Erdveränderungen
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Bad Guys

Starkes Erdbeben in Norditalien

Panische Menschen rannten im Schlafanzug auf die Straßen: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat am frühen Sonntagmorgen den Norden Italiens erschüttert. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, viele Gebäude wurden teils schwer beschädigt.
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© dpa
Ein Erdbeben hat mindestens drei Menschen im Norden Italiens das Leben gekostet. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, starben am Sonntag zwei Arbeiter in einer Keramikfabrik in Sant'Agostino westlich von Ferrara. Ein weiteres Todesopfer sei in einer eingestürzten Halle in einem Industriegebiet in Bondeno gefunden worden, etwa 15 Kilometer nördlich von Sant'Agostino.

Das Beben hatte um 4.04 Uhr die Region Emilia-Romagna erschüttert. Seine Stärke wurde mit 5,9 auf der Richterskala angegeben. Eine Stunde später habe es ein Nachbeben gegeben. Am schlimmsten betroffen sei die Gegend um Bologna, Modena, Mantova, Ferrara und Rovigo.

Bell

Unerwarteter Wachstumsrekord: Untersee-Vulkan wuchs 72 Meter in nur 14 Tagen

© Susan Merle, Oregon State University. Daten: National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA)
Höhenmodell des Monowai-Vulkans mit dem Feuerberg im Vordergrund und der eingesenkten Monowai-Caldera im Hintergrund, blaue Farbtöne stehen für größere Tiefen, rote für Erhebungen.
Untersee-Vulkane sind unberechenbarer als gedacht - und sehr viel dynamischer: Sind sie einmal erwacht, wachsen sie in erstaunlich schnellem Tempo. Das hat ein internationales Forscherteam bei der Vermessung des Monowai-Vulkans im Pazifik entdeckt. Der zwischen Neuseeland und den Tonga-Inseln liegende Feuerberg wuchs innerhalb von nur zwei Wochen fast 72 Meter in die Höhe. Gleichzeitig bildete er gleich vier neue Schlote. Diese Wachstumsrate übertreffe alle bisher von Untersee-Vulkanen bekannten. Selbst die aktiven Meeresvulkane Hawaiis oder Islands blieben dahinter zurück, berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience".

"Unsere Ergebnisse sind eine warnende Erinnerung daran, wie schnell sich geologische Prozesse wie unterseeische Erdrutsche und Vulkanausbrüche ereignen können", schreiben Anthony Watts von der University of Oxford und seine Kollegen. Obwohl einzelne Unterseevulkane häufig für lange Zeitabschnitte ruhen, habe sich nun gezeigt, dass sie den Meeresboden sogar während einer einzigen Forschungsexpedition deutlich verändern können. Insgesamt sei das Ausmaß der Veränderungen 10 bis 50 Mal höher als alle bisherigen an diesem Vulkan beobachteten. Im Vergleich zu anderen, bisher vermessenen Meeresvulkanen liege die Wachstumsrate sogar um rund 100 Mal höher. "Das demonstriert die pulsierende Natur des unterseeischen Vulkanismus", konstatieren die Forscher.

Snowflake

Glatteis im Mai auf Autobahn

Glatteis auf der Autobahn und das Ende Mai. Auf der A7 bei Würzburg kam es wegen glatter Fahrbahn zu einer Unfallserie mit sieben Autos. Vier Menschen erlitten schwere Verletzungen.

Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt. Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, geriet ein Auto wegen Glatteis auf der Grenzwaldbrücke ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitplanke und kam auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Anschließend schlitterten sechs weitere Autos auf der eisglatten Fahrbahn in die Unfallstelle.

slc/dpa

Cloud Lightning

Blitzeinschlag in Radar-Überwachungsanlage

© unbekannt
Die Luftraum-Überwachungsstation "Goldhaube" auf der Koralpe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet steht seit Donnerstag in der Früh still. Laut einem Ministeriumssprecher musste die Anlage, die erst Anfang Mai offiziell eröffnet worden war, wegen eines Blitzschlages abgeschaltet werden. Die Luftraumüberwachung sei aber gesichert, hieß es. Derzeit übernehmen die beiden anderen Stationen die Aufgaben der stillgelegten Anlage, für die Dauer der Reparaturarbeiten wird eine mobile Station eingesetzt.

