Das Kind der Gesellschaft
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Brasilien: Siamesische Zwillinge geboren

Die Geburt von siamesischen Zwillingen in Brasilien hat für Aufsehen gesorgt, die Zwillinge haben jeweils einen eigenen Kopf mitsamt Gehirn und zwei Rückenmarkstränge, teilen müssen sie sich aber ein Herz und einen Körper. Auch andere Organe sind jeweils nur einmal vorhanden, deswegen schließen Ärzte eine Trennung kategorisch aus. Jesus und Emanuel, so heißen die Zwillinge, werden ihr Leben lang einen Körper teilen müssen.

Die Geburt erfolgte in der kleinen Ortschaft Anajas im Bundesstaat Para im Norden Brasiliens. Nach Meinung der Ärzte entstehen Siamesische Zwillinge dann, wenn während des Fötal-Stadiums Zwillinge sich nicht trennen und sich entsprechend nicht eigenständig entwickeln können. Diese Art der fötalen Entwicklung kommt relativ selten vor, die Wahrscheinlichkeit einer siamesischen Geburt liegt bei
1:1 000 000 bei Lebendgeburten.
Eye 1

Potsdam: Tot aufgefundenes Kind ist ein Mädchen

Potsdam. Bei dem am Vormittag in Potsdam-West tot aufgefundenen Säugling handelt es sich um ein Mädchen. Am Nachmittag wurde der Leichnam des Kindes gerichtsmedizinisch untersucht.

Im ersten Ergebnis der Obduktion ergaben sich Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung, die zum Tod des Kindes geführte haben könnten. Alle weiteren Ermittlungen zur Todesursache dauern an.

Durch das Dezernat Schwere Kriminalität wird nun mit einem Bild des Handtuches, in welchem der tote Säugling eingewickelt war, um Hinweisen gebeten. Das Frotteehandtuch hat eine Größe von 130 x 65 cm. Das Tuch der Marke FACOTTI wurde in der Türkei hergestellt. Das Handtuch ist mit dem Schriftzug FITTNESS versehen, der Schriftzug ist 33 Zentimeter lang und 7 Zentimeter hoch. Darunter befinden sich drei parallel verlaufende Streifen in den Farben lila, dunkelblau, hellblau.
Heart - Black

Bayern: Mutter des toten Säuglings gefunden

Walsdorf - Zwei Monate, nachdem ihr totes Baby an einem Feldweg bei Walsdorf (Landkreis Bamberg) gefunden wurde, hat die Polizei nun offenbar die Mutter festgenommen. Ein DNS-Abgleich habe die Gewissheit gebracht, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Bamberg am Montag mit. Die 28-jährige Frau steht im Verdacht, das Mädchen umgebracht zu haben. Sie sitzt in Untersuchungshaft.

Eine Spaziergängerin hatte die in eine Plastiktüte eingewickelte Babyleiche Ende Oktober gefunden. Wenige Tage war das Kind nur alt geworden, die Leiche hatte wohl mehrere Monate im Gebüsch gelegen. Die Polizei untersuchte das Waldstück, in dem der Säugling gefunden wurde, doch zunächst fanden sich keine Hinweise auf die Kindsmutter. Ein Handtuch, das bei dem Mädchen gefunden wurde, brachtet die Ermittler nun auf ihre Spur. Man habe die Verkaufswege rekonstruiert und sei so auf die Frau gestoßen, so die Polizei. Die Mutter sei eine gebürtige Stuttgarterin, die bis Juli 2011 bei ihrem damaligen Lebensgefährten in Walsdorf lebte. Dort soll sie das Kind alleine in der Wohnung auf die Welt gebracht haben. Der Mann ist offenbar nicht der Vater des Kindes, die Frau soll schon zu Beginn der Beziehung schwanger gewesen sein. Ihr Lebensgefährte hat den Ermittlungen zufolge weder von der Schwangerschaft noch der Geburt gewusst.
Cowboy Hat

Mann versteckte zwölf Krokodile in Villa

krokodil
© dpa
Damme - Eigentlich sollte ein 51-jähriger Deutscher wegen möglicher Steuerhinterziehung kontrolliert werden - doch in seiner Villa in Belgien machten Ermittler einen überraschenden Fund: Der Mann hatte elf Nilkrokodile und einen Alligator bei sich versteckt.

Laut belgischer Zeitung De Morgen lag in seiner Heimat Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Steuerhinterzieher vor. Die belgischen Behörden schickten deshalb Polizisten in das Haus des Deutschen, der im nordwestbelgischen Damme wohnt.

In der Villa fanden die Beamten nicht nur den Verdächtigen und einen schicken Ferrari - sie entdeckten auch zwei Geheimtüren. Die Polizisten öffneten sie und waren geschockt: Dahinter warteten zwölf Reptilien in schlechtem Zustand. Warum versteckte der Bewohner die Krokodile dort?

