Verborgene Geschichte
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Sherlock

Inkas: Rätselhafter Stein mit 13 Winkeln entdeckt

Das antike Volk der Inka ist u.a. für seine erstaunlichen Mauerwerke bekannt, in denen einzelne gänzlich unterschiedlich und unregelmäßig geformte Steine derart präzise aufeinander abgestimmt und ohne Mörtel zu gewaltigen sog Zyklopenmauern aufeinandergesetzt wurden, dass in die Fugen der Steine nicht einmal ein Blatt Papier passt. Der bislang ungewöhnlichste Stein in einer solchen Trockenmauer weist ganze 12 Winkel auf. Jetzt haben peruanische Archäologen jedoch die Mauer eines komplexen Bewässerungssystems der Inka freigelegt, in der ein Stein diese Anzahl nochmals übertrifft. Wie die Inka zu derartigen Meisterleistungen in der Lage waren, ist bis heute ein Rätsel.
© cultura.gob.pe
Ansicht des 13-winkligen Stein in einer Mauer in Incahuasi.
Incahuasi (Peru) - Wie das peruanische Kulturministerium berichtet, wurde die Mauer bei Ausgrabungen in Incahuasi in der Huancavelica Region nordöstlich von Ica entdeckt. Die Mauer ist Teil eines aufwendigen Wasserversorgungssystems, mit dem die Inka zwei Quellen in der Umgebung mittels Kanälen entweder zur Wasserversorgung oder zur Bewässerung umleiteten.

Die weltweit bekanntesten Versionen derartiger Mauern finden sich auf Machu Pichu, der Inkafestung Sacsayhuaman und Cuzco. Gemeinsam mit den abgerundeten Kannten, stellen die unregelmäßig mehrwinkligen Segmente der Mauern Archäologen und Ingenieure heute noch vor ein Rätsel.
Colosseum

Kopf einer Sphinx in einem Hügelgrab in Griechenland entdeckt

Riesige Grabanlage wird seit August freigelegt und hat bereits zahlreiche Schätze freigegeben

Thessaloniki - Der antike Hügelgrab in der Nähe des nordgriechischen Amphipolis aus der Zeit Alexander des Großen (356-323 vor unserer Zeitrechung) hat erneut ein spektakuläres Fundstück freigegeben: Archäologen haben in der Grabanlage, in der möglicherweise eine Person aus dem unmittelbaren Umfeld von Alexander dem Großen bestattet wurde, den weitgehend unbeschädigten Kopf einer Marmorsphinx entdeckt. Neben der rund 60 Zentimeter großen Skulptur lagen in der zuletzt freigelegten Grabkammer auch Teile der Sphinx-Flügel, wie das griechische Kulturministerium am Dienstag mitteilte.
Sphinxkopf Griechenland
© apa/epa/greek ministry of culture
Der nun entdeckte Sphinxkopf gehört zu einer Skulptur, die in einer der drei zuvor freigelegten Grabkammern gefunden worden ist.
Der zu dem Kopf gehörende Körper der Sphinx war bereits in einer der drei davor freigelegten Kammern gefunden worden. Das Hügelgrab wird seit Mitte August freigelegt. Es erweist sich als wahre Fundgrube für die Archäologen: Vor kurzem entdeckten sie ein eindrucksvolles Bodenmosaik, das einen Streitwagen mit einem bärtigen Fahrer zeigt.
Fireball 4

Carolina Bays: Kanadischer Ort wurde zweimal von Meteorit getroffen

Was für ein erstaunlicher Zufall: Ein Ort an der Hudson Bay in Kanada wurde im Abstand von Jahrmillionen zweimal von einer großen Bombe aus dem All getroffen.
© USGS
Clearwater-Krater in Quebec, Kanada: Etwa 286 Millionen Jahre und 460 Millionen Jahre alt
Hamburg/Heidelberg - Sie wirken wie ein Geschwisterpaar, die beiden Clearwater-Krater an der Hudson Bay im Nordosten Kanadas. Der Einschlag eines Doppel-Meteoriten galt als Verursacher. Ähnlich wie bei dem Nördlinger Ries und dem Steinheimer Becken in Süddeutschland hätten ein großer Meteorit und sein kleinerer Begleiter vor Jahrmillionen zwei Krater hinterlassen, so lautete die Theorie.

