Verborgene Geschichte
Karte


Blackbox

Unbekannter Pyramiden-Komplex in Ägypten mit "Google Earth" entdeckt?

© A. Micol, googleearthanomalies.com
Ein bislang unbekannter Pyramidenkomplex 12 Meilen von Abu Sidhu entfernt? (farbverstärkt)
Maiden (USA) - Vom Schreibtisch aus und mit Hilfe des Satellitenbild-Atlas-Software "Google Earth" will eine US-Archäologin zwei bislang unbekannte Pyramiden-Komplexe in Ägypten ausfindig gemacht haben. Untersuchungen vor Ort sollen nun die Entdeckung der Forscherin überprüfen.

Laut Angela Micol, die an der University of North Carolina Archäologie studiert hat und seit rund 10 Jahren anhand von Satellitenaufnahmen nach archäologischen Stätten fahndet, zeigen die Bilder ihrer ersten Entdeckung in Ägypten einen Komplex mit einer deutlich vierseitigen pyramidalen Struktur mit einer Seitenlänge von knapp 43 Metern. Zudem finden sich drei weitere, deutlich kleinere "Hügel", die zueinander und zur möglichen großen Pyramide in ähnlicher Weise diagonal ausgerichtet zu sein scheinen, wie die Pyramiden von Gizeh.
Book

Fossilien einer bislang unbekannten Menschenart in Afrika entdeckt

Schädel unbekannter Menschenart
© Fred Spoor
Der schon 1972 entdeckte Schädel "KNM-ER 1470" nun mit dem rekonstruierten Unterkiefer "KNM-ER 600000 kombiniert" (Illu.).
Nairobi (Kenia) - Im nördlichen Kenia, im Osten des Turkana-Sees, haben Wissenschaftler die versteinerten Überreste einer bislang unbekannten Frühmenschenart entdeckt. Der Fund beweist, dass vor rund zwei Millionen Jahren der afrikanische Kontinent zeitgleich von mindestens drei frühen Menschenarten bewohnt wurde. Zugleich widerspricht die Entdeckung der bislang gehegten Vorstellung einer sanften linearen Evolution vom Affen über den Menschenaffen bis zum modernen Menschen.

Wie die Wissenschaftler um Meave und Louise Leakey vom Turkana Basin Institute aktuell im Fachmagazin Nature berichten, sind die Fossilien - ein Gesichtsschädel, ein bemerkenswert vollständiger Unterkiefer und der Teil eines zweiten Unterkiefers - zwischen 1,78 und 1,95 Millionen Jahre alt.
Hourglass

Kapitolinische Wölfin um Romulus und Remus im Mittelalter angefertigt

Eine Bronzefigur mit dem Mythos der Gründungsgeschichte Roms stammt sehr wahrscheinlich nicht aus der Antike, sondern aus dem Mittelalter. Dies ergaben Radiokarbon-Untersuchungen von Forschern der Universität von Salento.
romulus und remus, wölfin
© Keystone
Mittelalter statt Etruskerzeit: Die Wölfin mit Romulus und Remus.
Rom. - Demnach entstand die Kapitolinische Wölfin etwa im 12. Jahrhundert, wie die Zeitung Corriere della Sera am Samstag berichtete. Bisher war angenommen worden, dass es sich bei der Figur um ein Werk der etruskischen Kunst aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert handelt.

Allerdings gibt es bereits seit längerem Zweifel an dieser Datierung. Die Statue zeigt Romulus und Remus, die legendären Gründer von Rom im Jahr 753 vor Chr., wie sie von einer Wölfin gesäugt werden.
Pharoah

Maya-Grab entdeckt - Vermutlich eines Prinzen

maya grab
© Archäologisches Projekt Uxul/Universität Bonn
Grab des Prinzen
Seit vier Jahren graben Bonner Forscher unter Leitung von Prof. Dr. Nikolai Grube und Dr. Kai Delvendahl in Zusammenarbeit mit der mexikanischen Altertumsbehörde in der Maya-Stadt Uxul in Campeche, Mexiko. Ziel der Arbeit ist es, den "Prozess der Zentralisierung und des Zerfalls hegemonialer staatlicher Strukturen im Maya-Tiefland am Beispiel einer mittelgroßen archäologischen Stätte (Uxul) und ihrer Beziehungen zum überregionalen Zentrum (Calakmul)" zu erforschen.

