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© MDR INFO / Maren Beddies
Beim Juni-Hochwaser wurden viele Äcker und Grünland überschwemmt.
Mitten in der Erntezeit haben Hagel und heftige Sturmböen Sachsens Landwirten weitere Einbußen beschert. Andreas Jahnel, Referent beim Landesbauernverband sagte, nach allen Katastrophen in diesem Jahr sei die Stimmung sehr gedrückt. Während die Gerstenernte vielerorts bereits abgeschlossen sei, laufe die Weizen- und Rapsernte auf Hochtouren. Zahlreiche Betriebe hätten sich gemeldet und von umgeknickten Pflanzen und zerstörten Feldern berichtet. Viele Bauern erwarten erhebliche Ernteeinbußen. "Dieses Jahr war für die Landwirte unglücklich", sagte Jahnel und verwies auf das Hochwasser im Juni, die Trockenheit im Juli und nun die Hagelschäden.

Unwetter verwüsten Mais- und Rapsfelder

Vor allem in Westsachsen haben Hagel und heftige Sturmböen in der vergangenen Woche große Schäden auf den Feldern angerichtet. Der Geschäftsführer des Regionalbauernverbandes, Peter Köhler, sprach sogar von einer "Schneise der Verwüstung" zwischen Zwickau und Chemnitz. Beim Raps seien die Schoten abgebrochen, beim Mais stünden vielerorts nur noch die Stängel. Ersten Schätzungen zufolge sind in der Region rund 8.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche beschädigt.

Bereits die Juni-Flut hat Sachsens Landwirte getroffen: Nach Angaben des Bauernverbandes sind 45.000 Hektar Ackerland und 25.000 Hektar Grünland durch Überschwemmung geschädigt worden. Beim Ackerland beziffern die Landwirte den Schaden auf 54 Millionen Euro, bei Grünland auf 19 Millionen Euro.