Das Kind der GesellschaftS


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Sex mit minderjähriger Schülerin: Lehrer bekommt nur Bewährungsstrafe

Ein Lehrer hatte Sex mit einer 13 Jahre alten Schülerin. Das Landgericht Schweinfurt hat nun eine Bewährungsstrafe gegen den 40-Jährigen verhängt.
polizeiauto, rundumleuchte
© Sebastian Willnow/dpa
Wegen Sex mit einer minderjährigen Schülerin ist ein Lehrer in Bayern verurteilt worden. Das Landgericht Schweinfurt verhängte dabei die höchstmögliche Freiheitsstrafe auf Bewährung: zwei Jahre. Das sagte ein Sprecher des Gerichts. Die Verurteilung erfolgte wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes.


Kommentar: Und für die Tat bekommt der Lehrer nur Bewährung?


Die Anklage hatte dem heute 40-Jährigen vorgeworfen, zwischen den Jahren 2010 und 2011 zweimal mit dem Mädchen geschlafen zu haben. Die Schülerin war zur Tatzeit 13 und 14 Jahre alt. Zwar soll der Sex einvernehmlich gewesen sein, strafbar ist er dennoch. "Denn darauf kommt es bei sexuellem Missbrauch nicht an", sagte der Sprecher.

Kommentar: Sicherlich ist die Auslage des Rechts immer von den weiteren Umständen des Betroffenen abhängig, dennoch ist das Urteil an sich und da es sich um Schutzbefohlene handelt, sehr begünstigend für den Lehrer.


V

Griechenland: Ärzte und Klinikpersonal demonstrieren gegen Gesundheitssystem

Ärztestreik Athen
© dpa
ATHEN. Mit einer großen Demonstration für höhere Investitionen in den Gesundheitssektor haben tausende Krankenhausmitarbeiter am Donnerstag die Athener Innenstadt lahmgelegt. Der Verband der Mitarbeiter staatlicher Krankenhäuser, der zu dem Protest aufgerufen hatte, fordert unter anderem die Rücknahme von Lohnkürzungen sowie eine angemessene Finanzierung des öffentlichen Gesundheitssektors in allen medizinischen Bereichen.

Angeführt von Pferdekutschen zog die "Karawane der Gesundheit" bereits ab Donnerstagmorgen aus vielen Athener Vororten in Richtung des Gesundheitsministeriumsim Stadtzentrum. "Menschen sterben umsonst, weil die Regierung unser Gesundheitssystem zerstört", sagte der Vorsitzende des Verbands, Michalis Giannakos, dem griechischen Fernsehsender Skai.

Life Preserver

Gesundes Arbeiten: Für immer mehr Arbeitnehmer eine Utopie?

Job losses
© Bidness Etc
Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich mehrheitlich gesund. Allerdings plagen teils jeden Zweiten Gesundheitsprobleme im Job. Der neue Arbeitszeitreport Deutschland weist auf die große Rolle der Flexibilität der Beschäftigten hin.

DORTMUND. Insgesamt beurteilen 62 Prozent der abhängig Beschäftigten in Deutschland ihren allgemeinen Gesundheitszustand als (sehr) gut und zwölf Prozent als (sehr) schlecht. Dabei zeigen sich leichte Unterschiede, wenn man nach der Länge der wöchentlichen Arbeitszeit differenziert.

So schätzen sich die mit zehn bis 19 Wochenstunden in kurzer Teilzeit Beschäftigten mit 66 Prozent am gesündesten ein. Der Anteil derjenigen, die ihre Gesundheit (sehr) schlecht einschätzen, ist bei überlanger Vollzeit ab 60 Wochenstunden mit 17 Prozent am größten.

