Verborgene Geschichte
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Pharoah

Sonnenmasken-Pyramide der Maya gefunden

Maya-Sonnenmaske
© Stephen Houston, brown.edu
Eine von zahlreichen Maskendarstellungen des Maya-Sonnengottes auf der Außenseite der "Teufelspyramide" nahe El Zotz.
El Zotz (Guatemala) - Oberhalb der Maya-Stadt El Zotz in Guatemala haben Archäologen eine Pyramide entdeckt, deren Außenwände mit gewaltigen bemalten Stuck-Masken verziert sind und von der die Forscher vermuten, dass sie als Verbindung zwischen unter der Pyramide beigesetzten Herrscher und dem Sonnengott der Maya errichtet wurde.

Aufgrund früherer Funde an selbigem Ort im Jahre 2010, als das Team um Stephen Houston von der Brown University in Providence (USA) ein mit Artefakten und menschlichen Überresten angefülltes Grab fand, vermuten die Wissenschaftler nun, dass die Pyramide als Verbindung zwischen dem hier verstorbenen und beigesetzten Herrscher und der Sonne errichtet wurde.
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Büstenhalter aus dem Spätmittelalter entdeckt

büstenhalter
© AP/ Universität Innsbruck
Der vermutlich älteste BH der Geschichte: Forscher haben das antike Kleidungsstück in Tirol gefunden. Bisher sind die Experten davon ausgegangen, dass Büstenhalter vor rund hundert Jahren zum ersten Mal verwendet wurden.
Vor 100 Jahren wurde der erste Büstenhalter in Serie gefertigt, aber schon weit früher wurden offenbar vergleichbare Kleidungsstücke getragen. Forscher haben in Österreich mehrere BHs aus dem Mittelalter entdeckt.

Innsbruck - Die Universität Innsbruck präsentiert die Funde stolz auf ihrer Internetseite: Archäologen sind in Schloss Lengberg in Osttirol auf Textilien aus dem 15. Jahrhundert gestoßen. Darunter sind auch Kleidungsstücke, die modernen BHs ähneln.

Die insgesamt vier Büstenhalter stammen aus der Zeit des Spätmittelalters und wurden im Jahr 2008 bei Renovierungsarbeiten in dem Schloss gefunden. Zwei der Büstenhalter seien nicht mehr komplett erhalten, glichen aber frappierend den heute verwendeten Kleidungsstücken. Die beiden anderen Funde würden wie "ärmellose Hemden mit eingebauten Körbchen" aussehen.
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Ältester Töpferwarenfund in China: Jäger und Sammler nutzen Tongefäße schon auf dem Höhepunkt der Eiszeit

Gefäßfragment
© Science/AAAS
Dieses verzierte Gefäßfragment aus der Xianrendong-Höhle stammt aus einer späteren Zeit als die ältesten dort gefundene Scherben, es ist etwa 13.000 Jahre alt.
Schon vor 20.000 Jahren stellten unsere nomadischen Vorfahren Tongefäße her, mit denen sie kochten und Nahrungsmittel transportierten. Das zeigt der Fund der bisher ältesten Relikte von Töpferwaren in der Xianrendong-Höhle im Südosten Chinas. Die Scherben stammen von einfachen, unverzierten Gefäßen, die wahrscheinlich über dem offenen Feuer gebrannt worden sind. An den Bruchstücken lasse sich noch ablesen, wie die Urzeit-Töpfer einst ihre Gefäße formten. Sie gehörten zu den Jägern und Sammlern, die auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit in Ostasien lebten, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Science". Die Scherben seien 2.000 bis 3.000 Jahre älter als andere, zuvor in China und Japan gefundene Gefäßrelikte.

