Die Wissenschaft des Geistes
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Heart

Dr. Gabor Maté: "Wenn der Körper Nein sagt - Die Verbindung zwischen Stress und Krankheiten verstehen" - Eine außergewöhnlich wichtige Arbeit

Übersetzt von de.sott.net

Dr. Gabor Maté, mit Wohnsitz in Vancouver, behauptet, dass viel zu viele Ärzte das zu vergessen scheinen, was einstmals eine weitverbreitete Annahme war - dass Emotionen sehr stark sowohl mit der Entstehung von Krankheiten als auch mit der Wiedererlangung der Gesundheit zusammenhängen. Basierend auf medizinischen Studien und seiner eigenen Erfahrung mit chronisch kranken Patienten in der Abteilung der Palliativpflege im Krankenhaus in Vancouver, wo er sieben Jahre lang der medizinische Koordinator war, liefert Maté die Gründe dafür, dass wichtige Verbindungen zwischen der Psyche und dem Immunsystem bestehen. Er hat herausgefunden, dass Stress und das emotionale Temperament eines Individuums eine kritische Rolle in einer Reihe von Krankheiten spielen.

body says no, gabor mate

Wenn der Körper nein sagt, sollten wir manchmal genau "zuhören".
(Anmerkung der Übersetzung: Nachfolgend findet sich das Interview mit Dr. Gabor Maté; die deutsche Transkription finden Sie weiter unten).



Kommentar: So viel wir wissen ist de.sott.net die erste deutsche Seite, die die neuesten Untersuchungsergebnisse von Gabor Maté dem deutschsprachigen Raum näher bringt. Es wird auch langsam Zeit!

Gabor Maté's Arbeit ist so wichtig, dass wir uns entschlossen haben, Teile dieser Forschungen endlich auch dem deutschen Publikum näher zu bringen. Sein Buch When the Body Says No: Exploring the Stress-Disease Connection (Wenn der Körper nein sagt: Die Verbindung zwischen Stress und Krankheiten verstehen) gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten Werken, die in diesem Bereich jemals erschienen sind.

Leider sind bis jetzt fast alle seine Bücher nicht in der deutschen Sprache erschienen. Wir hoffen stark darauf, dass sich dies bald ändert! Denn das Wissen das uns Maté in seinem Werk mitteilt ist buchstäblich bahnbrechend und bezieht sich nicht nur auf Stress und die Verbindung zu vielen Krankheiten, sondern auch direkt auf das was Georges I. Gurdjieff der Welt mitteilen wollte: Wir sind fast in jedem Moment unseres Lebens uns selbst nicht bewusst und agieren dadurch fast ausschließlich wie Roboter, die von ihrer Umgebung programmiert wurden. Maté beweist somit auch, dass die Erkentnisse, die Gurdjieff schon vor vielen Jahrzehnten erkannt hat, in der Tat richtig sind und durch moderne wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt werden.

Auch de.sott.net hat die Wichtigkeit des Stressabbaus schon vor einigen Jahren erkannt und deshalb das erstaunliche Heilungs-, Verjüngungs- und Medidationsprogramm mit dem Namen Éiriú Eolas entwickelt. Gabor Maté's Arbeit beweist wieder einmal wie wichtig das Wissen über Stress und dessen Reduzierung ist.

Lesen Sie hierzu auch folgenden Artikel:

Nervenzusammenbruch der Massen: Millionen von Menschen am Rande des Abgrunds, während eine Stress-Epidemie die Gesellschaft heimsucht

eiriu eolas
© eiriu-eolas.org
Das Atemprogramm Éiriú-Eolas


Vader

Dein Partner kann ein Psychopath sein

© Shutterstock

Befinden Sie sich in einer Beziehung mit einem Psychopathen? Sie denken wahrscheinlich, dass man solche Menschen sofort erkennt - am teuflischen Glanz in den Augen, dem Hakenkreuz-Tattoo auf der Stirn oder den ständigen Gesprächen über Serienmörder beim Abendessen.


