Das Kind der Gesellschaft
Karte


Heart

Restaurants stellen sich vermehrt auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten ein

gluten free
© Colorado Springs Independent
Lebensmittel-Unverträglichkeiten sind kein Einzelphänomen mehr. In Hamburg stellen sich immer mehr Restaurants und Supermärkte darauf ein

Im "Landhaus Scherrer" an der Elbchaussee serviert Sternekoch Heinz Wehmann exklusive Menüs, Salat mit Mango und gebratenen Garnelen in Haselnuss-Vinaigrette oder Buchweizennudeln mit gebratenen Kräutersaitlingen. Das Schöne an diesen speziellen Gerichten: Sie sind gluten- und laktosefrei. Das ist für viele wichtig, um sich richtig ernähren zu können. Zwar heißt es auf einschlägigen Ernährungsseiten, für ein gesundes Frühstück brauche es nicht viel - ein Vollkornbrot mit Käse, ein gekochtes Ei, einen Apfel oder eine Banane, einen Erdbeerjoghurt, ein Glas Orangensaft und eine Tasse Kaffee mit Milch und Zucker. Dann sei man gewappnet, um sich den ganzen Tag fit zu fühlen. Doch immer mehr Menschen vertragen das vermeintlich gesunde Frühstück nicht mehr. Und vieles andere auch nicht.

Eier und Brot führen zu Bauchschmerzen und Blähungen, Käse und Joghurt zu Brechreiz und Kopfschmerzen, Apfel und Orangensaft zu Durchfällen und Kreislaufbeschwerden. Oft überfällt den Konsumenten auch eine extreme Müdigkeit direkt nach dem Essen.


Kommentar: Dies ist eher eine normale Reaktion und liegt nicht nur bei Menschen vor, die an einer Zöliakie erkrankt sind.


Kommentar: Die folgenden Artikel könnten auch von Interesse sein:

Warum Milch so schädlich ist

Die (Brot-)Büchse der Pandora: Die kritische Rolle von Weizenlektin bei menschlicher Krankheit

Heart - Black

Zwölfjähriger mit Hammer erschlagen - Vater schweigt zu Mord an seinem Sohn

Julian sitzt ahnungslos am Computer, als ihn sein eigener Vater von hinten mit einem Hammer erschlägt: In Berlin hat nun der Prozess gegen den 35-Jährigen begonnen. Am drängendsten ist für die Mutter des Jungen die Frage nach dem Warum - doch ihr Ex-Mann fühlt sich zu einer Aussage außerstande.

Neun Monate nach dem heimtückischen Mord an seinem Sohn hat sich der Vater zu Prozessbeginn in Schweigen gehüllt. Der 35 Jahre alte Täter hatte den Zwölfjährigen laut Anklage mit einem Hammer erschlagen. "Der Angeklagte möchte grundsätzlich aussagen, aber er schafft es nicht", erklärte sein Verteidiger Thomas Schräder vor dem Berliner Landgericht.
© dpa

Nach Angaben von Staatsanwalt Reinhard Albers hatte Julian am 18. April 2011 nachmittags in der Wohnung seines Vaters im Berliner Stadtteil Reinickendorf am Computer gespielt. Plötzlich habe der 35-Jährige von hinten dreimal kräftig zugeschlagen. Das Kind starb an den schweren Kopfverletzungen. Der Arbeitslose versteckte die Leiche seines Sohnes im Kellerverschlag des Mietshauses in der Gotthardstraße.
Yoda

Imker stürmen Monsanto-Frankreich

Französische Imker haben letzte Woche die Büros einer Zweigstelle von Monsanto besetzt. Sie riefen den Konzern und die Politik auf, den Verkauf und den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu stoppen. Speziell geht es ihnen um die im Frühjahr anstehende Aussaat des GVO-Mais MON810. Mut fassen die Gegner durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom September 2011. Danach ist Honig, der mit GVO-Spuren verunreinigt ist, nicht mehr verkehrsfähig.

