Das Beste aus dem Web:


Megaphone

Das Beste aus dem Web: Anders als gehofft: "Lügenfritz" Merz wird in die Welt getragen

Was haben Barbara Streisand und Friedrich Merz gemeinsam? Beide haben versucht, etwas zum Verschwinden zu bringen - und dafür gesorgt, dass es jeder kennt.

2003 ließ Streisand ein Luftbild ihres Malibu-Anwesens per Klage aus dem Netz entfernen. Vorher hatte es 6 Menschen gesehen. Danach: 420.000 in einem Monat. Der "Streisand-Effekt" war geboren - das Gesetz, nach dem der Versuch, etwas zu unterdrücken, erst recht auf es aufmerksam macht.

Merz hat diese Lektion nicht gelesen. Oder er glaubt, sie gelte für ihn nicht.

Dabei ist sein Fall noch lehrreicher als der von Streisand. Denn sie wurde wenigstens selbst aktiv. Merz hat das anders gelöst, dreister, aber auch feiger: Er hat eine Maschinerie aufgezogen und ihr das Fass aufgemacht. Laut einem Spiegel-Bericht vom Dezember 2025 ließ er seit 2021 Hunderte Online-Kommentare über die spezialisierte Plattform "So Done" systematisch erfassen und zur Anzeige bringen. Industrielle Ehren-Hygiene auf Kosten des Steuerzahlers.

Attention

Das Beste aus dem Web: Bundeskanzler Merz erreicht Allzeittief: 78 % der Bevölkerung sind unzufrieden

Die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht neue Höhen im RTL/ntv Trendbarometer. CDU/CSU sind wegen des Zuspruchs zur AfD nicht mehr allein stärkste Kraft. Schlechte Nachrichten ereilen auch SPD und BSW.

forsa umfrage friedrich merz, bundesregierung
© Forsa
Die wachsende Unsicherheit angesichts von Energiepreissprüngen und einer weiter kriselnden deutschen Wirtschaft zahlen offenbar auf das Konto der AfD ein: Die Partei kann nach ihren Stimmverlusten Anfang März erneut einen Prozentpunkt zulegen und rangiert nunmehr gleichauf mit CDU und CSU. Die Beliebtheit von Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht derweil ein Allzeittief. Die SPD verharrt die vierte Woche in Folge auf ihrem Allzeittief von nur 12 Prozent, während die FDP die fünfte Woche in Folge bei weniger als 3 Prozent rangiert und damit vom Umfrageinstitut Forsa nicht gesondert ausgewiesen wird.

Dasselbe Schicksal wie die FDP ereilt in dieser Woche auch das BSW: Die von und um Sahra Wagenknecht gegründete Partei liegt nun ebenfalls unter 3 Prozent Zustimmung. Die Werte des BSW fallen deshalb wie bei der FDP nun in die Gruppe der sonstigen Parteien, die damit bei zusammen 11 Prozent liegen - 2 Punkte mehr als noch vor Ostern. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 26 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Kommentar: In einer anderen Umfrage sind es sogar 84 %, die mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden sind. Bei solchen Zahlen sollte man in sich gehen und seine Arbeit ernsthaft hinterfragen, ob es der richtige "Arbeitsplatz" ist.

Merz-Regierung im Stimmungstief: 84 % der Bevölkerung sind unzufrieden


Comet 2

Das Beste aus dem Web: Feuerball schlägt in Hausdach in Rheinland-Pfalz ein

Ein Meteorit über Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sorgt für Aufsehen - und richtet Schäden an. Was hinter dem Himmelsphänomen steckt, erklärt eine Heidelberger Astronomin.

mmmmm
© Patrick H.
Eine hell leuchtende Feuerkugel am Himmel hat am Sonntagabend viele Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Atem gehalten. Auslöser für das Leuchten war ein Meteoroid, der in die Erdatmosphäre eingetreten ist. Dabei ist er in viele kleine Teile zerfallen, sogenannte Meteoriten.

