Gesundheit & Wohlbefinden
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Diesel ist krebserregend

auspuff, diesel
© dpa / Hendrik Schmidt
„Vorsicht: Diesel ist krebserregend!“ - die Warnung von WHO-Forschern könnte Autofahrer und Passanten erschrecken. Die Automobilbranche widerspricht. Deutsche Krebsforscher sagen: Rauchen ist gefährlicher.

Nach Überzeugung von Forschern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Dieselabgase von Autos und Maschinen bei Menschen Krebs auslösen. Deshalb wurden diese Schadstoffe jetzt offiziell als krebserregend klassifiziert. „Der wissenschaftliche Beweis ist überzeugend“, sagte der Leiter einer entsprechenden Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon, Christopher Portier.

Deutsche Autobauer kritisierten am Donnerstag, die Untersuchung basiere auf Emissionswerten alter Dieselmotoren ohne Filtersysteme. Auch Heidelberger Krebsforscher warnten vor Panikmache.

Kommentar:

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Bell

Singen ist gesund und fördert das Immunsystem

Singen hat positive Effekte auf die Abwehrkräfte

Singen stärkt das Immunsystem, erläuterte Professor Dr. Eckart Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTM) in Hannover, gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. Zum Beispiel leiden Sänger/innen im Winter seltener an Erkältungen.

Den Aussagen des Experten zufolge kann Singen im Chor das Immunsystem stärken und bedingt außerdem die Ausschüttung positiver Emotionshormone. Für den Musikphysiologen Professor Dr. Altenmüller ist Singen durchaus vergleichbar mit Sport und hat entsprechend positive Effekte auf die Gesundheit.

Kommentar: Wer nicht gerne singt, kann auch das Éiriú Eolas Atemprogramm ausprobieren, wo durch die Stimulation des Vagusnervs ebenfalls Oxytocin ausgeschüttet wird.
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© eiriu-eolas.org
Das Atemprogramm Éiriú-Eolas


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Zu wenig Schlaf führt zu Heißhunger auf Ungesundes und Dickmacher - übergeordnete Hirnfunktionen beeinträchtigt

Schokolade
© berwis / pixelio.de
Heißhunger bei Schlafmangel
Wer zu wenig schläft, hat mehr Appetit auf Dickmacher. Das ergaben zwei Studien von US-Forschern, die jüngst im Rahmen der „SLEEP 2012”, der Jahrestagung der Associated Professional Sleep Societies, in Boston vorgestellt wurden. Demnach hängen Schlafmangel und Übergewicht häufig zusammen.

Zwischen Schlafmangel und Übergewicht besteht ein Zusammenhang

Menschen, die zu wenig schlafen, haben mehr Appetit auf ungesundes Essen. Durch den Schlafentzug werden bestimmte Belohnungszentren im Gehirn aktiviert, die für den Belohnungseffekt nach Kalorienbomben verlangen. Zudem werden übergeordnete Hirnfunktionen, die für vernunftgesteuerte Entscheidungen zuständig sind, beeinträchtigt. Bereiche, die mit dem Instinkt zusammenhängen, funktionieren jedoch weiterhin normal. Folglich können Entscheidungen mit dem Verstand - wie dem Verlangen nach ungesundem Essen zu widerstehen - nicht effektiv oder nur eingeschränkt getroffen werden. Erhält der Mensch ausreichend Schlaf, funktionieren die Hirnareale normal, so dass kein überdimensionales Verlangen nach ungesundem Essen entsteht. US-Forscher sind dem Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) auf die Spur gekommen. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Individuen bei eingeschränktem Schlaf ungesunde Nahrungsmittel hochgradig auffällig und belohnend finden“, berichtet Marie-Pierre St-Onge vom Columbia University Medical Center. Daraus resultiere der verstärkte Konsum von diesen Lebensmitteln und der typische Heißhunger.
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Augenimplantat kann Lesebrille ersetzen

augenimplantat
© dpa
Das nur 3,8 Millimeter kleine Kamra-Implantat sitzt wie eine Lochblende über der Pupille und verkleinert die Öffnung. Dadurch entsteht mehr Tiefenschärfe beim Sehen
Mediziner machen Menschen mit Altersweitsichtigkeit Hoffnung - mit einem neuen Augenimplantat. Das Verfahren wird seit Jahresbeginn auch in Deutschland praktiziert. Ganz ohne Nachteile ist es aber nicht. Auf einem Nürnberger Kongress wird es vorgestellt.