Das MON 810-Anbauverbot wurde in Frankreich gerichtlich aufgehoben. Die französische Regierung will jedoch weiter daran festhalten. Presseberichten zufolge erreichten die Imker immerhin, dass sich Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet heute mit den GVO-Gegnern an einen Tisch setzt.

ad
Red Flag

Mossad im Iran: Terror unter falscher Flagge?

Inmitten der sich verschärfenden Rhetorik und der wachsenden Anspannung zwischen dem Iran und den westlichen Staaten (1) erschien am vergangenen Wochenende im US-Magazin Foreign Policy ein Bericht, der die jahrelangen Vorwürfe des Iran untermauert, denen zufolge Terror-Gruppen im Iran ausländische Unterstützung in der Absicht erhielten, das Land zu destabilisieren.
israel, flagge
© David Silverman/Getty Images

Die für ein unabhängiges Balutschistan - eine sich über den Südosten des Iran, den Westen Pakistans und den Südwesten Afghanistans erstreckende Region - kämpfende islamistische Gruppe Jundallah (Soldaten Gottes) hatte in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Anschlägen auf sich aufmerksam gemacht. Am spektakulärsten war ein Selbstmordattentat im Oktober 2009, bei dem 42 Menschen getötet wurden.

Der Anschlag galt einem von den Revolutionären Garden organisierten Treffen zwischen sunnitischen und schiitischen Stammesführen, auf dem für die Geschlossenheit zwischen beiden Religionsgemeinschaften geworben werden sollte.

„Wir sehen den jüngsten Terroranschlag als Ergebnis amerikanischer Aktivitäten“, sagte Irans Parlamentssprecher Laridschani nach dem Anschlag. Zudem hätten „gut informierte Quellen” bestätigt, dass auch Großbritannien in das Attentat verstrickt sei. (2) Vorwürfe gingen auch in Richtung Pakistan, wo die Jundallah ihre Stützpunkte unterhält. Iranische Vertreter sprachen von einer „vernichtenden Antwort“ auf das Attentat, der Gegenschlag könne auch auf pakistanischem Gebiet erfolgen. (3)
Che Guevara

Proteste in Bukarest halten an

Erste Verhaftungen - Neues Gesundheitsgesetz soll erstellt werden

Bukarest - Am Universitätsplatz in der rumänischen Hauptstadt Bukarest haben sich auch am Montagnachmittag etwa 200 Demonstranten, meist Pensionisten, versammelt. Es ist der vierte Tag der Protestkundgebungen gegen Staatschef Traian Basescu und die Regierung unter Premierminister Emil Boc von den Liberaldemokraten (PDL), denen sie den drastischen Spar- und Reformkurs der vergangenen eineinhalb Jahre, einschließlich Gehalts- und Stellenkürzungen im öffentlichen Sektor, vorwerfen.

Die Demonstrationen in Bukarest sind offiziell weiterhin nicht genehmigt. Auch in der westrumänischen Stadt Timisoara (Temeswar) fanden Proteste statt - diese sind jedoch der Nachrichtenagentur "Mediafax" zufolge vom Bürgermeisteramt bewilligt worden. Laut Innenminister Traian Igas (PDL) haben in den vergangenen Tagen in 36 Städten landesweit 8.600 Menschen an diversen Protestaktionen teilgenommen. Dabei waren rund 2.000 Gendarmen im Einsatz, einige davon seien ebenfalls verletzt worden.
Nuke

Japan: Radioaktiver Fukushima-Beton für Hausbau verwendet

© pd
Nihonmatsu: Radioaktiv belasteter Beton in Flüchtlingswohnungen
Für viele Flüchtlinge die nach dem Tohoku-Erdbeben 2011 überstürzt ihren Wohnsitz verlassen mussten und mehrere Monate in Auffanglagern verbrachten, war die Bereitstellung von Übergangshäusern trotz aller Mängel an Heizung, Schall- und Wärmedämmung eine Erleichterung. Nun müssen vermutlich einige von ihnen erneut ihre Wohnungen räumen - und wieder ist die radioaktive Kontamination die Ursache.

