Das Kind der Gesellschaft
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Verhaltensforschung: Intelligente Menschen sind anfälliger für Drogenkonsum

Joint rauchen
© dpa
Beliebte Droge Cannabis: Schlaue Kinder, konsumieren als Jugendliche häufiger.
Wer als Kind schlau ist, greift als Jugendlicher und Erwachsener eher zu illegalen Drogen, sagen britische Forscher. Das Elternhaus spielt dabei keine Rolle - Charaktereigenschaften und das Geschlecht jedoch schon.

Wenig rauchen, viel körperliche Bewegung und gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse im Erwachsenenalter: Intelligente Kinder verhalten sich zwei Studien aus den vergangenen Jahren zufolge vorbildlich. Britische Forscher haben nun jedoch in einer Langzeitstudie Hinweise darauf gefunden, dass höhere Intelligenz im Kindesalter eher mit Drogenkonsum in der Jugend und jungem Erwachsenenalter verknüpft sein könnte, berichtet das Fachmagazin Journal of Epidemiology and Community Health.

Die Forscher von der Cardiff University und dem University College London werteten für ihre Untersuchung die Daten von einer landesweiten Studie aus. Die knapp 8000 Probanden nahmen im Alter von fünf und zehn Jahren an altersgerechten Intelligenztests teil. Die Kinder mussten dafür unter anderem Figuren zeichnen oder fehlende Teile in einem Bild benennen. Mit 16 und 30 Jahren sollten die Studienteilnehmer angeben, ob und welche Drogen sie aktuell oder in den vergangenen zwölf Monaten genommen haben.
Che Guevara

Tausende Studenten demonstrieren in Leipzig gegen Kürzungen an Hochschulen

Gegen die geplanten Sparmaßnahmen des Freistaats bei Hochschulen und Studentenwerken gingen am Montag rund 3000 sächsische Studierende auf die Straße. Vom Augustusplatz zogen die Demonstranten bis zum Hauptbahnhof, wo am frühen Abend eine Abschlusskundgebung folgte.
leipzig, demonstration, demonstranten
© Dirk Knofe
Kein Zufall, dass die Demonstration zeitgleich mit dem CDU-Bundesparteitag in Leipzig stattfand. „Wir hoffen, mit der Demo ein Zeichen in Richtung Politik zu senden", sagt Organisator Florian Sperber vom Studentenrat der Universität Leipzig. Dass die CDU ausgerechnet das Thema Bildung auf die Agenda hob, sei eine Steilvorlage für die Demonstranten.

Vor dem Start der Demo übermalten Studenten die Porträts von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit weißer Farbe. Das Motto der Aktion: „Ihr streicht uns. Wir streichen euch."

Sachsens Bildungsministerin Sabine von Schorlemer kam bei der Aktion ungeschoren davon. Nach den Planungen des von ihr geleiteten Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sollen bis 2020 rund 1000 Stellen an Sachsens Hochschulen wegfallen. Auch den Studentenwerken drohen finanzielle Einschnitte. Demonstrant und Kulturwissenschaftsstudent Max nennt ein Beispiel. „Von fünf Professorenstellen an meinem Institut sind momentan drei unbesetzt." Professoren, die nachfolgen könnten, so fürchtet Max, wird es nicht geben.
Syringe

Welt-Diabetes-Tag: Prävention beginnt in der Kindheit

Potsdam - Es ist eine Volkskrankheit und Mediziner schlagen seit Jahren Alarm: Dennoch verbreitet sich Diabetes mellitus Typ 2 rasant. Der Welt-Diabetes-Tag am 14. November macht darauf aufmerksam, wie wichtig frühe Vorsorge ist. Ein Experte nennt die Gründe.

Der Potsdamer Mediziner Hans-Georg Joost vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (Dife) fordert eine konsequente Prävention bei Kindern und Jugendlichen. Er begründet das in einem Interview anlässlich des Welt-Diabetes-Tages.

Warum ist die Ernährung der Kinder so wichtig?

Joost: Wir steuern auf eine Welle von 35- bis 40-Jährigen zu, die an Diabetes mellitus erkranken, weil sie als Kind extrem übergewichtig waren. Um diesen Trend zu stoppen, muss in die Prävention von kindlichem Übergewicht intensiviert werden. So sollten Kinder frühzeitig an eine vernünftige Ernährung herangeführt werden.