Bizarro Earth

Mysteriöses Massentiersterben: 2400km von Perus Küste gesperrt

Lima - Immer mehr tote Tiere, immer neue Theorien zur Ursache, aber immer noch keine Erklärung: Tausende Pelikane und hunderte Delfine sind bereits an den Küsten Perus verendet. Auch Seelöwen und Pinguine sind betroffen. Forscher rätseln weiter über die Ursache des mysteriösen Massensterbens.

Virus-Theorie

„Am wahrscheinlichsten ist die Möglichkeit einer Virus-Infektion“, sagt Perus Vize-Umweltminister Gabriel Quijandrìa. 2400 Kilometer Strand sind bereits gesperrt, Behörden warnen außerdem vor dem Verzehr von Fisch. Noch vor wenigen Tagen hatte Quijandrìa dies ausgeschlossen

Klimaphänomen-Theorie

„Seit Februar beobachten wir eine Erwärmung der Küstengewässer, wodurch sich das maritime Ökosystem verändert”, erklärte die Ozeanographin Carmen Grados vom peruanischen Meeresinstitut (Imarpe). Schuld daran: Das Temperatur-Phänomen El Nino.

Alle drei bis sieben Jahre dringt dabei warmes Pazifikwasser bis an die Küsten Perus vor, verdrängt dort den kalten Humboldtstrom. Die Folgen: Katastrophales Fisch- und Vogelsterben und großer wirtschaftlicher Schaden für die Bevölkerung. Aktuell liegen die Seetemperaturen vier Grad über dem Saisonschnitt.


Snowman

Kälteeinbruch und Schnee in der Schweiz

Der Mai ist als milder, sonniger Monat bekannt. Zurzeit hält jedoch der Winter noch einmal Einzug: In den Bergen schneit es ab 800 Metern über Meer; im Flachland ist es ungewohnt kühl. Und es wird sogar noch kälter.
© Keystone
Schneeflocken statt Frühlingserwachen: In Amden hat die Wetterlage die St. Galler Gemeinde Amden in einen weissen Mantel gehüllt. (16. Mai 2012)
Der Wonnemonat ist derzeit kein Sonnemonat: Heute Morgen hat es nördlich der Alpen in Lagen ab 800 bis 1100 Metern über Meer geschneit. Und im Flachland war es mit 4 bis 5 Grad unüblich kalt für einen Maimorgen, wie Meteo Schweiz berichtet.

Luftmassen aus der Region von Spitzbergen - eine Inselgruppe im arktischen Meer und im Nordatlantik - hätten die ungewohnte Kälte gebracht, sagte Jacques Ambühl, Meteorologe bei Meteo Schweiz. Die Gebiete östlich der Reuss bekamen mehr Schnee ab als die westlichen Alpen.

Kommentar: Eventuell sind es nur Ausnahmen, die momentan stattfinden, doch scheinen diese Zeichen vermehrt aufzutreten (Eiszeit: Schnee in Deutschland nach Eisheiligen, Plötzlicher Wintereinbruch in Bosnien-Herzegovina).


Russischer Wisssenschaftler: Neue Eiszeit beginnt 2014
Die letzte Eiszeit kam in nur SECHS Monaten
Kommende Eiszeit? Zusätzliche Magnetpole der Sonne


Snowflake

Eiszeit: Schnee in Deutschland nach Eisheiligen

Auch nach den Eisheiligen macht der Wonnemonat Mai seinem Namen noch keine Ehre. Stattdessen erlebten die Bewohner am Alpenrand und in den südlichen Mittelgebirgen am Mittwoch eine weiße Überraschung.
© Foto: Patrick Seeger/dpa
Im Schwarzwald hat es rund zehn Zentimeter Neuschnee gegeben.
Offenbach - Auch nach den Eisheiligen macht der Wonnemonat Mai seinem Namen noch keine Ehre. Stattdessen erlebten die Bewohner am Alpenrand und in den südlichen Mittelgebirgen am Mittwoch eine weiße Überraschung.

«Es kommt immer wieder vor, dass es Mitte Mai noch schneit. Aber dieser Kaltluftvorstoß ist schon ungewöhnlich», sagte Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München.