Angeblich habe er sie von einem deutschen Tierarzt bekommen und halte sie in seinem Haus, bis eine bessere Unterkunft gefunden sei, behauptete er. Die belgischen Behörden vermuten allerdings, dass der Mann in illegalen Tierhandel verstrickt ist.
Bad Guys

Spanien: Mit dem Hakenkreuz auf die Straße

Nazi-Symbole und Holocaustleugnung sind erlaubt, Diskriminierungsdelikte werden nicht erfasst - übertreibt es Spanien mit der Meinungsfreiheit?

In Spanien gibt es nicht nur Neonazi-Gewalt auf den Straßen, sondern auch intellektuelle Kreise, die das dazugehörige Gedankengut verbreiten. Wie weit die Meinungsfreiheit geht, wird vor höchsten Gerichten ausgefochten.

Die zentral in Barcelona gelegene Bücherei Europa bietet nicht viele thematische Regale, die sich auch in anderen Buchläden finden. Das für Philosophie vielleicht, wo neben Erasmus, Hermann Hesse und José Ortega y Gasset ein Yoga-Buch steht. Oder das Kinderregal mit den Tim-und-Struppi-Heften. Vermutlich auch die Sektion Selbsthilfe mit esoterischen Ratgebern. Kategorien wie »Memoiren und Biografien« und »Spanische Geschichte und Bürgerkrieg« gibt es wohl in den meisten spanischen Buchläden - doch dürften die darunter platzierten Werke dort stark abweichen.

 »Schauen Sie da mal vorbei«, hatte Miguel Ángel Aguilar gesagt. »Sie passen da rein, blond und blauäugig.« Tatsächlich - andere Läden zeigen sicherlich auch weniger blonde Menschen auf Buch- und CD-Titeln. Das Aufhebens, das in der Bücherei Europa um gewisse Bleichgesichter gemacht wird, ist außergewöhnlich: »Deutscher Akt. Nackte Körperfreude 1920-1945«; »Die großen germanischen Führer«; »Altgermanische Kulturhöhe. Eine Einführung in die deutsche Vor- und Frühgeschichte« - so lauten die deutschen Titel einiger (Bild-)Bände.
Heart - Black

Kind mit Schütteltrauma im Spital: Vater angezeigt

Mann dürfte Baby misshandelt haben - Beiden Elternteilen wurde das Sorgerecht entzogen

Ein sechs Monate altes Baby ist in Wien offenbar von seinem Vater misshandelt worden. Der 33-jährige Mann war am 17. Dezember mit seinem Sohn ins SMZ-Ost gekommen und hatte angegeben, dass ihm der Bub vom Wickeltisch gefallen sei. Nachdem das Kind Krampfanfälle bekommen hatte, wurde es genauer untersucht. Die Ärzte stellten dabei laut Polizei eindeutige Hinweise auf ein Schütteltrauma fest.

Ursprünglich wurde von den Ärzten vorerst nur eine Wunde an der Lippe bemerkt, weshalb das Baby zur Beobachtung stationär aufgenommen wurde. Eine Computertomographie ergab schließlich, dass das Kind eine Gehirnschwellung und eine Gehirnblutung erlitten hatte. Diese Symptome sind eindeutige Zeichen für ein Schütteltrauma. Der Bub wurde daraufhin in die Intensivstation verlegt, er war am Donnerstag laut einer Aussendung der Polizei stabil.

Der Vater gab bei seiner Einvernahme an, dass er das Kind heftig geschüttelt hat. Die Aussage der Mutter wurde noch ausgewertet. Beiden Elternteilen wurde das Sorgerecht entzogen und sie wurden auf freiem Fuß angezeigt.
V

Occupy-Frankfurt: Protest im ersten Schnee

Auch an Weihnachten wollen die Bewohner des Frankfurter Occupy-Camps für eine "bessere Welt" demonstrieren

Frankfurt/Main - Morgens halb neun in Frankfurt. Das Occupy-Camp vor der Europäischen Zentralbank scheint wie ausgestorben. Der erste Schnee ist in der Nacht gefallen. Die Zelte drohen unter dem Gewicht der weißen Pracht einzustürzen. Doch das kümmert die hartgesottenen Bewohner kaum. Sie liegen noch in ihren Schlafsäcken und träumen von einer besseren Welt.

