Seit dem Beginn der Ukrainekrise sind Bücher über Russlands Präsident Wladimir Putin in China absolute Bestseller. „Putin der Große", wie ihn einige nennen, interessiert die Chinesen weit mehr als andere Staatschefs. Die Putin-Biographie „Für Russland geboren" schaffte es im September unter die Top-10-Sachbücher der Beijing News.
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© Jeremy Page/The Wall Street Journal
PEKING - Nach Jahrzehnten des gegenseitigen Misstrauens und einem kurzen Grenzkonflikt rücken Peking und Moskau wieder enger zusammen, während beide die amerikanische Sicherheitspolitik herausfordern, die seit dem Zerfall der Sowjetunion herrscht, sagen Diplomaten und Analysten.

Während die beiden Länder einst um die Vorherrschaft in der kommunistischen Welt konkurrierten, teilen sie heute eine Art antiwestlichen Nationalismus. So beschuldigt Peking den Westen, die Proteste in Hongkong angezettelt zu haben, so wie auch Putin den Westen beschuldigte, die Demokratieproteste in Kiew bestärkt zu haben, die Ende vergangenen Jahres begannen. Im russischen Staatsfernsehen hieß es diese Woche, dass die Protestführer von Hongkong in den USA ausgebildet worden seien.


Kommentar:
Das hat nichts mit "antiwestlichem Nationalismus" zu tun. Russland und China erkennen lediglich, dass die USA von imperialistischen Kriegshetzern kontrolliert wird, die mittlerweile auch ihre eigenen Länder ins Fadenkreuz genommen haben.
"So beschuldigt Peking den Westen, die Proteste in Hongkong angezettelt zu haben, so wie auch Putin den Westen beschuldigte, die Demokratieproteste in Kiew bestärkt zu haben, die Ende vergangenen Jahres begannen."
Mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen Peking und Putin mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf, denn alles scheint darauf hinzudeuten...


Laut einer Studie des Pew Research Center ist China eines der wenigen Länder, wo die Sympathie für Russland seit dem Beginn des Ukrainekonflikts gestiegen ist - von 47 Prozent im vergangenen Jahr auf 66 Prozent im Juli.

Putins Beliebtheitsgrad lag in China sogar bei 92 Prozent, nachdem er im März die Krim annektierte, besagt eine Studie von In Touch Today, einem Online-Nachrichtenportal der chinesischen Firma Tencent.

„Putins Persönlichkeit ist beeindruckend - als Mann und als Führer. Die Chinesen finden das attraktiv. Er verteidigt die russischen Interessen", sagt Zhao Huasheng, Experte für sino-russische Beziehungen an der Fudan Universität in Shanghai. „Russland und China können viel voneinander lernen."


Kommentar: Die Mehrheit der Chinesen scheint Putins friedliche Absichten und schlaue Politik zu verstehen und zu bewundern. Das können wir den Chinesen nun wirklich nicht verübeln, denn sie haben recht!


Teils geht es dabei um Realpolitik. Russland braucht den chinesischen Markt und sein Kapital, vor allem, seit der Westen Russland mit immer mehr Sanktionen belegt, sagen Analysten. Russland ist indes für China eine wichtige diplomatische Stütze und auch eine Quelle für Energierohstoffe.

Russland will Erdgas an China liefern

Im Mai vereinbarten die beiden Staaten, dass Russland während der nächsten 30 Jahre für 400 Milliarden Dollar Erdgas an China liefern werde. Außerdem bauen sie zusammen eine Eisenbahnbrücke über die gemeinsame Grenze und einen eisfreien Hafen im Osten Russlands. Außerdem wollen sie auf den gegenseitigen Territorien Bodenstationen für ihre Satellitennavigationssysteme aufstellen.

