Verborgene Geschichte
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Die genetische Herkunft der Europäer - Wir haben Ahnen aus drei Populationen

Forscher vergleichen Genome ursprünglicher Jäger und Sammler sowie früher Bauern mit denen heutiger Menschen: die Spuren der Europäer führen zu Ahnen aus drei Populationen

herkunft europäer 1
© Joanna Drath, Universität Tübingen
Schädel der ungefähr 7.000 Jahre alten Bäuerin aus Stuttgart, Deutschland. Es fehlt der untere rechte Backenzahn, aus dem die DNA gewonnen wurde.
Der Beginn der Landwirtschaft und die Domestizierung wilder Tiere, die vor rund 11.000 Jahren im Nahen Osten ihren Anfang nahmen, hatten einen enormen Einfluss auf das Leben der Menschen. Jäger und Sammler wurden vielerorts von sesshaften Bauern abgelöst. Die Populationen wuchsen und schufen so die Voraussetzungen für das Entstehen größerer Städte und komplexer Gesellschaften. Die archäologischen Nachweise legen nahe, dass sich der Übergang zur bäuerlichen Lebensweise in Mitteleuropa vor rund 7.500 Jahren vollzog, gleichzeitig mit dem Auftreten der Linienbandkeramik, der ersten jungsteinzeitlichen Kultur in Europa.

In der Forschung wird seit langem diskutiert, ob dieser Wechsel durch die Masseneinwanderung von Menschen aus dem Nahen Osten zustande kam, die innovative Technologien und domestiziertes Vieh mit nach Europa brachten, oder ob die neuen Kulturtechniken von benachbarten Populationen übernommen wurden. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Tübingen und der Harvard Medical School verfolgte nun anhand prähistorischer und moderner Genome, welchen genetischen Einflüssen die eingeborenen europäischen Jäger und Sammler ausgesetzt waren. Sie stießen auf drei Ahnengruppen, die bis heute am Genmix der Europäer beteiligt sind.

Kommentar:

Book

Zwischen den Zeilen gelesen: Verborgener mittelalterlicher Text beschreibt Babarenangriff im 3. Jahrhundert

Wissenschaftler aus Bern und Wien haben auf einem mittelalterlichen Pergament einen nahezu unsichtbaren Text entdeckt und entziffert. Die vor 1000 Jahren niedergeschriebenen Zeilen gehören vermutlich zum verschollen geglaubten Werk eines antiken Historikers und bringen Licht in eine wenig bekannte Epoche des römischen Reiches.

mittelalterliche Handschrift: Einfälle der Goten in römisches Reich / Balkan
© spectral imaging by EMEL, processed image by david kelbe. © project fwf p24523-g19
Auf dem mittelalterlichen Pergament kam wieder der Ursprungstext zum Vorschein.
Mitte des 3. Jahrhunderts geriet das mächtige Römische Reich ins Wanken: «Barbaren» gelangen erstmals Angriffe auf das Kernland; im Jahr 251 wurde gar der römische Kaiser Decius auf dem Schlachtfeld getötet. Dem klassischen Philologen Gunther Martin von der Universität Bern und seiner Wiener Kollegin Jana Grusková ist es nun gelungen, einen nahezu unsichtbaren Text aus jenen Tagen zu entziffern. Er verbarg sich auf einer mittelalterlichen Handschrift und schildert Einfälle der Goten in den einst zum römischen Reich gehörenden Balkan.
Pyramid

Man nannte sie «Gerstenfresser»: Die Ernährungsgewohnheiten römischer Gladiatoren

Römische Gladiatoren ernährten sich überwiegend vegetarisch und nahmen nach dem Training einen Aschetrunk als Tonikum zu sich. Das haben anthropologische Untersuchungen an Knochen von Kämpfern, die bei Ausgrabungen im antiken Ephesos gefunden wurden, ergeben.

