Das Kind der Gesellschaft
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Sozialpolitisches "McDonald's" von Russland: Hälfte der Zutaten soll von einheimischen Bauern kommen

Wer braucht schon McDonald's? Das dachte sich wohl auch das russische Brüderpaar Kontschalowski, als es die Idee gebar, eine nationale Alternative zum US- Burgerbrater zu etablieren. Wie das russische Nachrichtenportal RBK am Freitag berichtete, ist die Finanzierung des Vorhabens ebenfalls gesichert. Demnach hätten Nikita und Andrej Kontschalowski bereits einen staatlich geförderten Kredit in Höhe von 700 Millionen Rubel (rund 13 Millionen Euro) bekommen.
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© APA/EPA/MAXIM SHIPENKOV
Auch das staatliche Fernsehen sendete am Freitag einen langen Bericht über das Projekt der beiden Brüder. Die russische Bevölkerung sei die Burger aus Amerika leid, hieß es. Darum hätten sie in einem an Präsident Wladimir Putin adressierten Brief um Hilfe gebeten. Dieser habe die Idee so gut gefunden, dass er dem Kredit zustimmte.

Projekt mit "sozialpolitischem Charakter"

Die Zeitung Kommersant zitierte aus dem Brief, sie wollten in den Restaurants ihrer geplanten Kette "Alternativen zu westlichen Fastfoodketten bieten". Angesichts des "sozialpolitischen Charakters des Projekts (...) bitten wir darum, dass die russische Regierung damit beauftragt wird, es zu unterstützen".

Kommentar: McDonald's schließt Filialen auf der Krim - Leider nicht für immer


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Zur Wehr setzen gegen TTIP: Globales Anti-TTIP-Bündnis plant weltweiten Aktionstag am 18. April

Geheimverhandlungen und das konsequente Ignorieren demokratischer und rechtsstaatlicher Standards führen zu immer größerem Widerstand gegen TTIP, das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union. Vor der bald beginnenden neunten Verhandlungsrunde plant ein globales Bündnis einen globalen Protesttag am 18. April.
Vom 20. April 2015 bis zum 24. April soll in New York die neunte Verhandlungsrunde des so genannten Freihandelsabkommens TTIP stattfinden. Auf der Agenda steht dabei das Kapitel der Regulierungszusammenarbeit, wodurch US-amerikanische und europäische Verordnungen vereinbar gemacht werden sollen. Neben dem Kapitel zu den Staat-Investoren-Schiedsgerichten gelten diese Klauseln bei Gegnern des Abkommens als besonders umstritten. Da sich gegen das Vertragswerk, das von Kritikern oft auch nur Firrmenschutzabkommen genannt wird, zunehmender Protest richtet, forderten die europäischen Staats- und Regierungschefs im März die EU-Kommission auf, ihre Kommunikationsbemühungen in Sachen TTIP zu verstärken. Die EU-Kommission wiederum fordert größeren Einsatz von den Mitgliedstaaten.

Während TTIP also bei den europäischen Bevölkerungen noch auf tiefes Misstrauen stößt und EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedsstaaten sich gegenseitig den Schwarzen Peter hierfür zuspielen, hat ein weltweites Bündnis gegen TTIP einen globalen Aktionstag für den kommenden Samstag, den 18. März, angesetzt. Kurz vor der besagten neunten Verhandlungsrunde. Bei den weltweit koordinierten Protestevents geht es nicht nur um TTIP sondern auch um ähnliche Abkommen, wie etwa CETA, TISA und TPP. Erst kürzlich stellte die Leakingplattform Wikileaks der Öffentlichkeit das Investiotionskapitel des pazifischen TTIP-Equivalents TPP zur Verfügung. Da die genauen Inhalte der Abkommen als streng geheim gelten, bietet diese Veröffentlichung einen wichtigen Einblick in die geplanten Verträge. In Deutschland wird es am 18. April über 125 dezentrale Aktionen geben. Darunter Infostände, Kundgebungen und Demonstrationen.

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Erneute Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Vermutlich 400 Flüchtlinge ums Leben gekommen

Rom/Lübeck - Bei einer der schlimmsten Flüchtlingskatastrophen der vergangenen Jahre sind vermutlich erneut Hunderte Menschen im Mittelmeer ertrunken.

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© Francesco Arena
Das berichtet die Hilfsorganisation Save the Children unter Berufung auf Überlebende. Sie waren am Montag von der italienischen Küstenwache nach dem Kentern eines voll besetzten Bootes vor Libyen in Sicherheit gebracht wurden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) reagierte betroffen. Beim G7-Außenministertreffen in Lübeck sprach er von der "Fortsetzung einer Tragödie, an die wir uns nicht gewöhnen dürfen". Als Lösung forderte er eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Heimat der Flüchtlinge. Angesichts von Armut und Gewalt in vielen der Herkunftsländer - vor allem in Afrika südlich der Sahara und Syrien - ist das höchstens eine langfristige Lösung. Die UN machten einen einfacheren Vorschlag: die Seenotrettung verbessern.


