Das Kind der Gesellschaft
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Griechenland: Ein Augenzeugenbericht als Protokoll des rasanten wirtschaftlichen Kollaps

Die deutsche Unternehmerin Gaby Guzek betreibt in Thessaloniki ein Restaurant. Sie schildert, wie sich die Lage in Griechenland praktisch von Minute zu Minute verschlechtert. Immer weniger Läden akzeptieren griechische Bank-Karten. Flüge werden abgesagt, weil das Flugbenzin nicht im voraus bezahlt werden kann. Das Online-Banking bricht zusammen. Am Abend wurde das Limit für Abhebungen bei Bankomaten von 60 auf 50 Euro gesenkt.
Griechenland - ein Augenzeugenbericht als Protokoll des rasanten wirtschaftlichen Kollaps.

10.13 Uhr: Nach drei Tagen Deutschland bin ich zurück in Griechenland. Nach der Landung auf dem Weg nach Hause traute ich meinen Augen nicht: Auf den rund 15 Kilometern Schnellstraße (wochentags um die Uhrzeit immer belebter bis dichter Verkehr) habe ich insgesamt drei Autos gezählt. Auch im Ort ist alles gespenstisch leer, nur wenige Menschen auf der Straße. Geschäfte (sogar inkl. Supermärkte) sind leer. Ich war gestern nicht mehr einkaufen, werde heute aber mal checken gehen, wie es um das Angebot steht. Weiterhin lange Schlangen vor den Geldautomaten.
© Louisa Gouliamaki/AFP
Rentner in einer Schlange vor ihrer Bank.

Kommentar: Offener Brief an Deutschland: Was Ihnen über Griechenland verschwiegen wurde


Family

Was zählen sollte, ist der Wille der Menschen, nicht der Machtelite! Umfrage zum Referendum zeigt: Mehrheit der Griechen will raus aus der EU

Die griechische Zeitung "Efimerida ton Syntakton" veröffentlichte eine Umfrage zum Referendum am kommenden Wochenende über die Zukunft Griechenlands. Eine knappe Mehrheit will demnach mit Nein stimmen und damit den Grexit in die Wege leiten.
All das Bemühen von Medien, EU-Vertretern und Opposition, die Griechen zu einem Ja beim Referendum über weitere Verhandlungen der Regierung mit den Geldgebern zu bewegen, scheint keine Früchte zu tragen. Nach all den Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs, wollen viele Griechen nicht noch weiter zu Boden gedrückt werden und hoffen auf einen Neuanfang.

Dies macht sich auch in einer Umfrage bemerkbar, die von der griechischen Zeitung Efimerida ton Syntakton veröffentlicht wurde. Demnach wollen 54 Prozent der Befragten mit Nein, 33 Prozent hingegen mit Ja stimmen. Der Rest von 13 Prozent ist noch unentschlossen.

Kommentar:


Sheeple

Massenproduktion menschlicher Organe: Die genmanipulierte Schweine-Farm der Zukunft

Menschliche Organe sollen künftig auf Tierfarmen gezüchtet werden. Eine US-Investorin baut dazu eine Fabrik, in der sie jedes Jahr hunderttausend Lungen und Herzen für Transplantationen züchten will. Wachsen sollen die Organe in genetisch veränderten Schweinen.

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Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)
Die Sirius-Satellitenradio Gründerin und Pharmamagnat hat sich zum Ziel gesetzt, auf einer Schweinefarm jedes Jahr 100.000 menschliche Lungen, Herzen und andere transplantable Organen zu züchten.

„Wenn Sie 100.000 Lunge machen wollen, brauchen Sie einen pathogen-freien Ort dafür“, sagte Rothblatt auf einer DARPA Biotechnologie-Konferenz in New York City, als sie ein Bild der Schweinearm enthüllte, berichtet das Magazin Vice. Demnach sagte Rothblatt: „Ich nutze die Technologie, um einen unbegrenzten Vorrat an transplantierbaren Organen zu schaffen, und ich tue es jetzt, ohne Verzögerung“.

