Das Kind der Gesellschaft
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Pistol

Polizei im Saarland: Kommissar soll 26-Jährigen gefoltert haben

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Polizisten. Der Kommissar soll im Dienst einem Gefesselten Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und den Mann getreten haben. Auch von einer Scheinerschießung ist die Rede.

Im Saarland ist ein Polizeikommissar vom Dienst suspendiert worden. Der 29-Jährige soll einen in Gewahrsam befindlichen Mann gefoltert haben. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung. Demnach soll der Polizist den gefesselten 26-Jährigen aus dem Streifenwagen gezerrt und zu Boden gestoßen haben.

"Wir sind allesamt schockiert", sagt Georg Himbert, Sprecher des Landespolizeipräsidiums Saarland. "So ein Verhalten werden und wollen wir nicht hinnehmen. Wir sind eine saubere Polizei, die in 99,9 Prozent der Fälle so arbeitet, wie man es von uns erwarten darf."
Che Guevara

Landesweit protestieren Griechen in Massen gegen Angela Merkels Athen-Besuch - Staat schickt 7000 Polizisten und Wasserwerfer als Antwort

Während Merkels Besuch in Athen kommt es zu landesweiten Streiks und Massenprotesten. 7000 Polizisten schützen die Bundeskanzlerin mit Hilfe von Wasserwerfern vor wütenden Demonstranten. Man sieht Plakate mit Aufschriften wie “Get out of our country, Bitch” oder “Frau Merkel get out”.
Aufstände Griechenland
© REUTERS/Grigoris Siamidis
Griechen demonstrieren gegen Angela Merkels Besuch in Athen. Nicht überraschend wird ein hochkarätiges Arsenal an Staatsmacht aufgefahren, um gegen die Demonstranten vorzugehen.
Griechische Gewerkschaften haben im Vorfeld des aktuellen Besuchs von Kanzlerin Merkel zu einem landesweiten Streik gegen die Sparpolitik des Landes aufgerufen. Schulen und Apotheken bleiben geschlossen, Schiffe liegen in den Häfen und in Krankenhäusern werden nur noch Notfälle behandelt.

Die Proteste richten sich auch gegen die geplanten Entlassungen von weiteren 11.000 Staatsbediensteten bis Ende des Jahres. Allerdings waren die Streiks schon vor der Bekanntgabe des Merkel-Besuchs angekündigt worden. Aktuell wird Merkel von 7000 griechischen Polizisten, ausgestattet mit Wasserkanonen und einem Helikopter, vor wütenden Demonstranten beschützt (eindrucksvolle Fotos hier). Es sind Plakate mit Aufschriften wie ”Get out of our country, Bitch”, “Frau Merkel get out” oder “Angela weine nicht, da ist nichts im Schrank was zu holen wäre”.
Wolf

Expertin bestätigt Wolf-Sichtung bei München

© Bernard Landgraf
Aus Spekulation ist Gewissheit geworden: Bei dem nahe München gesichteten Tier handelt es sich tatsächlich um einen Wolf, hat nun eine Expertin bestätigt. Es ist erst die vierte Sichtung in Bayern.

Das am vergangenen Wochenende nahe Dorfen im Landkreis Erding gesichtete Tier ist nach Ansicht einer Expertin ein Wolf. "Ja, es ist sicher ein Wolf", sagte die Wildbiologin Gesa Kluth (44) vom Lupus-Institut im sächsischen Spreewitz der Bild-Zeitung in München.

Das Tier weise wolftypische Merkmale hinsichtlich des Kopfes und des Körperbaus auf, die es von einem Hund deutlich unterscheiden. Der Wolf sei etwa zwei Jahre alt und offenbar auf Wanderschaft, so die Expertin weiter.
Yoda

Schweiz will Gesetze gegen Pädophile verschärfen - dank einer Schweizer Bürger-Initiative

„Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen“, das fordert eine Initiative in der Schweiz; im Mai stimmen die Bürger darüber ab. Doch schon jetzt verschärft die Regierung das Strafrecht.
Schweizer Berge, Schweiz
© dpa
Ein wichtiger Schritt zum Schutz unserer Kinder: Schweiz will Gesetze gegen Pädophile verschärfen.
Zürich. Verurteilten Sexualstraftätern kann ein Gericht künftig lebenslang eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen untersagen. Das sieht eine Änderung des Schweizer Strafgesetzbuches vor, das die Regierung am Mittwoch in Kraft setzte.

