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So, 07 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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People

Warum Zeigegesten oft wenig weiterhelfen

Deutscher Forscher analysiert Geometrie des Zeigens und stellt fest, dass zwei unterschiedliche Systeme zur Anwendung kommen
Würzburg - Zeigegesten scheinen geradezu ein Sinnbild der Eindeutigkeit zu sein und sind ein wichtiger Bestandteil der zwischenmenschlichen Kommunikation. Mit der Klarheit ist es aber vorbei, wenn man auf entfernte, unauffällige Objekte zeigt. In diesem Fall verstehen Betrachter oftmals nicht, auf welches Objekt sich die Geste bezieht. Woran das liegt, berichtet die Universität Würzburg.

Eye 1

Ein beobachtendes Augenpaar verändert unser Verhalten

Die Forscher der Universität Newcastle haben schon wieder eine Verwendungsmöglichkeit für strenge Blicke entdeckt

Diese Poster wurden über den Fahrradständern der Newcastle University in Großbritannien angebracht.
Newcastle - Wenn die Werbeindustrie von diesem Studienergebnis Wind bekommt, wird sich bald auf sämtlichen Postwurfsendungen ein aufgedrucktes Augenpaar befinden. Das hemmt nämlich offenbar deutlich die Bereitschaft, einen solchen Zettel achtlos wegzuwerfen, wie Forscher der Universität Newcastle berichten.

Schon vor einigen Jahren hatten Forscher dieser Universität ein psychologisches Experiment mit der Wirkung eines strengen Blicks durchgeführt. Sie hatten Poster mit verschiedenen Motiven in der Cafeteria ihres Instituts aufgehängt - und zwar dort, wo um Beiträge für die allgemeine Kaffeekassa gebeten wurde. Das Ergebnis: Wenn das Motiv ein streng blickendes Augenpaar war, stiegen die Einzahlungen auf fast das Dreifache gegenüber dem Normalwert an.

People

Wie ein Virus: Unhöfliche Verhaltensweisen am Arbeitsplatz im Vorfeld von Mobbing sind ansteckend

Schwedische Forscher untersuchten Verhaltensweisen im Vorfeld von Mobbíng
© Colourbox
Lund - Vom polternden Boss über die schnippische Betriebsrätin bis zum nassforschen Praktikanten - unhöflichem bis rüpelhaftem Verhalten am Arbeitsplatz kann man auf allen Ebenen der Hierarchie begegnen. Und das kann sich verselbstständigen, warnen Forscher der südschwedischen Universität Lund.

Grenzen der (Un-)Höflichkeit

Die drei Psychologen Eva Torkelson, Kristoffer Holm und Martin Bäckström untersuchten das soziale Klima an den Arbeitsplätzen von insgesamt knapp 6.000 Menschen. Im Fokus hatten sie dabei unhöfliches bzw. rüdes Benehmen - das definieren sie als Verhalten, das einen Mangel an Respekt zum Ausdruck bringt, aber noch nicht von Gesetzen gegen Mobbing erfasst wird.

Kommentar:


Hearts

Gemeinsames Singen und Tanzen bricht das Eis und festigt soziale Bindungen

Sowohl Singen als auch Tanzen festigt soziale Bindungen, so zwei neue Studien. Zudem erhöht Tanzen - alleine wild oder synchron in der Gruppe - die Schmerzschwelle
Oxford - Sowohl Singen wie auch Tanzen in Gruppen sind bei allen menschlichen Gesellschaften weltweit verbreitet. Forscher nehmen an, dass solche gemeinsamen Betätigungen wichtig für die evolutionäre Entwicklung von sozialen Bindungen, Zusammenarbeit und sozialem Verhalten zwischen den Mitgliedern einer Gruppe waren. Charles Darwin, Vater der Evolutionstheorie, mutmaßte gar, dass der Tanz - ebenso wie der Gesang - zu den menschlichen Verhaltensweisen gehören könnte, die eine entscheidende Funktion für die wechselseitige Partnerwahl und damit schlussendlich für die Weitergabe der eigenen Gene erfüllten.