Nun aber präsentieren deutsche Forscher eine Überraschung. Die 36 und 26 Kilometer breiten Krater seien in unterschiedlichen Erdzeitaltern entstanden, berichten Forscher um Mario Trieloff von der Universität Heidelberg und Martin Schmieder von der University of Western Australia. Der gleiche Ort wurde mithin zweimal von einer kosmischen Bombe getroffen, und beide Krater blieben erhalten - ein erstaunlicher Zufall.

Kommentar: Die Carolina Bay weist hunderttausende Einschlagskrater auf, also ist die vorige Theorie, dass zwei Meteoriten einschlugen, nicht vollkommen auszuschließen. Victor Clube und Bill Napier beschreiben in ihrem Buch The cosmic winter, dass viele Körper nicht registriert werden können, da es sich, nicht wie üblich angenommen, um "dreckige Eisbälle" handelt, sondern oftmals um schwarze Klumpen. Weiter beschreiben sie, dass die Erde sehr oft von Schwärmen und in regelmäßigen Abständen (ca. alle 4000 Jahre) getroffen wurde, das heißt, eine große Masse von relativ kleinen Körpern die Erde bombardierten, wie es das untere Beispiel der Carolina Bay zeigt:

carolina bay
© unbekannt
Carolina Bay: wo ca. 500.000 Einschläge geschätzt werden.


Question

Kasachisches Nazca entdeckt: Rätselhafte Geoglyphen

Mit ihrer Präsentation der Entdeckung von mehr als 50 unterschiedlich großen Bodenbildern in Nordkasachstan, sogenannten Geoglyphen, haben kasachische und litauische Archäologen auf dem Jahrestreffen der European Association of Archaeologists (EAA) und auch in den internationalen Medien für Aufsehen gesorgt (...wir berichteten). Um mehr und genauere Informationen über das "kasachische Nazca" zu erfahren, hat "grenzwissenschaft-aktuell.de" die an der Entdeckung und Erforschung der Geoglyphen beteiligte Archäologin Irina Shevnina interviewt.
© DigitalGlobe, courtesy Google Earth
Kreuz-Quadrat in Nord-Kasachstan.
Saarbrücken (Deutschland) - GreWi: Frau Shevnina, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen genommen haben. Können Sie uns etwas mehr darüber berichten, wie Sie und Ihre Kollegen die Geoglyphen in Kasachstan entdeckt und seither erforscht haben?
© I. Shevnina
Irina Shevnina.
Irina Shevnina: Die ersten Geoglyphen wurden 2007 zufällig mit Hilfe von Google Earth gefunden. Zuerst hatten wir nur drei Geoglyphen entdeckt: Die Triskele, ein Quadrat und ein Kreuz. Nach und nach wurden es immer mehr. Mittlerweile kennen wir mehr als 50.

Wir haben das Quadrat und andere mittlerweile auch vor Ort untersucht. Alle Geoglyphen bestehen aus aufgeschütteter Erde und/oder Erdhügeln. Derzeit unterscheiden wir zwei Haupttypen: Die eine Art von Geoglyphen bestehet aus Erdhügeln, die in ihrer Anordnung selbst Linien, Ringe, Kreuze Quadrate und Quadrate mit Kreuzen. Die zweite Gruppe besteht aus aufgeschütteter Erde, also Erdgräben und Erdwällen.
Question

Sensationeller Kartenfund, 200 Jahre vor Columbus: Kannte Marco Polo schon Amerika?

Ein Kartenfund in den Archiven des US-Kongressbibliothek sorgt derzeit für Aufsehen: Sollten sich die Pergamentkarten als echt erweisen, wären sie der Beweis dafür, dass der italienische Weltreisende und Entdecker Marco Polo schon im 13. Jahrhundert - und damit 200 Jahre vor Christoph Columbus von der Existenz der Küste Alaskas und jener Meeresenge gewusst hatte, die Asien und Nordamerika trennt und offiziell erst vier Jahrhunderte später von Vitus Bering entdeckt wurde.
© Library of Congress, Geography & Map Division
Die als "Karte mit Schiff" bezeichneten kartografische Skizze, die angeblich auf Beschreibungen Marco Polos basiert.
Washington (USA) -Wie das Smithonian Magazine berichtet, handelt es sich bei dem Fund um 14 Pergamente, die zwar schon seit den 1930er Jahren im Besitz der Library of Congress der USA, doch erst in den vergangenen Jahren wieder untersucht wurden.