Cow

Hochschullaufbahn in der Tiermedizin: Vollzeit ohne echte Bezahlung. Wer kein Sponsor hat, muss draußen bleiben

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An den fünf veterinärmedizinischen Fakultäten in Deutschland hat sich Unruhe ausgebreitet. Der Anlass ist ein anonymer Brief, mit dem ein junger Tierarzt aus München Anfang des Jahres auf Missstände aufmerksam machte. Seinem Vorbild folgten im Juni Tierärzte, die an der Leipziger Fakultät tätig sind; sie sprachen mit Journalisten, die einen Bericht in einem Stadtmagazin veröffentlichten. In beiden Fällen geht es um die Gehälter und Arbeitsbedingungen an den universitären Tierkliniken. Zehn Euro im Monat - das war, folgt man dem anonymen Brief aus München, bis vor wenigen Wochen der Lohn für eine Vollzeitstelle als Tierarzt an der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Jedenfalls für junge Tierärzte, die dort hofften, mit einer wissenschaftlichen Arbeit promoviert zu werden oder Weiterbildungszeit zu sammeln. Im Gegenzug mussten sie morgens um 7.30 Uhr mit der Arbeit beginnen und Tiere versorgen, OPs vorbereiten, Besitzer beraten. Im Regelfall waren sie bis nach 18 Uhr beschäftigt. Sie hatten tagsüber keine offiziellen Pausen und machten Nacht- und Wochenenddienste ohne Vergütung. In ihren Verträgen stand, dass sie nur wenige Stunden im Monat arbeiten würden, sie mussten aber mündlich zustimmen, ständig da zu sein.

Stock Down

Griechenlands Rentenzahlungen werden halbiert: 350.000 Rentner müssen mit 350€ auskommen

Etwa 350.000 griechische Rentner werden ab dem 1. Juli lediglich die Hälfte ihrer Bezüge ausgezahlt bekommen. Statt 750 Euro sollen sie 350 Euro erhalten. 120 Euro werden die Rentner in der ersten Juni-Woche abheben können. Der Rest soll in den darauffolgenden Wochen abhebbar sein.

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© dpa
Die griechischen Rentner bangen um ihre Bezüge.
Der Vorsitzende der griechischen Rentenempfänger der Pensionskasse für Freiberufler (OAEE), Tasos Petropoulos, hat am Montag angekündigt, dass die 350.000 Rentenempfänger der OAEE für den Juli-Monat lediglich die Hälfte ihrer Bezüge erhalten werden, was einer Summe von 350 Euro entspricht.

Doch davon dürfen sie angesichts der Kapitalverkehrskontrollen am 1. Juli nur 120 Euro abheben, berichtet Gulf News. Etwa 1.000 Banken würden am Mittwoch ausschließlich für die Rentner öffnen, damit diese ihre Bargeld-Bezüge erhalten. Der Rest der Bezüge - also 130 Euro - werde in der Woche vom 6. Bis zum 12. Juli ausgezahlt.

Andere Pensionskassen wie zum Beispiel die OGA, der fast eine Million griechischer Bauern a gehören, haben die Auszahlungen der Rentenbezüge bis auf weiteres verschoben.

Kommentar: Entgegen der allgemeinen Propaganda, ist Griechenland keineswegs ein Land, in der sich die Leute an europäischen (und Deutschen) Geldtöpfen schamlos bedienen und sich dadurch ein bequemes Leben verschaffen. 750€ Rente im Monat heißt, ein Leben weit unter der Armutsgrenze und 350€ reicht gerade aus, um nicht zu verhungern. Miete zahlen geht da nicht mehr. Doch das ist noch lange nicht alles: Aber wen interessiert schon die Wahrheit, wenn es Bild und Co anders sehen?


Passport

Von wegen vegetarisch - Jährlich sterben 500.000 Tiere durch Ernteeinfuhr

Habenhausen - Diese Bilder lassen Tierfreunden das Herz ganz schwer werden: Zerfetzte Fasane liegen auf einer abgemähten Wiese nahe des Werdersees. 50 Meter weiter liegt ein toter Fuchs.

Laut Deutscher Wildtierstiftung müssen in Deutschland jährlich 500 000 Fasane, Kitze, Enten, Kaninchen, andere Kleintiere bei der Ernte ihr Leben lassen. Sie werden auf der Flucht überfahren.

BILD-Leser-Reporter und Tierschützer Josef Teupe entdeckte die Kadaver beim Spaziergang: „Mit drei Unimogs haben die Bauern die Fläche in kürzester Zeit abgemäht und so einen regelrechten Tierfriedhof geschaffen.“

Paradox: Bei der Fläche handelt es sich um ein ausgewiesenes Brut- und Rastgebiet, direkt daneben befindet sich ein renaturiertes Naturschutzgebiet.

Kommentar: Auch wenn der Artikel aus der Bild stammt, bestätigen andere Quellen die genannten Zahlen, dass 500.000 Tiere jährlich durch die Ernte ums Leben kommen, darunter befinden sich auch ca. 80.000 Rehkitze. Das ist mit Sicherheit ein unbequemer Fakt, den viele Vegetarier nicht wahrhaben wollen.


