Verborgene Geschichte
Karte


Pi

Hobbyarchäologin gräbt 560.000 Jahre alten Zahn aus

Bei Ausgrabungen in Frankreich entdeckte eine junge Hobby-Archäologin einen Zahn. Dieser ist 100.000 Jahre älter als der so genannte Tautavel-Mensch, dessen Überreste in der Region gefunden wurde.
Bild
© EPA/Denis Dainat
Tautavel - Eine 16-jährige französische Hobby-Archäologin hat bei Ausgrabungen einen rund 560.000 Jahre alten Zahn gefunden. Camille und ein anderer freiwilliger Helfer fanden den Zahn in der berühmten Ausgrabungsstätte im südfranzösischen Tautavel, wie die Paläontologin Amlie Viallet am Dienstag sagte.

Es handle sich um einen „bedeutenden Fund“, schließlich seien in Europa nur sehr wenige menschliche Fossilien aus dieser Zeit entdeckt worden. „Bei Grabungen wurde der Zahn eines Erwachsenen - der Schneidezahn eines Mannes oder einer Frau - in einer Schicht Erdreich gefunden, von der wir wissen, dass sie zwischen 580.000 und 550.000 Jahre alt ist“, sagte Viallet. Der Zahn ist damit rund 100.000 Jahre älter als der sogenannte Tautavel-Mensch, dessen Überreste in der Region gefunden worden waren und der vor rund 450.000 Jahren lebte.

Black Cat 2

Erdveränderungen und das Klima beeinflussten die Geschichte der Menschheit und Aufstieg oder Niedergang ganzer Kulturen

Professor Dr. Wolfgang Behringer, der an der Universität des Saarlandes Geschichte der Frühen Neuzeit lehrt, hat die 20.000-jährige Kulturgeschichte des Klimas seit der letzten Eiszeit erforscht. Sein Fazit: Der Einfluss des Klimas auf die Geschichte wurde bislang unterschätzt.
Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen sieht Behringer vom Klima beeinflusst; die Hexenverfolgung sei ebenso durch das Klima mitverursacht wie der Beginn der industriellen Revolution.

© Wikipedia Commons
Winterlandschaft mit Vogelfalle von Pieter Brueghel der Jüngere
"Es gibt, was das Klima angeht, keine Sicherheit. Die Natur ist nicht auf ein bestimmtes natürliches Klima festgelegt", so der Historiker Wolfgang Behringer. Der Mensch, der heute auf den Klimawandel im Guten wie im Schlechten Einfluss habe, sei in früherer Zeit noch massiver der Unberechenbarkeit der Natur ausgeliefert gewesen. "Das Klima beeinflusste seine Umwelt und sein Leben unmittelbar - mit weitreichenden Folgen", so Behringer. Diese Folgen hat der Wissenschaftler für eine Zeitspanne von rund 20.000 Jahren seit der letzten Eiszeit untersucht. Besonders im Hochmittelalter und in der Frühen Neuzeit (1450 bis 1800) fand Behringer Belege für seine These, dass Klimaänderung und Lauf der Geschichte untrennbar in Zusammenhang stehen.

Kommentar: In der Geschichte haben wir es immer wieder zugelassen, dass Psychopathen an der Macht unsere "Lebensweise" so richtig verpfuschen und die Umwelt spiegelte und spiegelt uns auch jetzt diese erschreckende Lage durch Klima- und Erdveränderungen wider, indem sie selbst immer wieder verrückt spielt. Unsere monatlichen SOTT-Videos der weltweiten Erdveränderungen zeigen die derzeitigen Kapriolen.

SOTT-Redakteur Pierre Lescaudron versucht in seinem neuen Buch, die sogenannte "Human-Cosmic Connection" (menschlich-kosmische Verbindung) zu ergründen. Der kollektive Zustand unserer Gesellschaft spiegelt sich direkt in unserer Umwelt wieder:
In vergangenen Zeiten verstanden die Menschen, dass der menschliche Geist und die Zustände der kollektiven menschlichen Erfahrung sowohl den Kosmos als auch Phänomene auf der Erde beeinflussen.
Historische Aufzeichnungen enthüllen eine starke Wechselwirkung zwischen Perioden von autoritärer Unterdrückung, menschlicher Gier und vernichtenden Naturkatastrophen.


