Verborgene Geschichte
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Clock

Jahrtausendealte ägyptische Sonnenuhr entdeckt

Bei Grabungen ist ein Forschungsteam der Universität Basel im Tal der Könige in Oberägypten auf eine der ältesten altägyptischen Sonnenuhren gestoßen. Mitarbeitende des Ägyptologischen Seminars unter der Leitung von Prof. Susanne Bickel machten den bedeutenden Fund bei der Freilegung eines Grabeingangs.
Sonnenuhrscheibe
© unibas.ch
Die im Tal der Könige gefundene Sonnenuhrscheibe.
Basel (Schweiz) - Bedeutender Fund: Jahrtausendealte Sonnenuhr wieder ans Tageslicht gebracht.
Bei den diesjährigen Grabungsarbeiten fanden die Forschenden ein abgeflachtes Stück Kalkstein (sogenanntes Ostrakon), auf dem mit schwarzer Farbe ein Halbkreis mit zwölf Unterteilungen zu etwa 15 Grad aufgezeichnet wurde. Eine Vertiefung in der Mitte der rund 16 Zentimeter langen horizontalen Grundlinie diente der Befestigung eines Holz- oder Metallstifts, dessen Schatten die Stunden anzeigte. Kleine Punkte in der Mitte jedes Stundenwinkels dienten einer noch feineren Zeitmessung.
Sherlock

Skelett von Richard III. ausgegraben

DNA und Kampfwunden weisen in Leicester gefundene Überreste als die des berühmten englischen Königs aus

Er galt als Prinzenmörder und wahrer Schurke unter den englischen Königen: Der 1483 gekrönte Richard III. war zu Lebzeiten umstritten und nach seinem Tode verfemt. Sein Grab blieb mehr als 500 Jahre lang unbekannt - bis jetzt. DNA- und Knochennaalysen haben jetzt geklärt, dass ein im September 2012 unter einem Parkplatz in der Stadt Leicester entdecktes Skelett tatsächlich das des englischen Königs ist. Schwere Wunden in seinem Schädel passen gut zu den Berichten über seinen Tod auf dem Schlachtfeld.

© historisch
Zeitgenössisches Portrait von Richard III.
Für William Shakespeare war der englische König Richard III. der Inbegriff eines Schurken: Er beschreibt ihn in seinen Werken als Buckligen mit einem verkümmerten Arm und als gewissenlosen Mörder zahlreicher Rivalen um den Thron, darunter auch zwei jungen Prinzen. Tatsächlich aber war der 1483 gekrönte König weitaus besser als sein späterer Ruf. Ob Richard III. die beiden Prinzen, Söhne seines älteren Bruders Edward IV., tatsächlich ermorden ließ, ist bis heute umstritten. Als diese jedoch 1483 unter ungeklärten Umständen aus dem Tower von London verschwanden, nutzten dies seine Gegner, darunter sein späterer Nachfolger Henry Tudor, um ihn des Mordes zu beschuldigen und begannen eine Rebellion.
Blue Planet

Das Datierungsproblem: Neandertaler sollen nun 10.000 Jahre früher als gedacht ausgestorben sein

Auf der iberischen Halbinsel entdeckte Funde sind 10.000 Jahre älter als gedacht

Die letzten Neandertaler Europas könnten doch schon verschwunden sein, bevor sie in Kontakt mit den neu einwandernden modernen Menschen kamen. Denn die jüngsten Neandertalerfossilien der Iberischen Halbinsel sind keine rund 35.000 Jahre alt, wie bisher angenommen, sondern mehr als 46.000 Jahre. Das zeigt eine systematische Nachdatierung der Relikte durch ein internationales Forscherteam. Wie sie im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences berichten, seien Kontaminationen schuld an den zuvor zu jungen Datierungen.

© C. Barroso-Ruíz
Der Kieferknochen eines Neandertalers. Der Fund wurde nahe Zafarraya in der Provinz Granada gemacht.
Die Iberische Halbinsel gilt als letztes Refugium der Neandertaler, unsere urzeitlichen "Vettern". Zahlreiche Funde sowohl von Neandertalerknochen als auch von Relikten des aus Afrika einwandernden modernen Menschen deuteten darauf hin, dass beide Menschenarten vor rund 35.000 bis 40.000 Jahren in dieser Region sogar gleichzeitig existiert haben könnten. Einige Forscher vermuteten sogar, dass die Neandertaler noch bis vor 34.500 Jahren im bewaldeten Süden der Halbinsel lebten, und dass erst eine Klimaabkühlung dem modernen Menschen das Vorrücken dorthin ermöglichte. Wichtigstes Indiz dafür war die Datierung der Funde. Doch genau diese stellt sich jetzt als falsch heraus.
Blue Planet

"Erstes Säugetier" war angeblich kein Zeitgenosse der Dinosaurier

Ur-Säuger erhält erstmals ein Gesicht Neuer Stammbaum zeigt:

