Die Wissenschaft des Geistes
Karte


People

Wir können bis zu 10 Sekunden unbewusst in die Zukunft sehen: Meta-Analyse bestätigt zum zweiten Mal, diesen erstaunlichen messbaren Effekt

Im Oktober 2012 überraschten US-amerikanische und italienischer Wissenschaftler mit dem Ergebnis einer Meta-Analyse, die den Nachweis der menschlichen Fähigkeit erbracht haben soll, zukünftige Ereignisse 2 bis 10 Sekunden vorherahnen zu können. Jetzt bestätigt eine weitere Meta-Analyse diesen erstaunlichen messbaren Effekt. Zugleich präsentieren die Forscher sogar praktische Anwendungen für das beobachtete Phänomen.
© gemeinfrei
Symbolbild: Zeit (Bewegungsstudien des Eadweard Muybridge).
Evanston (USA) - In ihrer aktuellen Untersuchung haben die Forscher die Datengrundlage der Ergebnisse ihrer Meta-Analyse von 2012 erneut kritisch überprüft und das Ergebnis im Fachjournal Frontiers in Human Neuroscience veröffentlicht.
Question

Wie wirken Placebos und Nocebos?

medikamet placebo
© Normann Hochheimer/CHROMORANGE
Der Glaube an eine Wirkung löst im Körper Prozesse aus - die Gehirnchemie wird verändert und Botenstoffe werden ausgeschüttet
Ein schwer kranker Patient in der Notaufnahme: Er zittert und schwitzt stark, sein Puls rast und der Blutdruck ist extrem niedrig. Mit Tabletten gegen Depressionen wollte er sich das Leben nehmen. Die Ärzte versuchen herauszufinden, welcher Wirkstoff die starken Symptome verursacht. Dabei stellt sich heraus, dass der Patient an einer Medikamentenstudie teilgenommen hat. Er war in der Placebogruppe - seine Tabletten enthielten also gar keinen Wirkstoff.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Macht von negativen Erwartungen bei der Medikamentenwirkung. In diesem Fall hat sich dieser Patient mit dem Medikament vermeintlich überdosiert, um sich umzubringen. So hat er tatsächlich einen Kreislaufkollaps entwickelt - allein durch den Einfluss von Erwartung. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Nocebo-Effekt.
Blackbox

Warum Vorurteile so hartnäckig sind

lächeln
© unbekannt
Der Erste Eindruck: Ein Lächeln stimmt uns freundlich.
"Männer können nicht zuhören, Frauen nicht einparken und nicht rechnen". Selbst wer mit dem Gegenbeweis konfrontiert wird, wirft seine Vorurteile nicht über Bord, denn Klischees graben sich tief in unser Gehirn ein.

Frauen sind in Mathe schwächer als Männer und Schwarze weniger intelligent als Weiße". Wer solche Vorurteile hegt, müsste doch eigentlich seine Meinung ändern, wenn er eine Professorin für Mathematik trifft oder einen Farbigen, der ihm intellektuell überlegen ist. Das tut er aber meistens nicht. Stereotypen zu überdenken oder gar abzulegen kostet geistige Mühe. Die vermeidet unser Gehirn gerne. Beobachtungen, die unseren Vorurteilen offensichtlich widersprechen, werden auf andere Weise ins eigene Weltbild integriert.
Magic Wand

Wunschdenken: Je mehr ein Gegenstand von einer Berühmtheit berührt wurde, desto höher der Verkaufswert

Magic Carpet
© Lambert/Getty Images
Magisches Denken steuert Kaufentscheidungen

Magisches Denken beeinflusst die Höhe von Auktionsgeboten. Das berichten US-amerikanische Forscher in den Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten (PNAS). Demnach erzielen von beliebten Prominenten berührte Gegenstände höhere Gewinne bei Auktionen als Gegenstände, die häufig von unbeliebten Berühmtheiten verwendet wurden. Magisches Denken basiert darauf, dass sich die positive Eigenschaften einer Person durch die Berührung auf den Gegenstand übertragen und somit der immaterieller Wert steigt. Anders herum führt die häufige Berührung von Geständen durch negativ wahrgenommenen Personen dazu, dass der immaterielle Wert sinkt.

Magisches Denken führt bei Gegenständen von beliebten Stars zu höheren Auktionsgeboten

Die Forscher wählten für ihre Untersuchung drei Auktionen aus, bei denen Gegenstände von Marylin Monroe, John F. Kennedy und seiner Frau Jacqueline Onassis sowie dem Finanzmakler Bernard Madoff und seiner Frau Ruth versteigert wurden. Während Marylin Monroe und John F. Kennedy auch nach ihrem Tod bis heute von vielen Menschen geschätzt und teilweise verehrt werden, genießt Bernard Madoff bei vielen Amerikanern keinen guten Ruf. Der Finanzmakler sitzt derzeit wegen unlauterer Geschäftspraktiken im Gefängnis.
Snakes in Suits

Jede zehnte Führungskraft ist psychopathisch!

6 Prozent, psychopathen, link
© SOTT.net
Psychopathen regieren unsere Welt: 6% der Weltbevölkerung sind geborene genetische Psychopathen -> Können Sie sich vorstellen, was das für den Rest von uns bedeutet?
Wenn der Chef ein Psychopath ist: Was Mitarbeiter tun können, und wie sie sich verhalten sollten. Ein schlechtes Betriebsklima hat Auswirkungen.

Vorgesetzte tragen manchmal Züge von psychopathischen Menschen: impulsiv, skrupellos, selbstverliebt, aber auch charmant, selbstbewusst und eloquent. Im Schnitt hat jede zehnte Führungskraft psychopathische Eigenschaften, schätzt der Hirnforscher Prof. Gerhard Roth von der Universität Bremen. Die meisten seien Männer. Ihre Skrupellosigkeit und fehlende Empathie helfe dabei, sich im Unternehmen durchzusetzen.

