Das Kind der Gesellschaft
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"Kein Fliegenklatsch": Plakat in Pakistan soll auf Drohnenangriffe aufmerksam machen

Gemeinsam mit Ortsansässigen hat das Künstlerkollektiv einer Anti-Drohnen-Kampagne in den Feldern der Provinz Khyber Pakhtunkhwa das riesige Poster [en] einer Überlebenden eines Drohnenangriffs angebracht. Diese Region im Nordwesten Pakistans ist Heimat verschiedener Stämme und hier treiben sich seit 2004 US-amerikanische Drohnen vom Typ “Predator” in der Luft rum.
Ziel der Installation ist es, den zivilen Opfern der Drohnenangriffe durch die USA ein menschliches Gesicht zu geben. Laut der britischen Journalisten-Initiative Bureau of Investigative Journalism [en] haben seit 2004 mehr als 380 Drohnen [en] Pakistan angegriffen und dabei mindestens 3.500 Menschen getötet, unter ihnen 200 Kinder.


Kommentar: Das allein in Pakistan und betrifft "nur" Drohnenangriffe.


Die Drohnenkampagne der USA bezweckt, Stützpunkte der Taliban in Pakistan zu vernichten. Die frühere Regierung Pakistans hat die Drohnenangriffe der USA in der Öffentlichkeit zwar verurteilt, aber WikiLeaks enthüllte, dass sie vertraulicherweise die Anschläge bewilligte [en]. Im Mai 2013 entschied ein pakistanisches Gericht, die Drohnenangriffe der CIA auf Pakistan seien illegal [en].
Attention

Zahl der Ebola-Toten in Guinea auf 95 gestiegen

Ebola Arzt Schutzanzug
© AFP
Ärzte in Guinea desinfizieren ihre Handschuhe
Die Zahl der seit Jahresbeginn am Ebola-Virus gestorbenen Menschen in Guinea ist auf 95 gestiegen. Insgesamt seien 151 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Landes mit.

Vor dem Wochenende hatten die Behörden noch von 86 Todesfällen gesprochen. Bisher war das Virus in der Hauptstadt Conakry und im Süden des Landes aufgetaucht. Ob nun auch andere Gegenden betroffen sind, ist unklar.

Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden unter anderem an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig von der Erregerart. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen Ebola.

Das Virus war bislang fast ausnahmslos in Zentralafrika aufgetreten. Seit Anfang des Jahres registrierten die Gesundheitsbehörden in Guinea dann mehr und mehr mögliche oder bestätigte Ebola-Fälle. Verdachtsfälle traten auch in Sierra Leone, Liberia und Mali auf.
People 2

Genderwahnsinn, Sprachwissenschaft und österreichische Juristinnen: Weil nicht zusammengeht was nicht zusammenpasst

Leitfaden Geschlechtsgerechte Sprache
Seit Jahrzehnten nun, versuchen Genderisten, die Realität zu verändern. Denn: in der Realität gibt es nicht nur eine klare Vorstellung darüber, dass Geschlecht nicht nur sozial bestimmt ist, sondern auch irgend etwas mit Biologie zu tun hat, in der Realität gibt es auch eine klare Sprachkonvention, die den Genderist*_Innen, wie Sie gerne beschrieben werden wollen, nicht gefällt.

Und deshalb versuchen sie Sprache zu gendern. Also normal verständliche Sätze: “Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr, herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum.” In: “Da steh’ ich nun, ich arme_*r Tor_*In, und bin so klug als wie zuvor. Heiße Magister*_In, heiße Doktor*_In gar, und ziehe schon an die zehen Jahr, herauf, herab und quer und krumm meine Schüler*_Innen an der Nase herum”, umzuformen.

Diese Form der Verballhornung von Sprache, so schreibt der Verein österreichischer Juristinnen in einer Stellungnahme auf die uns ein Leser von ScienceFiles aufmerksam gemacht hat, diene der “Verständlichkeit und Präzision” und die dargestellte Schreibweise habe sich “im Alltagsgebrauch als eine wesentliche Variante der Sichtbarmachung der weiblichen und männlichen Form etabliert”.

