Das Kind der Gesellschaft
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Monsanto: Erfolgreiche Sammelklage in Brasilien

Eine Gruppe brasilianischer Landwirte hat erfolgreich gegen den Saatgutriesen Monsanto wegen unzulässiger Lizenzgebühren geklagt. Ein Gericht im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul hat ihnen recht gegeben, die Geschäftspraktiken von Monsanto verletzten das brasilianische Sortengesetz. Künftig ist es dem Konzern nicht mehr erlaubt, Lizenzgebühren für die Wiederaussaat zu erheben. Monsanto hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Der Antrag des Konzerns die Entscheidung des Gerichts aufzuheben, ist bislang ohne Wirkung. Vielmehr muss der Saatgut-Riese mit Strafgebühren von 400.000 Euro täglich rechnen, wenn er sich nicht an das Urteil halte. Die Rückzahlung der seit der Ernte 2003/2004 nicht rechtmäßig erhobenen Lizenzgebühren wird derzeit vom Obersten Gerichtshof geprüft und beläuft sich auf 6,2 Milliarden Euro. Ein harter Schlag für Monsanto. Denn Brasilien baut abgesehen von den USA weltweit die meisten Gentechnik-Pflanzen an. Der Unmut seitens der Landwirte wurde durch die 5-fache Erhöhung der Lizenzgebühren für die neue Gentechnik-Soja "Intacta RRpro" geschürt, die zur Saison 2012/2013 eingeführt werden soll und seit 2010 in Brasilien genehmigt ist. Monsanto rechtfertigt die Gebühren durch Ersparnis von Pestizid-Aufwendungen und Produktivitätssteigerung.

Heart - Black

Rasant ansteigende Zahl psychisch kranker Kinder

Die Zahlen sind der Horror: Jedes vierte Kind im Alter bis zu zwölf Jahren im Bundesland Sachsen ist in ambulanter psychischer Behandlung. Tendenz: rasant steigend. Die Ursachen dafür sind im familiären Bereich zu suchen: Fehlende Zuwendung, Überforderung der Eltern, soziale Verwahrlosung. Die Probleme sind so groß, dass bereits Unter-dreijährige wegen ihrer psychischen Not ins Krankenhaus müssen. Und auch immer mehr Eltern leiden an Stresserkrankungen. Die Politiker interessiert das herzlich wenig: Sie bauen weiter Krippenplätze aus.
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Man ist erschüttert über diese Statistikzahlen. Es sei eine »erschreckende Entwicklung, die ungebremst anhält«. Rolf Steinbronn, Vorstandschef der mitgliederstärksten Kasse in Sachsen, der AOK plus, versucht, die alarmierende Statistik zu erklären. Seine Versicherung habe im Jahr 2011 allein in Sachsen 58.600 Kinder erfasst, die psychologisch behandelt worden seien. 2.450 Kinder mussten sogar stationär aufgenommen werden. Besonders traurig macht die Zahl der 380 Kinder zwischen einem und drei Jahren, die wegen psychischer Erkrankungen in so jungen Jahren im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Wenn man es in Umgangssprache bringt, dann fehlen den Kindern ganz normale Familienstrukturen, Eltern, die Zeit haben und sich kümmern können. Stattdessen leiden sie unter Leistungsdruck durch die Schule und unter dem Mangel an festen Ritualen und Regeln. Laut Bericht steigen jedoch auch die Zahlen der psychisch erkrankten Erwachsenen, vor allem durch Stresserkrankungen wie Burnout. Leider haben wir hier nur Zahlen für Sachsen und nicht für ganz Deutschland, doch die Tendenzen werden sich vermutlich in allen Bundesländern früher oder später nachweisen lassen. Mit dem Stress der Eltern wächst der Stress der Kinder. Gleichzeitig können Eltern, die unter Druck sind, nicht mehr so gut auf die Bedürfnisse ihre Kinder eingehen. Eine fatale Spirale setzt sich in Gang.

Propaganda

Der Abstieg des "Spiegels" durch die organisierte Denkpolizei

Zahlreiche Medienmeldungen lassen regelmäßig aufhorchen: Dramatische Auflagenverluste beim Spiegel. Auch im Januar 2012 wurde gemeldet: Der Spiegel hatte weiter ausgebaut - seine Verluste! Im letzten Quartal 2011 lag die verkaufte Auflage des Nachrichtenmagazins damit bei 927.561 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Auflage um 4,8 Prozent zurück, während im zweiten und dritten Quartal der Rückgang noch bei 3,4 beziehungsweise bei 4,1 Prozent gelegen hatte. Der stete Fall des Spiegel fand damit eine weitere Fortsetzung. Das, was das Flaggschiff einst ausmachte, ist verblasst: seine Einzigartigkeit. Die Gründe.
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Viele spektakuläre Enthüllungen gehen auf das Konto des einstigen Leitmagazins - Rücktritte und Stürze von Politikern, Unternehmern und anderen Personen der Öffentlichkeit wurden häufig durch Spiegel-Recherchen ausgelöst. Gefürchtet und geachtet, war Deutschlands Nachrichtenmagazin Nummer eins fast Pflichtlektüre an jedem Montagmorgen.