Kommentar: Die langfristigste Lösung wäre gewesen, nicht die kriegerische Politik der USA zu unterstützen, da sie ausschließlich alle Länder bombardierte oder anderswertig involviert waren, wo jetzt Flüchtlingsströme existieren.


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Wie im KZ: Flüchtlinge auf Lampedusa werden desinfiziert


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Verfall der Gesellschaft: Oma wird mit 65 Jahren Schwanger mit Vierlingen

Es gibt offensichtliche niemanden, der die Schwangerschaft de 65-jährigen Annegret Raunigk für gut und richtig befindet. Nun kritisieren auch die Gesundheitspolitiker die Schwangerschaft und ein Mediziner sagt sogar: „Diese Frau begibt sich in Lebensgefahr“.
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© imago/anemel
Die damals 55-jährige Annegret Raunigk, Mutter von 13 Kindern, mit ihrer jüngsten Tochter Leila. Heute ist sie 65 Jahre alt und wieder schwanger - mit Vierlingen.
Essen. Verantwortungslos, psychisch krank, Gebärmaschine - auch Tage nach Bekanntwerden ih­rer Schwangerschaft, nimmt die Aufregung über das späte Mutterglück von Annegret Raunigk kein Ende. Dass die Lehrerin aus Berlin 65 Jahre alt und nach künstlicher Befruchtung mit Vierlingen schwanger ist, entsetzt nun auch die Gesundheitspolitiker.

„Auch wenn es medizinisch möglich ist, muss man sich fragen, ob es sinnvoll ist. Ich habe da große Zweifel“, sagt der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn, der die Entscheidung der Frau für fahrlässig hält. Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, stößt ins gleiche Horn: „Ich halte das für einen sehr bedenklichen Fall. Eine solche Schwangerschaft kann und darf für niemanden ein Vorbild sein.“
27-Jähriger Sohn kritisiert seine Mutter

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Widerstand gegen Polizeibrutalität in Amerika: Tausende gehen auf die Straße

In zahlreichen US-Städten demonstrierten gestern Tausende Menschen gegen die ausufernde Polizeigewalt, dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizeikräften. RT sprach mit den Aktivisten und zeigt Videomaterial der gravierendsten Fälle von Polizeigewalt in den letzten Jahren.

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© Ruptly

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Deutscher Arbeitsmarkt wird immer mehr zum Desaster: Statt des Jammerns über Fachkräftemangel geht es tatsächlich um Rechtfertigung der Billiglohnpolitik

Während via den Medien gejammert wird, dass es zu wenige Fachkräfte gäbe, arbeiten immer mehr Menschen in Deutschland nur noch auf zeitlich befristeter Basis und mit Billiglöhnen. Gleichzeitig jammert man über zu wenige Azubis, gibt jedoch schon den Hauptschülern nicht einmal eine Chance. Der deutsche Arbeitsmarkt ist inzwischen nur noch purer Wahnsinn.
Auch wenn die geburtenstarken Jahrgänge inzwischen ins Rentenalter kommen und der Nachwuchs längst nicht mehr so zahlreich ist wie früher, so zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt absolut nicht von der Seite, wie man es sich erwarten würde: Normalerweise müsste es gemäß den marktwirtschaftlichen Regeln von Angebot und Nachfrage so sein, dass Arbeitskräfte mit besseren Konditionen als früher angelockt werden. Doch anstatt guter Löhne und Vergünstigungen in jenen Branchen, die aufgrund schwieriger Arbeitsbedingungen weniger attraktiv sind, setzt man auf die Jammerschiene und billige Importarbeitskräfte.

Das Motto auf dem deutschen Arbeitsmarkt scheint zu lauten: Gesucht werden junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte, die für einen Hungerlohn auch noch mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen schuften. Ältere Fachkräfte sind nämlich zu teuer und wenn man selbst ausbildet, müssen schon mindestens Realschüler und besser noch Gymnasiasten her. Auch wenn selbst Hauptschüler mit mittelmäßigen Zensuren und etwas (handwerklichem) Geschick die Ausbildung locker meistern können.

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Historiker: Die Welt hört dem tauben Propheten des Westens nicht mehr zu und erkennt die erschreckende Wahrheit

Die jetzigen wirtschaftlichen und politischen Krisen gehen auf die Selbstbezogenheit der westlichen Politiker zurück, die, „wie taube Propheten von ihrer eigenen Wahrheit überzeugt sind und niemandem zuhören wollen“, schreibt der britische Historiker, Mark Mazower, in einem Artikel für die Zeitung „Financial Times“.

