Gesundheit & Wohlbefinden
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Attention

Können Plastik-Chemikalien zu Unfruchtbarkeit und gesundheitlichen Problemen bei Menschen führen?

Verbreitete Unfruchtbarkeit in spanischen Schweinezuchtbetrieben wird mit Plastik-Chemikalien in Verbindung gebracht, die den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. Die Chemikalien finden sich auch in Lebensmittelprodukten für Menschen. Eine entsprechende Studie wurde von Forschern der Universität Saragossa durchgeführt und im Mai in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Bei der Studie wurde »erstmals der Zusammenhang zwischen Störungen der Fortpflanzung und chemischen Verbindungen aus Plastikmaterialien untersucht und nachgewiesen«, sagte Erstautorin Cristina Nerín.

Kontaminierte Samenbeutel

Im Frühjahr 2010 brachten Sauen auf 41 Schweinefarmen in ganz Spanien plötzlich keine Jungen mehr zur Welt, oder die Würfe waren deutlich kleiner als normal. Forscher untersuchten sowohl die Sauen als auch die Samen, die bei der künstlichen Befruchtung verwendet worden waren. Sie fanden keine Abnormalitäten oder Hinweise auf eine Krankheit oder eine Kontamination von Futter oder Wasser.

Allerdings entdeckten sie schließlich, dass der gekühlte Samen, der zur Befruchtung der Sauen verwendet worden war, in Beuteln geliefert wurde, die alle von derselben Firma stammten. Nerín, Expertin für Lebensmittelverpackung, wurde von dem Hersteller der Beutel hinzugezogen, um die Sache aufzuklären. Bei ihren vorläufigen Tests fand sie mehrere Chemikalien in den Beuteln, die mit Hormonstörungen und Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung gebracht werden, insbesondere zyklische Lactone und BADGE (Bisphenol-A-diglycidylether).


Kommentar:

People 2

Das Erbgut der Kinder wird durch Stress ihrer Eltern verändert

Ein Studie der Tulane Universität in New Orleans zeigt, dass Stress unser Erbgut verändern kann. Bei Kinder, die harte Schicksale erleiden mussten, sind bestimmte Chromosomen nicht vollständig ausgebildet. Die Kinder haben demnach eine kürzere Lebenserwartung.

© dpa
Die Anspannung während eines Fußballspiels ist für Kinder nicht gefährlich – wohl aber der Stress, der die Eltern plagt: Eine Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass besonderer Stress die DNA der Ungeborenen verändert.

Die psychische Belastung kann einem nicht nur den Tag vermiesen, sondern sogar das Erbgut. Das will die Studie von Dr. Stracy Drury von der Tulane University aufzeigen. Für ihre Analyse wurde genetisches Material von insgesamt 80 Kindern untersucht. Die Teilnehmer waren zwischen fünf und 15 Jahren alt und stammen alle aus New Orleans. Außerdem wurden ihren Eltern befragt und die Zustände zu Hause analysiert. Gravierende Erlebnisse wurden ebenfalls notiert. Dr. Drury kommt nach einem Bericht der Fachzeitschrift Pediatrics zu dem Ergebnis, dass stressige Erfahrungen sich direkt auf die Chromosomen von Kindern auswirken. Entscheidend ist dabei der Blick auf das Ende der Chromosomen. Denn ihre Forschung hat ergeben, dass die Telomere in diesem Fall schlecht ausgebildet sind. Die bislang nur sprichwörtlichen seelischen Narben konnten also erstmals auch im Labor dargestellt werden. Telomere sind die Ende der Chromosomen, die aus wiederholender DNA und assoziierten Proteinen bestehen.

Kommentar: Die Verbindung von Psyche und Körper war unseren Vorfahren bereits vor ein paar Tausend Jahren bekannt. Erst heute beginnen wir dieses Wissen wieder "neu zu entdecken". Schädliche Kindheitserlebnisse und chronischer Stress können nicht nur die DNA verändern, sondern auch eine Reihe von Krankheiten und Störungen wie Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes, Reizdarmsyndrom, multiple Sklerose und Arthritis auslösen.

Der kanadische Arzt Dr. Gabor Maté hat diese die Verbindung von Psyche und Körper in seinem Buch When the Body Says No: Understanding the Stress-Disease Connection ("Wenn der Körper Nein sagt: Die Verbindung zwischen Stress und Krankheit verstehen") ausführlich untersucht. Lesen Sie hier ein Interview von Dr. Gabor Maté.