Kommentar: Die "Genderisierung" der Gesellschaft und die damit einhergehende gewollte Aufweichung der eigenen Identität, gleich einer Entwurzelung des Individuums aus der Realität der Geschlechter, ist inzwischen ein breiter Trend:



Heart - Black

Vater soll Tochter 1.370 Mal missbraucht haben

Sexueller Missbrauch
© kallejipp / photocase.com
Laut Bundeskriminalamt wurden 2012 14.865 Fälle von sexuellem Missbrauch zur Anzeige gebracht.

Ein besonders drastischer Fall von sexuellem Missbrauch ist am Donnerstag im Wiener Straflandesgericht verhandelt worden. Ein 15-jähriges Mädchen sagt, es werde seit dem elften Lebensjahr vom eigenen Vater zu geschlechtlichen Handlungen herangezogen.


Exakt 1.370 Mal sei es zu Übergriffen gekommen. „Sie hat nämlich nachgerechnet. Und es ist jeden Tag außer im Urlaub passiert. Ich bin überzeugt davon, dass ihre Rechnung stimmt“, sagte Staatsanwältin Sabine Rudas-Tschinkel. Opferanwältin Sonja Scheed, die vor Gericht die Interessen der Schülerin vertritt, bemerkte, es habe vonseiten des Täters keines Zwangs oder Gewalt bedurft: „Es ist für sie Normalität geworden. Es war für sie Alltag.“

DNA-Spuren belasten Vater

Der Angeklagte - ein 40 Jahre alter Arbeiter - versicherte demgegenüber: „Ich habe damit nichts zu tun.“ Er könne sich die Anschuldigungen nicht erklären: „Ich hab’ immer noch kein Verständnis für ihre Aussage. Bis zum letzten Tag war unser Verhältnis so was von familiär.“ Möglich, dass ihn die Tochter belaste, „weil sie mit der familiären Situation nicht zufrieden war und vielleicht davon ausgeht, dass sie benachteiligt wird“.

Kommentar: Einzelfälle die an das Licht der Öffentlichkeit gelangen, bilden nur die Spitze des Eisberges unter unseren Füßen ab.

Snakes in Suits

Britischer Politiker steht wegen sexueller Belästigung von Männern vor Gericht

Dieser Skandal überfordert das britische Königreich: Ein Politiker soll Männer sexuell belästigt haben. Sogar der Boulevardpresse fällt dazu nichts mehr ein.
Nigel Evans
© AP
Nigel Evans Anfang März bei der Ankunft vor Gericht
Lange haben die Schwulen darauf warten müssen, nicht mehr für ihr Liebesleben strafverfolgt zu werden. In Großbritannien stehen nun einige wieder vor Gericht - wegen sexueller Belästigung von Männern. Einer von ihnen ist Nigel Evans, ein bekannter britischer Politiker. Er gehe durch die „absolute Hölle“, sagte er am Dienstag im Gerichtssaal von Preston. Und auch die Öffentlichkeit, die in diesem Prominentenprozess mit den Untiefen gleichgeschlechtlicher Beziehungen vertraut gemacht wird, wirkt seltsam klamm.

