"Es gibt Epochen im Leben der Menschheit, die im Allgemeinen mit dem Beginn des Niedergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammenfallen, in denen die Massen unwiederbringlich ihren Verstand verlieren und beginnen, alles zu zerstören, was durch Jahrhunderte und Jahrtausende der Kultur geschaffen worden ist. Solche Perioden des kollektiven Wahnsinns, die sich oft mit geologischen Katastrophen, Klimaveränderungen und ähnlichen Erscheinungen planetaren Charakters überschneiden, setzen eine sehr große Menge der Materie des Wissens frei. Dies wiederum macht die Arbeit des Sammelns dieser Wissensmaterie notwendig, die sonst verlorenginge. So fällt die Arbeit des Sammelns verstreuter Wissensmaterie häufig mit dem Beginn der Zerstörung und des Niedergangs von Kulturen und Zivilisationen zusammen."
~ George Ivanovich Gurdjieff, zitiert von P. D. Ouspensky, Auf der Suche nach dem Wunderbaren (1949).

In dem Artikel schlug Knight‑Jadczyk vor, dass unsere Sonne tatsächlich einen Begleitstern im Doppelsternsystem besitzt (die sogenannte "Nemesis‑Theorie", der zufolge die Sonne einen Roten oder Braunen Zwerg als Begleiter haben könnte, der sie in großem Abstand umkreist) und dass dieser im 17. Jahrhundert während des Maunder‑Minimums - zwischen 1645 und 1715, als praktisch keine Sonnenflecken beobachtet wurden - seine größte Sonnennähe erreicht haben könnte. Die Annäherung dieses Begleitsterns an sein Perihel habe möglicherweise einen "Erdungseffekt" auf alle Planeten des Sonnensystems erzeugt und könnte der hauptsächliche ursächliche Faktor für die damalige "Kleine Eiszeit" gewesen sein.
Was ist diese "Nemesis-Theorie"? Wie auf space.com dargestellt:
Während des betreffenden Zeitraums wurden zahlreiche Kometen beobachtet und beschrieben, in einer aufstrebenden Epoche der Astronomie, in der im Zuge eines von der Schwarzen Pest, dem Dreißigjährigen Krieg in Europa, der größten Hexenjagd in der französischen Geschichte und dem Englischen Bürgerkrieg geprägten Jahrhunderts das Teleskop erfunden wurde.
- Nemesis ist ein theoretischer Zwergstern, von dem angenommen wird, dass er ein Begleiter unserer Sonne ist.
- Die Theorie wurde aufgestellt, um einen vermuteten Zyklus von Massenaussterben in der Erdgeschichte zu erklären. Massenaussterben scheinen ungefähr alle 27 Millionen Jahre häufiger aufzutreten, und die große Zeitspanne veranlasste die Forscher dazu, nach astronomischen Ursachen zu suchen.
- Wissenschaftler spekulierten, dass ein solcher Stern die Umlaufbahnen von Objekten im äußeren Bereich des Sonnensystems beeinflussen und sie auf Kollisionskurs mit der Erde schicken könnte.
- Theorien haben vorgeschlagen, dass Nemesis ein Brauner oder Weißer Zwerg sein könnte oder ein massearmer Stern, der nur ein paar Mal so massereich ist wie Jupiter. Alle würden nur schwaches Licht aussenden, was sie schwer aufzuspüren macht.
- Falls Nemesis alle 27 Millionen Jahre durch die Oortsche Wolke zöge, so wird argumentiert, könnte er zusätzliche Kometen aus dieser Sphäre herausstoßen und sie in Richtung inneres Sonnensystem - und Erde - schicken. Die Einschlagrate würde steigen, und Massenaussterben würden häufiger auftreten.
- Im Jahr 2017 deutete eine neue Studie darauf hin, dass nahezu alle Sterne, wie die Sonne, mit einem Begleitern geboren wurden.
Da die Kleine Eiszeit von 1450 bis 1850 andauerte, war diese Zeitspanne vermutlich das "Maximum" des verallgemeinerten Einflusses, wobei der Durchgang durch die Oortsche Wolke auf dem Weg hinein und hinaus etwa 400 Jahre in Anspruch nahm.
Dieser "kosmische Mechanismus", der vor einigen Jahrhunderten einsetzte, rückt einen möglichen magnetischen Polsprung in ein bestimmtes Licht. Wenn nämlich das Erdmagnetfeld sich vor einem Polsprung abschwächt, bedeutet das, dass sich das Magnetfeld der Erde für eintreffende Energien kosmischer Art "öffnet". Und dabei müssen wir berücksichtigen, dass ein Perihel des Begleiters von der Sonne kein isoliertes Ereignis ohne Folgen ist.
Es gibt mehrere Gründe, warum die Wissenschaft die Hypothese eines theoretischen "Dunkelstern-Begleiters" nicht aufgegeben hat. Untersuchungen von Doppelsternsystemen und einer engen Annäherung zwischen ihnen erklären "Auslöse"-Mechanismen für zyklische Kometenschauer, einschließlich katastrophaler Kometenbombardements vom Ausmaß von Aussterbeereignissen.
Trotz gegenteiliger Hinweise scheint es ein ausgeprägtes Interesse an diesem "kosmischen Mechanismus" zu geben. So hat etwa das neueste Teleskop im Vera‑C.‑Rubin‑Observatorium in Chile zwei erklärte Ziele. Das erste ist die planetare Verteidigung. Seine Aufnahmen sollen etwa 90 % aller potenziell gefährlichen Asteroiden sichtbar machen. Zweitens soll das Observatorium bislang unentdeckte interstellare Kometen, frei fliegende Sterne und vagabundierende Planeten identifizieren. Dazu gehört auch ein hypothetischer Begleiter der Sonne, der in den Außenbereichen unseres Sonnensystems lauern könnte. Fachleute sagen, dass das Riesenteleskop bald genügend Daten gesammelt haben dürfte, um den schwer fassbaren Körper zu finden - oder ihn ein für alle Mal auszuschließen. Diese Worte könnten sich jedoch als bloßes Wunschdenken erweisen.













Kommentar: Warum die Punkte und Striche anscheinend als gleichbedeutend gedeutet werden, ist aus dem Artikel nicht wirklich ersichtlich. Man sollte meinen, dass ein Punkt schon etwas ziemlich anderes ist als ein Strich. Das gilt natürlich besonders, sollten eine Strich-Punkt-Kombination, zumindest in einigen Fällen, auf denselben Abbildungen/Gemälden zu finden sein.