Wie das erste höhere Säugetier aussah und wann es lebte, war bisher alles andere als klar. Jetzt hat ein internationales Forscherteam unserem ersten Urahn erstmals ein Gesicht verliehen - und festgestellt, dass er nicht, wie bisher angenommen, ein Zeitgenosse der Dinosaurier war. Stattdessen entwickelte er sich erst nach dem Massenaussterben, das vor 65 Millionen Jahren die Kreidezeit beendete. Der kaum mausgroße Insektenfresser profitierte wahrscheinlich vom Verschwinden vieler Konkurrenten und der radikal veränderten Umwelt, berichten die Forscher im Fachmagazin Science.

© Carl Buell
So könnte unser Urahn ausgesehen haben: Diese auf der Auswertung von mehr als 4.500 Merkmalen basierende Zeichnung zeigt den Vorfahren aller heutigen höheren Säugetiere.
Aus der Frühzeit der Säugetier-Evolution gibt es nur wenige Fossilien. Forscher behelfen sich deshalb damit, die Evolution unserer Vorfahren anhand genetischer Daten zu rekonstruieren. Die DNA-Stammbäume schienen darauf hinzudeuten, dass die Hauptgruppen der Säugetiere schon vor 100 Millionen Jahren existierten - zeitgleich mit den Dinosauriern. Um dies zu überprüfen, haben Maureen O'Leary vom American Museum of Natural History in New York und ihre Kollegen nun in sechs Jahre langer Arbeit 4.500 körperliche Merkmale von lebenden und ausgestorbenen Säugetieren verglichen und diese mit DNA-Daten zu einem neuen Stammbaum rekombiniert.
Question

"Religion als Opium des Volkes": Karl Marx und Engels Ansichten zu Religionen

Marx und Engels hassten Muslime, wie auf dieser Seite kürzlich zu lesen stand? Kein Wunder, denn die beiden hassten schließlich jede Religion - egal ob die muslimische, christliche oder gar jüdische. Auch über Letztere kann man bei Marx gar Befremdliches lesen...
© Uwe Bumann / Shutterstock.com
Kaum zu glauben: Der »weltliche Grund« des Judentums sei »das praktische Bedürfnis, der Eigennutz«, der »weltliche Kultus« der »Schacher«, der weltliche Gott das Geld. »Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers, also die Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht«. Diese Zeilen schrieb nicht etwa ein Obernazi wie Adolf Hitler,sondern Karl Marx in seiner Schrift Zur Judenfrage aus dem Jahr 1843. Davon haben Sie noch nie etwas gehört? Nun, das liegt wahrscheinlich daran, dass man es Ihnen nicht erzählt hat.
Fish

Eiszeitliche Rentierjäger 'erfanden' das Angeln bereits in der Späten Altsteinzeit

12.300 Jahre alte Angelhaken aus Knochen und Elfenbein in Brandenburg entdeckt

Schon während der Eiszeit ergänzten unsere Vorfahren ihren Speiseplan mit geangelten Fischen. Das belegen 12.300 Jahre alte Angelhaken aus Knochen und Mammut-Elfenbein, die Archäologen in der Wustermark in Brandenburg entdeckt haben. Sie belegen, dass auch die eigentlich hoch spezialisierten Rentierjäger damals bereits begannen, in den neu entstehenden Seen und Flüssen zu angeln - und damit diese Technik des Fischfangs deutlich früher entwickelten als bisher angenommen, wie die Forscher im Fachmagazin "Journal of Archaeological Science" berichten.
Moon

Mondlandung keine Fälschung: Filmemacher meint, es war 1969 technisch nicht möglich

In die schon Jahrzehnten andauernden Diskussion und Kontroverse um eine angebliche Mondlandeverschwörung, innerhalb derer die US-Regierung die erfolgreichen Mondlandungen des Apollo-Programms in Studios auf der Erde inszeniert haben soll, hat nun der Filmemacher S G Collins eine völlig neue Perspektive eingebracht und erläutert in einem Video, warum es 1969 und in den Folgejahren technisch gar nicht möglich war, die historischen Filmaufnahmen der Mondlandung von Apollo 11 und der nachfolgenden Missionen zu fälschen.
© NASA
Archiv: Standbild aus den historischen Filmaufnahmen der Apollo-11-Mondlandung.
Amsterdam (Niederlande) -Auch wenn dieser Beitrag die Mondlande-Kontroverse nicht beilegen wird, so eröffnet Collins, in dem er ein Argument der Verfechter einer Fälschung der Aufnahmen einfach umkehrt, eine erfrischend neue Perspektive in der Diskussion um die Apollo-Mondlandungen.
Propaganda