Doch so einfach ist die Sache nicht. Psychopathen können äußerst charmant sein und auf den ersten Blick wie der absolute Traumprinz wirken. Wenn Sie die Zeichen also nicht kennen, kann es passieren, dass ein Psychopath Sie in seinen Bann zieht, und Sie erst merken, mit wem Sie es zu tun haben, wenn es zu spät ist. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie auf diese 10 Anzeichen achten:


Kommentar:
"Doch so einfach ist die Sache nicht."
In der Tat! Psychopathen können eine außerordentlich gut ausgeprägte Maske der Vernunft tragen:

Kommentar:

Cult

Warum schaffen es auffällig viele Psychopathen ins höchste Management?

psychopath
© unknown
Sie manipulieren andere, sind erfolgreich - und gefährlich. Überdurchschnittlich viele Psychopathen schaffen es ins höchste Management, sagt der Psychologe Jens Hoffmann.

ZEIT ONLINE: Es heißt, Manager mit psychopathischen Zügen seien gut für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Herr Hoffmann, können Sie das bestätigen?

Jens Hoffmann: Auf keinen Fall. Psychopathen sind gefährlich - auch für den Unternehmenserfolg.

ZEIT ONLINE: Warum?

Hoffmann: Weil sie extrem gefühlskalt und hochmanipulativ sind. Sie denken nicht an das Unternehmen, sondern handeln nur in ihrem eigenen Interesse. Sie haben Spaß an Dominanz und Kontrolle. Sie demütigen gern andere und mögen es oftmals auch, wenn andere Angst vor ihnen haben. Selbst haben sie keine Angst. Gerade das macht sie in Führungspositionen gefährlich, denn sie treffen oft hochriskante Entscheidungen, die ein Unternehmen in den Ruin treiben können.

Kommentar: Es ist sehr erfreulich, dass immer mehr etablierte Medien ihre Aufmerksamkeit dem Phänomen der Psychopathie widmen (siehe hier und hier). Wie Sie dem Artikel sicher entnommen haben konnten, herrschen auch viele Missverständnisse in der wissenschaftlichen Welt über Psychopathie (z.B ihr fördernder Charakter für die menschliche Evolution), die zum größten Teil durch Psychopathen an der Macht verbreitet werden, um die Blicke der normalen empathischen Menschen von sich abzuwenden und die Gefahr der Psychopathie für die Gesellschaft herunterzuspielen.

Hier finden Sie ausführlichere Infos zum Thema: Die Maske der Vernunft

Wenn Sie mehr nicht nur über Psychopathie, sondern auch über die Auswirkungen dieser Persönlichkeitsstörung auf unsere Gesellschaft wissen möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke. Das Buch können Sie hier erwerben.

© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke


Sun

70 Jahre ohne essen oder trinken? Ärzte sind ratlos: Yogi wird von Wissenschaftlern unter Laborbedingungen und Videoüberwachung untersucht

Ist er ein Wunder oder doch bloß ein Scharlatan? Der 83-jährige Yogi Prahlad Jani aus Indien behauptet, seit über 70 Jahren nichts mehr gegessen und getrunken zu haben - dank Meditation und göttlichem Segen. Indische Ärzte wollen den rätselhaften Yogi nun untersuchen. Es ist nicht das erste Mal.
© AFP
Januar 2010: Indische Ärzte wollen ihn nun erneut untersuchen. Der 83-Jährige behauptet, seit über 70 Jahren nicht mehr gegessen und getrunken zu haben.
Ahmedabad - Ein extrem asketisch lebender Hindu ist aufgrund seiner Fähigkeiten nun zum wiederholten Male Studienobjekt indischer Ärzte geworden. Der 83-jährige Yogi Prahlad Jani behauptet, seit mehr als 70 Jahren weder Nahrung noch Wasser zu sich genommen zu haben. Jetzt liegt Jani in einem Krankenhaus im westindischen Ahmedabad.