Kommentar:


Magnify

Hirnforschung: Zugriff auf Erinnerungen schneller als angenommen

Statt der biblischen Zeitspanne von etwa einer halben Sekunde reichen schon 100 bis 200 Millisekunden
© Thinkstock
Bochum - Erinnerungen an Erlebtes kann das Gehirn offenbar weit schneller abrufen als bisher angenommen: Die sensorischen Hirnbereiche werden binnen 100 bis 200 Millisekunden aktiv, berichten Neurowissenschafter der Universitäten Konstanz und Birmingham nach einer Reihe von Experimenten im "Journal of Neuroscience".

Hintergrund

Bei Erinnerungen an Erlebtes sind im Gehirn zum großen Teil dieselben Areale aktiv wie beim Abspeichern dieser Erlebnisse. Jede episodische Erinnerung ist einzigartig und an einen bestimmten Ort und Zeitpunkt gebunden. Im Erinnerungsprozess werden die Sinnesinformationen reaktiviert - also zum Beispiel Areale des Sehsinns wieder aktiv.

Kommentar:


Butterfly

Dreijährige erzählt von früherem Leben als Junge

Als Sally drei Jahre alt war, verkündete sie immer wieder, früher ein Junge gewesen zu sein war und dass Anna und Richard nicht ihre wirkliche Eltern wären und auch der jetzige Wohnort nicht ihr echtes Zuhause sei. Sie hatte Erinnerungen an ein früheres Leben.
© Shutterstock
Anfangs hielten es ihre Eltern für lustige Kinderfantasie, wenn auch eine ziemlich seltsame. Doch es entwickelte sich immer mehr zu äußerst überzeugenden Äußerungen, die von der Kleinen durchaus ernst gemeint waren. Sally war davon über zeugt, dass sie als Joseph mit vielen Brüdern und Schwestern in einem kleinen Haus am Meer lebte. Ihre Mutter Anna: „Sie fragte auch immer nach den Schiffen, obwohl wir noch nie mit ihr ans Meer gefahren sind“. Der Vater Richard ist nicht besonders humorvoll und hatte große Probleme, dieses Verhalten zu akzeptieren, doch ihre Mutter Anna wusste, dass ihre Tochter ihnen keinen Streich spielt und sie scheinbar tatsächlich aus einem Leben berichtete, das zumindest noch bruchstückhaft in ihren Erinnerungen verhaftet ist.

Kommentar: Die Wissenschaft der Reinkarnation: Psychiater Jim Tucker erforscht Kinderberichte über frühere Leben


Network

Großer Freundeskreis in der Jugend fördert die Gesundheit - Ab der Lebensmitte zählt die Qualität von Beziehungen

Ein großer Freundeskreis in der Jugend fördert die Gesundheit ähnlich gut wie viel Bewegung
© Lucky Business/ thinkstock
Ein großer Freundeskreis in der Jugend ist wichtig für die spätere Gesundheit.
Auf die Menge kommt es an: Je mehr Freunde wir als Jugendliche und im Alter haben, desto gesünder sind wir. Ein großer Freundeskreis wirkt sogar genauso effektiv gegen Übergewicht, Entzündungen und Bluthochdruck wie gesunde Ernährung oder ausreichend Bewegung, wie US-Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences berichten. In der Lebensmitte spielt dagegen eher die Qualität der Beziehung eine Rolle.

Wie wichtig Freundschaften und andere soziale Kontakte sind, zeigt sich vor allem dann, wenn sie fehlen: Einsame Menschen schlafen schlechter, der Stress der sozialen Isolation schwächt ihre Immunabwehr und lässt sie vorzeitig altern. Auch das Risiko, früher zu sterben steigt bei einsamen Menschen, wie Studien nahelegen.