Magnify

Fossil aus China widerlegt den Mythos des schuppigen Raptoren aus "Jurassic Park"

Bild
© AFP/ MLR
Zhenyuanlong suni (Zeichnung): "Er sah aus wie ein Vogel"
In Steven Spielbergs Erfolgsfilm "Jurassic Park" waren sie als böse Menschenfresser zu sehen. Tatsächlich ähnelten Velociraptor-Saurier wohl eher großen, mit flauschigen Federn bedeckten Truthähnen.

Für den Wildhüter des Saurierparks endet die Begegnung mit Velociraptoren tödlich. Im Blockbuster "Jurassic Park" von 1993 machen die Raptoren auch Jagd auf zwei Kinder, die sich schließlich in der Restaurantküche in Sicherheit bringen können.

Steven Spielberg ließ die Dinos damals als grüne, schuppenbedeckte Monster darstellen. Doch in Wirklichkeit sahen die Velociraptor-Dinosaurier wohl eher harmlos aus - wie große Truthähne. Zu diesem Schluss kommen britische Wissenschaftler in einer im Fachblatt Scientific Reports veröffentlichten Studie.

Fire

Der Sommer, der ein Winter war - Wissenschaftler konnten Auswirkungen von erhöhten Partikelmengen in der Atmosphäre seit der Römerzeit messen

Wissenschafter datierten 300 Vulkanausbrüche und konnten damit auch die weitreichenden Folgen - Kälteperioden und Hungersnöte - messen

© Michael Sigl
Eine Art Klimaarchiv für die Wissenschaft: eine langlebige Kiefer (Pinus longaeva) in den White Mountains in den USA.
Wien - Dass Vulkanausbrüche Kälteperioden auslösen können, wird schon lange überliefert. Das bekannteste Beispiel ist die heftige Eruption des Tambora auf der Insel Sumbawa im Jahr 1815. Schwefelpartikel in der Atmosphäre verhinderten daraufhin die normale Sonneneinstrahlung. 1816 kam es zum "Jahr ohne Sommer" mit Nachtfrostperioden in Europa und Nordamerika, zu Überschwemmungen, Missernten und in weiterer Folge zu einer großen Hungersnot.

Bisher fehlte es aber an verlässlichen wissenschaftlichen Methoden, die Vulkanausbrüche zeitlich genau einzuordnen und damit die Folgen zu messen. Diese Lücke schloss nun ein großes Wissenschafterkonsortium mit der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), dem Oeschger-Zentrum für Klimaforschung an der Universität Bern (OCCR) und zahlreichen anderen Forschungseinrichtungen. Sie haben den Zeitpunkt von nahezu 300 Vulkanausbrüchen seit der frühen Römerzeit rekonstruiert. Die Arbeit wurde aber erst durch kombinierte Datenanalysen ermöglicht.

Kommentar: Große Vulkanausbrüche, Feuerbälle, Meteorite oder auch andere Ereignisse können für mehr Partikel in der Lufthülle der Erde gesorgt haben, die größere Katastrophen zur Folge hatten. Solch Extremereignisse waren in aller Regel mit Ereignissen wie schlechten Ernten, langen Wintern, ausgefallenen Sommern, einer kleinen Eiszeit, Hungersnöten und menschlichem Leid verbunden und häufig folgten darauf Revolutionen, Kriege oder auch Zusammenbrüche von Imperien. Wer sich mit diesem Thema genauer auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir "The Apocalypse: Comets, Asteroids and Cyclical Catastrophes" von Laura Knight-Jadczyk und "Earth Changes And The Human-Cosmic Connection" von Pierre Lescaudron. Das letztere Buch wird z.Zt. vom deutschen SOTT-Team übersetzt und als Artikelserie veröffentlicht. Teil 1 finden Sie hier.


Magnify

Noch älter als die Nazca-Linien: Neue, über 2000 Jahre alte Geoglyphen in Peru entdeckt

Wie japanische Anthropologen der »Yamagata University« am vergangenen Dienstag öffentlich bekannt gaben, haben sie 24 neue Linien in der Nähe von Nazca, im Süden von Peru, entdeckt.
Das Team hatte die Untersuchung der nördlichen Hängen in der städtischen Gebieten von Nazca im Herbst 2013 begonnen und hatte allein bis Ende des Jahres 2013 17 neue Geoglyphen entdeckt. In 2014 fanden sie in der Nähe des selben Bereiches fünf neue Linien und 19 weitere auf den Hängen eines nahe gelegenen Berges.