"Dieser Fund würde bedeuten, dass schon Polo von der Existenz der Küste Nordamerikas Kenntnis oder selbst von Arabern oder Chinesen davon erfahren hatte", kommentiert der Historiker Professor Benjamin B. Olshin von der University of the Arts in Philadelphia die Entdeckung. Olshin ist zugleich der Autor eines im November erscheinenden Buches über eben diesen Kartenfund mit dem Titel "The Mysteries of Marco Polos Maps" (Die Geheimnisse um Marco Polos Landkarten).
Snowflake

Erste Augenzeugenberichte des unbekannten Vulkanausbruchs Anfang des 19. Jahrhunderts

Das "Jahr ohne Sommer" 1816 hatte bereits einen Vorläufer kurz zuvor. Doch niemand weiß, welcher Vulkan dafür verantwortlich war. Nun gibt es eine erste Spur.

Man and frozen crops
© checkinwithcharlie.bangordailynews.com
Der kalte Sommer von 1816
Im Jahr 1815 explodierte der indonesische Vulkan Tambora, 1816 folgte dann das "Jahr ohne Sommer", weil die Asche- und Schwefelteilchen der Eruption wie ein Sonnenschirm wirkten und die Erde abkühlten. Doch der Tambora allein war nicht schuld daran, dass die Zeit zwischen 1810 und 1820 das weltweit kälteste Jahrzehnt der letzten 500 Jahre wurde. Schon zuvor musste ein Vulkanausbruch die Atmosphäre verdunkelt haben - das deuten zumindest entsprechende Aerosolablagerungen in grönländischen und antarktischen Eisbohrkernen an. Allein: In keiner Chronik der damaligen Epoche fand sich ein entsprechender Vermerk. Ort und Zeitpunkt der "unbekannten Eruption" ließen sich nicht ausfindig machen. Nun hat Caroline Williams von der University of Bristol zusammen mit ihrem Team aber womöglich einen Hinweis gefunden, nachdem sie sich monatelang erfolglos durch spanische Kolonialchroniken gearbeitet hatten. Erst als sie die Schriften des kolumbianischen Astronomen José de Caldas, Leiter des Observatoriums in Bogota von 1805 bis 1810, analysierten, stießen sie auf eine passende Beschreibung.

Im Februar 1809 berichtete Caldas von einem Mysterium, das eine dauerhafte, stratosphärische und "durchsichtige Wolke" umfasste, welche "die strahlende Sonne über Bogota hemmt". Diese Bedeckung begann laut seinem Schreiben am 11. Dezember 1808 und war überall in Kolumbien zu beobachten. Detailliert beschreibt er, dass die Sonne nur noch matt silbern schimmernd wahrzunehmen war und von vielen mit dem Mond verwechselt wurde. Es sei kalt gewesen, und die Felder mit Frost bedeckt, der die Ernten zerstörte. Kurz darauf entdeckten die Forscher zudem eine kurze Notiz des peruanischen Physikers José Hipólito Unanue aus Lima, der zur gleichen Zeit von glühenden Sonnenuntergängen schreibt - eine häufige Erscheinung nach Vulkanausbrüchen und ausgelöst durch die Ascheschwebfracht in der Atmosphäre, die das Licht stärker streut. Die Folgen der "unbekannten Eruption" waren also auf beiden Seiten des Äquators zu sehen.

Kommentar:
cloudy sun
© www.tarol.com
Die Zeit zwischen 1810 und 1820 war das weltweit kälteste Jahrzehnt der letzten 500 Jahre - ein vulkanischer Winter. Dabei kühlte sich die untere Erdatmosphäre nach den Vulkanausbrüchen ab.

Asche und Schwefeldioxid (SO2), aus denen sich Aerosole aus Schwefelsäure bilden, werden bei einer größeren Eruption bis in die Stratosphäre geschleudert und verteilen sich dort wie ein Schleier über die gesamte Erde. Die Sonnenstrahlen werden dadurch teilweise absorbiert oder zurückgestreut. In der Stratosphäre verursacht dies eine Erwärmung. Am Boden kommt es im Mittel zu einer Abkühlung des Weltklimas, regional und abhängig von der Jahreszeit kommt es gleichzeitig aber auch zu Erwärmungen.

Cold winter 1816
© scied.ucar.edu
Anomalie der Sommertemperaturen 1816
Artikel über Vulkanausbrüche denen lange kalte Winter folgten: Was bedeutet das für unsere Zeit?