© Unbekannt
Historische Quellen berichten, dass Gladiatoren eine eigene Diät hielten. Diese bestand aus Bohnen und Getreide. In zeitgenössischen Berichten werden sie als «hordearii» («Gerstenfresser») bezeichnet. In einer Studie des Departments für Gerichtsmedizin der Medizinischen Uni Wien in Kooperation mit der Abteilung für Anthropologie des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern wurden Knochen eines im Jahr 1993 gefundenen Gladiatorenfriedhofs aus dem 2./3. Jahrhundert nach Christus im damals römischen Ephesos (heutige Türkei) untersucht. Ephesos war damals die Hauptstadt der römischen Provinz Asia und hatte über 200.000 Einwohner.
Sherlock

Weltweit größter antiker Steinblock in Baalbek entdeckt: 1650 Tonnen

Die Ruinen des Jupitertempels in der antiken Provinzhauptstadt Baalbek im heutigen Libanon sind für ihre gewaltigen Podiumsmauersteine weltweit bekannt. Der Steinbruch, aus dem das Baumaterial des Tempels stammt, birgt mit dem jedoch schon seit Jahren bekannten "Hajjar al-Hibla" (Stein der schwangeren Frau) den bislang größten bearbeiteten Baustein der antiken Welt. Jetzt haben deutsche und libanesische Archäologen direkt neben diesem Monolith allerdings einen weiteren Steinriesen entdeckt, der den bisherigen Rekordhalter in Masse und Maßen noch deutlich übertrifft.
© DAINST.orgCC-by-NC-ND
Neuste Aufnahme der gewaltigen Monolithe im Steinbruch von Baalbek. Mittlerweile scheint der bislang als weltweit größter antiker Monolith geltende Hajjar al-Hibla (Bildmitte) gänzlich freigelegt. Unmittelbar rechts darunter, ist der im Sommer 2004 neu entdeckte, und gut erkennbar noch gewaltigere Monolith zu sehen.
Baalbek (Libanon) - Wie das Deutsche Archäologische Institut (DAINST) aktuell berichtet, wurde bei Ausgrabungen im vergangenen Sommer in der Steinlage unter und direkt neben dem "Hajjar al-Hibla" ein weiterer megalithischer Steinblock gefunden, der dessen Maße mit 19,6 Metern Länge, 6 Metren Breite und mindestens 5,5 Metern Höhe noch deutlich übertrifft. Um die genaue Höhe feststellen zu können, muss die archäologische Sondage in einer nächsten Ausgrabungskampagne zudem noch erweitert werden.
Pharoah

Die genetische Identität der Europäer könnte 36.000 Jahre zurückreichen

Wann erreichte der moderne Mensch Europa? Und haben die heutigen Europäer mit diesen Vorfahren noch etwas gemein? Die Analyse von Erbgut aus den Knochen eines Mannes, der vor etwa 37.000 Jahren lebte, zeigt "überraschende Ergebnisse".

Kostenki 14
© Kostenki XIV (Markina Gora), rekonstruiert von M. M. Gerasimov
Eine Rekonstruktion von Kostenki 14.
Im Erbgut heutiger Europäer sind noch Spuren der ersten aus Afrika eingewanderten anatomisch modernen Menschen zu finden. Das zeigt die Analyse von Erbgut aus Knochen eines Mannes, der vor etwa 37.000 Jahren im europäischen Teil des heutigen Russlands lebte. "K14" (nach dem Fundort Kostenki am Don) sei einer der ältesten Funde eines anatomisch modernen Menschen in Europa, berichten Forscher im Fachblatt "Science". Ähnlichkeiten mit Menschen aus Ostasien fanden sie nicht. Das belege, dass sich die westeurasische und die ostasiatische Linie schon vor mindestens 36.200 Jahren getrennt hatten.

Experten gehen davon aus, dass die Vorfahren der heutigen Eurasier - also der Bewohner Europas und Asiens - vor etwa 60.000 bis 50.000 Jahren Afrika verlassen haben und sich dann auch in Richtung Europa ausbreiteten. Vor 40.000 Jahren hatten sich bereits verschiedene Kulturen anatomisch moderner Menschen über Russland, Georgien, Bulgarien und Südeuropa bis nach Großbritannien hin verbreitet, schreiben die Forscher. Inwieweit die frühesten Eurasier zum Genpool heutiger Europäer beigetragen haben, ist unter Wissenschaftlern bisher umstritten.
Comet

Kometen: Die Unheilsboten aus dem All

Massaker, Kriege, die Pest - für alles Mögliche machte man im Laufe der Jahrhunderte Kometen verantwortlich. Betrachtung einer Karriere vom Unglücksbringer hin zum Forschungsobjekt.

