Das Kind der Gesellschaft
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Wüstenrot-Vertreter besuchen Bordell in Rio

Im Mai wurde bekannt, dass die Hamburg-Mannheimer ihre Vertreter aus Dankbarkeit nach Ungarn in den Puff geschickt hat. Wüstenrot Mitarbeiter sollen sogar in Rio ein Bordell besucht haben.
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© H&B

Eine Fahrt für Vertreter der Wüstenrot Bausparkasse nach Rio de Janeiro wurde für mehrere Teilnehmer zu einer ausschweifenden Lustreise. Rund 20 Außendienstler besuchten einem Bericht des Handelsblatts zufolge im April 2010 den Nachtclub "Barbarella" in Rio de Janeiro, einen Kontakthof für käuflichen Sex.

Ein Bus habe die Handelsvertreter vor dem Bordell abgesetzt. "Die Bustüren gingen auf, und etwa die halbe Gruppe stieg aus, inklusive Bereichsleiter und Direktoren", berichtete ein Teilnehmer der Zeitung. "Ich habe nur gedacht: Das kann ja wohl nicht sein, dass uns die Wüstenrot hier zum Puff kutschiert."

Nach Erkenntnissen der Bausparkasse besuchten 14 bis 20 der insgesamt 50 mitgereisten Handelsvertreter das "Barbarella". Mindestens drei, darunter auch Führungskräfte, hätten sich Prostituierte mit aufs Zimmer genommen.
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Russland: Zehntausende gehen auf die Straße

Die Proteste in Russland geben eine Ahnung davon, welcher Unmut im Land tatsächlich herrscht - aber einige zehntausend Demonstranten sind in einer Millionenstadt wie Moskau nicht viel. Doch wenn Russlands starker Mann Wladimir Putin seine Glaubwürdigkeit nicht weiter verspielen will, muss er nun die staatliche Propaganda-Maschinerie im ganzen Land drosseln. Sonst bricht bei der Präsidentenwahl im März doch noch so etwas wie ein politischer Frühling an.
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© AP
Parolen gegen Putin: regimekritische Demonstranten am Wochenende in Moskau.

Es gab wahrlich keinen Mangel an Ratschlägen der Behörden. Dicke Socken sollten die Demonstranten anziehen, warme Mützen mitnehmen, noch besser aber wäre es, gleich zu Hause zu bleiben wegen der vielen Menschen und der Grippeviren. Es nutzte nichts: Zehntausende, vielleicht hunderttausend gingen in Russland auf die Straße, um gegen Fälschungen bei der Parlamentswahl zu demonstrieren. Die russische Zivilgesellschaft ist aus ihrer Starre erwacht. Sie will nicht mehr Stimmvieh sein für eine selbstgefällige Regierungspartei, Staffage in einer gelenkten Demokratie, weit entfernt von einer echten.

Doch selbst wenn es im ganzen Land Demonstrationen gab, in Moskau und St. Petersburg, von Kaliningrad bis Wladiwostok - der Moskauer Dezember ist mit dem arabischen Frühling nicht vergleichbar. Noch nicht. In einem hat die umstrittene Regierungspartei Einiges Russland, Putins Geschöpf, nämlich Recht: Mehrere zehntausend Demonstranten sind nicht viele in einer solchen Millionenstadt, der größten Europas. Die unzufriedenen Russen haben ein deutliches Zeichen gesetzt, aber die Kraft reicht derzeit nicht aus, um gleich das ganze System ins Wanken zu bringen oder gar einen Machtwechsel herbeizuführen.
Beer

Saufgelage in Münchener S-Bahn

In der Münchner S-Bahn artet das "Abschiedstrinken" in Randale aus. 2000 junge Leute hatten sich anlässlich des Alkoholverbotes über Facebook zu einer letzten großen Feier verabredet. Gegen späten Abend kippt die Stimmung, einige beginnen zu randalieren. Der Schaden geht in die Hunderttausende.
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© dpa
Die Party ist vorbei: kein Alkohol mehr in der Münchner S-Bahn.

