Handelsblatt
Di, 18 Jun 2013 15:41 CDT
Nach den Wassermassen kommen die Mücken. An Oder, Elbe und Donau werden sich die Plagegeister wohl noch etliche Wochen lang massenhaft vermehren. Sonne und Wärme machen die Flutgebiete zu wahren Mücken-Brutkästen.

© dpa/picture alliance
Eine Mücke saugt Blut aus einem Arm eines Mannes. Mit der massenhaften Vermehrung der Plagegeister müssen die Menschen in den Überflutungsgebieten noch wochenlang leben.
Berlin. Die aufkommende Mückenplage wird den Menschen in den Hochwassergebieten Deutschlands noch etliche Wochen zu schaffen machen. „Erst zwei bis drei Wochen, nachdem die Überflutungsgebiete wieder trocken sind, wird dort auch die Zahl der Mücken langsam zurückgehen“, so der Insektenexperte Burkhard Schricker (FU Berlin) am Dienstag.
„Derzeit ist das Wasser aber schön warm und nährstoffreich, so dass die Mückenweibchen massenhaft Eier ablegen, die sich schnell entwickeln“, so der Biologe. Nach spätestens 14 Tagen schlüpfen neue Mücken, die sich wiederum prompt fortpflanzen - Vermehrung nach dem Schneeballprinzip. Hinzu komme: In den weitflächigen Überflutungsgebieten haben die Mückenlarven keinerlei Fressfeinde, wie etwa Libellen.