KIT-Forschende berechnen Flugkurve des Meteoroiden

Der Meteoroid sei dabei aus westlicher Richtung gekommen und habe zunächst Luxemburg überflogen, teilte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit. Die Fragmente seien dann um etwa 19 Uhr in der Region Koblenz in Rheinland-Pfalz niedergegangen. Teile des Meteoroiden haben dabei ein Hausdach durchschlagen. Verletzt wurde niemand.

Die Forschenden haben die Flugbahn über Daten von Erdbebenmessstationen in der Eifel berechnet. "Empfindliche Seismometer können diese schwachen Schallwellen registrieren", sagte KIT-Geophysiker Dario Eickhoff. Die Ankunftszeiten an den verschiedenen Stationen ermöglichen die Berechnung der Flugbahn. Wenn sich diese schnell bestimmen lasse, erhöhe das die Chance, Meteoritenfragmente zu finden. "Diese Proben liefern wichtige Informationen über die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems."

Kommentar: Sott.net befasst sich seit der Gründung sehr intensiv mit dem Thema Feuerbälle. Hier sind noch ein paar Videos zu dem Feuerball:








Beaker

Das Beste aus dem Web: Europa blamiert sich erneut - Verhandlung in Ungarn mit Russland und den USA

Merz will Sanktionen. Und Waffen. Putin wolle nicht verhandeln. Sagt der Kanzler. Nun holt Trump, der Friedensmacher, Putin nach Europa. Zu Orban. Ausgerechnet dem. Brisantes Detail: Es gibt da diesen Haftbefehl gegen Putin.

orban
Viktor Orban ist der Meister des giftigen Selbstlobes. Dass Donald Trump und Wladimir Putin den Ungarn zum Gastgeber ihres nächsten Gipfeltreffens auserkoren haben, kommentiert Europas Rekordamtsinhaber so: "Ungarn ist die Insel des Friedens."

Wenn allerdings Ungarn eine Insel ist, zugleich die des Friedens - was ist dann mit dem Festland drumherum? Was ist mit Europa? Aus Orbans Sicht ist die Sache klar: Kriegstreiber, sagt er. "Alles, was man in diesen Tagen hört, ist: Europa ist im Krieg." Die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, mit Orban in herzlicher Gegnerschaft verbunden, reise durch die ganze Welt "und spricht über Krieg". Dabei habe sie nicht einmal ein Mandat.


Kommentar: Hat sie auch nicht. Und von der Leyen "steht" für Europa und Krieg und fast alle Mainstreammedien folgen ungefragt.


Fragen von Krieg seien Sache der Nationalstaaten - auch nach den europäischen Verträgen. Europa sei gefangen in einer "pro-war psychosis" - in einer Art Kriegstaumel. Und so eröffnet Orban eine neue Gleichung: Europa = Krieg. Ungarn = Frieden. Das ist die Orban-Formel. Für die der Ober-Ungar jetzt vor den Augen der ganzen Welt von dem gerade wichtigsten Mann belohnt wird (was er genießt).


Kommentar: Zu Recht. Weil Orban es schafft, Diplomatie zu führen und nicht auf Krieg und Propaganda zu setzen. Was fast alle europäischen Staaten und Medien gebetsmühlenartig wiederholen: "Russland wird angreifen". Ohne Fakten darzulegen.


Kommentar: Ganz einfach: Europa und fast alle Staaten führen eine katastrophale (außen)Politik.


Health

Das Beste aus dem Web: Epstein-Barr Virus: Die kaum bekannten Stadien und Zusammenhänge mit chronischem Erschöpfungssyndrom, Fibromyalgie, Hashimoto, Lupus


Kommentar: Es handelt sich um eine Übersetzung des Originalartikels aus dem Englischen.


epstein barr virus
In einer Zeit, in der Millionen von Menschen das Internet und Seminare nutzen, um das Neueste über Gesundheit zu erfahren, weil sie das Gefühl haben, dass die Ärzte nicht auf dem neuesten Stand sind, ist das Buch The Medical Medium für viele eine beliebte Anlaufstelle.

Mit einer Radioshow bei Hay House schöpft Anthony William aus seiner erstaunlichen Verbindung zu einem "High-Level"-Geist, wie er es nennt, und er gibt unglaubliche Gesundheitsinformationen an viele weiter. In seinem Buch Mediale Medizin: Der wahre Ursprung von Krankheit und Heilung spricht Anthony William über die unbekannten Gründe für einige der vielen Volkskrankheiten, die die Menschen heute plagen. Er vermittelt auch einen guten Einblick, wie man seinen Körper behandeln und heilen kann, um wieder gesund zu werden - etwas, das in der heutigen Zeit sehr erfrischend ist.

Dr. Alejandro Junger, der das Vorwort zu Williams Buch verfasst hat, schreibt: "Als Mann der Wissenschaft wurde ich bis zum Punkt der Indoktrination gelehrt, dass ich nur dem vertrauen darf, was ich beobachten, messen, testen und reproduzieren kann." Eine typische Ansicht der westlichen Mediziner. Interessanterweise hat Dr. Junger auch eine Faszination für Heiler. Diejenigen, die erstaunliche Heilungsleistungen zu vollbringen scheinen, wie die Wiederherstellung des Sehvermögens oder die sofortige Heilung einer Krankheit. Wie funktionieren diese Dinge? Dr. Junger tut das, was viele Mediziner verstärkt tun sollten: den Status quo in Frage zu stellen und offen zu bleiben.

Kommentar: Mehr über selbstgemachte immunstärkende und entzündungshemmende Mittel, die bei den oben genannten Beschwerden nützlich sein können (Links führen zu englischsprachigen Artikeln):


Arrow Down

Das Beste aus dem Web: Unter aller Kanone: Jan Böhmermann stellt politischen Gegner im Öffentlich-Rechtlichen zur Schau und gibt dessen private Daten preis

Identität und Wohnort eines politischen Gegners hat der ZDF-Moderator Böhmermann auf der großen TV-Bühne angedeutet. Das ist sehr bedenklich, möglicherweise erfüllt das Verhalten auch den Straftatbestand des "Doxing", also einer Veröffentlichung von privaten Details, um politische Gegner zusätzlich individuell in ihrem Umfeld unter Druck zu setzen. Diese Strategie ist zu ächten - auch wenn sie von "den Guten" im ZDF praktiziert wird. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Jan Böhmermann Sendung, Doxxing
© nachdenkseiten.de - Screenshot/ZDF
ZDF-Moderator Jan Böhmermann hat in der aktuellen Ausgabe des "ZDF Magazin Royale" die Identität und den Wohnort des bisher anonymen Betreibers des Youtube-Kanals "Clownswelt" im Fernsehen öffentlich angedeutet*, wie die Berliner Zeitung berichtet. Der Kanalbetreiber habe Hunderttausende Abonnenten und kommentiere und kritisiere regelmäßig Interviews von Politikern und Beiträge aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so der Artikel.

Wie Böhmermann in seiner Sendung nun erklärte, habe der Kanalbetreiber sein Recht auf Anonymität verwirkt. "Wer im Internet vor 227.000 Abonnent_innen die Wahrheit sagt, 'Clownswelt', der kann doch auch sein Gesicht zeigen. Also, wer steckt hinter der Maske?", so Böhmermann dazu. Gemeinsam mit der Zeit recherchierte das "ZDF Magazin Royale" demnach die Identität des Mannes. Den Angaben der Sendung zufolge handelt es sich dabei um einen Mann aus Ostwestfalen, weitere Infos zur Person sollen hier nicht verbreitet werden. Böhmermann nennt in der Sendung aber sowohl den Vornamen* des Mannes als auch seinen beruflichen Werdegang sowie weitere identifizierende Merkmale. Im Zuge der vorhergehenden "Recherchen" wurden wohl sogar die Eltern des Mannes in ihrem Privathaus von Journalisten belästigt.

Einen Ausschnitt aus der betreffenden Böhmermann-Sendung hat der X-Nutzer RealTom unter diesem Link veröffentlicht:


Kommentar: Jan Böhmermann und Die Zeit tun genau das, was in der Geschichte in totalitären Regimen gang und gäbe war, und gegen die sie zu sein vorgeben: Diffamierung und Einschüchterung politischer Gegner, um diese zum Aufgeben zu zwingen. Sie haben damit nicht nur erneut ihre ursprünglichen Prinzipien verraten und sich zum Steigbügelhalter der Mächtigen gemacht, sondern außerdem der bereits bestehenden tiefen gesellschaftlichen Spaltung noch weiteren Auftrieb verliehen.

Der aktuelle Vorfall ist auch in den größeren Kontext einer Pathologisierung unserer Gesellschaft einzuordnen - ein Zeichen unserer Zeit, das in dem Buch Politische Ponerologie von dem Psychologen Andrzej Lobaczewski anschaulich beschrieben und treffend analysiert wird. Sein Werk kann nur wärmstens ans Herz gelegt werden.


Attention

Das Beste aus dem Web: AfD-Abgeordnete: "Was Regierung und Pädophilenlobby sich hier leisten, ist ein Skandal" - Reaktion? Staatsanwaltschaft leitet Verfahren gegen die Abgeordnete ein

In den sozialen Medien macht eine Rede der AfD-Landtagsabgeordneten Vanessa Behrendt vom 27. Februar die Runde. Anlass war ein Antrag der AfD-Fraktion zur Bekämpfung von Kinderpornografie im niedersächsischen Landtag.
Vanessa Behrendt AfD-Landtagsfraktion AfD
© rt.de
Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD-Landtagsfraktion, hatte kürzlich Strafanzeige gegen die Betreiber einer Pädophilen-Website erstattet. Hintergrund ist für die AfD-Politikerin der Versuch von Akteuren der Pädophilen-Szene, Kinderpornografie mit dem Wohlwollen der Regierung zu legalisieren.


In ihrer Rede prangert Behrendt unter anderem an, dass sie aufgrund ihrer Vorwürfe Opfer von Drohungen und Einschüchterungen durch die "Pädolobby" geworden sei.

Bad Guys

Das Beste aus dem Web: Verhaftung von Durow: Nur ein weiterer Griff der US-Geheimdienste nach totaler digitaler Kontrolle - Ein Rückblick

Aus Anlass der Verhaftung von Telegram-Gründer Durow will ich noch einmal aufzeigen, dass und wie die westlichen Internetkonzerne von den US-Geheimdiensten geschaffen wurden, um die totale Kontrolle zu erlangen.

Google, Internetkonzerne USA, US-Geheimdienste
© anti-spiegel.ru
Die Verhaftung von Telegram-Gründer Pavel Durow bestätigt, was Stammlesern des Anti-Spiegel ohnehin schon bekannt ist: Die westlichen Internetkonzerne Google (inklusive YouTube und andere) und Facebook (wozu auch WhatsApp, Instagram und andere gehören) sind von den US-Geheimdiensten geschaffen worden, um die totale Kontrolle über uns alle zu erlangen. IT-Konzerne und große Plattformen wie TikTok, Telegram oder aktuell auch X (früher Twitter), die sich den US-Geheimdiensten nicht unterordnen, werden bekämpft.

Das zeigt auch die wichtigste Begründung der Verhaftung von Pavel Durow. Der Spiegel schreibt beispielsweise:
"Es laufen Ermittlungen wegen seiner laxen Kontrolle der Inhalte auf Telegram."
Im Klartext: Telegram zensiert nicht und lässt auch die Verbreitung von Meinungen zu, die den Narrativen des US-geführten Westens (also der US-Regierung) widersprechen. Dafür, also für abweichende Meinungen, wird man im angeblich freien Westen heutzutage verhaftet.

Schon in den 1990er Jahren erkannten die US-Geheimdienste die Gefahren und Chancen, die das Internet ihnen bringen würde. Die Gefahren bestanden vor allem darin, dass frei zugängliche Informationen es der US-Regierung in Zukunft unmöglich machen würden, Kriege aufgrund allzu offensichtlicher Lügen, wie beispielsweise der Brutkastenlüge (siehe weiter unten im Artikel), zu beginnen. Dass alle Informationen frei zugänglich sind, ist der Alptraum aller Geheimdienste.

Die Chancen waren die andere Seite der Medaille, nämlich die Möglichkeit der totalen Kontrolle. Heute informieren sich die Menschen im Netz, sie bezahlen online, schreiben und telefonieren über das Netz. Wer all das kontrolliert, kann bestimmen, welche Informationen die Menschen bekommen, welche Informationen (für die große Mehrheit unauffällig) zensiert werden können und kann die Menschen total überwachen. Das geht bis hin zu ihren privatesten Gesprächen und Briefen und sogar ihren Geldtransfers. Und man kann die Geldtransfers von Regierungskritikern auch gleich abschalten, was wir beispielsweise bei PayPal erleben, das ebenfalls eine CIA-Tochter ist.

Ich habe bereits früher darüber geschrieben und will aus aktuellem Anlass noch einmal daran erinnern, wie die westlichen Internetkonzerne entstanden sind und wie die US-Geheimdienste das Netz kontrollieren, wobei die US-Internetkonzerne gehorsame Erfüllungsgehilfen sind. Daher zitiere ich einen Artikel komplett, den ich dazu im Dezember 2022 aus Anlass der Enthüllungen der Twitter-Files geschrieben habe.

Kommentar: Hier weitere Informationen zu Durov und seiner Verhaftung:

Telegram Gründer wurde in Paris festgenommen


Radar

Das Beste aus dem Web: Grünes Licht des Westens für Angriffe der Ukraine gegen Russland - Was bedeutet das nun?

Atompilz
© anti-spiegel.ru
Allen Beteuerungen westlicher Politiker zum Trotz, weder ihre Staaten noch die NATO seien mit Russland im Krieg, muss man spätestens heute konstatieren, dass wir in einem Krieg zwischen der NATO und Russland sind. Schon seit Beginn der Eskalation liefert der Westen der Ukraine nicht nur Waffen und bildet nicht nur deren Soldaten aus, sondern NATO-Generäle sind an der Planung der ukrainischen Militäroperationen beteiligt, wie die USA immer wieder offen eingestanden haben, und sie liefern Kiew auch Daten der Militäraufklärung.

Man stelle sich das einmal umgekehrt vor: Russland würde beispielsweise der syrischen Regierung erlauben, US-Kampfflugzeuge, die täglich den syrischen Luftraum verletzen, mit aus Russland gelieferten Luftabwehrsystemen abzuschießen. Oder Russland würde Syrien moderne Waffen liefern, um die US-Truppen, die illegal Teile Ostsyriens besetzt haben, anzugreifen und aus dem Land zu vertreiben. Und man stelle sich vor, Russland würde auch noch Soldaten schicken, um die syrische Armee zu entlasten, damit sie dafür mehr Kräfte zur Verfügung hat. Würde der Westen das als russische Kriegsbeteiligung ansehen und entsprechend reagieren?

Und wie würde der Westen reagieren, wenn Russland der syrischen Regierung erlauben würde, militärische Ziele in NATO-Ländern, die bei den NATO-Operationen in Syrien logistische Unterstützung leisten, mit aus Russland gelieferten Waffen anzugreifen? Ich denke, man braucht nicht viel Fantasie, um sich die Reaktion des Westens vorzustellen.

Kommentar:

Putin mit deutlichen Aussagen im O-Ton am 28.05.2024 auf einer Pressekonferenz in Usbekistan (nach Übersetzung von Thomas Röper; Einfügen von Abschnitten im O-Ton-Text für bessere Lesbarkeit durch Redaktion de.sott.net):
"Wollen die einen ernsthaften Konflikt in Europa und einen globalen Konflikt? Dann bitte sehr."

Anti-Spiegel, 31. Mai 2024, 14:27

Vor drei Tagen war der russische Präsident auf Staatsbesuch in Usbekistan und hat sich anschließend der Presse gestellt. Dabei haben zwei Journalisten auch den zu dem Zeitpunkt noch diskutierten Plänen des Westens gefragt, Kiew zu erlauben, Ziele in Russland mit aus dem Westen gelieferten Waffen zu beschießen und europäische Soldaten in die Ukraine zu senden. Ich habe Putins Antworten auf die entsprechenden Fragen übersetzt.

Auf Äußerungen von NATO-Generalsekretär Stoltenberg über den Beschuss von Zielen in Russland mit aus dem Westen gelieferten Langstrecken-Präzisionswaffen sagte Präsident Putin:

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was der NATO-Generalsekretär damit sagen will. Als er norwegischer Ministerpräsident war, als wir mit ihm gesprochen und schwierige Fragen zur Barentssee und andere Fragen gelöst haben und insgesamt eine Einigung erzielen konnten, bin ich mir sicher, dass er damals nicht an Demenz litt. Wenn er über die Möglichkeit von Angriffen auf russisches Territorium mit Langstrecken-Präzisionswaffen spricht - als jemand, der einer militärpolitischen Organisation vorsteht, obwohl er wie ich ein Zivilist ist, sollte er doch wissen, dass Langstrecken-Präzisionswaffen nicht ohne Weltraumaufklärung eingesetzt werden können. Das ist das Erste.

Zweitens: Die endgültige Zielauswahl und der sogenannte Flugauftrag kann nur von hochqualifizierten Spezialisten auf der Grundlage dieser Aufklärung, der technischen Aufklärung, erfolgen. Bei einigen Angriffssystemen, wie beispielsweise Storm Shadow, können diese Zuweisungen, die Flugaufträge, automatisch erfolgen, ohne dass ukrainische Soldaten dabei sind. Wer macht das? Diejenigen, die diese Systeme herstellen und diejenigen, die sie angeblich der Ukraine zur Verfügung stellen. Das kann ohne jegliche Beteiligung geschehen, und es geschieht auch ohne die Beteiligung ukrainischer Soldaten. Und andere Systeme, wie ATACMS, werden auch auf der Grundlage von Weltraumaufklärung vorbereitet, [die Ziele] werden festgelegt und automatisch an die entsprechenden Einheiten übermittelt - die wissen vielleicht nicht einmal, was sie eingeben - und die Einheit, vielleicht sogar eine ukrainische Einheit, gibt die entsprechende Flugaufgabe ein. Aber diese Aufgabe wird nicht von ukrainischen Soldaten vorbereitet, sondern von Vertretern der NATO-Länder.

Diese Vertreter der NATO-Länder, vor allem in Europa, vor allem in kleinen Ländern, sollten sich also bewusst sein, womit sie spielen. Sie sollten bedenken, dass es sich in der Regel um Länder mit kleinem Gebiet und einer sehr dichten Bevölkerung handelt. Das ist ein Faktor, den sie bedenken sollten, bevor sie darüber sprechen, tief in russisches Territorium einzudringen. Das ist eine ernste Sache, und wir beobachten das natürlich sehr genau.

Alles dreht sich jetzt um die Ereignisse bei Charkow. Sie waren es also, die diese Ereignisse in dem Abschnitt provoziert haben. Ich habe, ich glaube, vor sechs Monaten öffentlich gesagt, dass wir, wenn sie weiterhin Wohnviertel angreifen, gezwungen sein werden, eine Sicherheitszone zu schaffen. Und erst kürzlich habe ich gesagt, dass wir dazu übergegangen sind.

Zuerst haben sie uns im Donbass provoziert, uns acht Jahre lang getäuscht, uns vorgemacht, dass sie das Problem angeblich friedlich lösen werden, und uns so gezwungen, Versuche zu unternehmen, die Situation mit bewaffneten Mitteln zu befrieden. Dann haben sie uns während des Verhandlungsprozesses getäuscht, weil sie dachten, sie würden Russland auf dem Schlachtfeld besiegen, Russland eine strategische Niederlage zufügen. Dann haben wir sie gewarnt: Mischt euch nicht in unser Gebiet ein, beschießt nicht Belgorod und andere benachbarte Gebiete, sonst sind wir gezwungen, eine Sicherheitszone zu schaffen.
Schauen Sie sich alle Berichte Ihrer westlichen Kollegen an. Niemand spricht von der Beschießung Belgorods und anderer benachbarter Gebiete, sie sprechen nur davon, dass Russland eine neue Front eröffnet und Charkow angreift. Kein einziges Wort. Was ist der Grund dafür? Ich meine, sie haben es mit ihren eigenen Händen getan. Nun, dann ernten sie die Früchte ihrer Kreativität. Das Gleiche kann auch beim Einsatz von den Präzisionswaffen mit großer Reichweite passieren, nach denen Sie gefragt haben.

Überhaupt kann diese ständige Eskalation zu ernsten Konsequenzen führen. Wenn diese schwerwiegenden Folgen in Europa eintreten, wie werden sich die USA verhalten, wenn man unsere strategische Parität bei den Waffen bedenkt? Schwer zu sagen.

Wollen sie einen globalen Konflikt? Ich habe den Eindruck, dass sie im Bereich der strategischen Waffen verhandeln wollten, aber irgendwie wir sehen keinen großen Wunsch danach. Sie sprechen darüber, aber wir sehen keinen großen Wunsch danach. Wir werden sehen, wie es weitergeht.


Auf eine Frage nach den Erklärungen westlicher Politiker, Soldaten in die Ukraine zu schicken, antwortete Präsident Putin:

Was die Tatsache betrifft, dass es in der Ukraine Söldner geben kann oder gibt, so wissen wir das sehr gut, das ist nichts Neues. Dass die Militärs in der Ukraine jetzt sagen, dass sie in der Ukraine auftauchen könnten - sie sind doch schon lange dort. Wir hören die englische, französische und polnische Sprache im Funkverkehr. Wir wissen, dass sie dort sind, diese sogenannten Söldner. Aber da sind unter dem Deckmantel als Söldner auch Spezialisten.

Es wurde eine Frage zu den Präzisionswaffen mit großer Reichweite gestellt. Wer kontrolliert diese Waffen, wer hält sie instand? Natürlich sind diese Ausbilder als Söldner getarnt, das ist alles. Sie sind dort und sie erleiden Verluste. Vielleicht ist die Aussage der Tatsache geschuldet, dass es ihnen offenbar immer schwerer fällt, diese Verluste zu verbergen. Darum ist es vielleicht also an der Zeit zu zeigen, dass sie dort offiziell sind, damit sie diese Verluste auf eine echte, legale Art und Weise zeigen können. Ich weiß es nicht, vielleicht.

Was die verschiedenen Kontingente betrifft, so habe ich bereits darüber gesprochen. Die polnische Regierung sagt, dass sie bereit ist, ihre Kontingente zu entsenden. Wir hören die polnische Sprache, es gibt viele Söldner aus Polen. Wenn einige Kontingente aus europäischen Ländern zusammen mit den Polen kommen, werden andere gehen, aber die Polen werden niemals gehen. Das ist eine offensichtliche Sache, zumindest für mich ist das ganz sicher. Vielleicht liege ich falsch, aber das ist unwahrscheinlich.

