Verborgene Geschichte
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Blue Planet

"Erstes Säugetier" war angeblich kein Zeitgenosse der Dinosaurier

Ur-Säuger erhält erstmals ein Gesicht Neuer Stammbaum zeigt:

Wie das erste höhere Säugetier aussah und wann es lebte, war bisher alles andere als klar. Jetzt hat ein internationales Forscherteam unserem ersten Urahn erstmals ein Gesicht verliehen - und festgestellt, dass er nicht, wie bisher angenommen, ein Zeitgenosse der Dinosaurier war. Stattdessen entwickelte er sich erst nach dem Massenaussterben, das vor 65 Millionen Jahren die Kreidezeit beendete. Der kaum mausgroße Insektenfresser profitierte wahrscheinlich vom Verschwinden vieler Konkurrenten und der radikal veränderten Umwelt, berichten die Forscher im Fachmagazin Science.

© Carl Buell
So könnte unser Urahn ausgesehen haben: Diese auf der Auswertung von mehr als 4.500 Merkmalen basierende Zeichnung zeigt den Vorfahren aller heutigen höheren Säugetiere.
Aus der Frühzeit der Säugetier-Evolution gibt es nur wenige Fossilien. Forscher behelfen sich deshalb damit, die Evolution unserer Vorfahren anhand genetischer Daten zu rekonstruieren. Die DNA-Stammbäume schienen darauf hinzudeuten, dass die Hauptgruppen der Säugetiere schon vor 100 Millionen Jahren existierten - zeitgleich mit den Dinosauriern. Um dies zu überprüfen, haben Maureen O'Leary vom American Museum of Natural History in New York und ihre Kollegen nun in sechs Jahre langer Arbeit 4.500 körperliche Merkmale von lebenden und ausgestorbenen Säugetieren verglichen und diese mit DNA-Daten zu einem neuen Stammbaum rekombiniert.
Question

"Religion als Opium des Volkes": Karl Marx und Engels Ansichten zu Religionen

Marx und Engels hassten Muslime, wie auf dieser Seite kürzlich zu lesen stand? Kein Wunder, denn die beiden hassten schließlich jede Religion - egal ob die muslimische, christliche oder gar jüdische. Auch über Letztere kann man bei Marx gar Befremdliches lesen...
© Uwe Bumann / Shutterstock.com
Kaum zu glauben: Der »weltliche Grund« des Judentums sei »das praktische Bedürfnis, der Eigennutz«, der »weltliche Kultus« der »Schacher«, der weltliche Gott das Geld. »Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers, also die Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht«. Diese Zeilen schrieb nicht etwa ein Obernazi wie Adolf Hitler,sondern Karl Marx in seiner Schrift Zur Judenfrage aus dem Jahr 1843. Davon haben Sie noch nie etwas gehört? Nun, das liegt wahrscheinlich daran, dass man es Ihnen nicht erzählt hat.
Fish

Eiszeitliche Rentierjäger 'erfanden' das Angeln bereits in der Späten Altsteinzeit

12.300 Jahre alte Angelhaken aus Knochen und Elfenbein in Brandenburg entdeckt

Schon während der Eiszeit ergänzten unsere Vorfahren ihren Speiseplan mit geangelten Fischen. Das belegen 12.300 Jahre alte Angelhaken aus Knochen und Mammut-Elfenbein, die Archäologen in der Wustermark in Brandenburg entdeckt haben. Sie belegen, dass auch die eigentlich hoch spezialisierten Rentierjäger damals bereits begannen, in den neu entstehenden Seen und Flüssen zu angeln - und damit diese Technik des Fischfangs deutlich früher entwickelten als bisher angenommen, wie die Forscher im Fachmagazin "Journal of Archaeological Science" berichten.
Moon

Mondlandung keine Fälschung: Filmemacher meint, es war 1969 technisch nicht möglich

In die schon Jahrzehnten andauernden Diskussion und Kontroverse um eine angebliche Mondlandeverschwörung, innerhalb derer die US-Regierung die erfolgreichen Mondlandungen des Apollo-Programms in Studios auf der Erde inszeniert haben soll, hat nun der Filmemacher S G Collins eine völlig neue Perspektive eingebracht und erläutert in einem Video, warum es 1969 und in den Folgejahren technisch gar nicht möglich war, die historischen Filmaufnahmen der Mondlandung von Apollo 11 und der nachfolgenden Missionen zu fälschen.
© NASA
Archiv: Standbild aus den historischen Filmaufnahmen der Apollo-11-Mondlandung.
Amsterdam (Niederlande) -Auch wenn dieser Beitrag die Mondlande-Kontroverse nicht beilegen wird, so eröffnet Collins, in dem er ein Argument der Verfechter einer Fälschung der Aufnahmen einfach umkehrt, eine erfrischend neue Perspektive in der Diskussion um die Apollo-Mondlandungen.
Propaganda