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Dem Historiker zufolge erlebt die Welt jetzt eine wichtige Periode, die sich als „Ende der jahrhundertelangen westlichen globalen Dominanz auf dem Planeten“ bezeichnen lässt, als Europa und die USA „blindlings daran glaubten, dass sie die ganze Welt regieren können“.

Die Europäer hätten lange Zeit daran geglaubt, die US-amerikanischen Werte seien „siegbringend“ und müssten propagiert werden. Dies habe zum sogenannten Washington Consensus geführt, der die alte Idee einer Verstärkung demokratischer Institutionen durch staatliche Kontrolle zu Hause, d.h. innerhalb des Landes, zerstört hatte, schreibt der Autor.

Kommentar: Mark Mazower trifft den Nagel fast auf den Kopf. Die Wurzel dieses zerstörerischen Chaos, das der Westen verursacht, kann man treffender so beschreiben:

"Der Westen verhält sich wie ein psychopathischer Prophet, der von seiner eigenen grotesken "Wahrheit" überzeugt ist und uns normalen Menschen diese Unmenschlichkeiten aufdrängen will""

Lobaczewski beschreibt in seinem Buch Politische Ponerologie ausführlich den Grund und den Prozess dieses Wahnsinns:
© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



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Russlands Lebensmittelembargo: Ausnahme für Griechenland, Zypern und Ungarn? Belohnung für die gesunde Politik dieser Länder, gegenüber Russland?

Russland erwägt die Aufhebung des Lebensmittelembargos gegen Griechenland, Zypern und Ungarn, schreibt die Zeitung “Nowyje Iswestija” am Mittwoch.

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Experten der russischen Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor werden Landwirtschaftsbetriebe in diesen drei Ländern inspizieren. Demnächst könnten bald wieder griechische Pfirsiche, zyprische Apfelsinen und ungarische Äpfel in russischen Supermärkten zu haben sein.

Bei dem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, der sich gegen Russland-Sanktionen ausgesprochen hatte, scheint dieses Thema auf der Tagesordnung gestanden zu haben. Von der wahrscheinlichen Aufhebung bzw. Lockerung des Lebensmittelembargos sprachen die russischen Behörden zuletzt immer häufiger. Allerdings gibt es einige Falltüren bei diesem Thema. Dem russischen EU-Botschafter Wladimir Tschischow zufolge verbieten die Richtlinien der Welthandelsorganisation (WTO) die Befreiung von einzelnen Staaten von den Sanktionen.

Kommentar: Mehr über die Annäherung zwischen Griechenland und Russland:


Cowboy Hat

Amerikas Rowdy-Polizei nietet Verdächtigen mit Auto um

Ein neues Dashcam-Video aus den USA, das gestern von der Polizeibehörde in Arizona veröffentlicht wurde, zeigt wie ein Polizist einen Verdächtigen, der einen Raubüberfall begangen haben soll, mit Absicht von hinten überfährt. Die Tat ereignete sich bereits am 19. Februar in Tucson und der Täter war angeblich bewaffnet und soll kurz bevor die Polizei aufs Gas drückte geschossen haben.

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Kommentar: Diese Brutalität gehört leider mittlerweile zum Alltag der amerikanischen Polizei, da fast täglich neue Berichte über die Brutalität der amerikanischen Polizei veröffentlicht werden:


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Amerikas Absturz: SpaceX-Rakete bei erneuter Landung gescheitert

Rückschlag für SpaceX: Trotz idealen Wetters misslang erneut ein sanftes Aufsetzen auf der Meeresplattform. Die Rakete kippte - die Landung war laut Firmengründer Elon Musk "zu hart, um zu überleben".
Es ist doch nicht so leicht, eine Raketenstufe aus dem Weltraum auf die Erde zurückzusteuern und senkrecht landen zu lassen. Der privaten Raumfahrtfirma SpaceX gelang es erneut nicht, die erste Stufe ihrer gut 60 Meter hohen Falcon-Rakete aus dem All wieder sanft auf einer schwimmenden Plattform im Meer landen zu lassen.

Trotz idealer Wetterbedingungen scheiterte am Dienstag auch der zweite Versuch, die Stufe auf der etwa fußballfeldgroßen Plattform senkrecht auf Landebeinen und mit dem Bremsschub aus einem Triebwerk so aufzusetzen, dass sie intakt blieb. Offensichtlich war die Landegeschwindigkeit in seitlicher Richtung zu hoch, so dass die Rakete danach umkippte.

Firmengründer und Multiunternehmer Elon Musk teilte zuerst lediglich über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die Rakete zwar auf der Plattform landete, dies "aber zu hart, um zu überleben". In einer weiteren Botschaft wurde dann erläutert, dass die Landung zwar zunächst sehr gut verlief, allerdings sei die Seitenbewegung zu groß gewesen.

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