Heruntergerissene Leuchtstoffröhren, verbogene Abdeckgitter, kaputte Fensterscheiben und insgesamt rund 100 Stunden Verspätung bei den S-Bahnen - das ist die Bilanz einer Alkoholparty von rund 2000 jungen Leuten in der Münchner S-Bahn. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehr als 100.000 Euro. Vertreter von Bundespolizei und der Deutschen Bahn (DB) zeigten sich schockiert angesichts der Zerstörungswut der Jugendlichen.

Die Feiernden hatten sich unter dem Stichwort "Abschiedstrinken" in den S-Bahn-Zügen der bayerischen Landeshauptstadt versammelt, um die letzten Minuten vor dem am Sonntag in Kraft getretenen Alkoholverbot in den S-Bahnen auszukosten und sich in den Zügen zu betrinken. Dabei skandierten sie Sprüche wie "Wir sind hier, wir sind blau, wir fahren mit dem MVV" (Münchner Verkehrs-und Tarifverbund) und "Wir hassen MVV".
Attention

Waren für Kinder: Hoher Anteil löslicher Schwermetalle in China die Regel

Fast zehn Prozent aller in China verkaufter Produkte für Kinder enthalten auch übermäßig viel Blei, eines der schädlichen Schwermetalle, die eine Bedrohung für die Gesundheit darstellen, sagte Greenpeace nach einer aktuellen Untersuchung.
Prüfung auf SChwermetalle von spielzeug
© Unbekannt
Während einer Nachrichtenkonferenz, die von Greenpeace China am Mittwoch in Beijing veranstaltet wurde, prüft Joe DiGangi mit einem Fluoreszenz-Röntgestrahl den Bleigehalt einer Schultasche, die in Wuhan, Provinz Hubei, gekauft wurde. DiGangi ist wissenschaftlicher und politischer Berater für das International POPs Elimination Network, ein globales Netzwerk, das sich für die Beseitigung persistenter organischer Schadstoffe einsetzt.

Nach dem Zufallsprinzip erwarb Greenpeace China im November 500 Produkte für Kinder in Einkaufszentren, Supermärkten und Großmärkten der fünf Städte Beijing, Shanghai, Guangzhou, Wuhan und Hong Kong. Greenpeace untersuchte diese Proben und stellte dabei fest, dass zehn Prozent nicht der nationalen Norm für den Bleigehalt entsprachen, und dass mehr als 30 Prozent davon insgesamt fünf weitere gefährliche Schwermetalle enthalten.

Getestet wurde auf Blei, Antimon, Arsen, Cadmium, Chrom und Quecksilber. Alle diese Schwermetalle können schwere Schäden am Nervensystem verursachen und in den Körper durch die Atemwege, die Haut, die Schleimhäute und kontaminierte Lebensmittel gelangen.
"Zum Beispiel löst Blei, das sehr giftig und kumulativ ist, Blockaden in der geistigen und körperlichen Entwicklung sowie der Lernfähigkeit bei Kindern aus", sagte Wu Yixiu, eine Aktivistin gegen Giftstoffe, die für Greenpeace China arbeitet.

"Tierversuche haben gezeigt, dass Gesundheitsprobleme, die in der Kindheit dadurch verursacht wurden, dass man Kontakt mit Schwermetallen hatte, sich wahrscheinlich im Laufe des ganzen Lebens fortsetzen", sagte Zhang Yunhui, außerordentlicher Professor an der Fudan University School of Public Health.
Eye 1

Angriff auf dem Weihnachtsmarkt mittels K.o.-Tropfen

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© dapd
Weihnachtsmarkt in Berlin: Polizei sucht Giftmischer
Auf Berliner Weihnachtsmärkten sind mindestens sieben Besucher von einem Unbekannten mit K.o.-Tropfen vergiftet worden. Der Mann hatte ihnen Schnaps angeboten. Mehrere Opfer mussten ins Krankenhaus.

Berlin - Jetzt sind es schon sieben Opfer. Und die Polizei hält es für möglich, dass sich in den kommenden Tagen noch mehr Menschen melden. Sie alle wurden Opfer eines Mannes, der seit Tagen auf Berliner Weihnachtsmärkten Schnaps verschenkt - mit Gift versetzten Schnaps.