Vertuschtes Alliierten-Kriegsverbrechen in Dresden 1945: Spreng-, Phosphor- und Brandbomben töteten wahrscheinlich eine Million Zivilisten und Flüchtlinge

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 verbrannten in Dresden mindestens 500.000, wahrscheinlich aber eine Million unschuldiger, ahnungs- und schutzloser deutscher Zivilisten - Alte, Kranke, Frauen, Kinder, Babies - lebendig in einer von Briten und Amerikanern inszenierten Feuerhölle.
Dresden 1945
© wikipedia
Dresden: Blick vom Rathausturm nach der Bombardierung am 14. Februar 1945
Kurz vor Kriegsende, praktisch nach Einstellung der Kampfhandlungen durch die geschlagene deutsche Wehrmacht, verwandelten die anglo-amerikanischen Luftstreitkräfte in vier heimtückischen Angriffen die Stadt Dresden in eine Feuerhölle, die Hiroshima und Nagasaki in nichts nachstand. Mit einem Regen aus Spreng-, Phosphor- und Brandbomben, die orkanartige Feuerstürme mit Temperaturen von 1.600 º Celsius verursachten, wurden mindestens 500.000 Zivilisten, Verwundete, Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten des Deutschen Reiches, die nach langen Trecks Schutz im deutschen „Elbflorenz“ gesucht hatten, unter furchtbaren Qualen lebendig gebraten und eingeäschert. Nachdem in der Nacht die Masse dieser ahnungs- und wehrlosen Menschen zu lebenden Fackeln entzündet, von giftigen Rauchgasen erstickt und zu Brandleichen von der Größe eines Hundes verschmort worden waren, wurden am Morgen des folgenden Tages Zehntausende Überlebender im Großen Garten u. auf den Elbwiesen von Tieffliegern eiskalt zusammengeschossen und niedergemäht.
Book 2

Projekt zum Erstellen eines neuen Wörterbuchs der alten Keilschriftsprachen gestartet

Jena (Deutschland) - Wie die Keilschriftsprachen und ihre Dialekte sich entwickelt haben und wie der damalige Wortschatz aussah und bis heute nachlebt, das wird ein Team aus Jenaer, Leipziger und Moskauer Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Krebernik von der Friedrich-Schiller-Universität Jena Leitung in den kommenden zehn Jahren zusammentragen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Projekt eines etymologischen Wörterbuchs des Akkadischen gerade bewilligt. Sie fördert die Forschungen in den ersten drei Jahren mit annähernd 870.000 Euro.
Keilschrifttafeln
© Jan-Peter Kasper/FSU
Auf solchen Keilschrifttafeln, wie hier aus Nippur, finden sich akkadische Texte, die im neuen Projekt unter Jenaer Leitung zusammengetragen und analysiert werden.
Wie Witterungsspuren sehen sie aus, die Kerben und Punkte in den kleinen Tontafeln. Doch es handelt sich um bis zu 5.000 Jahre alte Zeugnisse vergangener Kulturen, geschrieben in Keilschrift. Was von ca. 3200 vor bis ca. 75 nach Christus im Vorderen Orient mit dem Griffel in feuchten Ton gedrückt oder auch in Stein gemeißelt wurde, waren Verwaltungstexte, Kaufurkunden, Königsinschriften, diplomatische Korrespondenz, literarische Werke und sogar erste Lexika. "Sumerisch, die älteste Keilschriftsprache, wurde schon um 2000 vor Christus zur Kult- und Gelehrtensprache", sagt Prof. Dr. Manfred Krebernik von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Im Alltag wurde es durch das Akkadische ersetzt", ergänzt der Altorientalist, der zu den profundesten Kennern der Keilschriftsprachen gehört. Er weist darauf hin, dass diese Sprache bis heute nicht völlig erloschen ist, da einige Wörter von damals bis in Sprachen der Gegenwart überlebt haben.
Footprints

Frühe Jäger und Sammler vollbrachten logistische Meisterleistungen im Errichten der Riesenhügel

Schon vor 3.200 Jahren vollführten vermeintlich primitive Jäger und Sammler logistische Meisterleistungen

Frühe Jäger und Sammler waren weitaus effektiver organisiert als bisher gedacht. Das zeigen neue Ausgrabungen an einem der größten urzeitlichen Erdbauwerke Nordamerikas, dem Mound A am Poverty Point in Louisiana. Bisher dachte man, dass die Menschen, die vor 3.200 Jahren diesen riesigen künstlichen Hügel aufschütteten, Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dafür benötigten. Doch jetzt zeigt sich: Die vermeintlich so primitiven Nomaden errichteten den gigantischen Bau in weniger als 90 Tagen - eine nahezu unglaubliche Logistikleistung.
Poverty Point, Mound A
© National Park Service
Die präkolumbianische Anlage Poverty Point wurde vor 3.200 Jahren von Nomaden erbaut. Ihr größter künstlicher Hügel ist der Mound A.
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