Wer als Mitarbeiter auf sie trifft, hat darunter zu leiden. Mit ihrer cholerischen und disziplinlosen Art schikanieren Menschen mit psychopathischen Eigenschaften ihr Team. Sie ändern oft innerhalb kurzer Zeit ihre Meinung. Loben sie in einem Moment Ideen gen Himmel, zerreißen sie diese im nächsten Augenblick in der Luft. Manchmal verkaufen sie fremde Gedanken als die ihren. Insgesamt ist es für andere schwer, sie einzuschätzen. Echte Irre sitzen allerdings kaum in Führungsetagen. Psychopathie gilt als eine schwere Form der dissozialen Persönlichkeitsstörung. Häufig werden Psychopathen in Filmen dargestellt.


Kommentar: Das ist das Problem, was sich glücklicherweise zu ändern schein, dass es nicht "Irre" sind, sondern Personen, die bis in höchsten Etagen - sogar der Politik - zu finden sind.

Bulb

Der Wahrsager-Trick: Wie Sie Menschen schnell für sich gewinnen

Wahrsagerin mit Glaskugel
© colourbox
Wahrsager halten ihre Aussagen bewusst allgemein, um damit Allwissenheit über ihre Klienten zu suggerieren
Wahrsager und Kartenleger wissen scheinbar alles: Sie vermitteln den Eindruck, uns schon lange zu kennen. Dahinter steckt ein Trick, der auch in der Kommunikation hilfreich ist, um andere Menschen für sich zu gewinnen.

Sie nehmen nicht alles einfach unbewiesen hin, sondern prüfen gern kritisch, ob das, was man Ihnen erzählt, auch wirklich stimmt. Zudem sind Sie ein Mensch, der ein gewisses Maß an Abwechslung und Veränderung bevorzugt und sich ungern durch Verbote oder Beschränkungen einengen lässt. Vermutlich gibt es aber auch manchmal Situationen in Ihrem Leben, in denen Sie sich fragen, ob Sie die richtige Entscheidung getroffen haben.
Card - VISA

Börsenpsychologie: „Im Zweifel siegt die Emotion über den Verstand“

Börsenpsychologe
© Getty Images
Auf der Couch beim Börsenpsychologen: Emotionen bestimmen das Geschehen an den Märkten.
Die Wahrnehmung der Anleger ist oft verzerrt, weiß Manfred Hübner. Gefühle wiegen stärker als Fakten. Im Interview erklärt der Experte für Börsenpsychologie, warum Investoren oft irrational und unvernünftig handeln.

Gier, Verliebheit, Nervosität und Panik - Sentix-Experte Manfred Hübner ist Experte für die Emotionen der Anleger. Das Frankfurter Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.500 Investoren und liefert so wertvolle Einblicke in deren Psychologie. Davon können Anleger profitieren.
Snakes in Suits

Kündigungsgrund Nummer eins: der Chef

Führungskraft
© iStock
Führungskräfte in Deutschland: Fordernd - aber unfähig.
Unfair, misstrauisch und unfähig zu delegieren: Die große Mehrheit der Deutschen hält ihre Vorgesetzten für eine einzige Katastrophe.

Nicht das Gehalt, die Arbeitszeiten oder die Höhe des Weihnachtsgelds entscheiden über die Zufriedenheit von Arbeitnehmern. Am stärksten ins Gewicht fallen die Führungsfähigkeiten der Vorgesetzten - und mit dem sind laut einer aktuellen Studie viele Arbeitnehmer in Deutschland unzufrieden. Der Chef ist sogar der Kündigungsgrund Nummer eins, wie die Ruhr-Universität Bochum mitteilt.
Bug

Angst lässt Spinnen größer erscheinen

Ein kurzer Blick entlang der Zimmerdecke und schon breitet sich Gänsehaut über den ganzen Körper aus. Der Grund: In eine der oberen Ecken thront eine fette Spinne. Was manchen Menschen lediglich Unbehagen bereitet, lässt andere in Panik ausbrechen. Sie leiden unter einer Spinnenphopie. Das Fatale daran: In ihrer Vorstellung erscheint das Krabbeltier größer und bedrohlicher als es tatsächlich ist. Das belegt eine Studie am Otto-Selz-Institut der Universität Mannheim.
Heart - Black

Psychopathin gesteht Mord an über 22 Menschen: "Ich habe sie studiert und mich mit ihnen angefreundet"

Die 19-jährige Miranda Barbour hat nach eigenen Angaben über 22 Menschen getötet. In einem Zeitungsinterview gab die Amerikanerin jetzt Details zu ihren Taten preis.

Wie viele Menschen hat die Satanistin Miranda Barbour getötet? Die 19-Jährige, die auch unter dem Namen Craigslist-Mörderin bekannt wurde, gab im Interview mit der Lokalzeitung Daily Item aus Sunbury im US-Bundesstaat Pennsylvania zu, einen 42-jährigen Mann ermordet zu haben.


Kommentar: In diesem Video wird ausgesagt, wie "freundlich" und "höflich" sich Miranda bei den Gerichtsverhandlungen gezeigt hat. Das ist ohne das richtige Wissen über Psychopathie schwer zu verstehen. Wenn man jedoch das Wissen hat, macht die "Höflichkeit" sehr viel mehr Sinn. Wir empfehlen unseren Lesern die Lektüre des einzigartigen Buchs Politische Ponerologie von Psychologe Dr. Andrzej M. Lobaczewski.


Top