Die Wissenschaft des Geistes
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Multitasking verringert die geistige Leistungsfähigkeit

Im Web surfen, während der Fernseher läuft, und nebenbei SMS schreiben? Das kann ernsthafte Konsequenzen haben, fanden britische Forscher jetzt heraus. Praxisvita verrät, warum Sie sich immer nur auf eine Aufgabe konzentrieren sollten.

multitaksing
© Shutterstock/Olly
Wenn Sie gerade Ihr Smartphone in der Hand haben, während Sie diesen Text lesen, legen Sie es lieber schnell weg - Ihr Gehirn könnte sonst Schaden nehmen. Denn mediales Multitasking lässt wichtige Teile des Gehirns schrumpfen - das haben britische Wissenschaftler in einer aktuellen Studie nachgewiesen.

Dazu befragten sie Probanden zu ihrem medialen Verhalten - speziell danach, wie häufig sie mehrere elektronische Geräte wie Computer, Fernseher und Smartphone parallel verwendeten. Je häufiger die Teilnehmer das taten, desto höher wurde ihr sogenannter Media Multitasking Index (MMI) eingestuft.

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Antisoziale Persönlichkeitsstörung und Psychopathie: Informationen für Betroffene

netanjahu

Benjamin Netanjahu: Fehlendes Gewissen?
Was ist eine antisoziale Persönlichkeitsstörung und wie entsteht sie? Informationen für Betroffene und Angehörige.

Was ist eine Antisoziale Persönlichkeitsstörung?

Ein Mensch mit Antisozialer Persönlichkeitsstörung missachtet und verletzt regelmäßig die Rechte anderer. Das äußert sich vor allem in gesetzwidrigem Verhalten, Lügen und Betrügen zum eigenen Vorteil oder Vergnügen, als Impulsivität und mangelndes Vorausplanen, Reizbarkeit und aggressives Verhalten. Auch die Missachtung der eigenen Sicherheit sowie der anderer, verantwortungsloses Verhalten zum Beispiel im Beruf und fehlende Reue sind oft zu beobachten.

Betroffene legen stattdessen Gleichgültigkeit an den Tag oder versuchen ihre Taten rational zu begründen. Drei dieser Merkmale müssen ab dem 15. Lebensjahr auftreten, damit die Diagnose gestellt wird.

Kommentar:

Für weitere Informationen über dieses extrem wichtige Thema empfehlen wir Sott.net's Artikelserie über Psychopathie.

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Psychopath: Leitender Arzt betäubt und missbraucht Frauen

klinikum bamberg
© dpa / David Ebener / Archiv
Ein leitender Arzt im Bamberger Klinikum hat Patientinnen bewusstlos gemacht, um sich an ihnen zu vergreifen. Die Beweise für seine Taten liefert der Mann gleich mit - er macht Fotos. Nun sitzt er in Haft.
Bamberg (dpa) - Er soll seine Opfer betäubt haben, um sie dann sexuell zu missbrauchen: Gegen einen leitenden Arzt des Bamberger Klinikums ist Haftbefehl erlassen worden.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten, fanden die Ermittler bei dem 48-Jährigen zahlreiche Beweise, denn er hatte selbst Fotos von seinen Taten gemacht.

Eine junge Frau erstattete Strafanzeige gegen den Mediziner. Die Ermittler wissen außerdem von drei anderen Opfern. "Ich gehe sicher davon aus, dass es noch weitere Geschädigte gibt", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Bardo Backert. Dem Arzt werden Körperverletzung, sexueller Missbrauch und Vergewaltigung vorgeworfen.
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Der Unterschied zwischen Psychopathen und Soziopathen

Psychopath
© Unknown
Wie Psychopathen tatsächlich aussehen: gut integriert in die Gesellschaft mit einer "Maske der Vernunft"
hannibal lecter mask psychopath
© picture-alliance / dpa/UIP
Wie sich Menschen Psychopathen vorstellen
Es gibt psychologische Begriffe, die sich still und heimlich in den Alltagsgebrauch eingeschlichen haben. So still und heimlich, dass man sie zwar mit Selbstverständlichkeit verwendet, aber selten darüber nachdenkt, was sie eigentlich genau bedeuten. Der Begriff Psychopath gehört dazu, das Wort Soziopath ebenso. Aber ist das eigentlich das Gleiche? Ganz und gar nicht, sagt der US-Kriminologe Scott Bonn von der Drew University.
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Eine Frage, ein Test: "Wie sehr stimmen Sie der Aussage zu: Ich bin ein Narzisst?"