Mit dieser Gesetzesänderung wollen der Bundesrat und das Parlament die Gesellschaft besser vor Wiederholungstätern schützen, teilte die Regierung mit. Sie hofft, mit der Gesetzesverschärfung die Bevölkerung davon zu überzeugen, die Volksinitiative „Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen“ abzulehnen; denn diese verstößt aus Sicht der Regierung gegen das Verhältnismäßigkeitsprinzip.
V

Hunderte von Bürgern Veronas demonstrierten friedlich für Unabhängigkeit - Polizei inhaftierte trotzdem

Bürger Veronas haben auf den Straßen der norditalienischen Stadt demonstriert. Sie forderten Unabhängigkeit und die Freilassung von 24 Aktivisten. Diese hatten angeblich geplant, mit einem selbst gebauten Panzer den Markusplatz in Venedig in Beschlag zu nehmen.
Proteste Italien, Demonstration Italien
© RT ruptly
Mit Trillerpfeifen und Druckluftfanfaren unterstützten die Demonstranten ihre Forderungen, außerdem schwenkten sie Fahnen der Region Venetien und zündeten Rauchbomben in rot und gelb, den typischen Farben Venetiens. Die Protestaktion fand in Veronas Altstadt auf der Piazza dei Signori statt und sollte auch dazu dienen, Venetien aus den Klauen der Mafia zu befreien.

»Gefängnisse sind für Kriminelle und die Mafia da, nicht für Väter und Mütter«, sagte Matteo Salvini, Bundessekretär der Lega Nord, in einer Ansprache auf der Veranstaltung. Er bekräftigte die friedlichen Absichten der Demonstranten: »Wir sind hier, um die Gedankenfreiheit und die Redefreiheit zu verteidigen. Der gewaltfreie Weg ist der Weg der Lega.« 

Im Vorfeld hatte Salvini von einem »Marsch der Freiheit, einer Menschenkette des Lächelns« gesprochen. Als Italiens Regierung am vergangenen Mittwoch die Aktivisten verhaftete, habe sie »Ideen ins Gefängnis gesteckt«, so Salvini.
Family

Ungarn: «Die meisten Leute sehen keine Zukunft mehr»

Noémi Kiss
© Szilvi Marton
Noémi Kiss wurde 1974 in Gödöllõ, nordöstlich von Budapest, geboren. An der Universität von Miskolc studierte sie Hungarologie, Komparatistik und Soziologie und forschte zwei Jahre an der Universität von Konstanz im Bereich Literaturwissenschaften. Sie doktorierte über die Rezeption Paul Celans in Ungarn. Kiss veröffentlichte zahlreiche Gedichte, Essays, Erzählungen, Kritiken und Aufsätze in deutscher und ungarischer Sprache. Sie ist Mitarbeiterin und Redakteurin der Zeitschrift « Új Holnap » und Mitglied des Vereins junger ungarischer Schriftsteller. Kiss lebt in Budapest und ist Mutter von Zwillingen. Vom Dezember 2013 bis Mai 2014 ist sie Writer in Residence am Zürcher Literaturhaus.
Noémi Kiss, zurzeit Writer-in-Residence am Literaturhaus Zürich, über die politische Lage in Ungarn nach den Wahlen.

Frau Kiss, seit 2010 regiert Viktor Orbán mit seiner Fidesz-Partei Ungarn mit einer Zweidrittelmehrheit. Am Sonntag wurde er wiedergewählt.
Natürlich ist es total frustrierend, dass Populismus nun wieder belohnt wurde. Aber was mich freut, ist, dass Fidesz trotz der Umgestaltung des Wahlgesetzes, trotz des Umbaus der Wahlbezirke zu eigenen Gunsten und trotz der Steuergeschenke an die Reichen die Opposition nicht völlig unterdrücken konnte. Die Linken haben etwas mehr Stimmen erhalten als die Rechtsradikalen von Jobbik, obwohl sie eine sehr schwache Wahlkampagne gemacht haben. Und die Grünen haben, wider Erwarten, die Fünfprozenthürde genommen! Das ist wirklich mehr als in Ordnung.

Sie haben auch die Grünen gewählt?
Allerdings. Und ich bin dafür sogar extra nach Bern gefahren, weil uns Auslandsungarn die Briefwahl verboten war. Ich vermute, dass das damit zu tun hat, dass die Ungarn, die im Westen arbeiten, mehrheitlich Fidesz-Kritiker sind. Nach Bern kamen jedenfalls zahlreiche junge Familien und gaben ihr Votum gegen die Regierung ab. Und ich persönlich halte die Grünen in Ungarn zurzeit für die einzige wählbare Partei. Eine echte demokratische Wende hat in unserem Land immer noch nicht stattgefunden, im Gegenteil: Es finden keine offenen Diskussionen statt; alles ist bloss Macht- oder Parteipolitik. Die Grünen sind die Einzigen, die noch keine korrupte Classe Politique herangezüchtet haben, sondern mit neuen, unverbrauchten Leuten, sogar mit Frauen, etwas bewegen wollen und unbequeme Kritik nicht scheuen. Sie packen die heissen Themen an: Bildungspolitik, Familienpolitik, Demokratisierung - und Europapolitik statt Europa-Bashing.
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111 Todesfälle wegen Ebola-Epidemie: Nun schlägt WHO Alarm

Arzt Untersuchung
© unbekannt
Guinea-Bissau: Prophylaxe gegen das Ebola-Virus.
Die Zahl der Todesfälle in Zentralafrika ist auf 111 gestiegen. Nach Guinea und Liberia gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation weitere Verdachtsfälle in Sierra Leone und Mali.