Diese in 2014 neu entdeckte 24 Geoglyphen werden auf die Zeit um rund 400 bis 200 vor Christus datiert und man glaubt, dass sie älter als die berühmten Nazca-Linien, wie zum Beispiel der berühmte »Kolibri«, sind. Sie haben eine Länge zwischen fünf und 20 Meter und die meisten Zeichnungen scheinen Lamas abzubilden.

Question

Kaum erforschtes Höhlenlabyrinth in der Oststeiermark: 10.000 Jahre alt und offenbar mit Maschinen gebaut

Unter der Oststeiermark in Österreich gibt es ein noch kaum erforschtes Labyrinth aus Höhlen und Gängen. Was die Forscher vor allem rätseln lässt: Die mehr als 10.000 Jahre alten Gänge dürften mit Maschinen gebaut worden sein.
Unterirdische Höhlen und Gänge durchziehen die Oststeiermark. Doch erst ein Bruchteil davon ist bekannt. „Wir sind als Kinder dort hineingeschlüpft und haben diese Gänge erkundet“, erinnerte sich Unternehmer Hermann Retter.

Pistol

Das Massaker von 1995 in Srebrenica - Niemals wieder geschieht immer und immer wieder

Über 8.000 Menschen wurden 1995 in Srebrenica von serbischen Militärs ermordet. Unser Autor war nah dran. Glauben wollte man ihm erst nicht.

© Accociated Press
Das Schicksal der Frauen: Vergewaltigung und Vertreibung
Es ist der 11. Juli 1995: Der bosniakisch-kroatische Krieg war seit einem Jahr beendet. Und in Mostar, der herzegowinischen Hauptstadt, die in den vergangenen Jahren mal von Serben, dann wieder von Kroaten umkämpft war, heiratete Tatjana, eine Freundin, einen holländischen Polizeichef. Wir wollten mit dem Paar auf einer sonnigen Terrasse unterhalb der zerstörten alten Brücke mit Blick auf das grünliche Wasser der Neretva feiern. Nur noch die Enden der Alten Brücke ragten aus dem Stein, sie schärften das beeindruckende Panorama, das die halb zerstörte und nun zwischen Bosniaken und Kroaten geteilte Stadt bot. Und sie passten zu den schlimmen Nachrichten: Serbische Kampfverbände griffen erneut bosnische Landesteile an.

Deshalb hatte ich am Vortag die Radioamateure in Ostmostar, dem bosniakischen Teil Mostars also, besucht und erfahren, dass die Lage in der Enklave Srebrenica immer brenzliger wurde. Weil es in weiten Landesteilen weder Strom noch Telefon gab, waren die Radioamateure die Einzigen, die noch Nachrichten aus den von serbischen Truppen bedrohten und von der UN als „Save Haven“ - sichere Häfen - deklarierten Enklaven Žepa, Goražde, Bihać und Srebrenica bekamen.

Srebrenica ist bedroht, die Serben rücken von allen Seiten auf die Enklave vor“, hatte der Funker aus Srebrenica mit sich überschlagender Stimme geschrien. „Die holländischen UN-Truppen verteidigen uns nicht. Die Serben werden uns alle töten.“ Dann brach der Kontakt ab.

Kommentar: Nie wieder geschieht immer wieder. Anscheinend lernt die Menschheit nichts aus ihrer Vergangenheit und es geschieht auch heute wieder. Seit dem Jugoslawienkrieg waren es Menschen in Afghanistan, Irak und Libyen, die plötzlich ihr bislang mehr oder minder normales Leben in einem Horror verschwinden sahen. Momentan sind es normale Menschen wie Du und Ich, die in der Ukraine und Syrien um ihr Leben und ihre psychische und psychische Gesundheit fürchten müssen. Geschehnisse wie diese erscheinen uns ganz weit weg, aber die europäische Ukraine ist mit dem Flugzeug ganz nah und auch Syrien ist nicht viel weiter weg. Und die Flüchtlinge aus den Krisengebieten sind auf dem Weg auch zu uns und tragen dazu bei auch die Lage bei uns in Europa zu komplizieren und möglicherweise in einigen Regionen auch zu destabilisieren. Und das ganze Leid geschieht anscheinend nur deshalb, weil ein paar wenige Psychopathen sich austoben oder zu ihrem eigenen Vorteil bereichern wollen und kaum einer versucht, sie daran zu hindern.