Nürnberg. Gute Nachrichten für alle Menschen mit Altersweitsichtigkeit: Die in der Regel nicht sonderlich beliebte Lesebrille könnte in Zukunft überflüssig sein. Der Bundesverband Deutscher Ophthalmochirurgen (DOC) stellt bei einem Kongress am Donnerstag (14. Juni) in Nürnberg ein neuartiges Augenimplantat vor, das die Lesehilfe künftig ersetzen könnte. Das sogenannte Kamra-Inlay aus hauchdünnem Kunststoff werde vor der Pupille in die Hornhaut eingesetzt und ermögliche es dem Patienten, ohne Brille zu lesen, erläuterte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen (DOC), Armin Scharrer.
Beaker

Genetische Ursachen für Migräne gefunden

Ein Forscherteam hat erstmals die genetischen Ursachen für die häufigste Migräneform identifiziert: Vier Stellen im Erbgut verändern Blutfluss und Erregbarkeit des Gehirns.

migräne
© pa
Migräne sind anfallsweise auftretende, starke Kopfschmerzen. Die Attacken kommen häufiger einseitig als beidseitig vor und können mit Symptomen wie Nackenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Stimmungsschwankungen einhergehen
Ein internationales Forscherteam hat erstmals die genetische Ursache für Migräne ohne die sogenannte Aura entdeckt. Sie identifizierten vier Stellen im Erbgut, die nur bei Menschen mit dieser häufigsten Form der Kopfschmerzerkrankung verändert sind.

Bisher war zwar bekannt, dass die Migräne ohne Aura auf einer genetischen Veranlagung beruht, aber man wusste nicht, wo im Erbgut die Auslöser dafür sitzen.
Syringe

Falsch positive HIV-Tests durch Impfungen? Soldat in AIDS-Fall freigesprochen

Ein Sergeant der US-Army, der wegen des Vorwurfs, eine HIV-Infektion verschwiegen zu haben, 240 Tage in Untersuchungshaft gesessen hatte, ist offiziell von den erhobenen Vorwürfen freigesprochen worden. Dank des Engagements der privaten Ermittlungsagentur Office of Medical and Scientific Justice (OMSJ), die sich um Opfer von medizinischem und wissenschaftlichem Betrug kümmert, wurde Sergeant »TD«, der 2011 verhaftet worden war, entlastet, er gilt nicht mehr als HIV-positiv. Durch diesen Fall wird die Zulässigkeit von HIV-Tests erneut infrage gestellt.
USA
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Wie berichtet wurde, hatten eine ehemalige Freundin und drei weitere Frauen Sergeant TD angezeigt, weil er laut mehrerer Tests wie ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay), Western Blot und Untersuchungen der Viruslast HIV-positiv war. Gestützt auf die Untersuchungsergebnisse, die Diagnose eines Arztes einerseits und eine schriftliche Aussage eines Soldaten andererseits behaupteten die Frauen, TD habe sie wissentlich dem Risiko einer HIV-Infektion ausgesetzt, ohne sie über seinen Status zu informieren - was als versuchte schwere Körperverletzung gilt.

Anfänglich schien es, als könne sich Sergeant TD nicht verteidigen, wegen seines angeblichen Verbrechens drohte ihm eine Haftstrafe von 37 Jahren. Doch nachdem seine Anwälte OMJS eingeschaltet hatten, gelang schließlich der Beweis, dass alle durchgeführten HIV-Tests - darunter auch die als »Goldstandard« geltende Western-Blot-Methode - nicht als hundertprozentig zuverlässig betrachtet werden konnten. Es gab zu viele Störfaktoren, die die Ergebnisse hätten verfälschen können.
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BMI nimmt innerhalb Deutschlands stark zu

München. Die Zahl der Ultra-Dicken in Deutschland steigt rapide. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums, wie das Magazin Focus am Sonntag vorab berichtete. Im Vergleich zu der Vorgängerstudie, dem Bundes-Gesundheitssurvey von 1998, stieg demnach zwar der Anteil der körperlich aktiven Bundesbürger deutlich auf etwa die Hälfte der Bevölkerung. Zugleich nahm aber auch die Zahl der Ultra-Dicken deutlich zu: Ein knappes Viertel geht demnach mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 durchs Leben und gilt damit als fettsüchtig.