Der Yogi ist aber nicht etwa krank, er unterzieht sich dort lediglich einer Reihe von medizinischen Tests. Offenbar wollen Experten nun endlich die Wahrheit über das biologische Wunder ans Licht bringen. Dabei werde der Yogi rund um die Uhr beobachtet, sagte der Direktor des Defence Institute of Physiology & Allied Sciences des nationalen Verteidigungsinstituts, Govindasamy Ilavazhagan, am Mittwoch. Zudem erhofften sich die Forscher von der Untersuchung des Asketen, Hilfe bei der Ausarbeitung von "Überlebensstrategien bei Naturkatastrophen, unter extremen Stressbedingungen oder bei Raumfahrtmissionen auf den Mond oder den Mars", sagte Ilavazhagan. Unter anderem planen die Mediziner, Janis Körper durch einen Scanner zu schieben, sein Gehirn und seine Herztätigkeit zu untersuchen und sein Blut zu testen. Der bärtige Hindu wurde den Angaben zufolge bereits vergangenen Donnerstag eingeliefert. Seitdem habe er keinen Tropfen Wasser getrunken, nichts gegessen und sei nicht zur Toilette gegangen, sagte Ilavazhagan.


Kommentar: Selbst wenn die Aussagen des Yogis der Wahrheit entsprechen (wie es den Anschein hat), möchten wir betonen, dass hier wahrscheinlich mehr als nur "Lichtnahrung" im Spiel sein könnte, zum Beispiel hyperdimensionale Phänomene und/oder Anhängsel aus anderen Realitäten. Dem Liebe und Licht New-Age-Glauben zu verfallen ist gefährlich, nicht nur für den Körper sondern vor allem auch für die Seele und es könnte durchaus sein, dass Jani und andere Menschen, die diesem Glauben an die "Lichtnahrung" auf unserer Ebene der Existenz verfallen sind, dafür einen Preis zahlen werden.

Wie es Laura Knight-Jadczyk so treffend ausgedrückt hat:

"There is no free lunch in the universe, and if you think there is, YOU ARE the Lunch"

Freie Übersetzung des obigen Satzes:

"Es gibt im Universum keine Gratismahlzeiten (oder anders ausgedrückt, es gibt nichts umsonst), und falls du diesem Glauben doch verfallen sein solltest, dann bist DU SELBST die Mahlzeit."


Cult

Der Mensch und die Monster in Menschengestalt: So erkennen Sie einen Psychopathen

Rund 500.000 Psychopathen leben in Deutschland - wahrscheinlich sogar mehr. Denn nur 50 Prozent fallen auf: Sie landen als Gewalttäter im Gefängnis. Die andere Hälfte schlägt sich erfolgreich durchs Leben. Wodurch sich Psychopathen verraten.

Sie sind oft äußerst charmant, eloquent, selbstbewusst. Aber allen ist eine böse, dunkle Seite gemein: Psychopathen sind skrupellos, manipulativ und ohne jegliches Mitgefühl für ihre Umwelt. „Vier bis fünf Prozent der Menschen sind Psychopathen, aber nicht alle werden kriminell“, sagt Niels Birbaumer, Professor für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen.

Kommentar: Es ist sehr erfreulich, dass immer mehr etablierte Medien ihre Aufmerksamkeit dem Phänomen der Psychopathie widmen (siehe hier). Wie Sie dem Artikel sicher entnommen haben konnten, herrschen auch viele Missverständnisse in der wissenschaftlichen Welt über Psychopathie (z.B die Heilbarkeit von Psychopathen oder Zusammenhang von Psychopathie und ADHS), die zum größten Teil durch Psychopathen an der Macht verbreitet werden, um die Blicke der normalen empathischen Menschen von sich abzuwenden und die Gefahr der Psychopathie für die Gesellschaft herunterzuspielen.

Wenn Sie mehr nicht nur über Psychopathie, sondern auch über die Auswirkungen dieser Persönlichkeitsstörung auf unsere Gesellschaft wissen möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke. Das Buch können Sie hier erwerben.

© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke


Black Magic

Poltergeist-Phänomen: Neue Studie soll mehr ans Licht bringen

Für seine Doktorarbeit mit dem Titel "Mischievous Forces" (Bösartige Kräfte), die die historische Bedeutung des Poltergeist-Phänomens in der Nachkriegszeit (1945-1990) ergründen will, sucht der Historiker Christopher Laursen von der University of British Columbia derzeit Zeitzeugen entsprechender Erscheinungen und Ereignisse.
© Nevit Dilmen, CC-by-SA 3.0
Symbolbild: Poltergeist-Spuk.
Vancouver (Kanada) - "Beim Poltergeist-Phänomen handelt es sich um das merkwürdige Phänomen, bei dem Menschen die Eigenbewegung von unbelebten Objekten beobachten konnten", erläutert der Forscher den Hintergrund seiner Studie. "Doch was ist die historische Bedeutung dieser Phänomene? Mit erst in der Nachkriegszeit entwickelten psychologischen Konzepten von der Wirkung des Geistes auf die Materie liegen seither neue Ansätze für die Erklärung von Poltergeist-Erscheinungen vor."

Der Bergriff "Poltergeist" beschreibe unsichtbare, schelmenhaft bis bösartige Kräfte, die an Wände Klopfen, mit allen Arten von Objekten um sich werfen und selbst schwere Möbel umdrehen und verrücken. "In den 1950er Jahren wurden psychologische und psychoanalytische Konzepte des menschlichen Potentials, von der Wirkung des Geistes auf die Materie und des emotionalen Wohls auf Poltergeist-Erscheinungen übertragen, die seither die bis dahin oft als Erklärung angewandten Konzepte und Vorstellungen von Geistern Verstorbener als Verantwortliche für diese Erscheinungen in Frage gestellt und teilweise abgelöst haben."
Question

Unglaublich: In Russland lebt ein 162jähriger Mönch! Lebendiger Leichnam gibt Wissenschaftlern Rätsel auf

In Rußland an der Grenze zur Mongolei gibt es ein Kloster, in dem ein Mönch lebt, der mittlerweile 162 Jahre alt ist. Ärtze bestätigen: Seine Körperfunktionen sind vorhanden und er reagiert auf seine Umwelt. In dieser Dokumentation wird er gezeigt und zwei mal im Jahr kann man ihn sehen. Sein Wunsch mit dieser Art der Existenz ist es, als lebendes Beispiel zu dienen, daß die Grenzen des Menschen unendlich sind.
Seit über 75 Jahren ist der Körper des 1927 verstorbenen Hambo Lama Daschi-Dorsho Iltigelows nahezu unverändert erhalten. Wissenschaftler, die ihn untersucht haben, sind ratlos. Der Leichnam des Lama ist in all den Jahrzehnten nicht verwest, was allen Gesetzen der Natur widerspricht. Seine Haut und seine Gelenke sind elastisch, das Blut geleeartig. Letzte Untersuchungen zeigen, dass seine Zellen noch leben. Zweimal im Jahr - zum buddhistischen Neujahrsfest und zu Buddhas Geburtstag - dürfen die Menschen den “lebenden Leichnam” im sibirischen Ulan Ude bewundern.

Das Phänomen Zwischen Leben und Tod - ein 162jähriger Mönch

Bulb

Joe Navarro: "Jeder sollte über Psychopathie Bescheid wissen"

Joe Navarro ist ein ehemaliger FBI-Agent und ein Spezialist für menschliches Verhalten. In Deutschland ist er vor allem bekannt durch sein vor kurzem veröffentlichtes Buch: Die Psychopathen unter uns: Der FBI-Agent erklärt, wie Sie gefährliche Menschen im Alltag erkennen und sich vor Ihnen schützen. In diesem Buch befasst er sich mit pathologischen Persönlichkeiten und wie sie schnell mit Checklisten erkannt werden sollen. Doch Checklisten bergen eine Gefahr - warum, das möchten wir anhand eines Spiegel-Online-Interviews mit Navarro kommentieren und ebenso auf andere wichtige Dinge hinweisen.

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© sott.net
Psychopathen regieren unsere Welt. Sechs Prozent der Weltbevölkerung sind genetisch geborene Psychopathen. Wissen sie, was das für den Rest von uns bedeutet?
SPIEGEL ONLINE: Herr Navarro, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass eine einzige Begegnung mit einem Psychopathen ausreicht, um unser Leben zu ruinieren. Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Navarro: Nein, wir sind in Gefahr! Es gibt immer wieder Menschen, die uns ausnutzen. Bei Psychopathen denken die Menschen an Typen vom Schlage Hannibal Lecters. Aber man findet sie überall, wo Menschen aufeinander treffen, in der Politik, in der Wirtschaft, im Beruf, in der Schule, im Elternhaus, in der Kirchengemeinde. Sie kennen bestimmt auch einen.