"Noch bis vor kurzem dachte man, dass die ersten Töpferwaren erst während der sogenannten neolithischen Revolution hergestellt wurden", schreiben Xiaohong Wu von der Peking Universität und seine Kollegen. Mit diesem Begriff wird der Übergang zu sesshaften Bauernkulturen bezeichnet, der vor gut 10.000 Jahren begann. Die Funde von Xianrendong zeigten nun, dass die Jäger und Sammler in Ostasien schon rund 10.000 Jahre lang Töpferwaren produzierten bevor sie sesshaft wurden und Pflanzen anbauten, sagen die Forscher.
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Maya-Archäologen entdecken neues 2012 Monument, das keine apokalyptische Prophezeiung enthält

Forscher haben in der Maya-Ruinenstätte La Corona einen neuen Text entdeckt, der das Ende des Maya-Kalenders im Dezember 2012 bestätigen soll. “Der Text spricht eher von antiker Politik-Geschichte, als von einer Prophezeiung”, so Marcello Canuto, Direktor der Tulane University Middle America. “Dieser neue Beweis deutet auf den 13. Baktun hin und bestätigt ihn als wichtiges kalendarisches Ereignis.”

Die Mayas feierten das Ende eines jeden Zyklus. Dahinter stünde aber keine apokalyptische Vorhersage, so Canuto. Der 13. Baktun ist der letzte aufgezeichnete Maja-Kalenderzyklus und er endet am 21. Dezember dieses Jahres. Bisher gab es nur ein archäologisches Fundstück, dass das Ende des Kalenders beschrieb. In La Corona fanden Forscher nun in Form eines Treppenblocks mit eingeritzten Hieroglyphen eine zweite Quelle.

(dts Nachrichtenagentur)
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Urahnen des Menschen ernährten sich auch von Baumrinde

Vor zwei Millionen Jahren in Afrika: Zwei menschliche Vorfahren werden von Erdmassen verschüttet. Ein Glücksfall für die Forschung. Denn die gut erhaltenen Zähne verraten die damaligen Mahlzeiten.
schädel
© dpa
Die Wissenschaftlerin Amanda Henry mit einem der untersuchten Schädel
Der Speiseplan der frühen menschlichen Vorfahren war reichhaltiger als bisher gedacht - und enthielt sogar Baumrinde. Das fand ein internationales Wissenschaftlerteam um Amanda Henry vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig heraus. Demnach hatte die erst vor wenigen Jahren neu entdeckte Homininen-Art Australopithecus sediba aus Malapa in Südafrika unter anderem Baumrinde, Blätter, Früchte und Seggen, ein Sauergrasgewächs, im Nahrungsprogramm, berichten die Forscher im Fachjournal Nature.

Baumrinde konnte bisher bei anderen frühen Homininen nicht als Nahrungsmittel nachgewiesen werden. Zur Überraschung der Wissenschaftler unterschieden sich die Essgewohnheiten von Australopithecus sediba von anderen ähnlich alten afrikanischen Homininen. Ihr Speiseplan gleicht eher dem von Schimpansen.
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Legende der Batammariba erzählt von menschlichen Ursprüngen aus dem All

Lagerfeuer des Clans Batammariba, Togo
© swr.de / R. Lorenz, ruediger-lorenz-filmproduktion.de
Am Lagerfeuer erzählt der Clanchef die Legende über die himmlische Herkunft der Batammariba.
Stuttgart (Deutschland) - In der Sendereihe "Schätze der Welt" wurde vor einem Jahr erstmals die Dokumentation "Koutammakou - Land der Batammariba" ausgestrahlt. Neben der eindrucksvollen Reportage über "eines der letzten Beispiele für eine afrikanische Gesellschaft, die noch im Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Menschen und der Natur wirtschaftet", so der Einführungstext, dokumentiert der Beitrag auch eine ebenfalls aus grenzwissenschaftlicher Sicht interessante Legende der Batammariba, die von himmlischen Besuchern als Ahnen und Überbringern der Kultur berichtet. Die Dokumentation ist seit kurzem auch online verfügbar.

