Das Kind der Gesellschaft
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Footprints

Demonstration gegen Israel in Wien

Am Samstag findet in der Wiener Innenstadt eine Kundgebung zum sogenannten “Al-Quds-Tag” statt, an der auch Anhänger des iranischen Regimes teilnehmen werden. Seit 1979 wurde dieser Tag, an dem die Befreiung Jerusalems (arabisch: Al-Quds) von der “zionistischen Besatzung” beschworen wird, auf der ganzen Welt ausgerufen um für dieses Ziel zu demonstrieren. Dabei wird auch die Vernichtung Israels propagiert.
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Vetreter der Imam-Ali-Moschee bestätigten, dass ihre Mitglieder ebenfalls an dieser Kundgebung teilnehmen werden. Gemeinsam mit anderen muslimischen Organisationen in Wien ist die iranische Moschee Veranstalter dieser Demonstration und auch das Fastenbrechen (Eftar) an diesem Freitag wird im Zeichen des Al-Quds-Tages stehen.

Che Guevara

Demonstrationen gegen Israel in Iran

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Proteste in Teheran: Der Al-Kuds-Tag ist in Iran ein Feiertag, gedacht als Solidaritätsbekundung mit den Palästinensern
Aus Solidarität mit den Palästinensern begeht Iran jedes Jahr den so genannten Al-Kuds-Tag, im ganzen Land finden dann Protestkundgebungen gegen Israel statt. In diesem Jahr ist die Stimmung besonders aufgeladen.

Hunderttausende Menschen haben in mehreren iranischen Städten gegen Israel protestiert. Im staatlichen Fernsehen, das live und ausführlich über die Kundgebungen berichtete, war gar von Millionen Teilnehmern die Rede.

In Teheran hatte auch Präsident Machmud Ahmadinejad einen Auftritt. Er bezeichnete Israel als «ein Krebsgeschwür» und sprach dem jüdischen Staat abermals das Existenzrecht ab. «Sperrt die Ohren auf: Auf der neuen Landkarte des Nahen Ostens wird es weder ein zionistisches Regime noch eine Vorherrschaft der USA geben», sagte der Präsident in seiner Rede an der Universität von Teheran.

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Gewalt gegen Frauen: Circa 17.000 Frauen suchen jährlich Frauenhäuser auf

© Kayla Bailey/Flickr
Gutachten zur Situation der Frauenhäuser. Ministerin verlangt stärkeres finanzielles Engagement der Länder

Rund 15.000 bis 17.000 Frauen finden jährlich Schutz in Frauenhäusern und Zufluchtswohnungen. Rechnet man ihre Kinder hinzu, so sind es etwa 30.000 bis 34.000 Personen pro Jahr, die der meist durch den Lebenspartner ausgeübten Gewalt auf diese Weise entfliehen. Die größte Chance auf Zuflucht haben Frauen statistisch gesehen in Bremen. Hier gibt es pro 10.000 Einwohnerinnen 3,63 Frauenhausplätze. Das geringste Angebot hat Bayern mit umgerechnet nur 0,53 Plätzen.

Diese Zahlen gehen aus einem Bericht zur Situation der Frauenhäuser und anderer Unterstützungsangebote für von Gewalt betroffene Frauen hervor, den Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) am Mittwoch im Kabinett einbringt und der dieser Zeitung vorliegt. Einen Anhaltspunkt für eine strukturelle Unterversorgung sieht die Frauenministerin nicht. "In Deutschland gibt es ein ausdifferenziertes Netz an Unterstützungseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder", sagte Schröder der Welt. Sie räumte aber ein, dass "nicht alle Betroffenen" die Unterstützung finden, die sie brauchen. Bund, Länder und Kommunen müssten gemeinsam mit Fachorganisationen Versorgungslücken schließen.

Kommentar: Lesen Sie in diesem Zusammenhang folgende Artikel. Denn oft stecken hinter dieser Gewalt, die auch psychisch sein kann, Psychopathen:

Der Teufel in Menschengestalt
Der Psychopath Teil 1: Die Maske der Vernunft


Padlock

Vergewaltigung einer Soldatin in Bückeburg


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© dpa / Maurizio Gambarini / Archiv
In Bückeburg wurde eine Soldatin vergewaltigt. Anschließend wurde sie gefesselt und mit einem Handy in einen Kasernen-Spind gesperrt.
In einer Kaserne im niedersächsischen Bückeburg ist eine junge Soldatin vergewaltigt worden. Anschließend sperrte sie der Täter gefesselt in einen Spind - mit einem Handy. Die Jagd nach dem Unbekannten läuft auf Hochtouren.


In der Jägerkaserne im niedersächsischen Bückeburg ist am Sonntagabend eine junge Soldatin vergewaltigt und misshandelt worden. Nach Medienberichten soll der Täter sie nach der Tat gefesselt in einen Spind gesperrt haben. Angeblich habe er ihr ein Handy mit hineingelegt, damit sie Hilfe holen könne.

Ob sie das trotz der Fesseln habe schaffen können, sei noch unklar, berichtet die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Die Staatsanwaltschaft halte sich aus ermittlungstaktischen Gründen mit weiteren Auskünften noch sehr zurück. Pressesprecher Klaus-Jochen Schmidt hoffe, morgen „hoffentlich schon weitergehende Angaben“ machen zu können.