Außerdem wird die Beziehung zwischen Putin und Xi besser. Xis Führungsstil ähnelt zunehmend dem charismatischen, nationalistischen Autoritarismus Putins. „Putin und Xi Jinping sind einander sehr ähnlich", sagt Yu Bin, Experte für sino-russische Beziehungen an der Wittenberg University in Ohio. Sie stammen aus derselben Generation - beide sind 61 Jahre alt, und beide wollen ihr Land wieder zu einer Weltmacht machen, da sie jahrelang das Gefühl hatten, vom Westen gedemütigt zu werden.

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© Agence France-Presse/Getty Images
Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping im Juli beim Treffen der führenden Wirtschaftsnationen in Brasilien.
Xi übernahm vor zwei Jahren die Macht in China, als Hu Jintao abtrat. Diesen sahen Parteimitglieder als nicht besonders charismatischen Staatschef, der nicht in der Lage war, die Unterstützung des Volkes zu gewinnen. „Nach zehn Jahren Hu Jintao sucht China jetzt nach einem starken Führer", sagt Yu. „In diesem Zusammenhang schaut die chinesische Führung auf Putin."

Xi hat seiner Beziehung zu Putin seitdem oberste Priorität eingeräumt. Sein erster Staatsbesuch als chinesischer Präsident führte ihn nach Russland, und er war einer der wenigen Staatschefs, die die Olympischen Winterspiele in Sotschi besuchten. Seit seinem Amtsantritt hat er Putin neunmal getroffen, jüngst bei einem zentralasiatischen Sicherheitsforum in Tadschikistan vergangenen Monat.

„Wir ähneln uns im Charakter"

„Ich habe das Gefühl, dass wir einander immer wie Freunde behandeln, mit vollen und offenen Herzen", sagte Xi vergangenes Jahr in Moskau zu Putin, heißt es in einer offiziellen Mitschrift des Kreml. „Wir ähneln uns im Charakter."

Später sagte er zu russischen Studenten, dass China und Russland beide „eine wichtige Phase der nationalen Verjüngung" durchmachten und die „beste Großmacht-Beziehung der Welt" führten.

Xi hat einen „Chinesischen Traum" der nationalen Verjüngung formuliert, für den die Korruption bekämpft und die Territorialansprüche in den Küstenregionen militärisch verteidigt werden sollen.

Außerdem hat er die Kontrolle der Medien verschärft und geht strenger gegen politische Dissidenten vor. Ideologische Einflüsse aus dem Westen, etwa in Form von Nichtregierungsorganisationen, will er bekämpfen.


Kommentar: Dies ist mit Sicherheit eine gute Vorgehensweise, denn diese Nichtregierungsorganisationen sind die geheimen Waffen der psychopathischen US Elite, um insgeheim Regierungswechsel und 'friedliche' Revolutionen in anderen Ländern zu injizieren. Auch Putin hat dies schon vor einiger Zeit erkannt und wichtige Schritte dagegen eingeleitet.


Angriffe auf unabhängige Medien

Einige chinesische und westliche Forscher sehen Parallelen zu Putins frühem Vorgehen gegen russische Oligarchen, zu seinen Angriffen auf unabhängige Medien und seiner Bereitschaft, russische Interessen militärisch zu verteidigen. Unter Putin wurde das Image von Joseph Stalin nach und nach wieder hergestellt, während Xi die Errungenschaften von Mao Zedong lobt.


Kommentar: Ganz schön manipulative Aussagen von Jeremy Page in dem Absatz oben. Das Ziel solch lügnerischer Hetz-Aussagen ist es, uns Putin als "das Böse" zu verkaufen. Eine oft angewendete Taktik von Menschen ohne Gewissen.


Beide Männer betonen die Kriegsvergangenheit ihres jeweiligen Landes. Xi hat bereits drei kriegsverwandte Feiertage eingeführt, darunter den „Märtyrertag", der am Dienstag erstmals begangen wurde. Putin hat gerade eine neue Gedenkstätte für den Ersten Weltkrieg eröffnet. Nächstes Jahr wollen die beiden Staaten gemeinsam das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren feiern.