Kommentar: Viele Studien zeigen, wie schädlich sich Isolation auf eine Person auswirken kann. "Neue" Stimmen in der Suchtforschung weisen darauf hin, dass vor allem das Fehlen von gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen die Hauptursache für die Entwicklung von Suchterkrankungen ist. Inwiefern man das an der Menge von Freunden festmacht, oder an der Qualität der Freundschaften und deren diverse Einflüsse, werden Menschen mit viel Lebenserfahrung vielleicht am besten beurteilen können und hängt wohl auch vom Charakter und den Zielen eines Menschen ab. Fest steht jedenfalls, dass das soziale Netzwerk eines Menschen sehr wichtig für sein Wohlergehen und seine Entwicklung ist. Da der Großteil der Menschen irgendeine Art von Trauma oder Missbrauch erlebt hat, kann besonders ein stabiler, unterstützender Freundeskreis oder auch Lebenspartner sehr hilfreich bei der Heilung sein.


Butterfly

Die Essenz der Nahtoderfahrung: Dein Leben hat einen Sinn und du die Aufgabe, deinen Beitrag zur Welt zu leisten

Was erleben Menschen, die eine Nahtoderfahrung durchmachen? Wie empfinden sie das Jenseits, und welche Erkenntnisse bringen sie von dort zurück? Verändert sich ihr Leben? Und falls ja: in welche Richtung? Anhand tausender Erlebnisberichte von Nahtoderfahrenen erklärt P. M. H. Atwater, was Sterben und Tod eigentlich bedeuten - und warum sie wichtig sind, um das Leben und das Menschsein zu verstehen und wertzuschätzen.
Die Welt ist voll von Menschen, die seit ihrer Kindheit einer offenen Tür nicht mehr mit offenem Verstand begegnet sind. E. B. White
Das Wunder, lebendig zu sein, strahlt ein ganz eigenes Licht aus, das uns daran gemahnt, dass das ganz normale Alltagsleben unsere Ausgangsbasis ist, unsere Anzeigetafel, auf der alle Gewinne und Verluste verzeichnet sind - auf der wir sehen können, was wir aus dem Leben machen, das uns geschenkt wurde.

Nahtoderfahrungen führen uns zu dieser Ausgangsbasis zurück: Atem, Bewegung, Sehen und Hören, gesprochene Wörter und flüchtige Gedanken, Entscheidungen, Gelübde, Beziehungen, Versprechen, Berührung, Tränen, Gefühle, Träume.

Das Leben hat einen Wert. Das Leben hat einen Grund. Das Leben hat einen Zweck.


Kommentar: In den New Age Kreisen wird viel über Licht und Liebe gesprochen, sowie über das "Senden von Licht" oder "Heilungsenergie" oder das Beten/Meditieren für den Weltfrieden. Das alles sind gute Absichten, doch sie führen nicht zum gewünschten Ergebnis in dieser Welt. Spiritualität ist keine rosa Wattewolke, in der alles Unangenehme ausgeblendet wird und alles Angenehme herbeigewünscht wird - obwohl das viele so praktizieren, weil es so verbreitet wird. Das ist nichts weiter als "kosmisches COINTELPRO" und dient zur Ablenkung von Menschen mit Potential auf Irrwege, auf denen sie nichts ausrichten können, sondern "beschäftigt und geblendet" sind. Veränderungen kommen nicht von alleine, jeder muss sein Bestes tun - und dazu gehört vor allem die Desillusionierung über die größten Lügen in dieser Welt. Denn erst mit diesem Wissen ist die Menschheit überhaupt erst in der Lage, echte Veränderungen herbeizuführen, und nicht bloß neue Wölfe im Schafspelz in Führungspositionen zu heben.