Selbstbezogen, geltungsbedürftig, eitel: Narzissten finden sich selbst oft unwiderstehlich. Jetzt zeigt ein Experiment, dass eine einzelne Frage Narzissmus ebenso gut erkennbar macht wie ein ganzer Psychotest.
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Verliebt in sich selbst - Narzissten stehen dazu
Wer herauszufinden möchte, ob jemand ein Narzisst ist, kann sich lange Psychotests offenbar sparen: Eine einzige Frage genügt, glauben zumindest US-Psychologen. Sie hatten in einer Untersuchung mit mehr als 2200 Freiwilligen herausgefunden, dass die direkte Nachfrage der einfachste Weg ist, um Narzissten zu identifizieren.

Wie die Forscher um Brad Bushman von der Ohio State University in Columbus in der Zeitschrift PLoS One berichten, konnten sie in insgesamt elf Experimenten die entsprechende Frage ausmachen. Sie lautet: "Wie sehr stimmen Sie der Aussage zu: Ich bin ein Narzisst?" Ergänzt wurde die Frage mit der Anmerkung, ein Narzisst sei selbstbezogen, geltungsbedürftig und eitel.
Eye 1

"Dunkelkammer" des Rechts: 60% Fehldiagnosen bei psychiatrischen Gutachten

Mit dem Fall Mollath ist die Kritik an psychiatrischen Gutachten wieder aufgeflammt. Sie sollen beurteilen, wie gefährlich Straftäter sind. Die Betroffenen fühlen sich schnell wie in Kafkas „Process“.

Die Kennung ICD 10: F 22.0 bedeutete für Gustl Mollath sieben Jahre Zwangsunterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Dahinter verbirgt sich die Diagnose „Wahnhafte Störung“. Im ersten Strafverfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth war für den Gerichtsgutachter klar: Mollath ist psychisch schwer krank und weiterhin gefährlich. Ein anderer Psychiater sprach von einer „groben Falschbegutachtung“ und sah weder Anzeichen einer psychischen Erkrankung noch der Gemeingefährlichkeit. Solche eklatanten Widersprüche zwischen Gutachtern sind eher die Regel als die Ausnahme. Auch den rechtsradikalen Norweger Anders Breivik hielten die einen Ärzte für schizophren, die anderen für voll zurechnungsfähig.
Bullseye

Exzessive "Selfies" weisen auf psychische Störung hin - Selbstmordversuch eines Teenagers, da perfektes Bild misslang

Nehmen Sie eine Menge Selfies auf? Dann könnten Sie psychisch krank sein. Die Begeisterung für Selfies ist jetzt offiziell als psychische Störung anerkannt worden.
selfie
Prominente die gern ihren verschwenderischen Lebensstil zeigen und normale Menschen nutzen sie, um ihre Bewegungen auf Social Media Websites zu dokumentieren. Jetzt haben Psychologen von The Priory London und der amerikanischen Psychologist-Association herausgefunden, dass Selfies keine Sucht sind, sondern eine obsessiv-kompulsive Störung. Zwei Drittel der Patienten mit Körperbildstörungen müssen zwanghaft von sich selbst Fotos machen.

Die Experten haben die Angewohnheit Selfies zu machen mit anderen psychischen Erkrankungen verglichen und haben festgestellt, dass Personen die regelmässig auf der Suche nach dem perfekten Bild seien, in einigen Fällen sehr krank sind.
Books

Gehirn entsorgt und speichert Wissen nach emotionaler Bedeutung und Kontext der Persönlichkeit

© Burda Akademie
Der Münchner Hirnforscher Prof. Dr. Ernst Pöppel
Unser Gehirn ist auf Schnelligkeit trainiert, Nicht-Relevantes entsorgt es von selbst - nicht immer zu unserer Zufriedenheit. Hirnforscher Ernst Pöppel plädiert für einen entspannten Umgang mit Wissenslücken.

Mit Trivial Pursuit fing es an. 1981 kam das Spiel der Belanglosigkeiten auf den Markt und zeigte, dass Allgemeinbildung Spaß machen kann. Inzwischen gehören Quiz-Shows zum Alltag und Allgemeinbildungslexika füllen die Regale. Wie eine Sucht grassiert der Wunsch, in möglichst vielen Bereichen Bescheid zu wissen. Und das, obwohl die Welt immer komplexer wird - und der Umfang an verfügbaren Daten immer größer. Alle fünf bis sieben Jahre soll sich das weltweit verfügbare Wissen verdoppeln, schätzen Experten.