Damit hat nach Zedernpollen, Wasserbelastung und Lagermangel die Präfektur Fukushima aktuell ein neues Problem. Diese und weitere Fukushim News, sowie sonstige Nachrichten jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Januar 2012.

Radioaktiver Beton aus Fukushima verwendet: Das aus einem Steinbruch in Namie (Präf. Fukushima) gelieferte Gesteinsmaterial, dass die Grundsubstanz für Beton zum Bau von Gebäuden und Infrastrukturen darstellt, ist offenbar durch das Unglück am AKW Fukushima Daiichii mit radioaktivem Cäsium belastet worden.

Der Umstand war aufgefallen, als bei regelmäßigen Gesundheitstests entdeckt wurde, dass Kinder die in einem im Juli fertiggestellten, dreistöckigen Gebäude der Stadt Nihonmatsu lebten, dort während einer dreimonatigen Frist offenbar einer höheren Strahlungsdosis ausgesetzt waren als andere Kinder.

Überprüfungen durch die Stadtverwaltung ergaben im ersten Stockwerk eine Belastung mit radioaktivem Cäsium in Höhe von 1,24 Mikrosievert pro Stunde - was über dem Wert liegt, der außerhalb des Gebäudes gemessen wurde. Im zweiten und dritten Stock sei die Belastung deutlich geringer gewesen und habe zwischen 0,10 und 0,38 Mikrosievert betragen. Die Messungen waren in einem Raum im ersten Stock in einem Meter Distanz zum Zimmerboden vorgenommen worden, berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur jiji.
Boat

Havarie der „Costa Concordia“

Noch ist nicht sicher, ob auch deutsche Opfer nach dem Kreuzfahrtschiff-Unglück vor Italien zu beklagen sind. Eine Hessin hat allerdings kein Lebenszeichen von ihren Eltern, die an Bord der Costa Concordia waren. Auch der Verbleib von zwei Frauen aus Baden-Württemberg ist ungeklärt.


Nach dem Kreuzfahrtunglück vor der italienischen Küste hat eine Frau aus dem hessischen Dreieich ihre Eltern als vermisst gemeldet. „Meine Eltern waren auf der Costa Concordia, die am Freitag gekentert ist und seitdem haben wir überhaupt keine Informationen und sie gelten als vermisst“, sagte die Frau am Sonntagabend dem Radiosender Hit Radio FFH. Die Polizei in Offenbach bestätigte, dass eine solche Vermisstenanzeige vorliegt. Das Bundeskriminalamt sei bereits in die Ermittlungen eingeschaltet.

Das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ mit mehr als 4200 Menschen an Bord war in der Nacht zum Samstag vor der toskanischen Küste auf einen Felsen gelaufen. Dadurch wurde der Rumpf aufgeschlitzt, Wasser drang ein, das Schiff kippte zur Seite. Mindestens fünf Menschen starben, 60 Menschen wurden verletzt. Das vermisste Paar aus Mühlheim am Main, 71 und 72 Jahre alt, war den Angaben zufolge mit einer Reisegruppe aus dem Raum Aschaffenburg unterwegs.

„Von jedem andere Informationen“

Sie habe sich sowohl bei der Deutschen Botschaft in Rom und beim Auswärtigen Amt als auch bei der Reederei um Aufklärung bemüht, sagte die FFH-Hörerin. Es müsse alles sehr chaotisch ablaufen, „man kriegt von jedem andere Informationen“, sagte sie.
Gear

Schulessen zu 90 Prozent mangelhaft

Berlin/Mönchengladbach Die Verpflegung in deutschen Schulmensen ist nach Angaben von Wissenschaftlern mangelhaft. "Mehr als 90 Prozent der Schulen erfüllen die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an gesundes Essen nicht", sagte Professor Volker Peinelt, Experte für Catering-Services und Lebensmittelhygiene an der Hochschule Niederrhein. Über fünf Jahre prüften die Gladbacher Forscher das Speisenangebot in 200 deutschen Mensen.