Seit einem Jahr finden die Ausgrabungen vor allem auf dem Komplex des Palastgebäudes von Uxul (120 mal 130 Meter, mindestens elf einzelne Gebäude, fünf Innenhöfe) statt. Professor Grube datiert das Alter der Gebäude wie folgt: "Der Palastkomplex in seiner endgültigen Form wurde um 650 n. Chr. erbaut, zu einer Zeit, als die benachbarte Herrscherdynastie von Calkamul im Begriff war, die Herrschaft über weite Teile des Maya-Tieflandes zu übernehmen."
Bulb

Verwendeten Neandertaler Heilpflanzen? Pflanzliche Arzneistoffreste in 50.000 Jahre altem Zahnstein entdeckt

Die Neandertaler kannten und nutzten bereits die Heilkraft der Natur: Sie verzehrten bittere Heilpflanzen, um Krankheiten zu kurieren oder ihnen vorzubeugen. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, als es 50.000 Jahre alte Nahrungsreste an den Zähnen von fünf Neandertalern untersuchte. Eingelagert Zahnstein fanden sich Bestandteile von Stärkekörnern und anderen Pflanzenmaterialien, aber auch Arzneistoffe aus Heilpflanzen wie Schafgarbe und Kamille. Das sei überraschend, denn diese Pflanzen seien nicht sonderlich nahrhaft und schmeckten zudem noch bitter. Die Neandertaler hätten sie daher vermutlich deshalb gegessen, weil sie die heilende Wirkung solcher Medizinpflanzen bereits kannten, berichten die Forscher im Fachmagazin "Naturwissenschaften".

© CSIC Comunicación
47.000 bis 50.000 Jahre alte Zähne und Kiefer von Neandertalern, die in der El Sidrón-Höhle im Norden Spaniens gefunden wurden; von einigen dieser Zähne haben Forscher jetzt den Zahnstein analysiert.
"Die Neandertaler ernährten sich offensichtlich weitaus vielseitiger und komplexer als bisher angenommen", sagt Erstautorin Karen Hardy von der Autonomen Universität Barcelona in Spanien. Fleisch sei für diese Frühmenschen zwar eindeutig wichtig gewesen, aber die Funde aus El Sidrón deuteten darauf hin, dass die Neandertaler auch die Eigenschaften der in ihrer Umgebung wachsenden Pflanzen bereits gut kannten. Nach Ansicht der Forscher wählten sie Pflanzen bereits gezielt nach ihrem Nährwert oder aber zu medizinischen Zwecken aus.
Bulb

Riesiges Maya-Bauwerk entdeckt: Gewaltige hydraulische Dammanlage, mit Schleusen und Filtern, sammelte Wasser der Stadt Tikal

Die Maya schufen mit einfachsten Methoden bereits ein erstaunlich effektives Wassersystem. Das zeigen neue Ausgrabungen in der Mayastadt Tikal in Guatemala. Schon vor 1.700 Jahren filterten sie dort ihr Trinkwasser und reinigten es in einer Art Kläranlage. Zahlreiche Reservoire, Kanäle und eine neu entdeckte Schaltstation sorgten dafür, dass das kostbare Nass nach Regenfällen optimal auf die Speicher verteilt und später wieder abgezapft werden konnte. Die Archäologen entdeckten zudem einen gewaltigen, mehrschichtigen Damm mit Schleusen. Er repräsentiere das größte bekannte hydraulische Bauwerk des gesamten Mayagebiets, berichten die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".

© chensiyuan / CC BY-SA 3.0

Tempel 1 in der Mayastadt Tikal in Guatemala, in seiner Nähe liegen zwei große Wasserspeicher, die die Archäologen jetzt näher untersucht haben.
"Das hydraulische System der Maya war so clever konstruiert, dass es mehr als tausend Jahre lang die Bedürfnisse der wachsenden Bevölkerung dieser Region deckte", schreiben Vernon Scarborough von der University of Cincinnati und seine Kollegen. In diesem Teil Mittelamerikas regnete es nur zu bestimmten Zeiten im Jahr, Wasser versickerte zudem schnell im porösen Gestein des Kalkuntergrunds. Erst das ausgeklügelte System von Speichern, Leitungen und Dämmen ermöglichte es den Maya, das gesamte Jahr über mit dem Regenwasser auszukommen.
Info

Genetische Daten und Fossilienbeweise erzählen andere Geschichte der menschlichen Ursprünge

Schädel
© commons.wikimedia.org/wiki/User:Anagoria, cc-by-sa 3.0
Archiv: Schädelfragment eines Neandertalers.
Seattle (USA) - US-Wissenschaftler sind bei Analysen der DNA heutiger Afrikaner auf genetisches Material gestoßen, dass so nur durch geschlechtlichen Verkehr mit einer bislang noch unbekannten Spezies in die DNA des modernen Menschen gelang sein konnte. Bislang fehlen jedoch jegliche fossilen Hinweise auf jene Art, hinter der die Forscher eine afrikanische Variante des Neandertalers vermuten.