Attention

Magen- und Darmerkrankungen nehmen in Deutschland zu - Betroffen sind vor allem ältere Menschen - Eine weitere kosmische Verbindung?

In Deutschlands Spitälern werden Clostridium difficile-Infektionen zu einem größer werdenden Problem - betroffen sind vor allem ältere Menschen
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© Stephen Daniells
Bakterien
Berlin - In Deutschland steigt die Zahl schwerer Darminfektionen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen und tödlich enden können. So wurden im Jahr 2000 etwa 128.00 Menschen wegen einer Durchfallerkrankung stationär aufgenommen, 2011 waren es mit rund 282.000 Patienten mehr als doppelt so viele.

Besonders stark zugenommen haben laut Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) Infektionen mit dem Erreger Clostridium difficile, der sich nach der Einnahme von Antibiotika im Darm ausbreiten kann. Vor allem ältere Menschen seien hiervon betroffen, so die Experten.

Kommentar: Es ist eine Vermutung, jedoch könnte eine kosmische Verbindung eine Erklärung sein, da durch Himmelskörper Pathogene auf die Erde gelangen können:

Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung
Hinter dem "Schwarzen Tod" könnte Ebola stecken - Oder eine kosmische Verbindung

Bell

Mobilfunktürme gelten als Krebsverursacher

Kann Strahlung von Handymasten tatsächlich für mehr als 7000 Krebstote verantwortlich sein?
funkmast
Die Fakten aus neuen Untersuchungen in Brasilien sprechen für sich. Die Studie aus der drittgrößten brasilianischen Stadt Belo Horizonte zeigte eine direkte Verbindung zwischen Krebstoten und dem Handynetzwerk.

Woher stammt diese direkte Verbindung?

Mehr als 80 Prozent der Patienten, die an bestimmten Formen von Krebs erkrankten, lebten ungefähr 500 Meter entfernt von einer der vielen Hundert Mobilfunkantennen in der Stadt.

Diese Krebstumoren in Prostata, Brust, Lunge, Niere und Leber sind von der Art, die mit Kontakt zu elektromagnetischen Feldern (EMF) in Verbindung gebracht wird.

Kommentar:

Alarm Clock

Warum Nachtschichten sehr ungesund sind und Tipps, die helfen könnten, solange Sie keinen neuen Job haben

Schlafstörungen: Tipps für Nacharbeit-Beschäftigte
Nachtschicht, Überstunden
© DAK/Schläger
Ärzte, Barkeeper, Nachtwächter: Viele von ihnen haben mit Schlafstörungen zu kämpfen. Jeder elfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet nachts. Schicht- und Nachtarbeit sorgen nicht nur für schlechten Schlaf, sondern haben auch soziale Auswirkungen. Mitarbeiter sollten einige Tipps und Tricks beachten, um die gesundheitlichen Folgen zu mindern.

Jeder elfte Beschäftigte arbeitet nachts


Jeder elfte Arbeitnehmer (9,2 Prozent) in Deutschland arbeitete 2012 laut Zahlen des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) nachts. Mit elf Prozent machten dies Männer im Vergleich zu den Frauen mit sechs Prozent deutlich häufiger. Zur Nachtarbeit zählen nach dem Arbeitszeitgesetz alle Tätigkeiten, die mindestens zwei Stunden lang zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr verrichtet werden. Es ist dabei egal, ob Angestellte am Fließband stehen, Streife fahren oder einen Blinddarm operieren: „Schichtarbeit ist nie wirklich gesund“, sagte Psychologin Hiltraut Paridon von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa. „Unser Körper ist nicht dafür gemacht, nachts zu arbeiten.“ Auch wenn es Menschen gebe, die mit der Nachtschicht besser klarkommen als andere, sollte niemand auf Dauer nur nachts arbeiten.
Health

Wie kann man psychische und physische Traumatisierungen verstehen und heilen? Indisziplinäres Team in Deutschland tut sich zur Trauma-Forschung zusammen

Trauma: Interdisziplinäres Team untersucht komplexe Wirkungszusammenhänge
Estrés post-traumático
© Desconocido
Ob im im Straßenverkehr oder zuhause beim Sturz von der Leiter: Bei jedem zehnten Bundesbürger kommt es durch einen Unfall zu schweren traumatischen Verletzungen. Hinzu kommen in vielen Fällen psychische Traumata, wodurch Unfälle zum einen oft schwerwiegende Folgen für die Betroffenen und ihre Angehörigen haben. Zugleich entstehen der Gesellschaft durch die Versorgung aber auch jährlich Kosten von 70 Milliarden Euro - ein Problem, mit dem sich die Universität Ulm nun in ihrem bislang einzigartigen Netzwerk „Traumaforschung“ beschäftigt.