FOCUS-Online hat Professor Ernst Pöppel, Psychologe und Hirnforscher, gefragt: Ist es überhaupt sinnvoll für den Einzelnen, so viel Allgemeinwissen anzuhäufen? Besteht nicht die Gefahr, das Gehirn zu überfrachten?

Ernst Pöppel: Menschen sollten ein Orientierungswissen haben, eine Landkarte des Wissens, das sich um die zentralen Themen unseres Lebens dreht. Das wäre heute z.B. Basiswissen über die Finanzmärkte, andere Kulturen, Energie- und Umweltthemen plus ein bisschen Geschichte. Viele andere Themen, die in Quiz-Shows oder Gesellschaftsspielen abgefragt werden, sind meines Erachtens völlig unwichtig, das Wissens darüber unnütz.
Eye 1

Müdigkeit fördert unethisches Verhalten

Müdigkeit
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Müdigkeit verändert den Menschen: Wer sonst ein Ausbund an Loyalität ist, kann sich am Abend in einen unehrenhaften Lügner verwandeln.

Es kann sich lohnen, etwas länger liegen zu bleiben. Denn Menschen, die in aller Herrgottsfrühe aufstehen, tendieren dazu, am Abend zu lügen und betrügen, wie US-Forscher herausfanden. Dasselbe gilt auch für Nachteulen - bei ihnen verschiebt sich die Zeit des unethischen Verhaltens einfach in die Morgenstunden.

Die aktuelle Studie zeigt, dass es schwieriger wird, unehrenhaften Versuchungen zu widerstehen, wenn die Energiereserven einer Person aufgebraucht sind. In einer in der «Harvard Business Review» veröffentlichten Zusammenfassung ihrer Ergebnisse schrieben die Forscher:
«Im Gegensatz zur Annahme, dass gute Menschen Gutes tun und schlechte Menschen Schlechtes, gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass gute Menschen unethisch und schlechte Menschen ethisch handeln können, abhängig von den Umständen des Moments.»
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Hirnaktivität bei Sexsucht ähnelt der von Drogenabhängigen

„Hypersexualität“: Wenn Sex zur Sucht wird
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Vor allem in der Boulevard Presse wird immer wieder von der Sexsucht prominenter Sportler oder Schauspieler berichtet. Wissenschaftlich ist über die Hypersexualität bislang wenig bekannt. Forscher haben nun Sexsüchtige im Hirnscanner untersucht und dabei Parallelen zu Drogenabhängigen festgestellt.

Über Sexsucht von Prominenten wird in Boulevard Medien berichtet

US-Golf-Profi Tiger Woods und Schauspieler Michael Douglas: Sie und viele andere Prominente sollen sexsüchtig sein. Auch in TV-Serien wie „Californication“ oder zuletzt durch Lars von Trier mit „Nymphomaniac“ wurde die Sexsucht in Szene gesetzt. Vor allem in der Boulevard Presse taucht das Thema immer wieder auf. Viele Menschen meinen, es handle sich dabei lediglich um einen Mythos, um die Untreue der Stars mit einer Sucht zu begründen. Doch die Sexsucht gibt es tatsächlich, wird allerdings von Experten, wie Psychologen oder Therapeuten, als Hypersexualität bezeichnet. Auch wen sich bereits zahlreiche Prominente deswegen behandeln haben lassen, ist noch immer wenig über die Störung bekannt.

Verschiedenste Ursachen

Wie Die Welt berichtet, geht die Forschung davon aus, dass etwa einer von 25 Menschen an Hypersexualität leidet. Betroffene sind dem Bericht zufolge süchtig nach sexuellen Handlungen und vernachlässigen ihren Alltag häufig, um ihr gesteigertes sexuelles Verlangen zu befriedigen. Auch wenn die Datenlage zum Krankheitsbild nicht sonderlich gut sei, hätten Mediziner, Psychologen, Sexualwissenschaftler und Psychotherapeuten verschiedenste Ursachen für diese Störung ins Feld geführt. So ist oft eine manifestierte Depression Hintergrund der Krankheit. Betroffene versuchen dann ihre Depression mit dem Kick der Befriedigung durch Sex zu kompensieren. Außerdem könnte es sein, dass neben emotionalen, körperlichem oder psychischem Missbrauch in der frühen Kindheit, Sexsucht auch durch die zunehmende Verfügbarkeit von Sex und Pornografie beeinflusst wird.
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