Oslo/ Norwegen - Ein sowohl von Piloten gesichtetes als auch vom Radar geortetes unidentifiziertes Flugobjekt ( UFO ) hat am Nachmittag des 24. März 2011 zur zeitweisen Sperrung des internationalen Flughafens Oslo-Gardermoen geführt. Bis heute rätseln die Verantwortlichen, um was es sich gehandelt haben könnte.

Flughafen Oslo
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Der Flughafen Oslo-Gardermoen

Wie norwegische Medien berichten, kam der Flugverkehr zwischen 16 und 17 Uhr vollständig zu erliegen, nachdem ein Pilot der "Scandinavian Airlines" (SAS) ein unidentifiziertes Flugobjekt am Himmel über dem Flughafen gesichtet und gemeldet hatte. Kontaktversuche zu dem Flugobjekt durch das Bodenpersonal des Flughafens bleiben erfolglos.

Das Objekt habe bei Sichtkontakt im Abstand von nur wenigen hundert Metern das Sonnenlicht reflektiert. Während zunächst von einem Deltaflügler die Rede war, hieß es in einer späteren Erklärung der SAS, das es sich wahrscheinlich um eine Art von Segelflugzeug gehandelt habe. Aus Sicherheitsgründen wurde der Luftraum über dem Flughafen eine halbe Stunde lang geschlossen, was zu Kosten in Millionenhöhe und erheblichen Verzögerungen für bis zu 15.000 Flugpassagiere führte.

Da bislang noch niemand in der Lage war, eindeutig zu klären, um was es sich bei dem UFO gehandelt hatte, wurde mittlerweile die Polizei eingeschaltet. Wahrscheinlich, so die bisherigen Vermutungen der Beamten, war es ein Segelflugzeug oder Ultraleichtflieger, das wegen starker Winde in der Zone über dem Flughafen "gefangen" war. Dennoch sei die Höhe, auf der das Objekt auch Radar geortet wurde, für derartige Flugzeuge eher ungewöhnlich bzw. fast unmöglich.

Auch die norwegische Sportflugvereinigung "NLF" sieht derartige Erklärung eher skeptisch. Hier habe man alle in Frage kommenden registrierten Flugzeuge überprüft und keines komme für die Ereignisse in Frage, berichtete "VG Nett" (vg.no) mit Berufung auf Informationen der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings, könne man natürlich nicht alle Sportler ständig kontrollieren. In Frage kämen jedoch auch andere konventionellen Objekte wie etwa Wetterballons.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung lagen uns noch keine weiteren Informationen über den Vorfall vor. Auch nicht darüber, wie und wohin das mysteriöse "Flugzeug" wieder verschwand und ob es dabei weiterhin vom Radar verfolgt werden konnte.