Evans, der im vergangenen Herbst vom Amt des stellvertretenden Parlamentspräsidenten zurückgetreten war, wird die sexuelle Drangsalierung mehrerer junger Männer vorgeworfen, die in den vergangenen Jahren in seinem beruflichen Umfeld aufgetaucht waren. Auf der Anklageliste vermerkt sind: zwei Fälle von unsittlicher Annäherung, fünf Fälle von sexueller Tätlichkeit (und ein versuchter) sowie ein Fall von Vergewaltigung. Evans streitet die Vorwürfe ab und kann sich entweder nicht erinnern oder beruft sich auf „aufmunternde Signale“, die er empfangen haben will. Einem der Männer, die gegen ihn aussagen, hält er eine „orchestrierte“ Rufschädigung vor.
Heart - Black

Immer mehr Gewalt und Angriffe auf deutsches Bahn-Personal

Mitarbeiter der Deutschen Bahn werden immer häufiger Opfer von Gewalt. Fast 1200 Vorfälle listet der Sicherheitsbericht des Unternehmens auf. Die Bandbreite reicht von Schubsen bis hin zu echten Handgreiflichkeiten.
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© dpa
Immer mehr Bahn-Mitarbeiter werden angegriffen.
Berlin. Zugbegleiter und Sicherheitsleute der Deutschen Bahn werden immer häufiger Opfer von Körperverletzungen. Nie zuvor gab es so viele Angriffe wie im vergangenen Jahr, berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich auf den neuesten Sicherheitsbericht der Bahn. 1199 Mal wurden Bahnangestellte Opfer von Körperverletzungen. Im Jahr zuvor seien es noch rund 200 Fälle weniger gewesen.

Die Vorfälle reichten von Bespucken, über Schubsen bis hin zu echten Handgreiflichkeiten. Kürzlich habe ein Mann am Kölner Hauptbahnhof einen Schäferhund auf eine Mitarbeiterin der DB Sicherheit gehetzt, heißt es in dem Bericht.
Che Guevara

Proteste in der Ost-Ukraine: Protestanten fordern Unabhängigkeit von der Ukraine

Spaltet sich bald auch der Osten des Landes von der Ukraine ab? Pro-russische Demonstranten haben in der Stadt Donezk die Gebietsverwaltung besetzt - und wollen offenbar schon im Mai über eine Unabhängigkeit abstimmen.
© dpa
Demonstranten vor der Gebietsverwaltung im ost-ukrainischen Donezk.
Im Osten der Ukraine nehmen die Spannungen zu. In der Stadt Donezk haben pro-russische Demonstranten, die die Gebietsverwaltung besetzt halten, am Montag eine "souveräne Republik" ausgerufen, die von der Zentralregierung in Kiew unabhängig sein soll. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. Diese Entscheidung hätten die Aktivisten getroffen, die das Hauptverwaltungsgebäude der Stadt besetzt halten, sagte ein Sprecher zu vor dem Gebäude wartenden Journalisten. Seit dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch Ende Februar gibt es insbesondere im Osten des Landes immer wieder prorussische Proteste.

Die ARD-Journalistin Ina Ruck berichtet auf Twitter, dass die Besetzer am 11. Mai ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten wollen. Wie aussichtsreich dieses Vorhaben ist und wie einflussreich die Demonstranten in Donezk sind, ist derzeit noch unklar. Außerdem sollen die Demonstranten den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Unterstützung gebeten haben.

Kommentar: Auch wenn Herr Gysi nicht in allen Punkt recht hat und Fakten verzerrt, ist der Videomitschnitt aus dem Bundestag dennoch zu empfehlen.

Question

Mysteriöses Banker-Sterben setzt sich fort: Früherer Vorstandschef der Bank ABN Ambro tot aufgefunden zusammen mit seiner Frau und einer Tochter

