Das Kind der Gesellschaft
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Blackbox

Kunstlose Kunst oder die Kunst des Unsichtbaren

Nicht nur die Olympischen Spiele locken in diesem Sommer Besucher nach London: Die Londoner Hayward Gallery präsentiert eine Ausstellung ganz besonderer Art. Sie könnte auch Menschen interessieren, die nicht so gerne moderne Kunst sehen.
© D+T Project, Brussels
Gianni Mottis Bilder mit geheimer Tinte.
"Invisible: Art about the Unseen 1957 - 2012" widmet sich dem Unsichtbaren, dem verborgenen und dem Unbekannten, oder kurz gesagt: Zu sehen gibt es vornehmlich - nichts, das aber auf höchstem Niveau. Werke von Künstlern wie Claes Oldenburg, Yoko Ono und Andy Warhol sind im Southbank Centre der Galerie, nun ja, manchmal wenigstens zu erahnen.

So wird unter anderem ein Werk des Popart-Künstlers Warhol gezeigt, für das er höchstpersönlich als seine eigene Statue posierte. Da der Meister den Sockel allerdings bereits 1985 nach gerade ein paar Minuten wieder verlassen hatte und inzwischen gestorben ist, muss der Betrachter sich Warhol halt dazudenken - ebenso wie die in London präsentierten Zeichnungen von Gianni Motti, die er mit unsichtbarer Tinte gefertigt hat.

V

Erneut Demonstration in Israel

In Israel haben mehrere tausend Bürger für soziale Gerechtigkeit demonstriert. Sie wollen an die Protestwelle vom Sommer 2011 anknüpfen.
© Reuters
Die größte Demonstration fand nach Angaben der Polizei in Tel Aviv statt. Dort marschierten nach Medienberichten etwa 5000 Menschen durch die Innenstadt und riefen Parolen wie: "Die Menschen fordern soziale Gerechtigkeit" und "Wir, die Mehrheit, gehen auf die Straße". Die Demonstration habe sich auch gegen einen wachsenden Rassismus in der israelischen Metropole gerichtet, in der zehntausende Einwanderer aus Afrika leben.

Heart - Black

Flugzeugabsturz in Nigeria

Die Szenen gleichen einem Inferno. Ein Flugzeug stürzt in Nigeria in ein Wohnviertel. Das Unglück wirft erneut Fragen nach der Flugsicherheit in Afrika auf. Über 120 Airlines des Kontinents dürfen nicht in der EU landen.
© dapd/DAPD
Addis Abeba/Abuja. Die Augenzeugenberichte aus Lagos klingen wie im Alptraum. „Wir hörten Hilferufe, aber niemand konnte etwas für die Leute tun“, sagte ein Nigerianer, der nach dem Absturz des Fluges 0992 der Dana-Airline zum Unglücksort geeilt war. „Wir wussten nicht, wie wir helfen sollten, der aufsteigende Qualm war einfach zu viel für uns.“ Die meisten der 153 Menschen an Bord verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Überlebt hat vermutlich niemand. Und wieviele Opfer unter den Trümmern der Häuser liegen, auf die das Flugzeug gestürzt war, war auch am Tag nach dem Crash noch nicht abzusehen.

Ambulance

Feuerwerkskörper explodieren in einem Haus

Bild
© Matthias Benirschke
Bielefeld. Hochgeschleuderte Steine lagen in mehr als 50 Metern Entfernung auf der Straße.
Mehrere Explosionen in einem Bielefelder Wohnhaus haben neun Menschen verletzt. Ein Bewohner schwebe in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin. Drei weitere Menschen im Haus sowie fünf außerhalb des Gebäudes wurden leicht verletzt.

Offenbar waren Feuerwerkskörper in dem Haus gelagert. Anwohner hätten mehr als eine Viertelstunde lang Dauerexplosionen gehört. Dazu seien Raketen unkontrolliert durch die Gegend geflogen und bunte Feuerbälle explodiert.