komet buch Himmels- und Naturerscheinungen
© Wikipedia
Wahre eigentliche Abbildung eines entsetzlichen Wunderzeichens: Der Komet bringt Tod, Unwetter und den Einfall der Osmanen, Blatt aus dem Buch « Himmels- und Naturerscheinungen » (1911)
Kometen faszinieren die Menschen schon seit Jahrtausenden. Und sie schienen immer dann aufzutauchen, wenn auch Unheil nicht weit war. Bereits im Jahre 240 v. Chr. schrieb ein Chronist in China: «Als der König seine getreuen Berater hinrichten ließ, erschien ein Komet.» Der Glaube, dass Kometen Schlimmes prophezeien, findet sich in fast allen Kulturen: Das Volk der Luba in Mittelafrika glaubte etwa, auf einen Kometen folge der Tod eines Häuptlings. Den Untergang Pompejis 79 n. Chr. soll ebenfalls ein Komet vorausgesagt haben.

Besonders im Mittelalter sah man Kometen als Strafe Gottes. Als 1635 nach einer Kometenerscheinung die Pest in London ausbrach, war für die Bevölkerung klar, dass Gottes Zorn die Epidemie hervorgerufen haben musste. Auf einem Flugblatt von 1687 wird genau aufgezeigt, was nach der Sichtung des «entsetzlichen Wunderzeichens» zu erwarten ist: Tod und Unwetter, und der erneute Einfall der Osmanen.

Kommentar: Die Angst der Menschen vor Kometen ist real und historisch bedingt. In unserer Vergangenheit hat sich offenbar etwas extrem Traumatisches im Zusammenhang mit "Besuchern aus dem Weltall" abgespielt. Weitere Informationen:

Exklusive Forschung von Sott.net -- "Kometen und Katastrophen"
Sott.net Artikelsammlung aktueller, globaler Ereignisse -- Feuer am Himmel

Anhand immer häufiger werdender globaler Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Thema steht fest, dass hier in der Tat etwas vor sich geht, obwohl in den Massenmedien alles nur als "Verschwörungstheorie" heruntergespielt wird und in das Reich der Fantasie verbannt wird. Gerade deshalb ist wichtig, sich mit diesem Thema zu befassen.

Bomb

FBI-Dokument enthüllt: Winston Churchill wollte Russland mit Atombombe auslöschen

Laut einem bislang unter Verschluss gehaltenen FBI-Dokument bat Großbritanniens Premierminister Winston Churchill die US-Regierung nach Ende des Zweiten Weltkrieges um einen Nuklearangriff auf die Sowjetunion, um den Kalten Krieg zu beenden und die Ausbreitung des Kommunismus zu stoppen.
Winston Churchill
© J. Russell & Sons, Lizenz: Public Domain
Großbritanniens ehemaliger Premierminister Winston Churchill hat die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg dazu aufgefordert, einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion durchzuführen, um den Kalten Krieg zu gewinnen und die Ausbreitung des Kommunismus im Westen zu stoppen.

Dies geht aus einem bisher unveröffentlichten Memorandum aus den FBI-Archiven hervor. Churchill hatte diese Äußerungen angeblich im Jahr 1947 während eines Besuchs amerikanischer Politiker getroffen. Wie Daily Mail berichtet, stellte er dieselben Forderungen erneut in den 1950er Jahren. Das Magazin beruft sich auf ein neues Buch des Enthüllungsjournalisten Thomas Maier mit dem Titel: When Lions Roar: The Churchills and The Kennedys, welches kommenden Monat veröffentlicht wird.

Kommentar: Wie man sieht, und was kaum jemanden überraschen wird, der sich sowohl mit der Geschichte befasst hat als auch die anhaltenden Mordserien seitens der US-amerikanischen und israelischen Regierungen verfolgt, halten unsere politischen sogenannten "Anführer" sehr wenig vom Wert des menschlichen Lebens. Im Gegenteil zeigen ihre Handlungen und an die Öffentlichkeit gelangten Dokumente wie dieses, wieder und wieder, dass sie das "Auslöschen" von Menschenleben lediglich als einen notwendigen Schritt sehen, um ihre entropischen, zerstörerischen Ziele zu erreichen.