Was ist davon heute noch übrig? Nicht mehr viel. Das, was den Spiegel einst ausmachte, ist verblasst: seine Einzigartigkeit. Seit Jahren berichtet das Wochenmagazin kaum anders als der Rest der meisten Presseorgane: Die gleichen Geschichten, ähnliche Einschätzungen, derselbe politisch korrekte Tenor. Es sind selbstverständlich keine konservativen Standpunkte, sondern Unterstützungshilfe auf der ganzen Linie für die rot-grün-linken Umerziehungsversuche, um aus Deutschland und Europa eine andere, neue Welt zurechtzubasteln, die zwar langfristig nicht funktionieren kann, weil sie sämtliche Überlebensmechanismen einer Gesellschaft aushebelt, doch wen stört das schon? Man lebt und berichtet im Hier, Jetzt und Heute, und schert sich nicht um demografische Krisen und mangelnde Lebensreserven. Im Gegenteil: Nahezu alles wird getan, um die letzten Reste von Werten, Kultur und Traditionen herauszuschneiden aus dem Bewusstsein der Menschen. Ganz vorne in erster Reihe dieser Berichterstattung: Der Spiegel.

Kommentar:

Ein Spiegel-Reporter packt aus: Die Medien belügen uns!


Che Guevara

Proteste in Bahrain und die Formel 1 mitten drin

Vor dem umstrittenen Formel-1-Rennen in Bahrain ist es erneut zu heftigen Protesten gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Lärmbomben ein. Ein erster Rennstall reagiert auf die Sicherheitslage.

© Valdrin Xhemaj/DPA
Wird die "High-Society" dennoch fahren?
In Bahrain ist es vor dem Formel-1-Grand Prix erneut zu Ausschreitungen gekommen. In den Vororten der Hauptstadt Manama ging die Polizei am Freitag mit Tränengas, Lärmbomben und Blendgranaten gegen regierungskritische Demonstranten vor. Die wehrten sich mit Molotow-Cocktails. "Das Volk will das Regime stürzen", riefen die Demonstranten mit Blick auf das sunnitische Königshaus. Augenzeugen zufolge wurden dutzende Menschen verletzt.

Die Zusammenstöße ereigneten sich zwar weit entfernt von der Rennstrecke im Süden der Hauptstadt Manama. Die Demonstranten blockierten zeitweise jedoch den Verkehr auf einigen Straßen, die zur Rennstrecke führten. Sie zündeten dort Reifen an, wie Zeugen berichteten. In Manama selbst waren Proteste verboten.

Network

Bernie Ecclestone soll Hackerziel von Anonymous werden

Internet-Hacker planen eine WWW-Attacke gegen Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone und König Hamad bin Isa Al Chalifa

Im Zuge der politischen Unruhen in Bahrain gibt es nun erstmals eine konkrete Drohung gegen Bernie Ecclestone, den Geschäftsführer der Formel 1. Die Aktivisten-Organisation Anonymous, bekannt für ihre Internet-Attacken, kündigt an, dass sie unter anderem Ecclestones Internetseite formula1.com ab heute angreifen und lahmlegen will.

"Anonymous wird Ihre Website in einen rauchenden Krater im Cyberspace verwandeln", heißt es in einer Aussendung. "Wir werden auch Ihre Telefonlinien blockieren, Ihre E-Mail-Inboxen bombardieren und alles andere, was wir von Ihnen finden, ruinieren." Ferner bezeichnet Anonymous den 81-jährigen Briten wörtlich als "bösen Motherfucker" und unterstellt ihm, das Regime in Bahrain zu unterstützen oder die Augen vor dessen Bluttaten zu verschließen.

Extinguisher

Sex als Machtinstrument in Beziehungen

Psychologie: Frauen setzen Sex häufiger als Machtinstrument ein als Männer
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Wer in seiner Partnerschaft über mehrere Monate keinen oder sehr wenig Sex hat, sollte sich über die Gründe Gedanken machen. Laut Psychologen wird Sexualität häufig als Machtinstrument in Beziehungen eingesetzt. In der Regel sind es Frauen, die so versuchen, Einfluss auf ihren Partner zu nehmen. Oft ist das der Beginn eines Teufelskreises, bei dem die Beziehung irgendwann auf der Strecke bleibt.

Sozialisierung durch die Mütter

In vielen langjährigen Beziehungen spielt Sexualität nur noch eine untergeordnete Rolle. Haben Paare über mehrere Monate keinen Verkehr, raten Psychologen zu prüfen, ob körperliche Nähe als Machtinstrument benutzt wird. „Das ist den meisten so gar nicht bewusst. Sie sagen dann 'Ich habe keine Lust, weil er oder sie mich geärgert hat'“, berichtet die Psychologin und Autorin Felicitas Heyne. Häufig verberge sich jedoch dahinter ein Machtspiel, in dem es darum geht, dem Partner nur dann das zu geben, was er will, wenn der auch das tut, was von ihm erwartet wird. Schnell entstehe so ein Teufelskreis, in dem sich einer als Opfer und sich der andere permanent bestraft fühlt.