Der erste Fall, der erst am Samstag bekannt wurde, ereignete sich offenbar schon am Mittwoch. Ein Unbekannter lud demnach eine 24-jährige Frau und ihren zwei Jahre älteren Begleiter auf dem Weihnachtsmarkt am Opernpalais auf einen Schnaps ein, sagte am Samstag ein Polizeisprecher. Der Mann habe vorgegeben, die Geburt seines Kindes feiern zu wollen. Der Schnaps war in kleine Fläschchen abgefüllt. Wenig später wurde dem Paar heftig übel. Die Frau verlor das Bewusstsein und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Cult

Weitere Briefbombe von Anarchisten

Rom. In Rom ist der Direktor der italienischen Steuereinzugsbehörde durch ein Attentat schwer verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich die "Informelle Anarchische Föderation". Sie hatte bereits am Mittwoch einen Anschlag auf Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann versucht.

Die italienischen Anarchisten, die am Mittwoch einen Anschlag mit einer Briefbombe auf den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Josef Ackermann, versucht haben, haben erneut zugeschlagen. Gestern Mittag explodierte bei der staatlichen Steuereinzugsgesellschaft Equitalia im Süden Roms eine weitere Briefbombe. Dabei wurde Equitalia-Generaldirektor Marco Cuccagna an der Hand und am Auge verletzt. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei von Rom. Italienische Medien berichteten, Cuccagna habe ein Fingerglied verloren, als er den Umschlag einer Postsendung öffnete. Cuccagna wurde zur Operation ins Krankenhaus gebracht; er habe an beiden Augen operiert werden müssen, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, hieß es. Der an Cuccagna adressierte, gefütterte Umschlag wurde Equitalia offenbar mit der normalen Post zugestellt.

Der zuständige römische Staatsanwalt Pietro Saviotti sprach von terroristischen Motiven. In dem Umschlag wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ein Handzettel der "Informellen Anarchischen Föderation" (FAI) gefunden. Das Attentat der FAI auf Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor drei Tagen war noch fehlgeschlagen: In der Poststelle der Deutschen Bank in Frankfurt am Main war ein an Ackermann persönlich adressierter Umschlag aufgefallen. Beim Durchleuchten hatte sich dann herausgestellt, dass er eine Zündvorrichtung enthielt. In dem Fall ermittelt inzwischen die Bundesanwaltschaft.
Bomb

Kamen: Bombe ohne Probleme entschärft

Kamen. Die Entwarnung kam gegen halb elf am Freitagmorgen: Die Bombe, die auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle Ecke Ostring/Ängelholmer Straße gefunden wurde (wir berichteten), ist entschärft. „Ohne Komplikationen“, wie Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelräumdienst kommentiert.

„Bombe und Zünder waren sehr gut erhalten. Deshalb gab es keine Probleme“, so Schröder. Sogar die Beschriftung der Bombe sei noch lesbar gewesen. Dass es sich um eine amerikanische Bombe mit 250 Kilo Sprengkraft handelte, konnten die Experten zuvor allerdings auch ohne Schrift schon bestimmen.

Zwölf Anwohner im Ausweichquartier

Eine knappe halbe Stunde dauerte die Entschärfung, dann verkündete die Feuerwehr per Lautsprecher die Aufhebung der Evakuierungszone. Damit konnten die zwölf evakuierten Anwohner, die die Zeit im Ausweichquartier verbrachten, wieder in ihre heimischen vier Wände zurückkehren.

Ab acht Uhr hielten dort Mitarbeiter des DRK in der Sporthalle des Gymnasiums an der Ängelholmer Straße Kaffee, Tee, kalte Getränke und Gebäck für die Evakuierungsgäste bereit. Die ersten trudelten dann auch gegen viertel vor neun ein. Mit weihnachtlich gedeckten Tischen kam unter den zwölf Anwohnern fast ein bisschen Adventsstimmung auf.
Eye 1

Rechtlose Indígenas in Guatemala - Die Goldkonzerne nehmen keine Rücksicht auf die Bevölkerung

Beim Goldabbau im guatemaltekischen Hochland kommt nicht nur die Natur unter die Räder. Auch die Menschenrechte der armen, vorwiegend indigenen Bevölkerung werden verletzt.

