Erdveränderungen
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Cloud Lightning

Schwere Unwetter in der Ostalb

Der Sturm am Samstag beendet das Härtsfeld-Rockfest, Stromausfälle und umgestürzte Bäume

Das herrliche Sommerwetter mit schwülen Temperaturen ist in der Nacht auf Sonntag in ein schweres Unwetter umgeschlagen. Ab 21.30 Uhr am Samstagabend haben Sturm, Starkregen und Gewitter die Ostalb heimgesucht. Auf vielen Straßen stürzten Bäume und Äste auf die Fahrbahnen. Allein bei der Polizeidirektion gingen 100 Notrufe ein. Stromausfälle wurden gemeldet, beim Rock am Härtsfeldsee wurden Besucher verletzt und in Sicherheit gebracht.

Ostalbkreis. Es hat gestürmt und geregnet, in der Nacht zum Sonntag und dann auch immer wieder am Sonntag. Zahlreiche Gärten sind verwirbelt worden. Zum Beispiel bei Angela Süpple aus Fachsenfeld: „Unser Pavillon hat es nur dank der Thuja-Hecke nicht bis zum Nachbargarten geschafft.“

Phoenix

Vulkanausbruch des Nevado del Ruiz

In Kolumbien ist der Nevado del Ruiz ausgebrochen. Aus dem Krater steige eine rund acht Kilometer hohe Rauchwolke auf, teilte das Geologische Institut des Landes mit. Die Behörden lösten die höchste Alarmstufe aus.
© SN/APA
Aus dem Krater steigen acht Kilometer hohe Rauchwolken auf.
Mehrere Flughäfen in der Region wurden geschlossen. Lava oder Schlamm seien aus dem 5.321 hohen Berg aber bisher nicht ausgetreten, hieß es.

Der schneebedeckte Vulkan ist verantwortlich für die bisher schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte Kolumbiens. Am 13. November 1985 löste eine Eruption eine gewaltige Schlamm- und Gerölllawine aus, die den Kaffeebauern-Ort Armero unter sich begrub. Etwa 25.000 der 27.000 Einwohner starben.

Bizarro Earth

Hagelsturm und eine Bäuerin vom Blitz erschlagen

Regen, Blitz und Hagel haben am Wochenende mindestens 5 Verletzte gefordert. Eine Frau wurde vom Blitz getroffen, vier weitere Menschen durch einen umgestürzten Baum verletzt. Derweil hat am Sonntagmorgen ein heftiger Hagelsturm seine Spuren in Zürich hinterlassen.
© sf augenzeuge Alexander Eichhorn
SF Augenzeuge Alexander Eichhorn aus Zürich hat ein Hagelkorn von der Grösse eines Eies in der Hand.
Die Bäuerin wurde am Samstagabend kurz vor 20 Uhr in Niederglatt (ZH) vom Blitz getroffen. Sie wollte die Kühe von der Weide in den Stall bringen. Die 64jährige Frau erlitt unbestimmte Verletzungen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Die Bäuerin wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

Frontscheibe eingeschlagen

In Oberstammheim (ZH) schlug ebenfalls am Samstagabend kurz nach 19 Uhr ein Blitz in den Kamin eines Einfamilienhauses ein. Am Dach und im Innern des Gebäudes entstand Sachschaden von rund 40'000 Franken. Verletzt wurde aber niemand.

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Blitzeinschlag auf Festival, 51 Verletzte

Starke Unwetter tobten in der Nacht über Deutschland. Auf einem Metal-Festival in Sachsen schlug der Blitz ein. Die Klinik musste weitere Ärzte anfordern, um die zahlreichen Verletzten zu versorgen.
© Martin Schutt/DPA/LTH
Seit Tagen wüten schwere Unwetter über weiten Teilen Deutschlands
Auf einem Musikfestival im nordsächsischen Roitzschjora sind bei einem Blitzeinschlag 51 Menschen verletzt worden. Davon erlitten neun Menschen in dem Gewitter in der Nacht zu Sonntag schwere Verletzungen, wie eine Sprecherin des Landratsamtes Nordsachsen sagte. Drei Festivalbesucher mussten vor Ort reanimiert werden. Lebensgefahr bestehe jedoch für keinen der versorgten Besucher.