Wie damals zur Zeit des "Kalten Kriegs" sehen wir heute eine Wiederholung der Geschichte, insofern, als erneut ein künstliches Feindbild geschaffen wird: Russland! Und wie auch damals sind alle offiziellen Ebenen der westlichen Gesellschaft daran beteiligt, den Menschen dieses Feindbild durch "persistente Wiederholung der Lüge" aufzuzwingen. Die Ironie an der Sache ist natürlich, dass alle Unterstellungen und Propaganda, die die westlichen Regierungen gegen Russland lostreten, rein gar nichts mit Putins Politik zu tun haben, sondern im Gegenteil ihre eigenen Absichten und ihre eigene wahre Natur enthüllen:

Der Trick des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt

Putins Politik stellt schlicht eine Bedrohung für die US-amerikanische psychopathische Vormachtstellung dar, weil er sich ihnen nicht einfach beugt, sich nicht provozieren lässt, und darüber hinaus daran arbeitet, ein System aufzubauen, das eine Alternative zum psychopathischen Regime der Westmächte darstellt.
NATO scheint auf Krieg aus zu sein: Putin versucht sein Bestes, diesem krankhaften Wahnsinn entgegenzutreten
Wladimir Putin zeigt wahre Stärke, Mut, Gewissen und Mitgefühl
Putin: Die westlichen Medien und die Politik ist wie gleichgeschaltet und sie lügen, dass sich die Balken biegen! So eine unmoralische Politik wird immer verlieren!

V

Der vergessene Widerstandskämpfer Georg Elser hätte 1939 mit dem Hitlerattentat beinahe die Weltgeschichte geändert

Am Samstag jährt sich das Attentat von Georg Elsner auf den Nazi-Diktator zum 75. Mal. Im April kommt ein Film in die Kinos.

Georg Elser -
© Unbekannt
Georg Elser verübte am 8. November 1939 einen Anschlag auf Adolf Hitler. Der Plan schlug fehl.
München - Die Bombe ging 13 Minuten zu spät hoch. Deswegen entging Nazi-Diktator Adolf Hitler vor 75 Jahren - am 8. November 1939 - dem Anschlag im Münchner Bürgerbräukeller. Dort hatte der Schreinergeselle Johann Georg Elser nach monatelangen Vorbereitungen die Bombe versteckt. „Bei einem Erfolg des Attentats hätte Elser Weltgeschichte geschrieben“, hat der Historiker Hartmut Mehringer den Schwaben und Einzelkämpfer später gewürdigt. „Ein Erfolg wäre ein Glücksfall gewesen, denn dann wäre der Zweite Weltkrieg wahrscheinlich schnell zu Ende gewesen.“ Mit einer großen Gedenkveranstaltung wird an diesem Samstag in München an den mutigen Widerstandskämpfer erinnert.

Hitler hatte am Tag des Attentats - entgegen den Gewohnheiten der vorangegangenen Jahre - die Veranstaltung im Bürgerbräukeller vorzeitig verlassen, bei der regelmäßig an den Münchner November-Putsch der Nazis von 1923 erinnert wurde. Der Grund für Hitlers Eile: Wegen Nebels konnte er nicht nach Berlin zurückfliegen, stattdessen musste er einen Sonderzug nehmen. Der genau ausgetüftelte Plan von Elser lief damit ins Leere. Die Bombe mit Zeitzünder war in der Säule genau hinter dem Rednerpult angebracht. Die Wucht der Explosion riss die Säule auseinander, Decke und Galerie stürzten ein. Sieben Nazis und eine Kellnerin starben, 63 Personen wurden verletzt. Wo Hitler kurz zuvor gesprochen hatte, lagen meterhoch Trümmer.

Kommentar: Johann Georg Elser hat 1939 gezeigt, dass auch ein Einzelner gegen eine Diktatur agieren und damit den Lauf der Geschichte beeinflussen kann. Für die Geschichtsschreibenden und die Herrschenden nach 1945 ist er unbequem, weil er aufzeigt, dass es durchaus die Möglichkeit gab und auch immer noch gibt, zu wissen was um einen herum wirklich vor sich geht und entsprechend zu handeln.

Auch wir können uns entscheiden die Geschehnisse um uns herum bewusst wahrzunehmen. Wir können unsere Stimme erheben und sagen, dass die Taten unserer psychopathischen "Führer", die Geschehnisse im Gazastreifen, in der Ostukraine oder die unendlichen Kriege der USA nicht in Ordnung sind. Wir können ebenfalls Persönlichkeiten wie Putin unterstützen, die etwas gegen diese Entwicklung tun. Denn wenn wir uns nicht entscheiden etwas zu tun, könnte es durchaus möglich sein, dass sich demnächst das Universum "entschließt" etwas gegen uns zu unternehmen.