Kommentar: Lesen Sie den folgenden Artikel über rotes Fleisch und Diabetes:

Propaganda-Alarm: Rotes Fleisch soll das Risiko für Diabetes-Typ 2 erhöhen

Question

Berlin: Brandsatz? Nazi-Parolen neben verdächtiger Tüte gefunden

Wollten Neonazis einen Brandsatz in Berlin zünden? Ein Hausmeister entdeckte eine verdächtige Tüte, daneben fanden sich rechtsextreme Flugblätter.

Berlin. Nazi-Terror in Berlin? Eine verdächtige Einkaufstüte hat am Dienstag in Charlottenburg für einen Polizeieinsatz gesorgt. Neben der Tüte lag ein Zettel mit rechtsextremistischen Parolen, wie ein Polizeisprecher sagte. Aus der Tüte sei eine Flüssigkeit gelaufen. Auch befanden sich darin Gegenstände, die derzeit von Kriminaltechnikern untersucht würden.

Die Tüte war den Angaben zufolge am Morgen von einem Hausmeister in einer Tiefgaragen-Zufahrt in der Bismarckstraße gefunden worden. Einen Bericht des Internetportals der Berliner Morgenpost, wonach es sich um einen nicht gezündeten Brandsatz gehandelt habe, wollte der Polizeisprecher nicht bestätigen. Es müssten die Untersuchungen des Staatsschutzes und des Landeskriminalamtes abgewartet werden.
Pistol

Mann mit Hakenkreuz schießt auf türkisches Geschäft

Ein offenbar psychisch verwirrter Mann hat auf ein türkisches Lebensmittelgeschäft geschossen. An seinem Körper hatte er Sprengstoffpakete befestigt.

Ein offensichtlich verwirrter Mann mit Hakenkreuzbinde am Arm hat in Rheda-Wiedenbrück, einer Stadt im Kreis Gütersloh, Schüsse auf ein türkisches Lebensmittelgeschäft abgefeuert.

An seinem Körper habe der 27-Jährige mit Klebeband befestigte Sprengstoffpakete getragen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld.

Der Mann habe psychische Probleme und nach eigenen Angaben auf diese Weise Selbstmord begehen wollen. Andererseits habe er die Tat der Polizei angekündigt und dabei gebeten, ihn nicht zu erschießen.

In einem von ihm in der Ems versenkten Rucksack fand die Polizei einen Helm der Waffen-SS. Als Rechtsextremist sei er bislang aber nicht aufgefallen.
Heart - Black

Diaspora-Mitbegründer - 22-jährig - begann Selbstmord

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© Diaspora
Die Gründe für Zhitomirskiys plötzliches Ableben sind nicht bekannt, berichtete TechCrunch. Der 22-jährige Zhitormirskiy gründete mit drei Studenten-Kollegen in New York die Facebook-Alternative Diaspora. Diaspora ging vor knapp einem Jahr an den Start und wurde anfangs stark unterstützt - zu oft war von Datenpannen bei Facebook und dem mangelnden Datenschutz in den Medien zu hören.

Zusammen mit Dan Grippi, Maxwell Salzberg und Raphael Sofaer arbeitete Zhitomirskiy an einem "Anti-Facebook", das vor allem mit Offenheit und Transparenz punkten will. Es soll ein Online-Netzwerk auf Open-Source-Basis sein, das die Privatsphäre der Nutzer achtet, diesen die Kontrolle über ihre Informationen gibt und bei dem die Sicherheit der Daten nicht zu kurz kommt.
Chalkboard

Doppelt so viele Typ-1-Diabetiker wie vor 15 Jahren

Diabetes breitet sich in Deutschland rasant aus: Doch im Unterschied zu Typ-2-Diabetes rätseln Mediziner über die Ursachen.
diabetes, pen
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Diabetes vom Typ-1 wird durch Insulin-Mangel verursacht und beginnt meist im Kinde- und Jugendalter

Typ-1-Diabetes ist eigentlich selten. Nur fünf Prozent aller Diabetiker leiden derzeit an dieser Form der Zuckerkrankheit. Doch was sie unangenehm macht, ist, dass immer mehr Kinder an ihr erkranken. Zudem bricht diese Stoffwechselstörung bereits immer früher im Kindesalter aus.