Das Krankenhaus in Delitzsch aktivierte den Angaben zufolge noch in der Nacht seinen Notfallplan und rief zusätzliche Ärzte hinzu, um die Festivalbesucher so schnell wie möglich zu versorgen. Bis zum Morgen seien die 51 Verletzten in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, sagte die Sprecherin.

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Blackouts in den USA durch Stürme

Mitten in einer Hitzewelle haben heftige Stürme im Osten der USA zu massiven Stromausfällen geführt und auch die Klimaanlagen lahm gelegt. Die Blackouts hätten fast vier Millionen Haushalte getroffen.
Bild
© Mark Wilson / Getty Images
Arbeiter entfernen Trümmer von gefallenen Bäumen in der Nähe von Washington
Mindestens ein Mensch kam bei dem Unwetter ums Leben: Im Norden von Virginia sei eine Frau in ihrem Haus von einem umstürzenden Baum erschlagen worden, teilte die Polizei mit. Nach unbestätigten Berichten wurde zudem ein Autofahrer von einem umfallenden Baum getötet. In Virginia habe es überdies drei Hitzetote gegeben, berichtete die Washington Post.

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Schweres Unwetter über Berlin und ungeklärter Geruch

Update. Ein starkes Unwetter tobte in der Nacht zu Sonnabend über Berlin. In Tegel bietet sich ein Bild der Verwüstung: Mehr als hundert Autos sind zerstört, Häuser beschädigt, Balkone abgerissen. Zahlreiche Bäume kippten um, einer fiel auf ein fahrendes Auto.
© Detlef Tolch
Bis kurz nach 3 Uhr früh am Sonnabendmorgen hat ein schweres Unwetter Polizei und Feuerwehr in Berlin in Atem gehalten. Schwerpunkt des Gewitters waren die Stadtteile Spandau und Tegel, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. In Tegel bietet sich, lokal eng begrenzt, am Sonnabendmorgen ein Bild der völligen Verwüstung. In einigen Straßen sind sämtliche Straßenbäume entwurzelt und umgekippt, sie haben Autos zerstört, sind gegen Häuser gekippt und haben teilweise sogar Balkone abgeschlagen. Betroffen ist die Gegend rund um Brunowplatz und Greenwichpromenade. Schätzungweise ist eine dreistellige Zahl von Autos zerstört.

Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Motorsägen im Einsatz, die Fußwege sind komplett unpassierbar.

Anwohner schildern, ein Unwetter wie das am Freitagabend hätten sie noch nie erlebt. "Es war, als würde man in eine Waschmaschine schauen", schildert ein Herr den Blick aus seinem Fenster. Den Berichten zufolge wurde die Zerstörung innerhalb weniger Minuten angerichtet, als circa von 22:05 bis 22:10 ein besonders heftiges Unwetter samt Hagel über diesen Straßenzügen tobte und zahlreiche, sehr alte und große Bäume entwurzelte.

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Blitzeinschlag tötete drei Frauen, eine vierte schwebt in Lebensgefahr

Bei dem Versuch, sich vor einem Gewitter in Sicherheit zu bringen, wurden drei Frauen auf einem Golfplatz von einem Blitz getötet. Eine vierte schwebt in Lebensgefahr.
Bild
© dpa
Ein Bestatter steht neben dem Unterstand auf dem Golfplatz Waldeck, in dem drei Golferinnen vom Blitz erschlagen wurden. Auf dem Gelände gibt es mehrere Unterstände dieser Art.
Das Unglück ereignete sich nach einem schweren Gewitter auf der Golfanlage Waldeck bei Korbach. Die Spielerinnen im Alter von 41 bis 67 Jahren hatten in einem Unterstand auf dem Platz vor dem heftigen Sommergewitter Schutz gesucht, als der Blitz die Hütte um kurz nach 17 Uhr traf.