Crusader

Ulfberht-Klinge gefunden - Hightech Schwert des Mittelalters

Ulfberht-Klingen waren im Mittelalter gefürchtete Spitzenprodukte, ihr Stahl von außergewöhnlicher Qualität. Ein neuer Fund aus Deutschland liefert nun Hinweise auf die Herkunft dieser mysteriösen Waffen.

Ulfberht sword
© Volker Minkus
Hochtechnologie aus dem zehnten Jahrhundert: eines der gefundenen Ulfberht-Schwerter
Es lag auf einem Haufen Kies, den der Schwimmbagger gerade aus der Weser bei Großenwieden, ungefähr 15 Kilometer flussabwärts von Hameln, geschaufelt hatte, und wenn Ralf Kleine es nicht zufällig entdeckt hätte, wäre es mit der nächsten Baggerschaufel wieder zugeschüttet worden und vielleicht für immer verschwunden geblieben. Aber nun kletterte Kleine, der beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Hameln arbeitet, auf den Kieshügel und hob das Ding auf. Es war ein Schwert. Ziemlich stark verrostet, aber ganz eindeutig ein Schwert: die lange, schlanke Klinge, die Parierstange, der Griff und an dessen Ende ein halbkugelförmiger Knauf. Ralf Kleine nahm es mit nach Hause und zeigte es seinem Vater.

"Ich wollte es ursprünglich selbst entrosten", sagt Rainer Kleine, Binnenschiffer im Ruhestand, "aber dann hatte ich doch Bedenken". Wozu hatte er schließlich in der "Schützengilde Hilligsfeld" einen Schützenbruder, der etwas von solchen Sachen verstand? Gleich rief er Heinrich Härke an und lud ihn zum Kaffeetrinken in sein Wochenendhäuschen ein. "Da holt er das Ding raus", erzählt Härke, "und trotz des Rostes konnte ich sofort auf der Klinge die Inschrift VLFBERHT erkennen." Heinrich Härke ist Professor für mittelalterliche Archäologie an der Universität Tübingen. Er wusste: Das ist ein außergewöhnlicher Fund.

Ein Ulfberht-Schwert! Seit mehr als hundert Jahren fasziniert diese Waffe die Archäologen, und bis heute ist sie geheimnisvoll geblieben. Der norwegische Jurist und Archäologe Anders Lorange hat sie 1889 zum ersten Mal beschrieben. Bis heute wurden 167 Schwerter gefunden, die auf der Klinge die Signatur VLFBERHT tragen - in verschiedenen Variationen, immer kombiniert mit einem oder zwei Kreuzen vor, hinter oder zwischen den Buchstaben. Manchmal fehlt ein Buchstabe, das R oder das T, so, als ob ein des Schreibens Unkundiger die Zeichen fehlerhaft kopiert hätte. Auf der Rückseite tragen die Klingen ein charakteristisches Muster, eine Art Markenzeichen: diagonal gekreuzte Linien, die ein Rautenmuster ergeben und rechts und links von je zwei oder drei senkrechten Linien flankiert werden, auch dies in verschiedenen Variationen.
Sherlock

Eingang zur Unterwelt? Archäologen entdecken weiteren Tunnel unter dem Pyramidentempel des Quetzalcoatl

Schon seit 2003 graben mexikanische Archäologen in und unterhalb der Pyramide der Gefiederten Schlange, Quetzalcoatl, in der Tempelanlage von Teotihuacán. Nachdem sie zunächst einen Schacht und weitere reich verzierte Kammern unter dem Tempel entdeckt hatten (...wir berichteten 1, 2), wurde nun ein rund 120 Meter langer Tunnel freigelegt. Offenbar handelt es sich um den symbolischen Eingang in die Unterwelt der Teotihuacán-Kultur.
© inah.gob.mx
Auf Laserscan-Daten basierende grafische Darstellung des Tunnels (rosa), der unterhalb der Pyramide des Quetzalcoatl verläuft.
Teotihuacán (Mexiko) - Wie die Archäologen des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (Nacional de Antropología e Historia, INAH) berichten, wurden in dem Tunnel rund 50.000 Opfergaben und Artefakte gefunden. Darunter befinden sich zahlreiche Statuen, Messer, Töpferwaren, Schmuck, Weihrauchbehälter, Objekte aus Holz, Raubtierknochen und karibische Muscheln.
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