Heart - Black

Großteil der deutschen Bevölkerung fühlt sich sozial isoliert

© Public Domain
Archivbild: "Trauernder alter Mann" (Ausschnitt), Ölgemälde von Vincent Van Gogh.
Kassel/ Deutschland - Große Teile der Bevölkerung in Deutschland haben das Gefühl, dass ihre gesellschaftliche Teilhabe nicht gesichert ist. Der Verlust von Lebenszufriedenheit und Glück, weniger Selbstsorge und weniger bürgerschaftliches Engagement sind die Folge.

Auf das Ergebnis ihrer Untersuchung haben Wissenschaftler der Universität Kassel bei der Tagung "Inklusion, Teilhabe und Behinderung - Anfragen an die (Human-) Wissenschaften" am Mittwoch hingewiesen. "60 Prozent der deutschen Bevölkerung erleben ihre finanzielle Situation als ständige Gratwanderung zwischen Meistern und Absturz", sagte der Sozialpsychologe Prof. Dr. Ernst-Dieter Lantermann. "40 Prozent machen sich große Sorge um ihren Arbeitsplatz, über 50 Prozent befürchten, dass sie ihre Ansprüche im Alter deutlich senken müssen." 40 Prozent sähen ihre Gesundheit als bedroht an, 60 Prozent glaubten, dass in Deutschland die Häufigkeit sozialer Notlagen deutlich zunehme: "30 Prozent befürchten eine Erosion ihrer sozialen Netze."

Handcuffs

Sexueller Kindesmissbrauch: Mann stellt sich

Karlsruhe. Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe heute mitteilten, hat ein 28 Jahre alter Mann aus der Karlsruher Waldstadt mehrere Kinder sexuell belästigt und teilweise missbraucht. Er sei in der vergangenen Woche aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe beantragten richterlichen Beschlusses in der geschlossenen Abteilung einer Fachklinik für Psychiatrie untergebracht worden.

“Der geistig leicht zurückgebliebene Mann hatte sich selbst bei der Polizei gestellt und angegeben, seit dem Jahr 2008 drei Kinder aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis sexuell belästigt sowie teilweise auch missbraucht zu haben”, heißt es in der Pressemitteilung.

Die umgehend eingeleiteten umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen bestätigten, dass der 28-Jährige Anfang dieses Monats bei Besuchen einer ihm bekannten Familie unbeobachtete Momente dazu genutzt hatte, deren drei Jahre alte Tochter teilweise zu entkleiden, sie unsittlich zu berühren und von dem Kind entsprechende Videoaufnahmen zu fertigen.

Heart - Black

Dokumentation: Ritueller Missbrauch in Frankreich


Kommentar: Diese Dokumentation ist keine leichte Kost.


Ein dokumentiertes Beispiel für die Vertuschung von rituellem Kindesmissbrauch ist in der folgenden fünfteiligen Dokumentation aus dem Jahre 2003 ersichtlich. Es verschwanden damals Akten und Fotografien von einem Tunnelsystem, in dem Kinder satanistisch rituell missbraucht und umgebracht wurden. Ähnlich wie im McMartin Preschool Case scheint das Tunnelsystem zugeschüttet worden zu sein. Die Opfer sprechen außerdem von einer professionell organisierten Sekte, die Kinder opfert und sexuell missbraucht.
Ich weiß nur, dass es viele Menschen betrifft. Jedes Kind kann entführt und vergewaltigt werden. Das geschieht jeden Tag. Viele glauben mir vielleicht nicht, weil es zu ... unfassbar ist, weil es zu ... ich weiß es nicht. Sollen sie es halten wie sie wollen. Ich weiß nur, es werden jeden Tag Kinder gefoltert und getötet. In dem ich Anzeige erstatte, übernehme ich Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber den Kindern.

Naomi.

Heart - Black

Selbstmordwelle in Italien

Eine Welle von Selbstmorden erschüttert Italien. Auslöser ist offenbar die Schuldenkrise. Bei den Verzweifelten handelt es sich oft um Kleinunternehmer, Künstler oder Arbeitslose.

Einer der Fälle, der die Menschen am meisten schockiert, war die Selbstverbrennung eines Maurers im norditalienischen Bologna. Der Mann wurde wegen Steuerschulden verfolgt. Neun Tage nachdem er sich selbst angezündet hatte, starb er. "Das ist ein schreckliches Zeichen der Verzweiflung, ein einmaliger Fall von Hoffnungslosigkeit", sagte der ehemalige Regierungschef Romano Prodi.

Fast täglich Berichte von Verzweiflungstaten

In den vergangenen Wochen berichteten die Medien fast täglich von Verzweiflungstaten - ein Unternehmer, der angesichts erdrückender Schulden für seine Firma keine Zukunft mehr sah, oder entlassene Arbeitnehmer, die bei einer Rekordarbeitslosigkeit von mehr als neun Prozent keinen anderen Ausweg wussten.