Dabei wurden drei Frauen im Alter von 41, 66 und 67 Jahren tödlich verletzt. Rettungskräfte hätten noch versucht, die Frauen aus dem Landkreis Kassel zu reanimieren, sagte ein Polizeisprecher. „Sie waren sofort tot.“ Lediglich bei einer 50 Jahre alten Frau aus Kassel hatten sie Erfolg. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Kassel geflogen und dort weiterbehandelt. Bei dem Einsatz waren die Polizei, der Rettungsdienst und mehrere Notärzte vor Ort.

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Tornado richtete Schäden in Fockbek an

"Der Himmel wurde schwarz": Innerhalb weniger Minuten richtete ein Tornado große Schäden an. Wohnwagen wurden umgeworfen, Holzbuden auf einem Sportplatz zerstört.
© Hobby Wohnwagenwerk
Umgekippt: Der Wirbelsturm hatte mit dem 1,6 Tonnen schweren Wohnwagen offensichtlich keine großen Probleme.
Fockbek. Ein mysteriöser Wirbelsturm hat am Sonntagnachmittag in Fockbek eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Umgekippte Wohnwagen, davongewehte Gartenmöbel und zerstörte Holzhütten auf dem Sportplatz - der Tornado wütete nur wenige Minuten innerhalb eines sehr eng begrenzten Gebiets im nördlichen Bereich der Gemeinde, richtete aber große Schäden an.

Beim Hobby-Wohnwagenwerk war gestern der Tag der Sachverständigen und Versicherungsexperten. "Wir sind am Sonntag durch den Wachdienst über die Schäden informiert worden", sagte Thomas Neubert, der Marketingleiter bei Hobby. Was die Hobby-Leute dann auf den Stellplätzen hinter dem Werk und am Loher Weg zu sehen bekamen, wollten sie zunächst gar nicht glauben: 30 nagelneue Wohnwagen waren beschädigt. Von der Gewalt des Windes zusammengeschoben oder einfach umgekippt. An mindestens vier Wohnwagen entstand Totalschaden. "Zunächst wussten wir überhaupt nicht, wie das passiert sein konnte", sagte Neubert. "Aber Vandalismus können wir ausschließen. Das muss ein Wirbelsturm gewesen sein", so Neubert.

Bomb

Spuren von Tornados und Hurrikans sichtbar gemacht

Wie man aus offenen Daten schnell praktischen Nutzen zieht, macht ein amerikanischer Blogger vor. John Nelson fand bei data.gov, dem Open-Data-Portal der US-Regierung einen Datensatz vom Sturmvorhersage-Zentrum des Landeswetterdienstes über Tornados.
© NOAA
Tornados in den USA zwischen 1950 und 2006, Vislualisierung: John Nelson
In dem sind die Routen aller bekannt gewordenen Tornados von 1950 bis 2006 verzeichnet - beziehungsweise jeweils der Anfangs- und der Endpunkt der Stürme. Auch die Stärke auf der sogenannten Fujita- oder F-Skala ist vermerkt.

Nelson baute aus den 50 Megabyte an Daten eine Grafik, die sofort sichtbar macht, in welchen Regionen der USA besonders viele Tornados beobachtet werden. Nachdem er dafür viel Aufmerksamkeitbekam, erweiterte er das um eine Aufschlüsselung nach der Stärke der Tornados.

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Notstand in Florida ausgerufen

© dapd
Der Tropensturm "Debby" nähert sich dem US-Bundesstaat Florida - mit heftigen Regenfällen und Windböen. Schon am Montag waren Zehntausende Menschen ohne Strom, eine Frau starb bei einem Tornado. Die Behörden stellen sich auf das Schlimmste ein.

In Erwartung des Tropensturms „Debby“ hat der US-Bundesstaat Florida den Notstand ausgerufen. Gouverneur Rick Scott erklärte, „Debby“ sei eine „ernste Bedrohung“ für den Sonnenscheinstaat im Südosten der USA. Daher müssten schnell Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Im Bedarfsfall stünden öffentliche Gebäude wie Schulen als Notaufnahmelager zur Verfügung.