Die Vulkane auf unserer Erde sind in den letzten Monaten sehr aktiv. Dabei wurde auch eine Menge Asche und Schwefeldioxid in die Luft geschleudert. Wir werden sehen, welche Auswirkungen dies auf das Wetter in den nächsten Wochen und Monaten hat bzw. wie kalt und schneereich der Winter sein wird. Wie damals Anfang des 18. Jahrhunderts haben wir heute wieder unruhige Zeiten mit vielen Kriegen und der weltweiten Finanzkrise aber auch Krankheiten wie Ebola. Darüber hinaus kämpfen viele - auch bei uns - mit den Folgen von extremen Wetterereignissen und anderen planetarischen Umwälzungen - und es gibt immer mehr davon...


Um zu verstehen was hier geschieht, lesen Sie unser kürzlich veröffentlichtes Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection ("Erdveränderungen und die menschlich-kosmische Verbindung").

Palette

Wetter, das es so nicht gegeben hat? Von alten Meistern, Wetterlügen, Vulkanausbrüchen und Rot-Grün-Werten

Die ganz andere Forschung zum Klimawandel: Von alten Meistern, Wetterlügen, Vulkanausbrüchen und Rot-Grün-Werten

Dass alte Bilder von Landschaften auch viel über das Wetter von früher erzählen, ist offensichtlich. Für Klima-Forscher kann das interessant sein, wie eine Schlussfolgerung des Evolutionsbiologen Josef Reichholf, bekannt u.a. durch "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends", illustriert: Dem Naturgeschichtler zufolge ist die "kleine Eiszeit" im 16.Jahrhundert sehr schön auf Bildern der holländischen Meister dokumentiert, die vereiste Grachten zeigen, auf denen Holländer Schlittschuh laufen: "Das lernt man nicht in einem Winter. Es muss viele solche Winter gegeben haben."

Pieter Bruegel the Elder - Hunters in the Snow (Winter)
© Unbekannt
Jäger im Schnee von Jan Brueghel dem Älteren. 1565
Ein anschauliches Beispiel, ein ganz plausibler Schluss. Dennoch ist Vorsicht geboten, sobald man aus dem Wetter auf den Leinwänden detailliertere Erkenntnisse über die meteorologische Realität ziehen will: Rembrandt, Ruisdael und Vermeer, so hieß es in einem SZ-Artikel aus dem Jahre 2004, hätten gerne einen bestimmten Wettertyp gemalt, sonnige Landschaften und bei Seebildern Sturm: "Wetter, das es so nicht gegeben hat, wie holländische Meteorologen herausgefunden haben."

Kommentar: Aus welchen Gründen sollten die damaligen Künstler den Himmel und die Wolken nicht so gemalt haben, wie sie es vor Augen hatten? Sie, die sonst alles bis ins Kleinste sehr naturgetreu darstellten, sollen dies beim Himmel und den Wolken anders gehandhabt haben?

Vulkanausbrüche in derselben Größenordnung wie damals der des Laki, des Tambora oder auch des Krakatau hat es in den letzten 50 bis 100 Jahren nicht gegeben. Möglicherweise können moderne Menschen sich aus Mangel an diesbezüglichen meteorologischen Daten oder vielleicht auch Erfahrungen dies heute nur nicht vorstellen? Vielleicht könnten sie einschlägige Informationen in den Beschreibungen unserer Vergangenheit finden?

Beschreibungen des Tambora Vulkanausbruches 1815 anlässlich aktueller Eruptionen: Die Vulkanausbrüche des Krakatau 1883, des Laki 1783 und des Samalas 1257: Auch in der Steinzeit gab es Probleme mit Vulkanausbrüchen: Zum Thema Kleine Eiszeit können Sie die folgenden Artikel lesen:

Footprints

Bisher unbekannte Bauwerke und Anlagen rund um Stonehenge entdeckt

Der Steinkreis von Stonehenge ist vermutlich das bekannteste vorzeitliche Bauwerk Europas. Über keines wurde so viel spekuliert, fantasiert und geschrieben und bis heute ist man sich nicht einig, wozu dieser gewaltige Steinkreis tatsächlich diente. Dass Stonehenge nicht isoliert in der Landschaft herumstand, sondern Teil einer ganzen Ansammlung von megalithischen Bauwerken und Anlagen war, enthüllt nun eine neue archäologische Kartierung mit Hilfe von modernen Fernerkundungstechniken. Forscher entdeckten damit im Umfeld von Stonehenge hunderte Grabhügel, 17 bisher unbekannte rituelle Monumente und ganz neue Formen prähistorischer Anlagen.