Chess

Psychopathen sind die Väter aller Terroristen

Wie kommt es dazu, dass junge Männer plötzlich Massaker auf den Straßen veranstalten? Wahnsinnig sind sie jedenfalls nicht, sagt die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh.
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© Illustration: Christian Tönsmann
Die Diskussion flammt immer wieder auf, wenn eine schreckliche Gewalttat geschehen ist. Wer bloß kann so etwas machen? Das muss doch das Werk von Wahnsinnigen sein. Doch der genaue Blick der Wissenschaft kommt zu anderen Ergebnissen, wie die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh erläutert.

SZ: Das müssen Bestien, Monster, Irre sein - solche Sätze sind nach dem Massaker in Paris wieder häufiger zu hören. Haben wir es hier mit psychisch Kranken im klinischen Sinne zu tun?


Kommentar: Psychopathen können solche Missionen ohne Skrupel durchführen. Auf der anderen Seiten können Psychopathen solche Missionen auch von Beginn an planen und andere die Drecksarbeit erledigen lassen.


Saimeh: Nein. Zwar sind terroristische Ausbildungslager für dissoziale, psychopathische junge Männer anziehend. Diese Orte sind ein Eldorado der hemmungslosen, sadistischen Gewaltausübung. Sie können dort morden und vergewaltigen, und das noch mit Absolution. Außerdem entspricht Gewalt und Terror dem hypermaskulinen Rollenstereotyp von Härte und Unerschrockenheit. Aber auch diese Leute sind keine "Irren" im volkstümlichen Sinne. Sie haben nicht den kompletten Bezug zur Realität verloren, wie es bei Psychosen oder Schizophrenien der Fall sein kann.

SZ: Gilt das auch für die Mörder von Paris?

Kommentar: Zusammenfassend aus einem Sott-Fokus Artikel:
Terrorismus existiert nicht; zumindest nicht in der Art, wie Regierungen und die Medien sie präsentieren. Terroristengruppen wurden schon vor langer Zeit infiltriert, geschaffen oder sind anderweitig von diesen politischen Psychopathen kontrolliert worden. Im Wesentlichen haben diese Männer und Frauen ihre eigenen Zivilisten ermordet und die Schuld einem erfundenen Feind zugeschrieben, um die Unterstützung für eine Sache zu erlangen, die niemals gewonnen wird. Der "Krieg gegen den Terror" ist ein endloser Krieg, da diese Leute kein Ende ihrer Macht sehen und sie sind auch nicht in der Lage, ein Ende ihrer Macht zu sehen. Und während wir den "bösen Terroristen" und die "hausgemachte Radikalisierung" unserer eigenen Bürger anprangern, sehen uns die politischen Psychopathen als leichtgläubige, stumpfsinnige Darsteller in einem Schauspiel ihrer eigenen Schöpfung. Sie sind wie der Betrüger, der sagt, "Tja, wenn die so dumm sind mir zu glauben, dann verdienen sie es!"



People

Forschungen bestätigen: Wirbeltiere haben bisexuelle Gehirnarchitektur

Genitalien werden im Gehirn auf der gleichen anatomischen Karte abgebildet
© Corbis
Berlin - Die äußeren Geschlechtsorgane von Wirbeltieren unterscheiden sich normalerweise erheblich voneinander. Im Gehirn dagegen werden die Genitalien auf der gleichen anatomischen Karte abgebildet, wie eine aktuelle Untersuchung deutscher Wissenschafter zeigt.

Forscher um Michael Brecht an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und am Bernstein Zentrum Berlin konnten mit physiologischen und anatomischen Verfahren eine markante Repräsentation der Genitalien in der Körperfühl-Hirnrinde der Ratte identifizieren. Größe, Form und Stellung lassen die kortikale Penis-Darstellung phallisch erscheinen und deuten auf eine sexuelle Funktion des Geschlechts hin. In Übereinstimmung mit einer sexuellen Funktion der Genitalhirnrinde beobachteten die Forscher ein erhebliches Wachstum der relativen Größe der Genitalregion in der Pubertät.

Kommentar: Männer vom Mars und Frauen von der Venus? Der Mythos über das "männliche" oder "weibliche" Gehirn