequenzen nur hinaus und verhindert eine radikale Einstellungsänderung. Zu glauben, das Wiederholen der bisherigen Rezepte und sogar Steigerung der Dosis, wird uns helfen, ist völlig verrückt. Wie Albert Einstein schon sagte: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

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Was wir tatsächlich benötigen ist nicht mehr von dem was wir bisher gemacht haben, nicht mehr Gas geben und hoffen es wird schon gut gehen, die Mauer auf die wir zusteuern wird wenn wir kurz davor sind verschwinden, sondern wir müssen uns auf eine Vollbremsung und einen Aufprall vorbereiten und was danach passiert.

Kommentar: Das einzige was uns Retten kann, ist bewusste Desillusionierung über die Welt dort draußen und uns selbst. Wie der Author dieses Artikels so treffend formuliert, ist dieser Prozess schmerzhaft, aber die einzige Möglichkeit Dinge Wirklich zum Positiven ändern zu können.


Sherlock

Zeugnisse aus Grundschule gestohlen

Der Alptraum eines jeden Lehrers und Schulleiters wurde jetzt für sechs Klassenlehrer der Margaretenschule in Mühlhausen wahr, als ihre 129 fertig ausgestellten und unterschriebenen Zeugnisse zwei Tage vor der Ausgabe an die Schüler über Nacht plötzlich spurlos verschwanden.

Mühlhausen. Gestohlen wurden die klassenweise in Mappen zusammengefassten Dokumente aus den Postfächern der jeweiligen Lehrer im Lehrerzimmer. Die Tür zum Raum 204 im Ostflügel des Schulgebäudes ist mit einem Sicherheitsschloss versehen. Spuren eines gewaltsamen Eindringens fanden die Polizei aber nicht. Der oder die Täter müssen sich sehr gut ausgekannt und ermutlich einen Nachschlüssel zur Hand gehabt haben, lautet eine These der Ermittler.

Nachdem Schulleiterin Jetty Rink von dem Vorfall erfahren hatte, dachte sie zunächst an einen üblen Scherz. "Wenns nicht so traurig wäre."

Wall Street

Untertreibung: "Jeder zehnte Wall Street-Mitarbeiter ist ein Psychopath"

Zehn Prozent aller Wall Street-Mitarbeiter neigen zu Egoismus, Glücksspiel, Trunksucht und Aggressivität. Gleichzeitig sind sie charmant, charismatisch und intelligent, was typische Anzeichen von Psychopathen sind. Bemerkenswert sei die ”beispiellose Fähigkeit zur Lüge und Manipulation”, so ein Bericht.

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Was wir alle schon lange vermutet haben, hat eine Studie nun bestätigt: Die Wall Street gleicht offenbar längst einer Irrenanstalt. Eine überraschend hohe Anzahl der dort Beschäftigten verfügt über eine “beispiellose Fähigkeit zur Lüge”. Zwar handelt es sich dabei vorwiegend nicht um Axt-schwingende Serienkiller, doch geht insgesamt einer von zehn Wall Street-Mitarbeitern medizinisch betrachtet als Psychopath durch, schätzte Sherree DeCovny in einem Bericht des CFA-Magazin.

Die Symptome der Wall Street-Psychopathen werden folgendermaßen beschrieben: Man zeigt generell kein Mitgefühl gegenüber anderen Menschen und hat keinerlei Interesse daran, was diese denken oder fühlen. Dennoch weisen die Psychopathen “viel Charme, Charisma und Intelligenz” auf und besitzen auch eine “beispiellose Fähigkeit zur Lüge und Manipulation.”

Kommentar: Anzumerken ist, dass der Psychopath oder Psychopathin nicht leidet, auch wenn die Begriffsdefinition nach Duden „seelisch Leidender oder Leidende“ ist, d.h. er oder sie besitzt keine Krankheitseinsicht, die sich durch ein grandioses Selbstwertgefühl widerspiegelt.

Der Trick des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt