Gesundheit & Wohlbefinden
Karte


Beaker

Rohöl löst Herzversagen bei Thunfischen und Menschen aus

© TAG A Giant/ Gilbert Van Ryckevorsel
Die Langzeitfolgen von Ölkatastrophen sind laut einer neuen Studie beträchtlich. Giftige Stoffe schädigen die Herzzellen junger Fische so stark, dass diese sich nie wieder erholen. Diese Erkenntnis soll auf andere Lebewesen übertragbar sein - auch auf den Menschen.

Kommentar: Es wird immer klarer, warum das Rauchen als Ersatz-Sündenbock herhalten muss. Denn man kann nicht gegen das Rohöl vorgehen, weil unsere gesamte Gesellschaft davon abhängt.

Bacon n Eggs

Sind wir unseren Genen und Krankheiten einfach ausgeliefert?

Ich kann mich noch gut an mein Studium Anfang der 1990er erinnern, als es eine heftige Kontroverse gab, ob der Mensch mehr von seinen Genen gesteuert sei (und damit unveränderlich festgenagelt ist auf das, was er oder sie “darstellt”), oder aber, ob die Umwelt (Erziehung, Ernährung usw.) den Menschen prägt und verändert.
DNA, DNS Strang
© iStock
Zu diesem Zeitpunkt kam die Genforschung immer mehr in Schwung. Man hatte bereits in den 1970ern die genetische Steuerung der Proteinbiosynthese erforscht und enträtselt, was die Diskussion zusätzlich ankurbelte und beeinflusste. Aber zu diesem Zeitpunkt war es eigentlich zu früh, zu diesem Thema definitiv Stellung zu beziehen. Denn die Befürworter der Gene wussten nur (beziehungsweise glaubten zu wissen), dass Gene unveränderlich sind und damit das Schicksal eines jeden Genträgers besiegelt und in Stein gemeißelt ist.

Aber auch die Umwelt-Anhänger gingen von Hypothesen aus, die sie genau so wenig belegen konnten. Denn für einen mehr oder weniger ungehemmten Einfluss der Umwelt hätte man wissen müssen, warum die Gene nicht so übermächtig sein können, wie so oft behauptet. Unter dem Strich ging man seinerzeit davon aus, dass beide Faktoren eine Rolle spielen mussten, ohne aber zu wissen, wie stark diese Faktoren waren und welcher überwog.
Cell Phone

Kunststoff-Weichmacher: Kopfhörer sind wahre Giftbomben

kopfhörer
© unbekannt
Die Computerzeitschrift "c’t" hat 28 Produkte getestet, die wir alle gern im Alltag benutzen, in denen aber gefährliche Weichmacher enthalten sind.
Giftige Stoffe in täglichen Gebrauchsmitteln, diese Nachricht gibt fast täglich. Was ein Test nun ans Tageslicht bringt ist erschreckend. Ob in Tastaturen, Mäusen oder Handyhüllen, überall finden sich gesundheitsschädigende Weichmacher. Am schlechtesten haben allerdings Kopfhörer abgeschnitten.

Die Computerzeitschrift c’t hat 28 Produkte getestet, die wir alle gern im Alltag benutzen, in denen aber gefährliche Weichmacher enthalten sind. Sie erfüllen meist den Zweck, dass sich das Plastik geschmeidiger und damit angenehmer anfühlt. Problem bei den Weichmachern: Sie sind stark gesundheitsgefährdend - und dennoch finden sie sich in vielen Produkten.
Alarm Clock

Gesundheitsproblem Schichtarbeit

schlafen hausaufgabe
© colourbox
Ein späterer Unterrichtsbeginn entspricht eher dem Biorythmus von Jugendlichen sagen Experten
Schichtarbeit kann dem Körper schaden, Spättypen schreiben schlechtere Schulnoten und nach der Zeitumstellung im Frühjahr passieren mehr Unfälle. Die innere Uhr beeinflusst Mensch und Arbeitskraft.

Im Dunkeln zur Arbeit und bei Nacht wieder nach Hause - im Winter bekommt ein Büroarbeiter kaum Tageslicht ab. Der Entzug macht vielen Menschen zu schaffen, sie fühlen sich müde und abgeschlagen. Gleichzeitig lassen Straßenlaternen und Leuchtreklamen Städte auch in der Nacht erstrahlen. Richtig dunkel wird es unter der Lichtglocke nie. Der natürliche Rhythmus gerät durcheinander, Menschen schlafen schlechter.

Zwar hat niemand die Mechanismen der Chronobiologie - der Biologie unserer inneren Uhr - bisher vollständig verstanden. Sie scheint jedoch ein bedeutender Faktor im Hinblick auf Gesundheit und Wohlergehen zu sein. Die innere Uhr läuft etwa im 24 Stunden Takt, durchschnittlich sogar 15 Minuten länger. Jeden Tag justiert sie sich durch das Sonnenlicht neu. Ein Lichtrezeptor im Auge nimmt das Licht auf und stellt die innere Uhr ein. Je blauer es ist, je mehr es also Tageslicht ähnelt, desto mehr springt sie darauf an.
Beer

Energy Drinks überflüssig und riskant

Koks Energy: „sofort voll drauf...verboten geil!"
Energy XXL: „...länger wach bleiben, länger feiern"
Enexy® Power: „...macht die Nacht zum Tag!"
Effekt®: „Starthilfe in der Schule ..."
Coffaina: „Zu Risiken und Nebenwirkungen frag Deinen Dealer...."

So und ähnlich animieren Anbieter im Internet vor allem junge Leute zum Kauf von Energy-Produkten. „Die koffeinhaltigen Süßigkeiten, Pulver oder Kapseln sind bestenfalls überflüssig. Kombiniert mit Energy-Getränken, Alkohol oder körperlicher Anstrengung können sie sogar gesundheitlich riskant werden", warnt Andrea Schauff, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. Als Fazit aus ihrem aktuellen Marktcheck fordern die Verbraucherschützer erweiterte Kennzeichnungsregeln und Warnhinweise für koffeinangereicherte Lebensmittel.
Ambulance

Vogelgrippe in China erneut auf dem Vormarsch

Influenza A (H7N9)
© CDC/ Cynthia S. Goldsmith
Influenza A (H7N9)
Die Vogelgrippe ist wieder da: Die im letzten Frühjahr erstmals in China aufgetauchte H7N9-Variante des Influenza-Virus sorgt dort erneut für Todesfälle. Der relativ aggressive Erreger hat zwar bereits erste Mutationen hinter sich, scheint aber bisher noch nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein. Auch Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Pandemie gibt es nicht - noch nicht.

Im März vergangenen Jahres hat das Vogelgrippevirus H7N9 zum ersten Mal den Menschen befallen. In China starben schon in den ersten Wochen mehr als 130 Menschen an dieser neuen Form der Influenza A. Dies sorgte weltweit für Sorge: Könnte hieraus eine Pandemie entstehen? Im darauffolgenden Sommer war die Zahl der Infizierten aber zunächst rückläufig. Experten warnten jedoch damals schon: Im Herbst und Winter, wenn die Temperaturen sinken und die allgemeine Grippesaison wieder beginnt, sei mit einer neuen Epidemie zu rechnen.
Ambulance

Kobalt-Vergiftung durch künstliches Hüftgelenk

Hugh Laurie
© dpa, Warren Toda
Schauspieler Hugh Laurie spielt in der erfolgreichen Fernsehserie den Arzt Dr. House. Jetzt rettete die Serie einem deutschen Patienten das Leben.
Weil ihn der Fall eines Patienten mit ungeklärten Symptomen an die TV-Serie "Dr. House" erinnerte, rette ein Arzt in Marburg einem Patient das Leben.
Wie der britische Independent berichtet, rettete ein deutscher Arzt einem Patienten das Leben - dank einer Folge der TV-Serie "Dr. House". Ein 55-Jähriger, der mit unerklärbaren Symptomen ins Zentrum für unerkannte Krankheiten in Marburg eingeliefert wurde, überlebte, da sein Fall einen der Ärzte an eine Folge von Dr. House erinnerte.

Der Patient, der unter geschwollenen Lymphknoten, Aufstoßen und Fieberschüben litt, entwickelte eine Herzschwäche. Auch sein Hör- und Sehvermögen nahmen ab. Die Ärzte waren sich einig, es besteht Lebensgefahr.
Beaker

Zucker verursacht Krebs - Und ist alles gut, was süß schmeckt?


Kommentar: Vor ein paar Tagen war Welt-Krebstag und es wird immer wieder die selbe Propaganda wiederholt: Rauchen verursacht Krebs und Rauchen steht an der Spitze als Krebs-Ursache. Dem scheint nicht so zu sein: Anstatt auf eine Gefahr hinzuweisen, die Krebs verursacht - Zucker - fordert die WHO schärfere Rauchergesetze und erwähnt Zucker nur am Rande.

Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel.
Hippokrates, griechischer Arzt
sugar
© Unknown
Täglich ernährt man sich, Zucker ist einem auch nicht unbekannt und leider hört man heutzutage sehr oft etwas von Krebs. Doch was haben Ernährung, Zucker und Krebs miteinander zu tun? Und ist tatsächlich alles gut, was süß schmeckt?

Das gewählte Zitat von Hippokrates soll die tägliche Nahrung in den Vordergrund rücken. Was Fragen aufkommen lässt, was zum einen Nahrung ist, was gegessen wird und ob tatsächlich alles was essbar ist Medizin ist oder nicht. Mit Sicherheit hat Krebs viele Ursachen, jedoch in Anbetracht dessen, dass der Mensch täglich Nahrung aufnimmt, sollte diesem Thema besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Kommentar: Im Laufe der Jahre hat sich der Grundgedanke des Artikels scheinbar bestätigt, dass Zucker und Krebs in Verbindung stehen: Zu empfehlen ist auch das Buch von Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot: Die wissenschaftlichen Grundlagen der kohlenhydratarmen Ernährung, der eine ketogene (fettreiche) und kohlenhydratarme Ernährung empfiehlt. Nach Lutz werden alle Kohlenhydrate in Einfachzucker umgewandelt und er ist nach seinen langjährigen Untersuchungen der Ansicht, dass übermässiger Kohlenhydratkonsum zu vielen Krankheiten führt.

Magnify

Neues Influenza-Virus mit tückischer Mutation entdeckt

avian flu virus
© n/a
Forscher identifizieren Todesfall durch A(H10N8) im Dezember - Veränderung im PB2-Gen des Virus könnte Infektion von Säugetieren erleichtern

Peking/London/Wien - Chinesische Wissenschafter haben in der Provinz Jiangxi im Osten Chinas ein für Menschen gefährliches neues Influenza-Virus entdeckt. Genau genommen ist das Virus für die Forscher ein alter Bekannter: Bereits im Jahr 2007 konnte es in einem See nachgewiesen werden. Neu ist nun allerdings, dass der Erreger seinen Weg zu Vögeln und letztlich auch zu Menschen gefunden hat. Vieles deutet darauf hin, dass der mit A(H10N8) bezeichnete Erreger, eben so wie der "Vogelgrippe"-Virus A(H5N1), von Geflügel verbreitet wird - und dass er mutiert ist. Das erste Todesopfer des neuen Virus, eine Frau in Nanchang, hatte zuvor einen Geflügelmarkt besucht. Ein zweiter Fall wurde bereits identifiziert, die Forscher glauben daher, dass A(H10N8) schon zirkulieren dürfte.

Es handelt sich um den fünften neuen Influenzastamm in den vergangenen 17 Jahren, schreiben die Forscher im Fachjournal The Lancet. "Die aktuelle Situation ist so ähnlich wie bei A(H7N9). An sich ist es nicht außergewöhnlich, dass es immer wieder neue Vogelgrippe-Viren gibt. Jetzt wird eben genauer 'hingeschaut'," erklärt Franz X. Heinz, Leiter des Departments für Virologie der MedUni Wien am Dienstag. Die chinesischen Wissenschafter und Behörden seien in dieser Hinsicht sehr aktiv. Heinz: "Man schaut auch deshalb genauer hin, weil es noch vor gar nicht so langer Zeit hieß, Vogel-Influenza-Viren seien für den Menschen nicht gefährlich. Aber dann kam A(H5N1)."
Book

Studie: Erhöhtes Herzinfarkt-Risiko durch Feinstaubbelastung

industrie
© reuters/aly song
Die Verfasser der Studie fordern die derzeit geltenden EU-Grenzwerte für die Feinstaubbelastung weiter abzusenken.
Eine langfristige Feinstaubbelastung ist mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte assoziiert, warnen Forscher vom Helmholtz Zentrum München

Die international angelegte ESCAPE-Studie (European Study of Cohorts for Air Pollution Effects), bei der in elf teilnehmenden Bevölkerungsgruppen aus Finnland, Schweden, Dänemark, Italien und Deutschland der Zusammenhang von Feinstaubbelastung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermittelt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass hohe Luftverschmutzungen am Wohnort das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen können.
Top