Ein Teil des Gebäudes stürzte ein. In anliegenden Häusern gingen den Angaben zufolge Fensterscheiben zu Bruch. Hochgeschleuderte, faustgroße Steine übersäten im Umkreis von 100 Metern die Straße. Das Haus habe in Flammen gestanden, sagte die Sprecherin. Ein Rauchpilz stieg 100 Meter hoch in den Himmel. Auf einem benachbarten Grundstück begrub ein einstürzender Carport mehrere Autos. Daneben standen Bäume in Flammen. Zwei Nachbarhäuser wurden evakuiert. Insgesamt waren 150 Rettungskräfte im Einsatz.

Chalkboard

Psychische Krankheiten auf dem Vormarsch: Immer mehr Krankheitsfälle in Norddeutschland

© Verena N. / pixelio.de
Laut einer Auswertung der Krankenstatistiken von Versicherten der Deutschen Angestellten Krankenkasse „DAK Gesundheit“ haben sich Arbeitnehmer so oft krankgemeldet, wie schon lang nicht mehr. Hauptursache seien vor allem die psychischen Erkrankungen, wie die Kasse mitteilte.

Arbeitnehmer in Niedersachsen und Bremen sind immer häufiger krank. Im letzten Jahr 2011 haben sich Arbeitnehmer so häufig krankgemeldet, wie seit gut 15 Jahren nicht mehr. Eine Mitverantwortung für den erhöhten Krankenstand haben anscheinend die psychischen Leiden, von denen immer mehr Menschen betroffen sind. Die Experten der Krankenkasse verglichen die Daten von rund 268.000 erwerbstätigen Versicherten aus Bremen und Niedersachsen. Die Ergebnisse wurden im Gesundheitsreport publiziert.

Durchschnittlich blieben Arbeitnehmer im Jahr 2011 etwa 13 Tage aufgrund einer Erkrankung dem Arbeitsplatz fern. Am häufigsten fehlten Erwerbstätige in Niedersachsen aufgrund von Rückenschmerzen, Erkrankungen der Atemwege, Bauchschmerzen und psychischen Leiden.

Pistol

Schüsse in kanadischem Einkaufszentrum fordern 1 Toten und 7 Verletzte

Toronto - Bei Schüssen in einem Einkaufszentrum im kanadischen Toronto ist nach Polizeiangaben ein Mensch getötet worden. Sieben Menschen seien verletzt worden, zwei davon schwer, teilte die Polizei am Samstag weiter mit.

Nach Angaben von Augenzeugen feuerte der Täter im Gastronomiebereich des Eaton Centre etwa 15 Schüsse ab. Hunderte Menschen rannten in Panik zu den Ausgängen. Medienberichten zufolge soll auch ein Jugendlicher unter den Opfern sein.

Der Aufenthaltsort des unbekannten Schützen sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Das Einkaufszentrum wurde evakuiert, der öffentliche Nahverkehr rund herum wurde eingestellt. Weitere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.

Das Eaton Centre ist das grösste Einkaufszentrum in der Innenstadt Torontos und ein bei Touristen beliebtes Ziel.

Footprints

Rücktritte bei der Piratenpartei

Zwei von drei Pressesprechern der Piraten sind binnen weniger Stunden enttäuscht zurückgetreten. Die Gründe: Spannungen mit der Parteispitze und ein Arbeitspensum an der Belastungsgrenze. Die engagierten Neu-Politiker leiden unter ihrem eigenen Erfolg - und den Amateur-Strukturen der Partei.
© dapd
Christopher Lang
Berlin/Hamburg - Binnen zwei Stunden verlor die Partei zwei Drittel ihres Pressestabs. Um 8.59 Uhr stellte Christopher Lang einen Eintrag ins Wiki der Piratenpartei: Er höre auf, kündigte der Bundespressesprecher an, er sei "müde, ausgepowert, erschöpft".

Um 10.52 Uhr schickte sein Stellvertreter Aleks Lessmann eine E-Mail - und kritisierte die aktuelle Pressearbeit der Piraten. "Unter der Umstrukturierung des Bundesvorstands" sei von der "bisherigen effektiven Arbeitsweise" nur wenig geblieben. Auch er tritt ab.

Question

Mann schnitt Lippen seiner Frau ab

Aus Eifersucht soll ein Mann in Schweden seiner Frau die Lippen abgeschnitten und diese dann verschlungen haben. “Er hat ihre Lippen abgeschnitten und diese dann gegessen”, berichtete die Tageszeitung “Aftonbladet” am Donnerstag unter Berufung auf einen nicht näher genannten Informanten.