Jeder Zehnte erleidet schwere traumatische Verletzungen

Allein ins Ulmer Universitätsklinikum kommen täglich durchschnittlich 14 Patienten als Notfall in die Chirurgische Ambulanz, hinzu werden vier Mal am Tag Unfallopfer mit traumatischen Verletzungen per Rettungshubschrauber eingeflogen. Nur im vergangenen Jahr wurden damit in Ulm 46 300 Menschen stationär und mehr als 230.000 ambulant versorgt. Die Zahlen aus der baden-württembergischen Universitätsstadt lassen erahnen, wie häufig Menschen infolge von Unfällen medizinische Versorgung im Krankenhaus benötigen: Jeder Zehnte erleidet hierzulande schwere traumatische Verletzungen im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder beim Sport.

Unfälle haben oft psychische Traumen zur Folge

Doch nicht nur das, denn zu körperlichen Verletzungen (medizinisch „Trauma“) kämen nach Angaben der Uniklinik oft psychische Traumen, wodurch etwa 7 bis 12 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens eine sogenannte „Posttraumatische Belastungsstörung“ entwickeln würden. Dementsprechend seien Traumata mittlerweile ein „Volksleiden“, welches sich zum einen negativ auf die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Patienten auswirke und zudem Kosten von insgesamt rund 70 Milliarden Euro im Jahr verursache.

Kommentar: Psychische Traumatisierungen hinterlassen auch messbare physiologische Narben:

Traumatisierung schädigt Kindergehirn

Doch, es gibt Hoffnung!

Der Mythos der geistigen Gesundheit: Trauma führt zu Dissoziation und was wir von Trauma-Überlebenden für unsere eigene Heilung lernen können

Hier noch ein sehr interessantes Buch zum Thema vom Traumaforscher Peter A. Levine, in dem er u.a. auch Anleitungen gibt, wie man durch zu Hilfenahme der eigenen innenwohnenden Selbstregulation, Traumata auflösen kann:

Sprache ohne Worte: Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt

Pills

Was jede Frau über Hormonersatztherapie wissen sollte!

Hormonpräparate für Frauen im Klimakterium? Diese Produkte bringen ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei Frauen in den USA hat man längst die Konsequenzen gezogen. In Deutschland sträuben sich Ärzte und Pharmaindustrie noch dem Vorbild konsequent zu folgen.

Östrogen, Hormontherapie

Was jede Frau zur Hormontherapie wissen sollte!
Frau Prof. Ingrid Mühlhauser von der Uni Hamburg spricht im Zusammenhang mit der Hormonersatz-Therapie von einem "unkontrollierbaren Experiment" (Link).

Viele fordern verstärkte Anforderungen vor der Zulassung von neuen Präparaten.

Mehr Langzeitstudien und der Nachweis der Wirksamkeit des Medikaments im Sinne einer Lebensverbesserung und Lebensverlängerung wären notwendig.

Das Bremer Institut für Klinische Pharmakologie spricht von mehr als 200 000 schwerwiegenden Nebenwirkungen nach der Einnahme von Medikamenten pro Jahr in Deutschland. Die Bremer Forscher gehen davon aus, dass 16 000 Menschen an diesen Nebenwirkungen sterben.
Syringe

Übertragen Impfstoffe die Krankheit? Vollständig geimpft und trotzdem erkrankten 85 Prozent der Kinder an Masern

Die Mainstreammedien der USA betreiben eine leichtfertige politische Kampagne über Masern, nachdem die Centers for Disease Control (CDC; US-Gesundheits- und Seuchenschutzbehörde) einen Anstieg der Krankheit gemeldet hatten, angeblich in erheblichem Maße verursacht durch Reisende aus dem Ausland und nicht geimpfte Menschen. Doch ein kleiner Patzer des Nachrichtensenders KYW 1060 in Philadelphia brachte ans Licht, dass es sich bei 85 Prozent der gemeldeten Masernfälle um bereits geimpfte Menschen handelte.

