Koblenz. Aufatmen an der Neiße und angstvolle Blicke zur Elbe: Während die Wasserstände in Ostsachsen in der Nacht sanken oder geringer anstiegen als vorhergesagt, schwoll die Elbe stärker und schneller als erwartet an. "Dort gibt es noch keine Entwarnung", sagte Uwe Höhne vom Landeshochwasserzentrum am Mittwoch in Dresden

Die jüngste Flut an Elbe und Donau war ein Jahrhundertphänomen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz und des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Demnach wurden an der Elbe auf einer 250 Kilometer langen Strecke zwischen Coswig in Sachsen-Anhalt und Lenzen in Brandenburg die höchsten, je gemessenen Wasserstände registriert. Eine aus Tschechien kommende Flut sei auf Hochwasser der Flüsse Mulde und Saale getroffen. Der Scheitel an der Elbe habe von der Länge und der Höhe her "bisher nicht bekannte Ausmaße" erreicht. Ähnlich rekordträchtig war das Hochwasser laut BfG-Experten an der Donau. In Passau habe der Scheitelstand alle Höchstmarken seit gut 500 Jahren übertroffen.

dpa