Vertuschtes Alliierten-Kriegsverbrechen in Dresden 1945: Spreng-, Phosphor- und Brandbomben töteten wahrscheinlich eine Million Zivilisten und Flüchtlinge

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 verbrannten in Dresden mindestens 500.000, wahrscheinlich aber eine Million unschuldiger, ahnungs- und schutzloser deutscher Zivilisten - Alte, Kranke, Frauen, Kinder, Babies - lebendig in einer von Briten und Amerikanern inszenierten Feuerhölle.
Dresden 1945
© wikipedia
Dresden: Blick vom Rathausturm nach der Bombardierung am 14. Februar 1945
Kurz vor Kriegsende, praktisch nach Einstellung der Kampfhandlungen durch die geschlagene deutsche Wehrmacht, verwandelten die anglo-amerikanischen Luftstreitkräfte in vier heimtückischen Angriffen die Stadt Dresden in eine Feuerhölle, die Hiroshima und Nagasaki in nichts nachstand. Mit einem Regen aus Spreng-, Phosphor- und Brandbomben, die orkanartige Feuerstürme mit Temperaturen von 1.600 º Celsius verursachten, wurden mindestens 500.000 Zivilisten, Verwundete, Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten des Deutschen Reiches, die nach langen Trecks Schutz im deutschen „Elbflorenz“ gesucht hatten, unter furchtbaren Qualen lebendig gebraten und eingeäschert. Nachdem in der Nacht die Masse dieser ahnungs- und wehrlosen Menschen zu lebenden Fackeln entzündet, von giftigen Rauchgasen erstickt und zu Brandleichen von der Größe eines Hundes verschmort worden waren, wurden am Morgen des folgenden Tages Zehntausende Überlebender im Großen Garten u. auf den Elbwiesen von Tieffliegern eiskalt zusammengeschossen und niedergemäht.
Book 2

Projekt zum Erstellen eines neuen Wörterbuchs der alten Keilschriftsprachen gestartet

Jena (Deutschland) - Wie die Keilschriftsprachen und ihre Dialekte sich entwickelt haben und wie der damalige Wortschatz aussah und bis heute nachlebt, das wird ein Team aus Jenaer, Leipziger und Moskauer Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Krebernik von der Friedrich-Schiller-Universität Jena Leitung in den kommenden zehn Jahren zusammentragen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Projekt eines etymologischen Wörterbuchs des Akkadischen gerade bewilligt. Sie fördert die Forschungen in den ersten drei Jahren mit annähernd 870.000 Euro.
Keilschrifttafeln
© Jan-Peter Kasper/FSU
Auf solchen Keilschrifttafeln, wie hier aus Nippur, finden sich akkadische Texte, die im neuen Projekt unter Jenaer Leitung zusammengetragen und analysiert werden.
Wie Witterungsspuren sehen sie aus, die Kerben und Punkte in den kleinen Tontafeln. Doch es handelt sich um bis zu 5.000 Jahre alte Zeugnisse vergangener Kulturen, geschrieben in Keilschrift. Was von ca. 3200 vor bis ca. 75 nach Christus im Vorderen Orient mit dem Griffel in feuchten Ton gedrückt oder auch in Stein gemeißelt wurde, waren Verwaltungstexte, Kaufurkunden, Königsinschriften, diplomatische Korrespondenz, literarische Werke und sogar erste Lexika. "Sumerisch, die älteste Keilschriftsprache, wurde schon um 2000 vor Christus zur Kult- und Gelehrtensprache", sagt Prof. Dr. Manfred Krebernik von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Im Alltag wurde es durch das Akkadische ersetzt", ergänzt der Altorientalist, der zu den profundesten Kennern der Keilschriftsprachen gehört. Er weist darauf hin, dass diese Sprache bis heute nicht völlig erloschen ist, da einige Wörter von damals bis in Sprachen der Gegenwart überlebt haben.
Footprints

Frühe Jäger und Sammler vollbrachten logistische Meisterleistungen im Errichten der Riesenhügel

Schon vor 3.200 Jahren vollführten vermeintlich primitive Jäger und Sammler logistische Meisterleistungen