Wie das Team um Joshua Akey von der University of Washington aktuell im Fachmagazin Cell berichtet, gleichen diese "genetischen Rückstände" weder Teilen der DNA moderner Afrikaner noch des Neandertalers oder moderner Europäer. "Dies bedeutet, dass die jetzt identifizierte DNA von einer bislang noch unbekannten Art stammt", so Akey.

Diese "afrikanischen Geschwister des Neandertalers" haben sich wahrscheinlich von 20.000 bis 50.000 Jahren mit den frühen modernen Menschen in Afrika gepaart - lange also, nachdem diese bereits Afrika verlassen und Asien und Europa besiedelt hatten. Zur gleichen Zeit teilten sich die frühen Menschen in Europa den Lebensraum mit mindestens einer weiteren Menschenart - dem Neandertaler. Wie der Neandertaler, so starb auch dessen vermeintlich afrikanische Variante später aus.
Magic Wand

Wal-Skelette in Perus Wüste gefunden

Wo heute Wüstensand weht, floss früher Meerwasser: In der peruanischen Ocucaje-Wüste bergen Forscher Millionen Jahre alte Wal-Skelette. Warum die Konservierung eine Herausforderung ist.
walskelett
© afp
Eines der bisher gefundenen Wal-Skelette in der Wüste Perus.
Es ist ein Kampf gegen die Zeit und die Kräfte der Natur: Im Süden Perus versuchen Wissenschaftler, Millionen Jahre alte Wal-Skelette zu konservieren. Die versteinerten Überreste von etwa 15 Meeressäugern, die vor drei bis 20 Millionen Jahren lebten, wurden in der Ocucaje-Wüste etwa 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima entdeckt.

Wie die Wale in die Wüste kamen, kann das Geologische Institut Ingemmet, dessen Forscher den Fundort seit vier Jahren untersuchen, ganz leicht erklären: Vulkanausbrüche hätten in dem einst unter Wasser stehenden Gebiet alles Leben zerstört und es in Ödland verwandelt.
Pharoah

Sonnenmasken-Pyramide der Maya gefunden

Maya-Sonnenmaske
© Stephen Houston, brown.edu
Eine von zahlreichen Maskendarstellungen des Maya-Sonnengottes auf der Außenseite der "Teufelspyramide" nahe El Zotz.
El Zotz (Guatemala) - Oberhalb der Maya-Stadt El Zotz in Guatemala haben Archäologen eine Pyramide entdeckt, deren Außenwände mit gewaltigen bemalten Stuck-Masken verziert sind und von der die Forscher vermuten, dass sie als Verbindung zwischen unter der Pyramide beigesetzten Herrscher und dem Sonnengott der Maya errichtet wurde.

Aufgrund früherer Funde an selbigem Ort im Jahre 2010, als das Team um Stephen Houston von der Brown University in Providence (USA) ein mit Artefakten und menschlichen Überresten angefülltes Grab fand, vermuten die Wissenschaftler nun, dass die Pyramide als Verbindung zwischen dem hier verstorbenen und beigesetzten Herrscher und der Sonne errichtet wurde.
Pharoah

Büstenhalter aus dem Spätmittelalter entdeckt

büstenhalter
© AP/ Universität Innsbruck
Der vermutlich älteste BH der Geschichte: Forscher haben das antike Kleidungsstück in Tirol gefunden. Bisher sind die Experten davon ausgegangen, dass Büstenhalter vor rund hundert Jahren zum ersten Mal verwendet wurden.
Vor 100 Jahren wurde der erste Büstenhalter in Serie gefertigt, aber schon weit früher wurden offenbar vergleichbare Kleidungsstücke getragen. Forscher haben in Österreich mehrere BHs aus dem Mittelalter entdeckt.

Innsbruck - Die Universität Innsbruck präsentiert die Funde stolz auf ihrer Internetseite: Archäologen sind in Schloss Lengberg in Osttirol auf Textilien aus dem 15. Jahrhundert gestoßen. Darunter sind auch Kleidungsstücke, die modernen BHs ähneln.

Die insgesamt vier Büstenhalter stammen aus der Zeit des Spätmittelalters und wurden im Jahr 2008 bei Renovierungsarbeiten in dem Schloss gefunden. Zwei der Büstenhalter seien nicht mehr komplett erhalten, glichen aber frappierend den heute verwendeten Kleidungsstücken. Die beiden anderen Funde würden wie "ärmellose Hemden mit eingebauten Körbchen" aussehen.
Top