Wie jeden Sonntag schauen wir auf das Wetter weltweit, dabei heute im Fokus: Extreme Dürre im US-Bundesstaat Kalifornien und in der Millionenmetropole Sao Paulo, bei Sommerwärme im östlichen Mittelmeer Unwettergefahr.
Sturm Nordspanien Feb 2015
© dpa
Das Mittelmeer wird in diesen Tagen von Sturm und Unwettern gepeitscht. Meterhohe Wellen sind, wie hier vor Nordspanien, die Folge.
Griechenland/Türkei sommerliches Unwetterpotential

Das riesige Tiefdruckgebiet MISCHKA, welches bei uns reichlich Neuschnee und winterliches Wetter brachte, beeinflusst fast ganz Europa. Wer jetzt noch kurzfristig für die Winterferien Urlaub buchen möchte, sollte vielleicht nicht an das östliche Mittelmeer. In Griechenland und in der Türkei locken zwar schon fast sommerliche Temperaturen, dennoch sorgt genau das Tief MISCHKA dort für heftige Regenfälle, lokal können diese Unwettercharaker annehmen. Niederschlagsmengen von örtlich über 100l/qm sind durchaus möglich, besonder betroffen die Westküste Griechenlands (von Korfu bis Kalamata) und auch der Nordwesten der Türkei (Region Canakkala, Izmir, Balikesir). Entspannter und deutlich schöner sieht es auf Rhodos sowie generell in der zweiten Wochenhälfte aus.

Deutlich besser sind die Chancen für einen guten Winterurlaub, in den Mittelgebirgen und Alpen liegt genug Schnee und die Temperaturen bleiben niedrig genug, damit die weiße Pracht erhalten bleibt. Die aktuellen Ski- und Wintersportberichte finden sie in unserem neuen Skiwetter.

Dürre in Kalifornien, Winter im Nordosten - Groundhog Day

Der US-Bundestaat Kalifornien hatte im letzten Jahr mit einer außergewöhnlichen Dürre (schwerstes Ausmaß seit über 1000 Jahren) zu kämpfen. Ab November/Dezember 2014 begann sich die Lage etwas zu entspannen, im Januar 2015 keimt nun aber wieder Sorge auf. Große Teile der San Francisco Bay blieben in diesem Monat gänzlich ohne oder kaum messbaren Niederschlag z.B. San Francisco Stadt. Ein weiteres Problem ist die fehlende Schneedecke in der Sierra Nevada, welche den Großteil der Wasserreserven für die Region in Form von Schnee speichert. In diesem Winter beträgt die Schneehöhe nur wenige Zentimeter (niedrigste Schneedecke seit Beginn der Wetteraufzeichnungen), in durchschnittlichen Wintern werden über 1700 l/qm gemessen. Die Prognosen für diese Woche versprechen leider auch kaum Niederschlag.

Ganz anders sieht es weiterhin im Nordosten des Landes sowie in Kanada aus, für Neuengland werden in den nächsten Tagen weitere Schneefälle vorhergesagt. Nach dem extrem starken Blizzard (Wintersturm) der vergangen Woche liegen große Teile der Landschaft noch unter einer sehr hohen Schneedecke. Da wird es spannend für den Groundhog Day (Murmeltiertag), der morgen am 2. Februar gefeiert und eine Vorhersage über das Fortdauern des Winters getroffen wird.

Trockenheit auch in Brasilien

Auf der Südhalbkugel findet sich ein ähnliches Problem. In der Region der brasilianischen Millionenmetropole Sao Paulo (Großraum über 20 Millionen Einwohner) herrscht die schlimmste Dürre seit mindestens 1930. Große Teile der Region, die aus vielen Stauseen besteht, liegen trocken, so dass die Regierung sogar eine Rationierung der Wasservorräte angeordnet hat. Im Gegensatz zu San Fransico liegt Sao Paulo im Bereich der Subtropen, welche normalerweise genügend Niederschlag produzieren, doch im Januar fiel weniger als die Hälfte des sonst üblichen Regens. Die Prognosen für diese Wochen zeigen zwar sporadisch etwas Regen, das wird die Trockenheit in dieser Region aber kaum mildern.