Info

Steinzeitmensch mit Neandertaler-DNA gefunden - Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt

DNA-Analysen eines 40.000 Jahre alten Kieferknochens aus Rumänien zeigen, dass sich moderne Menschen mit Neandertalern vermischt haben, als sie nach Europa einwanderten..
© Wikimedia Commons
Rekonstruktion eines Neanderthalers

Die Neandertaler sind vor etwa 40.000 Jahren ausgestorben, doch in den Genomen heute lebender Menschen aus Europa und Asien befinden sich noch etwa ein bis drei Prozent Neandertaler-DNA. Wissenschaftler haben jetzt DNA aus einem 37.000 bis 42.000 Jahre alten menschlichen Unterkiefer aus der Oase-Höhle in Rumänien untersucht und im Genom dieser Person sechs bis neun Prozent Neandertaler-DNA gefunden - mehr als bei jedem anderen bisher sequenzierten Menschen. Da lange Abschnitte der Chromosomen dieses Individuums vom Neandertaler stammen, schätzen die Forscher, dass er vor vier bis sechs Generationen einen Neandertaler-Vorfahren in seinem Stammbaum hatte. Dies belegt, dass einige der ersten modernen Menschen, die nach Europa kamen, sich mit den dort lebenden Neandertalern vermischten.

Heute lebende Menschen, die ihre Wurzeln außerhalb Afrika haben, tragen zwischen einem und drei Prozent Neandertaler-DNA in ihren Genomen. Forscher halten es für wahrscheinlich, dass frühe Menschen sich vor etwa 50.000 bis 60.000 Jahren im Nahen Osten mit Neandertalern vermischten, als sie aus Afrika kamen, bevor sie sich dann über Asien, Europa und den Rest der Welt ausbreiteten. Funde aus verschiedenen Teilen Europas zeigen aber, dass moderne Menschen und Neandertaler bis zu 5.000 Jahre lang gemeinsam in Europa gelebt und sich dort möglicherweise auch miteinander vermischt haben könnten.

Kommentar:


Info

Arme werden heute wie im Mittelalter stigmatisiert: Hexenverfolgung damals und heute - Armut ist historisch in der Reformation begründet

Die Ausgrenzung und Verfolgung von marginalisierten Bevölkerungsgruppen: Obdachlosen, Bettlern und Armen, wie sie seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in der BRD wieder in zunehmendem Ausmaße betrieben wird, basiert auf einer historischen Tradition, die mit der Durchsetzung des Protestantismus als Ideologie des in der frühen Neuzeit erstarkenden Finanzbürgertums begann.
Bild

Hieronymus Bosch, Der Landstreicher, um 1510
"Was aber heißt hier eigentlich Identität? Von der bloßen Lüge oder von plumpen betrügerischen Tricks waren ihre Selbststilisierungen weit entfernt. Hunderte von Malen wiederholt, wird der Topos selbst zu einer Art von Wahrheit, gewinnt er Objektivität auch denen gegenüber, die es eigentlich besser wissen müßten."