Nachdem vor nur zwei Wochen der erst 28-jährige frühere JPMorgan-Banker Kenneth Bellando in New York in den Tod gesprungen war, berichtete das NachrichtenportalBloomberg nun, der 57-jährige frühere Vorstandschef der niederländischen Bank ABN Amro, Jan Peter Schmittmann, sei zusammen mit seiner Frau und einer Tochter in ihrem Haus tot aufgefunden worden. Als Grund wird eine »Familientragödie« vermutet.
Damit erweitert sich die Liste von Todesfällen hochrangiger Vorstandsmitglieder aus der Finanzwirtschaft der letzten Monate auf zwölf Personen. Schmittmann wurde Berichten zufolge von seiner anderen Tochter gefunden, als sie am Morgen das Haus betrat. Die Polizei äußerte sich bisher nicht zu den näheren Umständen des Todes von Schmittmann sowie seiner Ehefrau und seiner Tochter. Schmittmann ist nicht der erste ABN-Amro-Bankier aus der Vorstandsebene, der tot aufgefunden wurde. Bereits 2009 wurde der frühere Finanzvorstand Huibert Boumeester mit einer Schussverletzung tot aufgefunden, die er sich möglicherweise selbst zufügt hatte.Bloomberg berichtet:
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Russland verpasst Monsanto und anderen GVO Produzenten eine herbe Niederlage: Keine gentechnisch veränderten Organismen in Russland

Monsanto und anderen Gentechnik-Agrobusinesskonzernen, die gehofft hatten, sich mit Bestechung und Gewalt über die Landwirtschaftsabkommen der Welthandelsorganisation ihren Weg in die reiche Landwirtschaft Russlands zu bahnen, hat die russische Regierung eine herbe Niederlage verpasst. Mit der neuen Entscheidung wird eine frühere Liberalisierung rückgängig gemacht, die die Regierung Medwedew erst vor wenigen Monaten beschlossen hatte. Sie könnte ein Signal dafür sein, dass sich die russische Regierung nach dem US-geführten Putsch in der Ukraine von dem Druck der USA distanziert.
© picture-alliance
Am 5. April verkündete der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ein Verbot für den Import gentechnisch veränderter Organismen (GVO). In einer Rede vor den Delegierten der Landwirtschaftskonferenz in Wolgograd erklärte er: »Wir haben nicht die Absicht, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zu entwickeln oder ihren Import in unser Land zu genehmigen. Wir sind damit zufrieden, uns mit normalen Nahrungsprodukten zu versorgen. Wenn die Amerikaner gern Gentechnik-Produkte essen, so sollen sie es tun. Wir brauchen das nicht, wir haben genug Raum und Chancen zur Produktion organischer Nahrungsmittel. Wir haben das geeignete Land und die Voraussetzungen, normale organische Nahrung zu produzieren.«
Life Preserver

Iranischer Pastor: „Ich wurde inhaftiert, weil ich an Christus glaube“

Pastor Behnam Irani
© Present Truth Ministries
Der im Iran inhaftierte evangelische Pastor Behnam Irani.
Auf das Schicksal des im Iran inhaftierten evangelischen Pastors Behnam Irani hat das Deutschlandradio Kultur (Köln) aufmerksam gemacht. Der 53-jährige Familienvater war im Mai 2011 wegen seines Übertritts vom Islam zum Christentum zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ende des vergangenen Jahres gelang es ihm, einen Brief aus der berüchtigten Haftanstalt in Karaj, 20 Kilometer westlich von Teheran, zu schmuggeln. Darin heißt es: „Ich wurde inhaftiert, weil ich an Christus glaube und weil ich mich mit Glaubensgeschwistern ausgetauscht habe. Das islamische Regime im Iran wird nicht müde, Menschen zu verfolgen, die den islamischen Glauben nicht teilen. Das Regime arbeitet daran, eine religiöse Diktatur aufzubauen.“ Man könne davon ausgehen, dass der Pastor für diesen Brief mit Folter oder Isolationshaft bestraft wurde, hieß es in einem am 5. April ausgestrahlten Bericht des Deutschlandradios Kultur. Irani sei schon mehrfach inhaftiert worden, weil er zum Christentum übertrat und Muslimen von seinem neuen Glauben erzählte. Die Staatsmacht werfe ihm deshalb „Propaganda gegen das Regime“ und ein „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ vor. Für den Pastor engagiert sich unter anderen die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner. Sie hat eine Patenschaft für Irani übernommen, weil sie nach eigenen Worten als Christin solidarisch sein will mit verfolgten Christen.
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