Kommentar:


V

Kolumbien: Studenten bringen Massendemonstrationen für den Frieden ins Rollen

Nach dem überraschenden Nein der Bevölkerung in der Volksabstimmung über den Friedensvertrag zwischen Kolumbiens Regierung und der FARC-Guerilla nehmen junge Bürger das Heft in die Hand. In Massenkundgebungen werben sie für einen "Frieden von unten".
Kolumbien Proteste für den Frieden
© Reuters"Gemeinsam für den Frieden" - Transparent von Unterstützern des Friedensabkommens auf dem Bolivar-Platz in Bogota.
In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá und in zahlreichen weiteren Städten fanden massenhaft besuchte Schweigemärsche für den Frieden statt. Sowohl Befürworter des "Ja" zur jüngst abgeschlossenen Friedensvereinbarung als auch solche des "Nein" gingen gemeinsam auf die Straße.

Die Mobilisierungswelle sollte vor allem der Vorstellung Ausdruck verleihen, dass das Recht auf Frieden jedem einzelnen und der ganzen Bevölkerung gehöre - und dass er deshalb nicht hinter verschlossenen Türen unter den so genannten Eliten ausgehandelt werden könne.

Kommentar: Kolumbien: Tausende demonstrieren für den Frieden und Ende des Bürgerkriegs


Bomb

Autobombe explodierte in Türkei - Keine weiteren Verletzten

Bei einer Polizeikontrolle in Ankara haben zwei mutmaßliche Attentäter eine Bombe gezündet. Sie starben, verletzten aber sonst niemanden. Verdächtigt wird die PKK.
türkei
© APForensische Ermittler untersuchen die Stelle, an der sich die mutmaßlichen Attentäter in die Luft gesprengt haben
Zwei mutmaßliche Selbstmordattentäter haben sich am Stadtrand von Ankara während einer Polizeikontrolle in die Luft gesprengt. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstagmorgen. Das Paar - ein Mann und eine Frau - starb bei dem Attentat, sonst wurde niemand verletzt. Den Mann konnten Ermittler umgehend identifizieren, die Frau dagegen nicht, wie Gouverneur Erkan Topaca bekannt gab.

Laut Anadolu sagte Topaca außerdem, es sei wahrscheinlich, dass der Mann der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) angehört habe. Die Materialien, aus denen die Bombe gebaut war, sowie die Bauart des Sprengsatzes und die Vorgehensweise deuteten auf die PKK hin.

Kommentar: Dahinter könnte auch Natos-Geheimarmee stecken, um die Türkei weiter zu terrorisieren.


Airplane Paper

Abschuss oder Absturz? Hubschrauber in Afghanistan abgestürzt

H225M  Caracal helicopter
Symbolfoto
Beim Absturz eines Militärhubschraubers in der nordafghanischen Provinz Baglan sind mindestens acht Armeeangehörige ums Leben gekommen. Der Sprecher des einheimischen Verteidigungsministeriums, Dawlat Waziri, teilte mit, dass sich an Bord der Maschine fünf Crewmitglieder und drei Soldaten befunden hatten. Ihm zufolge sei das Unglück auf ein technisches Versagen zurückzuführen.

Die Taliban behaupteten dagegen, den Hubschrauber abgeschossen zu haben.

Light Sabers

Hausbewohner fühlten sich gestört und griffen Afrikaner an und verletzten ein Kind dabei

Bei einer vermutlich fremdenfeindlichen Attacke sind in Sachsen-Anhalt drei Menschen verletzt worden - ein Afrikaner sowie seine Lebensgefährtin und ihr Enkelkind. Dieses ist erst fünf Jahre alt. Die Angreifer fühlten sich durch laute Musik gestört.
polizei symbolbild, polizist symbolbild
© dpa, frg fpt
Merseburg - Nach Polizeiangaben hatten zwei betrunkene Männer am Donnerstagabend an der Wohnungstür des 44-jährigen Mannes aus Liberia geklingelt. Unvermittelt sollen sie dann mit einem Schlagstock sowie einem Schlagring auf ihr Opfer eingeschlagen und es zurück in die Wohnung gedrängt haben. Auch die 47-jährige deutsche Lebensgefährtin und das fünf Jahre alte Kind wurden bei der Attacke in Merseburg verletzt.