Stonehenge new monuments map
© University of Birmingham
"Obwohl Stonehenge geradezu die Ikone aller prähistorischen Monumente ist und es in einer der reichhaltigsten archäologischen Landschaften liegt, war der größte Teil dieser Umgebung bisher Terra incognita", erklärt Vincent Gaffney von der University of Birmingham. Er und seine Kollegen des "Stonehenge Hiddden Landscapes"-Projekts haben daher in die letzten Jahre genutzt, um die Umgebung des rund 5.000 Jahre alten Steinkreises mit Hilfe von hochauflösenden Magnetometern und bodendurchdringenden Radargeräten gründlich abzutasten. "Dieses Projekt ist global einzigartig. Es revolutioniert nicht nur, wie Archäologen neue Technologien einsetzen, um die Vergangenheit zu interpretieren, es hat auch unsere Sicht auf Stonehenge und seine Landschaft komplett verändert", so Gaffney.

Tatsächlich enthüllte die Durchmusterung unerwartet viele, zuvor unentdeckte Bauwerke und Anlagen. So stießen die Forscher auf Dutzende von Grabhügeln, darunter einem neolithischen Tumulus, einem langgestreckten Hügel aus der Zeit, noch bevor Stonehenge seine heute sichtbare Form erhielt. Er bestand aus einem Innenbau aus massiven Holzbalken, in dem die Menschen damals ihre Toten aufwändig präparierten, zunächst den Elementen aussetzten und dann entbeinten. Am Schluss wurde das Ganze von einem Erdhügel überdeckt, wie die Archäologen erklären. Die Untersuchung zeigte auch einen ganz neuen Typ von Bauwerk, eine Anzahl von prähistorischen Gruben, von denen einige so ausgerichtet waren, dass sie die Richtung des Sonnenuntergangs zur Sommersonnwende zu markieren scheinen.

Kommentar: Zusätzliche Informationen zu Stonehenge:

Info

Römergrab in Augsburg unter einer drei Meter dicken Kieselschicht entdeckt

Augsburg - Sensationeller Fund in Augsburg: Arbeiter haben bei Ausgrabungen das 1700 Jahre alte antike Grabmal zweier römischer Kinder entdeckt.

roman tombstone Augsburg
© Römisches Museum/Stadtarchäologie Augsburg
Römisches Grabmal aus Augsburg
Bei Ausgrabungen ist in Augsburg das vollständig erhaltene antike Grabmal zweier römischer Kinder entdeckt worden. Arbeiter hatten den 1700 Jahre alten Friedhof 2012 beim Bau eines Gesundheitszentrums am Krankenhaus Vincentinum entdeckt, wie die Stadt Augsburg am Montag mitteilte.

Während der zweijährigen Ausgrabungen fanden die Archäologen neben Münzen und Tonscherben auch den zweieinhalb Meter hohen Grabstein. „Das ist ein sensationeller Fund“, sagte ein Sprecher der Augsburger Kunstsammlung. Der Friedhof am Ostrand der Stadt war vermutlich durch ein Hochwasser im Mittelalter mit einer drei Meter dicken Kieselschicht bedeckt worden.
Phoenix

Der Ausbruch des Laki 1783 und die tödliche Not mit dem Nebel

Armageddon begann auf Island und ganz Europa litt darunter.

Lakispalte auf Island
© University of California
Lakispalte auf Island
1783 ging die Angst um in Europa. Erdbeben erschütterten Kalabrien, Vulkane auf Island und in Italien brachen aus und das Wetter war extrem. Der Sommer war einer der heißesten, seit Aufzeichnungen existieren, bei den Sonnenuntergängen leuchtete der Himmel in allen Farben und nachts schien ein blutroter Mond. Gewaltige Gewitter gingen nieder. Menschen starben und viele dachten, das alles seien die Vorzeichen des jüngsten Gerichts. Und es begann auf Island.

Wie das Wissenschaftsjournal New Scientist berichtet, war der Anfang der vielen Katastrophen der Ausbruch eines Vulkans auf Island. Zuerst bebte die Erde. Am 8. Juni begann die Lakispalte, ein 25km langer Riss in der Erdkruste, ausgehend vom Vulkan Grimsvötn, Lava zu speien. Der Lavastrom erstreckte sich über 88 km Länge, bedeckte zuletzt eine Fläche von 570 Quadratkilometern.

Der Pfarrer Jon Steingrimsson beschreibt in seinen Aufzeichnungen (Fires of the Earth: The Laki Eruption 1783-1784), wie die Anwohner die Katastrophe erlebten:
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