SPIEGEL ONLINE: Ich? Nein.

Navarro: Doch. Wie alt sind Sie?

SPIEGEL ONLINE: Mitte Zwanzig.

Navarro: Dann haben Sie sicherlich schon ein oder zwei Menschen mit gefährlichen Persönlichkeiten kennengelernt.
TV

Die rosarote Brille als Versuch, die Realität zu bewältigen

Der Mensch kann nicht anders, als in seiner Zukunft vor allem Gutes zu sehen und üble Prognosen nicht zuzulassen - denn die Zuversicht ist tief in seinen Hirnwindungen verankert.
rosarote brille,rose-colored glasses
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Tali Sharot wusste genau, was sie wollte. Als die Israelin zur Jahrtausendwende an die New York University ging, war ihr Plan, Gedächtnisforscherin zu werden. Schon ein Jahr später bot sich die perfekte Möglichkeit zu verstehen, wie das Gehirn Erinnerungen schafft. Nach dem 11. September 2011 holte sich Sharot zusammen mit ihrem Team Zeugen des Anschlags in ihr Labor und befragte sie zu ihren Erinnerungen an diesen Tag. Der Anschlag war medial so gut dokumentiert worden, dass sich fast alle Angaben überprüfen ließen.

Die Forscher wussten, dass das menschliche Gedächtnis Fehler macht. Nur in welchem Ausmaß, das wussten sie nicht. Während die Zeugen glaubten, ihre Erinnerungen seien akkurat wie eine Videoaufnahme, zeigte der Abgleich: Nur etwa 63 Prozent ihrer Angaben stimmten tatsächlich. Fast die Hälfte aller Erinnerungen sollen falsch gewesen sein? Die Forscher grübelten darüber, woher diese große Anzahl von Fehlern kommen könnte. Dann hatten sie eine Idee: Was, wenn das Gedächtnis gar nicht vorrangig dazu da ist, die Vergangenheit aufzubewahren, sondern dazu, die Zukunft vorzubereiten?
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Magische Pilze beeinflussen Emotionen im Gehirn teilweise positiv

Zürich - Werden Emotionen im Gehirn negativ verzerrt verarbeitet, kann ein Mensch an einer Depression erkranken. Psilocybin, der bioaktive Bestandteil der mexikanischen Zauberpilze, greift offenbar positiv in den Verarbeitungsmechanismus von Emotionen ein. Schon eine geringe Menge des Stoffs aus der Natur schwächt die Verarbeitung negativer Emotionen ab und wirkt stimmungsaufhellend, wie Forschende der UZH mit bildgebenden Verfahren nachweisen.
magische pilze, magic mushroom, psilocybin
© Wikipedia
Emotionen wie Angst, Wut, Traurigkeit und Freude ermöglichen es dem Menschen, sich der Umwelt anzupassen und auf Belastungen flexibel zu reagieren. Sie haben eine fundamentale Funktion für kognitive Prozesse, physiologische Reaktionen und soziales Verhalten. Die Verarbeitung von Emotionen ist eng an die Vorgänge im Gehirn, an das sogenannte limbische System, gekoppelt. Innerhalb dieses Systems haben die Mandelkerne eine zentrale Funktion - sie verarbeiten vor allem negative Emotionen wie Angst und Furcht. Gerät die Aktivität dieser Mandelkerne aus dem Gleichgewicht, können Depressionen und Angsterkrankungen entstehen.

Forschende der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zeigen nun, dass Psilocybin, der bioaktive Bestandteil der mexikanischen Zauberpilze, die Mandelkerne beeinflusst und dadurch die Verarbeitung von negativen Umweltreizen abschwächt. Diese Erkenntnisse könnten für «neuartige Behandlungsansätze wegweisend» sein, kommentiert Erstautor Rainer Krähenmann die Resultate, die nun im renommierten Fachjournal Biological Psychiatry publiziert sind.
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