In Oberstdorf im Allgäu schneite es am Mittwoch ebenso wie in Ramsau im Berchtesgadener Land. Die Schneefallgrenze sank auf 800 Meter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Auf der Zugspitze (2962 Meter) fielen 20 Zentimeter Schnee. Ähnlich war es im Nordschwarzwald mit 17 Zentimetern in Baiersbronn-Ruhestein. Auch die Schwäbische Alb zeigte sich in Weiß. Sonne und Wärme gibt es erst zum Wochenende.

Snowflake

Plötzlicher Wintereinbruch in Bosnien-Herzegovina

Nach einem warmen Wochenende wurden viele Bewohner von Bosnien-Herzegovina von einem Wintereinbruch überrascht.

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© Amel Emric / AP Photo

Boat

Unterwasservulkanausbruch im Südpazifik

© grafik: i. grevemeyer, geomar
Die Tiefenkarten des Monowai-Vulkans beruhen auf Vermessungen in den Jahren 1998, 2004, 2007 und 2011. Schon bei diesen Überblicksdarstellungen werden die Veränderungen deutlich, die der Vulkan im Verlauf weniger Jahre erlebt. Im Mai und Juni 2011 konnten britische und deutsche Forscher nun präzise den Verlauf einer Eruption vermessen.
Geologen vermessen eine Unterwasser-Eruption des fast 2.000 Meter hohen Monowai südlich der Tonga-Inseln

Die überwiegende Mehrzahl der Vulkane auf unserem Planeten liegen gut verborgen in den Tiefen der Ozeane. Eine genau Beobachtung dieser unterseeischen Feuerberge ist nur sehr selten möglich. Einem internationalen Team von Geologen ist es im vergangenen Jahr gelungen, einen dieser Unterwasservulkane im Pazifik während und kurz nach einem Ausbruch zu untersuchen und zu vermessen.

Vulkaneruptionen sind meist spektakulär, oft auch zerstörerisch. Daher ist es schwer vorstellbar, dass ein Vulkan ausbricht und niemand Notiz davon nimmt. Doch genau das geschieht wahrscheinlich jeden Tag mehrere hundert Male. Eine große Zahl an Vulkanen verbirgt sich nämlich in den Tiefen der Ozeane - die Mehrzahl davon ist bisher auf keiner Karte verzeichnet. Und auch die bekannten Unterwasservulkane sind viel schwieriger zu vermessen oder zu beobachten als die Exemplare an Land.

Snowflake

Das Eisschild Grönlands schrumpft

Eisberge treiben vor Grönland. Im großen Drama der Ungewissheit um das Weltklima erweist sich der Eisschild über Grönland als leicht verwundbare Stelle, als eine Achillesferse des Planeten.
© SN/Martin Schwan - Fotolia
Jeden Tag paddelten ein paar Leute durch den Fjord. Das tun sie sonst, um zu fischen oder zu jagen. Im Sommer vor ein paar Jahren taten sie es wegen eines Eisbergs. Ein ungewöhnlich großer war in den Fjord vor dem ostgrönländischen Dorf Tasiilaq getrieben. Oben auf dem Eisberg hatte sich eine Mulde gebildet. Man konnte gleiten, rutschen und lachen - bis die Mittagssonne das Eis taute. Der Eisberg war ein paar Wochen lang Funpark des Dorfs, in dem das Leben vor allem Überleben ist.

Freilich können sie auch anders, die Eisberge. Etwa jener berühmteste von allen, den die Titanic rammte. Ein paar Tage nach dem Unglück wurde er gefunden. Durch Lackspuren am Eis wurde er überführt. Seither bekommen nicht mehr alle Eisberge die Chance, zischend und sprudelnd zu schmelzen, wenn sich warmes Wasser in sie frisst. Freie Fahrt für schwere Schiffe wird mit Dynamit ermöglicht. Unheimlich ist den Schiffern vor allem der uneinschätzbare Tiefgang der Kolosse.

Kommentar: In diesem Zusammenhang:

Die letzte Eiszeit kam in nur SECHS Monaten

Eventuell könnten die langsam schmelzenden Eisberge genügend kaltes Frischwasser liefern, um den Golfstrom verlangsamen?