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Hier krachte der Jet-Pilot mit seinem „Harrier“ ab. Er beschädigte Wohnhäuser, doch verletzt wurde niemand.
San Diego (USA) - Die Piloten rettete nur noch der Schleudersitz: Innerhalb von 24 Stunden sind zwei US-Militärjets in Kalifornien abgestürzt.

Der erste Kampfjet vom Typ Harrier war am Mittwoch auf Wohnhäuser gestürzt und in Flammen aufgegangen. Die Schutzengel hatten wohl Überstunden gemacht, denn verletzt wurde bei dem spektakulären Unfall zum Glück niemand.

Augenzeuge Christopher Garcia (11) sagte gegenüber dem Nachrichtensender CBS: „Es fühlte sich an, wie ein Erdbeben.“ Er schaute gerade Fernsehen, als er die laute Explosion hörte. Mit seinem Vater lief der Junge sofort auf die Straße, da stand eines der Häuser bereits in Flammen.

Nach dem Aufprall, der in der ganzen Ortschaft zu spüren war, sei über den Häusern eine Rauchwolke in Form eines Pilzes in den Himmel aufgestiegen, berichteten Anwohner.

Mehrere Löschzüge brachten den Brand schließlich unter Kontrolle. Bilder des lokalen TV-Senders NBC 7 zeigten die Gebäude nach dem Einsatz, einige Dächer waren komplett ausgebrannt, zahlreiche Trümmer über die Straßen verstreut.

Die Hintergründe des Absturzes sind noch unklar, ein technischer Defekt wird nicht ausgeschlossen.

Nur wenige Stunden später versenkte ein US-Pilot seine Maschine im Meer. Beim Landeanflug auf einen Flugzeugträger schlug der Super Hornet-Jet auf dem Wasser auf.

Der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und wurde an Bord des Schiffs medizinisch versorgt.

mab/dpa