Bomb

Passagierin macht Bombenwitz - Weigerung der Mitnahme

Schönefeld - Während verdächtige Figuren die Baustelle des BER bewachen dürfen, lassen sich die Sicherheitsleute auf dem Flughafen Schönefeld nicht veräppeln: Eine Hallenserin (21) fragte bei der Kontrolle den Mitarbeiter zweimal, ob er ihre Bombe gefunden habe.

Der Mann (32) nahm den schlechten Witz ernst und alarmierte die Polizei. Die fand zwar keine Bombe, schrieb aber eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens und Androhung einer Straftat. Außerdem weigerte sich die Airline, die Frau nach Kopenhagen zu fliegen.

Info

Gesichtserkennung: Verfahren gegen Facebook wieder aufgenommen

Der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, hat ein im Juni ausgesetztes Verfahren gegen Facebook wegen des Sammelns biometrischer Daten aus Gesichtserkennung wieder aufgenommen. Auf Nachfrage des Datenschützers erklärte Facebook zwar, dass man vorerst auf die Erstellung weiterer Gesichtsmodelle verzichte, lehnte aber weitere Verpflichtungen ab. Aus Sicht des Datenschutzbeauftragten ist die bereits bestehende Datenbank mit biometrischen Mustern, die ohne Einwilligung der Betroffenen angelegt wurden, rechtswidrig.

Che Guevara

Stromausfälle in Pakistan lösen gewalttätige Proteste der Bevölkerung aus

Indien hat vielleicht den größten Stromausfall der Welt zu bieten, das Nachbarland Pakistan hat dagegen seit Jahren mit einer Energiekrise zu kämpfen, die auf Ignoranz und Missmanagement zurückzuführen ist. Die Krise löst nun soziale Unruhen aus. Die Büros von Parlamentariern wurden in Brand gesetzt.
© flickr/wetlandsofpakistan
Auf der Suche nach alternativen Energiequellen, werden diese Straßenlaternen mit Solarplatten bestückt.
Ein beispielloser Stromausfall in der vergangenen Woche legte Indien für zwei Tage lahm. Als gleich drei Versorgungsnetze zusammenbrachen, hatten mehr als 600 Millionen Menschen darunter zu leiden (hier). In Pakistan gehören Stromausfälle dagegen zum Alltag, verursacht durch versäumte Investitionen in die Infrastruktur. Kurzfristige Ausgaben wurden Langzeitinvestitionen vorgezogen. Alles in einem fehlt es an Führung. Vetternwirtschaft und Korruption gibt es dafür im Überfluss.

Shoe

Griechen steigen auf Fahrräder um, weil Autos zu teuer geworden sind

Weil die Kosten für Treibstoff und den Betrieb von Autos stetig steigen, ist in Griechenland der Verkauf von Fahrrädern um ein Viertel gestiegen. Das Fahrrad ist nun nicht mehr als Fortbewegungsmittel der Armen verschrien.
© Flickr/jwr94
Fahrradfahrer erobern in Athen die Straßen. Die wenigen Geschäfte, die noch eröffnet werden, sind Fahrradläden.
Im Juli trieben neue Steuern die Spritpreise in Griechenland auf europäisches Spitzenniveau: Bis zu 1,72 Euro musste man pro Liter Treibstoff bezahlen. Weil sich die Griechen das Autofahren kaum noch leisten können, steigen immer mehr auf Fahrräder um. In den vergangenen beiden Jahren ist der griechischen Statistikbehörde zufolge die Zahl der Autos im Straßenverkehr je um 40 Prozent zurückgegangen.

V

Spaniens Robin Hood plündert Supermärkte und verteilt Lebensmittel an Bedürftige

Mitglieder einer spanischen Gewerkschaft haben in Andalusien zwei Supermärkte ausgeräumt, um auf die sozialen Missstände hinzuweisen. Die geklauten Produkte verteilten sie an Arme. Auch ein Bürgermeister beteiligte sich. Der spanische Innenminister ordnete die Festnahme der Beteiligten an.

Die schwere Rezession und die hohe Arbeitslosigkeit belasten die Geldbeutel der Spanier immer stärker. Und das neue Sparpaket der spanischen Regierung wird die Situation noch weiter verschlimmern. Um auf die große Not der Bevölkerung, bedingt durch die Krise, aufmerksam zu machen, hat eine Gewerkschaft nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen gegriffen.

Cow Skull

Lebensmittelkrise erreicht Europa - Futtermittel für Tiere werden weltweit massiv teurer

Weil die Futtermittel für die Viehzucht weltweit massiv teurer werden, bekommt auch die europäische Lebensmittelindustrie Probleme. Die Mehrkosten könnten schon bald an die Konsumenten weitergereicht werden. Die UN erwarten weiter steigende Futtermittelpreise.
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Keine Idylle: Die europäische Viehzucht ist längst auch von Futtermitteln aus Übersee abhängig.
Die hohen Lebensmittelpreise werden nun auch zum Problem für die europäische Nahrungsmittelindustrie. Die hohen Preise auf dem Weltmarkt für Mais und Soja wirken sich auf die Viehzucht in Europa aus.

„Wir sehen bereits, dass die Preise in der Futtermittelbranche steigen und in der Tat gibt es beireits eine Menge Probleme mit der Viehhaltung. Einige Viehzüchter sprechen bereits über die Einrichtung einer Art Unterstützung für den Milchsektor“, sagt Concepcion Calpe, Ökonom der Welternährungsorganisation der Verenten Nationen (FAO).