Catherine J. Frompovich von der Activist Post schreibt, sie habe die Statistik in einer kürzlich ausgestrahlten Sendung von KYW 1060 gehört, aber weder auf der Website des Senders noch in nachfolgenden Sendungen eine Silbe darüber gelesen oder gehört. Ihrer Erinnerung nach lautete die Meldung ungefähr so:
 »Der derzeitige Ausbruch von Masern in Kalifornien - der schlimmste, seit die Masern durch Impfung und Impfstoffe ›ausgerottet‹ wurden - erstaunt örtliche Gesundheitsbehörden, denn 85 Prozent der Infizierten waren vollständig geimpft.« 

Kommentar:

Pills

ADHS ist keine Hirnstörung und wird durch Pharmakonzerne gefördert

Als Zappelphilip, Quälgeist und Unruhestifter werden heute viele Kinder und vor allem Jungen bezeichnet und als Folge dessen mit der Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS oder ADHS) diagnostiziert. Die einfachste Lösung ist Tabletten wie Ritalin an die betroffenen Kinder zu verschreiben, um sie einfach ruhig zu stellen. Ist ADHS heutzutage eine Modeerkrankung?

adhs
Gerald Hüther, mit einer der bekanntesten deutschen Hirnforscher antwortet auf die Frage in einem Interview sehr treffend, warum die Diagnosen für ADHS in den letzten Jahren so stark angestiegen sind: "Es ist bequem für alle Beteiligten. Die Ärzte sind froh, dass sie mit einer einfachen Pille alles heilen können und die Pharmaindustrie ist froh, dass sie damit so viel Geld verdienen kann."

Doch schauen Sie sich selber das Interview an:

Yoda

Gerald Hüther zu ADHS: Medikamente sind eine sehr fragwürdige Behandlungsstrategie

Psychologie Heute, Januar 2010
„ADS ist Folge veränderter sozialer Erfahrungen in modernen Gesellschaften“

Der Hirnforscher Gerald Hüther entwickelt eine neue Sicht auf die häufigste psychiatrische Erkrankung von Kindern. Seine These:
Diesen Kindern fehlt die Erfahrung des Gefühls der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen durch „shared attention“.

gerald Hüther

Gerald Hüther
Deshalb fällt es ihnen schwer, sich in Gemeinschaften zurechtzufinden. Sie werden deshalb ausgegrenzt und zurückgewiesen. Ihre ADS-Symptomatik ist Ausdruck der von ihnen gefundenen Bewältigungsstrategien für diesen Ausschluss. Das beeinträchtigt letztlich auch die Hirnentwicklung.

Sie sind unruhig, zappelig, impulsiv, Konzentration fällt ihnen ebenso schwer wie das Zusammenleben mit anderen. Etwa eine Million Kinder in Deutschland leiden am Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ADS und der ADHS-Variante mit Hyperaktivität. Beide Formen zusammengenommen sind heute die häufigste psychische Erkrankung von Kindern und Jugendlichen - und die von allen kinderpsychiatrischen Störungen am intensivsten Erforschte. Jungen sind drei bis vier mal so häufig betroffen wie Mädchen.
Die Symptome lassen sich mithilfe von Psychopharmaka unterdrücken. Etwa 300.000 Kinder nehmen deshalb allein in Deutschland Medikamente, die tief in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Von 1993 bis 2008 schnellte der Verbrauch des Wirkstoffs Methylphenidat, der im ADS-Mittel Ritalin enthalten ist, von 34 auf 1617 Kilo hoch. Die Auswirkungen dieser Behandlung auf die spätere Hirnentwicklung sind bisher nur unzureichend erforscht. Versuche an Ratten etwa haben gezeigt, dass das am häufigsten verabreichte Mittel Ritalin strukturelle Veränderungen des Gehirns verursacht und zwar vor allem in Bereichen, die für die Steuerung motivationaler Prozesse und des sozialen Verhaltens in Stresssituationen, aber auch für das Gedächtnis zuständig sind. Wird das Medikament abgesetzt, treten die Symptome unverändert auf.
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