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Liberia war Ebola-frei: Junger Mann an Infektion gestorben

Liberia galt seit Anfang Mai als Ebola-frei, jetzt ist ein junger Mann an der Infektion gestorben. Wie sich der 17-Jährige infiziert und ob er vor seinem Tod andere angesteckt hat, ist noch unklar.
© dpa
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In Liberia ist ein 17-Jähriger an Ebola gestorben. Die Leiche des Teenagers sei positiv auf das Virus getestet worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister des Landes, Tolbert Nyenswah. Der junge Mann war am 24. Juni in Nedowein, einer Stadt in der Nähe des internationalen Flughafens von Liberia, gestorben.

Wie sich der Mann infiziert hat und ob er vor seinem Tod andere Menschen angesteckt hat, sei noch unklar, so Nyenswah, der Fall werde derzeit untersucht. Der Verstorbene sei aber unter sicheren Bedingungen bestattet worden. Mit der Begründung, dass derzeit keine weiteren Erkrankungsfälle bekannt seien, warnte Nyenswah davor, Panik aufkommen zu lassen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Liberia am 9. Mai dieses Jahres für Ebola-frei erklärt, nachdem es in dem Land 42 Tage lang keine neuen Infektionsfälle gegeben hatte. Immer wieder hatten Experten aber darauf hingewiesen, dass der Kampf gegen die Seuche damit in dem Land nicht beendet sei.

Kommentar:


Airplane

Sportflugzeug stürzt über Egelsbach ab - Güterzug rammte ein paar Teile

Im hessischen Egelsbach ist ein Sportflugzeug abgestürzt. Der Pilot wurde schwer verletzt, seine Begleiterin starb bei dem Unglück. Die Bahnstrecke Frankfurt-Darmstadt wurde teilweise gesperrt.
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© dpa
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Flughafen Egelsbach in Hessen ist eine Insassin gestorben. Das bestätigte die Feuerwehr am Unfallort nahe der Bahnstrecke Frankfurt-Darmstadt. Der Pilot wurde schwer verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen war die Maschine vom Typ DA 20 Katana gegen 10.40 Uhr auf dem Flughafen zwischen Darmstadt und Frankfurt gestartet. Aus bislang ungeklärter Ursache berührte die Maschine die Oberleitung der nahe gelegenen Bahnlinie, stürzte ab und ging in Flammen auf, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte.

Kommentar: In letzter Zeit gab es viele Vorfälle mit Flugzeugen:


Fire

Mindestens 20 Tote bei Absturz einer Militärmaschine in Indonesien

In Indonesien ist ein Militärflugzeug kurz nach dem Start in ein Wohngebiet der Millionenstadt Medan gestürzt. Die Maschine ging in Flammen auf. Mindestens 20 Menschen wurden getötet.

© dpa/pitcture-alliance/Dedi Sahputra
Auf der indonesischen Insel Sumatra ist eine Militärmaschine in ein Wohngebiet gestürzt.
Beim Absturz eines Militärtransporters sind am Dienstag in Indonesien mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine des Typs Hercules C-130 war kurz nach dem Start in ein Wohngebiet gestürzt und in Flammen aufgegangen, wie ein Militärsprecher mitteilte. In einem Krankenhaus wurden 20 Todesopfer gezählt. Zwei Verletzte würden behandelt, berichtete eine Sprecherin.

Nachrichtensender zeigten Fotos und erste Videos aus dem Wohngebiet. Darauf waren rauchende Wrackteile zu sehen sowie zerstörte Autos und Haustrümmer. Die Feuerwehr war mit Löschzügen im Einsatz. Es war zunächst unklar, wie viele Menschen außer den zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord waren.

Der Unfall passierte in der Millionenstadt Medan auf der Insel Sumatra. Die Lockheed C-130 ist ein propellergetriebenes Transportflugzeug, das seit Jahrzehnten auch bei Katastrophenhilfen eingesetzt wird. Sie kann auch mehrere Dutzend Personen transportieren.

Kommentar: In letzter Zeit gab es viele Vorfälle mit Flugzeugen:


V

Mut und Zusammenhalt gegen die US-Erpressung: Tausende Griechen versammeln sich in Athen zur Demonstration

© Russia Insider
Ein Treffen des griechischen Prämierministers mit Wladimir Putin
Demonstranten versammeln sich heute auf dem Syntagma-Platz (Platz der Verfassung) vor dem griechischen Parlament in Athen, um gegen die Sparpolitik zu demonstrieren und um die griechischen Bürger dafür zu motivieren am Sonntag gegen die Reformpläne der Gläubiger zu stimmen. Am 5. Juli sollen die Griechen, laut einem Vorschlag des griechischen Premierministers Alexis Tsipras, in einem Referendum darüber abstimmen, ob sie dem Rettungspaket von Athens Gläubigern unter den vorgeschlagenen Bedingungen zustimmen oder es ablehnen.