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Psychopharmaka: Schon kleine Rückstände im Trinkwasser können Autismus auslösen

Auf den Menschen übertragbare Ergebnisse aus Experimenten mit Fischen zeigen: Schon geringe Rückstände von Psychopharmaka im Trinkwasser fördern womöglich bei genetisch vorbelasteten Menschen Autismus.
Psychopharmaka im Wasser
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Psychopharmaka im Trinkwasser stehen im Verdacht, Autismus auszulösen. In Experimenten zeigen Fische schon bei niedrigen Dosen Veränderungen der Genaktivität.
Reste von Psychopharmaka im Trinkwasser könnten bei genetisch vorbelasteten Menschen Autismus fördern. Das schließen US-amerikanische Forscher aus Experimenten mit Fischen. Bei diesen hatten die Wissenschaftler dem Aquariumswasser geringe Mengen von drei gängigen Medikamenten gegen Depressionen und Epilepsie zugesetzt.

Den Angaben der Forscher nach lagen diese Werte nur wenig über den typischerweise in Abwässern gemessenen Werten. Als Folge wurden im Gehirn der Fische Gene aktiviert, die normalerweise bei Autisten aktiv sind.

Dieses Ergebnis zeige, dass Psychopharmaka-Reste in Abwässern und möglicherweise auch im Trinkwasser Umweltfaktoren sein könnten, die das Auftreten von Autismus fördern, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin PLoS ONE.
Extinguisher

Wut positiv nutzen

Unkontrollierte Gefühlsausbrüche können viel Ärger verursachen: Mit etwas Übung kann man Wut auch positiv für sich nutzen.
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Gefühlsausbrüche: Wie man Wut positiv nutzen kann - Manchmal ist es nur ein unbedachtes Wort vom Chef oder der Schwiegermutter, das einen auf die Palme bringt. Die aufschäumende Wut im Bauch führt dann oft zu Überreaktionen, die im Zweifel noch mehr Ärger auslösen. Wer sich aber im Moment der größten Erregung zurückhält, hat gute Chancen, das Gewünschte später zu erreichen.

Gefühlsausbruch: Wut positiv nutzen

Den Antrieb der Wut positiv für sich zu nutzen, braucht zwar etwas Übung, ist aber durchaus erlernbar. "Bis zehn zählen, aus dem Raum gehen, tief Luft holen", empfiehlt der Diplompsychologe Christoph Burger aus Herrenberg (Baden-Württemberg) in der akuten Situation. Erst nach dieser kleinen Verschnaufpause rät er dazu, dem Ärger Luft zu machen und deutlich anzusprechen, was einen stört. "So bekommt das Gegenüber die Emotionen noch zu spüren, solange sie heiß sind", sagt er.
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Süchtig nach körpereigenen "Drogen"

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Jeder ist ein bisschen sonnensüchtig
Der menschliche Körper beschäftigt ein eigenes Drogenlabor: In bestimmten Situationen bildet jeder körpereigene Drogen, die Cannabis und Opium ähneln. Manche werden süchtig danach und riskieren ihr Leben.

Manche gehen jeden zweiten Tag ins Sonnenstudio, wohl wissend, dass die Überdosis UV-Strahlung Hautkrebs auslösen kann. Andere suchen den Kick durch Extremsport in sauerstoffarmen, eisigen Höhen oder beim Marathonlauf in glühender Hitze und riskieren den Tod. Manche können von Sex nicht genug bekommen oder leben nur noch übers Internet, weil jeder Facebook-Eintrag das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Sie nehmen damit in Kauf, dass Familie und Job auf der Strecke bleiben.
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