Einfühlsam und ebenso respektvoll wie die Batammariba selbst mit ihrer Natur und ihren Kräften umgehen, gelingt es auch den Dokumentarfilmern und Autoren Rüdiger Lorenz und Faranak Djalali vom lebendigen Kulturerbe der Batammariba in der togolesischen Region Koutammako zu berichten. Neben dem Porträt der Batammariba, ihrer Lebensweise und einmaligen Architektur findet die Dokumentation ihren Abschluss in der anschaulichen Erzählung einer Geschichte, die der Clanchef davon zu berichten weiß, wie die Batammariba einst auf die Erde kamen.

"Bei einer Kalebasse Hirsebier", so der Film-Kommentar, "erzählt er die Geschichte, die ihm schon seine Eltern erzählt haben:
Question

Früheste Höhlenkunst von Neandertalern kreiert ?

© Pedro Saura via Science / bris.ac.uk
Handabbilder in der Höhle "El Castillo".
Bristol (USA) - Britische Forscher haben eine Neudatierung von Abbildungen in nordspanischen Bilderhöhlen durchgeführt und dabei festgestellt, dass einige der Handnegative und symbolischen Darstellungen mindestens 40.800 Jahre alt sind und damit die älteste bislang bekannte Form der Höhlenkunst in Europa überhaupt. Die Entdeckung stellt bislang gehegte Vorstellungen darüber, wie, wann und durch wen Kunst entstanden ist, in Frage.

Damit datieren die Darstellungen nicht nur rund 10.000 Jahre früher als bislang angenommen, sondern werfen auch die Frage auf, ob sie tatsächlich von den ersten anatomisch modernen Menschen Europas oder sogar von Neandertalern hinterlassen wurden.

Insgesamt 50 Abbildungen in 11 Höhlen, darunter in den als UNSECO-Welterbe geschützten Bilderhöhlen von Altamira, El Castillo und Tito Bustillo, wurde von dem Team aus britischen, spanischen und portugiesischen Wissenschaftlern um Dr. Alistair Pike von der University of Bristol untersucht.

Kommentar:

Faszinierend: Steinzeit-Höhlenkünstler verwendeten Grundlagen der Trickfilmanimation um den Eindruck bewegter Bilder zu erzeugen
Stoneage Artists Created Prehistoric Movies

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Neue Terrakotta-Krieger ausgegraben

1974 wurde die Terrakotta-Armee des ersten Kaisers von China entdeckt. Mittlerweile ist ein Viertel des Mausoleums ausgegraben. Jetzt kamen 100 Soldaten sowie Pferde, Werkzeuge und Waffen ans Licht.
terrakotta krieger
© R3497_Imaginechina
Archäologen haben in Zentralchina mehr als hundert neue Terrakotta-Krieger des ersten Kaisers Shihuangdi ausgegraben. Die lebensgroßen Figuren wurden nahe des Mausoleums des Herrschers in der nördlichen Provinz Shaanxi gefunden, wie ein Vertreter des Museums der Terrakotta-Krieger und -Pferde sagte.

Bei den dreijährigen Ausgrabungen seien zudem zwölf tönerne Pferde, Teile von Wagen, Waffen und Werkzeugen zu Tage gebracht worden. Die Fundstücke seien besonders bedeutsam, weil sie gut erhalten und bunt angemalt seien, sagte Museumsvertreter Shen Maosheng weiter.
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Vampirgrab in Bulgarien gefunden

Skellett mit Eisenpflock
© historymuseum.org
Das Skelett des mit einem Eisenpflock (s. links über dem zertrümmerten linken Brustkorb) gepfählte "Vampir" von Sozopol.
Sozopol (Bulgarien) - Bei Ausgrabungen des bulgarischen Nationalmuseums für Geschichte sind Archäologen in der Nähe der Apsis des Klosters St. Nikolay Chudotvorets nahe Sozopol am Schwarzen Meer auf das Grab eines Mannes gestoßen, dessen linke Brust nach seinem Tod mit einem Eisenpfahl durchbohrt bzw. zu Boden genagelt worden war. Die schaurige Tradition sollte davor bewahren, dass der Mann als Vampir und Widergänger zurückkehren konnte.