Darum ist der Deckmantel, "einige ukrainische Einheiten, die an der Grenze stehen, freizustellen, um sie auf das Schlachtfeld zu schicken, und NATO-Soldaten werden die Sicherheit der Grenzen gewährleisten" Quatsch und Verdummung, das ist alles. Und wenn sie dort sind, werden sie auch in der Todeszone unserer Streitkräfte sein.

Ich glaube nicht, dass das eine gute, richtige Entscheidung und ein guter Ausweg ist. Das ist ein Aufschaukeln und ein weiterer Schritt in Richtung eines ernsthaften Konflikts in Europa und eines globalen Konflikts. Wollen die das? Dann bitte sehr. Wir werden weiterhin tun, was wir für richtig halten, unabhängig davon, wer sich auf ukrainischem Gebiet befindet. Und das müssen sie genau wissen.



Lightning

Das Beste aus dem Web: Was, wenn es kein Unfall war? Was der Tod von Raisi bedeuten könnte

In ruhigeren Zeiten würde erst einmal in Ruhe ermittelt, was da im iranischen Gebirge eigentlich geschehen ist. Das dürfte derzeit kaum möglich sein. Aber absurderweise könnte sich ein technischer Schaden als problematischer erweisen als ein Anschlag.

Sitzung Regierung Teheran nach Tod von Raisi
© www.globallookpress.com Iranian PresidencyRegierungssitzung in Teheran – der Stuhl des Präsidenten bleibt leer, 20.05.2024
Der Hubschrauberabsturz, bei dem der iranische Präsident Ebrahim Raisi sowie die gesamte Delegation ums Leben kam, die nach Aserbaidschan gereist war, führt unvermeidlich zu Spekulationen. Schließlich fand erst vor wenigen Tagen der Mordanschlag auf den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico statt, an diesem Wochenende zudem ein Putschversuch in der Demokratischen Republik Kongo, die israelische Regierung setzt ihren Krieg im Gazastreifen fort und mit dem Ablaufen der Amtszeit des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij ist noch ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Unter diesen Voraussetzungen kehren sich die Wahrnehmungen um - die Annahme eines Anschlags wird geradezu zur Regel.

Es ist natürlich möglich, dass es sich um einen Unfall handelte. Es war ein Hubschrauber US-amerikanischer Produktion, für den aufgrund der Sanktionen Ersatzteile schwer zu beschaffen sein dürften. Das Wetter in dem gebirgigen Gebiet war ausgesprochen schlecht; erste Videos von der Suche zeigen im Grunde nur eine einzige Nebelwand; dazu kamen wohl noch Regen und schwierige thermische Verhältnisse, auf einer Flugstrecke, die von Aserbaidschan bis Teheran überwiegend über Gelände verläuft, das mindestens 1700 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Die extrem schlechte Sicht könnte auch erklären, warum die beiden Begleithubschrauber den Vorfall erst nicht bemerkten - es gab schlicht keinen Sichtkontakt. Allerdings gibt es natürlich dennoch einige Fragen: Beispielsweise, warum die Delegation, die in Aserbaidschan zur Eröffnung eines Staudamms gekommen war, der ein gemeinsames iranisch-aserbaidschanisches Projekt ist, nicht auf die drei Hubschrauber aufgeteilt wurde. Oder auch (und die Frage wird sicher auftauchen), warum zentrale Personen der iranischen Regierung überhaupt noch in US-Hubschraubern unterwegs und nicht längst aus Sicherheitsgründen (sowohl technischer wie politischer) auf russische Fabrikate umgestiegen sind.

Kommentar: Der Westen mitsamt Israel sieht seine Felle davonschwimmen und dementsprechend schlägt er immer wilder um sich. Ob menschliche Beteiligung bei diesem tragischen Ereignis im Spiel war und mit welchem Ziel, dürften weitere Untersuchungen zeigen. Die iranische Bevölkerung wird eine angemessene Reaktion erwarten und wir werden vermutlich bald erfahren, welche Antwort die Regierung des Iran finden wird.

Siehe auch: Hubschrauber mit iranischen Präsidenten an Bord abgestürzt