Anders als bei Typ-2-Diabetikern helfen bei ihnen eine gesunde Ernährung und viel Sport nicht besonders viel, um den Insulinhaushalt zu stabilisieren. Bei Typ-1-Diabetes sind die Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, genügend Insulin für den Zuckerabbau im Blut zu produzieren. Die jungen Menschen müssen ihr Leben lang Insulin spritzen.

Als typisches Symptom der Krankheit haben alle Diabetiker einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerwert in ihrem Blut - und infolge auch im Urin: Das liegt daran, dass der mit der Nahrung aufgenommene Zucker nicht mehr vom Blut ins Innere der Zellen gelangt.
Arrow Down

Studie: Jedes dritte Kind frühstückt nicht

Bielefeld (dpa) - Keinen Hunger, keine Zeit oder zu dick? Jedes dritte Kind frühstückt nicht. Bei den 15-Jährigen geht sogar jeder Zweite ohne Frühstück aus dem Haus. Erschreckend: Viele der Kinder finden sich zu dick und verzichten deshalb.

Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland geht einer neuen Studie zufolge ohne Frühstück aus dem Haus. Forscher der Universität Bielefeld haben für eine internationale Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgefunden, dass bei den 15-Jährigen sogar jeder zweite das Frühstück auslässt. Das berichtete die Uni am Montag (14. November). Je wohlhabender die Familien sind, desto häufiger nehmen die Kinder der Studie zufolge morgens eine Mahlzeit zu sich. Die Forscher vermuten, dass viele der Kinder aus Gewichtsgründen nicht frühstücken: Denn die Hälfte der Mädchen und ein Drittel der Jungen hielten sich für zu dick.
Bomb

Augsburg: Bei Baggerarbeiten wird eine 250 Kilo-Bombe entdeckt

In Augsburg ist am Montag eine englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Beinahe wäre eine Evakuierung im Umkreis von 300 Metern nötig gewesen.

Gegen 15 Uhr wurden der Katastrophenschutz, die Berufsfeuerwehr Augsburg und die Freiwillige Feuerwehr Göggingen zu einem Bombenfund in die Augsburger Schillstraße, Ecke Soldnerstr gerufen.

An der Baustelle am Griesle wurde nach Angaben der Feuerwehr durch Baggerarbeiten eine Bombe ausgegraben. Polizei und Berufsfeuerwehr sperrten das Gebiet weiträumig ab. Der Bus wurde umgeleitet. Für die Bombe mit rund 250 kg wurde eine Evakuierung im Umkreis von 250 - 300 Meter organisiert.
Bad Guys

Bevölkerungsexplosion - Wovon sollen wir leben?

Eine Milliarde Menschen leidet an Hunger. Jeden Tag. Doch die Weltbevölkerung wächst und wächst. Wird es uns gelingen, endlich vernünftig zu konsumieren, um wenigstens die kommenden Jahrzehnte zu überstehen? Und wie viele Menschen kann die Erde auf Dauer ernähren?

Als der Geograph Chris Reij von der Universität Amsterdam 2004 nach zehn Jahren wieder in den Niger reiste, traute er seinen Augen nicht: Wo sich früher wüstenähnliches Land ausgebreitet hatte, wuchsen nun massenhaft Bäume - und das im Sahel, einer Region, die in Europa mit Dürre und Hunger in Verbindung gebracht wird, aber nicht mit Aufforstung.
Afrikanisches Kind bei Feldarbeit
© Reuters
Mehr Menschen brauchen mehr Nahrung. Aber wo soll die herkommen?

Die Einheimischen erzählten Reij eine verblüffende Geschichte: Ein australischer Entwicklungshelfer hatte ihnen in den achtziger Jahren einen Handel angeboten: Er gab ihnen Lebensmittel, dafür aber sollten sie Bäume pflanzen.

Den Erfolg dieses Projekts konnte Reij mit Satellitenfotos belegen: Allein in Niger sind auf diese Weise fünf Millionen Hektar Land wieder begrünt worden, eine Fläche von der Größe Niedersachsens. Besonders drastisch war der Unterschied in jenen Regionen mit der höchsten Bevölkerungsdichte.
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