Erdveränderungen
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Bizarro Earth

Methangas entweicht in der Arktis

Der Klimawandel lässt das Eis in der Arktis schwinden. Dadurch werden offenbar große Mengen an klimaschädlichem Methan freigesetzt.
© AFP
Die schmelzenden Gletscher bilden Seen, Fjorde und Moränen, aus denen Methan aufsteigt.

Aus der Arktis steigt offenbar deutlich mehr Methan auf als angenommen. Das Gas, das stärker als CO2 Wärme in der Erdatmosphäre festhält und so zum Klimawandel beiträgt, stammt aus Seen, Fjorden und den Moränen, die die schrumpfenden Gletscher des Nordens freigeben, haben Katey Anthony von der Universität Fairbanks und Kollegen festgestellt (Nature Geoscience, online).

Bisher stand schmelzender Permafrostboden im Fokus der Aufmerksamkeit. Das Team hat in Alaska und auf Grönland mehr als 150.000 Löcher im Eis gefunden, die im Winter durch hochblubberndes Methan offen gehalten werden. Aus den größten von ihnen, die mehrere Meter Durchmesser haben, entweichen Tausende Liter pro Tag.

Bad Guys

Erdbeben in Italien in Bildern

Tausende Menschen haben nach dem Beben in Norditalien die Nacht in Notunterkünften oder bei Freunden oder Verwandten verbracht. Die Region Emilia Romagna wurde erneut von Nachbeben erschüttert.
© AP

Die schwersten Erdstöße erreichten dabei in der Nacht eine Stärke von 3,7. Durch das schwere Beben am Sopnntagmorgen sind mindestens sieben Menschen umgekommen. Das italienische Fernsehen berichtet von etwa 50 Verletzten. An vielen historischen Gebäuden entstanden schwere Schäden.

Phoenix

Guatemala: Vulkan Fuego speit Magma, Dampf und Asche

© Reuters
Der "Volcan de Fuego" macht seinem Namen alle Ehre.
In Guatemala speit der Vulkan Fuego wieder Magma, Dampf und Asche. Bereits seit Samstag kommt es nach Angaben des Nationalen Vulkanologischen Instituts im Krater des über 3700 Meter hohen Feuerbergs zu starken Eruptionen. Zuletzt war in Guatemala 2010 der Vulkan Pacaya in der Nähe der Hauptstadt ausgebrochen.

In Guatemala speit der Vulkan Fuego (deutsch: Feuer) wieder Magma, Dampf und Asche. Bereits seit Samstag kommt es nach Angaben des Nationalen Vulkanologischen Instituts im Krater des über 3700 Meter hohen Feuerbergs zu starken Eruptionen.

Glühendes Magma sei bis zu 400 Meter hoch in die Luft geschleudert worden. Über dem Berg bildete sich eine bis zu 5000 Meter hohe Dampf- und Aschewolke. Die Regierung erhöhte die Alarmbereitschaft um den Vulkan rund 60 Kilometer westlich der Hauptstadt.

Bizarro Earth

Starke Nachbeben in Italien

Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat die Region um Bologna heimgesucht. Mindestens sechs Personen sind ums Leben gekommen. Rund 100 Nachbeben folgten - eines davon besonders heftig.
© Google Earth
Das Epizentrum lag 35 Kilometer nord-nordwestlich von Bologna in San Felice sul Panarao.
«So etwas habe ich in 90 Jahren noch nicht erlebt», sagt eine ältere Anwohnerin der TV-Station Sky. «Es ist wirklich unglaublich», beschreibt ein weiterer befragter Passant seine Erlebnisse. Viele Menschen wurden in den frühen Morgenstunden von der bebenden Erde aus dem Schlaf geholt worden. In der Region Emilia-Romagna sind die Menschen geschockt.

Bad Guys

Starkes Erdbeben in Norditalien

Panische Menschen rannten im Schlafanzug auf die Straßen: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat am frühen Sonntagmorgen den Norden Italiens erschüttert. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, viele Gebäude wurden teils schwer beschädigt.
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© dpa
Ein Erdbeben hat mindestens drei Menschen im Norden Italiens das Leben gekostet. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, starben am Sonntag zwei Arbeiter in einer Keramikfabrik in Sant'Agostino westlich von Ferrara. Ein weiteres Todesopfer sei in einer eingestürzten Halle in einem Industriegebiet in Bondeno gefunden worden, etwa 15 Kilometer nördlich von Sant'Agostino.

Das Beben hatte um 4.04 Uhr die Region Emilia-Romagna erschüttert. Seine Stärke wurde mit 5,9 auf der Richterskala angegeben. Eine Stunde später habe es ein Nachbeben gegeben. Am schlimmsten betroffen sei die Gegend um Bologna, Modena, Mantova, Ferrara und Rovigo.

Bell

Unerwarteter Wachstumsrekord: Untersee-Vulkan wuchs 72 Meter in nur 14 Tagen

© Susan Merle, Oregon State University. Daten: National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA)
Höhenmodell des Monowai-Vulkans mit dem Feuerberg im Vordergrund und der eingesenkten Monowai-Caldera im Hintergrund, blaue Farbtöne stehen für größere Tiefen, rote für Erhebungen.
Untersee-Vulkane sind unberechenbarer als gedacht - und sehr viel dynamischer: Sind sie einmal erwacht, wachsen sie in erstaunlich schnellem Tempo. Das hat ein internationales Forscherteam bei der Vermessung des Monowai-Vulkans im Pazifik entdeckt. Der zwischen Neuseeland und den Tonga-Inseln liegende Feuerberg wuchs innerhalb von nur zwei Wochen fast 72 Meter in die Höhe. Gleichzeitig bildete er gleich vier neue Schlote. Diese Wachstumsrate übertreffe alle bisher von Untersee-Vulkanen bekannten. Selbst die aktiven Meeresvulkane Hawaiis oder Islands blieben dahinter zurück, berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience".