Wegen der Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea schlägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm. Der jüngste Ausbruch sei «eine der grössten Herausforderungen», seit das todbringende Virus vor 40 Jahren zum ersten Mal auftauchte, sagte WHO-Vizechef Keiji Fukuda am Dienstag in Genf.

Die Zahl der Todesfälle stieg laut WHO auf 111, zehn davon im benachbarten Liberia. Das Virus war bislang fast ausnahmslos in Zentralafrika aufgetreten. Seit Anfang des Jahres registrierten die Gesundheitsbehörden in Guinea mehr und mehr Ebola-Fälle.
Alarm Clock

"Kein Fliegenklatsch": Plakat in Pakistan soll auf Drohnenangriffe aufmerksam machen

Gemeinsam mit Ortsansässigen hat das Künstlerkollektiv einer Anti-Drohnen-Kampagne in den Feldern der Provinz Khyber Pakhtunkhwa das riesige Poster [en] einer Überlebenden eines Drohnenangriffs angebracht. Diese Region im Nordwesten Pakistans ist Heimat verschiedener Stämme und hier treiben sich seit 2004 US-amerikanische Drohnen vom Typ “Predator” in der Luft rum.
Ziel der Installation ist es, den zivilen Opfern der Drohnenangriffe durch die USA ein menschliches Gesicht zu geben. Laut der britischen Journalisten-Initiative Bureau of Investigative Journalism [en] haben seit 2004 mehr als 380 Drohnen [en] Pakistan angegriffen und dabei mindestens 3.500 Menschen getötet, unter ihnen 200 Kinder.


Kommentar: Das allein in Pakistan und betrifft "nur" Drohnenangriffe.


Die Drohnenkampagne der USA bezweckt, Stützpunkte der Taliban in Pakistan zu vernichten. Die frühere Regierung Pakistans hat die Drohnenangriffe der USA in der Öffentlichkeit zwar verurteilt, aber WikiLeaks enthüllte, dass sie vertraulicherweise die Anschläge bewilligte [en]. Im Mai 2013 entschied ein pakistanisches Gericht, die Drohnenangriffe der CIA auf Pakistan seien illegal [en].
Attention

Zahl der Ebola-Toten in Guinea auf 95 gestiegen

Ebola Arzt Schutzanzug
© AFP
Ärzte in Guinea desinfizieren ihre Handschuhe
Die Zahl der seit Jahresbeginn am Ebola-Virus gestorbenen Menschen in Guinea ist auf 95 gestiegen. Insgesamt seien 151 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Landes mit.

Vor dem Wochenende hatten die Behörden noch von 86 Todesfällen gesprochen. Bisher war das Virus in der Hauptstadt Conakry und im Süden des Landes aufgetaucht. Ob nun auch andere Gegenden betroffen sind, ist unklar.

Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden unter anderem an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig von der Erregerart. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen Ebola.

Das Virus war bislang fast ausnahmslos in Zentralafrika aufgetreten. Seit Anfang des Jahres registrierten die Gesundheitsbehörden in Guinea dann mehr und mehr mögliche oder bestätigte Ebola-Fälle. Verdachtsfälle traten auch in Sierra Leone, Liberia und Mali auf.
People 2

Genderwahnsinn, Sprachwissenschaft und österreichische Juristinnen: Weil nicht zusammengeht was nicht zusammenpasst

Leitfaden Geschlechtsgerechte Sprache
Seit Jahrzehnten nun, versuchen Genderisten, die Realität zu verändern. Denn: in der Realität gibt es nicht nur eine klare Vorstellung darüber, dass Geschlecht nicht nur sozial bestimmt ist, sondern auch irgend etwas mit Biologie zu tun hat, in der Realität gibt es auch eine klare Sprachkonvention, die den Genderist*_Innen, wie Sie gerne beschrieben werden wollen, nicht gefällt.

Und deshalb versuchen sie Sprache zu gendern. Also normal verständliche Sätze: “Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr, herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum.” In: “Da steh’ ich nun, ich arme_*r Tor_*In, und bin so klug als wie zuvor. Heiße Magister*_In, heiße Doktor*_In gar, und ziehe schon an die zehen Jahr, herauf, herab und quer und krumm meine Schüler*_Innen an der Nase herum”, umzuformen.

Diese Form der Verballhornung von Sprache, so schreibt der Verein österreichischer Juristinnen in einer Stellungnahme auf die uns ein Leser von ScienceFiles aufmerksam gemacht hat, diene der “Verständlichkeit und Präzision” und die dargestellte Schreibweise habe sich “im Alltagsgebrauch als eine wesentliche Variante der Sichtbarmachung der weiblichen und männlichen Form etabliert”.

Kommentar: Die "Genderisierung" der Gesellschaft und die damit einhergehende gewollte Aufweichung der eigenen Identität, gleich einer Entwurzelung des Individuums aus der Realität der Geschlechter, ist inzwischen ein breiter Trend:



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