Alle drei Opfer kamen in ein Krankenhaus. Das Paar wurde bald darauf wieder aus der Klinik entlassen, das Kind zunächst nicht. Wie schwer ihre Verletzungen waren, und auf welche Weise das Kind angegriffen wurde, blieb zunächst unklar. Alarmierte Beamte nahmen noch vor Ort einen 63-jährigen Mann aus Merseburg fest, der zum Tatort zurückgekehrt war und sich gegenüber den Polizisten fremdenfeindlich äußerte. Die Ermittler schlossen ein ausländerfeindliches Motiv denn auch nicht aus. Der mutmaßliche Angreifer hatte einen Atemalkoholwert von 2,5 Promille.

Kommentar:


Pistol

Täter schoss bewusst einem Mann mehrmals in den Oberschenkel - Täter noch auf der Flucht

Ein Mann hat vor McDonald’s in Schwelm gezielt auf die Unterschenkel eines 43-Jährigen geschossen. Die Hintergründe der Tat sind unklar.
schießerei mcdonalds
© Andreas Gruber
Schwelm - Schießerei vor McDonald’s an der Talstraße in Schwelm: Ein Mann, dessen Identität noch unbekannt ist, hat am Freitagnachmittag einem 43-Jährigen auf dem Parkplatz vor dem Fast-Food-Restaurant aus kurzer Distanz mit einer Pistole mehrmals in den Unterschenkel geschossen. Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der bewaffnete Täter ist weiterhin flüchtig, wie eine Nachfrage der Redaktion bei der Polizei am Samstagmorgen ergab.

Die Tat ereignete sich kurz nach 15 Uhr. Zeugen berichteten der Polizei später, dass der Geschädigte sich unmittelbar zuvor in dem Burger-Restaurant aufgehalten habe. Hinweisen zufolge soll es sich um einen in Schwelm geborenen Mann handeln, der angeblich mit dem Auto zu McDonald’s gefahren ist.

Life Preserver

Moderne Sklaverei: Eigenes Wort für "Tod durch Überarbeitung" in Japan

Viele Japaner schieben gewaltig Überstunden - mit gravierenden Gesundheitsfolgen. Die Regierung hat nun erstmals Daten zusammengestellt.
Karoshi Tod durch Überarbeitung
TOKIO. Japan ist das einzige Land, in dem es für Tod durch Überarbeitung ein eigenes Wort gibt: "Karoshi". Meist sterben die Opfer in Folge chronischer Erschöpfung an Hirn- oder Herzschlag.

Das Problem ist zwar nicht neu, doch die Regierung hat jetzt erstmals ein Weißbuch mit Daten zu Überstunden zusammengestellt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag berichtete.

Demnach gaben 23 Prozent der befragten Unternehmen an, dass manche ihrer Mitarbeiter auf mehr als 80 Überstunden im Monat kommen.

Kommentar: Hier ein englischsprachiger Artikel über die irrsinnigen Ausmaße dieser Ausbeutung von Angestellten in Japan:

Japans Angestellte sterben für ihre Arbeit


Heart - Black

Ignoranz: Mit Messer bewaffnete Jugendliche bedrohen und schlagen Flüchtlingskinder in Sachsen

Messer, Messerangriff
© Flickr/ jchapiewsky
Eine Gruppe Jugendlicher hat im sächsischen Sebnitz drei syrische Flüchtlingskinder mit einem Messer bedroht und geschlagen, berichtet Focus Online. Wie die Polizei in Dresden am Freitag mitteilte, wurden die Kinder am Vorabend im Alter von fünf, acht und elf Jahren angegriffen, als sie aus einem Bus stiegen.

Die Angreifer skandierten demnach rechte Parolen. Alarmierte Polizeibeamte griffen den Angaben zufolge in der näheren Umgebung mehrere Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren auf.

Kommentar: Als ob diese Kinder in den von Krieg zerstörten Ländern nicht schon genug mitgemacht hätten, werden sie hier auch noch Opfer von Fremdenhass und Gewalt. Diese heruntergekommene Verrohung der Gesellschaft ist bestürzend und beschämend für alle Teilhabenden und all jene, die schweigend zuschauen und sich somit ebenfalls verantwortlich machen.