Wie der Direktor des Museums, Bozhidar Dimitrov, gegenüber lokalen Medien erklärte, handelt es sich um ein rund 700 Jahre altes Skelett. Die Praktik wurde im Schwarzmeerraum noch bis ins 20. Jahrhundert und angewandt und wird - glaubt man verschiedenen Volkskundlern, in einigen ländlichen Teilen selbst heute noch aus Angst vor Untoten praktiziert (s. Videos). Insgesamt sind in Bulgarien bislang rund 100 historische "Vampirgräber" bekannt. Im Raum Sozopol ist es hingegen der erste derartige Fund.

Meist, so berichtete Dimitrov weiter, seien auf diese Weise verstorbene Intellektuelle und Mediziner behandelt worden, deren Wissen in der mittelalterlichen Gesellschaft auf Argwohn und Aberglaube stieß. Auch Menschen, die schon zu Lebzeiten als schlecht und böse galten, sollten auf diese Weise davon abgehalten werden, ihre Mitmenschen auch noch nach dem Tod zu drangsalieren. Die Lage Position des neusten Fundes in der Nähe der Apsis des Klosters deutet für die Forscher zudem daraufhin, dass es sich um einen Adligen oder Kleriker handelt.
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Faszinierend: Steinzeit-Höhlenkünstler verwendeten Grundlagen der Trickfilmanimation um den Eindruck bewegter Bilder zu erzeugen

Bison mit acht Beinen aus der Chauvet-Höhle
© Marc Azéma
Bison mit acht Beinen aus der Chauvet-Höhle.
Toulouse (Frankreich) - Schon vor 30.000 Jahren haben Menschen in den Bilderhöhlen von Frankreich und Spanien in ihren Darstellungen von Tieren die Grundlage der Trickfilmanimation und sogar des Kinos angewendet. Zu dieser Schlussfolgerung kommen französische Archäologen anhand zahlreicher steinzeitlicher Abbildungen. In den oftmals übereinanderliegenden Mehrfachdarstellungen eines Tieres in unterschiedlichen Positionen sehen die Forscher keine Korrekturen, sondern das Bemühen eine Bewegung abzubilden. Selbst optische Täuschungen, die heute als die Grundlage der Trickfilmanimation und des Kinos überhaupt gelten, seien den Steinzeitkünstlern nicht nur bekannt gewesen, sondern von diesen auch gezielt und als Stilmittel eingesetzt worden. Ihre Theorie illustrieren die Forscher mit eindrucksvollen Animationen der Höhlenkunst.

Während der Archäologe Marc Azéma von der Université de Toulouse II - Le Mirail und der Künstler Florent Rivère ihre Theorie zuvor schon in französischer Sprache und in einem ebensolchen Dokumentarfilm präsentiert haben, ist jetzt ihr erster Artikel im englischsprachigen Fachmagazin Antiquity erschienen.

Anhand von Felszeichnungen aus den Höhlen Chauvet (Ardèche) und La Baume Latrone (Gard) zeigen die Autoren eindrucksvoll, wie die damaligen Künstler ihre Abbildungen in einzelne Bewegungsphasen unterteilt haben und so nicht nur auf grafische Weise einen Bewegungsablauf zu erzählen sondern auch gleichzeitig genau jenes System erfanden, auf dem - Jahrtausende später wieder entdeckt - die Grundlage für den Trickfilm und des Kinos beruht. Der Effekt der Bewegung, so vermuten Azéma und Rivère, sei wahrscheinlich beim Erzählen der Bilder durch dynamisches Hin- und Herbewegen von Fackeln noch verstärkt worden.
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