~ Norbert Schindler
Die Parallelen der österreichischen Bettlerverfolgungen im 16. und 17. Jahrhundert zu heutigen Vertreibungen von Armen aus den Innenstädten sind frappierend. Auch die Argumentation der Obrigkeit und das Verhalten vieler Bettler und Bettlerinnen weisen verblüffende Ähnlichkeiten zur Gegenwart auf. Die Etablierung einer terroristischen Politik gegen die Armen, in diesem Artikel am Beispiel Österreichs beschrieben, war nicht Kennzeichen des "finsteren" Mittelalters, sondern im Gegenteil notwendiger Bestandteil im Aufbau frühkapitalistischer Herrschaftsformen. Gerade die Entstehung des bürgerlichen Gewissens war keinesfalls dem Großmut der Besitzbürger zu verdanken, sondern stellte für die Armen einen Rückschritt dar, deren Recht auf Almosenversorgung nunmehr zu einer wilkürlichen Entscheidung der Gebenden wurde. Viele Strategien im Broterwerb der Salzburger Bettler, ihre erfundenen Geschichten, ihre Kreativität der Selbstdarstellung beim Bettel erinnert durchaus an das Schnorrverhalten von Punks in Fußgängerzonen. Verblüffend ist, wie wenig sich im Kern an der Vermittlung von Herrschaft geändert hat. In einer Zeit, in der bürgerliche Politiker die Streichung der Sozialhilfe nach zehn Jahren erwägen, der zweite Arbeitsmarkt zerstört wird, der Sozialstaat abgebaut und die Wiedereinführung privater Armenversorgung durch Projekte wie die "Tafeln" forciert wird, also eine Auflösung einklagbarer sozialer Rechte und deren Umwandlung in freiwillige Gutmenschentaten stattfindet, gilt es eine historische Tradition in Erinnerung zu rufen, die in der Ermordung der Armen kulminierte.


Kommentar: Zur Entstehungszeit dieses Artikels war schon eine deutliche Tendenz zur gesellschaftlichen Ächtung von Arbeits- und Obdachlosigkeit gängig. Seit der Einführung der Hartz-IV-Gesetzgebung hat sie sich in Deutschland verschärft. Doch auch in anderen Ländern Europas mit ursprünglich starkem sozialen Netz und in den USA nimmt dieser Trend zu.


Kommentar: Eliten im Hintergrund steuern die gesellschaftliche Verachtung und Stigmatisierung von Arbeitslosen, Obdachlosen und anderen von Armut Betroffenen. Heute geschieht das vor allem durch Think Tanks und die Medien, früher durch Ideologien wie die protestantische Ethik und Hexereivorwürfe, die sich gut mit den Zuschreibungen magischer Eigenschaften für Bettler deckten.

Die Hintergründe dieser Menschenverachtung erfahren Sie, wenn Sie sich mit dem der Politischen Ponerologie vertraut machen:
© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Book

800 Jahre Magna Charta und ihre Wirkung auf das Recht - Jetzige Verringerung unserer Rechte führt zurück in die Leibeigenschaft

© Wikipedia Public Domain
Am Montag 15. Juni 2015 ist der 800. Jahrestag der Magna Charta. In seinem Buch „Magna Carta“ erwähnt J.C. Holt, Professor für Geschichte des Mittelalters an der Universität Cambridge, dass drei Kapitel dieses historischen Dokuments noch immer in der Englischen Gesetzessammlung zu finden sind, und dass so viel von dem, was von der Großen Charta noch lebt, „sich um individuelle Freiheit dreht,“ was „die Qualität der Originalfassung aus dem Jahr 1215 widerspiegelt.“

Im 17. Jahrhundert benützte Sir Edward Coke die Große Charta der Freiheiten, um die Vormachtstellung des Parlaments, der Vertretung des Volks, als den Ursprung des Rechts zu etablieren.

Eine Anzahl von Rechtsgelehrten haben die irrelevante Auffassung geäußert, dass die Magna Charta die Rechte der Kirche, des Adels und der Freien schützte, die nicht untertan waren, also eines kleinen Anteils der Bevölkerung im frühen 13. Jahrhundert. Wir hören dasselbe über die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, dass auch diese etwas sei, was die Reichen für sich selbst gemacht haben. Ich habe nichts übrig für diese Art von Entlarvung von menschlichen Errungenschaften, die letztendlich den einfachen Menschen Freiheit brachten.

Zu Runnymede hatte 1215 niemand außer den bewaffneten Baronen die Kraft und den Mut, König John dazu zu bringen, sich dem Gesetz zu unterwerfen. Der Rechtsstaat, nicht die Herrschaft des Fürsten oder des exekutiven Bereichs in Washington, der ein feiger und korrupter Kongress und Oberster Gerichtshof zugestimmt haben, ist eine menschliche Errungenschaft, die im Lauf der Jahrhunderte aus der Magna Charta herauswuchs, natürlich mit Höhen und Tiefen.

Kommentar: Politische Ponerologie erklärt wie pathologische Menschen, in Positionen der Macht, dieses System für ihre eigenen Interessen ausnutzen, selbst wenn dies langfristig für alle negative Folgen hat:
© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke