Verborgene Geschichte
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Pharoah

Die genetische Identität der Europäer könnte 36.000 Jahre zurückreichen

Wann erreichte der moderne Mensch Europa? Und haben die heutigen Europäer mit diesen Vorfahren noch etwas gemein? Die Analyse von Erbgut aus den Knochen eines Mannes, der vor etwa 37.000 Jahren lebte, zeigt "überraschende Ergebnisse".

Kostenki 14
© Kostenki XIV (Markina Gora), rekonstruiert von M. M. Gerasimov
Eine Rekonstruktion von Kostenki 14.
Im Erbgut heutiger Europäer sind noch Spuren der ersten aus Afrika eingewanderten anatomisch modernen Menschen zu finden. Das zeigt die Analyse von Erbgut aus Knochen eines Mannes, der vor etwa 37.000 Jahren im europäischen Teil des heutigen Russlands lebte. "K14" (nach dem Fundort Kostenki am Don) sei einer der ältesten Funde eines anatomisch modernen Menschen in Europa, berichten Forscher im Fachblatt "Science". Ähnlichkeiten mit Menschen aus Ostasien fanden sie nicht. Das belege, dass sich die westeurasische und die ostasiatische Linie schon vor mindestens 36.200 Jahren getrennt hatten.

Experten gehen davon aus, dass die Vorfahren der heutigen Eurasier - also der Bewohner Europas und Asiens - vor etwa 60.000 bis 50.000 Jahren Afrika verlassen haben und sich dann auch in Richtung Europa ausbreiteten. Vor 40.000 Jahren hatten sich bereits verschiedene Kulturen anatomisch moderner Menschen über Russland, Georgien, Bulgarien und Südeuropa bis nach Großbritannien hin verbreitet, schreiben die Forscher. Inwieweit die frühesten Eurasier zum Genpool heutiger Europäer beigetragen haben, ist unter Wissenschaftlern bisher umstritten.
Comet

Kometen: Die Unheilsboten aus dem All

Massaker, Kriege, die Pest - für alles Mögliche machte man im Laufe der Jahrhunderte Kometen verantwortlich. Betrachtung einer Karriere vom Unglücksbringer hin zum Forschungsobjekt.

komet buch Himmels- und Naturerscheinungen
© Wikipedia
Wahre eigentliche Abbildung eines entsetzlichen Wunderzeichens: Der Komet bringt Tod, Unwetter und den Einfall der Osmanen, Blatt aus dem Buch « Himmels- und Naturerscheinungen » (1911)
Kometen faszinieren die Menschen schon seit Jahrtausenden. Und sie schienen immer dann aufzutauchen, wenn auch Unheil nicht weit war. Bereits im Jahre 240 v. Chr. schrieb ein Chronist in China: «Als der König seine getreuen Berater hinrichten ließ, erschien ein Komet.» Der Glaube, dass Kometen Schlimmes prophezeien, findet sich in fast allen Kulturen: Das Volk der Luba in Mittelafrika glaubte etwa, auf einen Kometen folge der Tod eines Häuptlings. Den Untergang Pompejis 79 n. Chr. soll ebenfalls ein Komet vorausgesagt haben.

Besonders im Mittelalter sah man Kometen als Strafe Gottes. Als 1635 nach einer Kometenerscheinung die Pest in London ausbrach, war für die Bevölkerung klar, dass Gottes Zorn die Epidemie hervorgerufen haben musste. Auf einem Flugblatt von 1687 wird genau aufgezeigt, was nach der Sichtung des «entsetzlichen Wunderzeichens» zu erwarten ist: Tod und Unwetter, und der erneute Einfall der Osmanen.

Kommentar: Die Angst der Menschen vor Kometen ist real und historisch bedingt. In unserer Vergangenheit hat sich offenbar etwas extrem Traumatisches im Zusammenhang mit "Besuchern aus dem Weltall" abgespielt. Weitere Informationen:

Exklusive Forschung von Sott.net -- "Kometen und Katastrophen"
Sott.net Artikelsammlung aktueller, globaler Ereignisse -- Feuer am Himmel

Anhand immer häufiger werdender globaler Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Thema steht fest, dass hier in der Tat etwas vor sich geht, obwohl in den Massenmedien alles nur als "Verschwörungstheorie" heruntergespielt wird und in das Reich der Fantasie verbannt wird. Gerade deshalb ist wichtig, sich mit diesem Thema zu befassen.

Bomb

FBI-Dokument enthüllt: Winston Churchill wollte Russland mit Atombombe auslöschen

Laut einem bislang unter Verschluss gehaltenen FBI-Dokument bat Großbritanniens Premierminister Winston Churchill die US-Regierung nach Ende des Zweiten Weltkrieges um einen Nuklearangriff auf die Sowjetunion, um den Kalten Krieg zu beenden und die Ausbreitung des Kommunismus zu stoppen.
Winston Churchill
© J. Russell & Sons, Lizenz: Public Domain
Großbritanniens ehemaliger Premierminister Winston Churchill hat die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg dazu aufgefordert, einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion durchzuführen, um den Kalten Krieg zu gewinnen und die Ausbreitung des Kommunismus im Westen zu stoppen.

Dies geht aus einem bisher unveröffentlichten Memorandum aus den FBI-Archiven hervor. Churchill hatte diese Äußerungen angeblich im Jahr 1947 während eines Besuchs amerikanischer Politiker getroffen. Wie Daily Mail berichtet, stellte er dieselben Forderungen erneut in den 1950er Jahren. Das Magazin beruft sich auf ein neues Buch des Enthüllungsjournalisten Thomas Maier mit dem Titel: When Lions Roar: The Churchills and The Kennedys, welches kommenden Monat veröffentlicht wird.

Kommentar: Wie man sieht, und was kaum jemanden überraschen wird, der sich sowohl mit der Geschichte befasst hat als auch die anhaltenden Mordserien seitens der US-amerikanischen und israelischen Regierungen verfolgt, halten unsere politischen sogenannten "Anführer" sehr wenig vom Wert des menschlichen Lebens. Im Gegenteil zeigen ihre Handlungen und an die Öffentlichkeit gelangten Dokumente wie dieses, wieder und wieder, dass sie das "Auslöschen" von Menschenleben lediglich als einen notwendigen Schritt sehen, um ihre entropischen, zerstörerischen Ziele zu erreichen.

Wie damals zur Zeit des "Kalten Kriegs" sehen wir heute eine Wiederholung der Geschichte, insofern, als erneut ein künstliches Feindbild geschaffen wird: Russland! Und wie auch damals sind alle offiziellen Ebenen der westlichen Gesellschaft daran beteiligt, den Menschen dieses Feindbild durch "persistente Wiederholung der Lüge" aufzuzwingen. Die Ironie an der Sache ist natürlich, dass alle Unterstellungen und Propaganda, die die westlichen Regierungen gegen Russland lostreten, rein gar nichts mit Putins Politik zu tun haben, sondern im Gegenteil ihre eigenen Absichten und ihre eigene wahre Natur enthüllen:

Der Trick des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt

Putins Politik stellt schlicht eine Bedrohung für die US-amerikanische psychopathische Vormachtstellung dar, weil er sich ihnen nicht einfach beugt, sich nicht provozieren lässt, und darüber hinaus daran arbeitet, ein System aufzubauen, das eine Alternative zum psychopathischen Regime der Westmächte darstellt.
NATO scheint auf Krieg aus zu sein: Putin versucht sein Bestes, diesem krankhaften Wahnsinn entgegenzutreten
Wladimir Putin zeigt wahre Stärke, Mut, Gewissen und Mitgefühl
Putin: Die westlichen Medien und die Politik ist wie gleichgeschaltet und sie lügen, dass sich die Balken biegen! So eine unmoralische Politik wird immer verlieren!

V

Der vergessene Widerstandskämpfer Georg Elser hätte 1939 mit dem Hitlerattentat beinahe die Weltgeschichte geändert

Am Samstag jährt sich das Attentat von Georg Elsner auf den Nazi-Diktator zum 75. Mal. Im April kommt ein Film in die Kinos.

Georg Elser -
© Unbekannt
Georg Elser verübte am 8. November 1939 einen Anschlag auf Adolf Hitler. Der Plan schlug fehl.
München - Die Bombe ging 13 Minuten zu spät hoch. Deswegen entging Nazi-Diktator Adolf Hitler vor 75 Jahren - am 8. November 1939 - dem Anschlag im Münchner Bürgerbräukeller. Dort hatte der Schreinergeselle Johann Georg Elser nach monatelangen Vorbereitungen die Bombe versteckt. „Bei einem Erfolg des Attentats hätte Elser Weltgeschichte geschrieben“, hat der Historiker Hartmut Mehringer den Schwaben und Einzelkämpfer später gewürdigt. „Ein Erfolg wäre ein Glücksfall gewesen, denn dann wäre der Zweite Weltkrieg wahrscheinlich schnell zu Ende gewesen.“ Mit einer großen Gedenkveranstaltung wird an diesem Samstag in München an den mutigen Widerstandskämpfer erinnert.

Hitler hatte am Tag des Attentats - entgegen den Gewohnheiten der vorangegangenen Jahre - die Veranstaltung im Bürgerbräukeller vorzeitig verlassen, bei der regelmäßig an den Münchner November-Putsch der Nazis von 1923 erinnert wurde. Der Grund für Hitlers Eile: Wegen Nebels konnte er nicht nach Berlin zurückfliegen, stattdessen musste er einen Sonderzug nehmen. Der genau ausgetüftelte Plan von Elser lief damit ins Leere. Die Bombe mit Zeitzünder war in der Säule genau hinter dem Rednerpult angebracht. Die Wucht der Explosion riss die Säule auseinander, Decke und Galerie stürzten ein. Sieben Nazis und eine Kellnerin starben, 63 Personen wurden verletzt. Wo Hitler kurz zuvor gesprochen hatte, lagen meterhoch Trümmer.

Kommentar: Johann Georg Elser hat 1939 gezeigt, dass auch ein Einzelner gegen eine Diktatur agieren und damit den Lauf der Geschichte beeinflussen kann. Für die Geschichtsschreibenden und die Herrschenden nach 1945 ist er unbequem, weil er aufzeigt, dass es durchaus die Möglichkeit gab und auch immer noch gibt, zu wissen was um einen herum wirklich vor sich geht und entsprechend zu handeln.

Auch wir können uns entscheiden die Geschehnisse um uns herum bewusst wahrzunehmen. Wir können unsere Stimme erheben und sagen, dass die Taten unserer psychopathischen "Führer", die Geschehnisse im Gazastreifen, in der Ostukraine oder die unendlichen Kriege der USA nicht in Ordnung sind. Wir können ebenfalls Persönlichkeiten wie Putin unterstützen, die etwas gegen diese Entwicklung tun. Denn wenn wir uns nicht entscheiden etwas zu tun, könnte es durchaus möglich sein, dass sich demnächst das Universum "entschließt" etwas gegen uns zu unternehmen.

Crusader

Ulfberht-Klinge gefunden - Hightech Schwert des Mittelalters

Ulfberht-Klingen waren im Mittelalter gefürchtete Spitzenprodukte, ihr Stahl von außergewöhnlicher Qualität. Ein neuer Fund aus Deutschland liefert nun Hinweise auf die Herkunft dieser mysteriösen Waffen.

Ulfberht sword
© Volker Minkus
Hochtechnologie aus dem zehnten Jahrhundert: eines der gefundenen Ulfberht-Schwerter
Es lag auf einem Haufen Kies, den der Schwimmbagger gerade aus der Weser bei Großenwieden, ungefähr 15 Kilometer flussabwärts von Hameln, geschaufelt hatte, und wenn Ralf Kleine es nicht zufällig entdeckt hätte, wäre es mit der nächsten Baggerschaufel wieder zugeschüttet worden und vielleicht für immer verschwunden geblieben. Aber nun kletterte Kleine, der beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Hameln arbeitet, auf den Kieshügel und hob das Ding auf. Es war ein Schwert. Ziemlich stark verrostet, aber ganz eindeutig ein Schwert: die lange, schlanke Klinge, die Parierstange, der Griff und an dessen Ende ein halbkugelförmiger Knauf. Ralf Kleine nahm es mit nach Hause und zeigte es seinem Vater.

"Ich wollte es ursprünglich selbst entrosten", sagt Rainer Kleine, Binnenschiffer im Ruhestand, "aber dann hatte ich doch Bedenken". Wozu hatte er schließlich in der "Schützengilde Hilligsfeld" einen Schützenbruder, der etwas von solchen Sachen verstand? Gleich rief er Heinrich Härke an und lud ihn zum Kaffeetrinken in sein Wochenendhäuschen ein. "Da holt er das Ding raus", erzählt Härke, "und trotz des Rostes konnte ich sofort auf der Klinge die Inschrift VLFBERHT erkennen." Heinrich Härke ist Professor für mittelalterliche Archäologie an der Universität Tübingen. Er wusste: Das ist ein außergewöhnlicher Fund.

Ein Ulfberht-Schwert! Seit mehr als hundert Jahren fasziniert diese Waffe die Archäologen, und bis heute ist sie geheimnisvoll geblieben. Der norwegische Jurist und Archäologe Anders Lorange hat sie 1889 zum ersten Mal beschrieben. Bis heute wurden 167 Schwerter gefunden, die auf der Klinge die Signatur VLFBERHT tragen - in verschiedenen Variationen, immer kombiniert mit einem oder zwei Kreuzen vor, hinter oder zwischen den Buchstaben. Manchmal fehlt ein Buchstabe, das R oder das T, so, als ob ein des Schreibens Unkundiger die Zeichen fehlerhaft kopiert hätte. Auf der Rückseite tragen die Klingen ein charakteristisches Muster, eine Art Markenzeichen: diagonal gekreuzte Linien, die ein Rautenmuster ergeben und rechts und links von je zwei oder drei senkrechten Linien flankiert werden, auch dies in verschiedenen Variationen.
Sherlock

Eingang zur Unterwelt? Archäologen entdecken weiteren Tunnel unter dem Pyramidentempel des Quetzalcoatl

Schon seit 2003 graben mexikanische Archäologen in und unterhalb der Pyramide der Gefiederten Schlange, Quetzalcoatl, in der Tempelanlage von Teotihuacán. Nachdem sie zunächst einen Schacht und weitere reich verzierte Kammern unter dem Tempel entdeckt hatten (...wir berichteten 1, 2), wurde nun ein rund 120 Meter langer Tunnel freigelegt. Offenbar handelt es sich um den symbolischen Eingang in die Unterwelt der Teotihuacán-Kultur.
© inah.gob.mx
Auf Laserscan-Daten basierende grafische Darstellung des Tunnels (rosa), der unterhalb der Pyramide des Quetzalcoatl verläuft.
Teotihuacán (Mexiko) - Wie die Archäologen des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (Nacional de Antropología e Historia, INAH) berichten, wurden in dem Tunnel rund 50.000 Opfergaben und Artefakte gefunden. Darunter befinden sich zahlreiche Statuen, Messer, Töpferwaren, Schmuck, Weihrauchbehälter, Objekte aus Holz, Raubtierknochen und karibische Muscheln.
Sherlock

Inkas: Rätselhafter Stein mit 13 Winkeln entdeckt

Das antike Volk der Inka ist u.a. für seine erstaunlichen Mauerwerke bekannt, in denen einzelne gänzlich unterschiedlich und unregelmäßig geformte Steine derart präzise aufeinander abgestimmt und ohne Mörtel zu gewaltigen sog Zyklopenmauern aufeinandergesetzt wurden, dass in die Fugen der Steine nicht einmal ein Blatt Papier passt. Der bislang ungewöhnlichste Stein in einer solchen Trockenmauer weist ganze 12 Winkel auf. Jetzt haben peruanische Archäologen jedoch die Mauer eines komplexen Bewässerungssystems der Inka freigelegt, in der ein Stein diese Anzahl nochmals übertrifft. Wie die Inka zu derartigen Meisterleistungen in der Lage waren, ist bis heute ein Rätsel.
© cultura.gob.pe
Ansicht des 13-winkligen Stein in einer Mauer in Incahuasi.
Incahuasi (Peru) - Wie das peruanische Kulturministerium berichtet, wurde die Mauer bei Ausgrabungen in Incahuasi in der Huancavelica Region nordöstlich von Ica entdeckt. Die Mauer ist Teil eines aufwendigen Wasserversorgungssystems, mit dem die Inka zwei Quellen in der Umgebung mittels Kanälen entweder zur Wasserversorgung oder zur Bewässerung umleiteten.

Die weltweit bekanntesten Versionen derartiger Mauern finden sich auf Machu Pichu, der Inkafestung Sacsayhuaman und Cuzco. Gemeinsam mit den abgerundeten Kannten, stellen die unregelmäßig mehrwinkligen Segmente der Mauern Archäologen und Ingenieure heute noch vor ein Rätsel.
Colosseum

Kopf einer Sphinx in einem Hügelgrab in Griechenland entdeckt

Riesige Grabanlage wird seit August freigelegt und hat bereits zahlreiche Schätze freigegeben

Thessaloniki - Der antike Hügelgrab in der Nähe des nordgriechischen Amphipolis aus der Zeit Alexander des Großen (356-323 vor unserer Zeitrechung) hat erneut ein spektakuläres Fundstück freigegeben: Archäologen haben in der Grabanlage, in der möglicherweise eine Person aus dem unmittelbaren Umfeld von Alexander dem Großen bestattet wurde, den weitgehend unbeschädigten Kopf einer Marmorsphinx entdeckt. Neben der rund 60 Zentimeter großen Skulptur lagen in der zuletzt freigelegten Grabkammer auch Teile der Sphinx-Flügel, wie das griechische Kulturministerium am Dienstag mitteilte.
Sphinxkopf Griechenland
© apa/epa/greek ministry of culture
Der nun entdeckte Sphinxkopf gehört zu einer Skulptur, die in einer der drei zuvor freigelegten Grabkammern gefunden worden ist.
Der zu dem Kopf gehörende Körper der Sphinx war bereits in einer der drei davor freigelegten Kammern gefunden worden. Das Hügelgrab wird seit Mitte August freigelegt. Es erweist sich als wahre Fundgrube für die Archäologen: Vor kurzem entdeckten sie ein eindrucksvolles Bodenmosaik, das einen Streitwagen mit einem bärtigen Fahrer zeigt.
Fireball 4

Carolina Bays: Kanadischer Ort wurde zweimal von Meteorit getroffen

Was für ein erstaunlicher Zufall: Ein Ort an der Hudson Bay in Kanada wurde im Abstand von Jahrmillionen zweimal von einer großen Bombe aus dem All getroffen.
© USGS
Clearwater-Krater in Quebec, Kanada: Etwa 286 Millionen Jahre und 460 Millionen Jahre alt
Hamburg/Heidelberg - Sie wirken wie ein Geschwisterpaar, die beiden Clearwater-Krater an der Hudson Bay im Nordosten Kanadas. Der Einschlag eines Doppel-Meteoriten galt als Verursacher. Ähnlich wie bei dem Nördlinger Ries und dem Steinheimer Becken in Süddeutschland hätten ein großer Meteorit und sein kleinerer Begleiter vor Jahrmillionen zwei Krater hinterlassen, so lautete die Theorie.

Nun aber präsentieren deutsche Forscher eine Überraschung. Die 36 und 26 Kilometer breiten Krater seien in unterschiedlichen Erdzeitaltern entstanden, berichten Forscher um Mario Trieloff von der Universität Heidelberg und Martin Schmieder von der University of Western Australia. Der gleiche Ort wurde mithin zweimal von einer kosmischen Bombe getroffen, und beide Krater blieben erhalten - ein erstaunlicher Zufall.

Kommentar: Die Carolina Bay weist hunderttausende Einschlagskrater auf, also ist die vorige Theorie, dass zwei Meteoriten einschlugen, nicht vollkommen auszuschließen. Victor Clube und Bill Napier beschreiben in ihrem Buch The cosmic winter, dass viele Körper nicht registriert werden können, da es sich, nicht wie üblich angenommen, um "dreckige Eisbälle" handelt, sondern oftmals um schwarze Klumpen. Weiter beschreiben sie, dass die Erde sehr oft von Schwärmen und in regelmäßigen Abständen (ca. alle 4000 Jahre) getroffen wurde, das heißt, eine große Masse von relativ kleinen Körpern die Erde bombardierten, wie es das untere Beispiel der Carolina Bay zeigt:

carolina bay
© unbekannt
Carolina Bay: wo ca. 500.000 Einschläge geschätzt werden.


Question

Kasachisches Nazca entdeckt: Rätselhafte Geoglyphen

Mit ihrer Präsentation der Entdeckung von mehr als 50 unterschiedlich großen Bodenbildern in Nordkasachstan, sogenannten Geoglyphen, haben kasachische und litauische Archäologen auf dem Jahrestreffen der European Association of Archaeologists (EAA) und auch in den internationalen Medien für Aufsehen gesorgt (...wir berichteten). Um mehr und genauere Informationen über das "kasachische Nazca" zu erfahren, hat "grenzwissenschaft-aktuell.de" die an der Entdeckung und Erforschung der Geoglyphen beteiligte Archäologin Irina Shevnina interviewt.
© DigitalGlobe, courtesy Google Earth
Kreuz-Quadrat in Nord-Kasachstan.
Saarbrücken (Deutschland) - GreWi: Frau Shevnina, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen genommen haben. Können Sie uns etwas mehr darüber berichten, wie Sie und Ihre Kollegen die Geoglyphen in Kasachstan entdeckt und seither erforscht haben?
© I. Shevnina
Irina Shevnina.
Irina Shevnina: Die ersten Geoglyphen wurden 2007 zufällig mit Hilfe von Google Earth gefunden. Zuerst hatten wir nur drei Geoglyphen entdeckt: Die Triskele, ein Quadrat und ein Kreuz. Nach und nach wurden es immer mehr. Mittlerweile kennen wir mehr als 50.

Wir haben das Quadrat und andere mittlerweile auch vor Ort untersucht. Alle Geoglyphen bestehen aus aufgeschütteter Erde und/oder Erdhügeln. Derzeit unterscheiden wir zwei Haupttypen: Die eine Art von Geoglyphen bestehet aus Erdhügeln, die in ihrer Anordnung selbst Linien, Ringe, Kreuze Quadrate und Quadrate mit Kreuzen. Die zweite Gruppe besteht aus aufgeschütteter Erde, also Erdgräben und Erdwällen.
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