Peinelt spricht von gravierenden Defiziten bei der Hygiene, der Qualifizierung der Mitarbeiter, der Ausgewogenheit der Speisepläne, speziell aber bei der Qualität des Essens. Hauptproblem seien lange Warmhaltezeiten: "Das Essen wird extern gekocht, warm angeliefert und in den Schulen oft bis zu sechs Stunden warmgehalten." Vitamine und Geschmack seien aber nach maximal drei Stunden fort. Doch auch wenn in Schulen frisch gekocht wird, sei die Qualität oft nicht besser.

Die Wissenschaftler fordern eine Zertifizierungspflicht für Caterer und Schulen sowie ein Umdenken: Der Königsweg müsse die "Cook and chill"-Methode sein, bei der Essen von professionellen Anbietern extern "al dente" gekocht, sofort gekühlt und in den Schulen mit Heißluftdämpfern erst kurz vor der Mahlzeit wieder erhitzt wird.
Bad Guys

Syrien-Konvoi gestoppt - Menschenrechtsaktivisten organisierten Hilfslieferungen

Hunderte Menschenrechtsaktivisten sind am Donnerstag vorerst damit gescheitert, von der Türkei und von Jordanien aus Hilfslieferungen über die Grenze nach Syrien zu bringen.

Istanbul. Eine der beiden »Karawanen der Freiheit« wurde von der türkischen Polizei wenige Kilometer vor dem Grenzposten Kilis-Öncüpinar gestoppt. Der zweite Konvoi, der in Jordanien starten sollte, wurde nach Angaben der Organisatoren der Hilfsaktion »in letzter Minute« abgesagt, weil er von den jordanischen Behörden nicht genehmigt wurde. Für eine Weiterfahrt des in der Türkei gestoppten Hilfstransports aus fünf Bussen und einem Dutzend Autos machten die Beamten eine Zollgenehmigung Syriens zur Auflage. Eine Delegation der Aktivisten sollte dazu Verhandlungen mit den syrischen Zollbeamten führen. »Wenn die Syrer Nein sagen, zelten wir hier, bis sie uns vorbei lassen«, sagte der syrisch-amerikanische Geschäftsmann Bilal Dalati, der aus Kalifornien für die Aktion angereist war. Während sie auf die Entscheidung der syrischen Behörden warteten, demonstrierten die 200 Teilnehmer des Konvois und riefen Parolen gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad.
Handcuffs

Prozess um PFT-Skandal eröffnet: Mammutverfahren um verseuchtes Wasser

Vor fast sechs Jahren sorgten PFT-Funde im Trinkwasser aus der Ruhr für Unruhe in Nordrhein-Westfalen. Die Chemikalie steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Jetzt hat die strafrechtliche Aufarbeitung begonnen. Das Gericht steht vor einem Mammutverfahren.

Paderborn (dpa/nd). Einer der größten Umweltskandale in Nordrhein-Westfalen beschäftigt seit Donnerstag die Justiz. Vor dem Paderborner Landgericht hat der Prozess um PFT-Funde im Trinkwasser begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den sechs Angeklagten vor, illegal aus Belgien importierten Klärschlamm mit Dünger vermischt und an Landwirte verkauft zu haben. Die darin enthaltenen Perfluorierten Tenside (PFT) stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Die Industriechemikalie gelangte entlang der Ruhr ins Trinkwasser.

In Arnsberg war das Wasser zeitweise so hoch belastet, dass die Stadtwerke abgepacktes Trinkwasser für Säuglinge und Schwangere austeilten. Wasserwerke entlang der Ruhr mussten Millionen Euro in neue Filter investieren. Millionenbeträge kostete auch die Sanierung von belasteten Äckern. Der Skandal war 2006 aufgeflogen.
Top