"Unsere Ergebnisse sind eine warnende Erinnerung daran, wie schnell sich geologische Prozesse wie unterseeische Erdrutsche und Vulkanausbrüche ereignen können", schreiben Anthony Watts von der University of Oxford und seine Kollegen. Obwohl einzelne Unterseevulkane häufig für lange Zeitabschnitte ruhen, habe sich nun gezeigt, dass sie den Meeresboden sogar während einer einzigen Forschungsexpedition deutlich verändern können. Insgesamt sei das Ausmaß der Veränderungen 10 bis 50 Mal höher als alle bisherigen an diesem Vulkan beobachteten. Im Vergleich zu anderen, bisher vermessenen Meeresvulkanen liege die Wachstumsrate sogar um rund 100 Mal höher. "Das demonstriert die pulsierende Natur des unterseeischen Vulkanismus", konstatieren die Forscher.

Snowflake

Glatteis im Mai auf Autobahn

Glatteis auf der Autobahn und das Ende Mai. Auf der A7 bei Würzburg kam es wegen glatter Fahrbahn zu einer Unfallserie mit sieben Autos. Vier Menschen erlitten schwere Verletzungen.

Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt. Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, geriet ein Auto wegen Glatteis auf der Grenzwaldbrücke ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitplanke und kam auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Anschließend schlitterten sechs weitere Autos auf der eisglatten Fahrbahn in die Unfallstelle.

slc/dpa

Cloud Lightning

Blitzeinschlag in Radar-Überwachungsanlage

© unbekannt
Die Luftraum-Überwachungsstation "Goldhaube" auf der Koralpe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet steht seit Donnerstag in der Früh still. Laut einem Ministeriumssprecher musste die Anlage, die erst Anfang Mai offiziell eröffnet worden war, wegen eines Blitzschlages abgeschaltet werden. Die Luftraumüberwachung sei aber gesichert, hieß es. Derzeit übernehmen die beiden anderen Stationen die Aufgaben der stillgelegten Anlage, für die Dauer der Reparaturarbeiten wird eine mobile Station eingesetzt.

Bizarro Earth

Mysteriöses Massentiersterben: 2400km von Perus Küste gesperrt

Lima - Immer mehr tote Tiere, immer neue Theorien zur Ursache, aber immer noch keine Erklärung: Tausende Pelikane und hunderte Delfine sind bereits an den Küsten Perus verendet. Auch Seelöwen und Pinguine sind betroffen. Forscher rätseln weiter über die Ursache des mysteriösen Massensterbens.

Virus-Theorie

„Am wahrscheinlichsten ist die Möglichkeit einer Virus-Infektion“, sagt Perus Vize-Umweltminister Gabriel Quijandrìa. 2400 Kilometer Strand sind bereits gesperrt, Behörden warnen außerdem vor dem Verzehr von Fisch. Noch vor wenigen Tagen hatte Quijandrìa dies ausgeschlossen

Klimaphänomen-Theorie

„Seit Februar beobachten wir eine Erwärmung der Küstengewässer, wodurch sich das maritime Ökosystem verändert”, erklärte die Ozeanographin Carmen Grados vom peruanischen Meeresinstitut (Imarpe). Schuld daran: Das Temperatur-Phänomen El Nino.

Alle drei bis sieben Jahre dringt dabei warmes Pazifikwasser bis an die Küsten Perus vor, verdrängt dort den kalten Humboldtstrom. Die Folgen: Katastrophales Fisch- und Vogelsterben und großer wirtschaftlicher Schaden für die Bevölkerung. Aktuell liegen die Seetemperaturen vier Grad über dem Saisonschnitt.


Snowman

Kälteeinbruch und Schnee in der Schweiz

Der Mai ist als milder, sonniger Monat bekannt. Zurzeit hält jedoch der Winter noch einmal Einzug: In den Bergen schneit es ab 800 Metern über Meer; im Flachland ist es ungewohnt kühl. Und es wird sogar noch kälter.
© Keystone
Schneeflocken statt Frühlingserwachen: In Amden hat die Wetterlage die St. Galler Gemeinde Amden in einen weissen Mantel gehüllt. (16. Mai 2012)
Der Wonnemonat ist derzeit kein Sonnemonat: Heute Morgen hat es nördlich der Alpen in Lagen ab 800 bis 1100 Metern über Meer geschneit. Und im Flachland war es mit 4 bis 5 Grad unüblich kalt für einen Maimorgen, wie Meteo Schweiz berichtet.

Luftmassen aus der Region von Spitzbergen - eine Inselgruppe im arktischen Meer und im Nordatlantik - hätten die ungewohnte Kälte gebracht, sagte Jacques Ambühl, Meteorologe bei Meteo Schweiz. Die Gebiete östlich der Reuss bekamen mehr Schnee ab als die westlichen Alpen.

Kommentar: Eventuell sind es nur Ausnahmen, die momentan stattfinden, doch scheinen diese Zeichen vermehrt aufzutreten (Eiszeit: Schnee in Deutschland nach Eisheiligen, Plötzlicher Wintereinbruch in Bosnien-Herzegovina).


Russischer Wisssenschaftler: Neue Eiszeit beginnt 2014
Die letzte Eiszeit kam in nur SECHS Monaten
Kommende Eiszeit? Zusätzliche Magnetpole der Sonne