Beide Männer stützen sich laut Forschern stark auf staatliche Medien, die im Volk Bewunderung für starke Führungspersönlichkeiten fördern. Zheng Wenyang, der 30-jährige Autor von „Für Russland geboren", hat davon deutlich mehr Ausgaben verkauft als von seinen früheren Büchern zu Barack Obama, Margaret Thatcher und Nelson Mandela.

Putins Beliebtheit wird von den positiven Berichten in staatlichen chinesischen Medien zwar gefördert, er genügt jedoch auch einer Maxime der chinesischen Gesellschaft: „Wenn ein Führer schwach ist und sich einschüchtern lässt, werden ihn die Menschen nicht respektieren."

Beispiel an der russischen Strategie

Einige Beobachter glauben, dass sich China ein Beispiel an der russischen Strategie 2008 in Georgien und jüngst in der Ukraine nehmen sollte. Denn China kämpft derzeit selbst mit Japan, den USA, den Philippinen und Vietnam um Territorialansprüche.

„Putin ist ein mutiger und entschlossener Führer einer Weltmacht, der auch in einer gefährlichen Situation erfolgreich sein kann", sagte Generalmajor Wang Haiyun, ein ehemaliger Militärattaché in Moskau, der chinesischen Nachrichtenseite Global Times. „Diese Eigenschaften verdienen unser Lob und unsere Nachahmung. Russland ist seit hunderten von Jahren eine große Weltmacht. Und es meistert die großen Machtspiele noch viel besser als wir."


Aus der Ukrainekrise hat sich China weitgehend herausgehalten. Die Ukraine ist für China ein wichtiger Lieferant von Mais und Rüstungsgütern. Wiederholt hat Peking eine politische Lösung des Konflikts verlangt und nimmt an den Sanktionen gegen Russland nicht teil.

Einige chinesische Experten argumentieren, dass China dadurch seiner Beziehung zu den USA und der EU schaden könnte, die nach wie vor die größten Handelspartner des Landes sind.


Kommentar: Sich dem psychopathischen System der USA und seines EUnuchen entgegenzusetzen, ist mit Sicherheit lobenswert, wichtig und gesund!


Die Interessen von Moskau und Peking passen nicht immer ideal zusammen.
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© Associated Press
Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping im Mai bei einer Veranstaltung in Schanghai.
Ältere Chinesen erinnern sich gern an die 1950er Jahre, als die Sowjetunion China unterstützte, jedoch trieben eine ideologische Spaltung in den 1960er Jahren und ein Grenzkonflikt 1969 die beiden Länder weiter auseinander. 1996 gingen die beiden zwar wieder eine strategische Partnerschaft ein, doch erst seit kurzem geht ihre Freundschaft über eine gegenseitige Unterstützung im UN-Sicherheitsrat hinaus.

Der wachsende Einfluss Chinas in zentralasiatischen Gebieten, die einst Teil der Sowjetunion waren, könnte in Zukunft zu Spannungen führen. Außerdem verkauft Russland Waffen an Indien und Vietnam, zwei Nachbarstaaten Chinas, mit denen es ebenfalls Grenzstreitigkeiten gibt.

Einige Analysten glauben jedoch, dass sich China durch seine Neutralität im Ukrainekonflikt im Gegenzug die Neutralität Russlands bei den Territorialstreitigkeiten in Asien erkauft hat.

Liu Xiaohu, der 28-jährige Autor einer weiteren Biographie namens „Putins eiserne Faust", die in diesem Jahr erschien, sagt, dass viele Chinesen frustriert seien, weil die Regierung ihrer Ansicht nach schlecht auf Provokationen aus dem Ausland reagiert hat, so etwa der Angriff der USA auf die chinesische Botschaft in Belgrad im Jahr 1999.

„Chinesen wollen oder brauchen nicht instinktiv einen starken Anführer: Sie brauchen aber gerade jetzt einen", sagt er.