Für Josue Navarro von der INKOTA-Partnerorganisation COPAE (Kommission für Frieden und Ökologie) in San Marcos ist die Sache klar: »Die indigene Bevölkerung in Guatemala hat keine Rechte.« Das fängt seiner Meinung nach schon bei der Statistik an: Offiziell beträgt der Anteil der Indígenas an der Gesamtbevölkerung unter 50 Prozent, unabhängige Quellen dagegen gehen von 60 bis 65 Prozent aus.

Sehr deutlich wird die Missachtung der Menschenrechte im Umfeld der Goldmine »Marlin« des kanadischen Konzerns Goldcorp, gegen die sich die vorwiegen indigene Bevölkerung zur Wehr setzt und dabei von COPAE und INKOTA unterstützt wird.

Guatemala hat die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation über die Rechte der indigenen Völker ratifiziert und hat damit anerkannt, dass jegliches Projekt, das sich auf das Leben und das Gebiet von indigenen Gemeinschaften auswirkt, nur mit freier und informierter Zustimmung der indigenen Völker umgesetzt werden darf. Eine freie und informierte Zustimmung der Gemeinden wurde im Falle der Goldmine im guatemaltekischen Hochland aber weder von der kanadischen Firma noch von der guatemaltekischen Regierung umgesetzt. Im Gegenteil: Bei Volksabstimmungen, die COPAE unterstützte, wurde das Marlin-Projekt mit großen Mehrheiten abgelehnt- Die Ergebnisse der Befragungen werden von der Regierung jedoch nicht anerkannt.
Nuke

Japan: Fund von Cäsium in Babynahrung

In Japan hat Babynahrungsmittelhersteller Meiji in seinen eigenen Produkten Cäsium gefunden, das Unternehmen hat umgehend 400.000 Dosen Milchpulver zurückgerufen. Nach Bekanntgabe des Cäsiumfundes fielen die Aktien von Meiji um 10 %. Meiji, der Milchpulverhersteller verkauft seine Produkte nur in Japan. Hauptproduktionsstätte von Meiji liegt in der Präfektur Saitama, nördlich der Millionenmetropole Tokio.Die Fabrik liegt ca. 320 Kilometer vom havarierten AKW Fukushima Daiichi entfernt.

Der Rückruf wurde gestartet, weil radioaktive Verstrahlung in einigen Proben aufgefunden wurden, das Milchpulver ist allem Anschein nach mit Cäsium kontaminiert. gemessen wurde eine Radioaktivität von 30,8 Becquerel pro Kilo Milchpulver. Die Menge an Radioaktivität liegt deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert in Japan. Die Grenzwerte für Radioaktivität in Nahrungsmittel wurde in der EU im Zuge des Super-GAU in Fukushima von 600 Becquerel pro Kilo auf 12.000 Becquerel für bestimmte Nahrungsmittel angehoben, was umgehend die Kritik von Verbraucherschützern und Umweltorganisationen erregte.
Bomb

Ludwigshafen: Entschärfung der Bombe am Sonntag

Ludwigshafen. Eine 250-Kilo-Fliegerbombe, die heute bei Bauarbeiten im Ludwigshafener Stadtteil Süd gefunden wurde, wird am Sonntag ab 13 Uhr vom Kampfmittelräumdienst entschärft. Dies gab die Stadtverwaltung bekannt. Rund 7000 Bürger müssen während der Zeit der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr zieht eine Sicherheitszone mit einem Radius von 500 Metern um den Fundort an der Mundenheimer Straße/Ecke Rubensstraße. Über die Dauer der Entschärfung kann der Kampfmittelräumdienst noch keine Angaben machen. Der Kopfzünder ist nach Behördenangaben noch aktiv. Die amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde gegen 11 Uhr auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses entdeckt, das neu bebaut werden soll.

ott
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