Frühe Jäger und Sammler waren weitaus effektiver organisiert als bisher gedacht. Das zeigen neue Ausgrabungen an einem der größten urzeitlichen Erdbauwerke Nordamerikas, dem Mound A am Poverty Point in Louisiana. Bisher dachte man, dass die Menschen, die vor 3.200 Jahren diesen riesigen künstlichen Hügel aufschütteten, Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dafür benötigten. Doch jetzt zeigt sich: Die vermeintlich so primitiven Nomaden errichteten den gigantischen Bau in weniger als 90 Tagen - eine nahezu unglaubliche Logistikleistung.
Poverty Point, Mound A
© National Park Service
Die präkolumbianische Anlage Poverty Point wurde vor 3.200 Jahren von Nomaden erbaut. Ihr größter künstlicher Hügel ist der Mound A.
Palette

Steinzeitkünstler kreierten erste Animationen

Man denkt oft, dass Steinzeitmenschen sich auch steinzeitlich verhielten, brutal waren, keine Sitten hatten und ähnliches. Die Vermutung ist berechtigt, wenn Zeit einfach als ein voranschreitender Pfeil angesehen wird. D.h. alles was sich in der Vergangenheit befindet, unmodern und unentwickelt ist.
© HTO/Wikimedia Commons
Gezeichnete Löwen in der Chauvet-Höhle

Kommentar: Lesen Sie auch den folgenden Artikel, der auf ein paar andere Details eingeht:

Faszinierend: Steinzeit-Höhlenkünstler verwendeten Grundlagen der Trickfilmanimation um den Eindruck bewegter Bilder zu erzeugen

Pharoah

Zahnradfund: Vermutlich 300 Millionen Jahre alt

© Valery Brier
Teil eines Zahnrades? Ein Teil des insgesamt sieben Zentimeter langen Fundstück.
Ein altes Stück Aluminium stellt die Forscher vor ein Rätsel. Das insgesamt sieben Zentimeter lange Fundstück ist definitiv künstlich bearbeitet worden und könnte ein Stück eines Zahnrades sein. Das Merkwürdige: Laut Radiokarbonmethode ist das Fundstück etwa 300 Millionen Jahre alt.

Vladivostok (Russland). Ein russischer Mann machte in einem Stück Kohle eine höchst ungewöhnliche Entdeckung. Im russischen Vladivostok entdeckte er ein Stück bearbeitetes Metall, welches sich in einem Stück Kohle befand. Dieses brachte er anschließend in ein nahegelegendes Forschungslabor.

Die Wissenschaftler datieren das fremdartige Objekt auf ein Alter von rund 300 Millionen Jahre. Zum Vergleich: Die Dinosaurier sind vor etwa 65 Millionen Jahre ausgestorben und der Neandertaler starb vor knapp 30.000 Jahren.
Footprints

Indische Einwanderer in der Steinzeit: Australiens Ureinwohner entwickelten sich weniger isoliert als bisher gedacht

Australiens Ureinwohner entwickelten sich weniger isoliert als bisher gedacht: Statt zehntausende von Jahren ohne Kontakt zur Außenwelt zu leben, erhielten sie vor rund 3.200 Jahren Besuch - aus Indien. Das hat ein internationales Forscherteam anhand von Genanalysen herausgefunden. Die indischen Einwanderer hinterließen nicht nur ihre Spuren in den Genen der Aborigines, ihre Präsenz erklärt auch, warum sich damals die Kultur der Ureinwohner deutlich wandelte, wie die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten.
Felszeichnung, Aborigines, West-Australien
© TimJN1/ CC-by-sa 2.0 us
Felszeichnungen früher Aborigines in West-Australien
Die Geschichte der Ureinwohner Australiens reicht gut 45.000 Jahre zurück. Damals wanderten ihre Vorfahren aus Afrika über Asien in das heutige Gebiet Indonesiens und Australiens ein. Diese erste Einwanderungswelle nach Australien war nach bisher gängiger Annahme auch die letzte vor der Ankunft der Europäer. Die Aborigines, so die Lehrmeinung, blieben über zehntausende von Jahren unter sich und entwickelten ihre Kultur weitgehend isoliert von der Außenwelt. "Nach vorherrschender Ansicht gab es nur wenig, wenn überhaupt Kontakt zwischen Australien und dem Rest der Welt, bis im 18. Jahrhundert die ersten Europäer kamen", erklären Irina Pugach vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und ihre Kollegen.
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