“Er scheint nichts zu bereuen. Er denkt wirklich, dass sie diejenige ist, die ihm etwas angetan hat.”

Dozent wird zum Kanibalen

Bei dem Täter handelt es sich dem Bericht zufolge um einen Dozenten am prestigeträchtigen Karolinska-Institut. Er wurde festgenommen und soll wegen versuchten Mordes vor Gericht gestellt werden. Die Rechtsanwältin der Frau sagte Aftonbladet, ihre Mandantin habe sehr schwere Verletzungen erlitten. “Ihr geht es nicht gut, weder körperlich noch psychisch.” Die Ärzte hätten noch nicht sagen können, ob sie der Frau helfen können.

Heart - Black

Kannibalismus-Fälle in den USA und Partydroge "Badesalz" - Besteht ein Zusammenhang?

In den USA suchen die Behörden nach Parallelen zwischen den beiden Kannibalen-Fällen in Miami und Baltimore. Die Spur führt zu einer Droge, von der es wahre Horrorgeschichten gibt.

© DAPD
Der Kannibale von Baltimore: Antony K.
Erst in Miami, jetzt in Baltimore. Innerhalb weniger Tage erschüttern zwei erschreckende Kannibalismus-Fälle die USA. Rudy E. attackierte in Miami auf einer Highway-Brücke einen 65-jährigen Obdachlosen. Der nackte Angreifer riss dem Mann mit den Zähnen das Fleisch vom Gesicht, aß Nase und Augen und benahm sich laut Zeugen wie ein "Zombie" und "tollwütiger Hund". Die 18-minütige Attacke hörte erst auf, als ein Polizist den 31-Jährigen mit einem halben Dutzend Schüssen erschoss.

Kurz darauf gestand der 21-jährige Antony K. aus Baltimore vor Gericht, Teile von Hirn und Herz eines 37-jährigen Mitbewohners aus Ghana gegessen zu haben. Der Fall wurde nur bekannt, weil Vater und Bruder des Studenten Überreste des Opfers im Waschkeller entdeckt hatten und die Polizei riefen.

Die US-Zeitung Baltimore Sun berichtet, K. habe noch versucht, die Tat zu vertuschen, indem er die Metallbüchsen, in denen die Hände und der Kopf des Mannes steckten, verschwinden lassen wollte. Getötet hat er sein Opfer vermutlich mit einem Baseballschläger, bevor er ihn mit einem Messer zerschnitt.

Question

Kannibale isst Herz und Gehirn

© dapd
Innerhalb kürzester Zeit treten mehrere seltsame Fälle mit Kannibalismus auf.
Erst zerfleischt ein Mann in Miami das Gesicht eines Obdachlosen. Dann frisst ein Student in Baltimore Herz und Gehirn seines Mitbewohners. Die Polizei vermutet dass eine neuartige synthetische Droge Menschen in den Vereinigten Staaten zu Kannibalen macht.

Ein 21-jähriger US-Student hat sich des Kannibalismus bezichtigt. Er habe seinen Mitbewohner getötet und Teile des Gehirns sowie das Herz gegessen, gestand Alexander Kinyua von der Morgan State University in Baltimore der Polizei. Kinyua war festgenommen worden, nachdem sein Bruder den Kopf und die Hände des Toten gefunden hatte. Bei dem Ermordeten handelt es sich laut der Zeitung Baltimore Sun um einen 37-Jährigen, der seit Freitag vermisst worden war.

Erst am Samstag gab es in Miami einen Kannibalismusfall. Ein Mann wurde von der Polizei erschossen, als er nackt in einer Straße das Gesicht eines Obdachlosen zerfleischte. Die Polizei vermutet, dass eine neuartige synthetische Droge bei solchen Gewalttaten im Spiel ist. Laut dem Fernsehsender CBS berichteten Ärzte in Notaufnahmen wiederholt von vergleichbaren Fälle, die im Zusammenhang mit der Droge "Bath Salts" (Badesalz) standen. Das Rauschmittel, dass vor allem unter Konsumenten und Dealern als "Das neue LSD" bezeichnet wird, führt angeblich dazu, dass die Körpertemperatur der Konsumenten extrem ansteigt, dass sie in ein aggressives Delirium verfallen und um sich beißen.