Erst nach und nach erwachen sie, klettern aus ihren Zelten und trauen ihren Augen kaum. "Ich habe den Schnee heute Nacht gar nicht bemerkt", sagt Per. Seinen Nachnamen nennt er nicht. Im Camp duzt man sich. "Mir hat jemand einen Schneeball ins Zelt geworfen, um mich zu wecken. Erst da habe ich es gemerkt. Die Kälte fällt mir gar nicht mehr auf. Der Körper stellt sich darauf ein. Selbst nachts, wenn es noch ein paar Grad kälter ist, friert man nicht." Mit Besen fegen die übriggebliebenen Protestler den Schnee von den Zelten. Auch die Gehwege werden frei gemacht, damit kein Passant stürzt.

Per lebt jetzt schon seit 60 Tagen in seinem Zelt unterhalb des Euro-Zeichens. Bereits an der ersten Demonstration am 15. Oktober hatte er teilgenommen. "Ich dachte, die Polizisten würden das Euro-Zeichen bewachen und uns nicht auf die Wiese lassen", sagt er. "Doch als das nicht der Fall war, haben wir schnell unser Infozelt aufgebaut. Und nach einer Woche haben wir gemerkt, dass wir auch dauerhaft bleiben können."
V

Wegen Streik in Belgien fallen die Züge aus

Ein Streik gegen das Sparprogramm der neuen Regierung hat den Zugverkehr in und durch Belgien weitgehend lahmgelegt. Auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes haben die Gewerkschaften zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Am Brüsseler Flughafen lief der Betrieb ungestört. Die Proteste richten sich unter anderem gegen die geplante Erhöhung des Eintrittsalters für den Vorruhestand von 60 auf 62 Jahre.

Der eintägige Arbeitskampf hatte am Mittwochabend begonnen. Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys zwischen Köln und Brüssel fällt bis Mitternacht aus, wie der Betreiber mitteilte. Auch die Eurostar-Züge von Brüssel nach London durch den Kanaltunnel fahren nicht. Für die Eurostar-Strecke zwischen Brüssel und dem nordfranzösischen Lille werden in beschränktem Umfang Busse eingesetzt. Der Betreiber rät Fahrtgästen aber, die Reise besser zu verschieben. Ticketkosten würden noch 60 Tage lang erstattet.
Dollar

Bank of America muss Millionen wegen Rassismus-Vorwürfen zahlen

Bei einer Tochterfirma spielte die Hautfarbe für die Kreditkonditionen eine Rolle. Nun muss das Institut die Betroffenen entschädigen.
bank of america
© Reuters
Die Bank of America bleibt in Negativschlagzeilen: Nach fehlerhaften Hauspfändungen und Hypotheken-Betrügereien kommen rassistische Geschäftspraktiken hinzu

Washington. Die zweitgrößte Bank in den USA, die Bank of America, muss wegen Rassismus-Vorwürfen 335 Millionen Dollar (257 Millionen Euro) zahlen. Der Tochterfirma Countrywide wird vorgehalten, schwarze und lateinamerikanische Kunden benachteiligt zu haben. Sie soll mehr als 200.000 Kreditnehmern über Jahre überhöhte Zinsen abverlangt haben - nur wegen ihrer Herkunft und Hautfarbe. Davon ist das US-Justizministerium nach jahrelangen Ermittlungen überzeugt.

Die Millionenzahlung ist Teil eines Vergleichs, den die Bank mit dem Ministerium geschlossen hat, und den Justizminister Eric Holder in Washington verkündete. „Finanzfirmen sollten ihre Entscheidungen aufgrund der Kreditwürdigkeit ihrer Kunden treffen, nicht aufgrund von deren Hautfarbe“, sagte Holder. Nach seinen Angaben ist es die höchste Summe, die eine Bank jemals in einem derartigen Fall abdrücken musste.
Bomb

1000 Schüler gehen wegen Bombe in Bochum-Werne früher in die Weihnachtsferien

Bochum. Früher Weihnachtsferien: Etwa 1000 Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bochum-Werne könen einen Tag eher in die Weihnachtsferien gehen. In Schulnähe befinden sich, das legen zumindest die Luftbildauswertungen im Bereich der Wittekind-/Von-Waldthausen-Straße nahe, vermutlich drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Der Clou: Möglicherweise muss eine der ab heute beginnenden Probebohrungen genau vom Lehrerzimmer aus in die Tiefe gehen, weil zumindest einer der Blindgänger direkt unter dem Schulgebäude liegen könnte. Das Kollegium hat bereits Platz gemacht und dem Bohrtrupp das Feld überlassen. Wie die Bezirksregierung bestätigt, sollen am Mittwoch die Sondierungen beginnen.

Der stellvertretende Schulleiter Ortwin Becker bestätigt, dass für alle Kinder der Sekundarstufe 1 (etwa 1000) aus Sicherheitsgründen die Ferien vorgezogen wurden. Obwohl, so die Stadt, keine akute Gefahr bestehe, seien die Gebäude der Gesamtschule während der Vorarbeiten komplett zu räumen.
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